Was für eine Bilanz

Ab und zu muss man sich noch einmal vor Augen halten, damit man es nicht vergisst. Ich weiß sehr wohl, dass es eine nicht zu unterschätzende Anzahl von selbsternannten „Fans“ gibt, die auch diese Fakten verdrängen werden, nicht hören wollen oder maximal zu der Aussage „Kann man heute eh nicht mehr ändern, was soll der ständige Blick zurück?“ fähig sind. Und dennoch. Man muss diese Fakten erkennen, benennen, analysieren und vor allem akzeptieren, damit man die gleichen Fehler nicht wieder und wieder macht. Anlässlich des nächsten Wahnsinns-Deals mit Abstiegs-Weltmeister Filip Kostic habe ich mir noch einmal erlaubt, mir die Transfers anzuschauen, die den Verein nach der erfolgreichen Ausgliederung zur HSV Fußball AG wettbewerbsfähig machen und für eine erfolgreiche sportliche und finanzielle Zukunft aufstellen sollten.

Pierre-Michel Lasogga – Ablöse: € 8,5 Mio. – nicht vermittelbar – kostet den Verein immer noch € 3,6 Mio.

Valon Behrami – Ablöse: € 6 Mio. – verkauft für € 3,5 Mio. – Verlustgeschäft

Nicolai Müller – Ablöse: € 4,5 Mio. – ohne Ablöse abgegeben – Verlustgeschäft

Cleber Reis – Ablöse: € 3 Mio. – verkauft für € 3 Mio. – nie in Hamburg angekommen

Johan Djourou – Ablöse: € 2,8 Mio. – ohne Ablöse abgegeben – Verlustgeschäft

Matthias Ostrzolek – Ablöse: € 2,75 Mio. – ohne Ablöse abgeben – Verlustgeschäft

Marcelo Diaz – Ablöse: € 2 Mio. – verkauft für € 1,8 Mio. – Verlustgeschäft

Ivica Olic – Ablöse: € 2 Mio. – ohne Ablöse abgegeben – Verlustgeschäft

Zoltan Stieber – Ablöse: € 1,3 Mio – verkauft für € 250.000 – Verlustgeschäft 

Gideon Jung – Ablöse: € 150.000 – gutes Geschäft, leider zur Zeit verletzt

Lewis Holtby – Ablöse: € 6,5 Mio. – noch im Verein, Marktwert: € 2,5 Mio. – Verlustgeschäft

Aaron Hunt – Ablöse: € 3 Mio. – noch im Verein – Verlustgeschäft

Albin Ekdal – Ablöse: € 4,5 Mio. – verkauft für € 2,2 Mio. – Verlustgeschäft 

Michael Gregoritsch – Ablöse € 3 Mio. – verkauft für € 5,5 Mio. – Gewinn erzielt

Sven Schipplock – Ablöse: € 2,5 Mio – ohne Ablöse abgegeben – Verlustgeschäft

Josip Drmic – Leihgebühr: € 1,2 Mio. – machte 6 Spiele für den HSV – Verlustgeschäft

Gotoku Sakai – Ablöse € 700.000 – noch im Verein – neutral

Batuhan Altintas – Ablöse € 400.000 – ohne Ablöse abgegeben – Verlustgeschäft

Andreas Hirzel – Ablöse: € 40.000 – ohne Ablöse abgegeben – Verlustgeschäft

Filip Kostic – Ablöse: € 14 Mio. – für € 600.000 Leihgebühr pro Jahr 2 Jahre nach Frankfurt verliehen, anschließend Kaufoption für € 6,5 Mio. – Verlustgeschäft

Walace – Ablöse: € 9,2 Mio. – verkauft für € 6 Mio. – Verlustgeschäft

Douglas Santos – Ablöse: 6,5 Mio. – noch im Verein – neutral

Alen Halilovic – Ablöse: € 5 Mio. – ohne Ablöse abgegeben – Verlustgeschäft

Bobby Wood – Ablöse: € 4 Mio. – für € 1,2 Mio. Leihgebühr für ein Jahr nach Hannover verliehen – Verlustgeschäft

