Aus der Traum? Hoffentlich…

Das ging dann plötzlich doch schneller als gedacht, wer weiß, wer hier alles mitliest 😉

„Jatta ist aktuell nicht unser Thema. Es steht noch ein langer behördlicher Prozess an, den er wie jeder andere zu durchlaufen hat“, sagte Chatzialexiou laut der Zeitung. Nach den wochenlangen Diskussionen und Ermittlungen um Jattas Identität hatte U21-Bundestrainer Stefan Kuntz dem Zweitliga-Spieler Hoffnung auf eine Nominierung für seine Mannschaft gemacht.

„Ich würde gerne versuchen, Bakery bei der Einbürgerung zu helfen, weil ich ihn von der U21 überzeugen möchte“, hatte Kuntz gesagt. Doch auch eine Einbürgerung über ein Schnellverfahren würde Monate in Anspruch nehmen. Jatta hat weiter die Möglichkeit, für sein Geburtsland Gambia zu spielen oder sich nach einer erfolgten Einbürgerung für die deutsche A-Nationalmannschaft anzubieten.  (Quelle: Sport1.de)

Unabhängig von der allumfassenden Frage: Warum?? scheint der Spuk nun doch ein schnelles Ende gefunden zu haben und das in einem Land, in dem für fast jeden fast alles möglich zu sein scheint. Kommen wir doch mal auf die eigentlichen Kriterien zurück.

Grundsätzlich darf ein Spieler nur für den Verband spielen, dessen Nationalität er innehat. Die FIFA-Statuten geben allerdings auch her, dass ein Spieler, der seine Staatsbürgerschaft wechselt, für seine neue Heimat spielt – er muss dann allerdings gewisse Kriterien erfüllen:

  • Er darf noch keine A-Länderspiele für ein anderes Land bestritten haben. 
  • Entweder er oder ein Eltern- oder Großelternteil auf dem Territorium seines neuen Verbandes geboren sein oder der Spieler muss nach seinem 18. Geburtstag mindestens fünf Jahre in der neuen „Heimat“ wohnhaft gewesen sein.

Dies sind im Grunde keine Geheimnisse und selbst ein Stefan Kuntz sollte sich doch eigentlich vorher schlau gemacht haben, bevor er solche Sprüchen raushaut. Aber dafür war die Geschichte vom armen Flüchtlingskind Bakery, der sich selbst das Fußballspielen beigebracht hat, viel zu schön und es gab viel zu viel coole PR abzugreifen, wenn man dem Prozess positiv gegenüber stand. Aber – dann gibt es ja noch das Schnellverfahren (warum gibt es das eigentlich?), aber diesen Joker ziehen die Herren vom DFB nun doch nicht. Warum nicht? Nun, die Intelligenteren unter uns sollten von allein drauf kommen.

Absolut köstlich ist inzwischen die „Einstellung“ des gambischen Nationaltrainers:

Für Saintfiet spielt die Debatte um Jattas Identität ohnehin keine Rolle. „Man hat mir nur davon erzählt, Details kenne ich aber nicht. Ich habe da auch nicht weiter gefragt“, sagte Saintfiet der Bild. „Jatta oder Daffeh, das ist nicht meine Sache. Der Name oder das Alter, das ist mir egal.“ Den Wirbel um Jatta hat er nur am Rande mitbekommen – gleich zum Start seiner Trainer-Tätigkeit in Gambia. „Als ich im Juli 2018 hier unterschrieben habe, habe ich beim Verband eine persönliche Liste mit Spielern eingereicht“, sagte Saintfiet. „Damals hat man mir gesagt, bei Jatta wäre die Situation schwierig. Es gäbe eine Unsicherheit wegen seines Passes.“ Inzwischen sei jedoch „alles geklärt“, er hätte Jatta nun „gern dabei“, sagte der Coach.

