Kühne nagelt Hoffmann

Das kollektive Jubeln über die Inhalte des nächsten durchgesteckten PR-Artikels von Bernies Medienpartner BILD dauerte leider nur wenige Stunden, denn dann kam „der Gönner“ und zertrat den zarten Keim der Hoffnung wie Thor mit seinem Hammer Mjölnir. Wie hatte Hoffmann zuvor via BILD verkünden lassen?

ES GEHT UM ÜBER 50 MIO

HSV kauft Kühne Kohle-Klauseln ab

Es geht um 60 Millionen Euro: Der Hamburger SV steht angeblich kurz vor einem Mega-Deal mit seinem Investor Klaus-Michael Kühne. Der Vertrag soll bald unterschrieben werden. Ein Teil der Vereinbarung ist der Recht am Stadionnamen. Bisher bringt dieser Deal den Hamburgern etwa vier Millionen Euro pro Jahr. Der Großteil der jetzt diskutierten Summe würde laut Bild aber durch eine andere Thematik zusammenkommen:den Verzicht Kühnes von Rückzahlungsoptionen, die sich der Unternehmer sicherte, als er zuletzt mehrere Millionen Euro in neues Spielerpersonal investiert hatte. Bei sportlichem Erfolg müsste der HSV nach jetzigem Stand einen Teil des Geldes zurückzahlen – im Extremfall bis zu 50 Millionen Euro. Sollte die neue Vereinbarung greifen, wäre dieser Passus nicht mehr gültig, der Klub würde erheblich sparen. Weitere Vereinsanteile soll Kühne, der rund 20,6 Prozent am HSV besitzt, demnach nicht erhalten. Der Klub könnte sich nach Bild-Angaben durch die Zahlung eines „mittleren einstelligen Millionen-Betrages“ aus der Vereinbarung lösen. (Quelle: Sportbuzzer.de)

Na Nicki, wie liest sich das? Kühne schenkt, Kühne gönnt, Kühne unterstützt weiterhin und Bernd Hoffmann ist der größte Dealmaker westlich des Mississippi. Alle Sorgen sind ab morgen auf einen Schlag vergessen, man kann endlich in Seelenruhe aufsteigen und wird für die nächste Saison eine schlagkräftige Truppe aufbieten. Für jeden Interessenten, der sich mit einem Invest bzgl. der neuesten Fan-Anleihe beschäftigt, klingt das doch so, als wäre der Verein über’n Berg und man könne guten Gewissens ne Menge Kohle hinterher schieben. Hurra, der Himmel hängt voller Geigen und  – Europapokaaaaaaaaaaaaaaaal. Herrn Linnenbrügger von der Mopo soll sich angeblich während seines Frühstücks spontan eingenässt haben.

Und dann, um 8.49 Uhr? April, April. Denn via Abendblatt ließ der Logistiker erklären:

HSV-Investor Kühne dementiert Millionen-Einigung

Um 8.49 Uhr ließ der Milliardär ein Kommuniqué verschicken mit der Überschrift: „Klares Dementi“. Dort steht: „Klaus-Michael Kühne dementiert die heutige Veröffentlichung in „Bild“, wonach er „bis zu EUR 60 Mio. in den HSV investieren will.“

Im Anschluss:

 Trotz des „klaren Dementis“ sollen die Verhandlungen nach Abendblatt-Informationen allerdings tatsächlich schon weit fortgeschritten sein, allerdings eben noch nicht abgeschlossen.

Ach ja, nach „Abendblatt-Informationen“ also. Ob das die gleichen „Abendblatt-Informationen“ sind, die vor einem halben Jahr darüber berichtet hatten, dass Fiete Arp beim HSV um zwei Jahre und ohne Ausstiegsklausel verlängert hätte?

(Nach Abendblatt-Informationen beinhaltet Arps neuer Kontrakt keine Ausstiegsklausel – auch nicht für den Fall, wenn die direkte Rückkehr in die Bundesliga nicht gelingen sollte. https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article214891103/Spektakulaere-Wende-Fiete-Arp-soll-beim-HSV-verlaengern.html)

Aber Kühne legt noch einen drauf.

