Das ist kein Kavaliersdelikt…

…sondern ein Verbrechen.

Ich rede von bewussten Falschaussagen, von gekauften Artikeln, von bestechlichen Journalisten, von Manipulationen bei Internet-Abstimmungen, kurz – ich rede von der Vergewaltigung des Berufs Journalist. Ich weiß, ich hatte dieses Thema vor einigen Tagen schon mal, aber besonders die Spielbewertung und besonders die Spielerbewertung des HSV-Spiels gegen Dynamo Dresden hat erneut dafür gesorgt, dass mir der Sack platzt. Dabei erinnere ich mich an einen Satz des ehemaligen Chefs des HSV-Aufsichtsrats, Ernst-Otto Rieckhoff, den er in meinem Beisein äußerte. Während der Vorbereitungsphase der Mitglieder-Initiative HSVPlus trafen wir uns in den Räumlichkeiten der Agentur KolleRebbe und auf meine Frage, warum man denn BILD und Abendblatt bevorzugt mit Informationen hinsichtlich HSVPLUS versorgen müsse, antwortete Rieckhoff:

„Die schreiben uns jedes zweite Wochenende das Stadion voll!“

Ich muss ehrlich gestehen, ich war damals, im Frühjahr 2014 absolut konsterniert und ich habe Rieckhoff meine Ansicht diesbezüglich auch unmittelbar mitgeteilt, denn ich fragte ihn, ob er das denn ernst meinen würde. Meiner Meinung nach kommen die Leute ins Stadion, weil sie Anhänger sind und weil sie guten Fußball sehen wollen, aber doch nicht, weil die Zeitungen schreiben, wie rosa die Welt ist. Heute muss ich sagen, dass ich mich wahrscheinlich, zumindest teilweise, getäuscht habe. Und automatisch stelle ich mir die Frage: „Ist es die Aufgabe der Presse, einem Verein das Stadion „voll zu schreiben““? Die Antwort liefere ich gleich mit: Nein, ist es nicht. Es gibt auch keine organische Symbiose zwischen einem Medium und einem Verein, wie es auch keine zwischen einem Journalisten und einem Unternehmen und einem TV-Sender und einem Präsidenten geben darf. Wenn dies so ist, kann man es nennen, wie man will, aber man darf es nicht Journalismus nennen.

Ich muss an dieser Stelle gar nicht soweit gehen und auf die Krankheit Fox News and friends hinweisen, den Haus-, Hof- und Fan-Sender des kranken Rassisten Trump. Aber ich kann ja mal ein Bild malen, welches nicht komplett unwahrscheinlich ist und welches es in unserer Welt, hier in Hamburg, tatsächlich geben kann. Fangen wir an.

Nehmen wir mal an, ich wäre glühender HSV-Fan. Guter Job, aber nicht wirklich wohlhabend und schon gar nicht reich. Ich lese regelmäßig Zeitung, vorzugsweise das Hamburger Abendblatt. Und nehmen wir nun an, im Abendblatt erscheint ein Artikel, in dem davon berichtet wird, dass Vorstandsboss Hoffmann himself Fan-Anleihen in Höhe von € 300.000 gezeichnet hätte. Auf Anfrage des Blattes hätte Hoffmann gesagt, er hätte dies getan, weil die Anleihe liefe wie geschnitten Brot und er sich unbedingt noch welche sichern wollte, bevor nichts mehr da ist. Unser glühender Fan liest dies und seine Entscheidung steht fest, er will Anleihen. Er kratzt also all sein Erspartes zusammen, verzichtet auf den Jahresurlaub mit der Familie, leiht sich noch etwas bei Familie und Freunden und zeichnet für € 50.000 die soeben vom Abendblatt „beworbene“ Fan-Anleihe.

