Projekt Schadensbegrenzung

Vorstand mit Bundesliga-Gehältern, Aufsichtsrat voller Atom-Experten, 300 Mitarbeiter auf der Geschäftsstelle, Monster-Stab an Analysten, Scouts, Kaderplanern, permanente Hilfestellung durch hofberichterstattende Medien, die im Minutentakt Gerüchte und Unwahrheiten in die Welt pusten, damit nicht noch mehr Ex-Hüpfern auffällt, wie kaputt der angeblich einmal große KSV inzwischen ist. Das ist die Fassade. Sie soll den Leuten suggerieren, dass alles in Butter, minutiös durchgeplant und komplett durchdacht ist. Die Wahrheit indes sieht anders aus. 

Der KSV hat einen Torhüter, der eine eigene Auffassung von professioneller Einstellung hat. Aber der Mann hat die Klasse, die man benötigen würde, zumindest einen Teil der Saisonziele zu erreichen. Allerdings hat der Torhüter nur noch einen Vertrag für ein weiteres Jahr und man hat ihn im Verein derart gedemütigt und enteiert, dass eine Vertragsverlängerung nicht in Frage kommt. Natürlich auch deshalb, weil man ihm sein gewohntes Gehalt nicht mehr bezahlen könnte. Was also macht man? Früher hätte dieser Verein seine Saisonziele in den Vordergrund gestellt und den Vertrag notfalls auslaufen lassen, aber das geht 2020 nicht mehr. Nun ist man darauf angewiesen, dass ein Verein wie Lyon, der gerade mit dem Ex-KSV-Sponsor „Fly Emirates“ einen Vertrag über € 20 Mio. pro Jahr abgeschlossen hat, den Hamburgern schmale € 500.000 für einen Spieler überweist, für den man selbst an einen damaligen Absteiger (Kaiserslautern) € 3,5 Mio. hingeblätter hatte. Schadensbegrenzung. 

Seit mehr als einem halben Jahr weiß man in Hamburg, dass die Sponsorenverträge mit Kühne (Arena) und Fly Emirates (Trikot) auslaufen würden und man hat es trotz Welt-Vermarkter SportFive nicht geschafft, beide leeren Plätze neu zu besetzen. Natürlich, nach außen verkündet man, dass man deutlich mehr als in der Vergangenheit erwartet und man lässt irgendwelche Witzfiguren irgendwas von wegen „Strahlkraft“ verkünden, dabei weiß man selbst, dass einem das Wasser bis zum Hals steht. Bevor es dann zu peinlich wird, schließt man einen Vertrag mit dem Unternehmen „Orthomol“ ab, welches nicht annähernd das bezahlt, was die Flug-Scheichs zuvor überwiesen haben. Um diese Schmach zu überdecken, werden PR-Märchen an den Mann gebracht, die mit der Realität nichts zu tun haben. Früher hätte dieser Verein rechtzeitiger reagiert, hätte mehr Angebote gehabt oder hätte zur Not „Hamburg“ auf die Trikots tackern lassen, bevor man einen miesen Vertrag abschließt, aber das geht nicht mehr. Schadensbegrenzung. 

Corona-Zeit. Angeblich turnen doch so unendlich viele ablösefreien und vertragslose Spieler auf dem Markt herum, oder? Warum holt man dann Auslaufmodelle wie Terodde (32), Gjasula (30) und Leistner (30) nach Hamburg? Wegen der Stabilität, die sie bringen? Ich lache mich tot, das sind die Arten von Spielern, die man überhaupt noch bekommt. Ablösefreie Spieler unter 26 gehen heute nicht mehr nach Hamburg, wenn sie die Möglichkeit haben, in Bochum oder Hannover spielen zu können, dahin hat man diesen Verein inzwischen gebracht. Auch sind die Transfers dieser genannten Spieler kein Hinweis darauf, dass man sie für einen geplanten Aufstieg braucht, vielmehr sollen sie dabei helfen, den nächsten Abstieg zu verhindern. Schadensbegrenzung. 

