Lasst uns doch mal bei der Wahrheit bleiben!

Am 15.10.2018 gegen 18.38 Uhr verbreitete der HSV über HSV.de folgende Nachricht:

„Der Hamburger SV und Bernhard Peters haben im gegenseitigen Einvernehmen das Arbeitsverhältnis beendet. Seit August 2014 hatte Peters beim HSV die Position des Direktor Sport ausgefüllt, nun folgte nach vier Jahren die einvernehmliche Trennung…“

Soweit, so gut. Trennung, Entlassungen, Abgänge, aufgelöste Verträge, Abfindungen, all das ist beim Hamburger SV nun wirklich nichts Neues, es ist eher der Standard. Standardisiert waren allerdings nicht die zahlreichen entrüsteten Wut-Beiträge von sogenannten „Fans“, die einen Vorgeschmack auf die Reaktionen, die kommen werden, wenn sich der HSV von Wundertrainer Titz trennen wird, erkennen lassen. Wie kann man nur? Der Nachwuchs-Magier, der den HSV endlich wieder in die Spur gebracht hat? Der HSV-Juwelier, der die Jungstars am Volkspark erstmals aus dem Dornröschenschlaf erweckte? Das ist wieder mal typisch Machtmensch Hoffmann, der keine anderen Alphatiere neben sich duldet!  So oder ähnlich gestalteten sich ca. 70% der Äußerungen und sie sind nicht nur oberflächlich, sie sind auch noch faktisch nicht zu belegen und basieren am Ende des Tages auf exakt einer Sache: Die über Monate verbreitete PR-Kampagne der Hamburger Medien, die einem Bernhard Peters einen Adelstitel verleihen wollten und selbst nicht mal wusste, warum eigentlich.

Ich möchte versuchen, das Wirken des Herrn Peters in den letzten 4 Jahren etwas detaillierter zu durchleuchten und fange mit einem (dem) Interview aus dem Hamburger Abendblatt an, von dem einige vermuten, es hätte Latschen-Bernie am Ende den Job gekostet. Aus diesem Interview einige Auszüge, bei denen es eben nicht nur um die damalige Bewerbung für den Vorstand geht.

HA: Wäre Titz schon beim Wechsel von Markus Gisdol zu Bernd Hollerbach die bessere Wahl gewesen?

Peters: In diese Entscheidung war ich nicht involviert. Ich habe Christian Titz hier schon häufiger als Cheftrainer ins Gespräch gebracht, weil ich von seinen Kompetenzen und seinem Stab als Gesamtpaket überzeugt bin.

HA: Warum haben Sie sich nicht durchgesetzt?

Peters: Es waren andere, die die Entscheidungen getroffen haben. Das hatte ich zu respektieren.

Schon aus diesem wenigen Worten kann man erkennen, um was für eine Person und was für einen Charakter es sich bei Peters handelt und exakt das ist der Grund, warum man mit einer solchen Person nicht im Team arbeiten kann. Für die Erfolge lässt er sich feiern, für die Niederlagen sind andere verantwortlich. Wäre ich Bernd Hoffmann, ich hätte bereits an dieser Stelle aufgehorcht.

HA:Aufsichtsratschef Bernd Hoffmann sucht einen Sportvorstand. Fürchten Sie, dass dieser Manager wieder neue und eigene Vorstellungen mitbringt?

Peters: Ich glaube, der Aufsichtsrat wird die Idee, die ich dazu beigetragen habe, anerkennen. Herr Hoffmann ist ein sehr erfahrener Mann im Sport. Es ist gut, dass er wieder beim HSV Verantwortung übernimmt. Ich bin mit ihm im Austausch, er kennt meine Ansichten.

HA: Das heißt, Sie plädieren für einen Sportvorstand, der übergeordnet arbeitet? Und der Bernhard Peters heißt?

Peters: Wenn es gewünscht ist, bin ich bereit, diese Verantwortung zu übernehmen. Ich glaube, dass es in dieser Konstellation Sinn ergeben kann. Ein Manager, der für ein Bundesligateam zuständig ist, ist im Tagesgeschäft total ausgelastet durch Transferarbeit, Medienarbeit, er muss nah an der Mannschaft und am Trainerstab sein. Dieser Mitarbeiter hat keine Ressourcen mehr, auch noch die Gesamtausrichtung zu entwickeln. Dieses strategisch-mittelfristige Denken ist auf Vorstandsebene notwendig, wenn sich der Sport im HSV entwickeln soll.

