Das macht alles nur noch sprachlos

Wozu doch so ein alter Fahrensmann in der medialen Schaltzentrale des Vereins gut sein kann. Der HSV (und mit ihm der alte Didi-Freund und immer noch Mediendirektor Christian „Tüt Tüt“ Plet)z feiert heute auf der offiziellen Homepage des HSV den 55. Geburtstag von Zauderschlumpgf, Geldverbrenner und 1. Sargträger des Hamburger Sportvereins, Dietmar Beiersdorfer. Ebenfalls zelebriert wird dieser „Ehrentag“ auf der offiziellen Facebook-Seite des Fans. Man achte dabei auf die Tonalität.

+++ HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, DIDI! +++

Von 1986 bis 1992 schnürte er in 174 Bundesliga-Spielen (14 Tore) die Fußballschuhe für den HSV, von September 2002 bis Juni 2009 war er als Sportvorstand des Clubs aktiv und von Juli 2014 bis Dezember 2016 sogar als Vorstandvorsitzender. Heute feiert Dietmar „Didi“ Beiersdorfer seinen 55 Geburtstag. Der gesamte Verein wünscht alles Gute zum Ehrentag. (HSV.de)

Sogar als Vorstandsvorsitzender! Sogar! Das muss man sich wirklich auf der Zunge zergehen lassen. Der Mann hat den HSV zweimal mit einer Millionen-Abfindung verlassen, hat mehr als € 120 Mio. an Vereinsvermögen verbrannt, hat den ersten Abstieg in der Geschichte des Klubs zu verantworten und durfte zum Dank sogar den Verein führen?

Heute wird er 55 Jahre alt! Wir gratulieren unserem ehemaligen Spieler und Sportchef Dietmar Beiersdorfer zum Geburtstag und wünschen alles Gute für das neue Jahr (HSV Facebook)

Erstaunlich, oder? Hier war Beiersdorfer nicht sogar Vorstandsvorsitzender, sondern (nur) Spieler und Sportchef. Wahrscheinlich, weil man die hohlen Facebook-Trampel nicht an die katastrophale Zeit im Vorstandsbüro erinnern wollte. Bei aller Liebe, aber das ist sowas von erbärmlich und zeigt in eindrucksvoller Art und Weise, in welchem Zustand sich die Medien-Abteilung des Vereins befindet. Ein paar Facebook-Kommentare anlässlich des Feiertags gefällig?

Niklas Brachmann Ihr spinnt doch alle… Wer hat damals VanBuyten, Boulahrouz, DeJong, VDV, Petric und und und zum HSV geholt. Es war Didi!
Hofmann ist und bleibt der Architekt des Abstiegs.

Jan StahlHallo!!!! Hier geht es es um das heutige Geburtstagskind Didi Beiersdorfer. Und ihr holt den Hammer raus, mit naiven Schuldzuweisungen, unglaublich und völlig anstandslos…

Paddy GarbatzUnter Kühne hätte jeder den hsv zum Abstieg gebracht. Kühne ist alleine schuld

Alex Rieger Ihr ganzen Lutscher xD vorher schreit ihr alle das es Todt und Bruchhagen waren, jetzt Didi. Über euch kann man nur lachen.Selbst ein Hoeneß hätte es zu Didis Zeiten nicht mehr retten können.Der Karren wurde schon vor Jahren an die Wand gefahren!!! Nämlich als man meinte, die komplette Mannschaft zu verscherbeln , weil man 7 (?) Platz wurde. Ab da ging es nur noch um den Abstieg. Das wir mal recht erfolgreich Fussball gespielt haben,habt ihr diesen Mann zu verdanken! Als er nämlich das erste mal vom Hof gejagt wurden ist, ging es bergab.

Niklas Brachmann Didi wird 2009 abgesägt. Daraufhin holen wir erst mal zwei teure Rentner, ZeRoberto und RuudVanNistelrooy…
#DankeHofmann
Hätte Didi mit seiner Transferpolitik damals weiter machen dürfen, junge Spieler günstig kaufen, teuer verkaufen, wer weiß wo der HSV jetzt stehen würde..

Heilige-Mutter-Gottes!