Der Fall Jatta/Daffeh. Viel bla bla von Seiten des Vereins, aber keine Lösung. Na sicher, man unterstützt den eigenen Spieler und man glaubt an seine Darstellung der Dinge und bla bla. Warum schafft man keine Fakten? Man lässt den Spieler eine eidesstattliche Versicherung unterschreiben und der Spuk ist vorbei. Aber das macht man nicht, weil man nicht nur selbst gegen den Spieler ermittelt hat, man ist sich auch sicher, dass bei dieser Geschichte mehr als eine Nummer nicht passt. Was kommt raus? Schadensbegrenzung (und Spiel auf Zeit)

Dynamo Dresden hat nach dem Abstieg aus der zweiten Liga insgesamt 17 Spieler abgegeben und 14 neue Spieler geholt. Das alles ohne einen Cent zu bewegen. Herr Boldt kriegt nicht mal Spieler wie Leibold oder Ambrosius verkauft, von Mister Wood wollen wir gar nicht erst anfangen. Tatsache ist: Man hat in Hamburg nichts mehr. Kein Geld, keine Sponsoren, keinen Investor mehr. Man hat keine wettbewerbsfähige Mannschaft und keine Spieler, für die sich irgendeine Sau interessiert. Man befindet sich im Verwaltungsmodus und betreibt Schadensbegrenzung, weil jeder, der die Augen aufmacht, sieht, dass das alles keinen Sinn mehr macht. Gestern hat selbst Dauerhüpfer Sebastian Wolf vom Kicker eine Offenbarung gehabt, anders ist dies nicht zu erklärten  https://www.kicker.de/hsv-dauerzustand-im-krisenmodus-784678/artikel

 Denn zumindest in Dresden wurden nahezu sämtliche Personalentscheidungen der Bosse konterkariert. Eine neue Achse mit „Alten“ sollte es richten – doch exakt diese erwies sich gleich beim ersten Härtetest als Bruchstelle: Leistner patzte nicht nur nach dem Abpfiff, sondern auch während der 90 Minuten und war an drei Gegentreffern mindestens mitbeteiligt; Klaus Gjasula konnte gegen den aggressiven Drittligisten seine Tempodefizite nicht kaschieren und für Aaron Hunt wirkte die Auswechslung nach einer Stunde wie eine Erlösung. Der 34-jährige Ex-Kapitän steht beim neuen Trainer auf dem Prüfstand: Fußballerisch gilt er noch immer als derjenige, der den Unterschied ausmachen kann, der Konjunktiv jedoch ist längst Programm beim Routinier. Zu oft wirkt er, als sei seine Zeit vorbei.

Hinzu kommen die fehlenden Alternative in der Hinterhand, die extremen Schwankungen bei Spielern wie Narey, Kinsombi, Gyamerah, Dudziak, Kittel etc. und die nicht vorhandenen wirklich talentierten Nachwuchskräfte. Der KSV ist eine leere Hülle die mit heißer Luft gefüllt ist und eigentlich hätte man es wie Dresden machen müssen. 17 Leute raus, 15 Neue rein. Dresden hat gezeigt, dass dies sogar ohne Geld geht, aber in Hamburg wird man all die teuren Altlasten nicht mehr los. Es ist schlicht und ergreifend zu spät.

Fun Fact: Ausgerechnet die ARSCHLÖCHER!!!, die mich seit Jahren stalken, beleidigen, bedrohen und bepöbeln fordern nun Amnestie für Herrn Leistner, weil man ihm doch hoch anrechnen müsste, dass er mit Gewalt auf verbale Provokation reagiert hat. Man möchte sich totlachen. 

Sei dabei 

https://www.kicktipp.de/abflug21/mitgliedwerden

 

Von | 2020-09-16T09:07:01+02:00 16. September 2020|Allgemein|54 Kommentare

54 Comments

  1. Dirk 16. September 2020 um 09:18 Uhr

    Moin, genau wie gestern ein richtig guter Blog. Verwaltungsmodus trifft es sehr gut. Echt bitter. Die ganze Körpersprache von DD war eine ganz andere, die hatten richtig Bock.

    Die Körpersprache vom HSV war schon in der letzten Saison unterirdisch.

  2. Fohlenstall 16. September 2020 um 09:26 Uhr

    Moin Zusammen,
    diesen Blog kannst Du immer wieder auflegen.
    Nochmal alles sehr gut auf den Punkt gebracht.
    In den nächsten 4 Spieltagen wird sich zeigen
    wo die Reise Sportlich hingeht….

  3. Thomas Vernunft 16. September 2020 um 09:30 Uhr

    Willkommen in Hamburg, Daniel Thioune ! Der Spass beginnt.

