The day after…

Kennt ihr das noch, aus der alten Sesamstraße? Das berühmte „Was passiert dann-Spiel“? So ungefähr kommt mir das heute morgen vor. Was passiert dann bzw. was passiert jetzt? Kommt jetzt die ganz große Abrechnung, wie von Leidwolf (das „d“ ist beabsichtigt!) Aaron Hunt gestern nach dem Spiel angedeutet? Folgt jetzt unmittelbar die nächste Trainer-Entlassung, um den letzten Rest der sogenannten Fans irgendwie milde zu stimmen? Folgt eventuell auch einmal eine kritische Selbstreflexion der Vorstandsgranden oder vielleicht sogar von PR-Sprechpuppe Bass Jansen?

Von Hoffmann, Aufsichtsratschef Max-Arnold Köttgen und HSV-Präsident Marcell Jansen, die direkt nach dem Schlusspfiff fast fluchtartig den Ort des Grauens verließen, war in dieser Frage zunächst nichts zu hören. (Quelle: Abendblatt.de)

Denn zuletzt waren besonders er und Trickser Hoffmann komplett abgetaucht und haben andere die Schläge einstecken lassen. Aber, lasst mich raten, jetzt kommen bestimmt ein paar freundlich einstudierte Propaganda-Sätze wie…

„Natürlich sind wir alle enttäuscht, das hätten wir nicht erwartet.“

„Wir verstehen den Unmut der Fans, sie haben absolut Recht“

„Jetzt müssen wir die Saison knallhart und im Detail analysieren und die richtigen Schlüsse ziehen“

„Personelle Schnellschüsse wären jetzt total falsch“

„Jeder muss sich hinterfragen“

„Wir werden nächste Saison wieder voll angreifen“

„Der Verein ist nach wie vor gut aufgestellt, handlungs- und konkurrenzfähig“

„Wir haben diese Möglichkeit natürlich einkalkuliert und sind darauf vorbereitet“

„Auch in der nächsten Saison werden wir einen guten Kader auf den Platz bringen“

„Jeder hat sein Bestes gegeben, aber es hat leider nicht gereicht“

Bla Bla Bla.

All diese Sprüche kann man sich, wie seit Jahren beim HSV gelernt, einfach nur in die Haare schmieren, denn sie sind das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt werden. Aber natürlich kann man sich die Fragen stellen, wann denn nun eigentlich der große Bruch kam, der zu dieser Rückrunde geführt hat. Irgendein spezielles Ereignis, irgendeine Entscheidung? Ich glaube nicht daran, ich glaube, dass es einen echten Leistungsabfall eigentlich gar nicht gegeben hat, dass am Ende die natürliche Entwicklung wie ein schleichendes Gift den Verein um den sicher geglaubten Aufstieg gebracht hat. Hannes Wolf hatte doch absolut Recht, als er meinte, dass man bereits in der Vorrunde die Spiele mit maximal einem Tor Unterschied und mit viel Glück gewonnen hat. Und vielleicht wäre es für den HSV am Ende sogar besser gewesen, hätte er die Hinserie als Tabellen-6. abgeschlossen. Die Sinne wäre eventuell geschärfter gewesen und man hätte erkennen müssen, dass der Wiederaufstieg alles war, aber keine Selbstverständlichkeit.

Stattdessen wurden Fans und Leser mit solchen Stilblüten verwöhnt, die die Sinne vernebelten und von der Realität ablenkten, immer mit tatkräftiger Unterstützung der Hofberichterstatter natürlich.

Auch immer wieder gern genommen:

Mein Tweet von gestern Abend gilt noch!

Jetzt endlich die Chance wahrnehmen, . Uhr abbauen, Dino einmotten, Lotto in Rente schicken. Und dann sollte man alles in Frage stellen. Aufsichtsrat ,e.V.-Präsidenten, -Chef, Vorstand, Nachwuchsarbeit, Sportchef, Alles. „Wenn nicht jetzt, wann dann?“

Und während ich das schreibe bzw. kopiere, weiß ich, dass all das nicht passieren wird. Warum nicht? Weil man doch der HSV ist. Weil man sich auch als 14. in der zweiten Liga immer noch für einen „großen Verein“ halten wird. Weil diese Hamburger Arroganz selbst dann nicht Halt machen wird, wenn man in der Regionalliga angekommen ist oder der Insolvenz-Verwalter das Ruder übernommen hat. Auch dann werden die Fehler woanders gesucht, nur zu.