Mergim Mavraj – Ablöse: € 1,8 Mio. – mit € 300.000 Abfindung abgegeben – Verlustgeschäft

Luca Waldschmidt – Ablöse: € 1,3 Mio. – für € 5 Mio. verkauft – Gewinn erzielt

Arianit Ferati – Ablöse: € 850.000 – noch im Verein – neutral

Christian Mathenia – Ablöse: € 800.000 – für € 500.000 verkauft – Verlustgeschäft

Kyriakos Papadopoulos – Ablöse: € ca. 8 Mio. – noch im Verein, schwer verletzt – Verlustgeschäft

Andre Hahn – Ablöse: € 6 Mio. – verkauft für € 3 Mio. – Verlustgeschäft

Julian Pollersbeck – Ablöse: € 3,5 Mio. – noch im Verein – neutral

Rick van Drongelen – Ablöse: € 3 Mio. – noch im Verein – neutral

Eigentlich müsste doch jeden Fan bei der Betrachtung dieser nackten Zahlen das kalte Grauen überkommen und wer noch irgendwem erzählen möchte, dass „Didi doch eigentlich ein guter Sportchef war“, der gehört im Grunde ausgepeitscht, aber das ist noch nicht die ganze Wahrheit. Die ganze Wahrheit ist, dass auch die Nachfolger Beiersdorfers es nicht besser gemacht haben, im Gegenteil. Die systematische Geldverbrennung hat Methode in Hamburg und bedenkt man dann noch, dass einige der gekauften und teilweise wieder abgegeben Spieler von Kühne finanziert wurden und die mickrigen Erträge direkt an den alten Herren abgeführt werden müssen, wird es eher noch schlimmer.

Okay, wird der rosa Durchschnitts-Hüpfer nun sagen, es war ja nicht das Geld des HSV, welches dann für diese Spieler ausgegeben wurde und das stimmt. Aber Kühne hat im Gegenzug für seine Investitionen halt  zum Teil AG-Anteile erhalten und die sind jetzt nicht mehr verfügbar. Und was man nicht vergessen darf, was aber zum Teil noch schlimmer als die verbrannten Transfer-Erlöse ist: Die unfassbaren Gehälter, mit denen die Underperformer nach Hamburg gelockt wurden. Wenn man sich vorstellt, dass Spieler wie Ekdal, Kostic, Holtby und Lasogga an die € 4 Mio. und Spieler wie Wood und Papadopoulos an die € 5 Mio. verdient haben bzw. noch verdienen, bricht man zusammen.

Man stelle sich einmal vor, was mit all dem Geld möglich gewesen wäre, hätte man, wie an dieser Stelle zigmal gefordert, bereits 2014 angefangen, in junge und entwicklungsfähige Spieler zu investieren. Jetzt allerdings ist es zu spät und die Chance kommt nicht wieder. Jetzt kommt Bielefeld.

Wenn mir das einer im Juni 2014 erzählt hätte….

Ich wiederhole an dieser Stelle das Beispiel mit dem Autokauf:

Jemand hat kein Geld, aber er will sich unbedingt einen Porsche für € 100.000 kaufen. Also leiht er sich das Geld und kauft den Wagen. Dann merkt er, dass er ja kein Geld für Versicherung und Steuern hat, also leiht er sich auch das Geld, inzwischen hat er € 110.000 Schulden. Nachdem er nun den Porsche ein Jahr kaum gefahren hat, weil er sich das Benzin nicht leisten konnte und die Karre ständig kaputt war, verschenkt er den Wagen ein Jahr später und lässt sich dafür feiern, dass er ab sofort Steuern und Versicherung spart.

