Stellt euch doch mal die eine Frage!

Stellt euch doch mal die Frage, warum niemand Fragen stellt und damit meine ich nicht den „Fall Jatta“. Warum stellt niemand Fragen, warum bin ich fast der Einzige, der es noch auf sich nimmt (und das meine ich wirklich so), der bereit ist, Fragen zu stellen? Warum machen es sich (fast) alle, bis auf eine einzige Ausnahmen, und auch die soll nach und nach mundtot gemacht werden, so herrlich einfach und fragen nicht mehr nach? Die Antwort ist eigentlich ganz einfach – weil es der leichte Weg ist. Man bekommt Klicks, man bekommt Beifall, man wird als „einer von uns“ bejubelt, Schulterklopfer ohne Ende, das Leben ist herrlich einfach. Aber es ist falsch, jedenfalls nach meinem Dafürhalten. Wenn wir in einem Land, welches uns aufgrund seiner Freiheit erlaubt, Fragen zu stellen, leben, dann ist es unsere verdammte Pflicht, dies zu tun. Ansonsten treten wir das mit Füßen, wofür andere vor uns gekämpft haben. Und nur, um sich das Leben so leicht wie möglich zu machen und so cool wie möglich durch zu rutschen? Nein, das ist nicht meine Welt.

Dann nehme ich es halt in Kauf, dass ich beleidigt werde. Scheiß drauf. Dann leere ich jeden Tag 12 Mal meinen Spamordner und lese den geisteskranken Dreck nicht mehr, der da reingespült wird. Dann gehöre ich halt nicht zu einer „HSV-Familie“, die vor 2 Wochen nicht mal im Ansatz existent war und die sich in wenigen Wochen wieder in ihre Bestandteile zerlegen wird. Ich weiß, dass sich all dies anhört wie eine Art Rechtfertigung, es ist keine, denn ich muss mich vor niemandem rechtfertigen. Weder vor dem Verein, noch vor seinen „Fans“ , noch vor irgendwelchen lächerlichen Facebook-Pickelträger-Seiten. Ich habe mehr Jahre für diesen Verein gespielt als diese Opfer zur Schule gegangen sind. Aber nochmal – warum stellt niemand Fragen?

Weil man mittlerweile an einem Punkt angekommen ist, an dem man von irgendwelchen Geistesgestörten in eine rechte Ecke gestellt wird, weil man rückhaltlose Aufklärung und keinen halbseidenen Freispruch möchte. Nach mehreren Jahren tauchen wie von Geisterhand irgendwelche Dokumente auf, die vorher unauffindbar waren und alle sind glücklich. Angebliche Zeugen sagen heute hü und morgen hott und alle sind glücklich. Vereine, die ihr verbrieftes Recht in Anspruch nehmen, werden landesweit medial an den Pranger gestellt. Diese Verein ziehen ihre Einsprüche zurück, weil sie mitgeteilt bekommen, dass sie ohnehin chancenlos sind, weil eine höhere Instanz etwas beschlossen hat und zwar aus politischen Gründen. Und dann ist es verboten, das zu hinterfragen?

Warum stellt ich dennoch diese Fragen bzw. habe diese Fragen gestellt? Weil es sonst keiner tut!

Warum habe ich jahrelang die Frage gestellt, wo all das Geld geblieben ist?

Warum habe ich gefragt, warum Beiersdorfer nach der Ausgliederung die Ziele von HSVPLUS mit Füßen getreten hat?

Warum habe ich die Frage gestellt, wie es sein kann, dass man öffentlich erklärt, man will nicht Vorstandsvorsitzender werden, um es denn wenige Monate später dann doch zu werden?

Warum hinterfrage ich Transfers dann, wenn sie getätigt werden und nicht erst dann, wenn sie sich als Flops erweisen?