Mein Gefühl gestern Abend und heute morgen? Kein Schmerz, keine Trauer, kein Mitgefühl, keine Verzweiflung. Es ist die pure Gleichgültigkeit. Im Englischen gibts den Begriff „numb“, was soviel wie taub bedeutet. Taub nicht im Sinne von gehörlos, sondern wie gefühlseingeschränkt. betäubt, sediert.  „Meine Hand fühlt sich taub ab“. So ungefähr empfinde ich, wenn ich an diesen Verein und an sein ihm bevorstehendes Schicksal denke. Ich denke an die Arroganz des Herrn Hoffmann und an die grenzenlose Überheblichkeit des Herrn Wettstein. Ich denke an den vor der Kamera zappelnden Herrn Becker und an Herrn Wolf, der immer noch Spaß am Beruf Trainer hat, aber bestimmt keinen Spaß mehr am HSV haben wird. Ich denke an Dummheit wie bei Herrn Horn und Heuchler wie bei Herrn Formeseyn. Und ich denke an Blogger, die ihren Laden demnächst zumachen können 🙂

Außerdem denke ich noch an journalistische Hafenhuren, die jetzt alle wie sie da sind, um ihre Jobs fürchten müssen, denn eine zweite Saison in der 2. Liga werden sich viele Medien mit der personellen Besetzung wie zuletzt nicht mehr leisten wollen.

Was für ein Großkotz, werden Sie gleich denken, wenn Sie diese Zeilen lesen und den HSV vielleicht nicht für das halten sollten, was er meiner Ansicht nach aber ist: Ein viel zu großer Verein für diese kleine Liga.

Weil es dort einfach zu viele Mannschaften gibt, zum Beispiel Sandhausen, die in allen Belangen hoffnungslos unterlegen sind und deren einzige Chance auf ein Erfolgserlebnis darin besteht, die Hamburger Spieler auf dem Platz derartig zu langweilen, dass diese ihre Konzentration oder Ernsthaftigkeit verlieren.

(Quelle: https://www.mopo.de/sport/hsv/kommentar-der-hsv-ist-zu-gross-fuer-diese-kleine-liga–31968266)

Und wisst ihr was? Es ist mir scheißegal. Wenn nur endlich einmal die Richtigen die gerechten Strafen bekommen würden. Und, wie ich bereits vor einigen Tag schrieb: Nach dem Spiel gegen Duisburg gehören sie alle vor die Nordtribüne. Spieler, Verpisser, Trainer, noch-bezahlte Ex-Trainer, Vorstand, Aufsichtsrat und die Herren von der Presse. Aber die werden wieder auf ihren angestammten Plätzen sitzen und nach treten, bis die Nase blutet. Dreckspack!

 

Von | 2019-05-13T07:40:53+02:00 13. Mai 2019|Allgemein|68 Kommentare

68 Comments

  1. mis741 13. Mai 2019 um 07:32 Uhr

    Das Schöne an dem Nichtaufstieg ist, dass dieses unfassbar schlechte Torverhältnis am Schluss das Zünglein an der Waage war. Ich finde diese Tatsache unterstreicht noch einmal eindeutig wie wenig erstligareif diese Rumpeltruppe ist.

  2. Maximilian Heinze 13. Mai 2019 um 07:42 Uhr

    Fantastisch!
    Bin vor einiger Zeit auf diesen Blog gestoßen und muss sagen, dass mich diese kritische Betrachtungsweise immer sehr anspricht!
    Auch wenn ich selbst großer HSV-Sympathiesant
    bin ist es wichtig nicht die Objektivität zu verlieren, genau das machen Sie.
    Weiter so!

  3. Sven 13. Mai 2019 um 07:56 Uhr

    „Danke Didi“-Choreo beim Spiel gegen Duisburg würde mir gefallen…

  4. Marti 13. Mai 2019 um 07:58 Uhr

    Derbyfluch???

