Aktueller denn je…

Fast  4 Jahre ist es her, da verfasste ich einen Blog mit dem Titel „Erklärung des neuen Vorstandes“ und eigentlich verzichte ich in diesem Blog darauf, mich zu wiederholen. Heute mache ich eine Ausnahme, denn ich möchte auf verschiedene Dinge hinweisen. Da wäre zum Ersten die immer wiederkehrende Behauptung der Blöd-Hüpfer, dass man (ich) im Nachhinein immer alles wissen könnte und dass man (ich) eigentlich nie richtig liegt. Desweiteren greift der Blog aus dem November 2016 Probleme auf, die heute aktueller sind als damals. Das Verhältnis zu Kühne, die Kommunikation nach außen, das Transferverhalten, die fehlende Struktur und der fehlende Plan. Denn: In diesen letzten 4!!! Jahren  hat sich in all diesen Teilbereichen nichts getan, im Gegenteil. Ich erinnere einmal kurz: Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Blogs war Dietmar Beiersdorfer Vorstandsvorsitzender, Karl Gernandt war Aufsichtsratsvorsitzender und Markus Gisdol war Cheftrainer, damals übrigens fast genauso alt wie Daniel Thioune jetzt. Und der KSV spielte noch in der Bundesliga. Jeder von euch weiß, was personell danach passierte und was man möglicherweise hätte verhindern können, hätte man die Hinweise aus dem damaligen Blog beherzigt. 

Erklärung des neuen Vorstandes

Liebe Mitglieder und Fans des Hamburger Sportvereins, sehr geehrte Damen und Herren von der Presse,

mit der heutigen Pressekonferenz möchte sich der neue Vorstand des HSV vorstellen, aber besonders einige Sätze zur Zukunft des Vereins bzw. zu unseren Vorhaben und unseren Zielen verlieren. Dies nur zu Erklärung, denn im Anschluss an diese PK werden sie so schnell nichts wieder von uns hören. Aber wenn wir schon bei diesem Thema sind: Ab sofort wird es von Seiten des Vorstands keine Exklusiv-Gespräche, Exklusiv-Informationen oder Exklusiv-Interviews geben. Wir werden einmal im Monat zu einer Presserunde einladen, wer dann dabei sein möchte, ist herzlich willkommen. Im Rahmen dieser Runde werden wir dann ihre Fragen beantworten oder auch nicht. Eines sollte nur ab sofort klar sein: Exklusivität wird es nicht mehr geben, für niemanden. Die dem HSV wichtig erscheinenden Informationen über Verein und Mannschaft werden in Zukunft über Vereins-interne Kanäle wie HSV-Facebook, HSV-Twitter, HSV.de oder HSV.total veröffentlicht. Dies werden die Inhalte sein, die dem Stand der Dinge und den Tatsachen entsprechen.

raute

Zu den Personen des Vorstandes: Unsere Namen sind bekannt, das war’s. Wer nun investigativ in unserer Vergangenheit wühlen möchte, wer mit alten „Weggefährten“ sprechen möchte, um das eine oder andere Detail aus irgendeiner Vita kratzen zu können, der muss das tun, es interessiert uns aber nicht. Wir sind hier, um zu arbeiten und nicht, um uns mit anderen, unwichtigen Dingen zu beschäftigten. Für sie als Information, damit sie nicht suchen müssen: Die Gehälter des neuen Vorstandes sind alle gleich und wir haben uns bei der Höhe der Vergütungen des Vorstandes an den Gehältern der ehemaligen Direktoren orientiert. Der zukünftige Vorstand der HSV Fußball AG wird in folgende Bereiche aufgeteilt.:

Vorstandsvorsitzender / Vorstand Marketing und Vertrieb

Vorstand Sport

Vorstand Finanzen

Desweiteren möchte ich am heutigen Tag folgendes erklären: Jeder Mitarbeiter beim HSV verdient gutes Geld und wenn der Vorstand mitbekommt, dass dies dem einen oder anderen eventuell nicht genug ist und er sein Gehalt wodurch auch immer aufbessern möchte, wird diese Person in diesem Verein keine Zukunft haben. Die soll keine Drohung, sondern ein Versprechen sein.

