..und jetzt die Elfer-Wette

Mal im Ernst, das kann sich doch keiner ausdenken. Paderborn, bisher beste Rückrunden-Mannschaft, verliert bei Bielefeldern, für die um nichts mehr geht. Union Berlin, bisher 4 Niederlagen in 31 Spielen, verliert bei Darmstadt 98, für die es um nichts mehr geht. Dass der HSV beinahe schon traditionell gegen einen fast schon abgestiegenen Verein sein Heimspiel nicht nur verliert, sondern demontiert wird, kann wirklich niemanden mehr überraschen. Klar könnte man jetzt mutmaßen, dass weder der SCP noch die Eisernen aus Berlin wirklich aufsteigen wollen, aber daran glaube ich weniger. Denn selbst wenn man nach nur einer Saison sang- und klanglos wieder absteigen sollte, hätte man in der einen Saison im Oberhaus mehr Geld verdient als man je einnehmen könnte – vorausgesetzt, man dreht auf dem Transfermarkt vorher nicht HSV-mäßig durch.

So aber wird bis zum letzten Spieltag nichts entschieden sein, außer, dass der 1.FC Köln als direkter Aufsteiger feststeht, hierfür meinen Glückwunsch. Denn obwohl die Kölner eine alles andere als überzeugende Saison inkl. später Trainer-Entlassung spielten, stiegen sie im Grunde souverän auf, etwas, was man in ähnlicher Form auch vom HSV erwartet hätte, der aber in der aktuellen Rückrunden-Tabelle den 16. Platz einnimmt und allein der Umstand, dass man mit einer solchen Rückrunde immer noch die Chance auf einen Platz in der Bundesliga haben kann, ist der Treppenwitz des Jahres und spricht dafür, das wir wohl die leistungs-schwächste 2. Liga seit Jahren bewundern konnten.

Wenn man sich nun vorstellt, dass dieser HSV gegen eine Mannschaft wie den FC Ingolstadt nicht nur verliert, sondern abgeschlachtet wird und wenn man dann bedenkt, dass nach dieser Saison die Spieler Mangala, Hwang, Holtby, Hunt, Lasogga, Santos und eventuell Pollersbeck nicht mehr da sind- gute Nacht. Hinzu kommt, dass man sein finanzielles Pulver was Transfers an geht, bereits zum jetzigen Zeitpunkt für die Spieler Kinsombi und Öczan nahezu verschossen hat. Und das Ganze mit einem bereits jetzt weidwund geschossenen Trainer? Aktuell würde ich meinen, dass man den Begriff „Schlachtfest“ neu definieren kann, sollte es zum Äußersten kommen. Denn der Kader für die nächste Saison hätte die Tiefe einer Regionalliga-Mannschaft und wäre in der Spitze in der Lage, die Klasse in der 2. Liga eventuell zu halten. Geile Aussichten.

Apropos Aussichten, wollen wir ein wenig spekulieren? Ich denke, es wird folgendes passieren:

Der HSV spielt in Paderborn Unentschieden und Union gewinnt sein Heimspiel. Anschließend gewinnt der HSV zuhause gegen Duisburg, Paderborn spielt in Dresden Unentschieden und Union holt einen Punkt in Bochum. Würde bedeuten:

  1. 1. FC Köln
  2. Union Berlin (57)
  3. HSV (57)
  4. SC Paderborn (56)

Relegation gegen Stuttgart und das Drama geht weiter.

P.S. Die mit Abstand erbärmlichste Rolle wird in Hamburg wie üblich von den Medien und ihren Journalisten-Simulanten gespielt. Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass es keinen Verein auf der Welt gibt, der derart oft seine Trainer wechselt, es wird aufgezählt, wie viel Geld dies den Verein in all den Jahren gekostet hat und dass nicht ein Trainer-Wechsel den Verein tatsächlich nach vorn gebracht, von einer gezielten Planung ganz zu schweigen. Aber natürlich fällt diesen Vollidioten nichts anderes ein, als nun vehement den Kopf des nächsten Trainers zu fordern und irgendwelche Namen zu transportieren, die maximal von deren Beratern ins Spiel gebracht werden, es ist so unendlich dümmlich und durchschaubar. Es sei denn, man ist ein Rumpelnicki mit dem IQ einer matschigen Banane.