 

 

 

Von | 2018-11-16T19:27:10+01:00 16. November 2018|Allgemein|9 Kommentare

9 Comments

  1. Michael 16. November 2018 um 19:42 Uhr

    Die treuesten Fans sind nicht die hellsten Lichter auf der Torte.
    Pletz muss der nächste auf der schwarzen Liste sein.

  2. Cheeser 16. November 2018 um 21:42 Uhr

    Mal abgesehen vom Mikrokosmos HSV, das hier macht noch viel sprachloser (bitte verzeiht den undudenhaften Superlativ):
    https://www.zeit.de/sport/2018-11/gianni-infantino-fifa-praesident-milliarden-betrag-welt-fussball-turnierformate-alternative

  3. Sag' Tschüss Dino 17. November 2018 um 00:03 Uhr

    Praktisch, dass der HSV ein Trainingsgelände in Ochsenzoll besitzt. 😉

  4. Tim Bergmann 17. November 2018 um 08:49 Uhr

    Man muss aber auch nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen…

    Das er den Verein mit begraben hat bleibt unstrittig.

  5. Gravesen 17. November 2018 um 08:52 Uhr

    Du würdest dich wundern, wie viele das immer noch nicht begriffen haben oder akzeptieren wollen.

    • ehemals22B 17. November 2018 um 09:50 Uhr

      Selektive Wahrnehmung nennt man sowas wohl. Sollen sie halt weiter dran glauben, dass er ein Könner war.

      In Anlehnung an den Vorblog (Kandidaten AR) halte ich eine Kandidatur des Stotter-Gottes übrigens nicht für ausgeschlossen.

      Es handelt sich hier schließlich um den HSV.

  6. Volli 17. November 2018 um 09:51 Uhr

    Es gibt halt immer noch Trottel, die die abstiegsangstlose Zeit mit dem Namen Trottelsdorfer verbinden! Leider verblödet die Gesellschaft zusehends! Immer noch gibt es Menschen, die es nicht unanständig finden, daß Nichtskönner und Nullperformer groß absahnen. Diese Idioten beschweren sich dann aber, dass es in unserer Gesellschaft immer ungerechter zugeht! Ich, in jedem Fall, finde es beeindruckend wie ein hilfloser, der deutschen Sprache nicht mächtiger Depp zum mehrfachen Millionär wird. Beispiele gibt es viele, und das sagt doch einiges über die heutige Zeit aus.

    • BerndH60 17. November 2018 um 20:29 Uhr

      Nur zu deiner Information:
      Im Kapitalismus geht es einzig und allein darum, den größt möglichen Reibach für sich selbst zu machen. Ob dabei etwas für die Organisation für die man gerade tätig ist hängen bleibt, egal ob Firma, Verein oder Behörde, ist nebensächlich.
      Ich kenne bis heute nicht einen einzigen Arbeiter, der nicht für 1€ oder 2€ mehr Stundenlohn die Bude gewechselt hat.
      Ich kenne auch niemanden, der beim Bau oder Kauf seines Hauses solange gefeilscht hat, bis das Maximum an Rabatt erreicht war.
      Kennst du jemanden, der im Jahre 2018 noch tatsächlich den Listenpreis für sein Auto bezahlt?
      Kennst du jemanden, der sich nicht die Finger wund sucht im Internet, bis der Traumurlaub auch den Wunschpreis hat?
      Der Depp ist einzig allein derjenige, der sich mit meinen Beispielen zufrieden geben muss, bestimmt nicht derjenige, der Menschen ausplündert, die angeblich im Vollbesitz ihrer mentalen Kräfte grölend und besoffen in Stadien rumtorkeln, Sky-Abos, DAZN und Eurosport bezahlen. Und anschließend von den Vollpfosten noch als Heilsbringer gefeiert wird.
      Was bitteschön hat Dietmar Beiersdorfer in seinem Leben für seinen persönlichen Erfolg falsch gemacht?
      Ich sehe da nichts.
      Ich betone das gerne immer wieder, es ist eine Riesensauerei einen alten Menschen mit irgendwelchen Tricks um sein Erspartes zu bringen. Aber ich habe absolut kein Problem damit, wenn sich 50000 Leute in einem Stadion einreden lassen, das gerade der Messias auf der Ehrentribüne sitzt.

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