Es ist (nicht nur) ein Job zu vergeben!

Presseprecher Till Müller verlässt den KSV und in Zeiten der Unsicherheit, ganz besonders auf Seiten der Medien, hat das speichelleckende Wettrennen um seine Nachfolge längst begonnen. Dabei ist es für den unabhängigen Beobachter relativ leicht herauszufinden, wer sich in den Nach-Hoffmannzeiten besonders ins Zeug legt, um eine Bewerbung abzugeben. Denn wie nicht anders zu erwarten, sind die üblichen Verdächtigen an vorderster Front, wenn es darum geht, den neuen Machthabern wahlweise nach dem Mund zu schreiben oder den Hintern zu küssen. Beispiele der ekelhafteren Art kann man nun täglich „genießen“. 

Auswahl gefällig?

Wochenlang war in den Führungsgremien des KSV nicht alles gut. Der Vorstands-Streit zwischen Jonas Boldt (38) und Frank Wettstein (46) auf der einen und Hoffmann auf der anderen Seite hatte den Klub belastet. Mit Hoffmanns Entlassung zog der Aufsichtsrat vor einer Woche einen Schlussstrich. (Luise Viera Heine, Mopo)

Zukunftssorgen? KSV-Präsident Jansen spricht Klartext (Mopo)

Der Widerwärtigste von allen ist natürlich, wer hätte etwas anderes erwartet, der bezahlte Journalisten-Darsteller Münchhausen Scholz. Als Meister des wechselnden Fähnches übertrifft sich die Hofschranze allerdings in diesen dunklen Zeiten wieder einmal selbst. 

Kühne beim KSV auszusperren wäre fahrlässig – mehr denn je

Denn aus dem vorher aktivierten Wahlkampf pro und contra Hoffmann ist ein Nachtreten geworden, das zuletzt in dem gezielten Streuen von Gerüchten und dementsprechend auch vielen Unwahrheiten mündete

Neben Klaus Michael Kühne standen dabei auch die zu Meuterern hochstilisierten Frank Wettstein und Marcell Jansen

 Auch beim KSV wird die Zukunft erst wirklich beweisen, ob all die Theorien vom Macht haschenden Jansen, dem Meuterer Wettstein und dem bösen Investor stimmen – oder eben nicht

Jansen hat seinerseits klar formuliert, dass er weder Vorstand werden will noch mit Trainer Hecking ein Problem hat. Und ebenso wie Wettstein hat auch der neue Aufsichtsratsboss in Sachen Kühne die Zukunft bewusst offen gelassen – weil alles andere nicht seriös wäre.

Denn offenbar haben sowohl Jansen als auch Wettstein einen guten Draht, den man unter Umständen zum Vorteil des HSV nutzen kann, ohne den HSV dabei in irgendeine Abhängigkeit zu drängen

(Alles Graupenperle/MeinScheißdreck)

Bei aller Liebe, aber noch mehr Eierlecken geht nicht. Jeder Konsument mit einem Resthirn und einem IQ oberhalb der Zimmertemperatur weiß, dass Wettstein und Jansen ihre Posten nur Kühne zu verdanken haben. Jeder Mensch, der diesen Verein länger als 3 Wochen verfolgt, weiß,  welchen Einfluss Kühne auf Personal, Transfers, finanzielle Gestaltung etc. seit der Ausgliederung genommen hat. Wer nun versucht, diese Tatsachen zu negieren, ist entweder komplett belämmert, ein hofberichterstattender Berufslügner oder eine billige Hofschranze mit Ambitionen auf einen Posten. Allerdings bin ich zu 100% sicher, dass uns Sprüche dieser Art in den nächsten Wochen noch deutlich öfter begegnen werden. 

Wo wir schon beim Thema Job sind….

Van der Vaart: „Cello ist ein guter Typ, schlau, kann gut reden und hat die Gabe, Menschen für sich zu gewinnen. Ich bin nicht überrascht, dass er das Sagen beim KSV hat. Ich hätte natürlich nie gedacht, dass er so schnell an die Spitze gelangt.“

Kann ja sein, dass mal ein Pöstchen an der Seite abfällt, wenn man sich freundlich genug über den Denunzianten äußert, gell?

 

Von | 2020-04-09T07:00:13+02:00 6. April 2020|Allgemein|11 Kommentare

11 Comments

  1. achim77 6. April 2020 um 08:14 Uhr

    Beim Zitat von Schnappi heute in der Mopo
    „Die Spieler hatten ihren individuellen Trainingsplan an den sie sich gehalten haben. Keiner hat sich verletzt. Wir standen im ständigen Austausch. Sie haben alles gemacht, aber das ersetzt natürlich trotzdem nicht das tägliche Training. Sprints, schnelle Bewegungen – das alles konnten sie zu Hause nicht in dem Maße machen.“
    musste ich direkt mal lachen.