Ankündigung: Ich werde in den nächsten 7 Tagen keinen Blog auf Facebook ankündigen, weil ich beschlossen habe, diesem Drecks-Kanal für mindestens eine Woche den Rücken zu kehren. Nur für den Fall, dass jemand darauf wartet.

Von | 2019-05-06T19:45:23+02:00 6. Mai 2019|Allgemein|54 Kommentare

54 Comments

  1. Mosche 6. Mai 2019 um 07:30 Uhr

    Jetzt wird in den Medien sogar noch interpretiert, dass der HSV einen neuen Weg geht und endlich einmal am Trainer festhält. LÄCHERLICH

    Hannes Wolf
    https://www.sport1.de/fussball/2018/03/hannes-wolf-vom-dfb-als-trainer-des-jahres-2017-ausgezeichnet

    hat sich gestern zwischen den Zeilen lesbar sehr deutlich im NDR Sportclub gezeigt.
    Was Jeder mit einigermaßen Menschenverstand hören konnte, dass sich die Mannschaft in den letzten Monaten von Alleine aufgestellt hat, weil er froh sein musste 11 gesunde Spieler stellen zu können.#KADERPLANUNG

    Ich kann nicht in die Zukunft sehen, aber „Graves“ Theorie nimmt Formen an.
    Die Verantwortlichen machen weiter trotz verpassten, vermasselten oder verschenktem Aufstieg. Vielleicht kommt es Ihnen sogar gelegen, weil Deine zu Recht aufgeführten Fakten in der nächsten Bundesligasaison den Weg zu Tasmania Berlin ebnen. Nur logisch zu verkaufen ist dann, dass Hannes Wolf wegen der zahlreichen Fehler entlassen wird.
    Es folgt ein Neuaufbau 1000.0 mit unserem geliebten Bruno und fertig… SO ARM und kaum Jemand spricht es aus!
    DANKE GRAVE

    • Kevin allein in Hamburg 6. Mai 2019 um 07:35 Uhr

      Ich sehe das ähnlich.
      Was ich nicht verstehe und überhaupt nicht in meinen Kopf will, ist das der / die Trainer das mitmachen.
      Wolf hat doch ähnliches beim VFB erlebt.
      Man versaut sich doch als Trainer seinen Ruf !

      Oder übersehe ich da etwas ?

      • Gravesen 6. Mai 2019 um 07:42 Uhr

        Du übersiehst in der Tat etwas. In Deutschland gibt es im bezahlten Fußball (ich rede absichtlich nur von 1. und 2. Liga) exakt 36 Jobs als Cheftrainer, aber es gibt ungefähr 425.934 Herren (und Damen) mit einer Trainer-Lizenz, die einen dieser Jobs haben möchten. Du kannst es dir nicht aussuchen, wenn du dich für diesen Beruf entschieden hast und nicht vorher durch eine Karriere als Fußball-Profi reich und unabhängig geworden bist. Und so viele Guardiolas gibt es auf der Welt nicht.
        .
        https://www.transfermarkt.de/trainer/verfuegbaretrainer/statistik

        • Kevin allein in Hamburg 6. Mai 2019 um 07:50 Uhr

          Das heißt also ich verkaufe meine Werte, bzw. tue für Geld alles, nur um in diesem unehrlichen korrupten System im Rampenlicht zu stehen ?

      • Mosche 6. Mai 2019 um 07:44 Uhr

        Meine Theorie ohne die Fakten zu kennen …
        Die Sondierungsgespräche sind gegenseitige Verkaufsgespräche, wobei beide Parteien
        große Teile der „Versprechungen“ nach den Gesprächen streichen und zueinander finden.
        Beim HSV ist man als Trainer dann überrascht, dass 0% der Versprechungen eingehalten wurden.
        Was wohl selbst für die Fussballbranche untypisch ist. 🙂
        Läuft doch in der Wirtschaft bei fast jeden Personalentscheidungen so…
        Sicherlich ist der HSV Ruf mittlerweile so im Keller, dass es trotzdem verwunderlich ist.

