Die nächsten beiden Boldt-Erfolgsgeschichten

Erfolgsgeschichte 1. [Harnik]

Hamburger Sorgenpest: 

DER NEUE STURMSTAR IST DA!
So hat Hecking Harnick zum HSV geholt.

„Er hat klar signalisiert, dass er aus Bremen nur weggeht, wenn es zum HSV geht“, frohlockte Hecking. Und führte aus: „Ausschlaggebend war ein persönliches Gespräch zwischen Martin und mir am Telefon, wo ich den Eindruck gewonnen habe, dass er zu Fuß nach Hamburg kommen würde.“ Auch Sportvorstand Jonas Boldt ist angetan vom Neuen: „So einen Spielertypen hatten wir noch nicht!“

Martin Harnik kehrt in seine Heimat zurück. Es ist eine Heimkehr der besonderen Art. Der Sohn eines Österreichers ist in Hamburg-Kirchwerder aufgewachsen und macht keinen Hehl um seine Freude ob des Wechsels in seine Heimatstadt: „Ich habe noch nie ein großes Geheimnis daraus gemacht, dass Hamburg etwas Besonderes für mich ist und habe bei vielen Bundesliga-Spielen, die ich hier bestritten habe, immer betont, dass dies meine Heimat ist und der HSV auch immer ein Stück Heimat bleibt“, so der ehemalige österreichische Nationalspieler.

27mal im Kader, davon 17mal Startelf, 6mal eingewechselt (davon 3mal für 1 min), 4mal ohne Einsatz und 2 x verletzt. 3 Tore, 2 Assists in 27 Spielen. Bezahlung wie von einem anderen Stern. Gegenwert: 0. Aber es ist ja nicht so, dass man das in diesem Blog bereits vor dem ersten Spieltag lesen konnte. Damals aber wurde man dafür bepöbelt. 

Erfolgsgeschichte 2. [Ewerton]

„Er wird unsere Abwehr weiter stabilisieren“, erklärte HSV-Sportvorstand Jonas Boldt

Für den Wunschspieler des Hamburger Trainers Dieter Hecking, der einst auch den FCN von der Seitenauslinie anleitete, überweist der HSV dem Club eine festgeschriebene Ablösesumme, die zwischen zwei und zweieinhalb Millionen Euro liegt – nicht wenig für einen 30 Jahre alten Profi mit sensiblen Sprunggelenken, dessen Vertrag im nächsten Sommer ausgelaufen wäre.

 „Wir sind sehr froh, dass wir mit Ewerton einen erfahrenen Spieler gewinnen konnten. Er kennt die Zweite Liga, hat dort bereits erfolgreich gespielt und wird unsere Abwehr weiter stabilisieren. Seine Ruhe sowie seine Kopfballstärke sind zwei Elemente, die uns gut zu Gesicht stehen“, sagt HSV-Sportvorstand Jonas Boldt über die Verpflichtung des Brasilianers (HSV.de)

Der HSV bezahlt dem Brasilianer eine Abfindung in sechsstelliger Höhe.

Man kaufte einen knapp 30-jährigen Brasilianer mit diverse Vorschädigungen und wundert sich nun, was passiert ist? Und man wundert sich in einem Jahr, wenn man die Namen Harnik und Ewerton durch Gjasula, Leistner oder Ulreich (eventuell Terodde) ersetzen kann? Wie möchte dieser Verein jemals wieder auf die Füße kommen, wenn seine Sportchef-Simulanten das Geld, das sie nicht haben, für Fußball-Auslaufmodelle verschleudert? Durch die lächerliche Erhöhung der TV-Einnahmen? Aber die Hüpfer werden auch das nicht begreifen…

Was machen die Herren Mutzel, Boldt und Co.? Teure Kurzfristlösungen, bei denen man selbst partizipieren kann, die den Verein perspektivisch nicht nur nicht weiterbringen, sondern schwächen. Aber ich kann euch sagen, wer einer wird. Onana. Der Junge ist in spätestens 2 Jahren 4 Mio. oder mehr wert, aber wir wissen ja alle: Nur mit Jungen geht es nicht. Mit Alten aber auch nicht, wie der KSV jedes Jahr wieder eindrucksvoll unter Beweis stellt.