  4. Julia 16. September 2020 um 09:47 Uhr

    Die Frage, die sich stellt, ist doch: Wie begrenzt man einen finanziellen Totalschaden? Zum Bilanzstichtag 30.6.2020 soll ein weiterer Verlust von 8 Mio. aufgelaufen sein, so daß die Liquidität weitgehend aufgezehrt sein dürfte, denn bei Verlusten fließt nun mal Geld ab und v.a. die Fan-Anleihe war noch zu bedienen. Bereits durch die fehlenden Dauerkartenverkäufe für die laufende Saison fehlen per 30.6.2020 weitere gut 7 Mio. in der Kasse, und sämtliche Einnahmen dürften – wegen Corona, 2. Klassigkeit in der Liga und 3. Klassigkeit in allen übrigen Disziplinen – signifikant nach unten gehen, seien es nun Einnahmen aus Spielbetrieb und Catering (mangels Zuschauern), Fernseheinnahmen (mangels Klasse) oder Merchandising. Das Elend beim Sponsoring und dem Ausscheiden beim Pokal kostet natürlich auch Geld, und nennenswerte Transfererlöse fallen mir gerade nicht ein. Orthonol und Pollersbeck mögen abhängig von den Zahlungsmodalitäten vielleicht kurzfristig ein warmer Regen sein, aber im Schnitt verheizt der HSV 2-3 Mio. im Monat. Kann man sich also ausrechnen, wie lange dieses Geschäftsmodel funktioniert, wenn kein frisches Geld reinkommt. Der HSV ist wie ein Ski-Springer, der die Rampe runterkommt, bei der am Ende eine Mauer steht, die jemand anderes wegziehen muß, weil der Club der Verlierer nicht in der Lage ist, von selbst die Kurve zu kriegen. Aber danach wartet im Auslauf die Bande…

  5. ottensener 16. September 2020 um 09:51 Uhr

    mopo.de „Der HSV stellt sich hinter Toni Leistner“

    Nun wurde also ganz fix „Bakery Leistner“ kreiert – die zweite willkommene Opfer-Blendgranate, mit der man sich jetzt wochenlang beschäftigen kann…hat eigentlich, neben dem PoC-Kloppo, schon irgendein Verantwortlicher Stellung zum Pokalaus oder dem unglaublichen Keeperfiasko bezogen?

  6. hwolf 16. September 2020 um 10:09 Uhr

    Was passiert, wenn ein normaler Angestellter so was machen, wie Herr Leistner nach dem Spiel ?
    Er bekommt eine fristlose Kündigung und eine Strafanzeige.

    Und Leute, die ihren Mitmenschen Schlimmes wünschen und beleidigen, sollten sich mal hinterfragen, wie sich fühlen, wenn man ihn sowas an tut.

  7. Rudi 16. September 2020 um 10:37 Uhr

    Wenn man im Kommentarbereich der Mopo eine Strafe für Leistner befürwortet, dann wird man von den Spacken dort tatsächlich ähnlich beleidigt, wie Leistner von dem Dresdner Fan beleidigt worden sein soll. Diese Hüpfer haben doch echt nicht mehr alle Latten am Zaun. Nebenbei bemerkt ist es auch erstaunlich was für Beleidigungen in der Mopo freigeschaltet werden.

    • Ex-HSVer im Herzen 16. September 2020 um 12:48 Uhr

      Geil oder?? Dass Menschen das befürworten ist eigentlich peinlich genug. Die Beleidigungen und fehlende Toleranz Andersdenken gegenüber zeigen doch, wes Geistes Kind diese Typen sind.

  8. Julia 16. September 2020 um 10:54 Uhr

    Lt. Abendblatt kauft die Stadt dem HSV das Stadiongelände für 23,5 Mio. ab. Es regnet also Sternentaler und der HSV kann weiterwurschteln wie bisher.

    https://www.abendblatt.de/hamburg/article230433834/Hamburg-kauft-dem-HSV-Stadiongelaende-ab.html

    • Gravesen 16. September 2020 um 11:05 Uhr

      Ist doch genial, aus dem Besitzer wird der Pächter. Demnächst gehört dem KSV überhaupt nichts mehr

      • benjaminbahri01@gmail.com 16. September 2020 um 11:52 Uhr

        Ja, das ist Schrott!
        Wer zahlt den Spaß?
        Und so schließt sich der Kreis! Erst für ein Euro an den HSV verkauft und dann für 23 Millionen zurück gekauft! Da gehören eine Menge Leute wegen Veruntreuung von Steuermitteln in den Knast!
        Es nervt nur noch!