Lassen sie mich einige Sätze über den Verein HSV sagen. Ich habe in all den Jahren immer wieder hören dürfen, dass immer dann, wenn ein neuer Mitarbeiter, ein neuer Vorstand, Trainer, Sportchef oder Spieler in Hamburg vorgestellt wurde, die Satzbausteine „Der HSV ist ein großer Verein“, „Der HSV gehört eigentlich woanders hin“, „Hamburg ist eine tolle Stadt“, „Der HSV hat ein tolles Stadion und tolle Fans“ bemüht wurden und ich kann ihnen heute mit voller Überzeugung sagen: Ich kann es nicht mehr hören. Es stimmt, Hamburg ist eine tolle Stadt, ich bin hier geboren. Es stimmt auch, dass der HSV ein tolles Stadion und tolle Fans hat, aber das haben Schalke 04, Eintracht Frankfurt und Mainz 05 ebenfalls, dies ist kein Alleinstellungsmerkmal. Was aber nicht stimmt, ist der Satz „Der HSV ist ein großer Verein“, denn das ist er nicht mehr. Dieser Verein hat seinen letzten nationalen Erfolg 1987 erreicht, der Pokalsieg gegen den Zweitligisten Stuttgarter Kickers, ich war in Berlin live dabei. Der letzte internationale Erfolg liegt noch länger zurück, jeder hier weiß, was 1983 in Athen passierte. In der Zwischenzeit haben diverse deutsche Vereine nationale Titel und noch mehr ausländische Vereine internationale Titel geholt, der HSV lebte nur noch von einer Erinnerung.

Ein großer Verein aber zeichnet sich dadurch aus, dass er sportlich erfolgreich ist und nicht nur eine erfolgreiche Vergangenheit aus einem fernen Jahrtausend vorzuweisen hat. Ein großer Verein ist nicht nur sportlich erfolgreich, ein großer Verein verhält und benimmt sich auch wie ein großer Verein und das ist etwas, was dieser HSV schon viele Jahre nicht mehr von sich behaupten kann. Es kann sein, dass der HSV irgendwann wieder ein großer Verein ist, aber dafür müssen wir sehr hart und sehr lange arbeiten. Dafür muss unser Handeln nachvollziehbar und berechnbar sein. Dafür müssen wir bereit sein, Werte vorzugeben und diese auch zu leben. All das ist in den letzten Jahren nicht mehr passiert und auch deshalb steht der HSV da, wo er heute steht.

Ein kurzer Satz noch zur Vergangenheit. Mit dem heutigen Tag schließen wir mit der Vergangenheit ab! Wir schauen nicht mehr zurück und wir machen auch in Zukunft keinen unserer Vorgänger für irgendetwas verantwortlich. Dies ist die Denke von Verlierern, von Ausreden-Suchern. Wir haben uns vor Beginn unserer Tätigkeit den Verein genau angeschaut, wir kennen die Zahlen und wir kennen die Situation. Die ist heute so wie sie ist und wir können sie nicht mehr ändern. Was wir aber können, ist, sie zu beeinflussen und zu verbessern.

Eines der ersten Ziele dieses Vereins muss es sein, und daran werden wir von der ersten Sekunden an arbeiten, diesen Verein wieder zu einer Selbstbestimmtheit zurück zu führen. Der HSV muss in der Lage sein, selbst zu entscheiden, was er will und was er nicht will. Viel zu lange wurde dieser Verein fremdbestimmt, viel zu lange haben Personen von außen Handlungen des Vereins massiv beeinflusst, ohne, dass diese Personen jedoch Verantwortung übernehmen wollten. Wer mitbestimmen will, muss sich der Verantwortung stellen und jeder, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, ist uns herzlich willkommen. Wer dies nicht will, wer nur mitbestimmen und beeinflussen, aber nicht den Kopf hinhalten möchte, der bleibt ab sofort draußen.

In diesem Zusammenhang eine Erklärung zu Herrn Kühne. Herr Kühne hat in den letzten Jahren dafür gesorgt, dass es diesen HSV heute überhaupt noch gibt und wir alle sind ihm deshalb bis ans Ende unseres Lebens dafür zu Dank verpflichtet. Selbstverständlich stehen wir auch in Zukunft zu den bis zum heutigen Tag getätigten Vereinbarungen, aber die Zukunft des HSV wird anders aussehen, denn sie wird anders aussehen müssen. Wenn Herr Kühne dem HSV auch weiterhin helfen möchte, ist er uns selbstverständlich jederzeit willkommen, so wie uns jeder Mensch willkommen ist, der mit anpacken möchte. Aber: Keine freiwillige Hilfe oder Unterstützung ist an ein Mitsprache-Recht in irgendeiner Form gekoppelt. Der HSV bzw. sein Vorstand, seine sportliche Führung bzw. sein Trainerteam entscheiden allein und wer damit nicht leben kann, der muss es lassen. Man kann sich beim HSV in Zukunft nicht mehr einkaufen.