    • Saschas Alte Liebe 13. Mai 2019 um 11:54 Uhr

      Nein, kein Fluch. Das würde den Leistungen der Verantwortlichen nicht gerecht.
      Ein Fluch hat etwas von außen bewirktes, übernatürliches, dem ist aber nicht so, alles ist hausgemacht!
      Dass ein Derbysieg als Auslöser beim HSV die normale Großkotzigkeit noch in schlimme Höhen (bzw. eher Tiefen) treibt, das widerspricht Obigem nicht.
      Nur Anlass, nicht Ursache.

  5. Maddin der Erste 13. Mai 2019 um 08:05 Uhr

    Ändern wird sich beim HSv genau gar nichts:
    Sie werden den Trainer feuern, der edle Gönner wird irgend wann seine Schatulle öffnen. In ein paar Tagen schwallern sie von Neuanfang, Mission Aufstieg und aufstellen für Europa. Dann kommen die weltbesten Talente zum HSV und bringen sogar noch Geld mit. Am 1.Spieltag werden wieder 50000 zu überhöhten Ticketpreisen ins Stadion pilgern. Lotto wird trällern, die Orks werden gröhlen,hüpfen und Fahnen schwenken.
    Und spätestens am 10.Spieltag wenn sie im Niemandsland der Tabelle stehen werden sie wieder den Trainer wechseln.
    Die ganzen Clubmanager(was managen die eigentlich so ?) Vorstände, Direktoren, Koordinatoren werden noch weiter ihr fürstliches Salär beziehen.
    usw, usw, usw.
    Solange 50000 Fan´s samt Edelgönner aus der Schweiz die mit Geld zuscheissen wird sich gar nichts ändern.

  6. Jockel 13. Mai 2019 um 08:31 Uhr

    Das ganze Szenario läuft derart offensichtlich auf das grosse Finale hinaus – in 2-4 Monaten (ich hoffe zwei) wird der HSV am Punkt der zahlungsunfähigkeit ankommen. Und dann kann wirklich nur noch KMK oder die Insolvenz helfen. An diesem Punkt wird 24,9 Regel endgültig ignoriert. 100 %!

  7. Peter sein Rucksack 13. Mai 2019 um 08:49 Uhr

    Diese AG ist nicht trainierbar. Sämtliche Trainertypen sind an diesem Verein verzweifelt. HW wird für lange Zeit der letzte Trainer mit großem Potential gewesen sein, der sich den HSV angetan hat. Aber Dank Herrn Peters gibt es ausreichend Kandidaten aus den eigenen Reihen….

  8. marlor 13. Mai 2019 um 08:53 Uhr

    @Grave: Mir geht es noch nicht einmal so, dass ich mich betäubt fühle. Ich habe es schon komplett abgehakt. Und würde nicht morgens als Erstes auf meiner Agenda stehen: HSV-Arena lesen, ich würde nicht mal einen Gedanken an den HSV mehr verschwenden.

    Solange nicht Alles inkl. ALLER HANDELNDEN PERSONEN in Frage gestellt wird und nicht die richtigen Schlüsse gezogen werden (Vorstand weg, AR weg, eV-Präsi weg, fast alle Spieler weg), solange kann es für diesen Verein (oder was davon übrig ist) nur einen Weg geben: mit Vollgas abwärts. Das haben die letzten BuLi-Jahre und vor allem auch diese Saison eindrucksvoll gezeigt: Passable aber mehr als glückliche Hinrunde, katastrophale Rückrunde. Auch ein Wolf muss sich zumindest hinterfragen, ob er genug trainiert und die richtigen Worte gefunden hat. Dennoch denke ich, dass diese stümperhaft zusammengesetzte Mannschaft, untrainierbar ist, da sie von miesesten Charakteren durchzogen und vergiftet ist. Ich würde mir einen Mann wie Schmadtke wünschen … dem traue ich zu, den Verein wirklich sanieren zu können, auch unter Inkaufnahme des Neuanfangs in Liga 4 oder noch tiefer.

    Mir tut es nur für zwei Personengruppen wirklich leid:
    a) die Angestellten auf der Geschäftsstelle und
    b) die „ganz kleinen Fans“, denn die verstehen das nicht. Die Vollhonks und rosa Hüpfer gehen mir aber sowas von „am Arsch vorbei“.

