Ziemlich deutlich…

…wenn man bereit ist, genau hinzuhören. Thema Vertragsverlängerung mit Dieter Hecking. 

Fakt ist: Nur bei Aufstieg verlängert sich Heckings Kontrakt automatisch. „Vertraglich ist es auch so. Das ist klar mit Dieter so besprochen“,  hat nun Sportvorstand Jonas Boldt in einem NDR-Interview im Trainingslager in Lagos gesagt. „Wir gehen davon aus, dass wir aufsteigen. Wir sind davon überzeugt. Wenn das nicht so kommt, werden wir natürlich darüber sprechen. Die aktuelle Konstellation funktioniert gut. Wir schließen das nicht aus. Aber warum sollen wir jetzt über ungelegte Eier sprechen? Das sieht auch der Trainer so.“ (Quelle: Mopo.de)

Übersetzt heißt das: Der Mann bekommt viel Geld, wir haben ihm ein Team zusammengestellt, das aufsteigen muss, nicht kann. Jetzt soll er verdammt nochmal liefern, ansonsten gehen für ihn nach der Saison die Lichter aus. Ob Hecking dies, wie von Boldt erwähnt, auch so sieht, darf bezweifelt werden, denn der Trainer gefällt sich zur Zeit darin, immer mehr und immer teurere Spieler (Terodde, Johnson) zu fordern, anstatt einmal ein klares Bekenntnis abzuliefern, dass man am Ende der Spielzeit auf einem der beiden ersten Plätze stehen muss. Ohne wenn und aber. Stattdessen wird bereits erklärt, dass ein erneuter Nichtaufstieg zwar irgendwie ärgerlich, aber durchaus im Bereich des Möglichen sei, eine fatale Aussage.

Den Spielern jedenfalls wird erneut ein Alibi geliefert für den Fall, dass sie mal wieder versagen. Zum Abschluss des heutigen Blogs habe ich ein kleines Rätsel für euch. Hier ein paar Überschriften der letzten Wochen und Monate aus nur einer, peinlichen Quelle:

HSV durch Trainingslager auf einem guten Weg

Hecking: „Wir trainieren so lange, bis ich zufrieden bin“

Der HSV plant seine Zukunft

Das Wunder vom neuen HSV

Dieses Konstrukt verdient Vertrauen

Bitter: Strittige VAR-Entscheidung kostet HSV den Sieg.

Harnik ist vom Erfolg überzeugt

Nicht die Packung ist entscheidend, sondern der Inhalt

Zeit für einen Befreiungsschlag

Stürmerproblem – HSV sollte Hinterseer vertrauen

Vagnomans Vertragsverlängerung als Türöffner für den HSV?

Die Ruhe zu bewahren bedeutet längst nicht, untätig zu sein

Wie erzwungene Maßnahmen den HSV auch besser machen

Heckings Auswahl wird wieder größer

Osnabrücks Erfolgsarchitekt Schmedes warnt vor HSV-Kapitän Aaron Hunt

Bitte genau so weiter, HSV…!

Die neue Stabilität des HSV kommt von außen

Die HSV-Offensive ist gut – und ausbaufähig

Bilanz fällt besser aus als erwartet

Wie dem HSV Langeweile helfen kann

Dieses Konstrukt verdient Geduld

Die defensive Meisterleistung des HSV

Dieser HSV hat Potenzial für mehr

Und nun die abschließende Frage zum Wochenende: Was wird die Hofschranze, die diese gequirlte Scheiße im Tagesrhythmus gegen Bezahlung absondert nach der Saison schreiben, wenn es wieder einmal in die Hose gegangen ist? 

a: Damit war nicht zu rechnen

b. Ich habe mit all meinen Analysen seit Jahren komplett danebengelegen

c. Ist doch egal, was am Ende rauskommt. Hauptsache, ich werde bezahlt

d. Ich war es, der von Anfang an den Finger in die Wunde gelegt und auf die Probleme hingewiesen hat. 

e. Und wenn schon, dann eben nächstes Jahr. Wichtig ist mein Kontostand. 