Exakt das ist das Modell „Hauptsache, der Spieler ist von der Payroll“

 

Von | 2018-08-21T07:27:37+02:00 21. August 2018|Allgemein|48 Kommentare

48 Comments

  1. Ulrich Angenendt 21. August 2018 um 07:37 Uhr

    Das ist immer wieder bitter, So was zu lesen. Es wird wohl auch im Zukunft nicht besser, eher schlechter werden. Was macht Kühne denn jetzt mit den Anteilen? Verkaufen lohnt sich ja wohl nicht. Ach man, ich stelle lieber keine weiteren Fragen mehr. Einfach abwarten, bis sie sich selber zerstört haben. Sehr Traurig

    • Saschas Alte Liebe 21. August 2018 um 07:52 Uhr

      Kühne wird die Anteile – 24,x % ? – noch halten. Da nicht davon auszugehen ist, dass noch andere nennenswerte Investoren gefunden werden, wird der Club nächstes Jahr mit leeren Taschen dastehen, mit der nächsten Defizitbilanz hinter wie vor sich und seine nur noch geringwertigen Anteile wie Sauerbier anbieten. Dann könnte Kühne Zugriff bekommen, (so er noch wollte). Der HSV könnte ihm überreif in den Schoß fallen.
      Mit dann möglichen 33% gäbe es mehr Zugriff auf den Saftladen.
      Unrealistisch ?

    • Stephanovic 21. August 2018 um 08:25 Uhr

      Viel spannender als was Kühne jetzt mit seinen Anteilen macht, finde ich die Frage, was die Stiftung nach seinem Tod damit anstellt.

  2. Michael 21. August 2018 um 07:46 Uhr

    Bewundernswert nur, wie lange der HSV die Insolvenz verschleppt. Da das Ende der Transferperiode bevorsteht und kein Megadeal möglich ist, muss die Kohle bald mal alle sein. Oder?

  3. Marco Nörenberg 21. August 2018 um 07:46 Uhr

    Ich halte es angesichts der Ansprüche von KMK bei einem Kostic-Verkauf für absolut denkbar, dass das Leihgeschäft eine Umgehungslösung ist. So erhält der HSV 1,2 Mio. Leihgebühr, die nicht an KMK geht, statt einen weiterzureichenden Kaufpreis. Dass Leihgebühr und Kaufoptionssumme nicht satt machen, sei davon unbenommen.

    • Gravesen 21. August 2018 um 07:52 Uhr

      Kostic hat in Hamburg ca. € 4 Mio. (in der ersten Liga) verdient und er hat natürlich auch aus dem Grund der vertraglich-vereinbarten Gehaltsreduzierung erklärt, er wolle nicht in der zweiten Liga (nur noch 60% des Erstliga-Gehalts) spielen. Wenn man sich vorstellt, dass ein absoluter Führungsspieler wie Kevin Prince Boateng in Frankfurt knapp € 2,5 Mio. bekommen hat, kann man sich an allen zehn Fingern ausmalen, dass die Frankfurter Kostic keine € 4 Mio. zahlen werden. Also: Der HSV übernimmt die Differenz, wobei diese Zahlungen mit den € 600.000 Leihgebühr pro Jahr garantiert nicht gedeckt sind. Für den HSV ist Kostic ein einziges großes Euro-Grab.

      • Marco Nörenberg 21. August 2018 um 08:08 Uhr

        Da bin ich mir nicht sicher. Die Einkommensperspektive wäre für FK in Wolfsburg wohl besser gewesen. Für das gleiche Geld, also 60% der mir nicht bekannten 4 Mio. (ich hörte von rund 3, zweifele aber nicht an Deiner Zahl) plus Prämien inklusive Erstliga- und Europafußball und damit Marktwerterhalt/-steigerung, das könnte auch für Kostic hinnehmbar sein.
        Anyway: kein guter deal für den HSV, aber vielleicht ein Besserer als bei einem Verkauf.