      • Greer 6. Mai 2019 um 07:46 Uhr

        Völlig richtig. Ich will auch nicht andauernd gegen die Gesellschaft an sich unken, aber ich habe das Gefühl, als ob du heutzutage mit Standhaftigkeit und Aufrichtigkeit nicht mehr sehr weit kommst. Siehe diesen Blog. Hier werden Dinge aufgezeigt, wie sie sind, werden realistische Szenarien entworfen und der Blogbetreiber dafür beschimpft und verhöhnt. Wahrheit kommt nicht mehr gut an.

  2. Greer 6. Mai 2019 um 07:36 Uhr

    Ich finde die ganze Situation für den Verein so unendlich sackgassig. Verbleib in der zweiten Liga = finanzielle Einbußen und im Prinzip als „ach so großer Erstliga-Dino“ mit dem Geld, das man investiert (verjuxt?) hat, definitiv eine Schmach. Aber auch der Aufstieg in die erste Liga muss sich so anfühlen wie für einen japanischen Piloten, der 1944 über den Marianen aufsteigt, während über ihm die amerikanischen Hellcats gerade ein Truthahnschießen gegen seine Kameraden veranstalten. Man möchte (muss) da oben mitmischen, obwohl man weiß, dass es gegen solche Gegner einfach nicht gut gehen kann. Hoffmann wird das ebenfalls wissen. Vielleicht hat er gerade eine Embryohaltung eingenommen, würde am liebsten in der Zweiten bleiben, da zumindest einen oberen Rang belegen und wenigstens mal 2 oder 3 von 8 Spielen gewinnen als sich in der Ersten abschlachten zu lassen.

    Der ganze Club ist wie ein Unfall, an dem man langsam vorbeifährt und einfach hingucken MUSS; auch wenn das nicht die feine Art ist.

  3. Paule 6. Mai 2019 um 07:38 Uhr

    „Hinzu kommt, dass man sein finanzielles Pulver was Transfers an geht, bereits zum jetzigen Zeitpunkt für die Spieler Kinsombi und Öczan nahezu verschossen hat.“ , also ich vermute, dass es im Aufstiegsfalle, einen findigen Investor geben wird, der dem HSV, via Besserungsschein o.ä., ein paar richtige Kracher (KMK Meinung nach) vermitteln wird.

    • Gravesen 6. Mai 2019 um 07:45 Uhr

      Wäre es so, kann sich der Verein ja glücklich schätzen, so findige Sportchefs und Super-Scouts in seinen Reihen zu haben.

  4. Michael 6. Mai 2019 um 07:47 Uhr

    Wäre ich gläubig, würde ich darum bitten, dass Paderborn und Union die Plätze zwei und drei belegen, damit dieser unsägliche Sauhaufen zusammenkracht. Ginge den anderen beiden Klubs nicht regelmäßig die Luft aus in Spielen, die rangentscheidend sind, wäre der HSV in der Rückrunde zügiger nach hinten durchgereicht worden.
    Mit dem aktuellen Tabellenplatz hat der HSV sogar jede Menge Schwein gehabt. Nicht nur wackelige Siege in der Hinrunde, sondern immer noch vorne mit dabei trotz einer skandalösen Rückrunde. Was für eine erbärmliche Liga!
    Beim Aufstieg würden unweigerlich „tasmanische“ Zustände eintreten und der HSV endgültig sein Image ruinieren. Was wollen sie in LIga eins außer die Gehälter der Absahner zu sichern? Fußball spielen jedenfalls nicht.

  5. LP10 6. Mai 2019 um 07:50 Uhr

    Gewinnt Paderborn und Berlin ist der Drops gelutscht und es wird lustig am letzten Spieltag. Unfassbar dass Alle verloren haben. Wolf ist nett, aber für mich kein Trainer für die Bundesliga.

