…und deshalb wird es nie besser!

Ich kann mich noch gut an das Jahr 2014 erinnern. HSVPLUS. Mitgliederinitiative. Ausgliederung. „Das ist auch mein HSV“. Das Volk begehrte auf und gewann, zumindest für ein paar Minuten. Die ausgerufenen Ziele lauteten

1.Auf den Nachwuchs setzen

2. Schulden abbauen

3. Nicht mehr Geld ausgeben, als man einnimmt

4. Strategische Partner einbauen

5. Langsamer, systematischer Neu-Aufbau

Nur wenige Wochen und einen Vorstandsvorsitzenden Beiersdorfer später war alles Makulatur. Es wurden teure Altstars geholt, es wurde Mond-Gehälter bezahlt, unter denen der Verein noch heute leidet. Es wurden keine strategischen Partner eingebunden, sondern die Seele wurde an den sogenannten „Gönner“ verschleudert. Nichts von all dem, wofür so viele Menschen so leidenschaftlich gekämpft hatten, wurde umgesetzt, im Gegenteil, es wurde mit Füßen getreten. Und? Gab es einen Aufschrei der Entrüstung? Gab es Proteste? Einen Scheißdreck gab es. Leute wie ich, die ebenfalls für HSVPLUS gekämpft hatten und die auf diesen Verrat aufmerksam machten, wurden niedergepöbelt. „Nur mit Jungen geht es nicht“ hieß es, obwohl andere Verein vormachten, dass es sehr wohl geht. Aber anstatt aufzubegehren, wanderten die Lemminge zusammen mit Vorstand und Aufsichtsrat gemeinsam Richtung Abgrund.

Es kam das Jahr 2018. Man hatte ein Team, das zwar Namen repräsentierte, aber im Abkassieren stärker war als auf dem Platz und die logische Folge lautete: Abstieg. Der erste Abstieg der Vereinsgeschichte. Beiersdorfer und seine Spießgesellen hatten es tatsächlich geschafft, aus einer Revolution ein Desaster zu machen, ein Verein in Trümmern. Hoch-verschuldet, der Insolvenz näher als dem nächsten Trainingslager, hoffnungslos. Und? gab es sowas wie Empörung? Haben sich die Dauerkarten-Inhaber gewehrt? Mitnichten! Es folgte eine sogenannte „Abstiegs-Euphorie“. Jetzt erst Recht, wir kommen wieder. Es muss nun Schluss gemacht werden mit den teuren Spielern und man muss endlich auf den Nachwuchs setzen.

Gesagt, getan. Man setzte. Allerdings in gewohnter HSV-Manier eben nur oberflächlich und als Fassade, denn die wirklich Jungen, vor allem die aus dem eigenen Nachwuchs, spielten so gut wie nie. Die Herren Hoffmann und Becker erzählten zwar jedem, der es hören wollten, wie jung doch der Kader sei, aber bei genauem Hinsehen war alles nur eine gigantische Show, eine Verarsche im HSV-Style. Einige Sportchefs und Trainer später passierte das, was passieren musste – der direkte Wiederaufstieg wurde verpasst. Und? Irgendeine Reaktion der Hüpfer? Irgendeine Erkenntnis, dass man mal wieder beschissen wurde? Null! Zero! Stattdessen wurde eine Mannschaft von Verlierern am Ende der Saison noch abgefeiert.

Und jetzt? Jetzt wird mal wieder alles anders gemacht. All die Jungen, die Hoffnung auf bessere Zeiten machen sollten, fliegen wieder raus und werden durch 30-jährige Brasilianer von Bundesliga-Absteigern und 28-jährige Zweitligastürmer ersetzt. Der Altersschnitt wird rapide erhöht, das Konzept mit dem eigenen Nachwuchs wird nach nur einer Saison wieder über Bord geworfen, den Campus könnte man im Grunde wieder abreißen. Und? Irgendeine Reaktion vom harten Kern? Natürlich nicht! Der Schlingerkurs der letzten 15 Jahre wird nicht nur kommentarlos hingenommen, er wird noch verteidigt. Wenn man darauf hinweist, was passieren wird, wird man bedroht. Dabei ist bereits jetzt zu erkennen, was kommt. Der HSV wird wieder nicht aufsteigen, ist dann aber im Besitz einer Mannschaft, die weniger als Null Wiederverkaufswert repräsentiert. Oder glaubt jemand, dass sich im Jahr 2020 irgendein Verein für die Herren Hinterseer, Ewerton oder Kittel interessiert? Mit Sicherheit nicht.