(Quelle: https://www.abendblatt.de/sport/article214206103/Bernhard-Peters-Der-HSV-war-ein-Club-ohne-Mut.html)

Nun, die Aussagen sind relativ leicht verständlich und lassen kaum Raum für Interpretationen. Problem war auch weniger die Tatsache, dass ein Mitarbeiter engagiert ist, sondern vielmehr der Zeitpunkt. Das Interview wurde am 05.05.2018 veröffentlicht, wurde also wenige Tage zuvor geführt. Am 05.05.2018 verlor der HSV mit 3:0 in Frankfurt und belegte nach dem vorletzten Spieltag den 17. Tabellenplatz mit 28 Punkten, einzig die Rettung auf den Relegationsplatz wäre noch möglich gewesen. Zu diesem Zeitpunkt öffentlich Politik in eigener Sache zu machen, ist schmutzig und hätte eigentlich zur sofortigen Trennung führen müssen. Führte es aber nicht, weil der HSV kurz vor Saisonende kein Fass aufmachen wollte, weil Hoffmann noch nicht mal Vorstand war und weil die Geschichte vom „HSV-Juwelier“ immer noch Anklang fand. Übrigens: Ein solches Interview muss in der Regel vom Verein autorisiert, also abgenickt werden. Wer auch immer innerhalb des Vereins, sei es nun Pressesprecher Müller oder Mediendirektor Pletz gewesen, dieses Interview zu diesem Zeitpunkt freigegeben hatte, wollte mindestens so viel Politik machen wie Peters selbst oder ist absolut unfähig.

Und dann sollte man sich eine weitere Frage stellen, nämlich die Frage: Warum und mit welchem Ziel wollte jemand beim HSV, der berechtigt ist, derartige Interviews freizugeben, Peters Position stärken und helfen, ihm in den Vorstand zu hieven? Doch wohl in erster Linie, um Becker zu verhindern, oder? Und wenn man Becker verhindert hätte, hätte man Hoffmanns Machtposition geschmälert. Hinter den Kulissen läuft beim HSV immer noch ein Grabenkrieg und derjenigen, der ihn gewinnen will, muss deutliche Entscheidungen treffen.

Nun aber zu den Erfolgen des Herrn Peters in den letzten 4 Jahren, die ja, nimmt man die Reaktionen seiner Fans, überragend gewesen sein müssen. Man sagt ihm nach, dass er es geschafft hätte, den gesamten Nachwuchsbereich zu revolutionieren und in die Erfolgsspur zu führen, aber stimmt das überhaupt? Sind die Nachwuchsteams des HSV erfolgreicher als in den Jahren vor Peters? Nein, sind sie eben nicht! Es gab mal einen absolut lesenswerten Blog von „He leucht“, der sich die Mühe gemacht hatte, die Platzierungen der U-Mannschaften des HSV zu analysieren. Anhand dieser Analyse bricht das Kartenhaus vom „HSV-Juwelier“ relativ schnell in sich zusammen.

http://heluecht.stupid-and-slow.de/platzierungen-der-nachwuchsteams-erfolgsnachweis-fuer-bernhard-peters/

Grundsätzlich: Betrachtet man die Entwicklungen und Platzierungen der Nachwuchsteams, muss man auch die „Nebengeräusche“ berücksichtigen. Zuerst einmal investierte der HSV in den letzten Jahren (lt. SportBild) ca. € 8 Mio. pro Jahr in den Unterbau, das sind Welten von dem, was die direkte Konkurrenz der U-Teams zur Verfügung hat. In der Regionalliga Nord muss sich die U21 des HSV beispielsweise mit Teams vom VfB Lübeck, BSV SW Rehden, SSV Jeddeloh und Lupo Martini Wolfsburg messen, die Hauptkonkurrenten sind Wolfsburg, Hannover, Bremen und St. Pauli, jeweils die zweite Mannschaft. Auch diese Vereine geben nicht annähernd das Geld aus, welches Bernhard Peters zur Verfügung hatte, aktuell liegt die U21 des HSV auf Tabellenplatz 11 mit 17 Punkte aus 14. Spielen, aber dafür sind garantiert andere verantwortlich und nicht Herr Peters.

