Der endgültige Verlust der Glaubwürdigkeit

 

Das höchste Gut eines Menschen ist seine Glaubwürdigkeit. Wenn einem nicht mehr geglaubt wird, was man sagt, weil man in Serie seinen eigenen Sprüchen nicht folgt, hat man verloren. Mal früher, mal später, aber am Ende kommt es immer so, wie es kommen muss. Ich erinnere bei dieser Gelegenheit an unseren alten Freund Bernd Paul Hoffmann, der am Tag seiner Wahl zum Präsidenten des KSV e.V. meinte erklären zu müssen: „Und nein, ich will nicht Vorstandsvorsitzender der KSV-AG werden“. Nun, es kam anders und es scheiterte, weil es scheitern musste. Wer eine Sache mit einer Lüge beginnt, wird niemals erfolgreich sein. Ich könnte noch weiter in die Vergangenheit gehen und z.B. Karl Gernandt erwähnen, der im Juni 2014 den Mitgliedern blühenden Erdbeerfelder innerhalb der nächsten 2 Jahren versprach und doch nur im Amt war, um seinem Lehnsherrn Kühne den Verein auf dem Silbertablett zu servieren. 

Aber kommen wir zurück in die jüngere Vergangenheit. Da wäre zum Beispiel Märchenonkel Frank Wettstein, der bei jeder Präsentation der jährlichen Bilanz den Journalisten und Fans erklären wollte, wie genial er selbst arbeiten würde und wie brillant dieser Verein inzwischen aufgestellt sei. Leider kam trotz aller Brillanz immer etwas dazwischen, oder? Erst war es der nicht eingeplante Abstieg, dann war es der nicht eingeplante verpasste Wiederaufstieg, nun ist es Covid-19. Kaum einer kommt auf die Idee, dass es vielleicht nicht all die unvorgesehenen Ereignisse sind, die dem Verein auf Sicht das Genick gebrochen haben, sondern die Unfähigkeit eines pathlogischen Lügners. Der einzige Grund, warum ein Mann wie Wettstein seit mehr als 6 Jahren mit seinen Märchen durchkommt ist der Umstand, dass diejenigen, die seine Märchen medial verbreiten, nicht ansatzweise in der Lage und Willens sind, das Thema überhaupt zu verstehen. Bloß nicht nachdenken, dann doch lieber klatschen und zur Tagesordnung übergehen. 

Wenn wir beim Thema Glaubwürdigkeit bleiben wollen, fällt uns natürlich der Kollege Boldt vor die Füße. Wie hieß es noch vor wenigen Wochen so schön? „Aufgrund der Umstände sind wir gezwungen, in Zukunft auf Nachwuchs und Ausbildung zu setzen“ (sinngemäß). Wow, dachten nun viele KSV-Fans, werden vielleicht die Inhalte der Initiative HSVPLUS 6 Jahre später doch noch umgesetzt? Inkl. einer längst überfälligen Gehaltsobergrenze? Das wäre endlich einmal konsequent und dem würden viele auch folgen wollen. Die Realität des Herrn Boldt sieht allerdings anders aus, denn erst holt man einen amtlich beglaubigten 30-jährigen Holzhacker Gjasula und kurz darauf ein Torjäger-Auslaufmodell Terodde (32), um auf der Stelle sowohl Jugendkonzept wie auch Gehaltsobergrenze über Bord zu werfen. 

Was nun bedeutet das? Unabhängig davon, dass natürlich die üblichen Schwachköpfe mit Sprüchen wie „Nur mit Jungen geht es nicht“ die Situation schönreden wollen, bedeutet es eine Menge. Zuerst einmal bedeutet es, dass man Herrn Boldt kein Wort glauben kann. Dann bedeutet es, dass wieder einmal den angeblich so hoffnungsvollen Nachwuchskräften der Weg in die Mannschaft versperrt bleibt, weil die teuren alten Herren natürlich spielen müssen. Die Motivation bei Spielern wie Wintzheimer etc. dürfte sich binnen Sekundenfrist in Wohlgefallen aufgelöst haben. Aber es bedeutet noch etwas, es bedeutet, dass es so etwas wie ein Scouting beim KSV überhaupt nicht gibt. Einen Gjasula oder einen Terodde findet ein 12-jähriger mit Smartphone, der weiß, wie man Transfermarkt.de schreibt. Dafür brauche ich als Verein keinen Sportvorstand, keinen Sportdirektor/Kaderplaner, keine Scouting-Abteilung. In Boldts Fall braucht man dazu nur die Telefonnummer seines alten Freundes Volker Struth. 