Ein Jahr später sind die € 50.000 unseres Fans weg. Denn – die Anleihe war bekanntermaßen (steht im Prospekt) nicht abgesichert. Und Bernd Hoffmann hatte selbst auch gar nicht selbst für € 300.000 gezeichnet, weil das Ding eben nicht wie geschnitten Brot lief. Was war passiert? Der Artikel aus dem Abendblatt stimmte hinten und vorn nicht. Vielleicht hatte Hoffmann mal erwähnt, er könnte sich vorstellen, selbst zu zeichnen und vielleicht hatte er auch erwähnt, er hoffe, dass die Geschichte wie geschnitten Brot läuft. Tatsache bleibt aber, dass all das gar nicht passiert ist, unser gutgläubiger Fan sich aber aufgrund dieses Artikels bis über die Hutschnur verschuldet hat. Und nun? Wäre sich in diesem (erfundenen) Fall der Journalist irgendeiner Schuld bewusst oder würde er argumentieren, dass es ja wohl immer noch die eigene Entscheidung des Fans war?

Dies ist nur ein Szenario, welches aufzeigt, was passieren kann, wenn falsch berichtet wird, besonders schlimm ist es, wenn vorsätzlich falsch berichtet wird. Wenn z.B., wie passiert, Internet-Abstimmungen eines bestimmten Print-Mediums vorsätzlich beeinflusst und getürkt werden, um die Abstimmung zu drehen. Ihr erinnert euch doch bestimmt noch an die Abstimmungen vor der Wahl zum e.V. Präsidenten. Wie sahen dort flächendeckend die Stimmenverteilungen aus? Jansen mindestens 80%, Hartmann 15%, Hunke 5%. Am Ende, bei der tatsächlichen Wahl, kam PR-Cello gerade mal auf 62%. Wie kann das sein?

Nun, das kann sich eventuell so erklären, dass im Internet reichlich Leute abstimmen, die bei der tatsächlichen Wahl gar nicht wahlberechtigt sind, weil sie keine Mitglieder sind. Es kann auch sein, dass sich 20% der Wahlberechtigten während der Mitgliederversammlung anders entschieden haben. Es kann aber auch sein, dass es diese mehr als 80% nie gegeben hat. Da der Mensch vielfach dazu tendiert, gern zu den Gewinnern gehören zu wollen, können die Ergebnisse eines angeblichen Vorwahlgangs durchaus Einfluss auf das Wahlverhalten der Berechtigten haben. Denken wir weiter, können falsche Berichterstattungen enormen Einfluss, auch gesellschaftlichen und finanziellen Einfluss auf das tägliche Leben haben, nicht umsonst ermittelt Mr. Mueller seit ca. 2 Jahren in den USA.

Vor kurzem gab es bekanntlich den Fall Relotius, der mehrfach preisgekrönte Autor Claas Relotius soll etliche seiner Reportagen zumindest in Teilen gefälscht haben, der Mann arbeitet nicht für Mopo oder BILD, er arbeitet für den Spiegel und wer denkt, dass Relotius allein auf auf weiter Flur ist, sollte realisieren, dass er vielmehr die Spitze des Eisbergs abbildet.

„Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.“ So lautet Ziffer 1 des Pressekodex, quasi die Ethik-Bibel des deutschen Journalismus. Nahezu alle großen Medienhäuser haben sich freiwillig diesen publizistischen Grundsätzen unterworfen.

Was aber passiert nun mit Leuten wie Relotius? Wird er zur Rechenschaft gezogen und vor den Kadi gestellt? Irgendwie nicht, aber immerhin muss er seine Journalisten-Preise zurückgeben, wie bitter. Wie wohl unser oben genannter Fan darüber denkt, wenn derjenige, der einen unwahren Artikel geschrieben hatte, wegen dem er sich bis an sein Lebensende verschuldet hat, seine Preise (so er denn jemals welche bekommen hat) zurückgeben muss und einen bösen Finger der Branche geerntet hat. Wie denkt jemand, der sich ein Trikot mit der Aufschrift „Arp“ gekauft hat, weil er dachte, dass der Junge noch ein paar Jahre in Hamburg bleiben würde? Wie denkt jemand, der sich einen Business-Seat für Tausende von Euro oder gar eine Loge für Hundertausende kauft, weil er gelesen hatte, dass…?