    • Gravesen 6. Mai 2019 um 07:57 Uhr

      Ich glaube, dass Wolf ein wirklich guter Trainer ist bzw. werden kann, aber dafür braucht ein solcher Trainer einen Verein, der zumindest im Ansatz funktioniert. Wenn du aber einen Klub hast, in dem angefangen beim Aufsichtsrat über den e.V. Präsidenten und dem Vorstandsvorsitzenden, bis hin zu den sportlichen Verantwortlichen und am Ende der Mannschaft (ganz zu schweigen von den Finanzen und dem „Gönner“) gar nichts funktioniert, bist du verloren. Der Trainer, der dem HSV auf Sicht helfen kann, den gibt es nicht, weil an diesem Verein jeder Trainer scheitern wird.

      • Mosche 6. Mai 2019 um 08:30 Uhr

        Kannst Du bitte diese Zeilen überall veröffentlichen. (am Besten Stündlich) 🙂
        Hiermit ist ALLES GESAGT GRAVE!

      • Saschas Alte Liebe 6. Mai 2019 um 09:11 Uhr

        Genau so ist es.

      • atari 6. Mai 2019 um 09:29 Uhr

        am besten mal einen Blog in Fettschrift mit nur diesem Absatz der es genau richtig beschreibt. So das er auch ganz unten in der Graupenperle zu lesen ist!

      • HSVKritiker 6. Mai 2019 um 11:36 Uhr

        Der Trainer mag sicherlich das geringste Problem sein. Er hat ja auch schon belegt, dass er Aufstieg kann.

        Aber der Trainer ist verbrannt, die Spieler machen was sie wollen, Hoffmann und Becker sind sowieso unfähig und bereichern sich am Verein, halten den Trainer nur noch für eine andere Lösung hin und werfen ihn am Saisonende als Opfergabe den Pöbel-Fans zum Festessen vor.

        Man muss aber auch sagen, als Trainer würde ich so eine Farce nicht länger mitmachen. Wenn man ein Fake-Trainingslager veranstaltet oder veranstalten muss, um die Fans zu verarschen, wenn die Spieler einfach keinen Bock haben, einem das auch noch sagen (z. B. Holtby) oder die Anweisungen nicht befolgen und immer wieder wie Handballer vor dem Tor kreisen bzw. absichtlich durch die Mitte spielen, motivationslos wirken (so wirken sie jedenfalls auf mich), dann sollte man als Trainer auch mal knallhart vor das Mikro treten und sagen, „ey sorry, aber das ist hier so ziemlich das übelste was einem Trainer passieren kann, man kann es nicht glauben, aber hier ruinierst du dich nur, ich bin dann mal für immer weg …“!

        Wie peinlich wäre das für Hoffmann u. Co.

        Und der 3. Platz ist vermutlich auch das Ziel von Hoffmann, denn dann könnte man noch einmal ordentlich Kasse machen, die dummen Hüpfer würden Höchstpreise zahlen, denn diesmal werden die DK-Besitzer sicherlich nicht umsonst gucken können. … und das Beste, man würde 100% nicht aufsteigen!

      • ausgegliedert 6. Mai 2019 um 22:24 Uhr

        So viele Daumen gibt es gar nicht, um das upzuvoten.

        PS: Was macht eigentlich Christoph?

  6. Wormfood 6. Mai 2019 um 07:52 Uhr

    Man sollte doch auch mal das Positive sehen. In der Ewigen Tabelle der 2. Bundesliga ist der HSV diese Saison von Platz 125 auf Platz 106 gestiegen. Mit einem Sieg oder zwei Unentschieden in den letzten beiden Spielen würde man sogar noch die Würzburger Kickers überrunden.

    Wenn es nächste Saison ähnlich gut läuft, könnte der HSV sogar Werder Bremen überholen.