        • BerndH60 21. August 2018 um 08:25 Uhr

          „…(1)inklusive Erstliga- und (2)Europafußball…“

          zu 1): Als Kostic zum HSV ging war der HSV noch Erstligist.

          zu 2): Ja, ne, ist klar. Um das ganze mal in Angestellten- oder Arbeitersprache zu übersetzen:
          „Firma A bietet mir die Summe X. Firma B bietet mir auch die Summe X, hat aber das schönere Firmengebäude, dafür soll ich aber mehr Stunden kloppen.
          Hach, wo soll ich nur hinwechseln?“

          • Marco Nörenberg 21. August 2018 um 09:02 Uhr

            Ich glaube, Du hast meinen Kommentar mißverstanden. Ich meinte, dass für FK der eigene Marktwerterhalt bzw. dessen Erhöhung (und damit perspektivisch die Einkommenschance) bei einem Wechsel aus der zweiten Liga zu einem EL-Club größer sind. Weiß nicht, ob Du mir deshalb gleich Naivität unterstellen musst, letztlich sind die exakten Vertragskonstellationen ohnehin unbekannt.

        • Paule 21. August 2018 um 08:32 Uhr

          Wolfsburg hat sich von einem Kostic-Deal zurückgezogen, weil Kostic-Berater gleichzeitig woanders verhandelt haben.

          • Marco Nörenberg 21. August 2018 um 09:04 Uhr

            Ich denke, sowohl FK als auch Wolfsburg verhandelten mit mehreren Interessenten und das finde ich auch ganz normal. Verhandlungsexklusivität ist eher was für Nostalgiker.

      • Saschas Alte Liebe 21. August 2018 um 08:34 Uhr

        Soweit ich weiß, lag Boatengs Gehalt 2017/18 ohne Prämien bei 1,3 Mio. Haller war Spitzeverdiener mit 1,8.

      • HSVKritiker 21. August 2018 um 10:08 Uhr

        Da stimme ich Grave vollkommen zu, nicht weil ich bei ihm schleimen will, sondern weil der HSV in der Vergangenheit schon sehr häufig falsche Zahlen nach außen kommuniziert hat.

        Oder glaubt hier jemand das der HSV schlechte Deals wirklich immer wahrheitsgemäß übermittelt? (… von irgendwelchen dubiosen Nebenabsprachen mal ganz abgesehen.)

        Natürlich ist es zunächst einmal gut, dass dieses faule und überteuerte Huhn weg ist, dem HSV somit (vermutlich) nicht mehr ganz so viel Geld kosten wird! Die Bilanz von Becker ist aber dennoch nicht so, dass man sagen kann, er hätte einen guten Job gemacht bzw. warum wird er medial auch noch bejubelt?

        Ich will auch gar nicht sagen, dass Becker hier das Problem ist, denn da spielen auch andere Leute in der Vergangenheit wie in der Gegenwart eine miese Rolle. Dennoch wüsste ich nicht, warum man die Tätigkeiten von Becker als Erfolg darstellen sollte, hat man bei Kreuzer ja richtigerweise auch nicht getan.

        Ich habe zu Becker eine eher neutrale Haltung. Er ist gefühlt wohl irgendwie die 10. Wahl (was soll ich nun davon halten?), wirkt nach außen hin nett u. kommunikativ (was aber nichts über seine Qualität aussagt) u. wird sich vermutlich am HSV auch nur bereichern …

        Entscheidend ist für mich aber dennoch, was er die nächsten 1-2 Jahre so an Spielern anschleppt. Auch da bin ich zunächst einmal skeptisch! Warum auch nicht, denn bis dato wurde ich als Fan die letzten 30 Jahre sehr häufig enttäuscht.

