Von Hamburg wird nichts bleiben!

Als ich die Headline der neuesten Ausgabe von „11 Freunde“ gestern las, fühlte ich das, was ich oft fühle, wenn ich in den letzten 7 Jahren an diesen Verein denke. Bestätigung. Wie so oft sind die Vermutungen und Analysen von Zusammenhängen und Personen richtig gewesen, weil es eigentlich auch nicht wirklich schwer ist, richtig zu liegen. Mehrfach haben hier im Blog Leser geschrieben und gefragt: „Woher hast du das gewusst? Das hätte ich nicht vermutet“. Mein Erklärung ist immer die gleiche: Wenn man in der Lage ist, 1 und 1 zusammen zu zählen und dabei die Vereinsbrille im Schrank lässt, ist alles wirklich leicht zu erkennen. Kann man das nicht bzw. tut man das nicht, schaltet man das Gehirn aus und die Hoffnung ein, wird man immer wieder falsch liegen. Ganz einfach.

Was hatten wir nicht alles über den Grinsekeks lesen dürfen? „Bester Mann“. „Ehrenmann“. „Der Einzige, der die Raute im Herzen trägt“. „Der Verein geht ungerecht mit dir um, Lewis“. Angetrieben und manipuliert von einer tatsächlich cleveren Propaganda-Maschine, via Twitter, Facebook und Instragram verbreitet, hat sich Holtby in Hamburg zu etwas machen lassen, was er nie war. Etwas Besonderes. Denn besonders war der Mann nur beim Kassieren, so gut wie nie auf dem Platz und auch sein angeblich so großes Herz für den Verein war Show, sonst nichts. Ich habe es mehr als einmal geschrieben und ich bin bestimmt mehr als 100 mal dafür beleidigt worden: Das, was Lewis Harry über den HSV absondert, hat er auch über Mönchengladbach, Bochum, Aachen, Schalke, Mainz, Fulham, Tottenham abgesondert und wird es über Kasimpase oder al-Kohlrabi absondern, abhängig davon, wo er in Zukunft kassiert.

Der Mann ist nichts Besonderes, aber er übertüncht seine dürften Leistungen dadurch, dass die Fans ihn für etwas Besonderes halten. Erst Super-Lasogga, der eben nicht zu Real, sondern nach Katar wechselt und nun Holtby. Lernen die Rumpelkasper etwas daraus? Sicher nicht.

Noch Fragen?

„Enge Bindungen hat er in den fünf Jahren an der Elbe aber nicht geknüpft. Und nun ist eine Zeit abgelaufen. So ist das Leben als Profi. Und er ahnt: „Von Hamburg wird nichts bleiben“

Nein, es geht nicht darum, Recht zu haben. Es geht auch nicht darum, Holtby Dreck hinterher zu werfen. Es geht darum, ein Bewusstsein dafür zu entwickeln, was Profi-Fußball heute ist. Profit, Geld, Macht, Machterhalt, Bestechung, Korruption, Betrug. Gestern hat man den ehemaligen Chef der UEFA, Michel Platini, in Frankreich verhaftet. Vorwurf: Bestechlichkeit, Einflussnahme etc. Es geht um die Vergabe der WM in Katar. Wundert sich jemand? Ich nicht. Das ist der Fußball und Saubermänner gibt es nicht. Schon gar nicht in Hamburg mit Gestalten wie Hoffmann, Boldt und Hecking. Warum bekommt ein Knorpel-Patient wie Kittel wohl einen Vierjahresvertrag? Weil man dann zusammen mit seinem Berater……

Wenn die Nickis irgendwann mal aufwachen, würden sie merken, dass sie all die Jahre beschissen wurden. Beschissen von ihrem Verein und ihren letzten 43 Hoffnungsträgern und beschissen von ihren Idolen, die irgendwann zum nächsten Verein weiterziehen, nachdem sie über Jahre die Raute nass geleckt haben.