Und es wird so weitergehen, daran besteht überhaupt kein Zweifel. Niemand sollte sich in den nächsten Wochen über Transfers wie Badstuber oder Subotic wundern, man sollte sich nur wundern, warum die Herren einfach nicht aus der Vergangenheit lernen wollen. Wann hat irgendeiner dieser „Der-erfahrene-Retter-Transfers“ in Hamburg jemals geklappt? Muss ich wirklich Namen wie van der Vaart, Olic, Spahic, Scharner, Harnik etc. aufzählen? All diese Herren haben den Verein Gelder gekostet, die er nicht hatte und haben dafür gesorgt, dass man heute mit mehr als nur dem Rücken zur Wand steht. Aber wahrscheinlich gehört es einfach zur DNA dieses Vereins dazu – lügen, Märchen erzählen, Luftschlösser bauen, Fans verarschen, Geld verbrennen, Kohle einstecken.

Zum Schluss…

….das Letzte.

Gestern verlor der KSV das Testspiel gegen den dänischen Klub FC Midtjylland mit 0:2 und war absolut chancenlos.

Martkwert KSV: € 34,5 Mio.

Marktwert FC Midtjylland: € 38,38 Mio.

Gestern Abend sprach ich mit einem Freund, der sich wie ich seit vielen Jahren intensiv mit diesem Verein beschäftigt. Dieser Freund sagte: „Ich kann nicht mehr. Und ich will auch nicht mehr. Man kommt sich vor wie in einer Endlos-Schleife im Deja-Vu-Format. Jedes-Jahr-die-gleiche-billige-Show, jedes Jahr dieselben Sprüche“. Und natürlich hat er Recht.

Eine Saison wird auf unfähigste und dümmlichste Art und Weise verspielt. 

Trainer und ein Teil der Mannschaft wird getauscht, natürlich mit massiven Verlusten. Manchmal tauscht man auch den Sportchef.

Es wird vom Aufbruch und vom „neuen KSV“ gelabert.

Es werden irgendwelche sinnlose PR-Käufe getätigt, um die Medien ruhigzustellen.

Die ersten Testspiele lassen erahnen, wie die Saison verlaufen wird.

Die Saison beginnt.

Die ersten Ergebnisse  stimmen noch irgendwie.

Dann kommt irgendann der Bruch.

Am Ende der Saison schmiert der gesamte Verein ab.

Eine Saison wird auf unfähigste und dümmlichste Art und Weise verspielt.

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Es langweilt nur noch!

Von | 2020-09-04T17:42:33+02:00 21. August 2020|Allgemein|24 Kommentare

24 Comments

  1. Revi 22 21. August 2020 um 08:18 Uhr

    Kann es Deinem Freund nachfühlen:
    Solange man es noch zulässt saugt dieser Verein einem die letzte Zuversicht ihn betreffend förmlich aus,man verzweifelt und verliert die Lust am Fussball!!

    Ist man aber halbwegs darüber hinweg und hat den oben beschriebenen Zustand der Langeweile erreicht, kann man nur noch den Kopf schütteln und versuchen als möglichst unbeteiligter Zaungast den Niedergang zu beobachten.

    Weit ist’s gekommen…

  2. atari 21. August 2020 um 08:28 Uhr

    Ich glaub es ist noch viel schlimmer als Du es beschreibst. Ich habe zwei Testspiele gesehen in denen der HSV komplett hilflos war. Das Schlimme daran ist, die berechtigte Kritik wird sofort auf eine Ebene gebracht, die nichts mehr mit der Kritik an sich zu tun hat. Wer kritisiert schießt gegen den Trainer? 1 Chance gegen Rostock und 2-3 Chancen gegen die Dänen in einem Testspiel und man darf nicht kritisieren? Das ist doch krank. Dieses Gelaber von „ausprobieren“ und „erst wenig trainiert“ oder „erst das zweite Spiel“ kontert berechtigte Kritik? Klar steht man am Anfagng der Vorbereitung und natürlich darf man probieren. Wer aber hat den Spielern verboten so etwas wie Fussball zu spielen. Nicht zaubern, nicht an die Wand spielen, einfach nur irgendetwas zeigen, was an Fussball erinnert. Die müssen das Spiel komplett neu erlernen? Das sind Profis und die wissen nach dem Urlaub nicht mehr wie es geht? Alle die mal selbst gespielt haben wissen das das Bullshit ist. Niemand erwartet perfekte 90 Minuten aber man kann doch mehr als gar nichts erwarten, oder? Was sollen diese Ausreden und das Verteidigen dieser erbärmlichen Auftritte?