Investor Klaus-Michael Kühne hat Verhandlungen mit dem Hamburger SV über eine Verlängerung der Namensrechte am Volksparkstadion bestätigt. Die Gespräche über die Verlängerung um „ein bis zwei Jahre in einer geringeren Größenordnung“ seien ergebnisoffen, teilte die Kühne Holding AG der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch mit. Der 81 Jahre alte Kühne hatte die Namensrechte 2015 für vier Jahre erworben. Der Vertrag, der dem Zweitligisten vier Millionen Euro pro Jahr einbringt, läuft in diesem Sommer aus. (Quelle: Sportbuzzer.de)

Wow! So schnell wird aus einer guten Nachricht eine mehr oder weniger beschissene Nachricht. Zuerst einmal erklärt Kühne, dass die von Hoffmann durchgesteckten Informationen der BILD schlicht falsch sind und dann auch noch die Geschichte mit dem Stadionnamen. Nicht mehr vier Jahre wie zuvor, sondern vielleicht nur ein Jahr. Oder maximal zwei Jahre. In einer geringeren Größenordnung! Also nicht mehr € 16 Mio. (oder gar mehr) für vier weitere Jahre (oder gar mehr), sondern vielleicht noch € 2,5 Mio. für ein läppisches Jahr.

Die Frage, die sich unmittelbar anschließt, lautet doch wohl: Warum tritt Kühne einem Hoffmann, dem er doch angeblich erneut mehrere zig-Millionen in den Rachen werfen will, so derart mit Anlauf in die Eier? Denn eigentlich sah Kühne doch nach dem BILD-Artikel wie das Paradebeispiel dies Muster-Gönners aus. Warum macht er diesen Eindruck, der ihm eigentlich doch schmeicheln müsste, mit einem Handstreich zunichte? Ich denke, Kühne hat die Schnauze gestrichen voll vom HSV und er hat die Schnauze noch voller von den Machenschaften des Strippenziehers Hoffmann. Dieser brauchte nach der Arp-Lüge und den mehr und mehr aufkeimenden Zweifeln an seiner neuen Anleihe positive Nachrichten und meinte, den Investor mit einem Vorabbericht über eventuelle Verhandlungen unter Druck setzen zu können, was krachend gescheitert ist.

Wie steht der HSV/Hoffmann nun da? Kühne hat im Grunde gesagt, dass er nicht mehr, sondern eher weniger als zuvor geben würde, wenn überhaupt. Die Zweifel an der Anleihe sind größer denn je und Hoffmann steht schon wieder als Überbringen falscher Nachrichten da, ein für ihn schon gewohntes Gefühl.

Und dann war da noch….

…der Passus im Anleihe-Prospekt.

Es ist nicht auszuschließen, dass durch eine negative Berichterstattung in den Medien (sei es in Gestalt einer einseitig-tendenziösen Darstellung, falscher Anschuldigungen oder auch wahrer, aber der Reputation des HSV abträglicher Umstände) oder durch das Aufkommen wahrer oder falscher öffentlicher Anschuldigungen das Image und die öffentliche Wahrnehmung des HSV beeinträchtigt werden. Insbesondere durch eine negative Presse im Anschluss an Ausschreitungen, Indiskretionen und sonstige Verfehlungen durch Fans, Mitglieder, Mitarbeiter und Organmitglieder des HSV kann das Ansehen des HSV nachhaltigen Schaden nehmen.
Ein beschädigtes öffentliches Ansehen könnte einen Rückgang der Zuschauerzahlen sowie der Mitgliederzahl und ein geringeres Interesse aktueller und/oder potenzieller Sponsoren am HSV zur Folge haben. Diese Umstände würden sich erheblich nachteilig auf den wirtschaftlichen Erfolg und die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Emittentin auswirken