      • Demosthenes 16. September 2020 um 12:13 Uhr

        Aber das ist doch längst als Sicherheit für Kredite verpfändet. Die muss man vor dem Verkauf erst alle ablösen, wie soll das gehen?

  9. randomize 16. September 2020 um 11:15 Uhr

    Ich bin sprachlos. Fehlt nur noch eine Landesbürgschaft, dann ist doch wieder Kohle da…

  10. omnipräsent 16. September 2020 um 11:29 Uhr

    @ Gravesen. Muß doch wohl heißen „aus dem Eigentümer wird der Pächter“. Praktiziert wird dieses uralte Modell „sale and lease back“. Scheitert fast immer, weil die langfristige Nachhaltigkeit nicht erreicht werden kann, kurzfristig allerdings gibt es Luft zum Atmen.

  11. jusufi 16. September 2020 um 11:41 Uhr

    Das gibt dem HSV kurzfristig etwas Luft zum Atmen. Wenn er diese Luft nicht nutzt, um sich nachhaltig zu konsolidieren (sofern es dafür nicht ohnehin schon zu spät ist), wird der Totalbankrott ja nur zeitlich verzögert. Bezeichnend, dass den HSV nun die Stadt unter die Arme greifen muss, weil wohl alle anderen potentiellen Geldgeber dankend abgelehnt haben.

  12. ExFohlen 16. September 2020 um 11:55 Uhr

    Die Stadt will nur das Stadiongrundstück und nicht das Stadion kaufen lt. dem NDR.
    https://www.ndr.de/sport/fussball/HSV-verkauft-Stadiongrundstueck-an-die-Stadt,hsv23948.html
    Würde das denn bedeuten, dass dem KSV auch noch das Stadion kostenlos saniert wird?
    Dem Projekt muss noch von der Hamburger Bürgerschaft zugestimmt werden.
    Die haben doch nicht mehr alle Latten am Zaun.

  13. Tim 16. September 2020 um 11:55 Uhr

    Unglaublich, Kaiserslautern als Blaupause … die SPD lernt einfach nicht dazu. Wie kann man denn bitte so eine politische Entscheidung rechtfertigen.

  14. Fohlenstall 16. September 2020 um 12:01 Uhr

    …mal sehen wie lange sie brauchen um die Kohle auch noch durch den
    Schornstein zu blasen.Anyway,wenn sie nicht zeitnah aufsteigen wird es
    trotzdem noch eng genug werden.Wie hier schon beschrieben,kurzfristige
    Zeitverzögerung!

  15. Ronald Schulz 16. September 2020 um 12:01 Uhr

    Ich gehe davon aus, dass von den 23 Mill. der größte Teil in die Stadion Sanierung zu investieren sind. Damit bleiben für weitere Geldvernichtungsspielchen nicht mehr viel nach und die Mannschagt kaum konkurrzfähiger.

  16. Scifo 16. September 2020 um 12:10 Uhr

    Clever, Geld generiert für kurzfristiges Abzocken. Wenn in spätestens 5 Jahren der Laden zu ist, war der Verkauf gut.

    Die Begründung muss man nicht wirklich kommentieren 😅.

    Mit einem Fußballverein hat das alles nichts mehr zu tun. Aber auch das ist ja bekannt.

  17. Hasenmelker 16. September 2020 um 12:35 Uhr

    Modell Kaiserslautern 2.0. Nur das die Stadt damals das komplette Stadion gekauft hat. Glaubt hier irgendwer, dass der Verein/die AG in der Lage ist, die Modernisierungskosten zu tragen? Im Leben nicht…. Das wird mit einiger zeitlicher Verzögerung auch beim Steuerzahler landen. Oder beim Insolvenzverwalter….

    • Julia 16. September 2020 um 12:44 Uhr

      Diese Modernisierungskosten von bis zu 30 Mio. sind doch ein Scherz, ein Begründungsvehikel, warum die Stadt über 300 Euro/qm für ein wertloses Grundstück bezahlt. Diese „Modernisierungskosten“ zahlt i.W. die UEFA, denn niemand sonst zahlt so viel Geld, um 1-2 EM-Spiele auszutragen. Ausserdem verbläst der HSV die Kohle wahrscheinlich noch in dieser Saison, für „Modernisierung“ wird nicht viel übrig bleiben.