Dies bedeutet natürlich, dass es zu einem unmittelbaren Strategiewechsel kommen wird und kommen muss. Ab sofort wird dieser HSV kein Geld mehr ausgeben, welches er nicht hat. Wir werden vor der anstehenden Saison eine Rechnung aufmachen und bei unseren Berechnungen vom worst case szenario ausgehen. Platz 15 in der Bundesliga, Ausscheiden aus dem DFB-Pokal in der ersten Runde etc.. Wir werden unsere Verbindlichkeiten prüfen und die Rückzahlungen in unsere Berechnungen einfließen lassen. Dann haben wir eine Zahl und mit dieser Zahl werden wir arbeiten. Alles, was dann besser kommt als gedacht, ist ein Bonus. Punkt. Wir werden aber in Zukunft weder Trainer noch Spieler verpflichten, die wir uns nicht leisten können oder die wir fremdfinanzieren müssten. Diese Zeiten sind vorbei.

Selbstverständlich stehen wir zu gültigen Verträgen und werden diese erfüllen, aber ab sofort wird im Spielerkader des HSV eine Gehaltsobergrenze eingeführt. Wenn ein Spieler nicht in diese Obergrenze passen möchte, ist er bei uns falsch und wir werden uns um einen anderen Spieler bemühen. Das Gleiche gilt für das Trainerteam. Ferner wird der HSV ab sofort nur noch Spieler im Alter zwischen 18 und 23 Jahren verpflichten. Ich will nicht ausschließen, dass es auch einmal zu einer Ausnahme aufgrund besonderer Vorkommnisse kommen kann, aber das Ziel ist klar. Desweiteren wird es ab sofort verschiedene Regeln geben, die wir den Mitarbeitern und Spielern umgehend kommunizieren werden. Unserer Meinung nach brauchen Menschen, besonders junge Menschen, Regeln und Werte, an denen sie sich orientieren können und diese Regeln und Werte wollen wir ihnen nicht nur geben, wir wollen sie vorleben.

Um es an dieser Stelle einmal ganz deutlich zu sagen: Wir wollen in Zukunft keine Spieler und keine Trainer mehr beim HSV, die zu uns wechseln, weil sie die Stadt Hamburg so schön finden. Wir wollen niemanden, der meint, beim HSV handele es sich um „einen großen Verein“ und wir wollen niemanden mehr, der hier sein Ruhekissen sucht. Wir wollen in Zukunft Spieler zum HSV holen, junge Spieler, die an das Projekt HSV glauben und Bestandteil dessen sein wollen. Wir wollen Spieler, die am Anfang ihrer Karriere stehen und die sich mit uns entwickeln wollen. Dieser Spieler werden ihre Chancen bei uns bekommen, weil wir an sie glauben. Diese Spieler dürften Fehler machen und sie dürfen auch verlieren, wenn sie vorher alles gegeben haben. Nur so können sie besser werden, nur so können sie ihre und unsere gemeinsamen Ziele erreichen.

Zum Thema Regeln und Werte vielleicht noch kurz dies: Dieses erstellte, aber nie mit Leben gefüllte Leitbild wird mit dem heutigen Tag vernichtet, es verliert seine Gültigkeit. Wir werden eventuell ein neues Leitbild veröffentlichen, welches wir dann jedoch in Eigenregie erstellen werden. Bis dahin kann ich sie nur auffordern und bitten, uns und unsere Arbeit zu beobachten, dann werden ihnen unsere Leitbilder und unsere Werte relativ schnell auffallen.

Vielleicht ein kurzes Beispiel zum Thema Regeln und Werte. Der Sponsor AUDI stellt jedem Spieler der Bundesliga einen Wagen zur Verfügung und in unserer Welt kann es nicht sein, dass beispielsweise ein 18-jähriger Nachwuchsspieler mit einem AUDI R8 auf den Parkplatz fährt. Ab sofort wird jeder Spieler verpflichtet, mit einem Wagen des Sponsors zum Training zu erscheinen, die Größe und der Wert des Wagens wird sich nach dem Alter und dem Erfolg des Spielers richten. Mit anderen Worten: Man kann sich also ein größeres Modell erarbeiten. Noch einen Satz zum Thema Spieler. In der Vergangenheit hatte nicht nur ich das ungute Gefühl, dass viele Spieler, die zum HSV gewechselt sind, diesen Verein als die Endstation ihrer Karriere betrachtet haben, das muss vorbei sein. In Zukunft muss dieser Verein wieder den Ruf bekommen, ein Sprungbrett für eine erfolgreiche, internationale Karriere zu werden, so wie es zu Zeiten von de Jong, Boateng und Kompany der Fall war.