Gehen wir weiter runter. Die U19 spielt in der A-Bundesliga und liegt zur Zeit hinter RB Leipzig, St. Pauli und Wolfsburg auf Platz 4. Die U17 spielt B-Bundesliga und rangiert auf Platz 5 hinter Hertha, Wolfsburg, Leipzig und Bremen. Die U15 spielt Regionalliga gegen Hannover, Wolfsburg, Bremen, Kiel etc., und ist zur Zeit Zweiter. Die U14 liegt in ihrer Liga hinter Lohbrügger, Concordia, Eintracht Norderstedt auf Platz 4. Dies ist alles ok und im Rahmen, aber es ist eben nicht sensationell und alles überragend, schon gar nicht angesichts des finanziellen Aufwandes.

Nächster Punkt. Ich zitiere aus dem Buch „der Abstieg“ von Daniel Jovanov und Tobias Escher.

So mutiert die Saisonanalyse der Vorstände im InterConti Hotel schnell zur Grundsatzdebatte. Es geht plötzlich auch um Scouting und Nachwuchsarbeit. Der HSV investiert jährlich fünf bis sechs Millionen Euro in die Jugendabteilung.Das Fazit über den Ertrag dieses Aufwandes fällt vernichtend aus. In der Saison 2008/09 beträgt die Spielzeit von selbstausgebildeten Talenten in der Bundesliga ganze elf Minuten. Für Hoffmann, der in Köln und Pennsylvania Betriebswirtschaftslehre studiert hat, sind diese Zahlen ein Beleg des Versagens. Er spricht in diesem Zusammenhang öffentlich sogar von Geldverbrennung. Es ist ein Bereich, den Beiersdorfer verantwortet und der alles andere als effizient funktioniert. Wie so vieles, was der ehemalige Profi selbst macht, denkt Hoffmann. Bei Spielertransfers ist er es, der die Verhandlungen zu Ende bringt. Nicht immer gelingt ihm ein Erfolg, immerhin aber ein Ergebnis. Zeit ist in diesem Geschäft ein hohes Gut. Beiersdorfer nimmt sich viel davon. Für Hoffmann muss es schneller gehen.

Duplizität der Ereignisse, oder? Denn das, was (in Hoffmanns Augen) 2009 passierte, passiert gerade wieder und Hoffmann möchte diesen Fehler möglichst schnell korrigieren. Auch damals betrieb man einen massiven finanziellen Einsatz, auch damals war der Ertrag, wie heute, mehr als mau. Denn die Fakten sprechen für sich. Obwohl die Hamburger Hofberichterstatter nicht müde werden, auf den jüngsten Kader in der zweiten Liga hinzuweisen, sieht Hoffmann, was unter dem Strich steht und allein das zählt. Die hochgezogenen Eigengewächse drücken zwar den Altersschnitt des Kaders publikumswirksam nach unten, aber die Jungs spielen nie. Stattdessen setzt Wundermann Titz auf Allstars und Gesichter des Abstiegs wie Hunt, Holtby und Sakai oder auf Leihspieler wie Hwang oder Mangala, aber die Herren Ambrosius, Kwarteng, Jatta, Pfeiffer, Vagnoman, Knost, Ferati, Opoku, Drawz und Wintzheimer sitzen auf Bank oder Tribüne.

Dabei muss man eines noch bedenken: Die Jungs sollen nicht gegen Bayern, Dortmund oder Leverkusen bestehen, sondern gegen Sandhausen, Bielefeld und Heidenheim, aber scheinbar reicht es nicht mal dafür. Und hatte nicht Bernhard Peters selbst erklärt, er bräuchte zwei oder drei Jahre, dann könnte man die ersten Erfolge bewundern? Nun hatte er vier Jahre, hat in der Zeit € 2,4 Mio. verdient und der Erfolg ist gleich Null. Dies ist die Rechnung, die jemand wie Bernd Hoffmann aufmacht und er macht sie zu recht auf, denn dies sind die Fakten! Die Fakten spielen aber bei den künstlich-euphorisierten Peters-Fans ebenso wenig eine Rolle wie bei den Titz-Fanatikern, denen die Hamburger Sportpresse angebliche Superspiele, taktische Revolutionen und überirdisches Fachverständnis einimpfen wollte.