Wie geil ist das denn? Und wie perfekt passt das zu den letzten Blogs? Es kann also sein, dass die Wahrheit bzw. das Verbreiten der Wahrheit dem HSV nachhaltigen Schaden zufügt. Und wer es wagt bzw. so hinterhältig ist, diese Wahrheit zu verbreiten, macht sich (mit)-schuldig, wenn der Verein aus der Kurve fliegt? Was für ein Glück, dass diejenigen, die den Verein um zig-Millionen beschissen haben, die katastrophal gearbeitet und mit Millionen-Abfindungen vom Hof geritten sind, nicht im Ansatz so schuldig sind, wie diejenigen, die deren Treiben aufdecken.

Was ist das bloß für eine kranke Welt.

 

 

 

 

Von | 2019-02-13T12:59:27+01:00 13. Februar 2019|Allgemein|38 Kommentare

38 Comments

  1. Rothose78 13. Februar 2019 um 13:06 Uhr

    Der gute Bernd braucht nach dem Arpdesaster wohl mal wieder eine gute Schlagzeile…..

  2. Gravesen 13. Februar 2019 um 13:28 Uhr

    By the way, die Dummheit der Graupenperlen-Kommentatoren ist nicht mehr in Worte zu fassen. Auch und besonders der Schwachsinn, den Dummschwätzer Beinhart08/15 und Alex aka Dead/alive abliefern. Wenn man immer noch nichts gerafft hat, sollte man einfach die Fresse halten.

    • Kevin allein in Hamburg 13. Februar 2019 um 13:57 Uhr

      Dead or Dingsbums hat doch auch einmal hier kommentiert ?
      Hab ich was verpasst ?😎

      • Gravesen 13. Februar 2019 um 14:06 Uhr

        ALEX II · AUSERWÄHLTER · 2 STD.
        Kommentare 283 · Antworten 1368
        Zum Bild Plus Artikel: HSV kauft Kühne Kohle-Klauseln ab

        Das könnte ein Neustart der aus dem Ruder geratenen „Geschäftsbeziehung“ zwischen Kühne und dem HSV werden. Hoffmann emanzipiert den HSV und versucht eine vernünftige, partnerschaftliche Beziehung zu Kühne aufzubauen. Alles, was der inkompetente Totalversager „Didi“ Beiersdorfer zerstört hat (und woran Kühne auch nicht schuldlos ist) muss schrittweise zurückgeführt und normalisiert werden, ein langer Weg und nur in Etappen möglich. Aber es ist möglich. Und nur Bernd Hoffmann kann das auf den Weg bringen. Wir sollten beten, dass Hoffmann nicht wieder weggeputscht wird und Kühne lange genug unter den Lebenden verweilt.

        • Kevin allein in Hamburg 13. Februar 2019 um 14:12 Uhr

          Jetzt bin ich platt 🙄

          • Gravesen 13. Februar 2019 um 14:27 Uhr

            War ich auch, vor allem deshalb, weil ich „Alex“ im Grunde für ein recht helles Kerlchen gehalten habe. Aber nicht zu erkennen, was für eine Schießbudenfigur sein Halbgott Hoffmann ist, spricht nicht eben dafür.

        • Kevin allein in Hamburg 13. Februar 2019 um 14:37 Uhr

          Das er Hoffmann förmlich in den Himmel gehoben hat war nicht zu übersehen.
          Aber irgendwie oder irgendwann muss man such in der Lage sein seine Meinung zu revidieren.

    • Ex-HSVer im Herzen 13. Februar 2019 um 15:51 Uhr

      Warum liest du dir das überhaupt noch durch? Was anderes als Schwachsinn kann man da doch nicht zu lesen bekommen von den ganzen Psychopharmaka-Patienten. Ich meide das Teil schon seit Monaten.