Ich möchte die Gelegenheit aber auch nutzen, um etwas Generelles zum Thema Fußball und Fans loszuwerden. Worum geht es bei der HSV Fußball AG? Es geht nicht um Gewinn-Maximierung, es sollte nicht um Eitelkeiten gehen. Es geht um Sport, um möglichst erfolgreichen Sport. Für uns beinhaltet der Sport nicht nur den Wettkampf, sondern auch den Respekt für den Gegner. Wir werden alles dafür tun, den Gegner mit allen legalen, uns zur Verfügung stehenden Mittel zu schlagen, aber dennoch begegnen wir dem sportlichen Gegner mit Respekt. Deshalb werden wir ab sofort vor jedem Heimspiel das Lied des Gegners spielen, um sowohl den sportlichen Rivalen, wie auch seine Anhänger respektvoll zu begrüßen. Anschließend werden wir uns im sportlichen Wettkampf messen und sollten wir unterliegen, werden wir dies akzeptieren und dem Gegner zu seinem Sieg gratulieren, das gebührt der Anstand unter Sportlern. Danach werden wir umso härter arbeiten, um beim nächsten Aufeinandertreffen das Ergebnis für uns positiv zu gestalten.

Noch etwas. Von heutigen Tag an gilt: Keine Pyros mehr in unserem Stadion oder auswärts in unserer Fan-Kurve. Wer meint, etwas derart Gefährliches in einer Gruppe von Menschen anzünden zu müssen, der wird ab sofort mit allen uns zur Verfügung stehenden Mittel von uns verfolgt und nach Ergreifung zur Rechenschaft gezogen. Nicht nur, dass diese Person die Strafe zahlen wird, die bisher vom Verein getragen werden musste, die Person bekommt darüber hinaus lebenslanges Stadionverbot. Wir wollen nicht so lange warten, bis der erste Zuschauer brennt. In diesem Zusammenhang noch eine Bitte an unsere Fans. Seit vielen Jahren stört es mich extrem, dass bei Heimspielen gegen Dortmund, Freiburg oder wem auch immer von den Rängen Gesänge wie „Scheiß Werder Bremen“ oder „Scheiß St. Pauli“ zu vernehmen ist. Ich möchte euch dringend auffordern, damit aufzuhören, dieses Verhalten passt nicht zu einem HSV, wie wir ihn uns für die Zukunft vorstellen. Danke.

So, das war’s für’s Erste. Ich kann mir vorstellen, dass es einige gibt, die jetzt meinen, dass all dies ins Reich der Sozialromantik gehört, dass unsere Vorhaben nicht praktikabel wären und vielleicht sogar, dass wir Träumer sind. Mag sein, dass wir das sind, aber was haben denn all die Maßnahmen der letzten Jahre gebracht, die den gegensätzlichen Weg aufgezeigt haben? War der HSV damit erfolgreich? Ist der Weg, den der HSV gegangen ist, ein zukunftsträchtiger Weg gewesen? Oder zeigt dieser Weg unaufhaltsam Richtung Abgrund? Wir sind überzeugt davon, dass wir es hier und heute und ab sofort komplett anders machen müssen, weil es einfach keine Alternative mehr gibt. Es mag sein, dass wir sehr harten Zeiten entgegengehen, es mag sogar sein, dass wird irgendwann einmal den Gang in die zweiten Liga antreten müssen. Aber wenn wir heute nichts ändern, wird es für diesen Verein keinen Gang mehr geben, dann wird es diesen Verein nicht mehr geben.

Wer uns auf diesem Weg begleiten möchte, den laden wir herzlich ein, mitzumachen und anzupacken. Wir werden nichts versprechen, weil in der Vergangenheit zuviel versprochen und nicht gehalten wurde. Wir werden nicht mit Netzwerken prahlen, denn was angebliche Netzwerke bringen, hat die Vergangenheit eindrucksvoll gezeigt. Wir werden jedoch eines garantieren können, nämlich, dass wir wie die Irren arbeiten werden. Dass wir von niemandem etwas verlangen werden, was wird nicht selbst zu tun bereit wären. Dass wir verlässlich und zuverlässig sein werden und dass man sich auf unser Wort wird verlassen können.

Und jetzt lassen sie uns bitte mit der Arbeit beginnen.

Halt, eines fällt mir noch ein, wo ich schon dabei bin. Es geht um den Spieler Jonathan Tah, aber nicht nur um ihn, sondern vielleicht um ihn als Beispiel für alle jungen Spieler des HSV. Jona hat große Teile seiner Ausbildung beim HSV erhalten, hat als 17-Jähriger gleichzeitig für die Bundesliga-Mannschaft, für die Regionalliga-Mannschaft und für die U 19 gespielt und er hat gut gespielt. Daraufhin wurde Jona zum Dank nach Düsseldorf verliehen und anschließend an die Leihe nach Leverkusen verkauft. Als er das erste Mal mit Bayer im Volksparkstadion auflief, wurde er von HSV-Fans und mit Billigung der damaligen Vereinsführung gnadenlos niedergepfiffen, obwohl er sich nie etwas hat zu Schulden kommen lassen. Das ist eine Sache, die wir in Zukunft nicht mehr tolerieren werden. Spieler, die bei uns groß geworden sind und im Anschluss daran zu einem anderen Verein wechselten, werden von uns als das behandelt, was sie sind, als ehemalige HSVer.