Ne, Freunde, vorsätzlich falsche Berichterstattung ist eben kein Kavaliersdelikt, es ist ein Verbrechen, ein Verbrechen am Leser. Und ein Journalist, der sich dafür bezahlen lässt, dass er Falschmeldungen in Umlauf bringt, gehört in den Knast. Jedenfalls in meiner Welt.

Mein Zitat des Tages zum Thema Rechtfertigung.

Elbert Hubbard: „Deine Freunde brauchen keine Erklärung und deine Feinde werden dir eh nicht glauben.“

Und wie von Geisterhand…..

Finanzieller Segen für den Hamburger SV? Der Fußball-Zweitligist strickt mit seinem Investor Klaus-Michael Kühne an einem großen Deal. Dabei sind für den HSV laut einem Bericht der BILD wohl 60 Millionen Euro drin. Doch worum geht es dabei genau?

Dieser Teil des Deals bringt den Hamburgern etwa vier Millionen Euro pro Jahr, also in Summe acht Millionen Euro über beide Spielzeiten hinweg. Der Großteil der Summe würde laut BILD aber durch eine andere Thematik zusammenkommen: den Verzicht Kühnes von Rückzahlungsoptionen, die sich der Unternehmersicherte, als er zuletzt mehrere Millionen Euro in neues Spielerpersonal investiert hatte. Bei sportlichem Erfolg müsste der HSV nach jetzigem Stand einen Teil des Geldes zurückzahlen – im Extremfall bis zu 50 Millionen Euro. Sollte die neue Vereinbarung greifen, wäre dieser Passus nicht mehr gültig, der Klub würde erheblich sparen.

Ach Gott. Fällt was auf? Wer verbreitet diesen Mist? Hoffmanns Medien-Partner Nr. 1, die BILD. Und was steht genau drin? „könnte“….“sollte die Vereinbarung greifen…“…“müsste der HSV…“ Mit anderen Worten: Nichts, als heiße Luft und Bahlsen-Kekse. Eine offenbar blind durchgesteckte Geschichte, die die Journalisten-Simulanten auch von HSV.de hätten abschreiben können, hätte sich HSV.de denn getraut, diesen Quatsch zu veröffentlichen. Brauchen sie aber auch gar nicht, das erledigt die BILD für sie. Und warum gerade jetzt? Nicht schwer zu erraten, oder? Den Fans soll suggeriert werden, dass alles in Butter und der Verein mit gnädiger Unterstützung des „Gönners“ auf dem richtigen Weg ist, damit man flugs am Erfolg teilhaben und Fan-Anleihen kaufen möchte. Aber warum gibt es diese Anleihe eigentlich, wenn doch alles so geil ist?

Natürlich stellt man bei der BILD diese Fragen nicht, man ist ja viel zu sehr damit beschäftigt, Propaganda zu betreiben. Und exakt dies ist der Moment, an dem sich diese Brechmittel mitschuldig machen, aber das raffen natürlich nicht alle und den Schmierlappen ist es sowas von Latte. Die haben einen Deal mit Hoffmann, der ihnen grundsätzliche Exklusivität sicher, im Gegenzug steuern sie die Propaganda. Man möchte den ganzen Tag kotzen.

Dabei ist Hoffmanns gewohntes Geschäftsmodell so einfach zu durchschauen. Die BILD propagiert irgendeine haarsträubende Gönner-Geschichte, im Zuge dessen wird die Fan-Anleihe verkauft, später wird dann bekannt, dass man sich mit Kühne doch nicht einigen konnte (man beachte die viele „hätte“ und „könnte“ in dem Artikel), aber die € 17,5 Mio. sind im Sack, die Lizenz (und die Millionengehälter) ist gesichert und um die Rückzahlung für die Jubiläums-Anleihe kümmern wir uns dann im September. Wenn wir dann noch da sind….