    Nur eine Kleinigkeit würde mich tatsächlich noch freuen: Und zwar, wenn am letzten Spieltag nicht alle Verantwortlichen zur Nordtribüne gehen, sondern, dass niemand (außer vllt. MSV-Fans) nächste Woche ins Stadion geht, scheißegal, ob die Karten bezahlt sind oder nicht. Die sind ihr Geld eh nicht wert. Aber das wird genauso wenig passieren, wie dass der Vorstand ausgetauscht wird oder dass der HSV nächste Saison aufsteigt.

    In diesem Sinne wünsche ich hier allen Lesern und ihren Familien, insbesondere natürlich Grave und seiner Familie, eine schöne, fußballfreie Sommerpause. Und das ist doch auch mal toll: bereits eine Woche vor Saisonschluss in die Fußballpause zu gehen. Außer dem CL-Finale schaue ich nichts mehr. DFB-Pokal und Meisterschaft gehen eh an die Bayern und verlogen und versaut ist die erste Liga doch auch sowieso.

    Viele Grüße

    • Ex-HSVer im Herzen 13. Mai 2019 um 12:16 Uhr

      Sehr schöner Post. Ich sehe so gut wie alles genauso wie du. Aber es wird genauso kommen wie von Grave beschrieben. Um seinen eigenen Job zu sichern wird weiter rumgemurkst.

  9. Holger 13. Mai 2019 um 08:53 Uhr

    … und wieder war es ein Charakterproblem

    – Wie so oft in den letzten Jahren.

    Die Interviews von Hunt, Mickel und van Drongelen sprechen Bände. Selbst diese Gurkentruppe hätte
    x- mal in dieser Saison mit einen Sieg (gegen „schlechtere“ Gegner) den Aufstieg klar machen können.
    Erinnert an zig Spiele in der ersten Liga, wenn die unmittelbare Gefahr eines Abstiegs nicht bestand, in
    denen pomadig und arrogant mit „Hacke, Spitze“ rumgegeigt wurde.
    Die Auftritte der Mannschaft waren immer lustlos und ohne Kampf, wenn es eigentlich gerade punktemäßig lief.

    Zuletzt beim verpassten Aufstieg und auch beim Abstieg hat man auf Grund der über die Jahre schlechter gewordenen
    Qualität aber die Kurve nicht mehr gekriegt.

    Über Allem schwebt aber das Thema „Charakter“ als Dauerbrenner.

    Ich glaube mittlerweile, dass es so eine Art „Vereinscharakter“ gibt, der sich auch auf die Spieler auswirkt,
    bzw. dafür sorgt, dass man die Spieler bekommt, bzw. behält, die dazu passen. Arrogante Fans, dämliche Lieder über
    andere Klubs, die seit Jahren in jeder Beziehung besser sind, astronomische Gehälter für Durchschnittsspieler.

    – Das alles bildet die „Seele“ des Klubs. Im Falle des HSV eine sehr Dunkle!

    Wenn heute, nach dem vielleicht wichtigsten, weil richtungweisenden, Spiel der letzten Jahre Spieler diagnostizieren,
    dass Mitspieler „nicht alles gegeben haben“, zeigt das deutlich, wo der HSV steht.

    • Ex-HSVer im Herzen 13. Mai 2019 um 12:18 Uhr

      Absolut richtig. Das ist das Kernproblem seit knapp zehn Jahren. Und was ist die Quelle dieses Übels? Immer der Vorstand. Denn schlechte Qualität wird von oben vorgelebt.

    • Saschas Alte Liebe 13. Mai 2019 um 12:35 Uhr

      Ja, und es sind auch die Mitglieder und Supporter, die diese Vorstellungen in sich tragen. Dieses Charakter- und Identitätsproblem des verlogenen Selbstverständnisses zieht sich durch alle Bereiche, alle Köpfe in und um diesen Verein.
      Es müsste überall und gleichzeitig ein ganz neuer Geist einziehen. Doch dafür braucht es tiefgreifende Einschnitte, den starken Willen aller dazu, also mehr als nur Abstieg und Nichtwiederaufstieg.
      Und auch bei einem wirtschaftlichen Zusammenbruch wäre noch lange nicht gewährleistet, dass diese absurde „Großer HSV“ Identität verschwände.
      Wahrscheinlich wäre es auch dann besser, einen neuen Club zu gründen.
      Alte Mythen und Lügen leben sehr lange und verklären dabei immer mehr.