    • Gravesen 21. August 2020 um 08:32 Uhr

      Ich bin davon überzeugt, dass es zwei Arten dieser sogenannten Hüpfer gibt. Die Einen glauben den Scheiß tatsächlich immer noch, weil sie es einfach glauben wollen. Die Anderen sind gesteuerte Provokateure. Und dann gibt es natürlich noch die geisteskranken Stalker, denen der Verein scheißegal ist, die aber in Blogs und Foren bzw. bei Facebook oder Twitter ihre unheilbaren Krankheiten ausleben wollen.

      • atari 21. August 2020 um 08:45 Uhr

        du hast doch auch selbst gespielt und weisst doch auch das man im Urlaub nicht alles verlernt. Die konnten nie mehr und haben sich bei guten Ansätzen wohl immer selbst übertroffen. Aber warum würfelt man als Trainer denn in so einen Spiel viele Spieler auf irgendwelche anderen Posititonen. Die beherrschen noch nicht einmal die Basics auf ihren angestammten Positonen und jetzt wird alles mal kräftig durchgewürfelt? Das ist irgendwie die falsche Reihenfolge oder? Was soll das für Erkenntnisse liefern? Das sie es auf einer anderen Position auch nicht können? Der Trainer war zufrieden und das erschreckt mich. Wie kann man mit so einem Mist zufrieden sein? Du wirst mir sicherlich antworten das die Maltafüsse es sowieso nicht besser können 🙂 Was sind wir tief gesunken.

        • Gravesen 21. August 2020 um 08:53 Uhr

          Ich glaube, dass wirklich alle Verantwortlichen in diesem Verein einen Fehler nach dem anderen begehen. Das gilt auch für alle Trainer, die nach Happel gekommen sind. Warum ist es nach dem zweiten verlorenen Testspiel in Serie nicht möglich zu sagen: „Damit bin ich überhaupt nicht einverstanden, da muss auch zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung mehr kommen“? Warum geht das nicht? Warum eröffnet man grundsätzlich die nächste Saison in der Wohlfühloase, wenn man auch noch ankündigt, dass man ein gutes Ergebnis mit freien Tagen belohnen wird? Ein Trainer, der wirklich etwas vorhätte, würde sagen: „Alles klar, das war ok, aber ab morgen werden wir noch mehr arbeiten“. In Hamburg geht es einfach allen zu gut.

  3. Kugelblitz 21. August 2020 um 08:55 Uhr

    Und nicht zu vergessen, das große Märchen, dass Terodde auf sehr viel Geld verzichtet, weil er unbedingt mal die Raute küssen wollte. Bin gespannt, wann rauskommt, welche „Erfolgsprämien“ der gute Simon kassiert. Torprämien, Punktprämien, Kaderplatzprämie? Lasogga lässt grüßen.

    Ist eigentlich bekannt, welche Ablöse der KSV bezahlt hat, um Terodde bilanzieren zu können?

  4. jusufi 21. August 2020 um 09:19 Uhr

    Mich würden ja sehr die Vertragsdetails beim Transfer von Terodde interessieren: Grundgehalt, Prämien, Sonderzahlungen, Ablöse, Abfindungshöhe, Beraterhonorare, Kickback-Zahlungen…

    Terodde wird ja sicher nicht auf 1,9 Millionen Euro verzichten und beim HSV einen Einjahresvertrag unterschreiben, weil die Fischbrötchen in Hamburg so lecker sind. Bei diesem Transfer müssen alle Beteiligten ihren Schnitt machen, anders kann ich ihn mir nicht erklären.

    Ob der Transfer für den HSV sportlich sinnvoll ist, wird sich zeigen. Natürlich ist er ein Widerspruch zur propagierten (angeblichen) neuen Ausrichtung. Natürlich turnen beim HSV jetzt vier Mittelstürmer rum, von denen drei bestimmt nicht jubilieren, dass ihnen nun ein „Hoffnungsträger“ vor die Nase gesetzt wird (Wood unverkäuflich, Wintzheimer und Hinterseer nun sicher frustriert und ggf. wechselwillig).