Moment, kenne wir das nicht von irgendwoher? Aber klar, es gab da doch mal diesen Dukaten-Didi, von dem die Medien das Märchen erzählten, er hätte den Verein reich gemacht. Hätten sie damals schon genauer hingeguckt, wäre ihnen aufgefallen, dass der Mann, der den Verein auf Jahre saniert haben sollte, den Verein mit einem Transferminus von ca. € 11 Mio. (und einer Abfindung) verlassen hatte. Aber so genau wollte keiner hingucken und so genau will auch niemand bei Peters und Titz hingucken. Wer das doch tut, wird niedergebrüllt, aber das kennen wir ebenfalls. Was die angeblich ach so kritische Hamburger Presse immer wieder ignoriert: Mit ihrer hündischen Hofberichterstattung schadet sie dem Verein mehr als mit kritischer aber korrekter Betrachtung. Denn einen Beiersdorfer 2014 hatten eben die Schreiber zu verantworten, die einen Dukaten-Didi erfunden haben, obwohl es ihn nie gab. Ohne das Etikett „Dukaten-Didi“ hätte Beiersdorfer als vermeintlicher „Experte mit Stallgeruch“ nie den Job des Vorstandsvorsitzenden bekommen und dem Verein wäre viel erspart geblieben.

Zum Schluss……

……das Letzte!

Nach drei freien Tagen am Wochenende dürfen die Profis heute erneut die Füße hochlegen. Trainer Christian Titz hat seinen Spielern einen weiteren freien Tag spendiert. Der Grund: Weil viele Nationalspieler erst heute anreisen, wäre ein gemeinschaftliches Training ohnehin nicht möglich gewesen. Am Donnerstag wird wieder im Volkspark trainiert.

Bedeutet: Wundertrainer und Arbeits-Verweigerer Titz lässt in den letzten 6 Tagen insgesamt zweimal trainieren. Die Absteiger fliegen in Kurzurlaube nach Dubai etc., anstatt an den vorhandenen Defiziten zu arbeiten, verdienen aber immer noch nach Bundesliga-Maßstäben (Kaderkosten ca. € 30 Mio. pro Saison)

Ohne Worte! 

feliz cumpleaños, Pelu

Von | 2018-10-17T08:53:27+02:00 17. Oktober 2018|Allgemein|31 Kommentare

31 Comments

  1. Volli 17. Oktober 2018 um 08:59 Uhr

    Fakten werden bei den Hüpfern leider immer negiert! Man hört nur das, was man hören will. Peters der Juwelier, Wetzstein der Sanierer, Titz der Wundertrainer😂 Wie lang hat es bei Beiersdorfer gedauert, bis die Presse ab und an ein kritisches Wort geschrieben hat. Bei manchen Idioten ist er immer noch der Heilsbringer! Hoffmann wird die ganzen Selbstdarsteller und Presseinformanten entfernen, daß passt natürlich einigen Medienfuzzis und Blogsimulanten nicht! 😂 Wenn es ihm nicht gelingt, droht ihm das selbe wie 2011. Bin mal gespannt, wer sich bei der Präsidentenwahl so alles engagiert!?

  2. Holger 17. Oktober 2018 um 09:05 Uhr

    Irgendwie kann einem Hoffmann schon leid tun.

    Sollte er es tatsächlich schaffen diese ganzen Versager und Verbrenner zu entfernen und
    Kühne los zu werden, wird die Legende lauten:

    – Er hat den Investor und spendablen Förderer Kühne vergrault
    – Den Juwelier und großartigen Jugendentwickler Peters rausgeschmissen
    – Finanzgenie Wettstein entlassen
    – Den Wundertrainer und Welttaktikentwickler Titz vom Hof gejagt

    Denn auch wenn Hoffmann es schafft diese ganzen Flocken los zu werden und eine
    glückliche Hand bei der Neubesetzung zu haben, ist die Situation beim HSV derzeit schon so
    schlimm, dass ein Verbleib in der 2. Liga oder ein weiterer Abstieg (Pleite?) in noch tiefere
    Regionen durchaus im Bereich des Möglichen liegt. Auch bei einem Aufstieg in die Bundesliga dürfte
    es sehr schwierig werden dort einen wettbewerbsfähigen Kader zu stellen.

