Es ist wieder so weit…

Irgendwie lustig, es ist nur wenige Wochen her. Der HSV spielte in einem jämmerlichen Spiel 1:1 in Sandhausen!!! und zuhause in Hamburg gingen symbolisch bereits die Lichter aus. Am nächsten Spieltag dann ein 2:2 in Darmstadt (Tabellen-12.) und die Stimmung wurde noch schlechter. Nicht allein, weil die Punkte fehlten, sondern vor allem auch deshalb, weil man einfach nur beschissen Fußball spielte. Der teure HSV verlor Punkte bei Vereinen, die mit einem Viertel des Hamburger Etats arbeiten müssen. Es war einfach nur noch peinlich. Und jetzt? 

Jetzt gewinnt man sein Heimspiel gegen den Tabellen-17. aus Nürnberg mit 4:1 (Hinspiel wurden mit 4:0 gewonnen) und holte dann beim VFL Bochum (16.) ein relativ glückliches 3:1 (Hinspiel 1:0), man erreichte also gegen die gleichen Gegner genau so viele Punkte wie in der Hinserie. Und was passiert? 

Kommentar 

Der HSV kann sich nur selbst stoppen

Und Hecking schafft es, die Situation so zu moderieren, dass niemand ausschert, niemand die individuelle Situation über die der Mannschaft stellt und so den Erfolg gefährdet. Ändert sich daran nichts, wird der HSV aufsteigen. Ganz sicher. (Quelle: Mopo.de)

Ja sicher. „Uns“ ist ja auch egal, wer hinter „uns“ Zweiter wird, gell? Und Hecking moderiert so ungeheuer clever. Und Boldt transferiert so schlau. Und Hoffmann lässt so geschickt Rauchtöpfe abfackeln. Es ist ein Wonne, wenn man sich diesen Verein anguckt. Und nach der nächsten Niederlage hängt dann der Himmel wieder voller Geigen, Vollkasper wie Frederick Ahrens, den noch nie jemand im Stadion gesehen hat, feuert aus allen Rohren das hohe Lied der Hofberichter. Diesen Super-HSV kann niemand stoppen, nur der HSV selbst kann diesen Lauf beenden. Vergessen sind die üblen Vorstellungen nach Spieltag 8, denn jetzt hat man ja Knorpel-Opfer Joel aus Finnland. Aaron Hunt? Wer ist Aaron Hunt? 

Fakt ist: Beim HSV steht und fällt alles mit der Form der Spieler Fein und besonders Leibold. Wenn sich einer der Beiden langfristig verletzt oder in ein Formtief fällt, geht der Schuss blitzschnell nach hinten los, wie im letzten Drittel der Hinserie erlebt. Aber, träumt ruhig weiter, euren Traum von der Unbesiegbarkeit. Was für ein Bullshit. 

Zum Schluss…

…das Dümmste!

Und obwohl ich nur verhalten optimistisch bin, dass es zum Ende der illegalen Pyroaktionen führt, so ist der Prozess an sich ausschließlich positiv. Denn es hat endlich die Kommunikation stattgefunden, die HSV-Fans in den letzten Jahren immer wieder monierten. Vorstandsboss Bernd Hoffmann hat zusammen mit dem Fan-Beauftragten Cornelius Göbel die Interessen der eigenen Fans vor dem DFB vertreten und eine Einheit hergestellt, die das interne Verhältnis ein Stück weit befrieden könnte. Zumindest ist es ein guter Anfang, nachdem es in den letzten Jahren immer wieder im offenen Konflikt lebte.

Weißt du Vollpfosten eigentlich, wie hoch die vom DFB verhängten Strafen für Pyro im Volksparkstadion waren? Weniger als € 5.000. Aber Hauptsache, man kann gegen Bezahlung seinen Dünnschiss verbreiten. 

Von | 2020-02-08T07:23:42+01:00 6. Februar 2020|Allgemein|17 Kommentare

17 Comments

  1. Mosche 7. Februar 2020 um 11:52 Uhr

    Grave, die HSV Leistungen sollten wir nicht so negativ betrachten. Dafür dass sich beim HSV Alles um die Pyroscheisse kümmert ist doch ein vernünftiger Kader entstanden.
    1% Energie Kader, 99% Pyro etc.
    Das Resultat wird dann wieder Alle verwunden … Abwarten und Tee trinken, wer am Ende wirklich aufsteigt.