  3. EffPunktErr 13. Februar 2019 um 13:55 Uhr

    Der Passus aus dem Anleihe-Prospekt, immerhin eine offizielle Aussage des HSV, ist echt der Hammer. Er symbolisiert deutlicher denn je wie sehr in diesem Verein die Torschlusspanik um sich greift.
    Der HSV hatte doch noch nie ein Problem mit tendenziöser Berichterstattung! Ach nee… die war ja in seinem Sinne…

    Zum Sportlichen: wann kommt endlich mal die Zweitligamannschaft die begreift dass diese Truppe eigentlich unfassbar schlechten Fussball spielt, ergo leicht zu schlagen wäre? Ich fass es nicht dass man mit Rumpelfussball und +6 Toren mittlerweile in Deutschland Tabellenführer werden kann 🙁

  4. Diego 13. Februar 2019 um 14:23 Uhr

    Die anderen Teams sind eben nicht besser und Geld schiesst doch Tore.
    Der HSV hat mit Köln die teuerste 2.Ligamannschaft.
    Dazu kommt ein Trainer der spielen lässt, was diese Truppe am besten kann.
    Dass es zur 1.BL nicht reichen wird, selbstredend.
    Dann kommt zum sportlichen ein finanzielles Desaster….

  5. Andi 13. Februar 2019 um 14:38 Uhr

    Was für eine tolle Idee.
    Du gibst mir 500 Mark und nach 2 Jahren biete ich Dir 5 Mark an, um damit diese Schulden zu tilgen. Eine Gewinnbeteiligung wird damit gleich mit gestrichen. Was würdest Du mir sagen? „Arsch geleckt. Nicht mit mir!“ Echt jetzt? Wer hat denn diese Idee für voll genommen?

  6. Gravesen 13. Februar 2019 um 15:54 Uhr

    Um den Verkauf anzukurbeln, braucht der HSV positive Schlagzeilen. Ein Bericht der Bild über einen neuen Deal mit Investor Klaus-Michael Kühne kommt da gerade recht. Im Kern geht es um Rückzahlungsansprüche aus bereits gewährten Darlehen, die in der Vergangenheit zur Finanzierung von Transfers verwendet wurden. Bei Eintritt vertraglich fixierter Bedingungen leben die Forderungen von Kühne gegenüber dem HSV wieder auf. Über die genauen Rückzahlungsmodalitäten herrscht zwischen beiden Parteien jedoch Uneinigkeit, was sogar in einem Rechtsstreit münden könnte.

    HSV droht finanzielle Katastrophe
    Dabei ist es irrelevant, ob Kühne diesen überhaupt gewinnen kann. Denn: Schon das Einreichen einer Klage wäre für den HSV finanziell eine Katastrophe, weil er in seiner Bilanz sogenannte „Rückstellungen“ in Höhe des Streitwertes bilden müsste. Rückstellungen werden bilanziell den Verbindlichkeiten zugeordnet. Der HSV verfügt wohl nicht über genügend Mittel, um diese Verbindlichkeiten zu bedienen.

    .
    (Quelle: http://www.sportbuzzer.de/artikel/hsv-klaus-michael-kuhne-lizenz-stadion-namensrechte-dfl-investor/?fbclid=IwAR0vLFTxD8UjqPsZxHGL1uYE0NsMmIVhUk2XkWa5KxYs-N-5dAMLQ9FRSwk)

  7. Ex-HSVer im Herzen 13. Februar 2019 um 15:58 Uhr

    Also ich finde das ganze einfach nur noch köstlich und es ist ein Beweis, was für Versager in diesem Verein sitzen. Warum zahle ich einige Millionen Euro für 0 € auf mich zukommende Verbindlichkeiten. Sind die alle unter Drogen und meinen, man könnte nächste Saison im Europapokal spielen, weil es sind ja nur noch 2 Spiele bis Berlin? Denn natürlich wird nicht ein einziges sportliches Ziel erreicht, das die Besserungsscheine aufleben lässt. Da kann doch nur etwas anderes dahinter stecken. Zum Beispiel eine Art Vergleichssumme, damit Kühne die gerade laufende Klage fallen lässt o.ä.. Und natürlich verkauft man es den Fans anders. Ich frage mich nur, warum Kühne nicht schon lange sagt dass man ihn am Arsch lecken kann und alle Verpflichtungen erfüllt werden müssen.