    Keiner hat sich verletzt! Tolle Leistung für einen Berufssportler, der individuell und ohne Körperkontakt trainiert.
    Sprints, schnelle Bewegungen….habe ich in den letzten Spielen eher von Spielern in gegnerischen Trikots gesehen!
    Statt so einen Mist zu erzählen, würde ich eher sagen, dass es derzeit nix zu erzählen gibt.

  2. Gravesen 6. April 2020 um 08:35 Uhr

    https://www.sport1.de/fussball/2-bundesliga/2020/04/hamburger-sv-marcell-jansen-ueber-kuehne-hoffmann-und-die-krise-des-hsv
    .
    Wenn ich dieses inhaltsfreie Geschwafel vom neuen Aufsichtsratsvorsitzenden höre, geht mir das Messer in der Tasche auf. Auf kein Frage wird geanwortet, es wird gelabert und gelabert und am Ende kommt nichts als PR-Scheiße dabei raus.

    • Kugelblitz 6. April 2020 um 11:16 Uhr

      klar erkennbar ist schon, wohin die Reise gehen wird. Den Staffelstab hat Jansen schon mal an die Mitglieder weitergereicht, da nur diese darüber entscheiden, wie es weitergehen wird. Dabei hat Jansen in seine Ausführungen aber auch gleich mit einfließen lassen, dass es ja der Herr Kühne war, der den Fans den Namen „Volksparkstadion“ ermöglicht hat.

      In diese Richtung werde ich in nächster Zeit noch viele, weitere Jansen-PR-Interviews erwarten, die die Mitgliedschaft zum Aktienverkauf bewegen sollen.

      Jansen hätte sich ja klar positionieren können, in dem er sagt, ein weiterer, größerer Aktienverkauf sei durch Mitgliedervotum ausgeschlossen und in den Satzungen verankert. Nun aber betont er, dass die Mtglieder entscheiden, wie es beim KSV weitergehen wird.

      Und bis zur außerordentlichen MV werden die Mitglieder noch mehrmals von Jansen zu hören bekommen, wie wichtig ein weiterer Verkauf für den Gesamt-HSV sei.

      • Fohlenstall 6. April 2020 um 16:54 Uhr

        Genau,
        die PR Kampagne läuft auf Hochtouren.
        Jansen und Boldt in allen Print-Medien und im Doppelspass bzw.Sportclub.
        Die Vorbereitung auf ein Mitgliederentscheid zum Anteilsverkauf läuft bereits an.
        Man wird dies alles noch mit ein paar Zahlen garnieren,womit man nicht umhin
        kommt mehr Geld zu generieren aufgrund der prikären Lage.
        Und ein williges Werkzeug gibt natürlich der H.Scholz ab, mit dem Schreibstil
        in seinem Blog.Wie sagte noch D.Hecking süffisant im Trainingslager zum Auftakt
        der Saison im Videomitschnitt:..ah „Der Schwarze Kanal“ ist auch dabei -):-)

  3. Claudia 6. April 2020 um 12:13 Uhr

    Ich kann (und will) mir nicht vorstellen, dass die anstatt der logischen Lösung Philipp Langer jetzt einen Externen holen.
    Um die Position in der „Stadionshow“ aufzufüllen, hat man ja aufgrund der sehr wahrscheinlichen Geisterspiele jetzt genug Zeit, zumal sich da sowieso wieder grundlegend etwas ändern wird, wenn der NDR komplett raus ist.

  4. Gravesen 6. April 2020 um 16:12 Uhr

    https://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/sportclub/Boldt-Der-Fussball-beschaeftigt-die-Menschen,sportclub11298.html
    .
    Das findest du sympathisch und gut? Wahnsinn. Für mich ist der Typ eines der größten Brechmittel, die je für diesen Verein „gearbeitet“ haben

    • Nichtkunde 6. April 2020 um 22:14 Uhr

      Wenn, dann wohl eher durch Boldinhos Vorgeschichte (siehe Football Leaks).

  5. Demosthenes 6. April 2020 um 23:55 Uhr

    Nein, überzeugend und gekonnt war weder der Auftritt von Jansen noch der von Boldt. Marcel „InvestorBabyYoda“ Jansen bleibt ein inhaltsleerer Floskelathlet und kann das nicht durch Charisma noch durch ein einigermaßen mediengeeignetes Sprech- und Ausdrucksvermögen kompensieren. Und Jonas „Goofy“ Boldt wirkt irgendwie falsch: Ein seltsames Gemisch aus kleinem unschuldigem Praktikanten vermischt mit durchtriebener Unehrlichkeit in engen Hosen.

    Aber ja, die Medienoffensive Pro Kühne ist in vollem Gang. Wettstein erzählt weiter jedem, der es nicht hören will, seine Märchen vom strunzgesunden Finanzwesen HSV AG. Boldt und Jansen dauerfeuern demonstrative Gemeinsamkeit auf allen Sendern, besonders jetzt, wo der störenfriedige Singleplayer Hoffmann über die Planke gegangen wurde. Sogar Dieter-Klaus Schnapping singt das wohltönende Lied der Comedian H(SV)armonists und irrlichtert presseöffentlich zu eventuellen Misstönen zwischen ihm und seinem Präsi: „Dann besprechen wir das persönlich am Telefon“. Da sind wir aber froh, dass das nicht ihm seine Frau und Mutti Jansen bereden. Und aus den Schweizer Bergen ertönt nicht einmal ein fernes Echo, der Schweiger von Schindeleggi ruhet still.