Hoffmanns

Schummel

Verein

(powered bei BILD)

 

Von | 2019-02-13T07:43:05+01:00 13. Februar 2019|Allgemein|42 Kommentare

42 Comments

  1. Volli 13. Februar 2019 um 08:00 Uhr

    60 Mio im Sack. Ein Dortmund Talent im Anflug! Tabellenführer in der 2. Liga. Viertelfinale im DFB Pokal. Und einen fitten Papa, den man nicht spielen lässt, damit die Versicherung weiterhin sein Gehalt bezahlt! Was willst du eigentlich mehr? 😂

    • Gravesen 13. Februar 2019 um 08:02 Uhr

      Du wirst dich wundern, wie viele Idioten-Nickis genau das glauben!

      • Volli 13. Februar 2019 um 09:09 Uhr

        Ich wundere mich über nichts mehr. Außer über Kühne, der in das Medienspiel ja scheinbar eingeweiht ist. Sonst würde er doch sofort lospoltern.

  2. Ulrich Angenendt 13. Februar 2019 um 08:02 Uhr

    Wem das jetzt noch nicht klar geworden ist, dem ist nicht zu helfen. Entweder dämlich oder stur. Und doch wird es genug Lämminge geben, die blöckend dem HSV die Türe einrennen werden.
    Dieser Verein ist nur noch eine Hülle seiner selbst.

  3. Gravesen 13. Februar 2019 um 08:08 Uhr

    Kommentar von Buch-Autor („Der Abstieg) Daniel Jovanov auf Facebook. Genau lesen:
    .
    Könnt ihr euch noch an folgendes Szenario erinnern: Dietmar Beiersdorfer tritt im Frühling 2016 vor die Presse und erklärt einen neuen Deal mit Kühne, um damit so richtig auf dem Transfermarkt zuzuschlagen.

    Die Fans jubeln. Es kommen Spieler wie Kostic und Halilovic. Am Deal mit Kühne finden sie nichts, was es zu kritisieren gibt. Später auf einer Mitgliederversammlung erzählt der Finanzvorstand Frank Wettstein Details. Der HSV zahlt ein paar Millionen zurück, wenn er sich in de nächsten sechs Jahren irgendwann mal für Europa qualifiziert. Wann und wie viel er zurückzahlen muss, will keiner so genau wissen. Es gibt schon wieder Jubel. Das Risiko hält sich doch in Grenzen.

    Jetzt spricht „Bild“ plötzlich von „Harakiri-Verträgen“ – übrigens von Wettstein ausgehandelt. Beiersdorfer hatte schon bei etlichen Ablöse- und Gehatlsverhandlungen Defizite im Zahlenverständnis offenbart. Bei so vielen Nullen in den Verträgen kann man schon mal den Durchblick verlieren.

    Kühnes Berater Struth und Calmund hatten gemeinsam mit dem Vorstand eine Lösung ausgearbeitet. Beiersdorfer sollte die frohe Botschaft über den Millionensegen nur verkünden. Legenden wie ihm vertraut man. Ihre Kompetenz zu hinterfragen, ist verpöhnt.

    Spannend, was Bild nun herausgefunden hat (woher die Info wohl kommen mag?). Der HSV will Kühne für ein paar „Millionen“ die Klauseln abkaufen.

    Ein Beispiel: Gewinnt der HSV in diesem Jahr den DFB Pokal, müsste er Kühne über 12 Millionen Euro überweisen. Klingt angesichts der finanziellen Not, richtig, nach Schachmatt.

    Woher sollen die Millionen jetzt eigentlich kommen, um mit Kühne „reinen Tisch“ zu machen? Von Kühne selbst? In Form eines Besserugsscheines? Oder bekommt er ein paar Aktien?