    Das ist alles so übelstes Provinztheater, nur um seinen eigenen Arsch zu retten, dass man schon wieder darüber lachen kann.

    Übrigens großes Lob, dass du in einer so kurzen Zeit einen so Schreibfehler-losen und substanziellen Blog verfasst hast

  8. Maddin 13. Februar 2019 um 16:57 Uhr

    Gravesen, wenn du mit deinem heutigen Wissen ins Jahr 2014 reisen konntest, und die Macher von HSV Plus kommen auf dich zu und wollen dich mit ein paar anderen vor den Karre spannen um Werbung dafür zu machen, wie es ja gewesen war, was würdest du diesen Leuten dann sagen?

    Zum aktuellen Gesehen um den HSV, kann ich nur sagen das man dazu nichts mehr sagen kann, der Verein wird runtergewirtschaftet und alle sehen tatenlos zu, und die die mahnend den Zeigefinger heben und was sagen werden noch beschimpft oder gar bedroht.
    Als ich um Mitternacht die Schlagzeile bei Online-Bild las, dachte ich erst guter Deal, bis ich mir überlegt habe wie kommt das wieder an die Presse? Und da hab ich eigentlich den ganzen Vormittag aufs Dementi von Kühne gewartet, als ich dann vom laufen nach Hause gekommen bin hat mich Kühne nicht enttäuscht und schon alles Dementiert.
    Mal sehen was die nächsten Wochen bis zum Lizenzverfahren noch alles in der Presse erscheint.
    Mal was privates, mein Großer ist bald mit dem Abitur fertig und möchte seit seinem 9ten Lebensjahr Sportjournalist werden, meinst du in der heutigen Zeit macht das noch Sinn? Ich weiß das er das studieren will und ich werde ihn dabei unterstützen, aber einwenig mulmig ist mir schon dabei. Hab ihn dein Artikel auch lesen lassen, den du vor 2 Tagen online gestellt hast und er fand das interessant aber er studiert es trotzdem…wenn er mal ne fragen hat kann er sich dann mal bei dir melden?

    • Gravesen 13. Februar 2019 um 17:00 Uhr

      Zu Frage 1: Ich würde ihnen sagen, sie sollten sich in Knie…..und sie bekämpfen. Mit allem was ich habe.
      Zu Frage 2: Sag deinem Sohn, er soll bloß etwas anderes machen. Mit dem Job wirst du in 5 Jahren kein Geld mehr verdienen können

      • Micha 13. Februar 2019 um 22:33 Uhr

        Ebenfalls zu Frage 2: Sportreporter ist eine schöne Jugend-Berufsphantasie – schon seit einiger Zeit aber immer schlechter bezahlt – und ich würde Grave zustimmen, das geht weiter den Bach runter aufgrund der Online-Konkurrenz und der Digitalisierung. Das ist der letzte Zukunftsberuf, anders gesagt: ein Beruf der Vergangenheit.

