Dazu fällt mir nichts mehr ein

Hofberichterstattung, nächster Höhepunkt. Nachdem sich Herr Schiller (also Kai für Herrn Holtby) bereits in den letzten Monaten mit Artikeln, die seine bisherige Arbeit ad absurdum führten, bis auf die Knochen blamiert hat, nun also der vorläufige Klimax – Herr Schiller (natürlich Kai für Herrn Holtby) lässt sich vom dauer-Dämlichgrinser interviewen und ich nehme mal an, das Abendblatt findet das jetzt besonders innovativ und spaßig. Aber gut, was soll man in Zeiten erwarten, in denen ein permanent lügenden Pinoccio-Blogger mit Rechtschreibschwäche nichts besseres zu tun hat, als sich zwei Tage dafür feiern zu lassen, dass er ein Proletenforum betreibt, in dem zensiert und gelöscht wird, dass sich die Balken biegen. Kurzum, der Sportjournalismus in Hamburg ist mittlerweile auf einem Level angekommen, welches dem des Vereins entspricht, über den Legenden verbreitet werden.  Habt ihr Lust auf ein paar ganz tolle Lewis Harry-Fragen, von dem Herr Schiller (ich meine natürlich Kai, also für Herrn Holtby) meint:

Eine pflichtbewusste Vorbereitung kann man HSV-Profi Lewis Holtby nun wirklich nicht absprechen.

Wirklich Herr Schiller (ihr wisst schon….), der war gut, echt jetzt. Frei nach dem Motto: Immer mit einem Lacher anfangen…

Also schön.

Gut Kai, mit dem Du fällt mir die nächste Frage leichter: Hast Du eigentlich nichts Richtiges gelernt, oder warum bist Du Sportjournalist geworden?

Bist Du eigentlich ein freier Journalist oder fest beim Abendblatt angestellt?

Also bist Du eher der Typ, der gerne fest gebunden ist?

Diese süddeutsche Zeitung liest aber hoffentlich nicht die Einzelkritiken, die Du und Deine Kollegen nach unseren Spielen immer schreiben. Da frage ich mich schon: Schaut ihr euch eigentlich unsere Spiele an …?

Ich gebe den Tipp gerne weiter. Mal eine ernste Frage: Darf man eigentlich als Sportjournalist auch Fan sein?

(Antwort von Herr Schiller) Gute Frage. Schwere Frage. Die meisten Sportjournalisten waren als Kinder sicherlich mal Fans – und freuen sich oft noch immer über einen Sieg. Dagegen spricht meiner Meinung nach auch überhaupt nichts. Und trotzdem muss man als Journalist schon sehr aufpassen, dass man den schmalen Grat zwischen Nähe und Distanz nicht verlässt.

Wir bemühen uns. Ich muss aber zugeben, dass das Abendblatt zu den seriösen Zeitungen zählt, die meistens fair berichten.

Nein. Aber leider wird es euch nur einfacher gemacht, über Chaos zu berichten als anderswo. Selbst auf Schalke, wo ich ja auch mal gespielt habe, wird nicht über so viel Negatives berichtet.

Ich bin auch ein Späteinsteiger. Vor anderthalb Jahren habe ich Instagram für mich entdeckt. Ich finde es einfach ganz schön, ungefiltert und authentisch die Fans mitzunehmen.

(Quelle: https://www.abendblatt.de/hamburg/article215550831/Hast-Du-nichts-Richtiges-gelernt.html)

Fazit: Har har. Wenn dieser gespielte Witz eines erneut auf erstaunlichste Art und Weise gezeigt hat, dann, dass Herr Holtby nicht mal ansatzweise in der Lage ist, zu reflektieren. Der Mann hat den HSV nach Ablauf seines Vertrages 2019 knapp € 25 Mio. gekostet und auf der Haben-Seite stehen Minusleistungen, hysterische Mittelfeld-Gerenne, Fan-Anbiederung, Rauten-Geküsse und ein spektakulärer Abstieg, Danke dafür. Aber, das stört doch das Abendblatt und Herrn Schiller (Kai für Holtby) nicht, die berichten weiterhin vom Hof der Verlierer.

Morgen können wir dann bei SKY die Homestory von Jurek Rohrberg mit seinem Bro Peter-Michael Lasagne sehen, wahrscheinlich sitzen Beide dabei zusammen mit Mama Kerstin im Whirlpool und genehmigen sich einen Bollinger. Herr Töllner von SKY wird möglicherweise direkt aus Hoffmann’s Teeküche erklären, wie beliebt der neue/alte Vorstandsvorsitzende ist und Herr Linnenbrügger von der Klopo beschreibt, welche Vorteile die coole Villa von Dennis Diekmeier in Niendorf bietet.

An dieser Stelle eine Entschuldigung meinerseits an den Verein: Es tut mir leid, dass ich nicht zu den Medien gehöre,  die „meistens fair berichten“.