    Am Ende wird man für diese Entwicklung nicht Didi oder Bruchhagen, sondern Hoffmann verantwortlich
    machen!

    • Volli 17. Oktober 2018 um 09:27 Uhr

      Richtig, aber irgendeiner muss ja mal mit dem reine machen anfangen! Für den Vereinsfrieden wäre es allerdings besser gewesen, nicht Hoffmann, sondern ein Außenstehender hätte sich berufen gefühlt!

      • Kevin allein in Hamburg 17. Oktober 2018 um 10:28 Uhr

        Ich denke Hoffmann ist wirklich der einzige ist der sich das nochmal antut.
        Welcher halbwegs intelligente Außenstehender hätte sich diesen Verein angetan ?

        • Sascha Alte Liebe 17. Oktober 2018 um 11:50 Uhr

          Immerhin muss er während dieser Zeit jetzt beim HSV nicht Hungers leiden.
          Mich wurde sein Verhältnis zu Wettstein noch sehr interessieren. Braucht er den Trickser noch?
          Arbeiten sie Hand in Hand? Ist Wettstein der nächste, der gehen muss, und wer würde die Nachfolge übernehmen wollen?
          Hoffmann selbst kann ich nur mit Vorsicht positiv und als Hoffnungsträger sehen; er ist selbst zu sehr Machtmensch.

          • Volli 17. Oktober 2018 um 19:25 Uhr

            Dieser Verein ist nur noch durch einen Machtmensch zu retten😉

          • Sascha Alte Liebe 17. Oktober 2018 um 23:33 Uhr

            Und wer rettet den Verein vor dem Retter, dem Machtmenschen?

  3. Sascha Alte Liebe 17. Oktober 2018 um 12:31 Uhr

    Sehr guter klärender Blog!
    Das ganze Spektrum der HSV Problematik hat sich bis heute nie wesentlich verändert, es schwankt nur immer mal im Ausmaß und wechselt in seiner akuten Offensichtlichkeit immer mal von Bereich zu Bereich.
    Eröffnen sich von Zeit zu Zeit Gelegenheiten und Ansätze zur Veranderung, so werden diese zuverlässig und zeitnah wieder nach unten korrigiert.

  4. atari 17. Oktober 2018 um 13:36 Uhr

    was ist eigentlich ein Morning Call. Ruft mich da einer an?

    • Gravesen 17. Oktober 2018 um 13:54 Uhr

      Sei froh, wenn der stotternde Sprechcomputer mit Querschnittslähmung dich nicht anruft.

      • atari 17. Oktober 2018 um 14:30 Uhr

        Gott bewahre mich. Morgens um 7:00 schon HSV? Da wird mir dann erzählt, welche Autos Fiete liebt und wer seine Lieblingsschauspieler sind? Was ist dieser schöne Sport nur zur einer Drecksshow verkommen.

  5. Hein Blöd 17. Oktober 2018 um 15:22 Uhr

    „Schluss mit Rekorden: HSV führt eine Gehaltsobergrenze ein“
    So Abendblatt Online gerade…

    Im Grunde genommen eine richtige Idee, nur womit wollen sie neue Spieler
    dann locken? „Schöne Stadt“ alleine langt nicht…

    Mal schauen wie lange sie das durchhalten.

    Mackerodt soll dem HaSiVau schon mal als Nachfolger von Latschen Bernie
    abgesagt haben, wie schön das nichts nach aussen dringt.

    • Volli 17. Oktober 2018 um 19:38 Uhr

      Mackerodt wurde angeblich vom Beirat gefragt, ob er e.V Präsident werden will.

  6. Volli 17. Oktober 2018 um 19:40 Uhr

    Hi Grave, was sagst du zur geplanten Gehaltsobergrenze? Hat RB diese nicht auch?

    • Gravesen 17. Oktober 2018 um 19:46 Uhr

      Schwer zu sagen. Eigentlich ist eine Grenzen dieser Art spätestens seit 2014 überfällig, andererseits könnte man argumentieren, dass der Vorstand meint, nach den „schlechten“ Nachrichten der letzten Tage (Peters-Entlassung, Titz-Diskussion) mal wieder sogenannte positive Schlagzeilen produzieren zu müssen.