Aber über solche Sachen möchte der gemeine Rumpelnicki nicht nachdenken, ist er doch viel zu beseelt von den Lobgesängen der üblichen Hofberichterstatter, die ihr gewohntes Juni-Mantra anstimmen, bei dem alles absolut genial wird, der neue Trainer (Name ist beliebig austauschbar) macht absolut alles richtig und ist der ultimative Heilsbringer. Der neue Sport-Vorturner hat Ideen, die keiner vor ihm je hatte und die neuen Knorpel-Patienten werden bis zum 35. Lebensjahr ohne Probleme Höchstleistungen bringen. Same procedure….

Sie lernen einfach nicht dazu. Sie wollen auch nicht lernen, sie wollen beschissen werden. Schönes Beispiel: Kinsombi. Da erfindet der Kicker einfach mal eine Geschichte, nach der der neue Mittelfeld-Superstar einen Teil der Ablösesumme selbst bezahlt hätte. Natürlich ist der betreffende Redakteur nicht morgens aufgewacht und hatte eine Eingebung, er bekam diese Info vom Verein, der im Anschluss auch nicht dementierte, im Gegenteil. Nun, einige Wochen später stellt sich alles als eine riesengroße Lügengeschichte in guter Fiete Arp-Manier heraus, aber wenn man es als das benennt, was es ist, wird man beleidigt. Anstatt einer absolut gerechtfertigten Empörung, dass man mal wieder von Verein und Medienpartnern beschissen wurde, wird diese Aktion auch noch verteidigt. „Ist doch jetzt egal, der Spieler ist doch jetzt hier. Man muss auch nicht immer nur zurück gucken“. 

Und dann wundern die sich, dass sich nie etwas ändern wird. Sie werden belogen und betrogen, aber da sie keine Reaktion zeigen, werden sie auch in Zukunft belogen und betrogen. Eben weil sich die Granden so sicher sein können, dass sie keine Konsequenzen zu befürchten haben. Nach jeder Saison wird das gerade gescheiterte Konzept umgeworfen und die nächste Sau wird für ein paar Millionen, die man nicht hat, durchs Dorf gejagt. Nicht etwa, weil es Sinn macht, sondern weil man den Anhängern suggerieren möchte, dass man etwas anders macht. Und anders als erfolglos muss ja zwangsläufig gut sein.

Vielleicht werde ich es in den nächsten Tagen tatsächlich mal machen, vielleicht werde ich vorab eine Chronologie der nächsten Saison im Voraus schreiben. Warum? Weil es klar ist, was passieren wird.

Ein Letztes. Am Samstag hatte ich ein Treffen meines Abi-Jahrgangs, wieder einmal ein sensationeller Abend. Im Verlauf des Tages kam man natürlich irgendwann auch auf das Thema HSV und ich bekam einige Fragen gestellt. Erste Frage: „Und? Geht jetzt wieder aufwärts?“ Meine Antwort: „Nein“. Mein Gesprächspartner war erschüttert. „Aber warum denn nicht, sie haben doch jetzt gute Leute geholt“. Meine Antwort: „Welche guten Leute?“. Der HSV-Fan unter meinen Schuldfreunden überlegte kurz: „Naja, der Boldt soll doch ein guter Mann sein“. Meine Antwort: „Woher weißt du das?“ Die einigermaßen zügige Erwiderung:

„Das stand doch in der Zeitung“.

Ich hatte gerade noch so viel Kraft, dass ich Mario auf das Buch „Football Leaks“ hinweisen konnte, welches er natürlich nicht kannte. Zu mehr reichte es nicht mehr.

 

Von | 2019-06-24T07:21:02+02:00 24. Juni 2019|Allgemein|38 Kommentare

38 Comments

  1. EffpunktErr 24. Juni 2019 um 08:21 Uhr

    Jedes Wort sitzt. Treffer, versenkt! Die zu erwartenden Anfeindungen solltest Du als Antrieb verstehen, genauso weiterzuschreiben.