Wir müssen davon wegkommen, dass Spieler, die einmal das Trikot des HSV trugen und dann als Gäste nach Hamburg zurückkehren, als Feinde angesehen werden, im Gegenteil. Wir sollten stolz auf sie sein und wir sollten stolz darauf sein, dass wir einen Teil zu ihrer Entwicklung beitragen durften. Das ist Hamburger Gedankengut, wie es mir meine Hamburger Eltern beigebracht haben. Das ist hanseatisches Verhalten und nur, weil es andere Vereine vielleicht anders machen, bedeutet es nicht, dass diese Vereine es besser oder richtig machen. Manchmal im Leben muss man mit einer Sache auch der Erste sein und jetzt wollen wir genau damit beginnen.

Von | 2020-07-21T07:24:33+02:00 15. Juli 2020|Allgemein|39 Kommentare

39 Comments

  1. Andreas 15. Juli 2020 um 08:48 Uhr

    Wo kann ich unterschreiben

    Und das Volksparkstadion soll auch nicht Dino Friedhof heißen

    Lg
    Andreas

  2. M.Schulz 15. Juli 2020 um 09:04 Uhr

    wäre nen Traum, wird aber wieder nichts ändern. Klappe zu, Affe tot! Habe mir Dein Buch im Urlaub durchgelesen, hat mir gut gefallen. Ein paar mehr Geschichten aus dem Nähkästchen hätten drin sein können, aber gibt ja Gründe warum sie nicht drin stehen. Zusammen mit DER AbSTIEG ist alles über den HSV gesagt. Eigentlich kannst den Laden abschließen, weil kein entkommen aus der Todesspirale sichtbar ist.

    • Gravesen 15. Juli 2020 um 09:46 Uhr

      Es ging eigentlich auch weniger darum, ein Nähkästchenbuch zu schreiben (zum Glück heiße ich nicht Matz), sondern 1. einen Weg vom Fan zum Kritiker aufzuzeigen und 2. Erklärungen dafür zu liefern, warum es immer weiter bergab geht.

  3. Dennis 15. Juli 2020 um 09:43 Uhr

    Schnappi mit neuem Job, ich dachte er sieht sich in erster Liga….

  4. St. Patrick 15. Juli 2020 um 10:40 Uhr

    Auf den Punkt! 1000% Zustimmung!
    Wenn es diese integren Persönlichkeiten im Vorstand gäbe, gäbe es eine Chance, dass durch konsequentes Vorleben eine entsprechende Haltung in die Strukturen des HSV einsickern könnte.
    Gerade den Ansatz mit dem bereitgestellten Auto halte ich mich für extrem effektiv! Das hätte sicherlich eine Vorsortierung am Spielermarkt zur Folge, von der der HSV extrem profitierten könnte. Das Management hat es ja in all den Jahren nicht verstanden, die falschen Fuffziger unter den Spielern vor der Verpflichtung zu identifizieren. Aber die falschen Fuffziger wissen ja selbst, wer sie sind und bleiben dann fern.
    Beim Gehalt würde ich mich eine Umdrehung weiter gehen. Jeder Spieler kann innerhalb der Gehaltsobergrenze im Ligavergleich sehr gut verdienen, wenn der Verein sein Saisonziel erreicht. Es gäbe vom vereinbarten Gesamtgehalt ein Drittel pauschal als Grundgehalt, ein weiteres Drittel proportional zum Anteil des Spielers an allen absolvierten Spielminuten in Pflichtspielen. Und das letzte Drittel gibts nur bei Zielerreichung. Somit hätte man von Saisonbeginn an finanzielle Planungssicherheit mit gedeckelten Gesamtkosten und hält das Budget – erstmalig seit Jahren! – ein.

  5. hamuburgmini 15. Juli 2020 um 11:22 Uhr

    Brilliant! Hat nichts an Tagesaktualität verloren.
    Zudem verdeutlicht es nur noch vielmehr, daß die Oberen beim HSV eben keinen Plan haben, nicht im Sinne des
    HSV und der Mitglieder entscheiden, stattdessen nur abgreifen wo es eben geht.. Herr Jansen als E.V. Präsident macht
    in seiner Funktion noch die schlechteste Funktion. Wo ist der Auftrag, wo sind die Leitlinien die der Hauptanteilseigner
    mit auf den Weg gibt?
    Was hat Herr Jansen in seiner Zeit als HSV-Präsident bewirkt?

    EinTrauerspiel….