    Wobei: Wieso ist der Gönner nun zum größten und strengsten Gläubiger geworden? Hat er sogar die Macht darüber, den HSV ausbluten lassen? Aber das würde er doch nie tun? Nein, unvorstellbar. Fragt mal nach bei einer Hamburger Traditionsreederei.

    Was derweil viel zu selten, meist nur im Rahmen der Verkündung einer Jahresbilanz, die, in Schulnoten gemessen, nicht einmal die Ziele der „stets bemüht“ oder „zumindest immer anwesend“-Kategorie erfüllt, der Öffentlichkeit aber als „summa cum laude“ verkauft wird, übrigens zumeist sogar erfolgreich, in den Fokus rückt:

    Wettstein, der laut Meinung vieler Fans „die Finanzen in den Griff bekommen“ und die Kühne-Deals perfekt ausverhandelt hat, muss dringend hinterfragt werden.

    Arbeitet er eigentlich im Interesse des HSV? Wenn ja, wieso macht er solche Verträge? Um die ohnehin aus dem Ruder gelaufenen Kosten weiter in die Höhe zu treiben? In Kenntnis darüber, wahrscheinlich als Einziger, weil niemand sonst die Konsequenzen begriffen hat, dass sportlicher Erfolg in den wirtschaftlichen Tod führt?

    Und welcher Aufsichtsrat, der die Interessen des HSV, nicht die Interessen des Investors zu verteidigen hat, segnet solche Verträge ab? Zum Glück wusste Karl Gernandt, Präsident des Verwaltungsrates der Kühne Holding AG, als Aufsichtsratsvorsitzender der HSV Fußball AG die Interessen beider Parteien klar zu trennen. Noch beruhigender ist, dass es Gernandt war, der Wettstein im Oktober 2014 zum Finanzvorstand des Clubs bestellte, um jene klare Trennung auch auf Seiten des HSV sicherzustellen.

    Was einer Bankrotterklärung gleicht, klingt aus der Feder der Bild aber nach einem Erfolg. Und ob es rechtens ist mithilfe eines „mittleren einstelligen Millionenbertrages“ Forderungsverzichte eines Investors von 50 Millionen sozusagen „abkaufen“ zu können, steht noch auf einem völlig anderen Blatt Papier.

    Für wie naiv halten die ihre Fans eigentlich?

    • Meikel 13. Februar 2019 um 09:25 Uhr

      Zitat Grave:
      „Ein Beispiel: Gewinnt der HSV in diesem Jahr den DFB Pokal, müsste er Kühne über 12 Millionen Euro überweisen. Klingt angesichts der finanziellen Not, richtig, nach Schachmatt.“

      Man stelle sich nun mal vor, der HSV schafft es tatsäschlich ins Pokalfinale und muss abschenken, weil er ansonsten durch die 12 Mios Rückzahlung insolvent werden würde…
      Da würden sich einige Wetten gegen den HSV lohnen 🙂

      • Gravesen 13. Februar 2019 um 09:27 Uhr

        Ist nicht mein Zitat, sondern von Daniel Jovanov. Ist aber richtig

        • Meikel 13. Februar 2019 um 10:24 Uhr

          Sorry, das ging mir durch – Du hast selbstverständlich recht, ich konnte es aber nicht mehr bearbeiten 🙁

  4. Kugelblitz 13. Februar 2019 um 08:17 Uhr

    in meinem freundeskreis arbeitet ein pressesprecher einer politischen partei.

    der nennt das immer journalisten-kegeln. die örtlichen pressevertreter werden eingeladen und abgefüllt. im gegenzug erhält man häufiger wohlwollende presseartikel bzw. werden auch mal dinge nicht veröffentlicht

  5. Matze 13. Februar 2019 um 08:23 Uhr

    Kühne und die HSAG haben unterschiedliche Auffassungen bezüglicher der Rückzahlung von 14 Mio, so dass sogar eine gerichtliche Auseinandersetzung droht. Darüber hinaus oder inklusive der 14Mio (?) gibt es sogar Rückzahlungsoptionen im Wert von 50 Mio. Und jetzt soll Kühne ganz uneigennützig – so wie man ihn kennt^^ – darauf verzichten und weiterhin die Namensrechte am Volksparkstadion, welches er die letzte Jahre nur von Sky kennt, zahlen? Verstehe ich nicht. Was hat Hoffmann der der Bild nicht durchgesteckt?