  9. Libero 13. Februar 2019 um 17:04 Uhr

    Super Blog gestern und heute, perfekte Themenwahl gesetzt, klasse 👍

    Ich glaube, dass Kühne dem HSV in keinster Weise entgegenkommen wird, wenn nicht eine seiner Hauptforderungen – die signifikante Aufstockung der Anteile – erfüllt wird.
    Ihm wird überhaupt nicht gefallen, dass Hoffmann verzweifelt versucht, den HSV zu emanzipieren.
    Gerade heute morgen hat ihm der alte Herr mal kurz gezeigt, wo der Hammer hängt.
    Ein Herr Kühne ist es einfach gewohnt, Dinge in seinem Sinne zu regeln.
    Der läßt sich doch nicht einreden oder vorschreiben, was für andere (Personen oder Vereine) gut und wichtig sei, interessiert ihn gar nicht.
    Er – und nur er – entscheidet, wann, wo, in welcher Form Dinge entschieden und umgesetzt werden.
    Hoffmann hat heute ein richtig schönes, fettes Eigentor geschossen (aus 30 Metern mit der Hacke in den Winkel).
    Die nächsten Tage werden noch lustig.
    Die Zeit spielt für Kühne, am 15.3. ist deadline bei der DFL und mit den gegenwärtigen Zahlen und Bilanzen gibt es aus meiner Sicht keine Lizenz.
    Es muss also etwas geschehen, das Problem ist nur, dass Hoffmann und Co. nichts, aber auch rein gar nichts mehr in der Hand haben.
    Es gibt keinen Joker oder Ass im Ärmel, helfen kann nur noch Kühne.
    Also wird Hoffmann demnächst auf allen Vieren in der Schweiz oder auf Mallorca angekrochen kommen und bitte, bitte sagen müssen.
    Der große, stolze Herr Hoffmann!

    • Kevin allein in Hamburg 13. Februar 2019 um 17:29 Uhr

      Grundsätzlich Stimme ich dir zu.
      Aber ich befürchte das da noch was anderes interessantes auf u s zukommt.

  10. Ulrich Angenendt 13. Februar 2019 um 17:34 Uhr

    Da hat Herr Hoffmann sich wohl den falschen Gegner ausgesucht. Hat der Bernd wirklich gedacht, dass sich das der Opa gefallen lässt? Oh man, wenn das ein Hollywood Film wäre, dann würde ich sagen, etwas zu viel Fantasie die Herren Regisseure.
    Und warum regt sich keiner über den Text im Passus auf?
    Anscheinend geht denen der Arsch auf Grundeis

  11. TCvonderanderenElbseite 13. Februar 2019 um 17:41 Uhr

    Habe gerade „Der Abstieg“ zuende gelesen. Zuerst einmal ein großes Lob an die beiden Autoren, die sachlich und analytisch leicht verständlich die Machenschaften und kontraproduktiven Machtkämpfe in und um den HSV in einer Art Tagebuch erläutern.
    Die darin wiedergegebenen und aufgezeigten Deals, Entscheidungen und Eigengänge zeigen wie Eigeninteresse und Egoismus diesen Verein von Innen korrumpiert haben.

    Was mich jedoch am meisten an der ganzen Sache erschüttert, ist die Tatsache, dass das alles bis auf wenige Interessierte und Kritiker kaum jemanden zu jucken scheint!
    Eine kritische Presse müsste das umgehend aufgreifen und alle Beteiligten und Verantwortlichen an die Wand nageln. Ein um Aufklärung bemühter Verein müsste seine aktuellen und ehemaligen Verantwortlichen vor den Kadi ziehen und rechtlich sowie finanziell belangen.

    An diesen Tatsachen sieht man, wie verstrickt und korrupt die handelnden Personen und Institutionen im Verein sind und auch die Presse nur danach handelt, sprudelnde Quellen nicht versiegen zu lassen anstatt Misstände aufzudecken um der Wahrheit Willen und nicht der Auflage…

  12. Gravesen 13. Februar 2019 um 18:25 Uhr

    Was geht bloß in dem armen Tom Mickel vor, dass er sich ständig zum Spielball bei Münchhausen Scholz machen lässt. Der Junge ist wirklich nett, aber das verstehe wer will….

    • Volli 13. Februar 2019 um 18:37 Uhr

      Scheinbar werden die Spieler einer Gehirnwäsche unterzogen, und begreifen gar nicht, dass evtl. demnächst die Gehaltszahlungen ausfallen.

  13. SGE 13. Februar 2019 um 18:39 Uhr

    Guten Abend. Ich habe drei Anleihe-Wertpapierprospekte von Fußballvereinen (1. FC Köln, FC St. Pauli und die „ALTE“ Anleihe vom HSV) verglichen. In allen steht der Passus einer negativen Berichterstattung bei möglichen Risiken. In allen wird eine mögliche Insolvenz mehrmals beschrieben. (Betrachtet dies bitte als Info von der Seitenauslinie eines recht neutralen Eintracht Frankfurt-Fans).