    M. E. hätte der HSV ohnehin eher Handlungsbedarf in der Innenverteidigung und im Mittelfeld. Und ob Leibold wieder 34 Spiele machen kann? Ersatz steht jedenfalls nicht nur zur Verfügung, allenfalls eine (schwache) Notlösung mit Dudziak, der links hinten schon bei St. Pauli gezeigt, was er nicht kann.

  5. BerndH60 21. August 2020 um 09:24 Uhr

    Das Zitat des Tages zu Terodde liefert Sport1:
    „Terodde soll beim HSV seine Fähigkeiten als Zweitligaexperte ausspielen.“

    Es werden gar keine Spieler mehr verpflichtet beim KSV, sondern Experten, gemäß dem Motto:
    Wenn du nicht mehr weiter weißt, bilde einen Arbeitskreis.

    Real-Satire in Reinkultur.

  6. Gravesen 21. August 2020 um 10:16 Uhr

    https://www.ndr.de/sport/fussball/HSV-Der-neue-Weg-ist-der-alte,hsv23868.html
    .
    Das Geilste sind die immer gleichen Kommentare der immer gleichen Hohlbirnen unter dem Artikel.

    • jusufi 21. August 2020 um 10:38 Uhr

      Die Hirntoten legen sich das wirklich schön zu recht…Auch ohne Terodde und Gjasula wären doch genug erfahrene, gestandene Profis im Kader, die die Mannschaft führen können sollten: Alle Torhüter, Leibold, Ewerton, Jung, Hunt, Kittel, Hinterseer, Dudziak, Kinsombi – alles Spieler, die schon viele Jahre im Profibereich spielen.

    • atari 21. August 2020 um 10:49 Uhr

      aber der NDR hat gelernt, schreibt jetzt im Prinzip das was Du schon Jahre schreibst. Haben die Dein Buch gelesen?

    • Kugelblitz 21. August 2020 um 11:53 Uhr

      Wie gut das beim HSV nichts mehr nach Außen dringt. Der NDR fischt natürlich im Trüben, kennt keine Interna. Aber Hauptsache die Hüpfer wissen, dass Terodde ein Schnäppchen war und auf viel Geld verzichtet.

    • Demosthenes 21. August 2020 um 12:02 Uhr

      Alter, sind die stumpf.

      Großes Kino auch die Kommentarleiste der Graupenperle.

      Mannomannomann, geht denen der Arsch auf Grundeis nach den beiden völlig vergurkten Testspielen und den Königstransfers von Super-Netzwerker Boldt. Hauen sich da gegenseitig verbal in die Fresse, wer nun doofer ist bzw. weniger Ahnung hat bzw. nur rumpestet… die armen Würste haben wohl nichts anderes im Leben.

      Spoiler Alert: Ihr werdet auch diese Saison elendig verarscht und enttäuscht werden. Aber, hey, dann steigen „wir“ eben erst 2022 auf, Kohle genug hat der Verein ja laut Frankie „Wirecard“ Betstone, hihi.

      Nach der Saison wissen dann auch alle, was Terodde wirklich gekostet hat und das der mittlerweile zu Sportstotal gewechselte Boldinho der Dukaten-Didi 2.0 ist.

      Es bleibt unterhaltsam.

    • Ehemaliger HSV-Fan 21. August 2020 um 15:06 Uhr

      Ja, ich hab mir die Kommentare auch gerade mal angesehen und ich möchte doch mal stark hoffen, dass manche von denen bewusst trollen. Ich meine, so verstrahlt wie die Herren Riegerlein und Wiederaufsteiger kann man doch unmöglich sein.

    • Nichtkunde 21. August 2020 um 15:09 Uhr

      Erstaunlich, was einem auf einmal alles auffällt, sobald man nicht mehr Medienpartner der Rautengraupen ist. 😉