    • Gravesen 13. Februar 2019 um 08:25 Uhr

      Alles!

  6. Julia 13. Februar 2019 um 08:47 Uhr

    In der Printausgabe der Bild steht:

    >> Namensrecht am Volksparkstadion. Kühne ist offenbar bereit, den auslaufenden Vertrag
    >> (bringt derzeit vier Mio pro Jahr) um zwei weitere Spielzeiten zu verlängern.

    >> Der HSV will dem Logistik-Kaufmann nach BILD-Informationen alle Forderungen für einen
    >> mittleren einstelligen Millionen-Betrag abkaufen.

    Diese Besserungsscheine sind aktuell nichts wert, denn der HSV wird weder die Voraussetzungen erfüllen, noch könnte er die Besserungsscheine bedienen bzw. die Schulden bezahlen. Und wenn man die Kohle für die Namensrechte nimmt, um damit die Besserungsscheine zu bezahlen, dürfte das zumindest teilweise ein Nullsummen-Spiel sein. Netto bekommt der HSV so weniger Kohle für die Namensrechte. Gefickt eingeschädelt, das als Erfolgsmeldung zu verkaufen.

    • Saschas Alte Liebe 13. Februar 2019 um 09:42 Uhr

      Naja, ein etwas schräges Nullsummenspiel, da ja wieder „neue“ zukünftige Namensrechte für alte Forderungen verwendet werden müssen.

  7. TCvonderanderenElbseite 13. Februar 2019 um 08:57 Uhr

    Habe den Aufmacher für den Artikel heute morgen gesehen und musste mich gleich daran machen, dieses Wunder zu erfahren.
    Wem nicht gleich, nach Lesen der ersten beiden Sätze, die Fragezeichen ins Gesicht schlagen, kann sich gleich zu den anderen Amöben in die Psychiatrie einweisen lassen; wobei das für die dann wohl eher beleidigend wäre, da die nix dafür können!
    Matze hat´s schon richtig beschrieben: welcher Journalisten-Honk glaubt ernsthaft seinen Lesern solchen Scheiss verkaufen zu können, ohne die offensichtliche Lüge selbst kritisch zu hinterfragen! Allein der vermeintliche Verzicht des großen Gönners und größten HSV-Fan aller Zeiten bei gleichzeitigem neuen Invest für die Rechte am Stadionnamen sollten selbst beim dümmsten Spacko in den Synapsen ein Blitzgewitter auslösen!

  8. Gravesen 13. Februar 2019 um 09:05 Uhr

    Hahahahahahahahaha…
    .
    Klaus-Michael Kühne dementiert einen Bericht der „Bild“, nachdem eine Einigung im drohenden Millionen-Streit kurz bevorstehe: „Die Verhandlungen wurden noch nicht abgeschlossen und sind daher ergebnisoffen.“ (Quelle: Abendblatt-Twitter)
    .
    „Vorerst steht lediglich eine Verlängerung des Stadionnamens um ein bis zwei Jahre in einer geringeren Grössenordnung zur Diskussion“, sagt Kühne.

  9. Gravesen 13. Februar 2019 um 09:17 Uhr

    Ist es nicht geil zu sehen, wie der gönnende Vertragspartner Klaus-Michael Kühne Hoffmanns Jubelmeldung torpediert und im Keim erstickt? 😀 😀

  10. Thomas S. 13. Februar 2019 um 09:32 Uhr

    Die Frage, die ich mir gerade stelle: Warum hat Hoffmann dieses Himmelfahrtskommando-Amt angestrebt? Hoffmann wollte immer gestalten, er ist kein reiner Abgreifer wie andere. Klar liebt er es, seine Spielchen zu spielen, aber dass KMK seine AG gerade am Nasenring durch die Manege führt, muss ihn doch wahnsinnig machen. Und wenn das Ding vor die Wand fährt, ist seine Reputation dahin.
    Auch halte ich ihn für zu schlau, als dass er glaubt, sich mit täuschen, tricksen und durchwursteln dauerhaft über Wasser zu halten.
    Was treibt Hoffmann an?