  2. Flanders 24. Juni 2019 um 09:02 Uhr

    Der Ausreißer nach oben wird nicht wahrscheinlicher. Hätte letztes Jahr ja durchaus passieren können. Mittlerweile frage ich mich, woher der HSV die Mittel nimmt. Der Kader liegt bei über 30 Spielern, die insgesamt sicher gut verdienen. Und doch scheint auch der Hauptsponsor verloren zu sein; als ob da noch bis Ende der Woche eine Einigung mit Fly Emirates käme. Im Ernst, ein wenig hört sich das nach einen Alles-oder-nichts an und es ist wahrlich nicht sicher, dass der HSV Erfolg haben wird. Und was dann?

  3. Saschas Alte Liebe 24. Juni 2019 um 09:10 Uhr

    Tja, vorher bist du der Miesmacher, der notorische Pester, der pausenlos immer nur Übles aus der Vergangenheit auf die Zukunft schließe.
    Nachher, wenn dann (logischerweise und unvermeindlich) das Vorhergesagte eingetreten ist, dann bist du der klugscheissernde Besserwisser, der endlich den Mund halten soll, weil es niemand mehr hören wolle ….
    usw.
    Kaum ist es wieder Juni, wird dem nächsten Trainer/Spodi und Kader aufs Neue Vertrauen ausgesprochen, das überhaupt nicht begründet sein kann ….
    Die Fanboys wollen stets aufs Neue verarscht und beschissen werden.
    Die laufen stets dem dreistesten Rattenfänger nach.
    Es ist genau das Grundproblem dieses Clubs, sich nie der Realität, den Wahrheiten, den eigenen Fehlern zu stellen und Konsequenzen zu ziehen.
    Denn das bräuchte Mut, Charakter und wirkliche Stärke.
    Es ist ein Verein, in dem diese Eigenschaften absolute Mangelware sind, auf den Teppichen, neben und auf dem Platz, auf den Fanrängen und bei den korrumpierten Hofmedien.

  4. Christian 24. Juni 2019 um 10:04 Uhr

    Ich habe meine Dauerkarte diese Saison nicht verlängert. Am Samstag habe ich mal in den Online Ticket Store geschaut wer seine Dauerkarte verlängert hat und ich habe Festgestellt das alle in der Reihe verlängert haben die sich so massiv darüber aufregen und auch rumpöblen, das ist nicht mehr schön.
    Die wollen sich weiter verarschen lassen und ca. 22.500 weitere, mal sehen wie nah es an die 25.000 kommt von letzter Saison.

  5. Fernsehsportler 24. Juni 2019 um 10:26 Uhr

    Wird ein neuer Mitarbeiter in der freien Wirtschaft gesucht, dann wird vorab ein Anforderungsprofil erstellt. Ein Headhunter (in meiner Branche) macht sich dann auf die Suche und scannt den Markt nach geeigneten Kandidaten.

    Das Alter ist auch ein Kriterium, häufig der ersten Selektion.

    Wenn nun Knorpelpatentienten und 30jähre eingekauft werden, dann entweder
    a) weil der Markt für den HSV finanziell sehr eng ist, oder
    b) weil die gut besetzte Scoutingabteilung schlecht vernetzt ist,
    c) Spielerberater Ihren Klienten von einem Engagement abraten.

    Kontrolle und Konsequenzen sind beim HSV sicher wenig ausgeprägt und die Jubelperser_Fans verschlimmern dies noch.

    Nur eins kann ich mir weiterhin nicht vorstellen, dass das Scouting plant, mal so richtig Mist einzukaufen. Obwohl, wie von Dir geschrieben, auch jeder Knorpelpatient dank der Medienpartschnerschaft ein „Juwel“ ist.

    • Holger 24. Juni 2019 um 11:24 Uhr

      Es gab mal eine Zeit, übrigens unter dem Duo Hoffmann/ Beiersdorfer, da galt der HSV als sehr gute Adresse
      für junge Spieler in Europa, weil man sich hier international zeigen konnte, um für die „großen“ Clubs interessant zu
      werden. Die Namen der späteren Stars kennt jeder …

      Heute bedeutet ein Wechsel zum HSV einen fast sichern Knick in der Karriere.

      Natürlich wird kein Berater einem wirklichen Talent empfehlen zum HSV zu wechseln.
      Da nutzt das beste scouting nichts. Einen „Guten“ finden auch die Scouts der Anderen und dann
      hat der HSV nichts, was für einen Wechsel dorthin spricht. Die „Talente“, die man kriegen kann, sind
      dann eben nicht die Top- Talente, sondern auch nur 2te oder 3te Wahl.

