Es reicht jetzt langsam!

Es stimmt, ich wollte den „Fall Jatta“ eigentlich so weit es geht aus den zukünftigen Blogs raushalten, aber im Grunde tue ich das auch, denn im folgenden Blog geht es eigentlich nicht um Bakery Jatta, es geht um Heuchelei, Doppelmoral, Vorverurteilung und darum, dass es Menschen gibt, die sich für absolut nichts zu schade sind. Die dafür, dass sie ein paar Klicks abräumen, zu wirklich jeder Schamlosigkeit greifen und für einen eigenen Vorteil hinsichtlich des Verhältnisses zum Verein ihre eigene Großmutter verkaufen würden.

Ich denke, die bisher vorliegenden „Fakten“ und Erkenntnisse des „Fall Jatta“ hat jeder von euch reichhaltig konsumiert und ich gehe davon aus, dass sich jeder eine eigene Meinung gebildet hat. Desweiteren gehe ich davon aus, dass jeder, der diesen Blog länger als 4 Wochen verfolgt hat, um mein Verhältnis und meine Meinung zum Boulevard weiß und wie ich über BILD, Mopo und auch Abendblatt denke. Insofern denke ich, bin ich gänzlich unverdächtig, hier den Rächer den Enterbten bzw. den Anwalt des Populär-Journalismus spielen zu wollen. Jedoch ist das, was sich nicht wenige Kollegen der Damen und Herren von BILD und SportBild mittlerweile abkneifen, ein solches lächerliches Armutszeugnis, dass man es nicht einfach ignorieren kann und darf. Den vorläufigen Höhepunkt liefert nur, wie könnte es anders sein, Märchenerzähler, Spendenbescheisser und Master of Hofschranze, Münchhausen Scholz, aber er ist bei weitem nicht der einzige.

Auch wegen der Causa Bakery Jatta, die heute in der SportBild eine moralisch zu verurteilende Fortsetzung erfahren hat. Erneut ohne jeden Beweis, dafür mit einigen entlastenden Fakten und Zeugen, die ihre Aussagen gegen Jatta zurückziehen, versuchen die Kollegen aus ihrer weiterhin unbewiesenen Behauptung einen Kriminalfall zu konstruieren. So suggerieren es die Kollegen mit dem Verweis auf verschiedene Ungereimtheiten (alles, was Jatta entlastet) heute im Blatt zumindest.

„Sie sollten sich was schämen“, hatte Ewald Lienen am Sonntag im Sportclub in Richtung der Kollegen gesagt. Und völlig unabhängig davon, was am Ende herauskommt – das sollten sich die Kollegen für ihr bisher Geschriebenes tatsächlich. Zumal sie heute in dieser substanzlosen Folgegeschichte einen Kampf weiterkämpfen, den sie schon lange verloren haben. Anstatt zu versuchen, den von ihnen angerichteten (Image-)Schaden Jattas zu reparieren bzw. ihn wenigstens nicht zu verschlimmern, versuchen mit Gerüchten weiterhin, Jatta als als Lügner dastehen zu lassen. Mehr noch: Inzwischen ist der Umstand, dass man keine neuen Beweise findet, einem riesigen Komplett geschuldet. Verschwörungstheorien anstelle von Fakten.

Das ist peinlich. Das ist menschenverachtend. Das ist einfach schlecht.

Besser macht es derweil der HSV – neben dem Platz, wie schon erwähnt.