  7. Hannes Grundmeyer 21. August 2020 um 10:26 Uhr

    Und es gibt immer noch genügend „Fans“, die den Kopf in den Sand stecken. Die immer noch glauben, alles wird gut. Wenn ich denen dein Buch in die Hand drücke, lassen sie es wie ne heiße Kartoffel fallen. So als würde ihnen damit die Wahrheit über den Verein eingetrichtert werden, die sie aber partout nicht sehen wollen. Wenn ich dann auf diese Seite verweise, höre ich immer nur Ausreden wie, das les ich nicht, das ist mir viel zu negativ, der macht ja wirklich alles schlecht usw. usf.
    Sie wollen einfach in ihrer selbsteingebildeten, kleinen heilen Welt bleiben und nichts böses über ihren Verein hören. Alle Fakten und Tatsachen werden stoisch ignoriert. Diese Leute erreichst du nicht mehr. Die werden mit dem Verein untergehen und würden es selbst dann noch nicht wahr haben wollen. Muss man wohl akzeptieren. Ich hab es jedenfalls aufgegeben, mit denen zu diskutieren. Mittlerweile bin ich für die sowieso fast auf einer Stufe mit den Pestern und Hatern. Meine Zeit ist mir jedenfalls zu schade, mich dafür auch noch beschimpfen zu lassen.

  8. Jan 21. August 2020 um 10:33 Uhr

    Es gibt scheinbar Menschen, die wirklich glauben, dass die vergangenen Saisons nichts mit der kommenden Saison zu tun haben. Die wirklich glauben, dass bei Fußballvereinen in der Sommerpause ein Knopf gedrückt wird, der alles Schlechte auf Null zurücksetzt (während das Gute natürlich bleibt).
    Wie sonst kann man sich, in der X-ten miesen Saisonvorbereitung des HSV, Aussagen wie „es ist ja erst das zweite Testspiel“, „das Testspiel ist zum Ausprobieren da“, „da kann man ja noch nicht auf die endgültige Mannschaft schließen“ oder „habt doch mal Geduld“ erklären?

    Und vor allem, was soll denn in den paar Wochen, bis es ernst wird, besser werden? Ein Esel kann noch so viel trainieren und Saisonvorbereitung betreiben, er wird nicht in einem Pferderennen bestehen können.

    Es ist unbestreitbar objektiv feststellbar, das die spielerischen und konditionellen Defizite, die beim HSV seit Jahren bestehen, nicht durch Training und eine „gute“ Saisonvorbereitung verschwinden. Das müssen doch auch glühende Fans sehen, die sich zumindest etwas mit Fußball auskennen (und nicht nur Bier saufen und grölen).

    Wie können sich diese Leute nur so dermaßen selbst bescheißen?

  9. VSabi 21. August 2020 um 12:14 Uhr

    Vorweg etwas grundsätzliches, es ist in diesem Blog zweitrangig was die Leistungen bzw. Nichtleistung der Spieler angeht. Für mich steht die Beurteilung der “ BOSSE “ im Vordergrund. 98% möchte ich über deren Arbeit urteilen bzw. meine Meinung kundtun. Es interessiert mich weniger die Tranfers oder das gestolpere auf dem Spielfeld, noch dümmliche und arrogante Statement von Spielern wie Hunth. Wenn ich diese Woche Leipzig und Bayern München gesehen habe, fehlt mir der Glaube, dass der HSV in der gleichen Liga spielen soll !
    Zur Zeit das beherrschende Thema, die Finanzen. Der undurchsichtige Hütchenspieler Wettstein rudert ja zu seiner kürzlich getroffenen Aussage ( wir können noch zwei Jahre in 2.Liga…..) zurück und sucht jetzt der Pandemie, die Schuld an der finanziellen Misere zu geben. Einziger Ausweg und Ziel sind Anteilsverkäufe über die 24,9 Prozent. Hier findet er einen Mitstreiter und Unterstützer JANSEN. Beide zählen zu den Stiefelputzern des Möchtegern-Gönner Kühne.
    Darf ein e.V. Präsident Anteilsverkäufe fossieren zu Gunsten der HSV-AG ??
    Jansen ist ein Blender und es ist in Hamburg wohl ausreichend ein paar Manager-Floskel über die Medien rauszuhauen.
    BOLDT, ein Schaumschläger mit einem Netzwerk, weniger als das Telefonbuch von Neuwerk, aber Topverbindung zu Volker Struth, dessen Fehlleistungen heute noch den HSV belasten. Was hat Boldt nur in Leverkusen getan, ausser sein Denuzianten-tum zu perfektionieren ? Durfte er für Völler Kaffee kochen ?
    Mutzel hat den teuersten Sitzplatz neben den Spielern, sonst würde ihn auch keiner kennen !
    Ich hatte immer den höchsten Respekt vor hanseatischer Kaufmanns-kultur, welche ich auch bei den Mitgliedern im Aufsichtsrat vermutete. Leider wurde ich enttäuscht, denn diese Abnicker sind eine Schande für Hamburg.
    Die Krönung an Speichellecker sind die Hamburger Medien, speziell die MoPo.
    Einen Hoffnungsschimmer gibt es : Wettstein /Jansen wollen über Mitgliederbescheid Anteile verkaufen was unter Supporter-Führung z.Zt. Tim-Oliver Horn gute Chancen hätte. Gottlob sind im Herbst Neuwahlen , hier wird sich ein Kenner des HSV SVEN FRESSE zur Wahl stellen, der dem Vorhaben der Beiden, skeptisch gegenüber steht.
    Herr Kühne, der Weg wird noch steinig !