        Und genau wie alle anderen Kritiker sehe ich keine gravierenden Veränderungen. Es nerven mich auch weiterhin diese Jubelarien in Richtung Neuangestellte, die sich am Ende sehr häufig als Rohrkrepierer erweisen. Becker und Titz hätte ich z. B. nicht beschäftigt, denn die Tatsache, dass er eine bessere Bilanz vorweisen kann als Gisdol und Hollerbach, sagt doch nichts aus. Vermutlich hätte auch der Trainer von Henstedt-Ulzburg eine bessere Bilanz aufweisen können.

        Wettstein und Co. hätte ich vom Hof gejagt, bei Hoffmann habe ich auch Magenschmerzen, jedenfalls was seine neuerliche Macht im Volkspark angeht und er eben nicht für einen Neuanfang steht. Seine Stärke war meiner Meinung nach die Vermarktung des Produktes HSV, da lasse ich mich auch nicht von abbringen, die sportlichen Entscheidungen allerdings sind nicht seine Welt und die Macht die er jetzt hat und auch damals hatte, halte/hielt ich für falsch!

  4. Paule 21. August 2018 um 07:49 Uhr

    Mit dem Unterschied, dass der Porschefahrer, ggf. rechtliche Konsequenzen zu befürchten hätte und persönlich zur Verantwortung gezogen worden wäre.

    • Sven 21. August 2018 um 08:22 Uhr

      Große Fische zappeln länger. Die Konsequenz wird kommen. In Form einer Insolvenz.

  5. Ralf 21. August 2018 um 08:05 Uhr

    Das sind tatsächlich Zahlen des Grauens, es gibt wahrscheinlich bundesweit keinen zweiten Verein bei dem so viele, teuer eingekaufte Spieler, ablösefrei bzw. sogar noch mit in Hintern geblasenen Abfindungen, abgegeben werden. Falls die Kostic-Zahlen stimmen ist das für mich der Gipfel der Unfähigkeit, 600.000€ Leihgebühr/Saison für einen WM-Teilnehmer der nun immerhin 4 Jahre Bundesliga gespielt hat, sind doch total lächerlich! Bayern München hat vor einem Jahr für einen gewissen Renato Sanches, welcher eine katastrophale Runde hinter sich hatte, 8,5 Mios. Leihgebühr/Saison kassiert, so hoch ist in dem Fall nicht mal die Kaufoption.

  6. Stephanovic 21. August 2018 um 08:49 Uhr

    Gilt Kostic Leihe im Falle eines Frankfurter Abstiegs in dieser Saison eigentlich auch für die zweite Liga? 😂
    Im Ernst: Ich glaube nicht, dass er die erhoffte Sofortverstärkung für die Eintracht ist, da er eher jemand ist, der funktioniert, wenn die Mannschaft insgesamt funktioniert. Er ist keiner, der voran geht und durch seine Mentalität den Bock umstößt.
    Frankfurt ist für mich nach den bisher gezeigten Leistungen klarer Kandidat für den Abstiegskampf. Der alte Klassiker: Überraschend gute Saison, Qualifikation für Europa, Verlust von Leistungsträgern und/oder Trainer => Abstieg(skampf). Köln war das letzte Beispiel dieser Sorte…

    • Holger 22. August 2018 um 11:41 Uhr

      Für diese Aussage bin ich vor einigen Wochen von den Eintracht- Fans hier für total bekloppt erklärt worden.

      Rosa- Hüpfer gibt es scheinbar auch in anderen Farben!

      Lauf schlägt Qualität- alte Fußballregel! Bei der Eintracht ist letztes Jahr einfach alles perfekt gelaufen- wie bei Köln ein Jahr zuvor.

      Wenn es nicht läuft, dann bleibt nur noch die Qualität. Und da sehe ich Frankfurt nicht deutlich besser als Köln oder den HSV im letzten Jahr.

      Wenn man mal das „Pech“ streicht (Fehlentscheidungen- siehe wahre Tabelle) wäre z.B. der HSV nicht abgestiegen. Dafür aber Freiburg,
      die sich witzigerweise ja dauernd „benachteiligt“ gefühlt haben. Das aber nur am Rande.