Tja, mit solchen Brandreden kann man heutzutage Punkte machen und um etwas anderes geht es dieser Pfeife nicht. Man braucht Klicks, man braucht Leser, ansonsten lohnt sich der Deal mit der Wettbude nicht und er geht den gleichen Weg wie die Welt-App „Appybuy“. Und so geht es „Herrn Scholz“ genau so wenig um den Menschen Bakery Jatta und dessen Schicksal, das ist ihm scheißegal. So egal wie dem Sportchef der Mopo, dem Journalisten von Frankfurter Rundschau, Herrn Ewald Lienen und zahlreichen anderen, die gerade dabei sind, auf das Trittbrettchen aufzuspringen, Beifall (und Klicks) ab zu greifen und sich als Verteidiger des armen Waisenkindes Bakery auf zu schwingen. Den Höhepunkt liefert hierbei der vorlaute Sportvorstand Boldt, der sich nicht zu schade ist, gegenüber DFL und DFB die Rassismuskarte zu spielen, was für ein Armutszeugnis, denn mit Rassismus hat das alles absolut nichts zu tun, jedenfalls nicht bei denen, die an Wahrheit und Aufklärung interessiert sind.

Um es ganz deutlich zu sagen: Das, was wir gerade medial geboten bekommen, hat es in dieser Form noch nicht gegeben. Während sie selbst, und zwar durch die Bank und alle, bei jeder sich bietenden Gelegenheit redaktionelle Beiträge auf Grundlage von Indizien verfassen, versuchen sie gerade eine Gruppe aus ihrer Mitte zu diskreditieren, die genau das macht. Dabei wird wirklich jede Grenzen des Anstands überschritten, einige Journalisten gehen sogar soweit, Recht und Gesetz außer Kraft setzen zu wollen, von den mittel- und langfristigen Konsequenzen, die ein solches Verfahren mit sich führen würde, einmal gänzlich losgelöst. Kurzum: Einigen ist inzwischen absolut jedes Mittel recht, um sich auf der Seite der gutmenschigen Gewinner zu positionieren und dafür sind sie bereit, ihre eigenen Kollegen von BILD und SportBild dem Pöbel mit den brennenden Fackeln zu opfern.

Wäre man ein echter Journalist gewesen oder einer, wie ich ihn mir wünschen würde, hätte man von Anfang an die Hysterie aus der Stimme genommen und nüchtern analysiert. Man hätte auf die Schwachstellen in der SportBild-Argumentation hinweisen und darauf verweisen können, dass man sich scheinbar erst am Anfang der Geschichte befindet. Aber mit einer solchen Machart gewinnt man heutzutage keine Aufmerksamkeit und keine Klicks mehr und die sind im digitalen und Print-beerdigenden Zeitalter die Währung. Und für Geld und Job-Erhalt sind nun mal einige bereit, absolut alles zu tun.

Ich kann nur hoffen, dass die Freunde vom Springer-Verlag, deren Arbeit ich alles andere als schätze, die aber die gleiche Behandlung verdient haben wie alle anderen, sich jeden Namen und jedes Medium merken, sich Gebetsbuch schreiben und nicht demnächst wieder so tun, als wäre man doch eine große glückliche Journalisten-Familie.

Ich jedenfalls nehme nach wie vor keinen Zentimeter Abstand von meinen Gedanken und Forderungen, und wenn man mich dafür zum 87.436. Mal als „Braunlachs“, Nazi oder was auch immer bezeichnen möchte. Ich möchte lückenlose Aufklärung, ich möchte die Wahrheit erfahren und sie nicht vertuscht sehen. Und ich möchte, sollten sich die Vorwürfe beweisen lassen, rechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen sehen. Sollten sich die Vorwürfe nicht beweisen lassen, möchte ich die gleichen rechtlichen Konsequenzen für BILD und Sportbild, aber eben erst dann!!!

Ich würde übrigens das exakt Gleiche fordern, wenn es in diesem Fall um einen Spieler aus Finnland, Kanada oder Thailand gehen würde, damit das mal klar ist.

Der große Vorteil der BILD/SportBild-Basher ist jedoch leider, dass der überwiegende Teil ihrer Leser schlicht und ergreifend zu dumm ist, die gesamte Tragweite der Affäre zu umreißen. Viel einfacher als nachzudenken ist es, die Fackel anzuzünden und „verbrennt sie“ zu brüllen.

Von | 2019-08-15T07:49:00+02:00 15. August 2019|Allgemein|44 Kommentare

44 Comments

  1. Hein Blöd 15. August 2019 um 08:38 Uhr - Antworten

    Moin!