  18. Demosthenes 16. September 2020 um 12:46 Uhr

    Dieser seltsame Grundstücksverkauf (nein, nicht das Stadion) ist doch nur eine verkappte öffentliche Finanzierungsunterstützung, die niemand in der Politik so nennen möchte, weil es dann richtig auf die Mütze gibt vom Wahlvolk. Sozusagen eine heimliche Landesbürgschaft.

    Und der feiner Herr Finanzsenator, dessen Tricks und Finten wir alle noch allzu deutlich in Erinnerung haben seit des Rückkaufs des Wärmenetz von Vattenfall, wo er sich so nebenbei das marode Kohlekraftwerk für Hunderte Millionen Steuergeld hat andrehen lassen, ist sich nicht zu blöde, das aus noch mit dem Spruch „Mehr Zukunft geht nicht“ dem Urnenpöbel mit schon fast postillonesker Ironie unterjubeln zu wollen. HSV und Zukunft!

    Tollhaus Hamburg.

    Ein charakterlich ungefestigter Torwart schafft es, mal eben 3 Millionen in Luft aufzulösen (von Gehalt und Prämien wollen wir gar nicht erst anfangen).

    Ein Hoffnungstrainer mutiert innerhalb von 3 Test- und einem Pokalspiel von „Black Kloppo“ zu „Bloppo“.

    Killerplautze und Himbeertoni Leistner wird zum Freigänger und überwindet mit Leichtigkeit jede Hürde, solange sie sich nicht auf dem Spielfeld befindet.

    Knochenbrecher Kappen-Klaus erstarrt zum Salzsäulenspieler sobald der Gegner ernst macht.

    Aaron Huntbremse schleicht erst auf und dann sich vom Platz wie ein geprügelter, nun ja, Hund.

    Superpräsi und Chief Visionary Officer Marcel „Assgeige“ Jansen spielt seit Wochen die Hauptrolle in dem Stück „Der Unsichtbare“.

    Sportvorstandsprakti Junior WitzBoldt nimmt seinen tollwütigen Fanschüttler in Schutz, heilfroh, keine Fragen zu Daffery „Wer bin ich“ Bakkee beantworten zu müssen.

    Und irgendwo sitzt Paulchen Hoffmann und kichert leise, aber ausdauernd in seinen Soy Latte Frappuccino.

    Wenn es den KSV nicht schon gäbe, man müßte ihn erfinden.

  19. Hein Blöd 16. September 2020 um 12:49 Uhr

    Daraus:
    „Die Vereinbarung sei aber „kein HSV-Rettungsschirm“, betonte Wettstein: „Der HSV wäre in der laufenden Serie nicht
    gefährdet.“ Das Stadiongebäude bleibt Eigentum des Zweitligistaclubs.

    Genau, und deshalb beginnt man nun den Ausverkauf der Fussballspielfirma…
    Zum Glück sind Third Partner Ownerships untersagt, sonst blieben den Gläubigern am Ende nur noch eine leere Hülle.

    Einen Großteil der Modernisiserung bezahlt also die UEFA, trotzdem wollte der HVV den Hamburger Steuerzahler für
    den Rest in die Pflicht nehmen. Schade daß es so nicht gekommen ist, danach könnte ja jeder Hausbesitzer den
    Steuerzahler für seine Wohnwertsteigerungen in die Pflicht nehmen.
    Denn was für eine KGaA gilt, das sollte auch für alle anderen Firmen gelten.

    • Gravesen 16. September 2020 um 13:08 Uhr

      Das Stadion ist schon seit Jahren nicht mehr Eigentum des KSV. Frag mal Herrn Kühne.

