Ja, was denn nun?

Man fragt sich, ob die sich da in den Führungsgremien irgendwann mal einig sind bzw. sein können. Diesmal geht es um das Saisonziel für die Spielzeit 2019/20.

Bernd Hoffmann:  Wir werden die Zweite Liga auch im nächsten Jahr nicht dominieren können, und ich wäre froh, wenn wir bis zum letzten Spieltag oben dranbleiben.“ (Abendblatt)

Marcell Jansen: „Aufstieg? Ganz klar: nein! Er ist kein Muss.“ (Mopo)

Jonas Boldt: „Ich glaube, es gibt nur ein Ziel“ (Welt)

Schon interessant, oder? Der Eine traut sich nicht, der Nächste wiegelt ab und der Letzte spürt den Druck. An einem Strang ziehen bzw. endlich mal eine gemeinsame Kommunikations-Strategie zu fahren, scheint im Volkspark immer noch ein Fremdwort zu sein. Allerdings könnte man auch Kalkül vermuten, denn natürlich wird man am Ende des Weges an seinen Sprüchen gemessen. Und auch die eigene Existenz bzw. eine Beförderung innerhalb des Vereins ist davon abhängig, wie man sich nicht nur extern positioniert. Aber auch in diesem Jahr scheint beim Verein mal wieder jeder nur an sich und seine private Zukunft zu denken. Und natürlich wird jeden Tag eine neue Sau durchs Dorf gejagt.

Ich möchte mal schnell an die Äußerungen erinnern, die nur wenigen Wochen alt sind. Bernd Hoffmann: „Die Situation des HSV ist dramatisch“. Ralf Becker: „Wir werden in der nächsten Transferphase mehr Geld einnehmen müssen, als wir ausgeben dürfen“ – sprich: Es muss ein Transferplus erwirtschaftet werden. Nur wenigen Wochen später spricht Hoffmann davon, dass man auch in der nächsten Spielzeit einen der teuersten (nicht besten!!!) Kader der Liga auf den Platz schicken wird. Außerdem stehen die Bewerber für einen Kauf von Douglas Santos bereits Schlange, Preisschild: € 25 Mio.

Aus € 25 Mio. wurden innerhalb weniger Tage € 15 Mio. und dann € 13 Mio. und nun plötzlich heißt es, dass man mit dem Spieler auch in der nächsten Saison planen würden. Erklärung: Es gibt keine Interessenten. Es gibt auch keine Interessenten für Pollersbeck und das Interesse aus Holland an van Drongelen war wohl nur der feuchte Traum eines Beraters. Für Pollersbeck gibt es keinen Markt. Ganz zu schweigen davon, dass man einen der extrem teuren Pflegefälle Papadopoulos und Wood loswerden wird. Deshalb…

Boldt: „Kyriakos Papadopoulos und Bobby Wood sollten, auch aufgrund ihrer hohen Gehälter, in diesem Sommer abgegeben werden. Neu-Sportvorstand Jonas Boldt verrät nun, dass beide in seinen Gedanken und denen von Dieter Hecking durchaus auch Fixpunkte sein könnten. Und er denkt in seinen Zukunftsplanungen auch an Douglas Santos. (Kicker)

Ach so, sie spielen eine Rolle. Ich schätze mal, in der Trainingsgruppe Kreuzband/Knorpelschaden/Schienbein, bestehend aus:

Papadopoulos, Jung, Hunt, Samperio, Wood, Ambrosius, Kinsombi und vielleicht kommt ja noch Stendera dazu.

Es wird eine geile Saison 😀

Fällt für Pollersbeck die nächste Tür zu?

DAS ERWARTET LASOGGA IN KATAR500 Zuschauer und 48 Grad

Lasogga über Al-Arabi: „Habe gespürt, dass dieser Verein eine große Tradition hat“

😀 😀 😀 😀 😀 😀

Das ist alles nur noch eine einzige große Lachnummer, die man nur noch unter Drogen ertragen kann. Hoffentlich fliegt der ganze Mist bald endgültig aus der Kurve!

 

Von | 2019-06-07T13:29:17+02:00 7. Juni 2019|Allgemein|12 Kommentare

12 Comments

  1. Freundchen 7. Juni 2019 um 08:12 Uhr

    Auch eigene Ansprüche formulierte der Deutsche: „Das wichtigste ist, dass ich dem Klub helfe und versuche, die jungen Spieler besser zu machen“, so Lasogga. „Und natürlich werde ich die beste Seite von mir zeigen; Tore schießen, Vorlagen geben und versuchen, dass wir eine großartige Saison haben werden.“ 😂😂😂😂 selten so gelacht obwohl es so traurig ist…

    Mich würde einfach mal interessieren, ob derjenige, der sowas absondert wirklich so dumm wie Stück Toastbrot ist oder ob er sich vor Lachen über die Dummheit derer, die ihm solche Verträge anbieten, tagein tagaus in die Hosen macht…

