Der Fußball verreckt!

Es war einmal ein kleiner Blogger, der schickte am 02. Oktober 2019! ein Manuskript an einen mutigen Verleger. Nach einigen Überarbeitungen, zwei Lektoraten und diversen Besprechungen erschien dann mehr als ein halbes Jahr später ein Buch, welches von 99% aller Medien verschwiegen, unterschlagen und aktiv boykottiert wurde. Nun, das war vorhersehbar. Allerdings stand in diesem unbekannten kleinen Buch nichts anderes als das, was in den Jahren zuvor beim Ex-Dino KSV sowohl in der öffentlichen Wahrnehmung, auf dem Spielfeld aber eben auch in den Hinterzimmern geschehen war, aber das wollen viele einfach nicht wissen. Anyway, sollen sich die Schwachköpfe auch weiterhin über Niederlagen gegen Darmstadt oder Sandhausen wundern, sie werden es eh nicht begreifen. Aber in diesem Buch stand noch etwas anderes, ganz am Ende dieses zu vernachlässigenden Werkes. Ich zitiere:

Und die Zukunft des Fußballs? Wenn ich ehrlich bin, sehe ich schwarz und das liegt nicht nur daran, weil ich Football Leaks gelesen habe. Der Spitzen-Fußball ist schon seit Jahren kein Breitensport mehr, er ist Geschäft und nichts anderes als Geschäft. Weltmeisterschaften in Katar, Turniere mit bis zu 48 Mannschaften, das ist doch krank. Aber möchte man im internationalen Geschäft, und nur darum geht es, weiterhin mitspielen, kann man sich dem nicht entziehen. In Zeiten, in denen Spieler für mehr als € 200 Mio. den Verein wechseln und mehr als € 50 Mio. im Jahr verdienen, müssen Gelder in Milliardenhöhe akquiriert werden und dabei spielen Eintrittsgelder in Arenen mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Zuschauern nur noch eine untergeordnete Rolle. Der Markt der Zukunft liegt in Asien, in China, Indien, Indonesien. Auch hier gibt es Hunderte von Millionen Fußballfans und alle besitzen zwar ein Smartphone oder ein Tablett, aber keinen Spitzenfußball. Also gründet man demnächst eine Super League, bei der die besten Vereine der Welt aus ihren jeweiligen Ligen rausgelöst werden. Dann spielt eben Manchester City viermal im Jahr gegen Real Madrid und in Asien kann man sich für einen Euro dieses Spiel auf dem Smartphone angucken. Das Ganze ist eine Milchmädchenrechnung und ob die jeweiligen Vereine dann noch auf ihre 40.000 oder 65.000 Fans im heimischen Stadion angewiesen sind, wenn man mit einem Spiel einige Hundert Millionen Euros verdienen kann, wird die Frage sein.
Ich weiß, dass sich dieses Szenario radikal anhört, aber hätte vor 20 Jahren jemand gesagt, dass irgendwann eine Fußball-Weltmeisterschaft in klimatisierten Stadien in Katar stattfinden wird, was hätte man ihm wohl erwidert? (Quelle: Alles andere ist Propaganda)

Ich hatte diese These auch vorher hier in diesem Blog vertreten und bin dafür von zahlreichen mentalen Einzellern angeschissen worden. Nun aber  haben wir seit gestern die Fakten.

Eine Revolution im europäischen Vereinsfußball steht bevor: Die Super League kommt!

Kurz vor der Durchsetzung der Reform der Champions League verkündete eine Gruppe der reichsten und einflussreichsten Vereine der Welt die Einigung über die Gründung eines eigenen externen Elitewettbewerbs. 

Zwölf Top-Klubs brachten um kurz nach Mitternacht eine gemeinsame Erklärung heraus: Die sechs englischen Spitzenteams FC Liverpool, Manchester United, Manchester City, Tottenham Hotspur, FC Arsenal und FC Chelsea, die spanischen Topteams Real Madrid, FC Barcelona und Atlético Madrid sowie aus Italien Juventus Turin, Inter Mailand und der AC Mailand. Laut Mitteilung sollen drei weitere Vereine noch vor der ersten Saison, „die so bald wie möglich beginnen soll„, dazustoßen. „Wir werden dem Fußball auf jeder Ebene helfen und ihn an seinen rechtmäßigen Platz in der Welt bringen“, wurde Pérez zitiert: „Fußball ist die einzige globale Sportart der Welt mit mehr als vier Milliarden Fans und unsere Verantwortung als große Vereine ist es, auf ihre Wünsche einzugehen. Deutsche Teams wie der FC Bayern und Borussia Dortmund sind ebenso wie der französische Primus Paris St. Germain bisher nicht beteiligt 

Das neue Turnier-Format werde „ein deutlich größeres Wirtschaftswachstum und eine Unterstützung für den europäischen Fußball bieten, indem es sich langfristig für unbegrenzte Solidaritätszahlungen einsetzt“, die im Einklang mit den Einnahmen der Liga wachsen sollen. Diese Solidaritätszahlungen sollen wesentlich höher ausfallen als die, die durch den aktuellen europäischen Wettbewerb generiert werden. Von voraussichtlich mehr als zehn Milliarden Euro ist die Rede.