    Man liest immer wieder rührende Geschichten von KlassenkameradInnen aus dem Nicht- EU Ausland,
    welche samt Familie gut integriert sind, brav arbeiten und Steuern zahlen, aber denen nun die
    Abschiebung droht weil die Eltern bei der Einreise falsche Angaben machten und der Familie nun die
    Abschiebung droht. Ihre einzige Chance ist häufig die Gnade eines Peditionsausschusses.
    Ich muss gestehen: Mir gehen solche Geschichten an die Nieren, mir tun die Menschen hinter diesen
    Geschichten unendlich leid, würde ich doch an ihrer Stelle genauso handeln.
    Und nun soll das alles für den Herrn Jatta, sollte sich sein Vergehen bestätigen, auf einmal nicht mehr
    gelten? Weil er ein Nebendarsteller im großen Fussballzirkus Bundesliga ist?
    Das kann es nicht sein, ich finde es sollte für ihn genau die selben Regeln gelten wie für andere auch.
    Wobei ich es ihn, genau wie den vielen anderen auch, gönnen würde bleiben zu dürfen.

    • Meikel 15. August 2019 um 09:29 Uhr - Antworten

      Voraussetzung für die folgende Aussage ist, dass sich die Vorwürfe bewahrheiten und Bakery tatsächlich „schuldig“ ist:

      Ja, man liest immer wieder von solchen Fällen und die tun einem in der Tat leid
      Selbstverständlich darf Bakery, wenn er von einer solchen Ausweisung bedroht ist, ebenfalls einen solchen Ausschuss anrufen.
      Bei dieser, nennen wir es mal Gnadens-Entscheidung – und nichts anderes ist diese Anrufung eines Petitionsausschusses, weil damit teilweise bestehendes Recht und Gesetz „übergangen“ wird – muss man dann aber schon unterscheiden zwischen
      – Familie, deren Kinder während einem Asylverfahren hier geboren wurden (und mittlerweile vielleicht 10 Jahre alt sind und immer hier gelebt haben), und die man daher eigentlich kaum mit gutem Gewissen nach (sagen wir mal) Afghanistan abschieben kann
      – alleinstehender Fussballprofi, der aller Wahrscheinlichkeit nach problemlos woanders sofort eine Aufenthaltserlaubnis bekäme (und auch hier in D bekommen hätte), wenn er einen Vertrag als Spieler hat

      Also: geht man nach Recht und Gesetz vor, müssten (bei gleichen Voraussetzungen) beide Fälle gleich behandelt werden
      Fällt man jedoch eine „Gnadens-Entscheidung“, darf man sehr wohl die restlichen Umstände einbeziehen

  2. Weltmeister. 15. August 2019 um 08:55 Uhr - Antworten

    Für ein paar Klicks verraten diese Leute Recht und Moral. Kaum jemand scheint ein Interesse an der Aufklärung zu haben. Sogar öffentlich-rechtliche Medien zitieren und beklatschen das unsägliche Interview mit Ewald Linien. Motto: Was spielt das schon für eine Rolle ob und wenn ja Gesetze gebrochen wurden? Der Bursche ist doch integriert! Nun lasst mal gut sein!
    – Ist das noch fahrlässig oder schon mutwillig?

    Der Druck auf die Behörde und DFL ist enorm. – Werden sie sich angesichts des aufgebauten Drucks pro Jatta tatsächlich um eine komplette Aufklärung, auch zur möglichen Entlastung Jattas, bemühten? Oder verstecken sich alle am Ende hinter dem Ersatzpass und berufen sich auf die Aussagen der gambischen Behörde?

    Die Folgen für Sport und Rechtsstaat sind überhaupt noch nicht abzusehen. Es muss daher im Interesse aller sein, den Fall rückstandsfrei aufzuklären.
    Hoffentlich sagt der Bursche bei den Anhörungen die absolute Wahrheit.

