Im Schatten des HSV?

Manchmal fragt man sich: „Was geht eigentlich in denen vor? Was hat den den jetzt schon wieder geritten, einen solchen Spruch raus zu hauen? Muss das jetzt wirklich sein? Es geht in diesem Fall darum, was Kollege Hecking meinte absondern zu müssen.

„Ich verstehe natürlich, dass sie die Favoritenrolle gerne in den Volkspark rüberschieben. Das nehmen wir auch an“, sagte Hecking: „Es ist ja auch nicht so einfach, in einer Stadt im Schatten des HSV eine sportliche Wertigkeit zu haben.“ (Quelle: Abendblatt.de)

Unmittelbar vor dem Derby einen solchen dämlichen Text? Mein der Vogel jetzt, nur, weil die Jatta-Geschichte gerade mal ruht, aber meines Wissens noch lange nicht ausgestanden ist, muss man im Volkspark gleich wieder auf die Sahne hauen? Allerdings ist Hecking innerhalb kürzester Zeit offenbar zu einem echte HSVer geworden – große Schnauze und arrogant bis ins Mark. Was das am Ende zur Folge hat, ist wohl allen bestens bekannt, halb Deutschland klopft sich auf die Schenkel, wenn der Verein wieder einmal baden geht. Zur Erinnerung, Aaron Hunt während der letzten Saison: „Es ist mir egal, wer hinter uns Zweiter wird“.

Für den HSV wiederum so gut wie gar nicht zum Einsatz gekommen ist bislang Xavier Amaechi. Lediglich im Pokal durfte der 18 Jahre alte Engländer wenige Minuten Profiluft schnuppern.  Gegen Wolfsburg habe er „alles zeigen wollen“, sagte Hecking, „aber da hat er gesehen, dass es gegen einen Bundesligisten alles noch einmal ein bisschen schneller ist.“ (Quelle: Abendblatt.de)

Nun ja, ist halt nicht jeder ein Sancho, auch wenn er € 2,5 Mio. gekostet hat.

Wo wir schon beim Thema sind – wie aus dem Nichts gibt der vorlaute Herr Witz-Boldt wem ein Exklusiv-Interview? Richtig, der BILD. Nichts zu sehen von Sanktionen oder Bestrafung wegen der Jatta-Sache, man geht einfach zur Tagesordnung über. Was für eine Verarschung für all diejenigen, die sich so dermaßen über ihren Erzfeind BLÖD ausgekotzt hatten. Ihre Götzenbilder spielen weiterhin Ping-Pong mit den Verrätern, so siehts aus. Und was erzählt der Herr Boldt so?

BILD: 19 Spieler haben den Verein verlassen, zwölf Neue sind gekommen. Ihre Transfer-Bilanz.

Boldt: „Ich bin recht zufrieden. Das, was wir geschafft haben, geht im Rahmen unserer Möglichkeiten schon nah an die 100 Prozent ran.“

Aber sicher, mein Guter. Besonders, wenn man an großartige Transfers wie Amaechi, Letschert, Ewerton oder auch Kinsombi denkt, da ist man eigentlich bereits bei 110%. Nicht zu vergessen sollten all die verschenkten Ex-Juwelen sein, mit denen man eigentlich den Verein sanieren wollte. Jonas, du bist schon ein echter toller Hecht. Eins sollte jedem klar sein, Hoffmanns Sport Verein besteht aus einem Haufen selbstgerechter, arroganter Spinner und ich kann es kaum abwarten, bis sie das nächste Mal auf die Schnauze fallen.

Ach ja, ihr Spacken vom Abendblatt.

Tritt Toptalent Amaechi bald in der Regionalliga an?

Wäre euer Amaechi tatsächlich ein „Toptalent“ (immerhin hat man € 2,5 Mio. für ihn hingeblättert), dann würde er in der 2. Bundesliga spielen und nicht in der Regionalliga.

Von | 2019-09-11T10:54:19+02:00 11. September 2019|Allgemein|14 Kommentare

14 Comments

  1. TCvonderanderenElbseite 11. September 2019 um 08:04 Uhr

    Dass ausgerechnet Hecking vor dem Derby Öl ins Feuer giesst und damit ggf. Ausschreitungen oder zumindest die nächste Pyro-Parade befeuert, sollte doch jedem Zehntklässler schon klar sein.
    Herzlichen Glückwunsch an die Medienabteilung des HSV, dass die Veröffentlichung von soetwas nicht unterbunden wird!

  2. Saschas Alte Liebe 11. September 2019 um 08:31 Uhr

    „Es ist ja auch nicht so einfach, in einer Stadt im Schatten des HSV eine sportliche Wertigkeit zu haben.“
    —–
    😂
    Hat er das denn wirklich ernst gemeint? Als ironische Anmerkung ist der Spruch recht gelungen, finde ich, und er klingt auch so.
    nein?