Persönlichen Kontakt zu Jatta habe es bislang noch nicht gegeben, allerdings sei der Verband Gambias mit der Familie des 21-Jährigen im Austausch. (Quelle: Sportbuzzer.de)

Plötzlich hat Herr Jatta eine Geburtsurkunde und eine Familie, wie aus dem Nichts und immer so, wie es gerade passt. Aber, wie sagte Marcell Jansen gestern Abend auf die Frage, ob der Fall Jatta abgeschlossen sei?

„Für uns erst mal ja.“

Wer immer noch an das alberne Märchen vom armen Flüchtlingskind glaubt, dem ist nicht mehr zu helfen.

Zum Schluss….

…..das Letzte!

Wenige Sekunden in einem TV-Beitrag sorgen aktuell für Ärger in der HSV-Fanszene. Warum? Weil mutmaßlich ein Mitglied vom „HSV Supporters Club“ für AfD-Rechtsaußen Björn Höcke als Ordner gearbeitet haben soll – ein absolutes No-Go! Denn: Im Online-Shop der Supporters ist geregelt, dass nur Mitlieder Merchandise-Artikel erwerben dürfen.

Hach, die moralische HSV-Familie. Mir kommt das Frühstück hoch, wenn ich an dieses Pack denke!

Von | 2019-10-29T21:58:03+01:00 28. Oktober 2019|Allgemein|10 Kommentare

10 Comments

  1. Volli 29. Oktober 2019 um 07:47 Uhr

    Bin mal gespannt welche Spieler bei der WM 2022 für Katar auflaufen. Dann wird man sehen was FIFA Statuten wert sind😂

    • Saschas Alte Liebe 29. Oktober 2019 um 10:07 Uhr

      Die FiFa Statuten lauten „Geld, Macht, Einfluss, Geld, Macht,Einfluss, nochmehr Geld, Ma …) usw.
      Sonst nix!
      Dagegen ist so ein „Jatta Skandälchen“ ein ähm … „Fliegenschiss“ 😉

    • Nichtkunde 29. Oktober 2019 um 11:57 Uhr

      Vielleicht entdeckt Uns Bäckerei bis dahin ja noch eine katarische Oma unter seinen nun auf einmal wieder zahlreichen Verwandten.

  2. Fohlenflüsterer 29. Oktober 2019 um 10:29 Uhr

    @ hamburgoner
    Was willst Du denn hier, wenn Du das nicht verstehen kannst? Vielleicht solltest Du Deine Dienste als Wahrsager auf dem Hamburger Dom vermarkten?

    • Gravesen 29. Oktober 2019 um 10:42 Uhr

      Die Schwachköpfe sterben nicht aus. Siehe Thüringen

  3. jusufi 29. Oktober 2019 um 10:45 Uhr

    Also landläufig definiert man Lügen als „bewusst die Unwahrheit sagen, um andere zu täuschen“. Diesen Vorwurf muss sich der Blogschreiber sicher nicht gefallen lassen.

  4. Hein 29. Oktober 2019 um 13:19 Uhr

    Laut zeitung ist der gambische verband mit seiner Familie im Austausch. Hieß es nicht er hat keine ?

  5. Gravesen 29. Oktober 2019 um 13:35 Uhr

    Und das erzählt der Vogel auch noch…
    .

    Becker: „Eigentlich wollten wir ihm nur einen Vierjahresvertrag anbieten. Er und sein Berater wollten dann lieber einen Fünfjahresvertrag. Ich habe dann mal kurz darüber nachgedacht – und dann haben wir ihm eben einen Fünfjahresvertrag gegeben“

    .
    Selbstbedienungsladen HSV

  6. Hansestädter 29. Oktober 2019 um 15:17 Uhr

    TeamJatta unterscheidet bei HSV24 zwischen „Familie“ und „Adoptivmutter“. Somit lautet die Logik: Familie hat er nicht, Angehörige auch nicht. Eine Adoptivmutter zählt also nicht.

  7. Hansestädter 29. Oktober 2019 um 21:32 Uhr

    Und soeben fangen die HSVer an sich einzureden, die drei Punkte seien wichtiger als der Sieg im Pokal.

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