  3. Meikel 15. August 2019 um 09:37 Uhr - Antworten

    Um es mit Scholles eigenen Worten zu sagen

    Das ist alles einem riesigen KOMPLETT geschuldet

    Da fällt einem nichts mehr ein – warum liest er seinen Schmonzes nicht nochmal nach dem Posten?
    Die Frage war rhetorisch 🙂
    Warum sagt ihm das niemand?
    Die Frage war ebenfalls rhetorisch 🙂

    ich finde, das wird alles zu sehr hochsterilisiert
    Oder wie der Philosoph Thorsten Legat sagte
    „Zum Glück habe ich nur eine Struktur.“
    Legat nach der Diagnose Beinbruch

  4. Hein Blöd 15. August 2019 um 09:44 Uhr - Antworten

    Mmmh, und die BLÖD erklät uns jetzt also, laut Überschrift, das „Torgeheimnis“ des HSV…
    Und das Abendblatt beschäftigt jetzt, so scheint es, eigens einen „Hinterseer- Experten“…
    Was es nicht alles so gibt.
    Jetzt fehlt eigentlich nur noch jemand der aus Heckings Stuhlgang das nächste Ergebnis
    herausliest, wenn man schon mal so tief drinsteckt.

  5. Frank Müller 15. August 2019 um 09:44 Uhr - Antworten

    Ja, die Leute können einem Leid tun. Auf der anderen Seite muss man aber auch festhalten, sie haben bereits bei der Einreise gezeigt, dass sie bereit sind die Rechtsordnung zu brechen um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen. Wenn sie nicht mit ehrlichen Angaben einen Aufenthalt hier erreichen können, dann gibt es keinen Grund sie hier zu belassen. Soll man den Betrug dann auch noch belohnen und diese Leute einfach denjenigen gleichstelllen, die tatsächlich verfolgt werden oder einen echten Fluchtgrund vorweisen können und dies und ihre Herkunft und persönlichen Daten offen und ehrlich kommunizieren?

    • Meikel 15. August 2019 um 09:56 Uhr - Antworten

      @Frank Müller
      Von diesen Leuten habe ich nicht gesprochen.
      Mein Beispiel bezieht sich auf Leute, die schon lange hier leben und deren Kinder während eines Asylverfahrens hier geboren wurden und aufgewachsen sind.
      Es bezieht sich NICHT auf Leute, die dabei wissentlich falsche Angaben gemacht haben

  6. Horizonte 15. August 2019 um 10:00 Uhr - Antworten

    Sehr gut, Grave. Ich fühle mich als würde ich aus dem Gottesdienst kommen – erleuchtet. Danke.

  7. hamuburgmini 15. August 2019 um 10:19 Uhr - Antworten

    Moin,
    daß Herr Scholz solch eine Stimmung erzeugt ist doch kein Wunder..
    Wer glaubt denn wirklich daß der Blog samt Angestellten, Nebenautoren (Escher / Pegelow), Reisen ins Trainingslager, Technik usw. von einem Sponsor überleben kann.
    Für 2 Angestellte samt Lohnnebenkosten kommt man doch locker auf + EUR 10.000 pro Monat und daß zahlt alleine ein ominöses Wettbüro dessen Stammsitz in einem
    beschaulichen Einkaufszentrum in Hamburg-Farmsen seinen Sitz hat? Das ist doch lächerlich und scheint eher einer Strohmann-Finanzierung zu unterliegen.

    Ich vermute eher, daß dieser Blog über den HSV finanziert wird und so natürlich eine Stimmung „pro Jatta/ pro HSV“ gegen Springer erzeugt werden soll.
    Aktuelle Berichterstattung und das gegenwärtige Verhältnis zwischen Bild/SportBild und HSV scheinen zumindest diesen Eindruck aus meiner subjektiven Perspektive zu erhärten.

    Wer sich dabei nicht mal vergallopiert….

    ps.
    Alles Gute nachträglich Grave!
    Vielen Dank bisher und WEITER SO!!