  2. Leo Kirch 7. Juni 2019 um 08:57 Uhr

    Bestimmt ist Hecking Ähnliches wie Neururer passiert, als Boldt ihn anrief. Er dachte, er wird Trainer von Leverkusen.
    https://amp.spox.com/de/sport/fussball/bundesliga/1906/News/fc-schalke-04-peter-neururer-dachte-er-wird-nachfolger-von-demenico-tedesco.html

    • Freundchen 7. Juni 2019 um 15:56 Uhr

      …zu dem Thema was von Verbrennungsdorfer auf ntv:

      Eine andere schöne Geschichte hat einmal die Schalker Trainerlegende Huub Stevens erzählt. Damals war der Niederländer bei RB Salzburg angestellt und sein Manager hieß Dietmar Beiersdorfer. Stevens erinnert sich an einen irren Transfer: „Didi kam mit einem Stürmer, den ich noch nie hatte spielen sehen, dem Uruguayer Joaquín Boghossian. Er spielte zu dem Zeitpunkt auch nicht, weil in Südamerika die Spielsaison ruhte. Didi zeigte mir Videoaufnahmen von Boghossian, die keinen schlechten Eindruck machten. Er kam also. Doch beim ersten Training mit Boghossian hatte ich den Eindruck, sie hätten uns seinen Zwillingsbruder geschickt. Der Junge konnte sich nicht bewegen. Man hatte das Gefühl, alles liefe im Zeitlupentempo ab. Das hatte auf dem Video mit ihm ganz anders ausgesehen. Kurz: Er wurde ein Reinfall!“ Doch das war noch untertrieben ausgedrückt. Zudem war die Verpflichtung per DVD-Sichtung der teuerste Transfer in der österreichischen Bundesligageschichte.

      Ist das alles schlecht…

  3. Maddin der Erste 7. Juni 2019 um 10:35 Uhr

    Am Dienstag liest man von einem Abschiedsspiel für Raffa.
    Am Mittwoch liest man von der vorzeitigen Rückzahlung der Anleihe um Zinsen zu sparen.
    Am Freitag gibt es schon Tickets für das Abschiedsspiel.
    Kann es sein das die beim HSV dringend Kohle brauchen ?😀
    P.S.: Es ist natürlich nur Zufall das Raffa in dem Moment auftaucht wo Jansen von sportlicher Kompetenz im AR redet.🤣🤣🤣

    • Saschas Alte Liebe 7. Juni 2019 um 11:32 Uhr

      Engel, wir brauchen mehr Engel !!
      Und diese 11 Freunde Serie ist wirklich köstlich !
      Arpensterben … 😂🤣😅
      Nur der HSV produziert derart realsatirisch Unterhaltsames auch (oder gerade?) im Sommerloch in solcher Fülle.
      Jedesmal, wenn man sich gerade wieder von der Zumutung sportlich fußballfreier Darbietung angeödet abwenden möchte, produziert dieser Club reichlich Stoff für eine neue Soap abseits von Ballkunst und Rasen, die den Zuschauer mit immerneuen Absurditäten zu unterhalten weiß.
      Die Vita dieses Vereins ist erfüllt von schrecklich schöner tragikomischer Intensität.
      Gehet hin und schauet den Abschied des kleinen gedrungenen blonden Engels…

  4. Arnold 7. Juni 2019 um 13:21 Uhr

    Ich dachte erst, Du machst Witze… Merkt der Typ sich überhaupt noch oder ist das die Dauerschleife der letzten Jahre, die er sich in sein zu kleines Gehirn eingetrichtert hat….. ?

  5. Lord Nikon 7. Juni 2019 um 14:29 Uhr

    „Manche Dinge sind erlernbar, viel Fleiß gehört dazu. Ich persönlich habe viel von einer funktionierenden Abteilung in Leverkusen gelernt“, sagt der 37-Jährige Boldt…

    Genau dafür steht ja auch der HSV… Lernwilligkeit, Fleiß und funktionierende Abteilungen…

  6. Gravesen 7. Juni 2019 um 16:53 Uhr

    Pierre-Michel Lasogga hat sich erstmals seit Bekanntwerden seines Wechsels vom HSV zu Al-Arabi Sports Club im Wüstenstaat Katar gemeldet. „Hey Leute, wie ihr alle mitbekommen habt, habe ich mit @alarabi_club eine neue Herausforderung für mich gefunden. Ich freue mich riesig, Teil dieses großartigen Projekts in Katar zu sein“, schrieb der Stürmer im Kurznachrichtendienst Twitter. Er hoffe, dass ihn die Fans „trotz der etwas größeren Distanz weiterhin unterstützen“ werden.

    • Fohlenstall 7. Juni 2019 um 19:01 Uhr

      ….ich weiss auch nich was in seiner „Birne“ vorgeht.
      Aber wahrscheinlich wird er auch da genug „Rosa Follower“ haben!
      Ich mochte den Vogel noch nie…

  7. iMario 7. Juni 2019 um 20:54 Uhr

    Der Urlaub im 5 Sterne Bunker in Kitzbühl ist schon mal gebucht. Dann scheint ja doch noch genug Kohle vorhanden zu sein.

  8. Extremchen 8. Juni 2019 um 09:03 Uhr

    Kriegen ist nicht gleich verdienen auch wenn er es selber vielleicht anders sieht.

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