  2. Gravesen 7. Februar 2020 um 13:26 Uhr

    Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wann ich zuletzt eine noch größere Scheiße lesen musste, außer vielleicht in der Mopo. Ich frage mich immer wieder, wofür sich diese pubertierenden Vollpfosten eigentlich halten. Aber Hauptsache, Bernie und seine Arschkriecher knien nieder vor dem Pack.
    .

    Fankultur – wie genau wird dieses Kulturelement definiert und was bedeutet sie für uns? Eine genaue Antwort auf diese Frage würde den Rahmen dieses Textes sprengen und die Lesebereitschaft einschränken. Kurzum sei gesagt: Fankultur geht weit über den Spieltagsbesuch der eigenen Mannschaft hinaus. Die Fankultur hat viele verschiedene Facetten und sie begleitet uns tagtäglich, sei es im Alltag, im Volkspark oder bei Auswärtsspielen. Am Spieltag sind die Elemente dieser Kultur am sichtbarsten. Es sind die Gesänge, Choreografien, Fahnen, Doppelhalter und viele weitere Details, die uns begeistern. Seit den 80er Jahren gehört auch Pyrotechnik dazu. Anfang der 2000er Jahre wurde Pyrotechnik als „Toll aussehend“, „Südländische Atmosphäre“ „Besonders“ usw. deklariert. Im Zuge der WM 2006 in Deutschland begann jedoch der Sicherheitswahn und die Stimmung kippte. Seitdem wird Pyrotechnik von Verband und Medien kriminalisiert und sanktioniert.
    Das änderte jedoch nichts daran, dass deutsche Fanszenen dieses Stimmungselement weiter nutzen und sich nicht der Hysterie und den Strafen beugen. Es ist nicht die Pyrotechnik, die hinterfragt werden sollte, sondern der Umgang seitens des DFB mit der Thematik.
    Die Verteilung der Strafen durch den DFB verläuft dabei bis heute äußerst willkürlich. Dies hat sich auch durch den vom DFB selbst eingeführten Strafenkatalog nicht geändert, indem im vergangenen Jahr genau festgelegt wurde, für welches Vergehen es welche Sanktion gibt. Bei der erstbesten Gelegenheit werden die eigens erhobenen „Regeln“ ignoriert und die Strafe für den Verein beliebig weit nach oben korrigiert. Was im Detail mit den Strafgeldern passiert, bleibt ebenso intransparent wie die Festlegung des Strafmaßes.
    Um das Dilemma der sich immer weiterdrehenden Strafenspirale anzugehen befinden wir uns bereits seit längerem in Gesprächen mit dem HSV. Bei den Verantwortlichen unseres Vereins hat ein Umdenken stattgefunden – statt pauschaler Kriminalisierung, Aktionismus und irrsinnigen Strafen seitens des DFB wird hier auf Dialog gesetzt und an einer gemeinsamen Lösung gearbeitet. Der erste Schritt war es, dass beim HSV Pyrotechnik als Teil der Fankultur anerkannt wird. Jetzt gilt es diese Aussage mit Leben zu füllen.
    Nach monatelanger Planung und Testdurchläufen unter Einbeziehung der zuständigen Institutionen (Verein, Feuerwehr, Polizei, Brandschutzbehörde) wird es bei unserem Heimspiel gegen den KSC eine offiziell angemeldete Pyroaktion zum Einlauf der Mannschaften geben um aufzuzeigen, wie ein möglicher legaler Einsatz von Pyrotechnik funktionieren kann. Verwendet werden von uns dazu im ersten Schritt zehn BAM zertifizierte Rauchtöpfe, sogenanntes T1-Feuerwerk. Dies ist in Deutschland ganzjährig erlaubt, kann ab einem Alter von 18 Jahren ganz legal erworben werden und wird häufig auch als Theater- oder Bühnenpyrotechnik bezeichnet und genutzt.
    Durch die Anmeldungen und Genehmigungen begeht niemand eine Ordnungswidrigkeit, geschweige denn eine Straftat. Durch die Anmeldung beim DFB gibt es auch keine Grundlage seitens des Verbandes den HSV zu sanktionieren. Somit werden wir als erster Verein landesweit diesen Weg einschlagen und hoffen den Stein ins Rollen zu bringen. Der HSV steht mit dem Thema in Deutschland nicht allein da – wir sind zuversichtlich, dass viele Vereine unserem Ansatz folgen und dem DFB klar zeigen, dass Pyrotechnik Teil deutscher Fankultur ist.
    Wir sind uns bewusst, dass diese geplante und genehmigte Aktion keine neuen Maßstäbe in Sachen Pyrotechnik in Fußballstadien setzen wird. Weder die verwendete Menge noch die Art des Einsatzes sind in irgendeiner Form revolutionär. Es geht hier um mehr, viel mehr. Es geht darum, dem Sicherheitswahn des DFB sowie der Kriminalisierung seitens der deutschen Behörden und Medien entgegenzuwirken. Es geht darum, sich nicht vom korrupten und intransparenten Verband das Fandasein diktieren zu lassen. Sich nicht unterdrücken zu lassen, sondern aufzustehen und sich für etwas einzusetzen, bevor es zu spät ist. Bevor die nächste chinesische Gastmannschaft am Ligabetrieb teilnimmt, der Videobeweis an einem Montag, Dienstag oder Mittwoch das gesamte Spiel bestimmt und wir nur noch auf Knopfdruck singen und klatschen sollen. Lasst uns gemeinsam aufstehen und Flagge zeigen – reclaim the game!
    IHR SEHT SCHWARZ? WIR SEHN SCHWARZ-WEISS-BLAU!
    OLDSCHOOL HSV
    (Quelle: Mövenkacke)