      • BerndH60 13. Mai 2019 um 13:03 Uhr

        Der Neuanfang ist ja nicht mal in der dritten Liga möglich, siehe Kaiserslautern. Vermutlich geht das erst, wenn die Ergebnisse des HSV im Lokalsport der Medien auf der letzten Seite auftauchen.
        Und selbst dann besteht noch die Gefahr, dass statt überregionaler Selbstdarsteller eben gefühlte Lokalmatadore das Zepter schwingen.

  10. Ulli 13. Mai 2019 um 09:13 Uhr

    -„nicht alles gegeben haben“

    Das möchte ich nicht mal anzweifeln, aber vielleicht gehört zu einer ehrlichen Betrachtung auch, dass viele Spieler in Hamburg höchstens unteres 2-Liga-Niveau haben.

    • Holger 13. Mai 2019 um 10:12 Uhr

      Das wollte ich zum Ausdruck bringen.

      Mittlerweile ist die Qualität eben auch nicht mehr gegeben, um sich mit „halber Kraft“ durchzumogeln.

      Es gibt Spieler wie van Drongelen, Jatta oder Hunt, die sicher alles versuchen aber eben limitiert sind
      (Hunt auf Grund seiner gesundheitlichen Probleme) und es gibt ein paar andere, die scheinbar meinen
      sie müssten da mit halber Kraft ein bisschen Alibi- Fußball betreiben.

      Eine Fußballmannschaft ist ein komplexes Gebilde. Es gibt nie die eine Ursache für Siege oder Niederlagen.
      Es ist (fast) immer ein Mix aus vielen Faktoren. Eine Konstante ist aber in Hamburg seit Jahren erkennbar:

      Immer wenn die Mannschaft „aus dem Gröbsten“ raus war, gab es sofort einen Leistungsabfall.
      Das ist eine Charakterfrage!

  11. Mosche 13. Mai 2019 um 09:17 Uhr

    Gutes Fazit. Gut so!
    Unglaublich, wie die Journalisten sich schon wieder positionieren.
    Graupenperle ist dabei ja noch am harmlosesten. Durchschnittliche HSV Gucker kommen Zusammen und halten
    „Scholle“ für den Fachmann. Sein Fazit:“ Mit der individuellen Klasse hättest Du in Liga1 aufsteigen MÜSSEN“
    Eben Nicht, Schwachkopf 😀
    Jeder andere Trainer wäre mit diesen Weltstars aufgestiegen. So sollte die Analyse ausfallen. 👼🏼

    • Ex-HSVer im Herzen 13. Mai 2019 um 12:21 Uhr

      Ich frage mich auch, wo er individuelle Klasse sieht. Meine Fresse! Sind das alles nur geistig behinderte Sonderschüler unter den Journalisten?

    • Saschas Alte Liebe 13. Mai 2019 um 12:40 Uhr

      In beinahe jedem anderen VEREIN wäre diese Truppe aufgestiegen !
      Wahrscheinlich auch mit Wolf.

  12. Jockel 13. Mai 2019 um 09:29 Uhr

    Hier. Solche Typen, solche Aussagen, solch eine Denkweise…. HIER IST DAS PROBLEM:

    *****
    Der HSV bleibt in der zweiten Bundesliga sitzen.

    Sportchef Ralf Becker wollte indes in einer ersten Reaktion nicht ausnahmslos hart mit den Spielern ins Gericht gehen. „Auch, wenn man analysieren muss, dass die letzten zweit Monate eine absolute Katastrophe waren, fand ich trotzdem, dass man gesehen hat, dass sich die Mannschaft heute etwas vorgenommen hatte“, sagte er.
    *****

    Ist der nicht auf diesem Planeten? Man hat also gesehen, dass die Mannschaft sich HEUTE etwas „vorgenommen hat“…. Wäre es nicht so traurig, könnte man herzhaft darüber lachen. DAS ist das Problem. Es fehlt der Typ Manager der kein Blatt vor den Mund nimmt. Der sich für wirklich nichts zu schade ist. Einer der Verantwortung übernimmt und auch mal die Schnauze hält, wenn es besser ist zu schweigen.