  8. Weltmeister. 15. August 2019 um 10:22 Uhr - Antworten

    Was sollen sie auch anderes sagen? Ob sie das dann auch tun oder sich hinter einem Stück Papier verstecken, ist leider die Frage.

    Und sie werden kaum hingehen und selbst umfassend Recherche betreiben, oder?

    Die Gefahr für Rechtsstaat und Sport ist, dass lapidar gesagt wird: „Der Pass ist gültig, dies wurde uns noch einmal aus Gambia schriftlich bestätigt. Weitere Erkenntnisse gibt es nicht. Akte zu!“

    – So kehrt sicherlich keine Ruhe ein. Die Sache muss rückstandsfrei geklärt werden. Ansonsten freuen sich die braunen und hellblauen Rattenfänger.

    • Der weisse Blitz 15. August 2019 um 14:01 Uhr - Antworten

      @Weltmeister
      Der Rechtsstaat ist nicht in Gefahr, sondern er wird schon lange missachtet. Täglich passieren Verstöße von Richtern, Staatsanwälten, der Regierung, Polizei, Politikern, Staatsbediensteten gegen den Rechtsstaat.
      Wenn die Akte geschlossen wird, weil nichts zu ermitteln ist, bzw. nichts ermittelt werden soll, dann würde das eben genau zu unserem nicht mehr funktionierenden Rechtsstaat passen. Und die Sache wäre dann auch ganz schnell erledigt.
      Und noch eine Anmerkung zu Ihnen. Sind Sie mit Ihrer Forderung nach rückstandsfreier Klärung in den Augen der linksgrünen Gutmenschen nicht auch ein Nazi?

      • DerGast 15. August 2019 um 17:46 Uhr - Antworten

        Nicht mehr funktionierender Rechtsstaat?!
        Liest du eigentlich, was du schreibst?
        Und wie wäre es mit weniger diffamieren den Äußerungen? Irgendwie klingt das „linksgrünen Gutmenschen“ alles andere als neutral.
        Danke

  9. Weltmeister. 15. August 2019 um 10:46 Uhr - Antworten

    Hier mal eine relativ gute und neutrale Zusammenfassung:
    https://www.sport.de/news-amp/ne3742105/hsv-neue-entwicklungen-im-fall-von-bakery-jatta/?__twitter_impression=true

    Es gibt also auch noch gute und unabhängige Journalisten.

    • Saschas Alte Liebe 15. August 2019 um 11:39 Uhr - Antworten

      „Zitate“ aus einem angeblich gelöschten angeblich vorhandenen Artikel sind wohl kaum von Substanz, ein Gerücht. So etwas aus dritter oder vierter Hand ist nicht seriös brauchbar.
      Und natürlich wird ein in Italien gestrandeter Flüchtling, der Fußballprofi in Europa werden will jede wirkliche oder scheinbare Möglichkeit und jede Berater-Vermittlerhand hoffnungsvoll ergreifen …
      Es wird spätestens ab da keine Recherche mehr geben, denn auch die Sportjournallie zerrt die Machenschaften in diesen Kreisen nicht ans Licht; sie lebt von deren durchgesteckten Informationen und Tips.
      Es wird eine kleine Story bleiben, die inzwischen maximal aufgeblasen und gezündelt wurde.
      Die Rechten hatten ihren Empörungs Hype, die echten wie scheinbaren Rassismuswächter haben den Finger deutlich erhoben und Scholz sülzt sich noch in seinem „Überzeugungs“schleim, auf dem er notfalls auch noch flink halsen könnte, falls nötig bei überraschendem Windwechsel.
      Doch die eigentlichen Ursachen und Hintergründe bleiben und bleiben im Dunkeln. Die Meinungen sind nur noch etwas verfestigter als eh schon.
      Insgesamt eine eher schädliche Geschichte.
      Cui bono ?
      Die wirklich großen Beschiss Geschichten laufen woanders, sicher nicht irgendwo in Gambia oder bei Kannenberg hinter Bremen.

