Das Angebot!

Ehrlich, ich habe ja schon viel gehört in mehr als 40 Jahren (Ex)-Fußballfan und mehr als 7 Jahren Blogger, aber diese Geschichte ist so dermaßen schlecht, dass einem das Frühstück hochkommt, wenn man es sich antut, den Blödsinn zu konsumieren. Das Ganze nennt sich:

„Martin und der feuchte chinesische Traum“

Am Ende kam ein Deal nicht zustande, weil sich Harniks Körper offenbar vehement gegen das Abenteuer in Fernost sträubte. „Am nächsten Tag sollte der Medizincheck stattfinden. Ich habe eine halbe Stunde geschlafen in der Nacht, mir ging es so schlecht. Ich hatte Heimweh wie ein kleiner Junge auf der Schulausfahrt. Ich hatte Bauchschmerzen, konnte nichts essen. Blöd gesagt: Ich bin richtig krank geworden. Beim Medizincheck im Krankenhaus wurde ich von Zimmer zu Zimmer gejagt und hatte unter anderem einen Blutdrucktest.“

Harniks Körper streikte, Chinesen boten mehr Geld: „Was stimmt nicht?“

Offenbar mit erstaunlichen Ergebnissen. Harnik: „Danach fragten die mich: ‚Sind Sie Alkoholiker?‘ Ich verneinte: ‚Ne, bin ich nicht.‘ Der Wert war grausam. Danach bin ich zum MRT. Und ich bekam Platzangst. Da hat mein Kopf komplett verrückt gespielt. Mein Körper ist richtig krank geworden. Ich habe gemerkt: Ich kann das hier nicht machen, egal, um welchen Preis. Dann saßen wir da im Abschlussgespräch – der Vertrag war super ausgehandelt – und sie fragten: ‚Was stimmt nicht? Sollen wir dir mehr bieten, was möchtest du haben?’“

Für den Stürmer war die Lage längst klar. „Ich sagte: Nein, vielen Dank, alles super und großartig, aber ich muss hier weg.‘ (…) Da hat mein Körper gesagt: Hier können wir nicht hin.“ Trotz des vielen Geldes bereue er die Entscheidung zu keiner Sekunde. Statt zu Shandong Luneng Taishan und Trainer Magath (bis Dezember 2017 im Amt) führte es Harnik ablösefrei zu Hannover 96. Von den Niedersachsen ging es zwei Jahre später für 2,25 Mio. zu Werder Bremen. Die Grün-Weißen verliehen Harnik zuletzt nach Hamburg.

Ich nehme mal an, dass sich Harnik auf den Schreck erstmal einen Bommerlunder gegönnt hat. Oder 14.

Unfassbar, welche Streiche einem das kaum vorhandene Gehirn spielen kann, wenn man an seiner eigenen albernen Legende bastelt 🙂 Aber, liebe Freunde, so unmöglich ist sowas dann doch nicht, wenn man nicht gerade Martin Harnik heißt und ein bedeutungsloser Profi aus Österreich ist. Denn, und nun kommt der Kracher, ich kann euch heute mit einer absolut exklusiven Story erfreuen. Nur hier bei HSV-Arena zu lesen, kaum ein anderer weiß davon. Ich will es kurz machen, es handelt sich um ein sagenhaftes Angebot, welches der FC Bayern München unserem Lieblingstrickser Bernd Paul Hoffmann machte, bevor sein Stern in Hamburg erneut aufging. Bestätigt wird die Geschichte unter anderem vom Stader Wochenblatt, dem Buxtehuder Pfennigfuchser und dem Erdinger Weißbier. Und die Sache lief so:

Im Februar 2018, Hoffmann war gerade erst zum e.V.-Präsidenten gewählt worden, erreichte ihn ein Anruf von einer Nummer mit 089-Vorwahl. Hoffmann: „Zuerst dachte ich, es wäre der Insolvenzverwalter oder die Steuerbehörde, aber es war nur Kalle Rummenigge“. Die Bayern waren bereits damals auf der Suche nach einem Hoeness-Nachfolger und was wäre als adäquater Ersatz nahe liegender gewesen als Bernie. „Die haben mir ein Gehalt geboten, da träumt der Führer von“ so Hoffmann, der auch heute immer noch schwärmt. „Ich habe dann gesagt, ich müsste erstmal eine Nacht darüber schlafen. Mitten in der Nacht sind mir dann Didi Beiersdorfer und Herr Kühne im Traum erschienen und haben mich böse angeguckt. Dann haben sie noch gesagt: Das kannst du doch nicht mit unserem Baby machen“, erinnert sich Hoffmann. Am nächsten Tag war er dann mit Magendrücken und Völlegefühl aufgewacht und erstmal ins Büro gefahren. „Ich habe mir dann den Taschenrechner geschnappt und ein wenig gerechnet“. Um ganz sicher zu gehen, rief Hoffmann dann den bekannten Spielerberater Volker Struth an und fragte ihn, welche Deals denn in München so möglich wären. „Der Volker war stinksauer und hat gesagt, ich soll doch Thies Bliemeister fragen. Dann hat den Hörer aufgeknallt. Irgendwie habe ich sofort an Walace denken müssen, lag aber vielleicht auch nur an dem Film, den ich am Vorabend gesehen hatte“, so der HSV-Vorstandsvorsitzende in der Nachbetrachtung.

„Natürlich hatte Struth Recht, mit Thies läuft das hier Klasse beim HSV. Ich habe dann, wie gesagt, den Taschenrechner geholt und gerechnet. Nach 5 Minuten ist mir dann aufgefallen, dass das Angebot doch nicht so cool war. All die schönen Geschäfte, die ich in Hamburg machen kann, die wären bei den Erbsenzählern in München nicht möglich gewesen, insofern konnten die mir gar nicht bieten, was ich hier habe“ lacht Hoffmann heute noch. Um sicher zu gehen, rief Hoffmann dann doch noch seinen Vertrauten, Marcell „Bass“ Jansen an. „Nachdem ich ihm von dem Angebot berichtet hatte, sagte Jansen nur: Wenn du das machst, hast du den Fußball nie geliebt“ Im Anschluss spielte dann Hoffmanns Verdauungssystem verrückt und er konnte mehrere Tage das WC nicht verlassen. „Eine Scheiß-Zeit, im wahrsten Sinne des Wortes“, so Bernd Paul.

„Ich habe dann noch einmal abgewogen und für mich zusammengefasst. Was habe ich hier in Hamburg? Mehr Kohle als in München. Ich habe ein tolles Team mit dem Dieter, dem Jonas, dem Tüt Tüt aufgebaut, sogar Wettstein bleibt jetzt noch. Hier in Hamburg habe ich weniger als nichts von der Presse zu befürchten, das ist in München deutlich stressiger. Und dann noch diese Kackflüge quer durch Europa, nur weil die glauben, sie müssen jedes Jahr Champions League spielen. Ne danke, ich bin auch nicht mehr der Jüngste“, resümiert Hoffmann heute. „Heute weiß ich, ich habe alles richtig gemacht“.

Da staunt ihr, gell?

P.S. Übrigens – extrem professionelle Einstellung, oder? Kommt als 30-Jähriger, der nach 3 Jahren in Deutschland immer noch kein Wort Deutsch spricht, verletzt an und erklärt nach dem ersten Testspiel, dass er wohl noch drei Wochen benötigen würde. Aber anstatt wie ein hochbezahlter Profi an seiner Fitness zu arbeiten…..

Nach seiner HSV-Premiere beschenkt sich Ewerton mit einem Lissabon-Wochenende. „Wir verbringen ein paar schöne Tage in Portugal“, strahlte der Brasilianer vorm Abflug. Nach dem Eintracht-Test will der reiselustige Profi (zehn Vereine in vier Ländern) „so schnell wie möglich fit werden. Möglicherweise dauert das noch drei Wochen. Zurzeit bin ich ungefähr bei 60 Prozent“. (Quelle: Bild.de)

Der Mann hat Kult-Potenzial…

Von | 2019-10-13T07:18:19+02:00 12. Oktober 2019|Allgemein|16 Kommentare

16 Comments

  1. Ulrich 12. Oktober 2019 um 09:12 Uhr

    Ohne, der arme Martin. Er wird der Trinkerei verdächtig und dann noch soooo weit weg von Mami. Meine Fresse, wenn ich das über mich lesen würde, was ich da verzapft habe, dann würde ich mich in Grund und Boden schämen. So ein Idiot. Wahrscheinlich wollten die den gar nicht haben.
    Wo kann man dein Buch den kaufen? Ich komme aus NRW oder kann man das über Internet erwerben? Vielleicht sogar hier im Blog mit Deiner Unterschrift? Oder im Rahmen einer Autorenlesung in Hamburg, wofür ich dann nach HH kommen würde.
    Schönes Wochenende allerseits.