      Nach den Erfahrungen, die Talente wie Tah, Waldschmidt oder Demirbay beim HSV gemacht haben, ist
      dieser Klub sicher in der Beraterszene verbrannt.

      Der HSV ist so am Ar…., dass er in vielen Bereichen überhaupt nicht mehr handlungsfähig ist.

      Das gilt nicht nur für die Einkaufs-, sondern auch für die Verkaufsaktivitäten am Markt.
      Was für eine Illusion einen Bobby Wood oder Papadopuolus verkaufen zu wollen. Wer soll die Gehälter denn zahlen?

      Die wird man nur los, wenn man eine Menge „Handgeld“ mit gibt.

      • TCvonderanderenElbseite 24. Juni 2019 um 12:07 Uhr

        Möglicherweise oder sogar ganz sicher werden Wood und Pampelmusius in der Presse so dargestellt, dass Hecking auf sie steht bzw. auch mit Ihnen plant, damit andere Vereine hellhörig werden, weil der Hecking ja Ahnung hat und dann sind die beiden sicherlich keine Blinden sondern haben Potential, Mentalität, Charakter oder können freundlich Lächeln, wenn der Trainer etwas sagt…

      • BerndH60 24. Juni 2019 um 20:09 Uhr

        Ich möchte dir widersprechen, ein Vertrag beim HSV ist kein Karriereknick.
        Er bedeutet entweder die finale Lizenz zur Altersvorsorge oder einfach, falls man jung genug ist, gut bezahlte Sabbatjahre.

      • Weltmeister. 25. Juni 2019 um 09:34 Uhr

        Der HSV tut aber auch wirklich Alles, dass er sein schlechtes Image im Nachwuchsbereich behält.
        Talente wie Arp dürfen sich nicht mal in der 2. Liga zeigen.
        Talente wir Tah, Demirbay oder Porath werden links liegen gelassen oder verliehen und dann links liegen gelassen.

    • Calcetin 24. Juni 2019 um 21:25 Uhr
  6. Meikel 24. Juni 2019 um 10:52 Uhr

    Bitte bitte schreib die Chronologie der Saison – die Nickis werden spucken und beißen, aber am Ende der Saison wird man sehen, dass das alles stimmte.
    Wobei, die Nickis werden das ja wieder nicht sehen, also alles wie immer 🙁

    • Fernsehsportler 24. Juni 2019 um 12:13 Uhr

      auf der anderen Seite….Wenn Du recht behältst, wirst Du trotzkessen von der Szene gehated und ignoriert. Wenn Du Unzulänglichkeiten in der Prognose aufweist, dann werden Dir dies Deine Facebook-Freunde für die nächsten Jahre nachhalten.

      So gerne ich dies hier lesen würde, gewinnen gibt es in solch Prognose meiner Meinung leider nichts.

    • Saschas Alte Liebe 24. Juni 2019 um 14:30 Uhr

      Er kann das aufschreiben, aber es wird so laufen wie ich oben beschrieben habe; erst wird er gehatet und später ein Besserwisser geschimpft werden.
      Die Fanboys kann man nicht mit rationaler Beweisführung überzeugen!
      Sie haben mehrheitlich so etwas wie ein Abhängigkeits-Junkieverhältnis zu diesem Club.
      Aber mal satirisch zum (naja) Spaß für die kritische Minderheit wäre so eine vorausgesehene Chronologie sicher sinnig unterhaltsam;
      und formulieren kann er ja auch ganz gut.
      Nur zu.

  7. VSabi 24. Juni 2019 um 11:19 Uhr

    Ist es wert sich jeden Tag über diesen Trümmerverein Anhängerschaft vergesse ich einmal meine gute Kinderstube.
    Das Problem beim HSV sind die über 50.000 total bekloppten Stadionbesucher. Sie akzeptieren jede Minderleistung . Wer so unkritisch das alles, auf dem Spielfeld und von der Führung akzeptiert kann nicht als geistig normal ( im Fussball ) bezeichnet werden. Keine Proteste, keine Konsequenzen nicht einmal kritische Anmerkungen sind sichtbar. Von den Proleten der Nordkurve kann man nichts anderes erwarten, hier ist kein Hirn zu finden oder im Alkohol abgesoffen.
    Das HSV Publikum ist die ideale Spielwiese für die unterklassigen Schmierfinken der Hamburger Medien.
    Objektive und nicht korrupte Journalisten würden bei diesen Machenschaften den Verein jeden Tag zerreißen.
    Das Gesamtkonzept HSV besteht aus Geldvernichtung ohne Gegenwert, Profilierungssucht von Betongklötzen im AR, Egomanen ( Präsident Jamsen ) und abgefrakte Spieler ohne Widerverkaufswert, Invaliden und lustlos Abzocker wie Hunth und Wood.
    Gravesen das Fenomem bei Freunden die Blind zum HSV stehen ist sehr ausgeprägt und passt zum Gesamtbild.
    Der “ große HSV “ wird auch in der kommenden Saison sein schaurige Krottenfussball fortsetzen und für die 50.000 Winslinge auf Kreisliganivau guten Fussball zelebrieren.