Von Hamburg wird nichts bleiben!

 

Von | 2019-06-19T07:18:55+02:00 19. Juni 2019|Allgemein|23 Kommentare

23 Comments

  1. Saschas Alte Liebe 19. Juni 2019 um 08:41 Uhr

    Armselige Gestalten sind’s, die so unreflektiert und hohl glauben, nach fünf Jahren in solch einem Lebensabschnitt, 20-25 Mio. im Säckel, jeder Menge Aufmerksamkeiten medialem Rampenlicht, eher lockerem Leben würde nichts bleiben. Oder ist auch das nur Geplapper? Um so armseliger!
    Was hätte man nicht alles an Gutem und Sinnvollem mit dem ganzen Geld anfangen können …
    .
    Derweil wird beispielsweise im (hier nicht zitierbaren) Fanboyblog oder der Klopo oder …. der nächste (oder schon überübernächste) RautenhoffnungsStar stümperhaftest zusammengestammelt … sehet, der neue Kovac! 🙈
    Das Fanvolk jubelt und hofft und … nichts bleibt, auch dort; bis zum nächsten Kandidaten oder nächsten Abzocker oder nächsten Skandälchen.
    Ein absurd perverses Geschäft, dieser Kommerzfußball, Und der HSV ist Spitze dabei.
    Solche Verarschungen und Mechanismen sind schlimmer als nur dämlich, es ist vorsätzliche Verdummung, Betrügerei und Ressourcenvernichtung.
    Wer mitmacht und nicht dagegen angeht, der macht sich mitverantwortlich.
    Es ist eben nicht einfach nur kleingeistige Privatvergnügenssache limitierter Fanboy Mitläufer.
    Solche Systeme misbrauchen und vernichten Geld und Werte, tagtäglich.
    Was ein P!atini, ein HSV, ein Holtby permanent verbrät und verbricht, es fehlt woanders und richtet Schaden an.
    Das darf man sich gerne des Öfteren mal vergegenwärtigen.

    Moralisierend oder nicht, es ist so.

  2. Saschas Alte Liebe 19. Juni 2019 um 08:57 Uhr

    ich hätte mal eine ganz andere womöglich dumme Frage:
    Was jat eigentlich Katar bei der Copa America zu suchen ??
    Kann mich vielleicht jemand aufklären ?

    • Gravesen 19. Juni 2019 um 09:00 Uhr

      Der offizielle Grund ist das Turnier-Format. Mit zwölf Mannschaften lässt sich in drei Gruppen besser spielen als mit zehn Mannschaften. Schon in der Vergangenheit wurden Mannschaften von außerhalb Südamerikas zur Teilnahme eingeladen.(Quelle: Bild.de)

      • Saschas Alte Liebe 19. Juni 2019 um 09:39 Uhr

        OK, vielen Dank!
        Bei ‚Katar‘ tauchen schnell auch allerlei Assoziationen auf …

  3. Ich 19. Juni 2019 um 09:52 Uhr

    Ich hab da auch mal ne Frage?
    Ich habe lange nichts mehr von der Gehaltsobergrenze für die 2.Liga gelesen. Das die für die „Funktionäre“ mittlerweile nicht mehr gilt kann ich mir denken, aber was ist mit den Spielern? Oder wurde die schon wieder „gekippt“?

  4. TCvonderanderenElbseite 19. Juni 2019 um 09:56 Uhr

    Ich wundere mich schon lange nicht mehr über die Mechanismen des Turbo-Kapitalismus-Fussballs, denn auch hier ist es wie im echten Leben, Angebot und Nachfrage regulieren den Markt.

    Mehr als das wundere ich mich über den Artikel der „11 Freunde“! Nicht darüber, dass sie ihn machen und bringen sondern über die Darstellung von LHH.
    Habe bisher 2/3 des Textes gelesen und er kommt dabei so dermaßen positiv weg, dass es mich schaudert. Wobei der Bericht alle anderen Protagonisten aus seinem professionellen Umfeld (außer Titz, PML und Hunt) mehr als schlecht dastehen lässt.