    • Gravesen 12. Oktober 2019 um 09:16 Uhr

      Erstmal muss es ja gedruckt werden 😉 Ich denke,man wird es überall kaufen können, aber „Unterschrift“? Ich halte mich nicht für so wichtig, dass ich meinen Namen unbedingt irgendwo reinmalen muss. Das würde doch nur ein schönes Buch verschandeln

  2. Ulrich 12. Oktober 2019 um 09:54 Uhr

    Ok, dann warte ich ab, bis Du Bescheid gibst. Ein Buch wird nicht verschandelt, nur weil ein Autor unterschreibt.
    Ich habe eine Menge Bücher, die ich mir auf einer Lesung signieren ließ. Und nicht von großen bekannten Autoren, sondern eher die Guten und weniger bekannten, die es zu unterstützen gilt.
    Und an alle Mein scheiß Leser hier, die vermutlich kotzen, es ist kein schleimen und anbiedern, es gibt auch noch EHRLICHKEIT.

    • Gravesen 12. Oktober 2019 um 09:57 Uhr

      Nicht noch Salz in die Wunde. Die trauern doch schon mit ihrem Blogger, der nicht nur Leute ohne ersichtlichen Grund sperrt (Nerdy), weil sie gegen seinen Willen zum Top-Kommentar gevoted werden, jetzt ist ihm auch noch sein letzter Hauptsponsor (Wett-Bude) abgesprungen. Sollte sich Hofberichterstattung und gekaufte Vereins-PR doch nicht lohnen? 😀 😀

  3. Knuffy 12. Oktober 2019 um 10:32 Uhr

    Den Klappentext des Buches könntest du ruhig schon mal teasern. Es wird Insidergeschichten rund um HSV+ geben – und sonst? Gibt es ein Vorwort von Klaus Kilian? Oder von Jovanov?

    • Gravesen 12. Oktober 2019 um 11:48 Uhr

      Kein Jovanov, kein blauer Klaus. Nur purer Lachs 😃

  4. Lord Sherwood 12. Oktober 2019 um 10:34 Uhr

    Welchen Titel hat denn das Buch und unter welchem Namen ist es geschrieben, damit ich weiß, wonach ich suchen soll.

    • Gravesen 12. Oktober 2019 um 11:50 Uhr

      Unter meinem natürlich. Ich hatte erst überlegt, ob ich nicht unter dem Pseudonym „Mieter Datz“ schreiben soll, bin aber davon abgekommen

  5. jusufi 12. Oktober 2019 um 12:04 Uhr

    Was macht eigentlich dieser Vollspaten Matz?

    Ich freue mich auch auf das Buch!

    • Gravesen 12. Oktober 2019 um 12:23 Uhr

      De sitzt viermal die Woche allein im Café im AEZ und hofft, dass ihn jemand erkennt 😂😂

      • CarstenHae 12. Oktober 2019 um 13:15 Uhr

        Oha, muss ich in der Mittagspause wohl doch mal wieder ins AEZ. Hat der Italiener schon neue Bänke da oben? Oder in welchem Cafe sitzt der gute?

      • jusufi 12. Oktober 2019 um 15:41 Uhr

        Im Balducci?

        • Gravesen 12. Oktober 2019 um 18:50 Uhr

          Frag mich, wie die Dinger heißen. So wichtig ist „the frisur“ nicht für mich

  6. AndreaS 12. Oktober 2019 um 13:34 Uhr

    Also, wenn ich das so lese, warst du nicht so begeistern vom Interview mit Harnik 🙂

    Im Buch wird dann ja vermutlich Hoffmann stark kritisiert und wohl auch durch den Kakao gezogen, was sagt dazu Jovanov?
    Bei ihm im Buch wird Hoffmann ja stark gelobt, gibt es da eigentlich Streit zwischen euch beiden?

    • Gravesen 12. Oktober 2019 um 14:09 Uhr

      Null. Überhaupt nicht

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