  7. Volli 6. Mai 2019 um 08:08 Uhr

    Die Hinrundentabelle kann man doch fast komplett drehen, dann haben wir die Rückrundentabelle😂 Ich würde eher sagen, dass man die ausgeglichenste Zweite Liga aller Zeiten hat. Das der Abstand zwischen erster und zweiter Liga immer mehr anwächst ist doch auch logische Konsequenz der Geldverteilung. Spieler, wie Holtby, Lasogga, Sakei und Hwang dürften die Qualität des Kader, bei Verlust nicht allzu sehr senken😂 Hunt hat keine Lust mehr, und lässt sich lieber belastungssteuern. Ich denke unsere Führung nimmt den Nichtaufstieg in Kauf, sonst hätte man den Trainer nochmal gewechselt. Nach den letzten Vorstellungen wäre das auch zu verkaufen gewesen. Man will Ruhe und Konstanz ausstrahlen, das wird aber spätestens Sonntag vorbei sein.

  8. Holger 6. Mai 2019 um 08:11 Uhr

    Auch wenn ich mich wiederhole, dem HSV kann nur ein Wunder retten.
    Völlig unabhängig, ob man in die 1. Liga aufsteigt oder in der 2. bleibt.

    In beiden Ligen würde in der nächsten Saison gegen den Abstieg gespielt. Der einzige
    Unterschied: in der 1. Liga wird es mehr Kantersiege gegen den HSV und extrem peinliche 2- stellige
    Niederlagen geben, dafür aber mehr Einnahmen, was die Möglichkeit erhöht noch ein Jahr 300 Mitarbeiter
    , x- Vorstände, etc. zu beschäftigen. Perspektive: 3. Liga in 2 Jahren, Insolvens, o.ä.

    In der 2. Liga kann eventuell die Klasse gehalten werden, es muss aber der ganze Verein „auf links“
    gedreht werden und finanziell neu aufgestellt. Ohne den Verzicht von Gläubigern, Stadionverkauf, massiven
    Einsparungen und Entlassungen wird es nicht gehen. Perspektive: 2. oder 3 Liga in einem Jahr, dann „Aufbau“ eines
    „normalen“ Clubs, wenn alles gut geht.

    Oder die Perspektive „Wunder“: Becker und dem Scouting gelingt es tatsächlich junge billige Spieler zu finden und Herrn Wolf
    daraus eine Mannschaft zu formen, die sich überraschend in der BL behauptet und im nächsten Jahr sogar um die internationalen
    Plätze spielt, was sich auch so positiv auf die Einnahmen auswirkt, dass man tatsächlich in 5- 8 Jahren die Schulden los ist.
    Modell: Borussia Dortmund

    Stand heute hat der HSV eine Mannschaft, die so weder in der 1., noch in der 2. Liga mithalten kann.

  9. Bietmar Deiersdorfer 6. Mai 2019 um 08:16 Uhr

    Ich werde das Gefühl nicht los, dass der HSV es doch noch mit dem Aufstieg gebacken bekommt.
    Wer mit 27 Punkten die Klasse hält, kann auch mit 57 aufsteigen und das sogar direkt…

  10. Ulli 6. Mai 2019 um 10:16 Uhr

    Was wurde eigentlich aus der Reservierung für den Balkon am Rathaus? Die Hamburger Medien hatte diese doch bereits vollmundig verkündet

    • Peter.Helm 6. Mai 2019 um 10:24 Uhr

      Das Orga Team bestand lediglich aus Lewis Harry Holtby. Der hat in seiner Wut vor der kalten Dusche sowohl die obligatorische Excel Tabelle zur Organisation als auch die Nummer von Peter Tschentscher gelöscht.

  11. cajunX 6. Mai 2019 um 10:31 Uhr

    Was die restlichen Spiele der drei Aufstiegsaspiranten betrifft, sehe ich es einfach so, daß in Bielefeld die Trauben immer hoch hängen, dann war es ein Ostwestfalenderby, bei dem jeder die Stärken und Schwächen des Gegners genau kennt. Drittens aber hat am Freitag der RR-Tabellendritte Arminia Bielefeld gegen den RR-Tabellenführer SC Paderborn gespielt und die Arminia hat einen Punkteschnitt aus den bisherigen 15 RR-Spielen von knapp 1.7, insofern ist das jetzt nicht so eine Sensation für mich. Die haben hinten dicht gemacht und vorn hilft entweder der liebe Gott oder Vereinsikone Klos.