    Was soll er auch tönen, auf ihn läuft ohnehin alles hinaus. Der widerborstige Berndt kaltgestellt, der hilflose Aufsichtsrat entgrätet und alle handelnden Personen eingenordet. Für den altruistischen Spender des „Volkspark“-Stadions läufts. Man kann ihm auch wirklich nicht genug dafür danken, das er uns von all den AOL-, HSH Nordbank- und Imtech-Zungenbrecher-Arenen erlöst hat, der wunderbare Logistiker. OK, ein Kühne-Nagelstadion wäre natürlich der Lacher der Liga, aber schwamm drüber. Gut, der Fußball, der sich darin in den letzten Jahren abspielte, galt nicht zuletzt dank seiner Spielerwünsche mit jedem Jahr in dem Maße unanschaubarer, wie der Verein absteigwahrscheinlicher wurde. Und in den Ruin getrieben hat er den Verein auch mit seinen Geldspenden für Leistungsallergiker wie VdV, Ödipus PML, den griechischen Augenroller und Sturmtief Bobby MorningWood.

    Aber wie sagten der Präsident und sein SpoVo die letzten Tage unisono so schön: Schwamm drüber, was gestern war ist vorbei, jetzt schauen wir nach vorn. 50+1 wird fallen, die 24,9 %-Regel möglicherweise auch und dann ist der Weg frei für Kühnes Sport Verein.

    Ich frage mich nur, was treibt den alten Mann eigentlich wirklich an? Glaubt er ernsthaft, er könnte zu Lebzeiten noch miterleben, wie „sein“ Verein in Deutschland oder gar Europa eine gewichtige Rolle spielt? Auf dem Rathausbalkon mit den Spielern hüpfen und die Meisterschale hochreißen? Ein Champions-League-Finale gegen Liverpool von der Eignerkabine aus mitfeiern? Da müßte der Mann mindestens 150 werden. Oder will er allen anderen Hamburger Pfeffersäcken den Stinkfeiner zeigen nach dem Motto, ätsch, der Verein ist mir? Haßt Kühne Hamburg so sehr, weil ihn seine Heimatstadt ohne steuervergünstigende Gegenwehr ins ferne Alpenland hat ziehen lassen und dann auch noch der Brillenproll sein Geburtshaus plattmachen durfte, um seinen Bellevue-Bunker bauen zu können? Was haben wir Dir getan, großer Klaus, dass du uns so sehr am hanseatischen Wesen zweifeln läßt? Aber gut, der Unterhaltungswert der Quatschbude an der Sylvesterallee ist mit Dir als Mitspieler deutlich gestiegen. Du bist für den Hamburger Fußball das, was Stefan Raab für Pro7 war: Unausweichlich.

    Zurück in den Gully der Gegenwart: Ich persönlich erwarte neben vielen weiteren kühneschmeichelnden und selbstoptimierenden Medienauftritten der „neuen“ Hamburger Führung einen echten Scoop. Eine deutliche Stellungnahme des geschassten Ex-Vorstandsvorsitzendenpräsidenten (wie kann man nur soviel Top-Ämter verdaddeln) mit „Wahnsinns-Enthüllungen“ in seinem Lieblingsmedium mit dem großen B. Also BILD, nicht Bernd. „Wie der Rausschmiß wirklich lief!“ „Wem im AR die Tränen flossen!“ „Was im Koffer aus der Schweiz wirklich war!“ „Und: Das ist der wahre Name von Bakery Jatta!“ Exklusiv bei Bernies Hauspostillen BILD, BAMS und SportBILD. Als True-Crime-Homestory. Wochenlang!!!

    Ach, was kann Coronatäne Spaß machen.

    • Fohlenstall 7. April 2020 um 10:58 Uhr

      Sehr gut geschrieben Demosthenes! :-))

  6. Libuda 7. April 2020 um 06:13 Uhr

    @demosthenes Herrlich geschrieben, wieder mal von dir eine linguistische Meisterleistung! Schreib du auch mal ein Buch.

  7. Demosthenes 7. April 2020 um 23:04 Uhr

    Vielen Dank, Fohlenstall und Libuda. Aber wie ich schon mal anmerkte, Grave legt die Latte hoch, da sollte sich auch der Kommentierende ein wenig Mühe geben. Und wenn das Lesen Spaß macht, kommt auch die Botschaft besser rüber.
    Und die Botschaft ist: Was hat KMK davon? Darüber kann man durchaus mal nachdenken.
    Bücher? Ich habe schon bei vielen Autoren den Ghost gemacht, aber Danke, Nein, ich schreibe lieber aus Vergnügen am Schreiben.

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.

Unser Archiv