Darüber hinaus sollen „alle Gründungsklubs einen Ausgabenrahmen unterzeichnen“. Zudem schreibt das Bündnis: „Als Gegenleistung für ihr Engagement erhalten die Gründungsklubs einen Betrag von 3,5 Milliarden Euro, um ihre Infrastrukturinvestitionspläne zu unterstützen und die Auswirkungen der Pandemie auszugleichen.“

Taataaaaaa, wer hätte das gedacht? Dies ist beileibe keine Ankündigung oder Drohung, dies ist ein Beschluss und diese Super League wird kommen, da können sich UEFA, DFL oder St. Pauli auf den Kopf stellen. Das „Lustige“ dabei ist: Eigentlich will niemand diese Liga. Die UEFA will sie nicht, die Vereine (außer denen, die dabei sind), wollen sie nicht und vor allem die Fans wollen sie nicht, nicht mal die aus Madrid, Mailand oder London. Aber um die geht es schon lange nicht mehr, das sollten wir seit Corona langsam gelernt haben. Es geht um die „Fans“ in China, in Indien, in Indonesien oder Katar. Die wissen vielleicht nicht, wer Harry Kane oder Romelu Lukaku ist, aber es sind halt Milliarden und sie haben alle Smartphones und Geld. Und an genau dieses Geld wollen diejenigen ran, die gerade dabei sind, den Fußball, wie wir ihn kennen, zu beerdigen. Die paar Zigtausend, die demnächst wieder in die Stadien dürfen, sind Peanuts und zu vernachlässigen, sie sind folkloristisches Beiwerk. Die Spiele dieser Super League werden dann irgendwann in Jakarta, Peking, Mumbai oder Bangkok stattfinden, vor einer Horde von euphorisierten „Fans“, die die Namen ihrer Lieblinge kaum buchstabieren können. Egal, so lange der Rubel roll. 

Was aber machen denn nun eigentlich die deutschen Topklubs? Wie reagieren Vereine wie Bayern München, Borussia Dortmund, RB Leipzig, Bayer Leverkusen auf diese Entwicklung? Nun, sie haben die Wahl, obwohl – eigentlich haben sie die nicht. Sie können weiterhin national gegen Freiburg, Augsburg oder Bielefeld spielen und sich in der dann extrem attraktiven Champions League mit den Meistern aus Belgien, Russland oder Nordmazedonien messen oder sie können sich dem Rennen um die Milliarden anschließen. Dreimal darf man raten, wie sich ein Welt-Verein wie Bayern München oder Klubs wie Leipzig oder Leverkusen, die Beide von globalen Marken wie Red Bull und Bayer finanziert werden, entscheiden wird. Die UEFA jedenfalls droht. Denn obwohl sich die Vereine bisher verpflichten wollen, weiterhin am eigenen Liga-Wettbewerb teilzunehmen, will man von Seiten des Verbands Spieler der an der Super League teilnehmenden Mannschaften international, also für die Nationalmannschaften sperren lassen.

Dazu gehöre auch die Verbannung der beteiligten Klubs von den eigenen Wettkämpfen. Es wäre ihnen laut UEFA-Mitteilung „untersagt, an anderen Wettbewerben auf nationaler, europäischer oder weltweiter Ebene teilzunehmen und ihren Spielern könnte die Möglichkeit verweigert werden, ihre Nationalmannschaften zu vertreten“. Bereits im Januar hatte die FIFA die Androhung eines solchen Bannstrahls unterstützt. Spieler von Super-League-Klubs könnten also von Welt- und Europameisterschaften ausgeschlossen werden.

Würde bedeuten, dass die zukünftigen Europa- und Weltmeisterschaften ohne Spieler aus Barcelona, Madrid, Turin,  Manchester und Liverpool und demnächst ohne Spieler aus München und Dortmund stattfinden würden. Das perlt extrem. 

Übrigens: Die Spieler der teilnehmenden Teams wurden auch nicht gefragt. Der Fußball ist tot. Was bedeutet das für den KSV? Nichts, denn der spielt in diesem Konzert schon seit 30 Jahren keine Rolle mehr und wird nie wieder eine Rolle spielen. Und erzählt mir hinterher nie wieder, ich hätte es euch nicht gesagt.

Ende

 

Von | 2021-04-19T09:30:03+02:00 19. April 2021|Allgemein|30 Kommentare

30 Comments

  1. jusufi 19. April 2021 um 08:18 Uhr

    Es widert einen nur noch an, ist zugleich aber auch sehr unterhaltsam, wie kaputt der Spitzenfußball ist. Ich habe lange gedacht (und daran glauben wollen), dass der Fußball für die Fans da ist, also für die Fans des Vereins, die ins Stadion gehen, die ihrem Verein seit Jahrzehnten verbunden sind. Das war naiv, diese Fans brauchte es nur aus folkloristischen und Vermarktungsgründen sowie als Käufer überteuerter Devotionalien. Das ist aber nicht wesentlich, wie wir seit einem Jahr merken. Glücklicherweise kann ich für mich festhalten, dass mir der Sport in seiner Spitze, der 40 Jahre ein Lebensinhalt war, am Arsch vorbei geht. Zu verkommen, zu gierig, zu verantwortungslos.

