Wie immer ohne Schuld

Mal wieder typisch Trickser – wenn sich der Staub gelegt hat und die ersten Köpfe gerollt sind, traut er sich aus der Deckung.

„Aber ich werde nicht müde zu versuchen, dass wir Kontinuität auf den entscheidenden Positionen mit Topleuten auch irgendwann erreichen“, sagte Hoffmann. (Quelle: Abendblatt.de)

Die Realität sieht nun, wie bereits erwähnt, deutlich anders aus, aber auch das ist typisch Hoffmann. Nach außen etwas erzählen und intern komplett gegenteilig handeln.

Bernd Hoffmanns (Erfolgs)-Bilanz nach einem Jahr:

Einen Vorstandsvorsitzenden gefeuert
Zwei Sportchefs gefeuert
Drei Trainer gefeuert
Einen Nachwuchs-Chef gefeuert

Abstieg
verpasster Wiederaufstieg
Marcell Jansen als e.V.-Präsidenten durchgedrückt

Campus-Chef gegangen

Marketing-Chef gefeuert, alten Weggefährten geholt

Und jetzt einen Hauptdarsteller aus „Football Leaks“ vermittelt.

„Die Trainersuche wird besonders vom Sportvorstand verantwortet.“ (Quelle: Abendblatt.de)

Genau. Die Trainersuche, die Spielerauswahl, das gesamte „Sportsystem“ wird vom Sportvorstand (und seinen Ablegern wie Sportchef, Kaderplaner, Chefscout etc.) verantwortet. Die desaströsen Finanzen des Vereins werden vom Finanzvorstand verantwortet, der seine Existenz lediglich seiner Nähe zu „Gönner“ Kühne verdankt und was verantwortet eigentlich der Vorstandsvorsitzende? Ach ja, da wären zwei Dinge zu nennen.

  1. Er trägt die Gesamtverantwortung für den Verein! Es scheint nur so, als wäre Hoffmann dies nicht so wirklich klar.
  2. Er trägt die Verantwortung für Marketing und Kommunikation und besonders Letzteres hat während der ablaufenden Saison ein katastrophales Gesicht gezeigt.

Und natürlich weiß man, dass Hoffmanns Aufsichtsrat, der inzwischen so weit ist, dass er den Vorstandsvorsitzenden seine eigenen Kollegen auswählen lässt, noch die schützende Hand über den Trickser hält. Noch!

Und wie von Zauberhand….

Der AG-Vorsitzende lobte erwartungsgemäß die Fortschritte des HSV seit dem Abstieg aus der Bundesliga. „Wir haben unseren Personaletat mehr als halbiert, haben einen Transferüberschuss von mehr als 15 Millionen Euro erwirtschaftet, haben für die kommende Saison einen im Vergleich zur Vergangenheit relativ günstigen Kader und werden in der Lage sein, in der nächsten Saison einen der zwei, drei teuersten Kader der Liga zu stemmen.“ (Quelle: Abendblatt.de)

So ein Zufall, oder? Beckers Henker lobt ausgerechnet die Teilbereiche, von denen die Leute annehmen sollen, dass sie in seinen Verantwortungsbereich fallen, wer hätte das gedacht. Und natürlich fallen die bescheuerten Rumpelnickis, die sogar so dämlich waren, diese Dreckssaison und diese Söldnertruppe nach dieser Saison auch noch abzufeiern, auf den Quatsch rein.

Eines muss man Hoffmann lassen, er ist wohl einer der kaltblütigsten Politiker, die jemals beim HSV tätig waren. Er ist einer Klage entkommen, er hat seine Wiederauferstehung gefeiert und er schafft es immer wieder, dass alle Köpfe neben ihm rollen, während er selbst zwar den Laden führt, aber irgendwie für nichts verantwortlich ist, jedenfalls für nichts, was in die Hose geht. Wäre mal interessant, seine zahlreichen Weggefährten, Geschäftspartner, Untergebenen etc. zu fragen, was sie von seinen Methoden halten. Aber das tut niemand. Und diejenigen die wissen, wie der Mann „arbeitet“, schweigen.

Noch!

 

Von | 2019-05-27T08:39:51+02:00 27. Mai 2019|Allgemein|10 Kommentare

10 Comments

  1. Saschas Alte Liebe 27. Mai 2019 um 08:58 Uhr

    Die meisten dieser treuen Fans werden wohl kaum wirklich kapieren, dass dieser Hoffmann Schuld Verein nix mehr mit dem HSV zu tun hat, dem sie noch immer diese Treue halten, und der bereits geraume Zeit nicht mehr existiert. Eine Reliquie
    Ein womöglich unbewusst absichtsvolles Verdrängungsverhalten, scheint’s.