    • hamuburgmini 15. Juli 2020 um 11:38 Uhr

      Ein neuer „aggressive Leader“!
      Mit 30 Jahren Top! Erinnert mich an Behrami… Schön daß Herr Mutzel so klasse
      vernetzt ist! Wahrscheinlich wird der HSV morgen abgefeiert, weil sie ausnahmsweise keine Ablöse
      zahlen… 🙂

      • Fohlenstall 15. Juli 2020 um 12:28 Uhr

        ….17 Gelbe Karten letzte Saison und damit Bundesligarekord!
        Mein Arbeitskollege ist Paderborn Anhänger.Die meisten Karten
        hat er sich durch seine nicht vorhandene Schnelligkeit abgeholt,
        sagt er.Er meint aber auch,dass er für die 2.Liga durchaus eine
        Verstärkung sein kann.Aber auch beim KSV….?

    • Ralf 15. Juli 2020 um 12:04 Uhr

      Klasse, dann haben wir nach Helm-Peter jetzt auch noch Helm-Klaus in HH😂😂😂😂😂😂 Gibt bestimmt auch geile Selfies nach dem Training.

      • Demosthenes 15. Juli 2020 um 12:18 Uhr

        Nach Helm-Peter kommt Kappen-Klaus.

        Was bringt er mit, der ablösefreie Albaner? Als Karton-Millionär (mit 17 Gelben in der Saison 19/20 neuer Buli-Rekordhalter) und Mittelfeld-Torkanone (3 in 58 Pflichtspielen) vor allem ein vergiftetes Abschiedswort seines Ex-Trainers Steffen Baumgart:
        „Ich weiß, wo er hingeht, werde den Verein, bei dem Klaus am Mittwoch unterschreiben wird, aber für mich behalten. Was ich sagen kann, ist, dass es eine schöne Herausforderung für ihn wird und ich ihm dafür viel Glück wünsche.“

        Dem kann ich mich nur anschließen.

        Nachtrag

        Frisch aus der Klopo:
        „2018 zog es ihn schließlich nach Paderborn – wo ihm prompt der Bundesliga-Aufstieg gelang. Kein schlechtes Omen für den HSV.“

        Alter!

        • Fohlenstall 15. Juli 2020 um 13:06 Uhr

          …vergiftetes Abschiedswort ?
          Woraus leitest Du dies ab? Aus dem Statement von Welttrainer Baumgart?
          Kann ich nicht herauslesen.
          Er hat Paderborn immerhin 11mal als Kapitän aufs Feld geführt.Was ich so
          mitbekommen habe war er immer ein Vorbild an Einsatz mit Zweikampfhärte.
          Auch sein Standing in der Mannschaft soll sehr gut gewesen sein.MF-Torkanone?
          Er spielte überwiegend im Defensiven MF oder in der Innenverteidigung.Ich kenn
          da ein paar Defensive Player im MF in der Buli, die schlechtere Werte haben als er.
          Würde mal sagen..abwarten ob er überhaupt kommt,und ich meine so schlecht ist
          diese Verpflichtung ohne Ablöse, dann ja mit Gehaltsobergrenze 🙂 nicht.

          • Demosthenes 15. Juli 2020 um 13:27 Uhr

            Also, die Herren Hornberger, Wohlgemuth, Huschen und Baumgart werden nicht grade erneut darüber sein, das man Kappen-Klaus ohne Abfindung ziehen lassen muß. Das wollte man auf keinen Fall, wofür auch der Fakt spricht, das der SC einem Ü30 noch eine Vertragsverlängerung angeboten hat.

            Und die Situation in Hamburg ist wohl jedem bekannt. „Schöne Herausforderung“? Schau Dir die Zu- und Abgänge von Trainern und Spielern der letzten 24 Monate beim KSV an, da ist der Begriff „Himmelfahrtskommando“ noch ein Euphemismus.

      • Micha67 15. Juli 2020 um 12:37 Uhr

        „Die HSV-Verantwortlichen um Sportvorstand Jonas Boldt waren sich darüber einig, dass die Mannschaft nach zwei verpassten Aufstiegen (zwei Mal Platz 4) einen „aggressive Leader“ im Mittelfeld braucht“…
        LOL, mußte auch gleich an Behrami denken. Und wieder ein ü30ér der mit seiner Kartensammlung wohl regelmäßig Sperren absitzen wird, wenn er nicht gerade verletzt ist.
        Das ist echt kompletter Wahnsinn. Jedes Jahr werden irgendwelche Knorpelpatienten im füssballererischen Rentenalter mit maximalen Maltafüßen verpflichtet nur um sich nach der Saison zu wundern, dass es mit dem Aufstieg wieder nicht klappte 😉
        Die sind da echt komplett durch den Wind. Da wird mit minimalstem Aufwand weiter rumgewurschtelt um seine eigenen Pfründe zu sichern.
        Dieser Verein ist mittlerweile zutiefst verachtenswert. Er symbolisiert nur noch negative Werte, mit denen sich kein halbwegs intelligenter Mensch identifizieren möchte.
        Es würde mich auch nicht wundern, wenn der AR bei Grave anklingelt und seinen Text als neues Leitbild ausgeben möchte (im Buch gibt es da eine herrliche Analogie), weil er es so schön herausgearbeitet hat :))))

        Dieser Verein und Teile seiner Fans widern mich einfach nur noch an.