    • Saschas Alte Liebe 13. Mai 2019 um 12:52 Uhr

      Bei Becker, dem Kader, einzelnen Spieler, einfach allen in diesem Club wird sich andauernd etwas vorgenommen …
      leider gibt es bei keinem in diesem Club die notwendige Bereitschaft und Einstellung, ALLES Nötige dafür zu tun. Seit Jahrzehnten!

  13. Gravesen 13. Mai 2019 um 09:35 Uhr

    6 Jahre ist das nun her. 6 Jahre!!! In der Zwischenzeit hatte der #HSV
    9 verschiedene Trainer.
    4 verschiedene Vorstandsvorsitzende
    4 verschiedene Sportchefs
    Eine Ausgliederung
    € 156 Mio. für neue Spieler ausgegeben.
    Das Resultat? Paderborn!
    .
    https://www.youtube.com/watch?time_continue=95&v=AiGF8jhoiBw

  14. Demosthenes 13. Mai 2019 um 09:48 Uhr

    Ab und an mal hier bei Grave zu spenden ist wesentlich besser und sinnvoller angelegtes Geld, als sich die Nicht-alles-gegeben-Millionäre im Nicht-mehr-wichtig-Spiel gegen Duisburg zu Nicht-mehr-normal-Preisen anzutun. Hier gibt’s wenigstens noch gute Unterhaltung. Das kann man im Stadion nicht so sagen. Außerdem finanziere ich liebe Grave als die Wahnwitzgehälter von Lasogga, Holtby, Papa, Wood (ab nächster Saison), Hoffmann, Wettstein, Becker, undundund.

  15. Micha 13. Mai 2019 um 10:32 Uhr

    Für das Duisburg-Spiel fände ich es schön, wenn alle unter Vertrag stehenden HSV-Trainer auf der Bank säßen – also Wolf, Titz, Hollerbach und Gisdol – und sich ebenfalls nach Vorstand und Pressevertretern verabschieden (für das gemeinsame Foto der vier Trainer hätte ich einen Platz an einer weiß gekachelten Wand). Und Präsident Jansen sollte nicht im Stadion sein, sondern mit KMK in Schindellegi das Spiel schauen, um einen versöhnlichen Ausklang zu erwirken und den wichtigsten HSV-Deal der letzten, äh, ich meine der nächsten fünf Jahre zu verhandeln. Dabei kommt es wesentlich darauf an, dass der Jansen-Deal Details enthielte, die – weil substanziell – veröffentlichbar sind.

  16. Skeptiker 13. Mai 2019 um 11:04 Uhr

    Nun versuchen wieder alle, die Teil der Misere sind, von ihrer Verantwortung abzulenken, indem sie plötzlich den Kritiker raushängen lassen. „Verpisser“ Hunt ist dafür ein gutes Beispiel, oder Supporter Horn, der fordert, dass nun kräftig ausgemistet wird. Vielleicht sollte er damit bei seiner eigenen Organisation anfangen. Und wieder glauben viele, man müsse nur eine neue Mannschaft zusammenstellen, dann würde der Laden wieder laufen. Die haben es immer noch nicht kapiert. Dieser Verein ist krank auf allen Ebenen, und solange nicht das ganze Konstrukt restlos zusammenbricht, wird sich überhaupt nichts ändern. Aber vielleicht besteht dafür nun eine echte Chance, indem die von Graf Zahl Wettstein verantworteten Finanzen kollabieren.

    • Ex-HSVer im Herzen 13. Mai 2019 um 12:23 Uhr

      Soooooooooo isses und nicht anders!!

  17. Peter 13. Mai 2019 um 11:42 Uhr

    Leider wird wieder niemand etwas aus den gemachten Fehlern lernen. Am Ende werden auch noch die letzten Anteile für ein paar Millionen veräußert. Kühne wird noch mehr Unruhe in den Verein bringen und das Spielermaterial welches für die Kohle kommt, wird versagen. Business as usual.