    Btw., hier mal der Punkteschnitt der 3 Aufstiegskandidaten außer Köln in der RR:
    SCP: knapp 2.0
    Union: 1.5
    HSV: 1.0

    Der HSV ist mit seinem genialen Schnitt übrigens auf dem Relegationsplatz nach unten.Weniger als de 16 HSV-Punkte haben nur noch Fürth und Duisburg mit 15 Punkten und einem Punkteschnitt von ebenfalls 1.0. Der HSV kann nur deshalb noch vom Aufstieg träumen, weil die Konkurrenz wie Heidenheim auch aufdgrund von Verletzungssorgen schwächelt. Auch andere Vereine, die sich nach der Vorrunde noch Aufstiegshoffnungenm machten wie St. Pauli sind ebenso abgestürzt wie der HSV, auch Kiel hat einige Schlüsselspiele verloren und ist jetzt nur noch im Mittelfeld zu finden.

    Trotz der Niederlage im Pokal ist PB für mich klarer Favorit. Union sollte sein
    Was Union betriff, so sollten sie ihr Heimspiel gegen Magdeburg gewinnen, aber ohne eine deutliche Leistungssteigerung wird es im letzten Spiel auch bei Bochum knapp, auch wenn es für die um nichts mehr geht. Der MSV hat gestern überraschend in Kiel 2:0 gewonnen. Sollten sie auch ihr kommendes Heimspiel gegen Heidenheim gewinnen, die seit der Verletzung von Schnatterer ins Stolpern geraten sind, dann ist für sie durch einen Sieg beim HSV sogar noch der Relegationsplatz drin. Der HSV hat mit 7-4-5 (und einem TV von 18:22 😉 ) eine lächerliche Heimbilanz, selbst Pauli und Bochum stehen besser da. Duisburg ist dagegen auswärts auf einer Höhe mit Vereinen wie Sandhausen, Ingolstadt und Union. Das letzte Heimspiel des HSV würde ich deshalb auch als absolut offen bezeichnen. Auch Dresden gehört zu den Verlierern der Rückrunde. Jetzt haben sie noch der Torwart massiv durch die Ultras gemobbt, weil der den Verein ohne Ablösesumme verlassen will und der Geschäftsführer tut nichts um ihn zu schützen und spricht im Gegenteil von Undankbarkeit. Wo lebt der eigentlich? Da muß man sehen, wo die nächste Saison hinwollen. Mit solch einem Verhalten würde denen vielleicht mal wieder eine Saison in der 3. Liga gut tun …

    Warten wir noch die 2 Wochen ab. Mein Tip ist der aktuelle Tabellenstand. Wobei es beim SCP Anfragen nicht nur für die komplette Offensive und Mittelfeld gibt, sondern auch für ihren Sport-Geschäftsführer Krösche, ein Paderborner Urgestein, der ihnen den kpl. Sturm + offensives Mittelfeld aus der Regionalliga gescoutet hat. Bei der Konkurrenz bekommt das keiner hin. Angeblich will Schalke Krösche als Sportdirektor. Aber er hat noch nicht entschieden ob er überhaupt weg will.

  12. cajunX 6. Mai 2019 um 10:54 Uhr

    Wolf ist auch dem Typus „Laptoptrainer“ zuzuordnen. Er hat beim VfB gute Arbeit geleistet und kann lt. Scholl 15 Systeme rückwärts furzen, aber ihm fehlt die Erfahrung mit Seniorenmannschaften. Andere haben es besser gemacht und sich erstmal in der 2. oder 3. Liga hochgearbeitet. Manche Sachen laufen beim VfB ähnlich ab wie beim HSV. Ich hab jetzt die genaue Zahl nicht mehr im Kopf, aber ich glaube, die haben in den letzten 12 Jahren 16 Trainer verschlissen. Und dann sollen Trainer, Sportdirektor etc. unbedingt Stallgeruch haben. Im Stall riecht es meistens streng und ähnlich ist es auch bei Vereinen wie dem VfB und dem HSV. Wobei die ein wichtiges Merkmal unterscheidet. Bei denen stehen schwäbische Konzerne Schlang, allen voran Mercedes Benz. Also, am Geld scheitert es dort nicht. Eher, daß immer diefalschen Leute im Präsidium und Management installiert werden.