    „Es ist nicht auszuschließen, dass durch eine negative Berichterstattung in den Medien oder durch das Aufkommen öffentlicher Anschuldigungen das Image und die öffentliche Wahrnehmung der Emittentin beeinträchtigt werden. Nicht auszuschließen ist dadurch sowohl ein Rückgang der Zuschauerzahlen, als auch ein geringeres finanzielles Interesse bestehender und/oder künftiger Sponsoren.“ (Quelle: Wertpapierprospekt der neuen Anleihe 2016|24 des 1. FC Köln)

    „Es besteht das Risiko, dass aufgrund einer negativen Berichterstattung in den Medien das öffentliche Ansehen des Vereins Schaden nimmt, was einen Rückgang der Zuschauerzahlen und der Vermarktungserlöse zur Folge haben könnte.“ (Quelle: Wertpapierprospekt der Anleihe 2011|18 des FC St. Pauli)

    „Es ist nicht auszuschließen, dass durch eine negative Berichterstattung in den Medien (sei es in Gestalt einer einseitig-tendenziösen Darstellung, falscher Anschuldigungen oder auch wahrer, aber der Reputation des HSV abträglicher Umstände) oder durch das Aufkommen wahrer oder falscher öffentlicher Anschuldigungen das Image und die öffentliche Wahrnehmung des HSV beeinträchtigt werden. Insbesondere durch eine negative Presse im Anschluss an Ausschreitungen, Indiskretionen und sonstige Verfehlungen durch Fans, Mitglieder, Mitarbeiter und Organmitglieder des HSV und seiner direkten sowie indirekten Tochtergesellschaften kann das Ansehen des HSV nachhaltigen Schaden nehmen.“ (Quelle: Wertpapierprospekt der Jubiläums-Anleihe 2012|19 des HSV e.V.)

    • Gravesen 13. Februar 2019 um 18:40 Uhr

      Und? Fällt dir was auf?

      • SGE 13. Februar 2019 um 18:55 Uhr

        Mir? Ja, es mag eine tendenziöse Berichterstattung über den HSV in den Hamburger Medien geben. Es wird vielleicht auch eine Insolvenzgefahr bestehen. Aber die Beweise stehen nicht in den Wertpapierprospekten. Denn die sind bei allen Vereinen gleich, da es sich um ein Finanzprodukt handelt.

        • Gravesen 13. Februar 2019 um 19:05 Uhr

          Nein. Nur beim HSV ist die Rede von „wahren“ Anschuldigungen

          • SGE 13. Februar 2019 um 19:15 Uhr

            Das meinst Du. Aber der Satz geht ja weiter im Sinne von: wahr, aber dennoch negativ, da der Reputation schadend. In meinen Augen ist das rechtlich aufgedröselt, was unter „negativer Berichterstattung“ gemeint ist. Daraus kann man doch nicht ableiten, dass der HSV eine neutrale Berichterstattung verbietet oder untergräbt.

          • Ex-HSVer im Herzen 14. Februar 2019 um 18:20 Uhr

            Ist doch auch Latte! Wenn man es nötig hat, so einen Punkt mit rein zu nehmen, sollte man aufpassen, was man da eigentlich zeichnet und genau recherchieren. Als wenn der Wert eines Unternehmens (ergo Anleihe) Schaden nimmt, wenn es katastrophale Presse gibt, sofern es sich nicht um finanzielle Belange handelt. Und wenn diese negativ in der Presse stehen, handelt es sich (wahrscheinlich) um wahre Fakten und dann ist dieser Warn-Punkt eh irrlelevant. Ich sag nur: Wer mehr als 5% Zinsen will: Kauft die richtigen Aktien und lasst Euer Geld nicht bei Anleihen, etc. vergammeln.