  8. Ex-HSVer im Herzen 24. Juni 2019 um 14:21 Uhr

    Ich fand zwei Dinge in Deinem Blog interessant:
    1.) Die Kritik an der Aussage „nur jung geht nicht“. Denn das zeigt, was für Gehirnputierte beim HSV sind. Die letzten Jahre und auch jetzt wieder die 22.000 Rebookings zeigen, dass die Fans ALLES mitmachen! Egal was passiert und wie gespielt wird. Deshalb wären das PERFEKTE Bedingungen im letzten Jahr gewesen, komplett auf Reset zu gehen. Inkl. Vorstand, AR, etc. Kühne hätte Kohle gegeben auch ohne Einfluss im AR, weitere Unternehmen in HH hätten das auch supportet, etc. Aber Chance vertan!!
    2.) Durchaus intelligente, erfolgreiche Männer im besten Alter saugen nur die 5% Infos aus Bild und Mopo auf und ihre Gehirne schrumpfen auf wundersame Weise auf die Größe einer Erbse beim Thema HSV. Es besteht auch kein Interesse an mehr Infos oder Aufklärung. Oder man ist einfach Fan. Weil man es immer war… Diese „Fans“ sind der Kern des Übels, weil sie die 25.000 im Stadion sind, die das Unheil ermöglichen. Wären diese kritisch und würden zuhause bleiben, hätte sich längst mehr verändert

    • Saschas Alte Liebe 24. Juni 2019 um 14:44 Uhr

      Also, ich denke, „nur jung“ ist (von der stark vereinfachten Formulierung mal abgesehen) wirklich erstmal schwieriger als mit einer Achse erfahrener Spieler.
      Allerdings sind solche „Erfahrenen“ wie die beim HSV vorhandenen definitiv ziemlich kontraproduktiv. Es wird wiederum gegensätzlich wirken.

  9. Profikommentator 24. Juni 2019 um 16:47 Uhr

    Weiß gar nicht, was du hast. Mit Krachern wie Fein wird man durchstarten und dann klatschen wir im Takt, wir sind hier immerhin noch der HSV.

    • Saschas Alte Liebe 24. Juni 2019 um 21:31 Uhr

      Es ist ja nachweisbar so, dass die mehr oder weniger immer gleichen (Wiederholungs)Fehler begangen werden, die immergleiche problematische Haltung und eine sehr verschobene Selbstwahrnehmung unübersehbar sind.
      Entsprechend ähnlich liest sich auch die anhaltende, ich meine sehr berechtigte, Kritik.
      Somit sollte nicht Ursache und Wirkung verwechselt werden.
      Oder hälst Du es für sinnvoll, der Wiederholung wegen die Kritik einzustellen?
      Eigentlich ist doch derartig schwerwiegendes wiederkehrendes*
      Missmanagement gerade deshalb* um so bedauerlicher und zunehmend kritikwürdiger, oder ?!
      Eine vorauseilende Chronologie wäre in diesem Sinne eine adäquate tendenziell realsatirische Form des kritischen Umgangs.

  10. Leo Kirch 24. Juni 2019 um 16:59 Uhr

    So bringt man einen Spieler an den Mann (Quelle Transfermarkt):
    Kurios stellt sich derweil der Versuch dar, einen neuen Arbeitgeber für Santos aufzutreiben. Wie das „Hamburger Abendblatt“ schreibt, wurde bzw. wird der Linksverteidiger von zahlreichen Beratern auf dem Markt angeboten. „Mich hat überrascht, wie viele WhatsApp-Nachrichten man bekommt und dass einem derselbe Spieler von sieben verschiedenen Beratern angeboten wird. Da musste ich schon mal schmunzeln“, sagte zuletzt Leverkusens Sportdirektor Simon Rolfes im „Kölner Stadt-Anzeiger“. Bayer gilt bis zur Verpflichtung von Daley Sinkgraven (23) als ernsthafter Kandidat.