      • Volli 17. Oktober 2018 um 20:12 Uhr

        Eine Gehaltsobergrenze ist in jedem Fall die positivste Nachricht, die ich in den letzten Jahren gehört habe! Diese sollte es auch für leitende Angestellte geben 😉

      • holly 18. Oktober 2018 um 08:00 Uhr

        aber es gibt doch lauter positive schlagzeilen:
        die ball-magneten, die sich vorm strafraum die bälle hin – und herschieben, immens steigende marktwerte, heute sogar der torhüter mit der top-weißen weste. alles doch sehr kreativ im fischeinwickelpapier 🙂

        • Gravesen 18. Oktober 2018 um 08:09 Uhr

          Sehr geil übrigens die Jubelnachricht, dass Pollersbeck der Spieler mit den meisten Ballkontakten der Liga ist. Was genau soll daran cool sein, wenn der eigene Torhüter die meiste Zeit am Ball ist? Wie genau will man Tore erzielen, wenn der Torwart bei jedem dritten Ballkontakt angespielt wird? Wie hohl muss man sein?

          • NochNieDerHSV 18. Oktober 2018 um 08:21 Uhr

            Wenn es zum Selbstzweck wird, den Torwart im Spielaufbau und bei jeder Seitenverlagerung einzubinden, ist das eher ein alarmierendes Zeichen als ein Grund zum Jubilieren.

  7. peschinho 17. Oktober 2018 um 20:41 Uhr

    Unglaublich wie ein findiger ehemaliger Marketing-Manager mit einem 6-stelligen Gehalt eine andere Entscheidung auf Kosten der AG/des Vereins treffen konnte..

    http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/734061/artikel_es-geht-um-millionen_eintracht-vermarktet-sich-ab-2019-selbst.html

  8. Weltmeister. 18. Oktober 2018 um 07:55 Uhr

    Eine scheinbare Gehaltsobergrenze einzuführen und noch dazu öffentlich zu machen, ist in meinen Augen Bullshit hoch zwei. Populismus. Scheisse für die Massen.

    a) Mitarbeiter-Motivation sieht anders aus. Einige aktuelle Spieler und Nachwuchskicker werden sich beschnitten fühlen. Gehaltssprünge und Aufstiegschancen werden verbaut. Fraglich, ob diese Personen Alles geben werden, wenn bereits jetzt klar ist, dass sie den Club unter diesen Umständen bald verlassen werden. Da schießt der HSV sich gehörig ins Bein.

    b) Viele potentielle Neuzugänge, welche sich in der Gehaltsklasse zwischen 1,5-2,5 Mio Euro bewegen, werden schon vor Beginn von Gesprächen vergrault, da keine Aufstiegsmöglichkeit in Punkto Gehalt besteht.

    c) Konkurrenzfähigkeit des Kaders? Wie will man eine konkurrenzfähige Truppe aufbauen, wenn das Top-Gehalt dermaßen limitiert wird?

    d) Ein zu dichtes Gehaltsniveau. – Ich prophezeie: Das geht nicht gut. Nicht mal in einem Handwerksbetrieb mit 30 Angestellten. Es muss alleine aus Gründen der unterschiedlichen Fähigkeiten eine Hierarchie und Wertschätzung durch Lohn/Gehaltsunterschiede deutlich sein. Ansonsten führt dies fast zwangsläufig zu massiver Unzufriedenheit innerhalb der Belegschaft.

    e) Mangelnde Transparenz und Glaubwürdigkeit. In Einzelfällen wird der HSV diesen gesteckten Rahmen wohl eh sprengen. Garantiert. Spätestens wenn ein dringend benötigter Spieler knapp über dieser Grenze liegt wird man wieder schummeln und mit Sonderprämien oder dergleichen agieren. Irgendwie kommt sowas immer raus. Sabbelnde Spieler, Berater, Manager, Leaks, Rucksäcke…

    Mit diesem populistischem Scheiss fliegen die kurz- oder lang wieder auf die Schnauze.