  14. Demosthenes 13. Februar 2019 um 18:48 Uhr

    Man muss sich mal fragen, was eigentlich das langfristige Ziel von KMK ist.

    Ist es eine feindliche Übernahme, also der Versuch, den HSV finanziell so an den Rand der Existenz zu drängen, dass er die kümmerlichen Reste für kleines Geld übernehmen und sich so zum Billigtarif einen eigenen Fußballverein aneignen kann (vom HSV zum KSV)?

    Oder will der „Edelfan“ (Quelle: Mopo, Abendblatt, BILD) nur mit möglichst kleinen Verlusten raus aus seinem Engagement?

    Für ersteres spricht einiges: Z.B. die von Kühne in Zusammenarbeit mit Struth erzwungene, kostspielige Verlängerung von B. Wood oder die Androhung der Realisierung von Besserungsscheinansprüchen u.v.m..

    Für das zweite spricht sein Alter und sein vermutlich nicht mehr ganz so robuster Gesundheitszustand (wann war er eigentlich das letzte mal im Stadion?) Vielleicht kommt ja auch Druck von den Erben dazu.

    Ergänzung zum Post von SGE: Nur beim HSV findet sich der Satz mit der wahren, aber der Reputation schadenden Umstände. Etwas später werden sogar die HSV-Organe als mögliche Ursache aufgezählt. Ein Schelm…

  15. Favre412Bandit 13. Februar 2019 um 20:33 Uhr

    Diese „Ausschmückung“, wie Wertpapierprospekte oft auf Grund ihres Umfangs umgangsprachlich genannt werden, sehe ich in diesem Fall „oder auch wahrer, aber der Reputation des HSV abträglicher Umstände“ und/ oder „Insbesondere durch eine negative Presse (….), Indiskretionen und (…) Organmitglieder des HSV und seiner direkten sowie indirekten Tochtergesellschaften“ äußerst kritisch, wenn man sich intensiver mit der Rechtsprechung des XI. Senats („Bankensenat“) des BGH befasst.
    Dieses versuchte „Rund -um Sorglos Paket“ um die komplette Haftung auszuschließen, halte ich meiner pers. Einschätzung nach für nicht gelungen.
    Es ist ein Irrglaube, dass man je mehr man schreibt und ausschließt sich aus der Haftung stehlen kann.

    „(Quelle: Wertpapierprospekt der Jubiläums-Anleihe 2012|19 des HSV e.V.)“.

    Auch diese Aussage ist falsch.
    Der e.V. HSV ist nicht Emittent sondern die HSV AG – sorry das ist auch keine Korinthenkackerei.

    • SGE 13. Februar 2019 um 21:36 Uhr

      Bei der alten Anleihe war es der Verein. Bei der jetzigen ist es die AG.

  16. Demosthenes 13. Februar 2019 um 22:29 Uhr

    Man darf bei allem Hickhack um die alte bzw. neue Fan-Anleihe nicht vergessen, dass der HSV noch aus 2016 ein 40 Mio EUR Schuldscheindarlehen, stadionbesichert, bei Investoren stehen hat, das mit 5% p.a. verzinst wird. Mit 10 Jahren Laufzeit. Immerhin 2 Mio/Jahr Zinsen nur dafür. Und 2026 wird auch da die Rückzahlung fällig. Wovon? KMK wäre dann fast 90. (Fun fact: eigentlich sollte die Anleihe teilweise auch davon zurückgezahlt werden.)

    I.ü. stimme ich Favre412Bandit(?) bez. Rechtsprechung IX. Senat BGH Prospekthaftung zu. Und dann gibt es ja auch noch die Vorstandshaftung. Aber dazu müßte nach einer Insolvenz ein Aktionär dieselbigen verklagen und da gibt ja nicht so viele von. Dennoch: Wenn ich FW wäre würde ich so langsam mal in Deckung gehen.

    Sieht so aus, als sei der Anfang vom Ende gekommen.

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