    Der Text wirkt vor allem nicht objektiv, sondern ersten schlecht recherchiert und zweitens zu emotional nah. Kritik an LHH selbst ist bisher überhaupt nicht zu lesen. Entweder spielte er schlecht wegen des neuen Trainers, dem falschen System, dem Druck im Umfeld, wegen Krankheit etc. Und er hat ganz viel Selbstreflexion!

    Erschütternd auch, wie kritiklos „11 Freunde“ die Situation mit dem Eklat vor dem Dresden-Spiel geschildert wird; nur aus Sicht des Spielers und mit der Aussage, dass man ihm keine Chance ließ, die Sache zu klären und intern zu behalten. Kein Wort davon, dass der HSV, und in erster Linie Hannes Wolf, in dieser Situation verantwortungs-, sinnvoll und konsequent gehandelt hat.

    • Saschas Alte Liebe 19. Juni 2019 um 10:21 Uhr

      Ja, Angebot und Nachfrage.
      Allerdings wird die Nachfrage zunehmend durch verstärkte Propaganda manipuliert.
      Die regulatorischen Mechanismen funktionieren durch korrumptive Vetflechtungen nicht mehr. Das Kommerzsystem kann ungehindert und kritiklos jeden Scheiß zu weitgehend fast jedem Preis an’s vormanipulierte und gezielt desinformierte Konsumentenvolk verhökern.
      Letzteres ist inzwischen in der breiten Masse schon bei einer beinahe junkyhaften Abhängigkeitsrolle angelangt.
      Verbleibender Unmut wird durch inszenierte Ventilierungen schnell abgebaut oder umgelenkt.
      Natürlich ist jeder Konsument im Grunde selbst verantwortlich für sein Handeln bzw. seine Handlungsunfähigkeit.
      Doch wird das mit ungleichen Mitteln zunehmend unterwandert. Die dauerbeschallende Propaganda wirkt schon sehr stark.
      Institutionen wie dieser Blog sind immer in einer grundsätzlichen Unterlegenheitsrolle die Mittel betreffend.
      Das ganze System wird zunehmend korrupter und destruktiver.

    • Gravesen 19. Juni 2019 um 10:44 Uhr

      Das ist relativ leicht zu erklären. Holtby war ja offensichtlich bereit, dem Blatt über ein ganzes Jahr zur Verfügung zu stehen und dann werden sie diesen „Partner“ garantiert nicht in dem folgenden Artikel schlachten. Im Grunde hat er sich mit seiner Bereitschaft eine Form von Hofberichterstattung erkauft.

      • TCvonderanderenElbseite 19. Juni 2019 um 11:03 Uhr

        Das habe ich mir auch so gedacht, hätte ich von den Jungs von „11 Freunde“ allerdings nicht erwartet, da man sich ja nach aussen als unabhängig, den reinen Fussball liebend und oldschool gibt…

        Und schlachten hätten sie ihn ja gar nicht müssen. Ich vermisse jedoch jegliche Form bzw. Ton von Kritik, auch wenn es nur eine kleine gewesen wäre.

      • Oliver 19. Juni 2019 um 12:37 Uhr

        Man muss dem Text sicherlich nicht in allen Teilen zustimmen, aber „Hofberichterstattung“ ist was anderes. Holtby ist eben der Protagonist, dessen Haltung dementsprechend im Vordergrund steht, aber es gibt genügend Abschnitte, die verdeutlichen, dass man sein Verhalten/seine Leistung auch anders deuten kann.

