Die Bestätigung

Seit nunmehr 2 Wochen ist mein erstes Buch auf dem Markt und muss sagen, es fühlt sich immer noch verdammt gut an. Ich freue mich wie ein Schnitzel über all die tollen Bewertungen und Einschätzungen, die mir viele von euch per Mail, hier im Blog, in privaten Nachrichten oder am Telefon gegeben haben, denn ich weiß wohl, dass dies nicht selbstverständlich ist. Ich habe natürlich auch Stimmen registriert, denen das Buch zu kurz war oder denen die im Vergleich zum Blog unterschiedliche Sprache aufgefallen war, dies war selbstverständlich beabsichtigt. Wie auch immer, bis jetzt übertrifft das alles meine kühnsten Erwartungen und das meine ich absolut ernst. 

Was das Ganze noch cooler macht: Das Ding verkauft sich sich auch noch gut, was allerdings für den Verlag deutlich wichtiger ist als für mich. Und an dieser Stelle kommen ich zum Punkt, denn das Buch verkauft sich gut, obwohl es bis heute nirgendwo erwähnt wurde. Mit Ausnahme dieses Blogs, meines Facebook- und Twitter-Accounts gab es bisher nicht eine einzige Erwähnung außerhalb. Selbstverständlich wurden sämtliche Redaktionen nicht nur in Hamburg informiert, aber ebenso wie „Der Abstieg“ von Daniel Jovanov wird auch dieses Werk komplett ignoriert, obwohl es seit mehr als einer Woche als Bestseller Nr. 1 „in Bundesliga“ auf Amazon markiert ist. 

Nun ist es nicht so, dass ich mich darüber ärgere, im Gegenteil. Es ist die 100%ige Bestätigung dessen, was man in diesem Buch lesen kann. Mainstream und Hofberichterstattung haben es nun mal nicht gern, wenn man ihnen den Spiegel vorhält und dann tut man halt so, als würde es sowas wie dieses kleine Buch nicht geben. Der Umstand, dass sich die Damen und Herren in den Hofberichterstattungs-Redaktionen damit selbst demaskieren, ist ihnen nicht bewusst, weil es dafür scheinbar nicht reicht. Dann lieber den neuen Heilsbringer abfeinern, damit man ihn in 8 Monaten schlachten kann. 

https://www.amazon.de/dp/3946635288/ref=cm_cr_arp_d_product_top?ie=UTF8

Von | 2020-07-11T07:50:54+02:00 8. Juli 2020|Allgemein|7 Kommentare

7 Comments

  1. jusufi 8. Juli 2020 um 08:11 Uhr

    Das Ignorieren dient m. E. dem Selbsterhalt. Würden die Herren der Jubelpersermedienorgane ein HSV-kritisches Buch thematisieren, führte dies dazu, dass noch mehr bisher blind folgsamen Anhängern die Augen geöffnet würden, was wiederum zur Folge hätte, dass das allgemeine Interesse am Verein und den Berichten über ihn nachließe. Und bevor man sich selbst den dünnen Ast seines beruflichen Daseins absägt, stellt man sich lieber tot. Hinzu kommt selbstverständlich, dass die Hofberichterstatter in Deinem Buch nicht gut wegkommen. Menschlich verständlich – wenn auch entlarvend und Deine Aussagen bestätigend -, solch ein Buch nicht auch noch zu bewerben.

  2. Thomas S. 8. Juli 2020 um 08:38 Uhr

    Kai Schiller hat „Der Abstieg“ einmal in einem Artikel verstohlen (und durchaus lobend) erwähnt. Das muss man ihm in heutiger Zeit wahrscheinlich als Akt der Zivilcourage auslegen.