    • Nichtkunde 7. Februar 2020 um 14:16 Uhr

      Viel Pathos – und unterm Strich bleibt dann doch nur die Erkenntnis, dass für die selbsternannten Gralshülter der „Fankultur“ der Fußball einzig allein Mittel zum Zweck als eine große mediale Reichweite garantierende Bühne für die eigene Selbstdarstellung ist.

      Traurig, wenn man sonst gar nichts Sinnstiftendes hat.

    • Matze 7. Februar 2020 um 14:32 Uhr

      „Sich nicht unterdrücken zu lassen“???
      .
      Nehmen wir einmal an der Staat verbietet Osterfeuer. Es gäbe jetzt zwei Möglichkeiten:
      A) Ich mache doch ein Osterfeuer und nehme eine Ordnungswidrigkeit inklusive Strafe in Kauf.
      B) Ich BEANTRAGE ein kleines OsterGRILLEN unter AUFSICHT.
      .
      Frage: Bei welcher der beiden Option lasse ich mich unterdrücken?
      Die Fanszenen der Republik werden die Ultras richtig abfeiern für ihren Freiheitskampf. Ich lache mich tot…

    • Matze 7. Februar 2020 um 14:51 Uhr

      Ergänzend: Das geile in Deutschland ist doch, dass die Choreos in der Regel komplett durch die Fanszenen organisiert und auch finanziert werden. Und eben nicht der Verein die Choreos initiiert und durch Agenturen planen und durchführen lässt. Keine Ahnung wie das jetzt genau abläuft, aber ist dies nicht der TABU-Bruch durch den HSV, der sich jetzt auf eine Stufe mit den Plastikvereinen stellt? Wäre geil, wenn jeder in der Kurve noch eine gesponsorte Klatschpappe in die Hand gedrückt bekommt.

    • Ex-HSVer im Herzen 7. Februar 2020 um 16:33 Uhr

      Das sind doch alles Hirnamputierte!!! Die im Leben nichts haben ausser zu rebellieren und Scheisse zu bauen. „Kriminalisierung“ ihr Spacken!!! Noch leben wir in einem Rechtsstaat und da ist das eine Straftat. Ende. „Sicherheitswahn“… Was haben die geraucht???