    Hauptverantwortlich für Santos sei der Brasilianer Roberto Dantas (Traffic Sports), der von seinem Cousin Rafael Félix unterstützt werde. Beide werden flankiert von Wolfgang Meier von der Agentur AllemanhaBrasil, die wiederum die Hilfe von Sebastian Schröder in Anspruch nehme. Vor rund einem Jahr, als Santos bereits den HSV verlassen wollte, nahm man die Expertise von SportsTotal und Volker Struth in Anspruch. Für das anstehende Sommer-Transferfenster seien nun Marcus Haase von der Macospo GmbH unterstützend am Werk. Bisher verliefen aber jegliche Versuche ohne Erfolg. Bei Transfermarkt ist TFM Agency als Berateragentur eingetragen, die sich um die Belange von Santos kümmert.

  11. Gravesen 24. Juni 2019 um 18:31 Uhr

    Das große Problem ist: Nicht die Berichterstattung oder gar die Interpretation zu den Vorgängen langweilen, sondern der Verein langweilt. Wie soll ich überraschen, wenn die immer wieder die gleichen Fehler begehen?

    • Weltmeister. 25. Juni 2019 um 11:23 Uhr

      ich finde deine Zusammenfassungen und Lageberichte sehr gut.

      Gestern Abend sprach ich mit einem Verwandten über Fußball. Er meinte: „Mit Hecking kommt der HSV sofort wieder in die Erfolgsspur!“

      Da habe ich ihm deinen aktuellen Blog gezeigt – er hat’s bis zum Schluss gelesen – und direkt kapiert, dass sich in absehbarer Zeit nichts ändern wird.

  12. Gravesen 24. Juni 2019 um 19:08 Uhr

    Das sind schon echte Macher da beim HSV.

    Die hochgelobten eigenen Super-Talente werden verschenkt (Porath, Drawz, Behrens, Köhlert) oder verscherbelt (Pfeiffer), im Gegenzug holt man brasilianische Auslaufmodelle (Ewerton), gibt 28-Jährigen den letzten großen Vertrag (Hinterseer) oder übernimmt Knorpelpatienten für 4 Jahre (Kittel).

    Moment, natürlich erfindet man noch ein paar Märchen über Beteiligungen (Kinsombi) oder Höhe (Kostic) von Ablösesummen, während man auf den Ex-Raketen, die man am liebsten verschenken würde (Papadopoulos, Wood) sitzen bleibt,

    Nicht mal Spieler, die angeblich einen ungeheuren Wiederverkaufswert hätten, wird man los (Douglas, Pollersbeck, van Drongelen).

    Ist aber egal, da die Rumpelnickis vor lauter Verblödung bereits jetzt wieder um die Wette hüpfen.

    Ich hätte gerne einmal einen Job gehabt, bei dem man derart wenig können und leisten muss, dermaßen gut bezahlt wird und für sein Versagen auch noch bejubelt wird.

    Hamburger Sport Verein – wo Freizeit Urlaub ist.

  13. ari13 24. Juni 2019 um 20:45 Uhr

    Der Ausblick auf die neue Saison ist doch denkbar einfach. Alles eine Kopie der Vorjahre.
    Der hsv ist wie ein abgehalfterter Radfahrer bei der Tour de France. Immer noch so viel Kraft das Klingeln vom Besenwagen von hinten wahrzunehmen und weiter zu strampeln. Aber zu schwach um die Lücke zum Mittelfeld aufzuholen. Dabei redet man sich die Situation immer wieder schön, weil man eigentlich das POTENTIAL für die Spitzengruppe hätte.

  14. Gravesen 24. Juni 2019 um 21:16 Uhr

    Kühne
    Entlassung von Hecking
    BILD-Kampagne gegen Boldt
    usw.

    • Fohlenstall 25. Juni 2019 um 11:47 Uhr

      Moin Grave,
      was hälst Du von K.Schillers heutigem Bericht im HA Blatt?
      HSV:Ewertons Schusseligkeit verzögerte den HSV-Transfer…?
      Stichwort,“Prinzip Bayern“ oder „Topclubs Bochum,Kiel u.St.Paulti“…
      BG

  15. iMario 24. Juni 2019 um 22:13 Uhr
    • jusufi 25. Juni 2019 um 08:54 Uhr

      Meine Fresse, die (= die Helden der MOPO und die HSV-Angestellten) scheuen wirklich vor keiner Peinlichkeit zurück.