    Die Ausgliederung (Aufstellen für Europa) hat den Verein zu Grunde gerichtet. Wir haben mehr Schulden als zuvor. Einen senilen alten Milliardär, der zu allem Überfluss auch noch erhebliche Anteile der AG besitzt, Spieler die über 3 Mio verdienen (Wood, Lasogga) aber nie auch nur im Ansatz etwas zurückgezahlt haben. Ich könnte kotzen und wünsche dem Verein inzwischen den Supergau.

  18. HSVAppdeinstallierer 13. Mai 2019 um 11:50 Uhr

    Hä was ist denn hier los? Die 2.Bundesliga ist doch noch nicht zu Ende! Der Aufstieg oder zumindest die Relegation ist doch noch drin! Der HSV wird sicherlich noch eine Schüppe drauf legen und nach einem geheimen Traininglager gegen Duisburg sicherlich erfolgreich sein – ist doch nur eine Frage des Torverhältnisses.Die Bochumer insbesondere der Hinterseer und Gymerah sowie Herr Kühne werden auch „ALLES geben“. Die Duisburger freuen sich auf ihren neuen Stadionnamen „Zebraarena“ und die Berliner Union freut sich über den Ausbau der „An der Alten Försterei“ auf erstligareife 40.000 Zuschauer und die Aufstiegchance in der nächsten Saison.

    Tabellenrechner vom Kicker HSV – MSV Duisburg 16:0 (Bayernbomber 5, PML10Maschine 5, Fiete 4, Pollersbeck 2) Vfl Bochum – Union Berlin 5:0 (Hinterseer 5 jeweils nach Vorlage Gyamerah)

    Die Sonderermittlungen des DfB zu dem ungewöhnlichen Ausgang des 34. Spieltags bleiben ergebnislos.

  19. Carsten 13. Mai 2019 um 11:50 Uhr

    Hat jemand gestern das kurze Interview mit Wolf im NDR Sportclub gesehen? Ich war serh müde, meine aber, er hätte in einem Nebensatz irgendwas in die Richtung gesagt, dass beim HSV wieder das Leistungsprinzip Einzug erhalten soll. Kann das jemand bestätigen und hat evt. den genauen Wortlaut? Denn das würde ja genau dem entsprechen, was Grave hier schon seit ewigen Zeiten anprangert.

    • BerndH60 13. Mai 2019 um 13:12 Uhr

      Und genau wegen dieser Aussage schreibt Spox.com Wolfs Ende bereits herbei.
      Das wäre ja noch schöner, sich einfach die Click Bait Maschine HSV stehlen zu lassen.
      Das ist doch der „Hamburger Weg“ zwischen Medien und Verein. Solange der Verein für Umsatz bei den Medien sorgt, solange darf sich jeder die eigenen Taschen füllen ohne angeprangert zu werden.
      Leistung? Seriösität? Geht’s noch? Drama, Baby, Drama!