  9. Freundchen 18. Oktober 2018 um 08:19 Uhr

    Frag mal Herrn Rangnick von RB Leipzig, ob das da geklappt hat…

  10. Kai 18. Oktober 2018 um 09:41 Uhr

    Moin Grave, du schreibst immer wieder das die Nachwuchsspieler den Altersdurchschnitt des Kaders nach unten drücken, aber nie spielen. Dennoch stellt der HSV die jüngste Startelf an jedem Spieltag. Das soll für garnichts eine Entschuldigung oder Rechtfertigung sein, geschweige denn will ich diese Trümmertruppe damit in Schutz nehmen. Deine Anführungen erwecken nur den Eindruck, dass die Nachwuchsspieler, die nie spielen, die „alten Säcke“ aus der Startelf egalisieren. Dem ja nicht so ist.

    • Gravesen 18. Oktober 2018 um 09:54 Uhr

      Tun sie doch, jedenfalls, was den Schnitt des Gesamtkaders betrifft. Am Spieltag steht eine Elf mit einem Durchschnittsalter von ca. 24,5 auf dem Platz. Das ist gut, aber es ist eben nicht so spektakulär, wie es die Medien gern verkaufen würden. Und wer drückt den Altersschnitt in der Startelf?
      .
      van Drongelen (19) – gekauft
      Bates (22) – gekauft
      Janjicic (19) – gekauft
      Mangala (20) – für ein Jahr geliehen
      Ito (21) – gekauft
      Arp (19) – eigene Jugend
      .
      Nicht dabei (aus der eigenen Jugend):
      Behrens (21)
      Ambrosius (19)
      Vagnoman (17)
      Knost (18)
      Kwarteng (20)
      Opoku (19)
      Jatta (20)

  11. Sascha Alte Liebe 18. Oktober 2018 um 10:15 Uhr

    Grundsätzlich ist eine längst überfällige Sache, die Gehälter nach unten zu ’normalisieren‘.
    Doch die Art, in der dies nun kommuniziert und umzusetzen angegangen wird, ist absolut HSV typisch:
    ungeschickt trampelig Fettnapf-affin mit denkbar ungünstiger, abschreckender und wohl auch wenig glaubwürdiger Form der Innen- sowie Außenwirkung.
    Der Zeitpunkt, also warum wird das gerade jetzt publiziert??
    Die spontane naheliegende Interpretation für Außenstehende und oder Interessierte ist doch, dass dem Ex-Dino auch die Kohle ausgeht für den laufenden Betrieb.
    Und das zeitnah nach der publikumswirksamen „Trennung“ von der Kühnekohle.
    Von einem Marketingfachmann sollte man geschickteres Vorgehen erwarten dürfen.
    …tja, ist halt nur der HSV.

    • atari 18. Oktober 2018 um 12:22 Uhr

      Daumen hoch!

  12. Micha 18. Oktober 2018 um 18:09 Uhr

    Wer nach einer klaren internen Gehaltsstruktur verhandelt, die dem authentischen Marktwert von Spielern entspricht, und durchsetzungswillig bzw. -fähig ist, braucht keine nach außen kommunizierte Gehaltsobergrenze.

    Möglicherweise ist der Ruf des HSV auf dem Berater- und Spieler-Markt durch die Beiersdorfer-Jahre so stark ramponiert, wenn nicht ruiniert und ins Kriminelle geraten, dass es Sinn machen könnte, nach außen neue Signale zu setzen durch eine Gehaltsobergrenze. Das heißt, diese würde als Teil einer neuen Mission marketingtechnisch kommuniziert. Der Zeitpunkt ist aber unverständlich und um eine neue Mission zu kommunizieren, müssten weitere Inhalte enthalten sein, nicht nur eine Gehaltsobergrenze. Stückwerk, wie immer, wenn überhaupt, aber immerhin ein Ansatz.

    Möglicherweise ist die Meldung aber auch nur heiße Luft, wie Grave schon erwähnte.

  13. Gravesen 18. Oktober 2018 um 18:26 Uhr
    • Saschas Alte Liebe 18. Oktober 2018 um 19:20 Uhr

      Die Schleimschreiber schwenken um. Gerade noch der gefeierte Juwelier, nun konsequent rausgeworfen.
      Nicht auszuschließen, dass demnächst noch die ein oder andere Enthüllung folgt, die aufzeigt, dass sich Latschen Bernie mit fremden Federn schmücken ließ.
      Das Feld für den fachkundigen aber bescheiden fleißigen Nachfolger ‚von unten‘ ohne große Ambition wird zügig bestellt werden, wetten?
      Dieser Club wie auch seine Fanmasse hat die Medienlandschaft, die sie verdient.

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