Das Ganze ist nur noch peinlich.

P.S. Überaus interessant, was Beinahe-HSV-Trainer Klopp zum FC Liverpool zu sagen hat. Dafür, dass er 2008 Klopp in Hamburg verhindert hat, sollte man Beiersdorfer heute noch aus der Stadt jagen.

 „Wir haben – ganz sicher – für eine bessere Arbeitsatmosphäre gesorgt. Als ich kam, mochte keiner das Team. Nicht mal das Team mochte das Team.“

Liverpool unter Klopp, das war bislang noch keine silberne Ära, doch im Moment, erzählt der Trainer, der auch mit dem BVB zuvor drei Endspiele verloren hatte, „macht es Spaß“. Natürlich wird auch er nun an Titeln gemessen, „aber das ist ein Prozess. Der läuft Schritt für Schritt. Du kannst niemandem ein Buch geben, wo du alles reinschreibst, was du verlangst, und Spieler lesen und verstehen es sofort.“

 

Von | 2018-10-14T08:07:42+02:00 14. Oktober 2018|Allgemein|5 Kommentare

5 Comments

  1. Dubios 14. Oktober 2018 um 09:52 Uhr

    Dieses Interview gibt es ja wirklich. Das ist so schlecht,das ich es für ein Scherz gehalten habe.

  2. NochNieDerHSV 14. Oktober 2018 um 10:05 Uhr

    Diese Kumpanei ist beschämend für beide Seiten.Wobei die eine Seite das wohl nicht einmal als solche erkennt.

  3. Sascha Alte Liebe 14. Oktober 2018 um 11:00 Uhr

    Moin, man könnte die Frage: „Hast Du eigentlich nichts Richtiges gelernt …“ (Lewis an Kai) schon als gewissermaßen freudsche unbewußte Reflexion verstehen.
    Vermutlich wäre das jedoch zu tiefgehend angesetzt. Es handelt sich ganz offensichtlich um eines der sehr häufigen sehr platten medialen Vorkommnisse im HSV Umfeld, die mit professionellem Journalismus rein garnichts gemein haben. Vielmehr bewegt sich diese Art des Umgangs auf dem Niveau von Schülerforen im frotzelnden Stile pickeliger Teenies mit pubertär emotionalem Unverhältnis zu Nähe und Distanz.
    Da mag man sich fragen, was wohl erwachsene Menschen (bzw. bisher dafür gehaltene) dazu bringen mag, derart zu rekredieren.
    Ist es bloß ein mediales Possenspiel zur Überbrückung von in Länderspielpausen auftretenden ereignislosen Nachrichtenlücken?
    Oder so etwas ähnliches wie eine Selbstpersiflage des eigenen Selbstverständnisses?
    Steckt ein gezieltes wirtschaftliches Interesse der Medien(Vertreter) dahinter, sich derartig zu prostituieren, dass die eigene (sich seriös nennende) journalistische Identität verraten wird, und das zudem auf eine erschreckend leichthin schamlose Art und Weise ?
    Sind wir Zeitzeugen sich offen zersetzenden demokratischen Selbstverständnisses in einem von absoluter Wirtschaftsdominanz in zunehmende Dekadenz getriebenen System von korruptem rückratlosem Mitläufertum mit verkümmertem flachnivelliertem Kommunikationsvermögen ?? Wo sich die Vertreter demokratischer Kontrollinstanz binnen kürzester Zeit zu profan daherblödelnden Kaspern selbstdekradieren ?

  4. Weltmeister. 14. Oktober 2018 um 15:12 Uhr

    Klingelingeling hier kommt der Kungelmann!
    Die Protagonisten geben sich nicht mal Mühe sich zu siezen. Nein, es wird offenbar sogar bewusst geduzt. Schiller genießt die Nähe und lässt jede Seriösität vermissen. Es fällt mir schwer ihn „Journalist“ zu nennen.

    Beim HSV gehts munter zu. Statt wie viel zitiert „hart zu arbeiten“ werden lustige Nonsens-Spielchen im Training veranstaltet. Obendrein haben die Spieler Zeit mit der Presse zu kungeln. Und Gisela Titz gibt am Ende noch 3 Tage frei.
    Welch eine Freude – welch ein Leben! 😄

    • ehemals22B 14. Oktober 2018 um 18:20 Uhr

      Zudem jettet Stareinkauf Lacroix mal eben für 3 Tage nach Dubai.

      Ist im Prinzip dasselbe Schema wie bei der Nonsensdebatte um die Sommerzeit.

      14 Flugstunden werden locker hingenommen, wenn es jedoch die nächste Schwächephase gibt wird reflexartig die Ausrede „Reisestrapazen“ hinzugezogen.

      Edit: nicht, dass er etwa schon eine starke Phase gehabt hätte, aber ihr wisst schon, was ich meine.

      Und das gemeine Fanvolk wird verständnisvoll zustimmen.

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