Warum? Weil es sonst niemand tut! Denkt denn irgendeiner, ich habe ein perverses Vergnügen daran, diesem Verein all seine zahllosen Fehler aufzuzählen? Kann man sich nicht vorstellen, dass ich es deutlich lieber hätte, wenn ein Klub, an dem 40 Jahre mein Herz hing, vernünftig und vor allem EHRLICH arbeiten würde? Wie krank und kaputt muss man eigentlich sein, wenn man dem Letzten, der bereit ist, all diese absolut berechtigten Fragen zu stellen, so etwas wie Verbitterung oder niedere Absichten unterstellen möchte? Normalerweise wird das, was ich mache, von den gängigen Medien erwartet, aber die kommen schon seit vielen Jahren ihrem Auftrag nicht mehr nach. Die ergötzen sich vielmehr in Hofberichterstattung und Gefälligkeitsjournalismus, auf der Pressetribüne klatschen sich die Journalisten-Simulanten wie die letzten Fanboys ab, wenn der HSV ein Tor erzielt. Und dann erwartet man von diesen Versagern eine Berichterstattung, die diesen Namen verdient?

Mittlerweile ist ernsthafter Journalismus von Demagogie, Gefälligkeit und Auftragsarbeit abgelöst worden und wir wundern uns über die Zustände nicht nur in diesem Land? Wie bitte kann es in einem Land wie Deutschland sein, dass es innerhalb von Sendern und Verlagen Ansagen von oben gibt, die eine kritische Berichterstattung, so angebracht sie ist, unterbindet und sogar verbietet? Ich weiß, dass es im Fall des HSV so etwas in den letzten Jahren mehrfach gegeben hat und das Ganze nennt man dann ZENSUR! Es mag sein, dass es Menschen gibt, die sich wohl fühlen würden, wenn ich beschließen würde, diese Fragen nicht mehr zu stellen. Aber bis jetzt stelle ich sie und ich werde sie weiterhin stellen und in den meisten Fällen werde ich die Antworten mitliefern. Ein paar Wochen später werden dann nach und nach die meisten der Eierlecker aufspringen und dann behaupten, sie hätten es ja von Anfang an geschrieben oder gesagt. Diese ekelhafte Pack ist gefährlich, sogar gefährlicher als all diejenigen, die gerade hektisch aufkreischen, wenn man ihre oberflächlich heile Welt durch Fragen gefährdet.

Sollen sie. Mir tun diese Loser nur noch leid. Übrigens: Mit Märtyrertum hat das alles nichts zu tun, sondern mit nichts anderem als innerer Überzeugung. Ich bin zutiefst davon überzeugt, dass es die Pflicht eines jeden ist, Dinge zu hinterfragen und nur, weil es sonst kaum noch einer tut, wird es nicht weniger wichtig.

P.S. Das exakt Gleiche, was für Herrn Jatta und alle anderen gilt, gilt natürlich und selbstverständlich auch für Herrn Metzelder. Rückhaltlose Aufklärung, bis die letzten Zweifel ausgeräumt sind. Aber wahrscheinlich ist auch das wieder Rassismus.

Es wird niemals so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd [Otto von Bismark]

In Hamburg wird übrigens im Februar 2020 die Bürgerschaft gewählt.

Von | 2019-09-05T20:41:22+02:00 5. September 2019|Allgemein|53 Kommentare

53 Comments

  1. Gravesen 5. September 2019 um 07:28 Uhr

    Letzte Woche noch sollte Daniel Jovanov auf Verlangen des Herrn Gottschalk den Fall Jatta doch bitte “ nicht so juristisch und vielmehr moralisch“ betrachten, jetzt dreht sich der gleiche Herr Gottschalk seine Welt wieder zu zurecht, wie sie am besten für ihn passt. Es ist zum Kotzen.
    .
    https://www.gmx.net/magazine/sport/fussball/bakery-jatta-dfb-auswahl-kuntz-idee-hochbrisant-33988452

    • Kevin allein in Hamburg 5. September 2019 um 07:35 Uhr

      Was man halt für Geld so alles tut bzw. Angst um seinen Posten hat.