      • Fohlenstall 25. Juni 2019 um 09:55 Uhr

        Moin,
        ja unglaublich…und was fürn Zufall…der H.Boldt findet den Song auch wirklich gut:-):-).
        Es wird jeder „kleinster Scheiss“ genutzt/benutzt um alles in ein positives Licht zu stellen
        rund um den HSV.Erstmal KEINE kritische,sachliche Hinterfragung bzgl.des Kaders oder
        des Trikotsponsors etc.! Aber dann,wenn es mal wieder nicht laufen sollte,wieder feste drauf!
        Man hat das Gefühl alles geht irgendwie so weiter……

    • ari13 25. Juni 2019 um 10:41 Uhr

      „Es gibt dazu auch eine witzige Hintergrundgeschichte, die wirklich wahr ist“ Ach so! Die Geschichten, die sonst erzählt werden, sind also nicht wahr? Endlich gibt das mal einer zu. Aber das sind schon echt phantastische Begebenheiten, die da in Hamburg passieren.

    • Hein Blöd 25. Juni 2019 um 11:49 Uhr

      Ich sehe schon wie sich da siebzig Leutchen oben auf dem Kran drängeln… 😀

  16. Saschas Alte Liebe 25. Juni 2019 um 10:54 Uhr

    Wieviel Geld ist denn in etwa inzwischen für Transfers ausgegeben worden beim HSV?
    Und woher könnte das denn geflossen sein (Liquidität, Kühne, versdeckte Feals, Kredite …??).
    Hat jemand einen Überblick ?

  17. Demosthenes 25. Juni 2019 um 13:55 Uhr

    Grave, Du hast ja so recht, was die Hamburger Quatschmedien betrifft. Kaum ist der ÜNAF, der „Überflüssigste Nichtaufstieg der Fußballgeschichte“ halbwegs überwunden, geben die diversen Journalistendarsteller schon wieder Vollgas, was die HSV Schleimscheißerschreibe betrifft. Hier mal einige Beispielmeldungen von KloPo bzw. FakeBlog HSV24:

    – Khaled Narey erklärt: Das macht Dieter Hecking anders als Hannes Wolf. Vorbereitungs-Schweißbachstelze zieht voll durch und will in seiner zweiten HSV Saison zum Knipser werden.
    – Experten schnalzen mit der Zunge, er selbst sieht HSV als Sprungbrett: Adrian Fein wird Überflieger-Potential bescheinigt mit Endziel Bayern München.
    – Erste Trainings-Einheit Abschlussspiel: Hunt trifft und präsentiert sich in starker Frühform.
    – Zentrale Rolle: 3 Million-Dollar-Mann Kinsombi will zum stillen Anführer werden und schwärmt vom HSV Kader, „haben definitiv eine hohe Qualität.“
    – Hitzefrei? Nicht beim HSV, Doppelschicht-Hecking bittet zweimal am Tag zum Training.
    – Harte Woche: Trainer Hecking zieht weiter die (Felix-Magath-Gedächtnis)-Zügel an.

    Und hier noch ein ganz feiner Eigenlobschulterklopfer vom Spodi über den Mann, den er selbst geholt hat:
    – Boldt über Trainer Hecking: Man merkt, das er Polizist war. 1A-Lösung und -Charakter, gradlinig, transparent, offen, dennoch locker und humorvoll.

    Da rollen sich beim Lesen alle Nägel hoch und der Magen-Darmtrakt rotiert.

    • Gravesen 25. Juni 2019 um 20:55 Uhr

      Lukas Hinterseer – nominell schon jetzt eine Verstärkung

  18. Maddin der Erste 25. Juni 2019 um 14:33 Uhr

    Und weil das sehr schön dazu passt. Live aus dem MOPO Anhängsel: „Es hat gefunkt! Hinterseer und seine Liebeserklärung an den HSV“😁😁😁

    • Demosthenes 25. Juni 2019 um 15:55 Uhr

      Haha, habe ich auch grade gelesen, aber Du hast vergessen: „Megatoller Verein“
      Wie hieß es früher bei MAD’s Don Martin: Würg! Sprotz! Goller!

      Übrigens: Lang nix mehr von Sakai gehört.