  10. atari 21. August 2020 um 13:19 Uhr

    die Graupenperlen sind schon eine seltsame Spezies. Der HSV hat gestern gegen den dänischen Meister verloren, dann ist ja alles gut. Ich hatte schon Angst. Weiss eigentlich jemand von Euch, warum der dänische Meister sich erst noch für einen internationalen Wettbewerb qualifizieren muss und aus dieser Weltliga nicht gleich automatisch 2 CL Teilnehmer genommen werden? Jetzt verstehe ich aber auch, warum der HSV gestern so gut wie chancenlos war. Was soll HSV gegen solche internationalen Hochkaräter nur ausrichten. Die Graupen haben doch jeden Sinn für Realität verloren, oder? Wie kann man sich nur jeden Tag und Jahr für Jahr selbst betrügen.

  11. Gravesen 21. August 2020 um 18:14 Uhr

    Es geht um Hamburgs U21-Talent Moritz Broni Kwarteng (22/Vertrag bis 2021). Am 6. August stellte der HSV für den Offensiv-Spieler eine Trainingserlaubnis bei Randers aus. Datiert auf den 21. August.
    Doch – im Vorfeld kracht es gewaltig. Donnerstag wollten die HSV-Bosse Kwarteng – trotz schriftlicher Erlaubnis – nicht mehr bei Randers trainieren lassen. Es gab Gipfel mit Horst Hrubesch (69), dem Direktor Nachwuchs sowie Sport-Vorstand Jonas Boldt
    Freitag bekam Kwarteng dann eine Knallhart-Ansage: Wenn er zum vereinbarten Probe-Training bei Randers geht, könne er seinen HSV-Kontrakt auflösen. Bis dahin würde er nur noch Einzel-Training bekommen. (Quelle: Bild.de)

    .
    Nur der KSV 😀 😀

    • Fohlenstall 21. August 2020 um 18:45 Uhr

      …du hast mal geschrieben man braucht einfach
      nur zu warten.Sie „liefern“ eine Peinlichkeit nach
      der anderen.Sie bestätigen es einmal mehr!
      Was für ein Laden… 🙂 🙂

    • Raschi 21. August 2020 um 20:03 Uhr

      Es ist traurig zu sehen, wie sich jetzt auch noch Hotte zum Horst macht

      • Micha 21. August 2020 um 20:56 Uhr

        … mal sehen, wann Hrubesch mit Leib und Seele merkt, dass beim HSV jeder zutiefst gegen jeden eingestellt ist. In den letzten Jahren ohne Job wird es für ihn womöglich traurig gewesen sein, dass immer weniger Dorsche in der Ostsee schwimmen. Bald wird ihm bewusst werden, dass er bei diesem ‚Club‘ seine Reputation aufs Spiel setzt.