      • Gravesen 5. September 2019 um 07:39 Uhr

        Stimmt, aber das könnte ich doch auch machen. Was meinst du, wie viele Follower ich hätte, hätte ich seit 2012 Hofberichterstattung betrieben? Wie viele „echte“ und überzeugte HSVer mich gefördert und unterstützt hätten. Mit großer Wahrscheinlichkeit hätte ich, weil ich ja dann kein Gewissen hätte, meinen Blog auch an ein eine zwielichtige Wettbude verkloppen und Kohle scheffeln können. Warum mache ich das dann nicht? Weil es falsch wäre!

    • Nichtkunde 5. September 2019 um 10:22 Uhr

      Stilecht in bester „Ich bin ja kein [x], aber [y]…“-Manier eingeleitet, den Kurswechsel.😂

    • Nichtkunde 5. September 2019 um 20:10 Uhr

      Kai Schiller ist hingegen erwartungsgemäß Feuer und Flamme für die Idee. Ebenso erwartungsgemäß nicht etwa aus sportlichen Gründen, sondern aus ideologischen. Quasi als Ablasshandel, weil die Verbände nicht blindlings jeder abstrusen Forderung seines großen Boldinho Folge leisteten.

      https://www.abendblatt.de/meinung/article226998935/Bakery-Jatta-ins-Nationalteam-was-erlauben-Kuntz.html

      Dass und vor allem warum derartig offenkundige Manöver für gewöhnlich nach hinten losgehen, übersteigt offenbar seinen geistigen Horizont.

  2. Volli 5. September 2019 um 07:52 Uhr

    Man sollte Fragen stellen, und sich nicht dafür rechtfertigen müssen. Für den allgemeinen Fan zählt aber nicht was im Hintergrund geschieht. Es gilt der kleine sportliche Höhenflug, und der Zusammenhalt, egal wie man ihn erkauft hat! Das bedient die Presse doch wunderbar. Der HSV hat innerhalb kürzester Zeit wieder ein sympathisches Gesicht bekommen.

    • Gravesen 5. September 2019 um 08:05 Uhr

      Und bist du der Meinung, dass dies die eigentliche Aufgabe der Presse ist? Kleine sportliche Höheflüge zu bejubeln und die Millionen von Katastrophen unter den Teppich zu kehren? Nur, damit man selbst ein leichteres Leben hat? Dann soll man verdammt nochmal in einer PR-Agentur arbeiten, aber nicht als Journalist.

      • Volli 5. September 2019 um 09:12 Uhr

        Du hast vollkommen Recht. Vielleicht sind das alles Bewerbungsberichte der Simulanten😉

  3. Saschas Alte Liebe 5. September 2019 um 09:17 Uhr

    In den allermeisten Fällen fand und finde ich die hier gestellten Fragen außerordentlich wichtig und gut.
    Beim Thema HSV gab es seit vielen Jahren jede Menge Anlass, solche Fragen zu stellen.
    Gleiches gilt im Falle Metzelder, oder in Sachen Football Leaks.
    Es ist auch eminent wichtig, diese Fragen spezifisch zu stellen und ihnen präzise nachzugehen. Ein weiterer Pluspunkt dieses Blogs.
    ich habe diesen Blog dafür auch in anderen Foren stets verteidigt und damit eine Menge Prügel und Beschimpfung eingesteckt.
    Im Falle Jatta war und bin ich weitgehend anderer Meinung als die meisten hier inklusive des Bloginhabers. Das habe ich ja auch ziemlich ausgebreitet und dezidiert begründet dargelegt.
    Einheitsmeinungen passen aber auch nicht in einen kritischen Blog, der unbequeme Fragen stellt und sich in diesem Sinne definiert.
    Hier muss selbsterklärend auch Raum sein, sich selbst kritisch zu hinterfragen.
    Gleichzeitig ist dabei kein Vergleich mit Hofberichterstatterforen und PR Anhängseln zur Lobhudelei notwendig, Rechtfertigungen schon garnicht.
    Dass mir hier gelegentlich die Wortwahl wenig zusagt, ist für mich bedauerlich, aber wohl ggfs. mein Problem. Es wäre wohl kaum angemessen, jemandem dort über den Mund fahren zu wollen, wo eigene Meinung noch hochgehalten wird.

