Soll ich?

Soll ich heute wirklich etwas zum Thema KSV und Finanzen schreiben? Immerhin arbeitet sich selbst der ahnungsbefreite Münchhausen Scholz an dem Thema ab. 

Soll ich wirklich schreiben, was ich davon halte? Immerhin erkläre ich seit 8 Jahren, was ich von den Fähigkeiten und Erfolgen der jeweils Verantwortlichen halte. 

Soll ich wirklich schreiben, dass die nun nach und nach von den Profiteuren um Sprechpuppe Jansen ans Wahlvolk verkaufte Umwandlungen von einer AG in eine KGaA nichts anderes als eine Krücke ist und den Verein auch nicht retten wird?

Soll ich wirklich darauf hinweisen, dass es die goldene Regel gibt, niemals dann zu verkaufen, wenn’s einem beschissen geht sondern dann, wenn man die Regeln selbst bestimmen kann? 

Soll ich abermals erklären, dass es außer Kühne keine Sau geben wird, der sich eben wegen Kühnes Anwesenheit für irgendwelche Anteile interessieren wird? Erste Anteilseigner wollen ihre Anteile bereits wieder veräußern, weil sie die Faxen dicke haben. 

Soll ich tatsächlich schreiben, wie unendlich mies diese Vögel um Frankie Wettschein in den letzten Jahren gearbeitet haben? In Zeiten, in denen der professionelle Fußball finanziell geboomt hat, hat es der KSV geschafft, 10 mal in Folge ein Bilanzminus zu erwirtschaften und nun soll deshalb das allerletzte Tafelsilber zum Dumpingpreis verschleudert werden. 

Noch einmal und in aller Deutlichkeit: Die katastrophale Schieflage dieses Vereins resultiert nicht aus Corona oder ein paar Spielen ohne Zuschauer (zumal die TV-Gelder weiterhin bezahlt werden). Sie ist das Ergebnis jahrelanger Mißwirtschaft. Das Ergebnis davon, wenn man zwar jedes Jahr € 8 Mio. für den Nachwuchs ausgibt, aber nicht einen Bundesliga-tauglichen Profi ausbildet. Wenn man keine 5% der Spieler für mehr Geld verkauft, als man für sie bezahlt hat. Wenn man halbblinden Söldnern Mondgehälter in den Hinter steckt und keine Leistung fordert. Wenn man immer und immer wieder die größten Blender und Loser zu Vorständen macht. Wenn man sich komplett von den Launen eines greisen und ahungslosen Milliardärs abhängig macht, dem man nun auch den Rest des Vereins übergeben will. 

Soll ich wirklich? Nö, heute nicht. 

Haltet die steifen Ohren fest, Jungs und Mädels. 

Ach ja, Erkennt man den Unterschied zu den KSV-Hüpfern? Richtig, es gibt keinen 😀 😀 

 

 

Von | 2020-11-20T20:59:57+01:00 17. November 2020|Allgemein|10 Kommentare

10 Comments

  1. Gravesen 17. November 2020 um 09:42 Uhr

    Daniel Jovanov

    Wenn die HSV KGaA kommt, stehen die Investoren Schlange. Ganz bestimmt. Also diesmal wirklich. Und Kühne wird sicher keine weiteren Bedingungen stellen, weil er endlich vom eingeschlagenen Weg und vom Personal restlos überzeugt ist.
    Glaubt ihr nicht? Ich auch nicht.
    „Beim HSV stellt sich ohnehin die Frage, ob der Club nach einer Umwandlung überhaupt potenzielle Investoren finden würde und ob ein Verkauf zu einem Zeitpunkt Sinn ergibt, an dem die Mannschaft in der Zweiten Liga spielt. 2014 hatte der HSV seine AG-Anteile schon einmal unter Wert an Investor Klaus-Michael Kühne verkauft.“ (Dies ist ein Zitat aus dem Hamburger Abendblatt. Das erkennt man an den “ vorne und “ hinten.)
    Wie bitte? Die haben schon mal Anteile unter Wert an Kühne verkauft? Wer war das? Doch nicht etwa Didi Beiersdorfer? Und Wettstein, der war doch auch schon da. Hat das vielleicht auch etwas mit dieser Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG zu tun, dessen ehemaliger Vorstand Michael Krall seit ein paar Jahren im Aufsichtsrat des HSV sitzt? Den Kühne unbedingt im Rat haben wollte und öffentlich so lange gepoltert hat, bis der damalige HSV-Präsident Jens Meier aufgab und Kühnes Wünschen entsprach?
    Klingt alles furchtbar kompliziert. Und liegt sooo weit zurück. Man muss jetzt endlich nach vorne schauen. Wann ist denn wieder mal Training im Volkspark?
    .
    😀 😀 😀 😀 😀