    • Goldfather 13. Mai 2019 um 15:24 Uhr

      In der Tat erwähnte Wolf im Interview bei Sport 3 am gestrigen Abend, dass der HSV endlich eine Leistungskultur in den Club bekommen muß. Etwas was in Sandhausen, Paderborn oder Heidenheim sicherlich selbstverständlich ist. Vergleiche mit etablierten Erstligisten verbieten sich diesbezüglich auf Jahre hinaus.
      .
      Allerdings sollte es auch nicht gleich so brutal zugehen wie in der Nachwuchsakademie des Handballvereins Flensburg-Handewitt.
      .
      Das schöne an der gegenwärtigen Situation des HSV ist die Tatsache, dass der Club sportlich und wirtschaftlich komplett fertig hat. Sportlich kämpft man ab jetzt gegen den Abstieg aus der zweiten Liga und wirtschaftlich hängt alles von schweizer Internisten, Urologen und Chirurgen ab. Wenn die behandelnden Mediziner von Klaus-Michael K. in Genf einen schlechten Job machen sollten in den nächsten 36 Monaten, wird der HSV mit seiner Profi AG in die Insolvenz gehen und sich für die vierte Liga aufstellen.
      .
      Angesichts der Gesamtkonstruktion, mit einem sparsamen Gönner der keine Ahnung von Fußball hat und zur Unzeit hineinredet, sowie vollkommen konträr verlaufenden Strömungen innerhalb des Clubs, ohne Identifikationsfigur, sieht die Zukunft aus wie die Vergangenheit. Es wird sportlich und wirtschaftlich auch weiterhin bergab gehen, wenn auch nicht mehr in so riesigen Schritten, da das Gröbste bereits erledigt ist.
      .
      Allerdings kommt ab der nächsten Saison ein weiterer Faktor hinzu der den Untergang beschleunigen könnte: Der HSV hinterlässt eine riesige Marktlücke für Profifußball im nationalen und internationalen Spitzenbereich in Hamburg und Umgebung. Diese Marktlücke wird mit jedem Jahr in der zweiten Liga deutlicher werden und verschiedene Investoren zunächst einmal zu Planspielen veranlassen.
      .
      Dass ausgerechnet jetzt mit den erstmalig erstklassig spielenenden Basketballern der Hamburg Towers ein Rohmodell für Spitzensport in Hamburg entstanden ist zeigt die Richtung an in die zukünftig in dieser Stadt gedacht werden wird, wenn sich die desaströse Entwicklung des HSV weiter verfestigt. Selbst ein Aufstieg der von einem relativ schnellen Wiederabstieg begleitet werden würde könnte dieses Projekt, welches meiner Ansicht nach kommen wird nicht mehr stoppen.
      .
      Hoffenheim-SAP, Wolfsburg-VW, Leipzig-Red Bull, Leverkusen-Aspirin, FC Bayern-BMW-Telekom-Adidas heißen die fußballerischen und wirtschaftlichen Vorbilder für die erste Liga damit irgendwann einmal wieder ein Hamburger eine Meisterschaft auf dem Rathausmarkt feiern kann.
      .
      Der Fußball ist in dieser Stadt tiefverwurzelt, in jedem Stadtteil gibt es Clubs und Bolzplätze ohne Ende. Niemals werden die Bewohner dieser Stadt akzeptieren, dass es keinen Erstligisten gibt der um nationale und internationale Titel mitspielen kann. Für die Generation Uwe Seelers tut es mir leid denn sie werden zu ihren Lebzeiten keinen HSV mehr erleben der einen Titel gewinnt oder eine wichtige Rolle im nationalen oder internationalen Profifußball spielt.
      .
      Nach Jahren des Niedergangs wird es irgendwann einen Aufbruch geben mit einem neuen Club und neuen Strukturen die den gnadenlosen Mechanismen des internationalen Profifußballs entsprechen werden. Möglicherweise wird das was vom HSV in einigen Jahren noch übrig ist hierzu verwendet werden.
      .
      Für die Jugendabteilung und die Amateure des HSV geht es in dieser Zeit nur noch um die Fragestellung: Wie spielt man ansehnlichen und erfolgreichen Fußball? Es geht um die Trainings- und Entwicklungskonzepte des FC Barcelona und Ajax Amsterdam. Dass Ralf Becker als Sportdirektor des HSV höchstwahrscheinlich für derartige Entwicklungsvorgaben nicht zu bgeistern ist, halte ich für bedauerlich, da es noch nie so einfach wie jetzt gewesen ist damit anzufangen Fußball grundsätzlich zu unterrichten und zu lehren.
      .
      Neben all den Kriegsschauplätzen und Intrigen im und um den Club sollte man nie vergessen, dass der letzte Verantwortliche der Ahnung von Fußball hatte in diesem Club vor über dreißig Jahren von Bord ging. Demut und Einsicht gegenüber dem eigenem Unvermögen wäre für den gesamten Club eine Möglichkeit den immer schneller werdenden Selbstzerstörungskurs zu beenden und endlich ein Fundament unter die Füße zu bekommen.
      .
      Die Häme des FC st.Pauli ist in diesem Zusammenhang übrigens vollkommen unangebracht, da zwar mitlerweile ein durchaus fähiger Trainer vor Ort ist, aber man insgesamt weniger Ahnung vom Fußball hat als der Gärtner von Uli Hoeneß. Der Livestilclub FC st.Pauli wird die entstandene Marktlücke in Hamburg nicht füllen.