    • Gravesen 5. September 2019 um 09:23 Uhr

      Ach? Im Fall Jatta fandest du die gestellten Fragen meinerseits nicht richtig? Interessant. Und ganz ehrlich – diesen Quatsch von wegen Wortwahl kann ich langsam nicht mehr hören.

      • Stefan 5. September 2019 um 09:58 Uhr

        Sascha schrieb, das er deine Meinung nicht teilt. Deine Fragestellung wurde doch gar nicht kritisiert…

        Deine geleistete Arbeit ist nicht hoch genug einzuschätzen, auch wenn auch ich (als stiller Mitleser) nicht immer deine Meinung teile. ABER wie du an die Sache herangehst ist richtig und wichtig. Nur so kann man sich eine vollumfängliches Bild verschaffen und sich eine eigene Meinung bilden.

        Das Problem am Ganzen ist nur, das hier zum Glück nur der Mikrokosmos HSV beleuchtet wird. Denn darüberhinaus funktioniert Journalismus heutzutage so, wer stellt denn in der Politik noch die richtigen Fragen ? In der Wirtschaft ? Eine handvoll…

        Um so wichtiger ist die Minderheit derjenigen, die sich trauen kritische Fragen zu stellen, aber auch zulassen, das man sich dann mit Frage&Antwort kritisch auseinandersetzen kann (ohne damit meine ich nicht die Beschimpfungen per Mail, Twitter, FB etc.).

        Eine Frage zu diesem Volksparkwatch (die ich nicht kannte). Gab es von denen nie ein anderes Statement zu Jatta. Z.B. hat Hecking gleich zu Beginn des Falls (sinngemäß) gesagt, das man dem Vorwurf nicht glaubt, aber es sich bewahrheitet Jatta auch entsprechend bestraft werden müsste. Nur hat er diese Aussage dann kaum noch wiederholt, aber müsste er das denn überhaupt?

      • Saschas Alte Liebe 5. September 2019 um 10:59 Uhr

        Nein, nicht die Fragen!
        Denen seriös nachzugehen, war völlig in Ordnung.
        ich war bezüglich der Auslegungen, Schlussfolgerungen, auch Spekulationen (zu denen Du z.T. ausdrücklich ermutigt hast) ANDERER MEINUNG.
        Und das auch nicht in jedem einzelnen Punkt, sondern in der Bewertung im Zusammenhang der Hintergründe, v.a. der politischen.
        Und die Causa Jatta ist nunmal eine politische; dazu wurde sie sehr schnell (gemacht)!
        Zum Thema Wortwahl sagte ich ja schon, dass es MEIN PROBLEM sei.

  4. Dennis61 5. September 2019 um 09:18 Uhr

    Wo ist Bakary Daffeh?

    • Gravesen 5. September 2019 um 09:31 Uhr

      Dennis, das ist eine Frage, die man nicht stellen darf. Es darf dich nicht interessieren, wo Herr Daffeh ist oder ob es ihn überhaupt gibt. Diese Frage ist unzulässig, weil ihre Beantwortung möglicherweise die schöne Geschichte zerstören könnte. Wenn es jedoch von Herrn Daffeh abhängen würde, ob die Geschichte nun stimmt oder nicht, dann wäre Gott und die Welt auf der Suche nach dem armen Daffeh, jeder würde nach ihm fragen und alle würden sich furchtbare Sorgen machen. Und dann würdest du als jemand, der nach ihm fragt, auch gefeiert werden.

    • Lord Sherwood 5. September 2019 um 09:51 Uhr

      Noch einmal, einen Bakary Daffeh hat es gegeben.