      Mir geht es darum zu verdeutlichen, dass der Faktor „Glück“, „Lauf“ oder wie auch immer man das nennen will eine ziemlich große Rolle im Fußball spielt. Dauerhaft aber Qualität aufgebaut werden muss, um wirklich mittel- und langfristig erfolgreich zu sein. Im Moment deutet einiges darauf hin, dass Frankfurt, ähnlich wie Köln letzte Saison, geblendet vom Erfolg diesen „Qualitätsaufbau“ verpasst.

      • Herr Horst 22. August 2018 um 20:49 Uhr

        Unterschied: Bei Köln hat niemand vor der Saison ernsthaft damit gerechnet. In Frankfurt schillern hingegen schon vor dem ersten Bundesligaspiel die Alarmglocken. Und genau deshalb ist es auch eine komplett andere Situation. Frankfurt wird nicht absteigen, zumal aus einer 3-fach bereits jetzt eine 2-fach Belastung geworden ist.
        P.S. Als jemand der sich wirklich gut in der Frankfurter Fanszene auskennt, kann ich sagen, dass dort so gut wie NIEMAND auch nur irgendwas anderes erwartet, als nur eine halbwegs ruhige Saison zu spielen. Dafür ist man dort durch X Abstiege einfach viel zu sensibilisiert. Mit der Masse der hirnverballerten Rosa-Hüpfer nicht mal ansatzweise zu vergleichen.
        Und bei Frankfurt ist letztes Jahr eben nicht „alles perfekt gelaufen“. Im Grunde war die ganze Rückrunde murks, wurde nur vom Pokalsieg überspielt. Und das weiß die Frankfurter Anhängerschaft sehr genau!

  7. BerndH60 21. August 2018 um 09:09 Uhr

    @Marco Nörenberg:
    Du hättest dich da wirklich klarer ausdrücken können .
    Das du die Ironie als „Unterstellung von Naivität“ gedeutet hast sollte nicht so rüber kommen.

  8. BerndH60 21. August 2018 um 09:16 Uhr

    Mich würde es ja brennend interessieren, wie es mit dem Vertrag aussieht, falls ein Wunder geschieht und der HSV steigt direkt wieder auf.
    Kommt der „unersetzliche“ Führungsspieler Kostic dann zurück oder muß man dann bedauernd eingestehen, diesen Fall nicht bedacht zu haben und zahlt dann an Frankfurt 5 Millionen Euro Ablösung für die vorzeitige Rückkehr?
    Man weiß so wenig.

    • Saschas Alte Liebe 21. August 2018 um 09:27 Uhr

      „Man weiß so wenig.“
      ———-
      Aber immer wenn wir mehr wissen, wird es besonders gruselig.
      Oftmals war das größte angenommene Unbehagen einer Vermutung noch zu blauäugig für die Realität.

  9. Miroslav Okonski 21. August 2018 um 09:32 Uhr

    Kommentar auf Facebook:

    „2 Jahre kein Gehalt zahlen (8 Mio, wenn ich mich nicht täusche) und Ablösesumme wäre bis 12 Mio eh an Kühne gegangen – Also alles richtig gemacht bevor hier die Nörgler kommen“
    …der Kommentar hat über 400 Likes…

    oder der hier:
    „Gratulation, Herr Becker! Endlich ist Herr Kostic weg! Mindestens zwei Jahre Gehalt wird eingespart, dazu sicherlich eine vernünftige Leihgebühr kassiert, die der HSV wohl nicht an Kühne abgeben muss….so arbeiten Profis! Was für eine Wohltat nach so vielen Jahren der absoluten Unfähigkeit im Management!“

    Und das ist nur zwei Beispiele. Die Dummheit der Fans ist ein Hauptproblem dieses Vereins. Gottseidank liegt die Wahrheit aber auf dem Platz. Und da werden noch einige ihr blaues Wunder erleben.