    • Fohlenstall 17. November 2020 um 11:27 Uhr

      Alles „FAKE NEWS“, 🙂
      IHR habt alle keine Ahnung….
      und überhaupt: „Make KSV GREAT AGAIN“ 🙂 🙂 🙂

  2. Germanyfe 17. November 2020 um 11:03 Uhr

    Wie sagte Frankie Wettstein: “Im März waren wir Nahe der schwarzen Zahlen“ und bereits am 30.06.2020 hatten sie dann 6,7 Mio Minus? Im Juli und August wurden sicherlich auch Gelder ausgegeben und die Einnahmen war rar. Wenn man das dann auf die noch kommenden Monate hochrechnet… lieber nicht.

  3. Goldfather 17. November 2020 um 11:54 Uhr

    Verblendeter Fanatismus ist immer gefährlich. Sowohl in der Politik als auch im Sport. Allerdings kann man im Falle des HSV darüber herzlich lachen, da es in Hamburg früher oder später wieder eine europäische Spitzenmannschaft geben wird. Ob dieses Team irgendetwas mit dem HSV zu tun haben wird weiß ich nicht, aber das extrem hohe Marktpotenzial für eine Spitzenmannschaft in Hamburg ist nach wie vor gegeben. Stürzt der HSV schnell und konsequent ab, dürfte es nicht all zu lange dauern bis Investoren ein neues Projekt a la RB Leipzig oder TSG Hoffenheim in Hamburg aufsetzen. Zieht es sich hingegen noch deutlich länger, nicht zuletzt auch aufgrund der frischen Steuergelder, wird es dementsprechend länger dauern.
    .
    Angesichts von 70 Millionen Trump-Wählern, sollte es jedem halbwegs aufgeklärten Menschen der ein Interesse am längerfristigen Überleben seiner Spezies hat, eiskalt den Rücken herunter laufen. Wohin das führt wissen wir als Deutsche nur zu gut. Allerdings gibt es im Vergleich zur damaligen Zeit so klitzekleine Unterschiede wie strategische Nuklearwaffen, Klimawandel, sieben Milliarden Menschen mehr und somit wesentlich geringere Fehlertoleranzen als in den dreißiger Jahren.
    .
    Ausgehend von derartigen Aussichten ist für mich eine Bilanzpressekonferenz mit Herrn Wettstein eine wunderbare komödiantische Abwechslung die zudem noch regelmäßig ergänzt wird durch die spielerischen Darbietungen von Körper-Klaus.
    .

    • Matze 17. November 2020 um 18:53 Uhr

      Erstaunlich selbstironisch, vor allem selbstreflektiert und eine gute Basis die Themen konstruktiv zu diskutieren. Wird also leider keine Resonanz in der AG-Führung hervorrufen.

  4. Demosthenes 17. November 2020 um 15:11 Uhr

    Wann wenn nicht jetzt könnte man ein Stadion effizienter und unbehinderter renovieren, als in der zuschauerfreien Zeit von Corona. Alles ist leer, alles ist zugänglich, wochenlang kein Mensch auf den Tribünen, in den Katakomben, alle Gänge, Flure, Klos, Treppen, Logen, Säale sind frei.

    Wie gesagt, könnte. Wenn man schlau planen würde. Und das Geld hätte. Und sich an Absprachen, Verträge, Zusagen halten würde.

    KSV – Der lebende Konjunktiv.

  5. Calcetin 17. November 2020 um 19:24 Uhr

    Hm, eine KGaA hat statt eines Vorstandes persönlich haftende Gesellschafter, die Komplementäre. Die AG hat als Kommanditist nichts zu melden. Gute Methode um Geld zu sammeln, aber seinen Einfluss nicht abzugeben. Normalerweise bekommen die Kommanditisten dafür eine sehr hohe Dividende.
    Aber wer will bitte beim HSV persönlich haften?
    Da erscheint mir eine GmbH und Co KGaA weitaus angebrachter. Man behält die Kontrolle ohne persönlich zu haften.
    Man könnte auch eine AG und Co KGaA gründen, aber dazu braucht man neben Wirtschaftsanwälten auch noch einen Experten für Strafrecht 😊

  6. fernsehportler 17. November 2020 um 19:32 Uhr

    Der HSV lebt seit Jahren im hier und jetzt. Warum das Station sanieren, oder in die Jungend investieren? hilft es die Probleme von heute zu lösen?

    Nein. So einfach ist es doch schon

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