  20. Goldfather 16. September 2020 um 14:03 Uhr

    Dynamo Dresden ist weiß Gott kein Vorbild für den HSV, selbst wenn es dort vorläufig mit den neuen Spielern funktionieren sollte. In der Partie gegen den HSV ist der Matchplan Dresdens aufgegangen und man hat ein wenig Glück gehabt mit den ersten beiden Toren. Danach war das Spiel gelaufen, da man dem Team des HSV die Verunsicherung ansah und immer deutlicher wurde, dass Thiounes Spielidee von den Spielern nicht einmal im Ansatz umgesetzt wurde.
    .
    Dynamo Dresden hat aus der eigenen glorreichen DDR-Vergangenheit genauso wenig gelernt wie der HSV aus den siebziger und achtziger Jahren. Anstatt sich an der Erfolgsgeschichte von Matthias Sammer zu orientieren und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen, kopierte man westliche Clubs ohne dafür die notwendigen wirtschaftlichen Mittel zu haben.
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    Sammer war für Dresden das Rohmodell und stand letztendlich für den einzigen Weg den man hätte gehen können, um erfolgreichen Profifußball nach der Wende spielen zu können. Matthias Sammer ist fußballerisch ein Produkt seines Vaters des Trainers Klaus Sammer sowie der DDR-Kaderschmieden. Die Verantwortlichen in Dresden haben nie verstanden wie Sammer eine derartige fußballerische Entwicklung machen konnte und hielten diese höchstwahrscheinlich für zufällig oder genetisch bedingt und somit für nicht reproduzierbar.
    .
    Doch schaut man sich die Geschichte von Andreas Brehme an sowie den Entwicklungsverlauf von T. Kroos kann man Ähnlichkeiten entdecken. Brehme, Sammer und T.Kroos sind bzw. waren Weltklassespieler die entscheidend geprägt wurden durch ihre Väter die als Trainer gewirkt haben.
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    Dresden hat in den letzten zwanzig Jahren nicht einen einzigen herausragenden Spipeler ausgebildet. Noch immer befinden sich die Transfererlöse von Kirsten, Sammer und Marshall in den Top Ten der Transfererlöse Dresdens. Der Club pendelt zwischen zweiter und dritter Liga.
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    Die vom DFB eingerichteten Nachwuchsakademien der Proficlubs werden sicherlich eine Menge Talente hervorbringen jedoch werden sie in der Regel nie so intensiv und zielgerichtet arbeiten wie dies die Väter Brehme, Sammer und Kroos mit ihren Söhnen taten.
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    Dynamo Dresden verfügt ähnlich wie der HSV über ein riesiges gewachsenes Umfeld und wäre durchaus in der Lage mit dem notwendigen Know-How Spieler hervorzubringen wie dies Ajax Amsterdam oder der FC Barcelona regelmäßig tun. Sowohl der HSV als auch Dynamo Dresden sollten sich von dem Gedanken verabschieden aktuell konkurrenzfähig zu sein und sich stattdessen auf die Entwicklung junger Spieler konzentrieren.
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    Dazu gehört neben der fußballerischen Entwicklung junger Spieler, die immer die Weltklasse im Auge haben muß, selbstverständlich eine Entwicklung auf kaufmännischer Ebene die dafür sorgt, dass der Club sich nicht nur sportlich sondern auch wirtschaftlich kontinuierlich verbessert. Für mindestens 5 Jahre sollten die Ergebnisse der ersten Mannschaft vollkommen zweitrangig sein, da das gesamte Potential des Clubs in die Entwicklung clubeigener Spieler gesteckt werden sollte.
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    Selbstverständlich gehört dazu auch ein Scoutingkonzept, welches keine Millionen verschlingen muß, das vom Nordkap über Gambia bis zum Kap der guten Hoffnung reicht.

  21. jusufi 16. September 2020 um 14:10 Uhr

    Bis jetzt gibt es nur eine Absichtserklärung; aus rechtlicher Sicht ein „Nullum“, das niemanden verpflichtet oder bindet. Die Bürgerschaft wird den Verkauf aber wohl durchwinken. Der HSV verpflichtet sich im Gegenzug die Modernierungsmaßnahmen durchzuführen. Man kann nur hoffen, dass der HSV sein Geschäftsmodell der zweckentfremdeten Verwendung von Geldern nicht mehr betreibt…

  22. omnipräsent 16. September 2020 um 14:49 Uhr

    @Tim (11:55) Trefferquote 100 Prozent. „Game over“.

  23. Maddin 16. September 2020 um 14:52 Uhr

    Wetten, nächstes Jahr brauchen sie weitere Millionen für das Stadion weil die Sanierungskosten höher sind als gedacht.😁

  24. Gravesen 16. September 2020 um 15:39 Uhr

    Unfassbar. Als hätten sie das Geld gehabt. Der Mann lügt, wenn er den Hals aufreißt:
    .