        Der Artikel bietet die Grundlage, sich eine eigene Meinung zu bilden: DAS ist die Aufgabe von Journalismus, nicht etwa hinzuschreiben, dass Holtby ein Trottel ist. Was bei mir am Ende als Fazit der Lektüre stand, ist dass Holtby ziemlich naiv und wenig selbstkritisch ist, wankelmütig und emotional stark abhängig von seinem Umfeld – und daher als der Führungsspieler, der er sein will bzw. für den er sich hält, nicht taugt. Das steht da, als Zitat von Becker, sogar explizit drin.

  5. volker sablatnig 19. Juni 2019 um 11:04 Uhr

    Holtby hat wenig Charakter, ist von einer Propaganda Agentur gesteuert und ein billiger Schauspieler. Nach jedem Sieg hätte er zur Schau jeden dümmlichen Nordkurvler umarmt. In fünf Jahren keine private Beziehung zu seiner geilsten Stadt der Welt, zeigt doch seinen wahren Charakter. Er wird des Geldes wegen in Katar bei PL oder in China landen. Auch dort werden ihm die aufdringlichen Fans am Ar… vorbeigehen. Renaldo oder Messi werden in ihrer Grunddenke ähnlich gelagert sein, nur mit dem Unterschied, sie können Fussball spielen.
    Wir müssen mit diesem Umstand im Fussball leben oder uns anderen Sportarten zuwenden aber wo findet man keine Korruption.

  6. HamburgerJung70 19. Juni 2019 um 11:51 Uhr

    Die haben doch alle keine Ahnung und wollen nur den HSV wieder bloßstellen… 😉

    https://www.sueddeutsche.de/sport/u21-luca-waldschmidt-dfb-1.4492017

  7. Funkelnator 19. Juni 2019 um 13:01 Uhr
    • Gravesen 19. Juni 2019 um 13:09 Uhr

      Was ein Glück. Nachdem es mit dem 2. Boateng (Cleber Reis) schon nicht so doll geklappt hat.

      • Mosche 19. Juni 2019 um 16:43 Uhr

        Nicht geklappt, obwohl Cleber ein richtig stärker IV ist!

        • Gravesen 19. Juni 2019 um 16:45 Uhr

          Der Beste!

  8. TCvonderanderenElbseite 19. Juni 2019 um 13:25 Uhr

    Ich vermisse in dem Bericht die Worte „Juwel“, „Knaller“, „Kante“! Aber egal, hauptsache ein ambitionierter und talentierter Nachwuchsspieler mit dem in 2 bis Jahren beim Weiterverkauf richtig Kohle machen kann… *o((((

    • HamburgerJung70 19. Juni 2019 um 13:54 Uhr

      Die zweite und entscheidene Frage wird dann aber sein, WER die Kohle macht

  9. achim77 19. Juni 2019 um 16:17 Uhr

    https://hsv24.mopo.de/2019/06/19/zweites-training-im-volkspark-ohne-papadopoulos.html
    „Kyriakos Papadopoulos aber fehlt. Der Grieche steuert seine Belastung, setzt aus.“

    Hahaha, die Belastung wird schon nach der ersten Einheit, die bestimmt knüppelhart gewesen ist, gesteuert.
    Mein Tipp: Der Knorpel-Grieche macht weniger als 15 Spiele diese Saison.

  10. Ralf 19. Juni 2019 um 16:25 Uhr

    Ich schmeiß mich weg vor Lachen, Papa schon zur 2. Trainingseinheit zwecks Belastungssteuerung rausgenommen😂😂😂😂😂😂😂 Unfassbar was diese Invaliden leisten und dafür noch abzocken!!!!!

  11. jusufi 20. Juni 2019 um 09:53 Uhr

    Ich habe nun die Story in den 11Freunden gelesen. Es ist m. E. ein faires Porträt von „Harry“ geworden. Weder wird er übermäßig positiv dargestellt noch werden seine Schwächen zu stark akzentuiert. Ziel dieser Titelgeschichte ist ja auch nicht die Bloßstellung eines Fußballers gewesen. Die Beschreibung seiner Persönlichkeit ist vielleicht nicht vollständig.

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