        Gruß an Dich, Grave. Und auch an die Tochter, Wie sieht ihre Karriereplanung aus?

    • Nichtkunde 15. Juli 2020 um 18:51 Uhr

      Langsam, lebt defensiv eher von der Physis denn von cleverem Stellungsspiel und ist im Spielaufbau eher, nun ja, retro.

      Ist bei guter Kaderzusammenstellung u.U. kompensierbar, allerdings bedarf es, wenn wir von Thiounes bevorzugten Formationen mit Doppelsechs ausgehen, eines Nebenmannes, der eine Menge Laufarbeit zu verrichten hat. Mit Blick auf die Rückrunde sehr zweifelhaft, ob ein Dudziak in der Lage ist, diese Rolle adäquat zu bekleiden. Kinsombi ist aktuell meilenweit davon entfernt, sich mit Schlüsselrollen beschäftigen zu können/müssen, der Rest passt von der Spielanlage her ohnehin nicht zum Anforderungsprofil.

      Über die angebliche Nachhaltigkeit der alljährlich „diesmal aber wirklich ganz doll ernstgemeinten“ behaupteten neuen Strategie muss man sich in Anbetracht der nächsten Ü30-Verpflichtung ohnehin nicht mehr den Kopf zerbrechen.

  6. Demosthenes 15. Juli 2020 um 11:55 Uhr

    Hecking mit großem H wie Heuchler.

    Nur damit ich nicht falsch verstanden werde, ich war noch nie ein großer Fan von Schnappi und bin es in seiner Zeit beim KSV auch nicht geworden. Gott bewahre!

    Aber diese falsche Nummer, diese konzertierte Schmierenkomödie aus Pressestatements und Vorstandsgesprächen über Schnappis Verbleib mit LügenBoldt Jonas war mal wieder typisch HSV. Nichts läuft offen und ehrlich. Stattdessen wird getrickst, gelogen und geheuchelt, wie in all den Jahren zuvor. „Ich sehe mich als Erstligatrainer“. „Wir können uns einen weiteren gemeinsamen Weg vorstellen!“ Ja nee, is klar. Verlogenheit, Für-dumm-verkaufen und falsches Spiel sind die einzigen Traditionen, die dieser ewige Tabellenführer in der Peinlichkeits-Oberliga noch hat. Das ist seine wahre DNA.

    Nochmal: Gut, das er weg ist. Aber die Art und Weise… Unterirdisch!

    Ein neuer HSV, wie ihn die Blitzbirnen im Insolvenzblog bejubeln? Den wird es in diesem Leben und mit den Nichtgestalten an der Vereinsspitze und im AR nicht geben.

    • atari 15. Juli 2020 um 13:25 Uhr

      der neue HSV, der jetzt bejubelt wird, ist ja schön und gut. Allerdings haben die in dem Blog noch nicht verstanden womit ein neuer HSV verbunden ist. Es wird Rückschläge, Niederlagen, viele schlechte Spiele geben und mehrere Jahre dauern, bis gute Arbeit fruchtet, wenn sie denn wirklich gut ist! Vielleicht wurden jetzt die Weichen dahin gestellt aber man muss den neuen Weg dann auch leben und damit klarkommen, dass Geld leider doch Tore schiesst nur der HSV keines hat. Die Graupenperle ist an Dummheit kaum zu übertreffen.

  7. Fernsehsportler 15. Juli 2020 um 12:50 Uhr

    Leute!!

    Ihr müsst Euch mal auf Twitter die Tweets zu Kappen-Klaus reinziehen.
    Fans sind maximal verstört 😀

    • Micha67 15. Juli 2020 um 13:37 Uhr

      Gib mal n´Link 😉

      • Fernsehsportler 15. Juli 2020 um 13:47 Uhr
        • Nichtkunde 15. Juli 2020 um 19:03 Uhr

          Einer der wohl, nun ja, schlichtesten Rauten-Kanäle überhaupt, und selbst da gewinnen langsam aber sicher die kritischen Stimmen Überhand. Dürfte für die Verantwortungslos… Verzeihung, Verantwortlichen eine „launige“ Saison werden.

      • Demosthenes 15. Juli 2020 um 13:57 Uhr

        Kleine Kostprobe des Getwitterregens:

        Klaus #Gjasula steht vor einem Wechsel zum #HSV. Nach dem Gelb-Rekord in der vergangenen Saison fehlt ihm noch ein Nicht-Aufstieg in seiner Vita.