  10. Ex-HSVer im Herzen 15. August 2019 um 11:16 Uhr - Antworten

    Sehr gut geschlussfolgert. Meiner Meinung Nach ist das Ganze abgeschlossen und es geht nur noch darum, was jetzt für Konsequenzen für die einzelnen drohen. Diese Reise nach Gambia ist nur Alibi, denn welche Beweise will man denn da finden? Das ist ein Land, in dem viele Menschen alles sagen und machen, wenn man ihnen Geld bietet.

    Jatta hat gelogen. Fakt.
    Der HSV wusste es oder hat es geahnt. Fakt.

    Alles andere, was jetzt kommt, sind Verwaltungsakte, die davon abhängen, wie sehr die Handelnden daran interessiert sind, Gesetzen streng zu folgen. Sollten sie sich von der herrschenden Meinung („er hat keinem geschadet“ / „voll integrierter Musterflüchtling“) beeinflussen lassen, was ich stark befürchte, wird es für keine Partei einen nennenswerten Schaden geben.

    Die Quittung wird es in einigen Jahren geben, wenn die AfD bei 30% liegt…

    • Saschas Alte Liebe 15. August 2019 um 11:46 Uhr - Antworten

      Es gibt so gut wie kein „Fakt“ in dieser Geschichte.
      „Fakt“ mag es für Dich selbst sein, aber da haben sicher viele das ihre.
      Aber richtig, wenn mit solchen diffusen Storys herumgezündelt wird, bei denen sowieso alles im Unklaren bleiben wird, dann spielt das eben genau jenen diffusen Geistern in die Karten, ja!
      Mein „Fakt“ ist beispielsweise, dass solcherart Geschichten nach Methode stinken!

      • Ex-HSVer im Herzen 15. August 2019 um 13:53 Uhr - Antworten

        Na klar gibt es unumstößliche Fakten. Bilder aus 2014/2015, wo eindeutig Jatta drauf zu sehen ist, wie er „Daffeh“ hieß. Biometrisch eindeutig die gleiche Person. Ergo: Gelogen beim Namen. Und da er auf dem Bild 2014 sicher keine 16 war, ist er auch älter. Ergo: Gelogen beim Alter.
        Alles andere passt einfach nur ins logische Bild und ist das typische Verhalten von Parteien, die Dreck am Stecken haben. Wozu Artikel/Emails/etc. löschen, wenn man nichts zu verbergen hat.

        Ich befürworte zu 100% „in dubio pro reo“, aber hier gibt es keinen Zweifel mehr. Außer man baut sich ein eigenes Argumentationskonstrukt zusammen, um bloß nicht die Wahrheit zu akzeptieren.

        PS: Mich nervt das Thema mittlerweile auch und ich finde ebenso, dass es weitaus größere Brandherde gibt. Aber Recht muss Recht bleiben. Nüchtern und faktisch.

    • Bjoern 15. August 2019 um 12:40 Uhr - Antworten

      Die DFL hat einen Vertrag mit dem Spieler Jatta (es spielt keine Rolle, ob der tatsächlich Daffeh heißt, es geht hier eher um eine Namenstäuschung statt Identitätsbetrug).
      Die DFL kann sich nicht von Meinungen beeinflussen lassen, sondern nur von Fakten.
      Sollte sich herausstellen, dass „der HSV“ Kenntnis von Unstimmigkeiten hatte (und wann hatte er diese Kenntnis? ), wird eine Lawine ins Rollen kommen, an deren Ende die Solidaritätsbekundungen dem Spieler gegenüber lächerlich wirken werden, weil dann lapidares Arbeitsrecht zur Geltung kommt (und die außerordentliche Kündigung erfolgen müsste).

      Ich halte es für unmöglich, dass die Sportbild ein derartiges Fass ohne Fakten aufmacht. Eventuell wird da im Hintergrund tatsächlich ordentlich verwischt, weil der Eisberg gigantisch ist. Ob jetzt nur in einem Fall (Jatta), oder ob da nun mehr hintersteckt, wir werden sehen.