      Laut dem Transfer-Registrierungs-System (TRS) der FIFA war er bis November 2013 auf den Verein Brikama United registriert. Anfang Dezember 2013 wechselte Daffeh für ein Jahr auf Leihbasis zum senegalesischen Erstligisten Casa Sports aus Ziguinchor. Er spielte zunächst bis zum Ende der Saison 2013/14 für Casa Sports, kehrte von Juli bis November 2014 zu Brikama United zurück und spielte zwischen Dezember 2014 und Januar 2015 erneut für Casa Sports. Sein letzter Einsatz für den senegalesischen Verein datiert vom 11. Januar 2015.
      Ab Januar 2015 absolvierte Daffeh ein Probetraining in Italien beim damaligen Drittligisten AS Pro Piacenza 1919. Anschließend kehrte er zu Brikama United zurück und wird im April 2015 in einem Spielbericht erwähnt. Seitdem gibt es von ihm kein Lebenszeichen mehr. Zu diesem Zeitpunkt tauchte Bakery Jatta auf.

      Offensichtlicher geht es ja wohl nicht.

    • Dennis61 5. September 2019 um 10:55 Uhr

      Ich fall gleich vom Stuhl. Fängt das schon wieder an. Ein letztes Mal zum mitmeißeln:

      quote
      Ein HSV-Mitarbeiter versuchte daraufhin, den Spuren nachzugehen. Doch offenbar hatte er keine Beweise, die Jatta belasten oder entlasten konnten. Nur eine Tendenz: Sein „Hauptverdacht“ sei, so schreibt er Ende Januar 2016 in einer Mail, „dass es sich bei dem Spieler tatsächlich um Bakary Daffeh handeln könnte“.
      unquote

      Quelle: Spiegel/Football Leaks

      Verstehst Du was da steht? Der HSV ist sich selber nicht sicher und glaubt, dass er die Identität gewechselt hat. Seit Bakery Jatta in Hamburg spielt, ist Bakary Daffeh nicht mehr auffindbar. Ist Dir bewusst was das bedeutet? Hast Du Dir die Fotos und Videos von Bakary Daffeh angesehen?

      • Ex-HSVer im Herzen 5. September 2019 um 15:45 Uhr

        Schlimm, diese Ignoranz von Fakten!!! Allein der biometrische Vergleich von Bildern beweist, dass Jatta früher Daffeh war. Da braucht man den anderen Krams gar nicht mehr

  5. Lord Sherwood 5. September 2019 um 09:29 Uhr

    Es ist doch nicht Graves Sache, zu beschreiben, wie rückhaltlose Aufklärung zu erfolgen hat. Die Forderung danach ist aber vollkommen berechtigt.

    Bei Jatta darf aber nicht sein, was nicht sein soll. Das Sommermärchen vom gambischen Flüchtling, der gut integriert ist, darf nicht zerstört werden. Ich wage mal die Aussage, dass die Behörden entsprechend handeln mussten. Gerade bei Gambiern, die in Deutschland keinen guten Ruf haben, braucht man ein leuchtendes Gegenbeispiel. Wusstest Du, dass Flüchtlinge aus Gambia die Drogenszene im Südwesten fest im Griff haben. Der westafrikanische Staat gilt als Drehkreuz für den internationalen Kokainhandel.

    Was Herrn Metzelder betrifft, bin ich überzeugt, dass der Staat alle seine Handlungsmöglichkeiten nutzen wird, um die Sache aufzuklären, da Kinderpornographie in Deutschland, vollkommen zurecht, geächtet ist. Hier wird es bestimmt kein #teammetzelder geben, was auch gut so ist.

    • Lord Sherwood 5. September 2019 um 09:57 Uhr

      Du setzt hier Sachen in die Welt, die ich nie behauptet habe, Ich habe bezüglich der Drogen nur gesagt, welchen Ruf Gambier in Deutschland haben und dass alle froh sind, jetzt auch mal einen anderen präsentieren zu können.