Viel Spaß beim Rätseln 🙂

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von | 2020-01-19T07:01:58+01:00 18. Januar 2020|Allgemein|9 Kommentare

9 Comments

  1. Gravesen 18. Januar 2020 um 08:45 Uhr

    Punkteschnitt der letzten HSV-Trainer.
    .
    Hecking: 1,7
    Wolf: 1,68
    Titz: 1,79
    Hollerbach: 0,43 (Bundesliga)
    Gisdol: 1,12 (Bundesliga)
    Labbadia: 1,20 (Bundesliga)
    Zinnbauer: 1,0 (Bundesliga)

    • Tobi 18. Januar 2020 um 09:28 Uhr

      Titz sein Schnitt erste Liga ist eher der Tatsache zu sehen das schon alles verloren war meiner Meinung. Zweite Liga wär er schnell entschlüsselt u der Fussball übel anzusehen
      Vielleicht verlängert ja hecking bei nicht Aufstieg um zwei Jahre für ein Durchschnitts Zweitliga gehalt
      😀 😀
      Verstehe viele Fans nicht das er so nen Kredit hat… bisher war’s anfangs gut u dann kamen di Fehler u am Schluss konnte er den negativ Trend auch nicht aufhalten.
      Schlimm finde ich derzeit das viele pa9a wieder fordern… haben viele vergessen das er zweite Liga nicht spielen wollte. außerdem nach jedem zweiten Spiel verletzt wäre für 3 bis 8 wochen. U nur mit rum schreien u Emotionen zeigen anstatt Leistung, für das viele geld, reicht vielen Fans das er so toll ist. Wahnsinn… wie bei holtby

  2. Tobi 18. Januar 2020 um 09:38 Uhr

    Könntest du auch mal dein Frühstück Posten?

    • Gravesen 18. Januar 2020 um 09:40 Uhr

      Das wäre dann um 6.00 Uhr morgens. Dann pennt ihr alle noch 😉

  3. Gravesen 18. Januar 2020 um 11:26 Uhr

    Mal was anderes, aber ebenfalls interessant – die neue Berateragentur von Leroy Sane
    .
    https://www.spiegel.de/sport/fussball/football-leaks-wie-fali-ramadani-berater-von-stars-wie-luka-jovic-geschaefte-macht-a-1287026.html

    • Nichtkunde 18. Januar 2020 um 18:11 Uhr

      Und wie in jeder guten Geschichte über Geschäfte aus der Grau- bis Tiefschwarzzone des Fußballgeschäfts darf natürlich Zypern nicht fehlen. Apropos: https://www.kicker.de/767413/artikel

  4. Ex-HSVer im Herzen 18. Januar 2020 um 13:28 Uhr

    Ich frage mich immer wieder, warum ein Fußballer eine Berater-Agentur braucht wenn er bereits ein Star ist. Ein super Anwalt für die Verträge und Markenrecht und den Rest kann man doch selbst machen. bzw. das familiäre Umfeld. Alles Loser!!!

    • Dennis61 18. Januar 2020 um 20:57 Uhr

      Moin! Im Spiegel-Artikel wird deutlich, dass sich hier mafiöse bzw. mafiaähnliche Strukturen gebildet haben, die gezielt junge Spieler vom Balkan nach Westeuropa vermitteln. Die Vorverträge der Jugendlichen werden sicherlich von den Eltern unterschrieben. Später ist man dann quasi gezwungen weiter für diese Firmen zu arbeiten. Da traut sich bestimmt kaum jemand dort wieder auszusteigen. Solche Leute werden sehr wahrscheinlich über entsprechende Druckmittel verfügen.

      Alleine kommt man als Jugendspieler wahrscheinlich weniger dazu Kontakte zu europäischen Top-Clubs aufzubauen und Millionenverträge auszuhandeln. Ich hätte das mit 16, 17, 18 oder jünger niemals alleine geschafft. Und ich bin in Hamburg geboren und aufgewachsen. Auf dem Balkan ist die finanzielle Not von ganz anderer Qualität.

      Wir hatten ja damals hier gemutmaßt, dass sich unser aller Freund Bakery in ähnlicher Gesellschaft befindet.

      Exportweltmeister von jungen Talenten ist ja Brasilien. Dieser Artikel stimmt mich ziemlich nachdenklich über das Geschäft mit dem Fußballnachwuchs: https://www.deutschlandfunk.de/brasilien-der-arme-fussballer-exportweltmeister.1346.de.html?dram:article_id=448563

  5. Saschas Alte Liebe 18. Januar 2020 um 14:44 Uhr

    Gibt es auch schon Derivate Handel auf Marktwerte von Spielern, Trainern Vereinen oder auf Transfergeschäfte oder Gewinne von Berateragenturen?
    HSV wäre dabei wohl eher im Bereich Hochrisikogeschäft …
    Derartige Zockereien würden irgendwann womöglich noch als „E Sport“ durchgehen, so absurd pervers wie das Ganze inzwischen läuft. 🤦‍♂️
    🤑 🤮

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.

Unser Archiv