        Damit sind sie nächstes Jahr wenigstens in einer Tabelle sicher auf Platz 1. #AUFEIGENEGEFAHR

        Das soll also ein kreativer und intelligenter Transfer sein? Mehr fällt denen nicht ein? Sorry, aber da sind ja selbst Communio-Zocker einfallsreicher! Wozu leisten wir uns eine sündhaft-teure Scouting-Abteilung?

        Klaus #Gjasula geht zum #HSV. Aus gut unterrichteten Quellen hörte ich, dass er die Achterbahnfahrt des #SCP nicht mehr ertragen konnte. Mit seinen 30 Jahren will er nun endlich konstant in Liga 2 bleiben. Wo geht das besser als beim @HSV . Viel Erfolg beim Klassenerhalt Klaus!

        Willkommen in der Realität! Der HSV setzt von nun an auf die Entwicklung 30-jähriger, maximal durchschnittlicher Zweitligakicker. Boldt mit seinem ach so großen Netzwerk ist aber mal jeden Cent wert! #HSV #Gjasula

        Sammelt der Defensivmann seine Karten künftig bei Fortuna Düsseldorf? #Gjasula #SCPaderborn #F95

        „Helms Klamm“ „Helmpflicht“ „Ein Helm, wer Böses dabei denkt“ Nee, reicht noch nicht für einen Tweet, der viral geht.

        Das gäbe ein Gemetzel. Die andern beiden sollen übrigens zeitnah auch unterschreiben. Schade, dass Papa weg ist. #Gjasula

        Man verpflichtet also #Gjasula. Na denn. Ein junger Spieler mit Perspektive, der noch etwas erreichen möchte und den man – nach einer Ausbildung – teuer verkaufen kann. Ironie. Ist halt alles wie immer und wird sich auch nie ändern. #hsv

        Ich sehe schon die Breaking News: „Mental Leader #Gjasula löst Handgreiflichkeiten im #HSV-Training aus. Vorausgegangen war ein überhartes Foul an Opoku. Selbst ein Fan rannte auf das Feld und ohrfeigte den Defensiv-Star“

        Wenn es heißt, #Gjasula hätte einen tollen Verein mit einer großen Aufgabe gefunden, du auf die Auflösung wartest – und dann ist es der @HSV

        Erwarte Begrüßungsvideo mit Helm-Peter: Möglicherweise wird Helm-Peter #Gjasula seinen Helm zuwerfen! #HSV

        Meint Boldt das ernst?#Gjasula

  8. Demosthenes 15. Juli 2020 um 13:37 Uhr

    Sorry, will nicht nerven, aber heute überschlagen sich die medialen Ereignisse.

    Erst ist die BILD in den frühen Morgenstunden beim Bundespolizeieinsatz gegen Passfälscher in Berlin live und exklusiv dabei (sind die Behörden noch bei Trost?) und nun das:

    „Staatsanwalt überprüft Kontobewegungen von Jatta.
    Überwies er Geld an Daffeh-Mitspieler.“

    Jetzt nehmen sie ihn die Mangel. Könnte dicke kommen für den KSV.

    • Ex-HSVer im Herzen 15. Juli 2020 um 13:47 Uhr

      Du nervst doch nicht. Ist ja nicht jeder immer live. Danke

    • Sebastian 15. Juli 2020 um 15:20 Uhr

      Ich zitiere die BILD:

      Nun wurde auch Jattas Konto überprüft. Nana Frombach, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Hamburg zu BILD: „Im Zuge der routinemäßigen Ermittlungen haben wir unter anderem die Kontobewegungen von Herrn Jatta überprüft und sind hier auf Kontakte gestoßen, die für uns nicht nachvollziehbar waren.“

      Es soll sich um frühere Mannschaftskollegen von Daffeh handeln, denen Jatta Geld überwiesen haben soll. Nach BILD-Informationen soll es sich aber nur um kleine Beträge handeln. Die Staatsanwaltschaft überprüft nun, warum Jatta Kontakt zu ehemaligen Mitspielern Daffehs hatte.

  9. Ex-HSVer im Herzen 15. Juli 2020 um 13:45 Uhr

    Den Blog fand ich schon damals richtig geil und zu 100 % meine Gedanken. Was lehrt uns dieser alte Blog? HSV on the way down and no one wants to stop it. Hm, eigentlich erschreckend, dass ich nun wirklich gar nichts geändert hat.
    Wenn man sieht, was gerade passiert, ist dieser Trümmerhaufen mehr als fertig.

    WARUM!!!!!!!!!!!!!! ist man nicht in der Lage nach 6(!) aufeinanderfolgen