Es reicht langsam, Black Kloppo…

Grundsätzlich gilt: Jeder neue Trainer sollte ebenso wie jeder neue Spieler seine Chance erhalten, bevor man den Stab über ihn bricht. Auch wenn man natürlich bei vielen Personalentscheidungen des KSV bereits im Vorfeld weiß, was man davon zu halten hat, so sollte man sich doch ein endgültiges Bild erst dann machen, wenn die Herren ihre Fehler begangen haben. So wollte ich es eigentlich auch bei Choach Thioune halten, aber mittlerweile ist meine Hutschnur ganz kurz davor zu reißen. Warum? Weil der Mann noch nicht eine Trainingseinheit geleitet hat, aber seit seiner Verpflichtung jeden Tag gefühlt 17 Mal seine Meinung zu wirklich jedem Teilbereich des gesellschaftlichen Lebens absondern musste. Es ist ja schön, wenn sich jemand selbst gern reden hört und noch schöner ist es, wenn jemand eine eigene Meinung hat, aber muss er diese denn bereits vor dem ersten Pflichtspiel im Stunden-Rhythmus mit der Welt teilen? Schon klar, dass es Begehrlichkeiten bei den Hofberichterstattern gibt, aber denen muss man nicht ständig nachkommen. Sorry, aber mir reicht es jetzt. 

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Alter Schwede. Ich hätte dann noch gern gewusst, wie der neue Trainer zur Maskenpflicht, den Lebensmittelpreisen und der Erderwärmung steht. War Dieter „Schnappi“ Hecking schon mitteilsam, so ist Thioune offenbar beseelt davon, jedem seine Sicht auf die Welt mitteilen zu müssen. Scheinbar nicht wissend, dass ihm all diese superschlauen Texte bei der ersten Gelegenheit um die Ohren fliegen werden. Mir ist es egal, mir ist dieser Verein aber auch egal. Aber um den Trainer, der offensichtlich von der Medienabteilung des Vereins nicht geschützt wurde, tut es mir leid. Deshalb – einfach mal die Backen halten arbeiten, bevor man den Klugscheißer spielt. Aber dafür ist es nun zu spät. 

Ach ja, im Volkspark startet ja heute der Neustart 31.0, gell? Oder soll man es den 45.ten Neustart nennen? Vielleicht auch den nächsten Versuch oder die 21.te Wiedergutmachung? Was erwarten all die Spacken, die mit dem Mann noch keine Silbe gesprochen  und die ihn bestenfalls im TV gesehen haben, eigentlich von Horst Hrubesch? Der Mann hat die letzten 18 Jahren beim größten und reichsten Sportverband der Welt gearbeitet und seine Aufgabe war es, aus den Jahrgangsbesten ein Team zu bilden. Jetzt soll er in einem Zweitligaverein, der kein Geld mehr hat, ein Nachwuchskonzept per Handauflegen basteln? Schwachsinn. Hrubesch soll Kühne einfangen, weil die Loser keine andere Geldquelle mehr anzapfen können. Der Umstand, dass er sich dafür hergibt, erschüttert mich. Aber der Mann ist alt genug und wenn er meint, mit den Spinnern untergehen zu müssen, muss er das halt tun. 

Von | 2020-08-06T15:06:32+02:00 3. August 2020|Allgemein|15 Kommentare

15 Comments

  1. Gravesen 3. August 2020 um 08:19 Uhr

    Demosthenes 3. August 2020 um 07:48 Uhr – Bearbeiten – Antworten
    Alle reden vom Neuanfang beim HSV. Zeit für eine Bestandsaufnahme.

    Was neu ist:
    Hrubesch
    Gjasula
    Onana
    Thioune

    Was nicht neu ist:
    Janssen
    Boldt
    Wettstein
    Heuer-Fernandes
    Pollersbeck
    Mickel
    van Drongelen
    Jung
    Everton
    Bates Ambrosius
    Leibold
    Vagnoman
    Gyamerah
    Kinsombie
    Dudziak
    Hunt
    Kittel
    Jatta
    Amaechi
    Naray
    Hinterseer
    Wood
    Wintzheimer

    Was weg ist:
    Hoffmann
    Hecking
    Pohjanpalo
    Letschert
    Beyer
    Fein
    Schaub
    Harnik
    Moritz
    Samperio

    Fazit:
    Wenn man Neustart als Neubeginn mit neuem Führungspersonal, neuen Spielern und einer neuen Philosophie definiert, dann ist beim KSV eher alles beim alten. Ok, mit der Ausnahme eines neuen Cheftrainers. Wenn aber der Antritt eines neuen Trainers als Neustart gilt, dann hatte der KSV ca. 20 Neustarts in den letzten 10 Jahren.