 

 

Von | 2020-10-15T07:36:41+02:00 6. Oktober 2020|Allgemein|18 Kommentare

18 Comments

  1. Flanders 6. Oktober 2020 um 08:19 Uhr

    Dassendorf will gar nicht erst in die Regionalliga aufsteigen. Passender Wechsel für Harnik.

    Diese Transferpossen beim HSV sind alle extrem ärgerlich. Aber auch mit dieser Mannschaft ist in der ersten Liga nichts zu holen.

  2. Ralf 6. Oktober 2020 um 08:25 Uhr

    Die Ewerton-Geschichte müsste doch jetzt auch beim letzten „treudoofen Hüpfer“ das Fass zum Überlaufen bringen. Ich hab das mal schnell durchgerechnet, der Spieler hat gekostet:
    ca. 2 Mio. Ablöse, ca. 600.000 Gehalt + jetzt bestimmt ca. 200.000 Abfindung, das sind meiner Meinung nach die absolut geringsten Werte, gespielt hat er 199 Minuten, ergibt einen Verdienst von knapp 14100€/pro gespielte Minute(Stundenlohn mal eben nur 846.000€), ist das nicht der komplette Wahnsinn für einen finanziell aus dem letzten Loch pfeifenden Zweitligisten!!!!!!!
    Man holt sich einen 30-jährigen mit diversen bekannten Vorschäden, der welch Zufall, mehr Arztpraxen als Umkleidekabinen gesehen hat und zahlt solche Unsummen(der Stundenlohn macht selbst Messi/Ronaldo neidisch) für absolut Null Gegenleistung, das gibt es wohl tatsächlich nur beim KSV. Wann kapiert denn jetzt endlich auch der letzte Vollpfosten, das Leute die solche Verträge mit Halb-Invaliden älteren Spielern machen mit Schimpf und Schande vom Hof gejagt werden müssen!!!!!!!
    Aber beim KSV lässt man die Luschen weiterwursteln, die nächsten Ü-30 Spieler holen und das letzte bißchen (Steuer)-Geld verbrennen bzw. sich in die eigenen Taschen wirtschaften, frei nach dem Motto: der Letzte macht das Licht aus……….

    • Bidriovo 6. Oktober 2020 um 11:09 Uhr

      Bei der Berechnung müsste man eventuell noch berücksichtigen, dass er eine Zeit lang verletzt war und nach 6(?) Wochen übernimmt doch eine andere Institut zumindest einen Teil des Gehalts? Trotzdem eine absolut unverständliche und keinesfalls zukunftsorientierter Transfer. Zumal der gute Mann von einem verdienten Absteiger kam, bei dem die Abwehr alles andere als Bundesligatauglich war.

      • Ralf 6. Oktober 2020 um 16:18 Uhr

        Also eine langwierige Verletzung hatte er nicht unbedingt, 3-4 Muskelverletzungen von immer ca. 6 Wochen, dann 3-4 Wochen Trainingsaufbau und im nächsten Spiel gleich wieder verletzt. Ich glaube jetzt nicht einmal das die Krankenversicherung für Ewerton allzu viel bezahlen musste.
        Und in meinem ersten Tweet meinte ich natürlich auch Kosten von ca. 14.100€/pro gespielte Minute, sein Verdienst war ja nur, ausgehend von 600.000€ Jahresgehalt, 3015€/Minute, immer noch stattlich🤣🤣🤣

  3. Sebastian 6. Oktober 2020 um 08:48 Uhr

    Das größte Problem des Vereins ist die Vergangenheit.
    1. der Verein war vor 1887 Jahren mal erfolgreich
    2. Man möchte nicht lernen
    3. die Fans schauen nur auf die erfolgreiche Vergangenheit. Sie interessiert doch nicht mehr, dass die Transfers mehr als überflüssig und dumm waren. Dieses Jahr wird Helm Gjasula gefeiert, nächstes Jahr heißt es gut das er weg ist. Welche Gelder er bekommen hat oder der HSV Bezahlt hat, wen interessiert denn das? Ist ja nicht mein Geld. Die Leute sind so hohl!