  12. Goldfather 22. August 2020 um 04:13 Uhr

    Scouting war noch nie die Stärke des HSV, selbst in den glorreichen achtziger Jahren nicht, wie man an den Namen Effenberg, Brehme, Neubarth erkennen kann. Eigentlich war der HSV schon immer ein wenig „arrogant“ und schmorrte gerne im eigenen Saft. Ohne die Trainerkette Klötzer, Zebec und Happel wäre der HSV bereits viel früher den Weg gegangen den er nun zu gehen hat.
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    Die Stadt Hamburg und ihr Umfeld beheimaten auch heutzutage noch viele Talente die gut genug wären ein Gerüst für eine Erstligamannschaft zu bilden, die dann zusätzlich mit starken Spielern aus dem Rest der Welt verstärkt werden müsste. Einer dieser Gerüst-Spieler wird in wenigen Stunden für Paris gegen den FC Bayern im Finale der CL auflaufen und ein anderer stand immerhin mit Bayer Leverkusen im Viertelfinale der EL im Spiel gegen Inter.
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    Jonathan Tah und Eric Maxim Choupo-Moting hätten Teil eines HSV-Mannschaftsgerüstes sein sollen, welches zusätzlich verstärkt hätte werden müssen durch echtes, intelligentes und vor allem weltweites Scouting. Der HSV besitzt, ohne das man dafür in die Glaskugel schauen müsste, das Potential um dauerhaft international spielen zu können und von Zeit zu Zeit einen Titel zu gewinnen. Das was nach Happel lief war nichts anderes als die große Bereicherungstour auf Kosten der Überlebensfähigkeit des Clubs.
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    Nicht das es in anderen Clubs, wie beispielsweise dem FC Bayern München, nicht ähnliche Versuche gegeben hätte. Allerdings war der FC Bayern auch immer ein wenig das Aushängeschild des Freistaates Bayern und somit für Höheres bestimmt. Die Hamburger Elite hingegen hat in ihrer kaufmännischen Selbstgefälligkeit den Fußball seit jeher als Proletensport betrachtet und sich lieber auf der Elbe oder Alster getummelt.
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    Hamburgs Beste haben nie wirklich Verantwortung für den Club übernommen und es zumeist geschafft sich öffentlichen Forderungen und Bitten zu entziehen. Firmen wie Otto, Tschibo, Beiersdorf waren in den entscheidenden Jahren nicht vertreten im AR des HSV und sind es auch heutzutage nicht. Kein Schwein aus der Hamburger Hochfinanz interessiert sich für den Proletenclub über dessen Scheitern man sich lediglich lustig macht. In den meisten Hinterzimmern dieser Stadt ist der HSV nach wie vor nichts anderes als ein Schenkelklopfer, wenn es langweilig und niveaulos wird.
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    Ok, Otto hat immerhin das Nachwuchszentrum gestiftet…Doch wenn man sich die Summe anschaut die ein Milliardenunternehmen wie Otto dem größten Club der Stadt zukommen lässt, weiß man, dass diese Summe bei der Otto-Group mit 14,3 Mrd € Jahresumsatz nicht mal am Rande vorkommt und lediglich als Alibi betrachtet werden kann. Schließlich arbeiten nicht wenige HSV-Fans für Otto, so dass eine kleine Spende für das Hobby der Angestellten eine gute Sache für das Betriebsklima darstellen dürfte.
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    Und so kam es wie es kommen mußte. Der Proletenclub Hamburger SV mit seinem putzigen Maskottchen „UNS UWE“ ging an den stillosen Fuhrunternehmer Klaus-Michael Kühne, der im Stile eines brutalen LKW-Fahrers versucht den Club zu übernehmen und dabei die eine oder andere Sache unter die Doppelachsen seines Monstertrucks bekommt.
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    Der HSV ist nicht nur an den vielen Betrügern und Geldjägern gescheitert, sondern vor allem daran, dass diejenigen in Hamburg, die die Kompetenz gehabt hätten, sich nie die Finger schmutzig machen wollten. Doch wie so häufig im Leben hat alles mindestens zwei Seiten, denn mit dem HSV hat nicht nur der Proletenclub verloren und sich der Lächerlichkeit preisgegeben, sondern auch die Stadt Hamburg und ihre Entscheider.
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    Bereits im nächsten Bundestagswahlkampf wird Olaf Scholz erfahren dürfen was es bedeutet aus einer Stadt zu kommen dessen wichtigster Club ein bundesweiter Quell der Schadenfreude und Peinlichkeiten darstellt. Und sollte es sogar soweit kommen, dass Markus Söder gegen Scholz antritt, gehe ich davon aus, dass der Proletensport Fußball Scholz irgendetwas zwischen 5%-10% der Stimmen kosten wird und er somit nicht den Hauch einer Chance auf die Kanzlerschaft hätte.
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    Fußball ist heutzutage weit mehr als ein Ball und 22 Leute auf einer Rasenfläche. Fußball ist mitlerweile Big Business und Hightech. Fußball ist mitlerweile eine Branche in der sich auf und neben dem Platz nur die Besten durchsetzen und davon scheint Hamburg deutlich weniger zu besitzen als viele Provinzstädte innerhalb Deutschlands.
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    Fußball ist das Schaufenster der Emotionen, Mentalitäten und der Fähigkeiten einer ganzen Region.

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