    • Fohlenstall 13. Februar 2019 um 09:51 Uhr

      ….gut bezahlte eitle „Machtgeilheit“???

    • Meikel 13. Februar 2019 um 10:26 Uhr

      kolportierte 700000 Euro…

    • Kugelblitz 13. Februar 2019 um 12:08 Uhr

      lol

      welche reputation??

      • Saschas Alte Liebe 13. Februar 2019 um 18:29 Uhr

        Wieso Reputation?
        Rautenherz? Stallgeruch?
        Es ist der HSV!!
        … Reputation … völlig überbewertet.

  11. Saschas Alte Liebe 13. Februar 2019 um 09:37 Uhr

    Müssen denn die optionalen Kühneforderungen für die Lizensierung dringend aus der Bilanz? Oder warum kauft der HSV Kühne gerade jetzt diese sehr theoretischen Forderungen ab.
    Oder geht es auch um die strittige 14 Mio. Rückzahlung?

  12. TCvonderanderenElbseite 13. Februar 2019 um 09:53 Uhr

    Für mich sieht das ganze eher nach Nebelkerzen aus und der Versuch Druck mithilfe der Medien auf die andere Vertragspartei aufzubauen, um ihr den Buhmann zuzuschieben.
    Wobei der HSV sich da als extrem abhängige Partei mit einem finanziellen Schwergewicht anlegt, der nicht von seinem HSV-Herz geleitet wird, sondern von Machtgelüsten.
    Kühne wird das ganze sicher genüsslich und entspannt durch die Hose ausatmen…

  13. Fohlenstall 13. Februar 2019 um 10:07 Uhr

    Ich schrieb es gestern schon.Sie werden alle Tricksereien auspacken müssen um die Lizens zu bekommen!!

  14. Efehner 13. Februar 2019 um 10:11 Uhr

    Ich bin leider total desillusioniert…. 😢 die Mistkerle werden schon irgendwie irgendwo erneut einen buchungstrick finden oder irgendwie vom Opa Obersturmbannführer Kohlen bekommen die sie auch irgendwie verbucht bekommen. Ob dafür Anteile oder ganze Fanseelen überschrieben werden ?! WHO CARES ? Im Forum bei den Hüpfern ist die HSV Welt in Ordnung …. alles super … 🤮 . Ich kann diesen gesamten Zirkus langsam nicht mehr sehen ohne zu kotzen. Demut ? Bescheidenheit ? Identität? Alles Begriffe die bei der Kühne Sportgruppe unbekannt sind !

    • Saschas Alte Liebe 13. Februar 2019 um 10:28 Uhr

      Du bist sehr innovativ! Als letzte Sicherheit bzw. Finanzierungsquelle eine Fanseelen Anleihe! 👹
      Es werden sich auch dann noch ein paar Hüpfer finden, auf dem ollen Seelenverkäufer noch ein Stück weiter über den Erdscheibenrand zu segeln … 😉

      • TCvonderanderenElbseite 13. Februar 2019 um 10:42 Uhr

        Und mit dem Geld für die Fanseelen erkauft sich Herr Gönner seinen Ablassbrief…

  15. Kevin allein in Hamburg 13. Februar 2019 um 10:41 Uhr

    Wie gesagt.
    Wäre der HSV ein Pferd hätte man dieses schon erschossen.