  3. Stephan Scheler 8. Juli 2020 um 08:49 Uhr

    Dein Buch ist gestern bei mir angekommen und ich freue mich darauf, es zu lesen…

  4. Thomas Vernunft 8. Juli 2020 um 10:28 Uhr

    Moin Grave, ich habe mir vor knapp 1 Jahr geschworen, solange dieser Schnappi Trainer beim HSV ist, werde ich mich in Deinem Blog mit keinem Beitrag mehr mit diesem Chaos-Club beschäftigen. Das hatte nichts mit dem Blog zu tun, ich bin einfach nur kein Freund dieses Menschen. War ne lange Ziet aber ich habe ja täglich mitgelesen. Geschafft !! Endlich ist die Schuldkröte weg, zu Daniel Thioune kann ich als aussenstehnder „Fan“ / Beobachter (neben dem HSV eben auch der VfL Osnabrück) nichts negatives sagen – ich wünsche Ihm und Merlin Polzin einfach nur viel Glück und den nötigen Erfolg und dass beide die Spielchen in Hamburg nicht mitmachen müssen. Allein mir fehlt der Glaube. Aber ich wollte was anderes: Ab Seite 179 in Deinem Buch schreibst Du über Deine persönliche Begegnung mit Slobodan Rajkovic.Ich möchte mich hier nicht wichtig tun, aber da ich in der Saison 2012/2013 auf der Geschäftstselle gearbeitet habe kann ich kurz von einem ähnlichen Erlebnis mit einem anderen Spieler berichten. Er handelte sich um Artjoms Rudnevs der aufgrund seiner Introvertiertheit und sprachlicher Probleme überhaupt nicht in der Mannschaft akzeptiert sah und deshalb auch nie in Hamburg (und später auch in Köln) heimisch wurde. Wie oft er nach dem Training versonnen auf der durchgesesen Ledercouch im Eingang der Geschäftsstelle sahs und in die Zeitungen blickte ohne ein Wort zu verstehn, weiss ich nicht. Oft kam er in mein Büro und wir plauderten (auf Englisch mehr oder weniger schlecht und Händen und Füssen) über Ihn und wie einsdam er und seine Frau sich in Hamburg fühlten. Keiner der drei (!) Team- bzw. Clubmanager hat sich um Ihm bzw. um eine Intrgration bemühht, das Team war zu der Zeit eine Ansammlung von Cliquen und Einelgängern wie eben Rudnevs. Der Mann ist an der Kälte im Club zerbrochen – so wie Du es bei Rajkovic beschrieben hast. Da ich für die Hotelbuchungen bei Auswärtsspielen zuständig war, weiss ich noch wie oft er bei mir im Büro um ein Einzelzimmer fragte, obwohl es damals nur Herrn van der Vaart vergönnt war. Alle anderen hatten Doppelzimmer mit einem andern Temakollegen. Was ich damit sagen: Die HSV-Familie gibt es nicht oder hat es nie gegeben. Der Verein ist eine Ansammlung von Egomanen und Selbstoptimieren. Ich bin froh, das ich den befristeten Arbeitsvertrag nicht verlängert habe. Im Sommer 2019 bin ich aus dem Verein HSV ausgetreten. Ich wünsche Dir noch viel Erfolg mit dem Buch und ich hoffe Du betreibst diesen Blog ein ein paar Jahre.

  5. Rach 8. Juli 2020 um 11:41 Uhr

    Hallo,
    ich habe mir das Buch bei Talia gekauft. Mir ist der KSV eigendlich egal. Interessant in Ihrem Blog und Buch ist die Beschreibung wie ein Verein durch Größenwahn und Realitätsverlust runtergewirtschaftet wird bzw. wurde. Der KSV ist kein Einzelfall. Andere Vereine wie Mainz oder Freiburg arbeiten halt besser. Darum spielen sie in der ersten Bundesliga. Für Tradition kann man sich in der heutigen Zeit nichts kaufen ( nur das kapieren die meisten nicht ). Die meisten leben in ihrer Scheinwelt. Mit der Realität hat das nicht mehr zu tun.
    Ihr Blog ist der Beste.
    LG HGR

  6. Der weisse Blitz 8. Juli 2020 um 20:28 Uhr

    Habe mir das Buch auch gekauft und heute angefangen zu lesen. Bin absolut kein HSV-Fan, komme aus Karlsruhe und bin daher seit Kindheit KSC-Fan und seit über 60 Jahren Mitglied. Der weiße Blitz, -wer erinnert sich noch an ihn?-war mein Onkel. Ich lebe jetzt in der Nähe von HH und bin umgeben von eingefleischten und kritiklosen HSV-Fans, alle wie ich über 70. Da muss man sich wehren können. Ich danke Gravesen, dass er mir dabei hilft.
    Ich werde wahrscheinlich noch mehr Exemplare kaufen und sie meinen HSV-Freunden schenken, Es sind so um die 10. Mal sehen, was dann passiert. Zum Buch kann ich noch nichts sagen. Ich habe noch nicht viel gelesen.

  7. Andreas 9. Juli 2020 um 08:09 Uhr

    Moin,
    Ich habe mein Exemplar auch relativ schnell verschlungen und jetzt überlegt dem einen oder anderen bekannten Fan zu schenken.

    Der erste Versuch ist komplett gescheitert
    Der sagte nur, Alter laß mich in Ruhe, ich will an den Scheiß nicht erinnert werden, ich rege mich sonst nur wieder auf.

    Das beschreibt es gut, eigentlich mag man Hamburg, eigentlich mag man auch Fussball, aber man leidet über Jahre immer wieder.
    Glaubt wieder, hofft wieder
    Und die Schei… geht weiter

    Lg
    Andreas

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