      Ich würde die Verfasser dieser Scheiss gern mal fragen, warum eigentlich für Seenotfälle gedachte Leuchtfeuer ein Teil der „Fussball-Kultur sein sollen! Das ging 50 Jahre ohne und wir alle haben hervorragende Kultur-Spektakel erlebt. Ich war 1987 in Berlin beim Pokalsieg und 2014 in Rio beim WM-Triumph. Null Pyro, aber 100% Fan-Kultur.

  3. Gravesen 7. Februar 2020 um 14:05 Uhr

    Seit der HSV in der 2. Liga spielt, mussten wie wegen Pyro im Volkspark ca. € 2.500 an Strafe zahlen. Deshalb macht der Blödsinn im Heimstadion auch keinen Sinn.

  4. hans 7. Februar 2020 um 15:17 Uhr

    Grave, das Zitat von der Rautenscherbe zeigt noch etwas anderes: Für einen „professionellen“ Blogbetreiber wird dort ein bedenklich schlechtes Deutsch geschrieben. „Denn es hat endlich die Kommunikation stattgefunden, die HSV-Fans in den letzten Jahren immer wieder monierten“. Die HSV Fans haben (wenn es denn überhaupt so war) nicht die Kommunikation moniert sondern (angeblich) das Fehlen /die Abwesenheit der Kommunikation. Eine erstaunliche sprachliche und gedankliche Unschärfe für einen Blogbetreiber.

    • Gravesen 7. Februar 2020 um 16:15 Uhr

      Münchhausen ist weder Blogbetreiber noch Journalist. sondern nichts anderes als ein käuflicher und unterbelichteter Auftragsschreiber.

  5. UliStein 7. Februar 2020 um 15:54 Uhr

    Ich hätte mal eine provokante Frage als Außenstehender: wer garantiert eigentlich, dass die besten Fans nördlich der Elbe und südlich von Fuhlsbüttel nicht die Gelegenheit nutzen, die offizielle Show ein bisschen mit eigenen Geschossen anzureichern? Nur mal so eine Idee.

  6. Gravesen 7. Februar 2020 um 16:15 Uhr
  7. TechNoir 7. Februar 2020 um 16:34 Uhr

    „Die „Hamburger Morgenpost“ wird an Arist von Harpe verkauft. Und zwar laut taz-Informationen zu einem Negativ-Kaufpreis.“

    https://taz.de/IT-Manager-kauft-Mopo/!5658337/

    • Ex-HSVer im Herzen 7. Februar 2020 um 17:16 Uhr

      Viel Spass mit dem Fehlinvestment! Denn er wird diese Sachen nicht machen, da zu teuer/langfristig angelegt: 1.) Qualitätspersonal holen 2.) Auf Clickbait verzichten 3.) Werbung auf mopo.de auf ein erträgliches Maß reduzieren. 4.) Printausgabe mit weniger Seiten verschlanken 5.) Aufhören zu nerven mit viel zu viel HSV-Artikel.

      • Gravesen 7. Februar 2020 um 17:30 Uhr

        Da scheint jemand zu viel Geld und zu viel Tagesfreizeit zu haben. Fakt ist: Die Mopo ist tot, das Konzept Mopo ist seit 10 Jahren tot. Keine Ahnung, ob man Mopo.de konstendeckend fahren könnte, das Print-Produkt jedoch wird auf immer ein Zusatzgeschäft bleiben. Ich arbeite jetzt seit fast 30 Jahren im Mediengeschäft und für Verlage, ich glaube, ich kann mir ein Urteil erlauben.

        • Ex-HSVer im Herzen 7. Februar 2020 um 23:28 Uhr

          Na klar! Der einzige Weg wäre Qualität. Aber das ist nicht finanzierbar. Ich glaube auch, das Konzept ist tot.

    • Leo Kirch 7. Februar 2020 um 18:36 Uhr

      Ein negativer Kaufpreis bedeutet nichts weiter, als dass der Käufer noch eine Mitgift bekommt. Dies vor dem Hintergrund, dass er den Laden noch mindestens 2 Jahre fortführt. Dann ist der alte Eigentümer bei Schließung/Konkurs raus aus der Nachhaftung.

      • Ex-HSVer im Herzen 7. Februar 2020 um 23:29 Uhr

        Na klar! Der einzige Weg wäre Qualität. Aber das ist nicht finanzierbar. Ich glaube auch, das Konzept ist tot.

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