  10. Flanders 21. August 2018 um 09:35 Uhr

    Es besteht ja auch die Möglichkeit, dass Eintracht Frankfurt die Kaufoption nicht ziehen und statt dessen neu mit dem HSV verhandeln wird. Diese Option lohnt sich für die Eintracht nur, wenn Filip Kostic seinen Marktwert durch gute Leistungen über die vereinbarte Ablösesumme hebt. Ansonsten wäre er ein auch beim HSV ungewollter Spieler mit nur einem Jahr Restlaufzeit seines Vertrages und eine Ablösesumme könnte durchaus auch frei verhandelt werden. Die Eintracht gäbe einfach nur ein (zu teures) Vorkaufsrecht auf mit dem Risiko, dass Filip Kostic zu einem anderen Verein geht. Wobei dieses Risiko bei seinem astronomischen Gehalt wohl überschaubar ist. Bis dahin wird der HSV über zwei Jahre 5,6 Mio. Euro abgeschrieben und dafür 1,2 Millionen Euro erhalten haben. Wie die Arbeit von Ralf Becker wohl bewertet würde, wenn Filip Kostic in zwei Jahren bspw. für 2,0 Millionen Euro nach Mainz ginge…

    Und auch dann wäre die Differenz von Ablösesumme zu 2,8 Mio. Restbuchwert vergleichsweise gering, so dass dies den Fans gut zu verkaufen wäre.

    Die Not scheint groß, auf so einen Geschäftsverlauf zu setzen.

  11. hessenadler1899 21. August 2018 um 09:53 Uhr

    Morgen,

    habe da mal eine Frage an die Fachleute !

    (Aus dem kicker)
    ….Im ersten Lostopf befinden sich alle Profimannschaften der Bundesliga und 2. Liga. Der zweite Lostopf, der sogenannte „Amateurtopf“, beinhaltet alle Teams ab der 3. Liga. Erst ab dem Achtelfinale werden alle Kugeln aus einem Topf gezogen.
    Die 32 Teilnehmer im Überblick:
    Bundesliga:
    FC Schalke 04
    1. FC Nürnberg
    VfL Wolfsburg
    Werder Bremen
    FC Bayern
    TSG Hoffenheim
    Bayer Leverkusen
    1. FSV Mainz 05
    FC Augsburg
    Fortuna Düsseldorf
    RB Leipzig
    Hannover 96
    Borussia Mönchengladbach
    Hertha BSC
    SC Freiburg
    Borussia Dortmund
    2. Bundesliga:
    Darmstadt 98
    MSV Duisburg
    Hamburger SV
    SV Sandhausen
    Arminia Bielefeld
    1. FC Köln
    1. FC Heidenheim
    Holstein Kiel
    Union Berlin
    SC Paderborn
    3. Liga:
    Wehen Wiesbaden
    Hansa Rostock
    Regionalliga:
    SV Rödinghausen
    SSV Ulm
    Weiche Flensburg
    5. Liga:
    BSG Chemie Leipzig

    Frage: Wird dann der 2. Lostopf, der „Amateurtopf“, der ja dann nur aus sechs Mannschaften besteht, mit den Mannschaften aus der 2. Liga aufgefüllt , um auf sechszehn Teams zu kommen ?

    Würde bedeuten, dass der „ruhmreiche“ Hamburger Sportverein auf einen Erstligisten treffen würde !?!