    • Ex-HSVer im Herzen 5. September 2019 um 15:46 Uhr

      Es reicht ein Beweis: Foto aus 2014 (Daffeh) abgleichen mit Foto aus 2016 (Jatta). Et voilà!

  6. Michael 5. September 2019 um 09:56 Uhr

    Da ich selber gerne drastisch-plastisch ausdrücke, was ich als drastisch empfinde, kann ich auch mal einen Kraftausdruck gebrauchen und ertragen. Drastisch ist, was beim HSV passiert. Insofern passt es mit der „Wortwahl“.
    Im eigenen Blog oder auf meiner Seite bestimme doch ich die Wortwahl bzw. hier der Autor.
    Ähnliches konnte man schon oft im Netz lesen. „Er hat ja recht, aber seine Ausdrucksweise…“ Ja, Scheiße, ihr weichgespülten, stromlimienförmigen Zäpfchen auf Twitter und facebook, ihr merkt es doch nicht mal nach deutlicher Ansage, was abgeht! Nur nicht kritisieren, nicht hinterfragen, sonst kippt der wackelige Fetisch um.
    Das ist es doch gerade, was abgeht. Zensur, Maulkorb, getarnt als Zusammenstehen, Zusammenrücken. Geleitet durch die Selbstoptimierer, denen der HSV und Eure Gefühle am Allerwertesten vorbeigehen.
    Da lebt noch die Hoffnung, die jetzigen Vögel könnten doch noch eine Wende herbeiführen. Wie jede Saison. Es ist Fanatismus light: laute Töne und Fragen könnten irgendetwas zerstören, der HSV könnte doch Erfolg haben, endlich wieder….ja, wie denn?
    Kurzfristig ja, langfristig und nachhaltig nein!
    Das muss immer und immer wieder gesagt werden, laut und deutlich. Eingeschlagen werden wie der Zimmermannsnagel. Sonst merkt es keiner, weil es keiner merken will.

  7. Gravesen 5. September 2019 um 09:59 Uhr

    Ich möchte gern eines an dieser Stelle anmerken: Ich bin stolz darauf, dass solche Fragen in diesem Blog gestellt und diskutiert werden dürfen und nicht mit dämlichen und oberflächlichen Einwänden wie „Wenn du sowas fragst, bist du kein HSVer“ oder ähnlichem weggebrüllt werden. Wer meint, dass man wahlweise rechtsradikal ist oder AfD-Wähler sein müsste, um sich solche Fragen zu stellen, sollte sich umgehend in Behandlung begeben. Ich würde mir eher die Hand abschneiden, als AfD zu wählen, mich widert dieses Volk zutiefst an.

  8. Lord Sherwood 5. September 2019 um 10:05 Uhr

    Ich schreibe es auch noch mal. Dann hätte er ja in Gambia betrogen, was ihn als Menschen auch nicht gerade in ein günstiges Licht rückt und die heldenhafte Verehrung, die er gerade in Deutschland genießt, keinesfalls rechtfertigt.

    • Lord Sherwood 5. September 2019 um 11:14 Uhr

      Es ist doch schietegaal, wo einer lügt. Gelogen ist gelogen, ob auf dem Mond oder in Wanne-Eickel. Es geht mir hier um die Moral, wie bei so vielen in dieser Geschichte, die ständig mit der Moralkeule kommen und meinen, was der Jatta doch für ein anständiger und netter Mensch ist. Das ist er in meinen Augen eben nicht, falls Deine logische Erklärung stimmt.

  9. Dennis61 5. September 2019 um 11:07 Uhr

    Moin! Ich hatte in der letzten Woche das Vergnügen mich mit einem absoluten Afrika-Experten zu unterhalten. Ein Hamburger Kaufmann, der seit Jahrzehnten Geschäfte mit Westafrika macht. Er sagte mir, so wie von Sascha mehrfach beschrieben, dass in dieser Region der Welt die Uhren einfach anders ticken. Papiere umschreiben zu lassen ist gegen Geld überhaupt kein Problem. Niemand fragt sich dort, was daran schlecht sein soll, solange es die Familie ernährt.