  2. Thomas S. 27. Mai 2019 um 12:07 Uhr

    Als Teflonbernd das erste Mal von Bord ging, haben die Mitarbeiter*innen auf der Geschäftsstelle aufgeatmet und der Verein hatte einen Riesenberg Schulden. Trotzdem hat er bis heute das Image eines erfolgreichen Machers, der etwas von Wirtschaften versteht. Sein damaliger Nachfolger Jarchow bleibt dagegen als jämmerlicher Versager in kollektiver Erinnerung. Wie kommt das?
    Richtig ist, dass der HSV eine starke Führung braucht. Ich glaube aber, dass Viele vergessen haben, worin starke Führung besteht, weil sie seit Jahrzehnten keine solche bei ihrem Verein erlebt haben. Ein Teammensch, der ehrlich und klar kommuniziert und selbst mit gutem Beispiel vorangeht, wäre mal was.

    • Gravesen 27. Mai 2019 um 12:14 Uhr

      So jemanden müsste der Verein bzw. seine Strukturen aber auch zulassen wollen. Problem ist: Der HSV ist in sich derart verwarzt und durchsetzt, dass ein Mensch mit solchen Eigenschaften binnen kürzester Zeit verzweifeln würde. Das Problem des Vereins ist der Verein selbst.

      • Weltmeister. 27. Mai 2019 um 19:55 Uhr

        Zum verwarzten Laden gehört leider auch der wohl schwächste SC-Vorstand aller Zeiten.
        Zwischen 2006 und 2011 hat der Supporters Club es sicherlich häufig zu bunt getrieben.
        Aber es herrschte zumindest noch eine gewisse Aktivität. So wurden Vorstand und Rat mit umfangreichen Anfragen und Forderungen beschäftigt, es wurde aktiv Vereinspolitik betrieben, Wahlempfehlungen ausgegeben, Mitgliederversammlungen gesprengt, der Aufsichtsrat gekapert und vieles mehr.
        Unabhängig davon, dass längst nicht alles richtig war was getan und gefordert wurde, aber zu jener Zeit „lebte“ der SC und bildete in vielen Dingen eine echte Opposition innerhalb des Clubs. Es gab eine lebendige Streitkultur.

        Heute sitzen da gleichgeschaltete Fanboys. Schaut euch die Kommentare von Timo H. doch mal an. Bloß nicht in Stellung gehen gegen Pyromanen, bloß kein böses Wort nach schlechten Spielen, immer schön alles verteidigen was Trainer, Mannschaft und Vorstand verhackstücken. Langweilig und berechenbar wie die monotonen Gesänge im Block.

        • Gravesen 27. Mai 2019 um 20:31 Uhr

          Timo Horn ist nichts anderes als eine Lachpille

  3. Benno 27. Mai 2019 um 22:57 Uhr

    Glückwunsch Union. Ich freu mich mega auf die neue 2. Liga Saison! Was für geile Vereine. Hat was von Oldschool, und ganz ehrlich: wer will schon wieder den FCB jubeln sehen.

  4. Micha 27. Mai 2019 um 23:29 Uhr

    Pauli, Stuttgart, Hannover, Nürnberg, warum nicht auch das Osnabrück-„Derby“ – Wettstein und Hoffmann werden den HSV-Fans wieder ‚geile‘ Ticketpreise zumuten, und sie werden die Kohle abdrücken.

    Dass Becker noch zwei Jahre lang insgesamt 1,2 Millionen Euro als gefeuerter Vorstand aufs Konto überwiesen bekommt für nun absolut nichts mehr – unfassbar und einfach nur widerlich.

  5. Demosthenes 28. Mai 2019 um 00:45 Uhr

    HSV Supergau
    Nach dem 0:0 im Relegations-Rückspiel sind mit Stuttgart sind nun 3 Ex-Erstligisten in der 2. Liga, die in der Saison 2019/2020 allesamt um den Wiederaufstieg spielen werden. Mit besseren Mannschaften, Trainern und Teams. Damit sieht es auch in der nächsten Saison nach einem erneuten „überflüssigsten Nicht-Aufstieg der Fußballgeschichte“ aus. Und Cheftrickser Bernd verpasst auch im zweiten Jahr des erlogenen und erschlichenen Vorstandsvorsitzes des „Hoffmann SelbstbereicherungsVereins“ seinen Bonus. Buhu…. mimimi.
    Und von irgendwo her ertönt leise ein schadenfreudiges Kichern. Es sind Hannes Wolf und Ralf Becker, die locker in der blauweiss-rautierten Hängematte schaukelnd jeden Monat einen vom Trickser himself unterschriebenen Gehaltsscheck erhalten. Karma is a bitch!

    Nachtrag
    Der Block gegen den Trickser steht: Entrecote-Eugen hat sich zu Wort gemeldet, da bleibt kein Auge trocken.

  6. Tschüss Dino 28. Mai 2019 um 00:59 Uhr

    Hey, ich wüsste auch noch eine tolle Trainerin, die ich dem HSV für nur 1 Mio. Provision vermitteln kann. Sie hat zwar vor lauter Trainerscheinen ausgerechnet keine Fußball-Lizenz, aber hey, drei Trainer auf der Gehaltsliste sollten doch reichen.

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