      Im Übrigen finde ich Hinweise auf „braun“ und „hellblau“ hier kritisch, denn gerade „rot“ (mal die „Artikel“ der taz dazu gelesen?) verhält sich in dem Fall besonders niederträchtig.

      • Saschas Alte Liebe 15. August 2019 um 13:00 Uhr - Antworten

        Unsinn, die TAZ geht von der Unschuldsvermutung aus, das ist korrekt, sonst nichts.
        Niederträchtig ist/wäre, wenn die Sportbild nicht weitere substanzielle Nachweise brächte, denn dann wäre alles nur noch eine Kampagne und völlig egal, ob wer auch immer daran noch etwas Verborgenes vermutete oder weiter spekulierte.
        Gigantische Eisberge und Lawinen … die gibt es zuhauf und wesentlich offensichtlicher und weit gewichtiger.
        Doch diese werden nicht in gleicher Weise forciert, denn darin stecken andere Kaliber von Macht, Einfluss und Geld und vor allem Niedertracht!
        An so einem „Jatta Fall“ (und womöglich ähnlichen) kann sich keine Sportbild die Finger verbrennen, egal wie spekulativ oder (un)beweisbar daran herumgezündelt wird.

  11. Profikommentator 15. August 2019 um 11:29 Uhr - Antworten

    Wenn Bäckerei Jatta/wie-auch-immer aber unschuldig sein sollte, das erwiesen werden sollte…dann erwarte ich eine riesige, große, titelseitige Entschuldigung von einer gewissen Zeitung.
    Das wäre nämlich genauso ein Skandal, so „wir haben da was unerwiesenes! Wir hauen es mal raus! Upsidupsi, nix dran, weitergeht’s“ darf es dann nämlich auch nicht sein. Und die Glaubwürdigkeit wäre dann eh dahin.

    Daher frage ich mich ja auch die ganze Zeit, warum nicht erst zu Ende recherchieren und dann faktenreich die Geschichte bringen, statt jede Form von Glaubwürdigkeit durch den Frühschuss zu riskieren?

    [wenn die Bäckerei aber schuldig ist, hat man mit ihr wie mit jeden „normalen Bürger“ umzugehen, das versteht sich von selbst und ist genau 0 rassistisch]

    • Der weisse Blitz 15. August 2019 um 14:20 Uhr - Antworten

      @Profikommentator
      Was verstehen Sie unter zu Ende recherchieren? Wann ist für Sie das Ende erreicht? Ich lese diese Forderung öfter in den Kommentaren. Ja, was erwartet Ihr von einer Boulevard-Zeitung? Dass sie recherchiert wie ein Kriminalkommissar oder ein Staatsanwalt oder wie eine Behörde. Die BILD ist eine Zeitung, die von Aufmachern und einer hohen Auflage lebt. Natürlich wird dann eine Story rausgehauen, wenn sie Einnahmen verspricht, auch wenn da nicht zu Ende recherchiert wurde. Insofern braucht sich die BILD für gar nichts zu entschuldigen. Sie hat nur das getan, was der Sinn einer Zeitung ist.

  12. Sebastian Schlack 15. August 2019 um 11:36 Uhr - Antworten

    Es ist kein Zeichen von geistiger Gesundheit gut an eine zutiefst kranke Gesellschaft angepasst zu sein. – Jiddu Krishnamurti

    Eine Grenze ist ein von Menschen erdachtes und maximal fragwürdiges Konstrukt. Als deutscher Staatsbürger sollte man das am Tag nach einem 13. August drauf haben.
    Grenzen sind nicht wie Gravitation oder Photosynthese. Sie sind gedachte Linien, für die sich nicht mal Regenwürmer interessieren.

    Aber Kleingeister brauchen eben Vereine, Grenzen und Pullover mit Städtenamen um sich mit ihren limitierten und Scheißeverkleisterten Gehirnen für 70 – 80 auf dieser Welt zu bewegen.

    • Saschas Alte Liebe 15. August 2019 um 11:49 Uhr - Antworten

      Wie wahr!