    Oder bezeichnet man den Abgang von noch vor 12 Monaten als Aufstiegsgarant (Hecking), Spielmacher (Fein) und Torkanone (Pohjanpalo) und anderen Talenten, Juwelen und Perlen als Neustart? Ernsthaft?

    Bis jetzt ist für mich von einem Neustart nichts zu sehen. Die Jubelblätter schreiben den selben Schund wie vor jeder Saison, die Graupenperle stellt schon mal die Siegertruppe auf, die sportliche Führung klopft sich verzückt auf die eigene Schulter und im Verein läuft business as usual, was beutetet, jeder sichert seine Pfründe.

    Das ist kein Neustart, das ist ganz der alte HSV.

  2. omnipräsent 3. August 2020 um 09:23 Uhr

    In Kurzfassung: „Wer viel spricht, hat wenig zu sagen“!

  3. Ex-HSVer im Herzen 3. August 2020 um 09:26 Uhr

    Thioune wird scheitern. Warum? Ganz einfach, weil er schwach ist und es beim HSV einen Querdenker mit Plan bedarf und keinen, der sich schon wieder ins System einfügt und mit der Presse kuschelt.

    Das größte Problem besteht weiterhin. Man sieht sich immer noch als etwas besseres, größeres. Ebenso die Presse. HSV hier, HSV da…bla bla… und alles obwohl noch Pause ist.

    So wird sich nie etwas ändern.

  4. Gravesen 3. August 2020 um 09:51 Uhr

    BLACK KLOPPO 😀 😀 Ich bin genial

    • Demosthenes 3. August 2020 um 10:16 Uhr

      Stimmt. Aber nicht mehr lang, dann wird man Kloppo White Thioune nennen.

  5. Belrinmitte 3. August 2020 um 12:26 Uhr

    @Osna811 … die von Gravesen zitierten Schlagzeilen sind ja schon sehr aussagekräftig, aber Du scheinst Daniel Thioune ja schon in Osnabrück erlebt zu haben? Hat er da auch zu allem möglichen Themen seinen Senf dazu gegeben gehabt? Olle Hecking war ja durchaus an seinen vorherigen Stationen mit einem Hang zum Dazugeben seines Senfes aufgefallen, Da war das nicht so überraschend, dass er in Hamburg genauso weiter machte.

    • Osna811 3. August 2020 um 14:34 Uhr

      @ Belrinmitte, nein hat er überhaupt nicht. Immer sachlich kurz und knapp. Wir haben hier die NOZ und nicht den Blätterwald Hamburgs.
      Er hat hier eine hervorragende Arbeit abgeliefert. In Zusammenarbeit mit B.Schmedes, ehemals HSV, hat er aus wenig einen Aufstieg hinbekommen.
      Das ganze mit viel Jugend und sehr guten Leihgeschäften. Nochmal ich hype ihn nicht werde ihn aber auch nicht totschreiben. Ob er es in Hamburg schafft
      kann ich nicht sagen. Er kann auf jeden Fall eine Mannschaft auf das Feld führen. 13 Tore Mann Alvarez saß auf der Bank wenn er nicht gut trainiert hat.
      Bei ihm galt immer das Leistungsprinzip. Hoffentlich weicht er nicht von seinem Weg ab.
      In diesem Sinne euch einen schönen Wochenstart.

      • Berlinmitte 3. August 2020 um 14:53 Uhr

        Tja, die Marketing-Abteilung will ja auch beschäftigt sein. Wahrscheinlich bräuchte man schon tatsächlich Eier aus Stahl, um beim HSV sein Ding durchziehen zu können. Macht schon einen Unterschied, ob Dein Chef Schmedes oder Boldt/Jansen heißt. Schmedes selbst scheint wohl zu wissen, was er am VfL hat, sonst wäre er jetzt wohl an Stelle von Hecking beim Club.

  6. Goldfather 3. August 2020 um 12:43 Uhr

    Wenn er überhaupt keine Interviews geben würde, wäre er wahrscheinlich noch vor dem ersten Testspiel „Black Ernst“. Entscheidend ist auf dem Platz….normalerweise zumindest. Für den HSV gilt möglicherweise: Entscheidend ist in Schindellegi. 3574 Einwohner, 764m oberhalb des Meeresspiegels, was bedeutet, dass sich Klaus-Michael in einem permanenten moderaten Höhentraining befindet und sich anscheinend bester Gesundheit erfreut. Klaus-Michael ist nicht nur gnadenlos zu sich selbst, sondern auch gegenüber seiner großen Liebe.

    • Fohlenstall 3. August 2020 um 13:00 Uhr

      🙂 !