  3. jusufi 11. September 2019 um 08:52 Uhr

    Ich glaube, beim FC St. Pauli ist man dankbar dafür, sich mit dem HSV nicht dieselbe Sonne teilen zu müssen. Aber nach Wahrnehmung der Handelnden befinden sich außer vielleicht den Bayern alle im Schatten des großen HSV. Solche „demütigen“ Aussagen wirken unwahrscheinlich sympathisch und zeigen auch, dass man beim HSV aus Fehlern der Vergangenheit gelernt und die richtigen Schlüsse gezogen hat…

  4. Lord Sherwood 11. September 2019 um 09:28 Uhr

    Da kann man sich doch nur wünschen, dass St. Pauli den HSV mit 4:0 abfertigt. Aber das wird wohl nur ein Wunsch bleiben.

  5. jusufi 11. September 2019 um 09:44 Uhr

    Und die sportliche Wertigkeit des Stadtkonkurrenten, der im Übrigen bundesweit sicher mehr Sympathien genießt, anzuzweifeln, ist kein Zeichen von Überheblichkeit?

    Und selbst wenn das von dir Angenommene zutreffen sollte, müsste man dies nicht in die Welt posaunen, wenn man denn Stil hätte.

    • jusufi 11. September 2019 um 10:11 Uhr

      Ich kann gar nicht lesen!

    • Saschas Alte Liebe 11. September 2019 um 10:21 Uhr

      ich lese den Satz (im Kontext) wie auch das ganze Interview nicht als überheblich, selbst wenn es nicht ironisch gemeint sein sollte.
      Da wurde schon ganz Anderes herausposaunt, von anderen allerdings!
      Wer hätte auch ein Interesse daran, derart plump die Stimmung vor einem Derby aufzuheizen?!

      • jusufi 11. September 2019 um 10:24 Uhr

        Ich habe es mir jetzt auch vorlesen lassen und rudere zurück. Alleinstehend ist der Satz Mist, im Kontext aber in Ordnung!

  6. Arnold 11. September 2019 um 09:49 Uhr

    Was wurde dieser Amaechi von den Hüpfern gefeiert, der sich gegen CL-Teams wie Arsenal und Bayern entschieden hatte, um seinen Lieblingsverein HSV in die erste Liga zu ballern und sich anschl. für 120 Mio EUR transferieren zu lassen. Misstrauen, Abwarten ? Warum auch, der Balkan Messi hatte ja auch eingeschlagen und Douglas Santos sollte schliesslich auch um die 40 Mio bringen. Was ich nicht begreife, dass ein Großteil von Fans immer und immer wieder aufs neue darauf reinfallen. Diese ganze Drumherum ist einfach zu durchschaubar, dreist und langweilig geworden.

    • Saschas Alte Liebe 11. September 2019 um 10:26 Uhr

      Der Jungstar Ameachi hat sich bislang nur von einer Seite respektive Leistung gezeigt, die auch einen Einsatz in der U21 eher zweifelhaft gerechtfertigt erscheinen lässt. Eher etwas sehr bemüht, irgendwie besonders zu wirken, und damit doch ziemlich schwach und peinlich.

  7. Matthias 11. September 2019 um 09:50 Uhr

    Moin, ich weiß, dass der „Doppelpass“ hier nicht der beliebteste Fußballtalk ist Stichwort „Bayern-TV“ aber am letzten Sonntag fand ich es ganz gut. Grund dafür war Andreas Rettig. Geschäftsführer St. Pauli. Wenn man ihm dort zugehört hat, wie er Fußball sieht, Stichwort soziale Verantwortung und das mit dem HSV abgleicht, dann müssen alle Hamburger erkennen, wofür ihr Herz schlagen sollte. Ich fand seine Standhaftigkeit und feste Meinung zu Themen schon beachtlich. Die Einstellung sollten andere auch haben, aber er war mit seiner Meinung ziemlich alleine. Nur meine Meinung als Werderfan.

  8. TCvonderanderenElbseite 11. September 2019 um 10:16 Uhr

    Du hast absolut recht! Nüchtern und emotionslos betrachtet, stimmt das zu 100%.
    Diese emotionslose Tatsache zum sportlichen Wert allerdings im Vorfeld eines sehr emotionalen Derbys rauszuhauen, ist in mehrerer Hinsicht gefährlich.
    1. Wird kaum einer dies als nüchterne Analyse oder gar „In-Schutz-nehmen“ des kleinen Konkurrenten verstehen
    2. Fliegt einem soetwas bei der nächsten Gelegenheit (Niederlage im Derby, schlechtere Platzierung etc.) dermaßen um die Ohren
    Also, besser lassen!

  9. Gravesen 11. September 2019 um 10:25 Uhr

    Ist es denn so schwer, die Dinge einfach mal im Gesamtkontext zu verstehen. Gerade erst meint man, die Jatta-Geschichte hinter sich gebracht zu haben, schon reißt man wieder die Fresse auf. Was soll das? Warum muss immer wieder mindestens ein HSV-Verantwortlicher rumfurzen?

  10. Gravesen 11. September 2019 um 10:53 Uhr

    Okay, reicht jetzt. Einigen möchte ich dringend empfehlen, sich in der Graupenperle anzumelden und mitzufeiern. Ich schreibe lieber weiter an meinem Buch als für Vollpfosten, die nicht mal im Ansatz begreifen, worum es geht. Ende der Durchsage

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