    Insbesondere junge Männer sind den antidemokratischen Herrschern generell ein Dorn im Auge. Sie sind jung, stark und kritisch. Etwas, was den Machthabern jederzeit große Probleme bereiten könnte, wenn sie bei ihren Hinterzimmergeschäften gestört werden. Es ist für die Elite ein doppelter Gewinn, wenn die jungen Männer weggehen. Zum einen können sie sich nicht auflehnen und zum anderen schicken sie Geld in die Heimat. Bei einem geschätzten Jahreseinkommen pro Kopf von vielleicht um die USD 1.000,00, kann sich jeder hier einfach ausrechnen wie leicht es ist sich z.B. eine beglaubigte Urkunde zu besorgen.

    Unser Maßstab, den wir an Behörden und Urkunden legen, kann man dort unten schlichtweg vergessen. Dort ist mit Geld im wahrsten Sinne des Wortes alles zu bekommen.

    • Ex-HSVer im Herzen 5. September 2019 um 15:51 Uhr

      Exaktamente. Das peilen diese „Es wurden beglaubigte Dokumente vorgelegt“-Naivlinge nicht. 10.000 € und schon hast Du was Du brauchst

  10. Weltmeister. 5. September 2019 um 11:09 Uhr

    Es sind seltsame Zeiten.
    Wer seine Meinung sagt und Missstände anprangert, wird häufig hart attackiert.
    Dies ist sehr wohl auch einer der Gründe, warum z. B. aus den Reihen der beiden traditionsreichen Volksparteien kaum noch jemand Klartext sprechen will im Bundestag. Einen Wehner oder Strauß sucht man seit Jahren vergeblich.
    Jeder hat Angst vor dem Shirtstorm, der das eigene wackelige Stühlchen umwerfen könnte. Also setzt man sich vorwiegend bei positiven, öffentlichkeitswirksamen Termine in Szene.

    Ebenso und noch viel sektenähnlicher läuft es rund um einen Fußballclub wie den HSV ab. Vom Prinzip her überschlägt sich der Club förmlich mit der Produktion von „guten Nachrichten“. Hierzu wurde der Wasserkopf in der Verwaltung extra vergrößert. Die breite Masse jubelt angesichts der eigens für sie produzierten Meldungen. Die meisten wollen mit negativen Ereignissen oder verfehlter Vereinspolitik nicht im Geringsten konfrontiert werden.

    Kommt dann mal ein ehrlicher und zugleich besorgter Kerl um die Ecke und weißt auf Missstände oder drohende Gefahren hin, wird dieser bestenfalls ignoriert, meistens jedoch als „Pester“, „Hater“, „linkes Schwein“ oder „Nazi“ beschimpft. – Denn dies ist viel einfacher, als sich aus der eigenen Komfortzone herauszubegeben und sich mit dem geschilderten Problem seriös zu befassen.
    Und im Kern ist es das, was unsere Diskussionskultur zerstört: Niemand lässt sich mehr auf die Argumente des anderen ein. Es ist nicht mehr wichtig „was“ gesagt wird, sondern „wer“ etwas gesagt hat. Dem selbsternannten Gegner wird kein Zentimeter geschenkt.
    Es wird moralisch ausgegrenzt, ohne auf Argumente einzugehen.
    Einem Huhnke zum Beispiel würde die breite Masse niemals Recht geben. Selbst wenn er zu 100% richtig liegen würde, käme von der Gegenseite immer noch ein „Aber…!“.

    In unserer Gesellschaft läuft gewaltig was schief.
    Wir müssen wieder lernen zuzuhören – sogar den vermeintlichen „Spinnern“. Denn nicht selten sind durch Spinner, Querdenker und Mahner tatsächliche Probleme entdeckt- und Verbesserungen entstanden.

    PS: Ich will den HSV immer noch nicht „brennen“ sehen. Ich würde mich ehrlich freuen, wenn er mich wieder begeistert und mitreißt, so wie er es damals getan hat.