  4. Dirk 6. Oktober 2020 um 09:45 Uhr

    Alles richtig was Ihr schreibt, aber ich frage mich woran das liegt, bis auf die Raute wurde alles ausgetauscht und trotzdem passieren seit Jahren die selben Fehler, egal wer wie wo die Verantwortung trägt.

    Das Spieler sich nicht so entwickeln wie erhofft, geschenkt, passiert. Aber beim HSV passiert es oft und meist mit Ansage.

    Vor allem verstehe ich nicht, das zu oft auf Spieler ohne Wiederverkaufswert gesetzt wird. Das kann nur minus werden, dazu braucht man kein Sportmanagementstudium. Natürlich ist das in Einzelfällen legitim (z.B. bei Terodde, vielleicht sogar bei Ullreich, beide sind aufgrund Ihrer Positionen klar messbar), aber auch hier wird das aus meiner Sicht zu oft probiert.

    • Gravesen 6. Oktober 2020 um 09:49 Uhr

      1. Du musst die richtigen Bücher lesen 🙂
      2. Du musst bei einem KSV-Transfer niemals davon ausgehen, was er dem Verein bringen kann. Du musst überlegen, was er den handelnden Personen (ein)-bringen wird.

  5. Matthias 6. Oktober 2020 um 09:49 Uhr

    Moin, ich brauche mal Hilfe bei einer Verständnisfrage. (Vielleicht von Kerberos)? In dieser Transferperiode haben sich alle, auch die großen Vereine, zurückgehalten. (Ausnahmen bestätigen die Regel). Vereine beziffern den finanziellen Ausfall irgendwo zwischen 30-80 Millionen Euro. Zzgl. verminderter Transfereinnahmen. Beim HSV werde ich das Gefühl nicht los, als gäbe es diese Sorge gar nicht. Da wird fröhlich Geld verballert, dank Altverträgen Mondgehälter gezahlt, Ullreich spielt wahrscheinlich auch nicht nur für ein paar Euros, das Stadion muss saniert werden… Und der Verein erweckt nicht den Anschein, als würden die zukünftigen Mindereinnahmen irgendwo kalkuliert werden. Ich weiß nicht, wie das funktioniert und warum die dfl, dfb, nichts unternimmt.

    • Gravesen 6. Oktober 2020 um 09:55 Uhr

      Die DFL unternimmt so lange nicht, wie ein Verein nachweisen kann (zur Not mit einer Bürgschaft), dass man in der anstehenden Saison seine Rechnungen bezahlen kann. Denen ist es egal, ob ein Verein mit € 10 Mio. oder € 600 Mio. verschuldet ist. Beim KSV kan doch nun kurzfristig Geld in die Kassen (Trikotsponsor, Verkauf des Geländes an die Stadt) und die Kohle muss raus. Natürlich hat man wieder einmal das Geld von Orthomol in voller Höhe vorab kassiert und verknallt, aber was interessiert die Herren denn das nächste Jahr? Vielleicht sind sie dann gar nicht mehr da. Das Problem ist, dass es bei den Hamburger Medien nicht einen einzigen Journalisten mit Eiern gibt, der bereit ist, die richtigen Fragen zu stellen und zu recherchieren. Und da es den nicht gibt, können die Loser im Volkspark machen was sie wollen.

      • Matthias 6. Oktober 2020 um 10:03 Uhr

        Moin, danke für die schnelle Antwort! Vielleicht lebt der HSV tatsächlich in einer Blase. Medien und Fans thematisieren nichts und der Vorstand dreht frei. Als seriös wirtschaftender Verein würde mir die Hutschnur platzen. Naja, irgendwann wird es sich vielleicht rächen.

        • Gravesen 6. Oktober 2020 um 10:08 Uhr

          Es hat sich doch schon längst gerächt. Statt Dino ist man nun Dauermitglied in der zweiten Liga. Dauerkarten werden weniger, Zuschauerzahlen sinken. Schulden ohne Ende. Die Mannschaft besteht inzwischen aus Spielern, die vor 5 Jahren nicht mal in der 2. Mannschaft hätten spielen dürfen. Der Verein wurde systematisch zu grunde gewirtschaftet.