    Wenige Wochen, nachdem der VfB Wolf entlassen hatte, hatte dem der BvB-Geschäftsführer Watzke angeboten, in Dortmund als Co-Trainer von Favre zu arbeiten. Hätte er es nur genacht, es war eine sehr gute Idee von Watzke. Stattdessen wollte er wohl allen beweisen, daß er sich durchsetzen kann und hat sich ausgerechnet mit dem HSV die negativste aller möglichen Alternativen rausgesucht. Was ihm nämlich fehlt, ist Härte in alle Richtungen, natürlich vor allen gegenüber den Spielern, die nicht so wollen wie er. Ich kann nur für ihn hoffen, daß er unabhängig vom Ausgang der Saison Hoffmann seinen Rücktritt anbietet und bei Watzke anfragt, ob sein Angebot noch gültig ist. Vor allem auch, weil er vermutlich bei keinem Fußballlehrer mehr lernen kann als bei Favre.

    • Saschas Alte Liebe 6. Mai 2019 um 13:10 Uhr

      Der VfB bringt auch immer wieder brauchbare Nachwuchskicker hervor; ein nicht geringer weiterer Unterschied

  13. Gravesen 6. Mai 2019 um 10:59 Uhr

    MEATY · GEFÄHRTE · 15 MIN.
    Denke ein Peter Stöger oder Heiko Herrlich, der ja in Regensburg hervorragende Arbeit geleistet hat, würden hier auch schon kurzfristig etwas bewegen! Sie würden die Situation bestimmt nicht verschlechtern!

    .
    Und dann, 8 Monate später…..
    .
    Dumm, dümmer, noch dümmer, HSV-Fans, Graupenperlen-Idioten

    • atari 6. Mai 2019 um 11:03 Uhr

      Meaty postet im Minutentakt. Scheint kein anderes Leben als die Graupenperle und den HSV zu haben. Entweder arbeitslos oder arbeitsscheu. Achte auf die Details: kurzfristig etwas bewegen. Oder „etwas zu ändern ohne es zu verschlechtern“ ist auch ein geiler Ansatz.
      Viel mehr können diese Leute auch nicht in ihrem Gehirn aufnehmen. Immer nur von 12 bis Mittag denken.

  14. Guy La Fleur 17 6. Mai 2019 um 11:03 Uhr

    Cajun x bist du ein Ostwestfale? Aber recht hast du.

  15. Holger 6. Mai 2019 um 11:14 Uhr

    Mal ´ne grundsätzliche Frage zu den Trainern/ Training.

    Wird eigentlich nur beim HSV so wenig trainiert oder ist das normal im Profifußball?

    Grave schrieb, dass im Trainingslager vor dem Spiel gegen Ingolstadt am Do. und Fr. nur jeweils
    50 Minuten trainiert wurde.

    Haltet mich für naiv, aber ich dachte eigentlich man geht in ein Trainingslager um noch mal taktische
    Formationen/ Spielformen/ Laufwege abzugleichen und zu trainieren. Varianten zu Standardsituationen, etc.
    und natürlich auch was für die Stimmung zu tun (Abendprogramm).

    Wenn die Vorbereitung auf eines der wichtigsten Spiele der Saison aus 2 x 50 Minuten in 2 Tagen auf dem
    Platz besteht, wundert mich die Einstellung der Spieler und der Einsatzwille am Samstag eigentlich nicht.

    Was ist da los? Habe es zwar zu meinen aktiven zeiten nur bis zur Landesliga gebracht, kann mir aber beim
    besten Willen nicht vorstellen, dass keine Stunde Training pro Tag, so etwas wie „fokusierung“ bewirkt?