    Wettstein, der erklärt: „Aktuell gehen wir davon aus dass der HSV in der laufenden Saison nicht gefährdet wäre. Niemand kann jedoch das Ende der Pandemie verlässlich prognostizieren.“ Um die Gefahr einer mögliche Pleite zu umgehen, habe sich der Verein der Mittel bedienen müssen, „die eigentlich zur Modernisierung des Stadions vorgesehen waren“.

    • Ex-HSVer im Herzen 16. September 2020 um 16:14 Uhr

      Unfassbar! Wo sollen bitte liquide Mittel herkommen nach 10 Jahren Verlust und Corona-Stadionlockdown?

      Wieso wird dieser Lügenbaron eigentlich von niemandem in die Mangel genommen? Das kann doch nicht angehen!!!! In der Presse laufen nur Schlappschwänze rum. Wenn ich Anwalt und HSV Mitglied wäre, hätte ich den schon lange angezeigt wegen Veruntreuung und Bilanzbetrug. Dann würde dort wenigstens mal alles unter die Lupe genommen werden.

    • Kerberos 16. September 2020 um 17:35 Uhr

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      Die HSV AG war über Jahre nicht in der Lage, die erforderlichen laufenden Instandhaltungen zu finanzieren. So offenbart sich heute ein gewaltiger Instandhaltungsrückstand, der nichts mit der Modernisierung des Stadions zu tun hat und für den die UEFA keinen Cent beisteuert.
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      Die Modernisierung ist eine ganz andere Abteilung. Klar versucht F. Wettstein nun, sämtlichst alle erforderlichen Arbeiten als Modernisierungskosten zu deklarieren. Und die Stadt Hamburg macht natürlich dieses miese Spiel auch noch mit.
      .

  25. Leo Kirch 16. September 2020 um 16:07 Uhr

    Nun wird also der KSV zu Lasten der Steuerzahler für weitere Zeit am Leben gehalten. Ähnliches hat ja schon die Stadt Madrid mit Real gemacht, als die ebenfalls pleite waren.

  26. Kerberos 16. September 2020 um 16:08 Uhr

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    Wettstein betont, dass das Stadion-Gebäude im Eigentum der AG verbleibt. Dies ist bei Erbbaurecht auch möglich. Das Grundbuch (also das Grundstück) ist jedoch mit einer Hypothek zugunsten des Schuldscheindarlehens belastet (im dt. Recht ist Gebäudeeigentum auf fremden Grund nicht möglich). Was hat dann die Stadt gekauft?
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    Nicht nutzbares, mit einem Erbbaurecht belastetes, Brachland für 23,5 Mio. Dazu ein mit einem Stadion als Fremdeigentum überbautes und mit Erbbaurecht belastetes Teilgrundstück, auf dem auch noch eine Hypothek von ca. 40 Mio. zzgl. Zinsen und Kosten als Belastung zugunsten des Schuldscheindarlehens eingetragen ist.
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    Unfassbar!
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    Die Strategie der Stadt Hamburg zum Ankauf von Grundstücken und zur Abgabe von Grundstücken im Erbbaurecht wurde zur Realisierung des sozialen Wohnungsbaus konzipiert. Der Sinn war und ist es, privaten Investoren im Gegenzug der Verpflichtung zur Errichtung von 33% Sozialwohnungen günstige Wohnbau-Grundstücke anbieten zu können und überdies mit dem Erbbaurecht auch Baugenossenschaften den kostengünstigen Bau von Sozialwohnungen zu ermöglichen (alles in Verbindung mit den weiteren Wohnbungsbauförderprogrammen).
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    Es war zu keiner Zeit die Idee der Strategie, marode Fußball-AG´s zu subventionieren. Was A. Dressel diesbezüglich von sich gegeben hat ist der untaugliche Versuch, über einen Gestaltungsmißbrauch ein „Klüngelgeschäft“ zu legitimieren.
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  27. hwolf 16. September 2020 um 16:50 Uhr

    Versteh ich das richtig: Hamburg zahlt an den KSV 23,5 Mio für Brachland und übernimmt damit auch die Hypothek von 40 Mio. Der Spaß kostet dann den Steuerzahler 63,5 Mio ?

    • Kerberos 16. September 2020 um 17:25 Uhr

      Nicht ganz, aber wenn die HSV AG insolvent wird, bedienen sich die Schuldscheininhaber aus dem Erlös für Stadion samt Grundstück. Das Schuldscheindarlehen ist mit der Hypothek besichert.

      • hwolf 16. September 2020 um 19:33 Uhr