  7. Stefan 3. August 2020 um 13:48 Uhr

    Auf http://www.hsv.de gab es vor ein paar Tagen einen Vorabdruck eines „Interviews“ mit Thioune, in Form eines A-Z Fragebogens. Ist in Gänze in der aktuellen HSV Live zu bewundern und auf der Internetseite leider nur noch ein Auszug zu finden. https://www.hsv.de/news/daniel-thioune-ich-bin-trainer-und-kein-zauberer

    Kann es sein, das die Medien Thioune über die Maßen thematisieren und aus dem Fragebogen rezitieren, er selbst aber gar nicht von Mikrofon zu Mikrofon hechelt ?
    Wäre letzteres der Fall tut sich Thioune damit sicherlich keinen Gefallen. Allerdings kann ich mir bei der Hamburger Presselandschaft ein ausschlachten des Fragebogens auch gut vorstellen….einfacher kann man es denen damit ja nicht machen…

  8. Fernsehsportler 3. August 2020 um 15:21 Uhr

    Hallo Grave,

    Du kannst es verurteilen, dass der neue Trainer oft in den Medien zu Wort kommt. Deine Argumente sind schlüssig,
    Nur befürchte ich, dass Du/Wir schon lange nicht mehr die ZIelgruppe sind.

    In jeder großen Firma wird die Effektivität des PR/Marketings anhand:
    1. Zugriffszahlen Homepage
    2. google Auswertungen
    3. Zuwachs/Reichweite Social Media und
    4: Erwähnung der Protagonisten/Marke in Printmedien
    gemessen mit dem Ziel, weiterhin die Fans zu emotionalisieren.

    Dies sind schlicht (wahrscheinlich) KPI vereinzelter Mitarbeiter, die Ihren Job tun.
    Solange der Fan bei der Stange bleibt, ist alles tutti.

  9. Gravesen 3. August 2020 um 21:09 Uhr

    HSV-Arena am 01.08.2020:
    .

    Bleiben wir von Anfang bei den Tatsachen und Fakten und lösen uns von den Vermutungen, Hoffnungen und Spekulationen. Horst Hrubesch hat von 2002 bis 2018 bei einem Verband und nicht bei einem Verein gearbeitet. Als Trainer der deutschen U18, U19, U20, U21 und der deutschen Frauen-Nationalmannschaft hat er Erfolge wie Europameisterschaften, Silbermedaille bei den Olympischen Spielen 2016 erreicht. Aber: Er hat in diesen Funktionen nichts entwickeln müssen! Er hat in all den Jahren mit den besten des jeweiligen Jahrgangs gearbeitet und die Kunst war es, aus diesen Besten ein bestmögliches Team zu bilden. Das kann Hrubesch. Er hat einen Blick für eine Team-Struktur und er kann begeistern. Das aber entspricht nicht seiner neuen Aufgabe als „Direktor Entwicklung“ beim KSV, denn hier soll er eine gesamte Nachwuchsstruktur und kein Team entwickeln

    .
    Graupenperle am 03.08.2020:
    .

    Dafür sollten aber alle, die auch hier im Blog Wunderdinge von dem einstigen Weltklasse-HSV-Stürmer erwarten, bewusst machen, dass Hrubeschs bisherige und so erfolgreich ausgeübte Tätigkeit als Nachwuchstrainer beim DFB nur sehr bedingt vergleichbar ist mit seiner Rolle als Nachwuchsdirektor bei einem Profiklub. Denn während er für den DFB immer die besten Spieler seines trainierten Jahrganges an die Hand bekam und diesen „nur“ als Mannschaft hatte erfolgreichen funktionieren lassen müssen, besteht der Kern seiner Aufgabe beim HSV darin, hier aus Talenten die besten Nachwuchsspieler Deutschlands zu machen. Soll heißen: Beim DFB musste er fertige Spieler miteinander funktionieren lassen. Hier muss er unfertige Talente zu fertigen Spielern ausbilden, bzw. von den Trainern ausbilden lassen

    .
    Noch Fragen?

  10. Gravesen 3. August 2020 um 21:15 Uhr

    Ja Mönsch Alex, da hast du aber wunderbar abgeschrieben. Und in der Graupenperle freut sich dann sogar der behinderte Jan-Lurch darüber.
    .

    JEANLUCHH · GEFÄHRTE · 26 MIN.
    Gefällt mir sehr gut! Und ausnahmsweise denkt der Lachs sogar mal genau so (obwohl der in 99 % der Fälle nur Mist schreibt)

    • Micha 3. August 2020 um 22:25 Uhr

      Tja, alle wissen sie es aus deinem Blog und es wird jetzt einfach kopiert gesagt, aber du hast es für die Hüpfer und eingefleischten Fans zu früh geschrieben, zur Unzeitm, als sie noch träumen konnten, was nach dem 1 zu 5 gegen Sandhausen ….

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