          • Matthias 6. Oktober 2020 um 10:24 Uhr

            Das stimmt natürlich, vielleicht warte ich auch nur auf den finalen Knall. Ist so wie bei anderen Sachen auch. Seit 40 Jahren heißt es „die Ölvorkommen reichen noch für 10 Jahre“. Da denke ich auch, können die jetzt nicht endlich mal verbraucht sein? Man (ich) stumpft dabei irgendwie ab und bekommt bei aktuellen wichtigen Themen (nicht bei Corona, ich bin nicht Trump) eine komische Egalhaltung. Vielleicht ist das das Hüpfersyndrom. Seit 5 Jahren heißt es der HSV ist insolvent, aber der Holzmichel lebt immer noch.

  6. Bibo 6. Oktober 2020 um 10:42 Uhr

    Einen wunderbare Steilvorlage für schlechte Berichterstattung, hat die Mopo im Falle Harnik geliefert. Dass er bei Dassendorf spielen soll, haben die Spatzen bereits im Juni diesen Jahres von den Dächern gepfiffen. Sollte es nicht eigentlich so sein, dass man seine Nachrichten, die einen unmittelbar betreffen als erstes aus der Zeitung erfährt??

  7. GB1887 6. Oktober 2020 um 12:45 Uhr

    Ich zitiere mal den Eröffner
    ‚Man kaufte einen knapp 30-jährigen Brasilianer mit diverse Vorschädigungen und wundert sich nun, was passiert ist? ‚

    Ich glaube, da wundert sich in der Chefetage niemand. Solche Transfers sind es, die in mir immer wieder den Gedanken entstehen lassen, dass da doch auch beim Verein von den Entscheidern mitkassiert wird. Und zwar durch überhöhte Berater-Gagen, die dann tlw. wieder zurückfliessen an die Personen, die den Transfer beim aufnehmenden Verein möglich gemacht haben.

    Ich weiss, eine böse Unterstellung, die ich natürlich nicht beweisen kann. Reine Spekulation. Aber mir will nicht in den Kopf, wie man ansonsten als sportlicher Entscheider geneigt sein kann, das spärlich bzw eigentlich nicht vorhandene Geld in so einen Dauerpatienten zu investieren, bei dem sich jeder Fan gefragt hat, wohin das führen soll und wo auch für jeden dank eines Portals wie tm.de die Verletzungshistorie einsehbar ist. Und den preist man dann auch noch als zukünftige Säule! Verarsche pur!

    • omnipräsent 6. Oktober 2020 um 19:06 Uhr

      @ GB1887
      Beschäftigen Sie sich bitte einmal mit der sale-and-kickback-Methode, die seit Jahren/Jahrzehnten landauf und landab praktiziert wird.
      Dabei bleibt richtig etwas hängen, vor allem deshalb, weil mit fremdem Geld gearbeitet wird.

  8. Gravesen 6. Oktober 2020 um 18:30 Uhr

    Wie tief kann man noch sinken?
    .

    Zusammen gegen die Buchmacher!
    Für den HSV war es ein ruhiges Wochenende. In unserer Challenge war es hingegen ganz und gar nicht langweilig! Romeo9 hat mit seinem 60€-Schein aus Challenge #02 locker-flockig Tipwin rasiert. Er kam auf eine Quote von 20,99 und kann sich nun über die Hälfte der erspielten 1259,65€ freuen. Helm-Peter ist auch schon ganz aus dem Häuschen.

    • Gravesen 6. Oktober 2020 um 18:31 Uhr

      Bevor ich sowas hier veranstalten oder auch nur ein Bild der Rektal-Amöbe veröffentlichen würde, würde ich diesen Blog löschen.

  9. Dirk 6. Oktober 2020 um 21:20 Uhr

    Kann mir bildlich vorstellen, wie Harnik beim Wechsel zum HSV abgefeiert hat. Eigentlich wollte er wohl von Bremen direkt nach Dassendorf, aber dann kam der HSV und bot fürs Auslaufen in der 2. Liga sogar noch Geld …

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