    • Ex-HSVer im Herzen 5. September 2019 um 15:52 Uhr

      Hervorrangenf analysiert

  11. Markus Grunert 5. September 2019 um 11:29 Uhr

    Sorry – er hat ja bereits erwiesenermaßen bei seiner „Herkunftsstory“ gelogen – also warum sollte der Rest jetzt glaubhaft sein? 🤔🤔

    • Ex-HSVer im Herzen 5. September 2019 um 15:46 Uhr

      So isses. Reine Logik

      • Saschas Alte Liebe 5. September 2019 um 18:41 Uhr

        „Wer einmal lügt, dem glaubt man nie“ ist doch eine etwas dünne Logikbasis für Unterstellungen.
        Das taugt eher als pädagogisch moralische Argumentationsfolgerung im Kita Bereich.

  12. lukaslokomo 5. September 2019 um 11:42 Uhr

    Ich finde das, was Grave heute (und in diesem Zusammenhang auch schon vorher) geschrieben hat, vollkommen richtig. Es ist tatsächlich erschreckend, dass eine solche Frage überhaupt aufgeworfen werden muss! Scheinbar leben wir heute in solchen Zeiten, dass es eben nicht (immer) selbstverständlich ist, dass so etwas hinterfragt wird. Aber, das hat es leider auch schon immer, insbesondere in der Politik, gegeben. Macht, Korruption, Vorauseilender Gehorsam etc. Wie sagte mal ein Resorleiter einer bedeutsamen Deutschen Wochenzeitung zu mir, als ich als junger freier Mitarbeiter eine Artikel einreichte – das ist alles Unterhaltung hier! Wir wollen, dass die Leser den Artikel lesen. Das tuen sie nur, wenn es sie unterhält! Heute ist es wohl eher, das der potentielle Leser auf den Artikel klickt….was aber nichts anderes ist als (früher) die Zeitung kauft.

    „Moral über Recht“ kann die Grundfesten der Gesellschaft erschüttern! Dass scheinbar im Bezirksamt Druck aufgebaut wurde und dass der überraschend schnelle Ausgang des Verfahrens vom Bezirksamtsleiter auf Twitter kommentiert wurde – unfassbar.

    Auch ich musste vor nicht all zu langer Zeit lernen, dass man das schwarzweiß Denken ablegen muss, als ein guter Bekannter sich positiv zu Trump äußerte und ich ihn verblüfft fragte ob das sein Ernst sei und wenn ja, dass ich dann keine Lust hätte das Gespräch fortzusetzen, eigentlich ein Unding.

    Was ich daraus für mich gelernt habe ist, dass wir uns alle wieder besser zuhören sollte und mehr Toleranz für die Ansichten des Gegenübers haben müssen. Nur weil jemand etwas Unbequemes sagt, ist er nicht gleich ein Rassist, ein Nazi, ein linkes Schwein, ein grün Versiffter o.dgl.!

    Achja, der Fall Jatta wird niemals vollständig und zur Zufriedenheit aller aufgeklärt werden. Es wird immer ein Geschmäckle bleiben, selbst wenn alles mit Jatta so ist, wie es dargestellt wurde. Der Nachweis erfolgte durch Dokumente ausländischer Behörden, denen pauschal mit deutscher Hybris (als angenommener Erwartungshorizont) Unfähigkeit, Bestechlichkeit etc. unterstellt wird. Es kann nur Verlierer geben!

    • Saschas Alte Liebe 5. September 2019 um 20:14 Uhr

      Danke. Ja, sehr Bedenkenswert! Welcher Meinung man auch sein möge. 👍

  13. Ulrich Angenendt 5. September 2019 um 11:49 Uhr

    Wenn es diese andere Bäckerei gab oder noch gibt. Können so viele Menschen dichthalten?
    Es gibt garantiert einen, der ihn verrät, zb wegen Geld.
    Mal sehen, was da noch in Zukunft hochploppt.