  16. Libero 13. Februar 2019 um 11:02 Uhr

    Im Wertpapierprospekt für die neue Anleihe wird unter Punkt 2.2 auf 17 Seiten auf insgesamt 27 Risiken hingewiesen:

    https://www.hsv-anleihe.de/wp-content/uploads/dlm_uploads/HSV_Wertpapierprospekt.pdf

    Diese Risiken werden dann in einigen Sätzen näher erläutert.

    Zentrale Risiken, die der Emittentin [HSV-AG] eigen sind:

    1. Mangelnder sportlicher Erfolg
    2. Vermögenssituation
    3. Eintritt bedingter Besserungsabreden
    4. Anschlussfinanzierung
    5. Fehlende Lizenzerteilung/Lizenzentzug
    6. Nutzbarkeit des Volksparkstadions
    7. Abhängigkeit von den Verbandsregeln und der Organisation des Bundesliga Spielbetriebs durch die DFL
    8. Spielergehälter und Ablösesummen
    9. Einnahmen aus Medienrechten
    10. Sonstige Erlösquellen
    11. Abhängigkeit in der Vermarktung
    12. Vergabe des Caterings und des Merchandisings
    13. Einfluss des Hamburger Sport-Verein e.V. auf die HSV Fußball AG
    14. Abhängigkeit von Personen in Schlüsselfunktionen
    15. (Mittelbare) Aktionärs- und Darlehensgeberstellung von Herrn Klaus-Michael Kühne
    16. Außerplanmäßige Abschreibung aufgrund Sportinvalidität von Leistungsträgern
    17. Möglichkeit von Strafzahlungen und Platzsperren bei statutarischen Verstößen
    18. Negative Medienberichterstattung
    19. Abnahme der Popularität des Fußballsports
    20. Änderung der allgemeinen wirtschaftlichen und konjunkturellen Rahmenbedingungen
    21. Ausfallrisiken
    22. Mangelnder Versicherungsschutz
    23. Risiken aus juristischen Verfahren
    24. Risiken durch Veränderungen der Gesetzgebung
    25. Risiken aus dem Veranstaltungsbetrieb
    26. Risiken aus der Informationstechnologie
    27. Risiko der Übernahme von Kosten für Polizeieinsätze

    Unter Punkt 18 befindet sich die „Negative Medienberichterstattung“

    Hier der Originaltext:

    „Es ist nicht auszuschließen, dass durch eine negative Berichterstattung in den Medien (sei es in Gestalt einer einseitig-tendenziösen Darstellung, falscher Anschuldigungen oder auch wahrer, aber der Reputation des HSV abträglicher Umstände) oder durch das Aufkommen wahrer oder falscher öffentlicher Anschuldigungen das Image und die öffentliche Wahrnehmung des HSV beeinträchtigt werden. Insbesondere durch eine negative Presse im Anschluss an Ausschreitungen, Indiskretionen und sonstige Verfehlungen durch Fans, Mitglieder, Mitarbeiter und Organmitglieder des HSV kann das Ansehen des HSV nachhaltigen Schaden nehmen.
    Ein beschädigtes öffentliches Ansehen könnte einen Rückgang der Zuschauerzahlen sowie der Mitgliederzahl und ein geringeres Interesse aktueller und/oder potenzieller Sponsoren am HSV zur Folge haben. Diese Umstände würden sich erheblich nachteilig auf den wirtschaftlichen Erfolg und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin auswirken.“

    Da steht doch tatsächlich drin, dass auch wahre Anschuldigungen ein Risiko darstellen.
    Also, Grave:
    Unterlass bitte deine wahren Anschuldigungen, da die Reputation des HSV darunter leidet und das Risiko der Anleihe somit größer wird.
    Wenn die Anleihe nicht zurückgezahlt werden kann, haben wir auch schon einen Schuldigen 😀

    • Fohlenstall 13. Februar 2019 um 11:17 Uhr

      Fleißarbeit,Danke Libero:-)!

    • Gravesen 13. Februar 2019 um 11:23 Uhr

      Einen Scheißdreck werde ich tun 😀