    Gruß

    • UngebetenerGast 21. August 2018 um 10:05 Uhr

      Ich zitiere: „Sind in einem Lostopf keine Lose mehr vorhanden, werden die verbleibenden Lose/Teams des anderen Topfs gegeneinander gelost.“

  12. Gravesen 21. August 2018 um 11:15 Uhr

    Was für erneut absolut hirnrissiger Artikel von Kai Schiller, den ich irgendwann einmal wegen seiner deutlichen Worte durchaus geschätzt habe. Diese Zeiten sind vorbei, Schiller entwickelt sich, aus welchen Gründen auch immer, täglich mehr in Richtung Dummschwätzer und Auftragsschreiber Linnenbrügger von der Mopo.
    .
    https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article215138315/Die-Kostic-Karawane-zieht-weiter.html
    .
    Millionen-Verlust? Deshalb ist der Kostic-Transfer sinnvoll
    .

    Also ich habe den Artikel jetzt zweimal gelesen, aber warum der Transfer sinnvoll sein soll, ist mir immer noch nicht klar.

  13. Levti 21. August 2018 um 16:03 Uhr

    Ich habe zum Kostic Deal noch eine ganz andere Frage.

    Es gibt je Laute die immer noch behaupten, dass das Leihgeschäft für den HSV lukrativer wäre, weil bei einem Verkauf die Einnahme bei KMK gelandet wäre. Mal angenommen, dass dem wirklich so ist, wer kann denn zweifelsfrei sagen, dass Kühne nicht auch Zugriff auf die Leiheinnahmen „seiner“ Spieler hat? Dazu habe ich nirgends etwas gelesen.

    • BerndH60 21. August 2018 um 16:51 Uhr

      Alle „Top Stars“ des HSV beziehen Mondgehälter in einer Dimension, die für eben diese Spieler weltweit kein anderer Verein zahlen würde.
      Der einzige „Gewinn“ für den HSV besteht in einer teilweisen Einsparung des Gehalts. Das weiß auch Kühne.

  14. Wolfgsng H. 21. August 2018 um 16:52 Uhr

    Ist wirklich ein Jammer was aus unserem HSV geworden ist. Lange vorbei sind die glorreichen international-erfolgreichen Jahre… Wenn man bedenkt, dass Boateng und Kompany bei uns spielten, fragt man sich schon wo das Geld hin ist..

  15. Libero 21. August 2018 um 23:22 Uhr

    Auch die SHZ versucht anscheinend, in den Dreikampf zwischen Mopo, Abendblatt und Bild als blödeste Zeitung einzusteigen.
    Mit dem folgenden Artikel liegen sie ganz vorn.
    Kein Drittklässler würde soviel Rechenfehler machen wie der bedauernswerte Artikelverfasser Gregory Sträub.
    Ist zwar nur SHZ, aber an Peinlichkeit kaum zu überbieten, schaut und rechnet selber😀

    Ich habe zunächst gehofft, das sei nur Comedy, aber ich befürchte, seine Berechnungen waren ernst gemeint!

    https://www.shz.de/sport/Fuenf-HSV-Spieler-steigern-ihren-Marktwert-erheblich-id20778597.html

    • Saschas Alte Liebe 22. August 2018 um 01:53 Uhr

      Wenn jemand also eine vier oder fünf in Rechnen (Mathe ist sowas nicht) hat, kann er/sie immernoch Schreiberling der HSV Hofjournaille werden. Das ist doch mal eine Perpektive für Benachteiligte.

    • Arnold 22. August 2018 um 06:56 Uhr

      Also von 2 auf 3 Mio sind 100% und von 300k auf 800k sind 60% Steigerung -> genial :)) Das sowas freigegeben wird….

      • Libero 22. August 2018 um 14:50 Uhr

        Die haben jetzt einfach alle Werte geändert, damit die Prozentzahlen endlich stimmen.
        Das ist ja genauso peinlich wie die falschen Prozentangaben.
        Wäre natürlich auch schön gewesen, wenn der Schreiberling die gesamten Transferwertverluste aufgeführt hätte.
        Das wollen die rosa Hüpfer natürlich gar nicht wissen, daher lieber nur „Erfolgsmeldungen“.
        Man, ist das schäbig und billig!!

  16. Libero 22. August 2018 um 06:20 Uhr

    Sportbuzzer und Bil