    • atari 6. Mai 2019 um 11:27 Uhr

      In einigen Punkten gebe ich Dir recht. Du kannst aber vor so einem Spiel mit Spielern in dieser Verfassung keine Spielzüge oder Laufwege trainieren. Die hängenden Köpfe können nichts mehr aufnehmen und sie beherrschen noch nicht einmal die unfallfreie Ballannahme. Ein Pass über 10 Meter kommt unter Belastung nicht an. Hinzu kommt, dass der Kader nicht ausgewogen ist und keine Qualität hat. Das ist so, wie wenn ein Boxer, der um den Titel kämpfen will sich jetzt Sylvester Stallone als Sparringspartner nimmt. Der denkt bis zum Kampf er ist der Größte. Nein, dieser Truppe kann man mit Training jetzt nicht mehr helfen. Vielleicht hilft ein Havana um die Birne frei zu bekommen 🙂 obwohl dieses Getränk ja bei anderen schon die Birne zerstört hat.

  16. cajunX 6. Mai 2019 um 12:31 Uhr

    @Guy La Fleur 17 6. Mai 2019 um 11:03 Uhr
    „Cajun x bist du ein Ostwestfale? Aber recht hast du.“

    Nein, ich bin in Thüringen geboren und ab dem 7. Lebensjahr in Baden aufgewachsen und seither KSC-Fan, aber da geht es mir ähnlich wie den meisten hier. Da träumen viele noch vom 7:0 gegen Valencia vor 26 Jahren und verdrängen, daß sie heute nur noch drittklassig sind und die Platzhirsche in Baden heute Hoffenheim und Freiburg heißen. Anfang der 90er Jahre hatte mich die Liebe ins Sauerland verschlagen und da ich gern etwas über den Tellerrand sehe, interessierte mich auch der Fußball im restlichen Westfalen.

    Ich habe 2010 mal über ein Interview mit dem inzwischen leider verstorbenen Paderborner Präsidenten und Möbelhändler Finke gelesen. Der hatte den Verein seit 1997 geleitet, ihm professionelle Strukturen auch in der Verwaltung gegeben uns ihn nach und nach entschuldet. Wobei er von vornherein klargemacht hatte, daß er sich nicht als Mäzen/Gönner sah, sondern daß er Hilfe zur Selbsthilfe anbieten wolle. 2011 war es dann endlich soweit. Der SCP war schuldenfrei und hatt Finke seine Niedrigzins-Darlehen zurückgezahlt. Und seit 2011 gab es keine Zuschüsse mehr von Finke für die Profiabteilung, allerdings unterstützte Finke on da ab die Jugendabteilung. Finke ist im letzten Jahr leider verstorben, hatte aber ab 2016 geeignete Nachfolger gefunden, die den Verein in seinem Sinne weiterführen.

    2017 hätte man eigentlich in die RL absteigen müssen. Durch den Lizenzentzug von 1860 München blieb man letztendlich drin. Da nach dem Absturz Ebbe in der Kasse war, war der neuer Sport-Geschäftsführer und Ex-Spieler Krösche gefragt. Der installierte als erstes mit Baumgart von Hansa Rostock einen erstklassigen Trainer, der von Beginn an sein Bestreben unterstrich, Paderborn auf Angriffsfußball zu programmieren. Die Experten lächelten müde, wäre PB doch beinahe in der 4. Liga gelandet. Und Baumgart lieferte. Kopf an Kopf mit Magdeburg stieg man als Zweiter direkt auf – 12 Punkte vor dem Dritten KSC und mit dem begeisternden Torverhältnis von 90:33. Und auch in diesem Jahr in der 2. Liga ist es bis auf Schalke-Leihgabe Tekpetei dasselbe Personal wie letzte Saison eine Liga darunter. Sollte der SCP nochmal aufsteigen, wäre das ein Ritt auf der Rasierklinge. Gegebenenfalls wäre dann mal wieder das Spar-Scouting von Herrn Krösche gefragt – sofern Schalke ihn nicht wegkauft. In letzterem Fall würde PB sich den Verlust seines Sport-Vormanns sich definitiv gut honorieren lassen.

  17. Flanders 6. Mai 2019 um 13:05 Uhr

    Ich dachte bei „Elfer-Wette“, Du wärst schon beim Elfmeterschießen gegen Stuttgart.

  18. Gravesen 6. Mai 2019 um 13:49 Uhr