  2. UFO 19. April 2021 um 08:27 Uhr

    Du hast leider recht … und das schon seit Jahren! Aber das juckt mich nicht mehr, Lebbe geht weiter und auch sehr gut ohne Fußball.

    Gruß
    UFO

  3. Tommy 19. April 2021 um 09:24 Uhr

    Gerade am Beispiel von Frankfurt sieht man doch, wie egal den Trainern, Spielern und Bobics der Verein ist. Nan könnte zusammen, gemeinsam den Erfolg genießen und in der CL alles geben. Stattdessen geht man zu einem (fast) Absteiger und evtl. Euroleague-Teilnehmer.

    Für die Fans? Für den Verein? Für die eigene Geldbörse!

    Wie blöd muss man sein, um heute Fan zu sein und sich so hart verarschen zu lassen? Die Einwände mit „du verstehst das nicht“ und „der Verein steht über allem“ unterstreichen dabei nur nochmal die eigene Blödheit.

    • Gravesen 19. April 2021 um 09:33 Uhr

      Wie sagte doch kürzlich Herr Stefan Ortega, Torhüter von Aminia Bielefeld, zum möglichen Angebot von Bayern München? „Man hat nur die eine Karriere“.

    • Thomas Vernunft 19. April 2021 um 09:57 Uhr

      Es ist bei den Fans so, glaube ich, eine Mischung aus allem: Blödheit, das Festhalten oder Glauben an eine „gute Sache“ bzw. ehrlichen Sport; die Hoffnung dass alles wieder besser wird und der eigene Club auch irgendwie sportlich Erfolg hat. Natürlich ohne alle die blöden pösen Investoren wie bei den anderen. Natürlich nur mit eignenen Top-Talenten, natürlich nur mit Spielern die das Vereinslogo auf dem Arsch tätowiert haben. Wie beim Weihnachstmann: Erst glaubt man, dann WILL man dran glauben weils ja was gibt und dann tut man so um Mutti und Vati nicht zu enntäuschen. Und dam Ende kommt heraus der Onkel spielte den Mann mit Bart. Jeder Fan wird ja in der frühesten Kindheit geprägt und da fängt schon die Lüge an: Warum MUSS der eigen Sohn den gleichen Club toll finden ? Klar, das erste mal GEMEINSAM ins Stadion und all diese Geschichten. Und man erzählt von „früher“… Aber die Fans wollen halt belogen werden. Ist ja auch schön einfach. Brot und Spiele. Läuft.

  4. cajunX 19. April 2021 um 10:01 Uhr

    Ich hoffe, diese Super League kommt und dass dann UEFA und FIFA die angedrohten Konsequenzen auch ziehen. Ich würde mich freuen, wenn diese Liga der Gierigen der Herren Agnelli und Perez der letzte Sargnagel des Kommerzfussballs wäre. Die Hoffnung stirbt zuletzt 🙂 …

  5. Bidriovo 19. April 2021 um 10:02 Uhr

    Ganz nebenbei hat Uns Fiete Arp die Bühne für ein Interview bekommen, um sich zu erklären und in Erinnerung zu rufen.

    Tenor seiner Aussagen:
    -Er hat alles richtig gemacht und würde rückblickend alle Entscheidungen wieder so treffen.
    -Natürlich will er sich mit nun mittlerweile bereits 21,5 Jahren bei Bayern durchsetzen und seine Fußspuren in der ersten Mannschaft hinterlassen. Es liege allein an ihm, dass er sich weiterentwickele.
    -Er hat bewusst nun ein Jahr in der zweiten Mannschaft (Abstiegskampf 3. Liga) von Bayern verbracht und sieht das auch als vernünftige Option für die kommende Spielzeit.
    -Eine Rückkehr zum HSV (anscheinend egal welche Liga und welche Ansprüche – Abstieg, CL…) ist natürlich immer eine interessante Option

    Mit kolportierten 5 Mio Jahresgehalt erinnert mich Arp mit seinen Aussagen und Skills an Uns Bobby Wood. In erster Linie geht es darum, den Vertrag auszusitzen. In zweiter Linie um sportliche Ansprüche. Nicht mehr lange und Arp ist auch kein Talent mehr. Wobei jemand, der mit 21,5 schon für eine weitere Saison in der 3. oder 4. Liga vorbaut, ist kaum noch als Talent wahrzunehmen. Junger (durchschnittlicher) Fußballer trifft es da schon besser.

    • Nichtkunde 19. April 2021 um 13:29 Uhr

      Von den „Skills“ her? Wenn man den Nachwuchsfußball auf Nationalmannschaftsebene in den letzten Jahren halbwegs verfolgt hat, dann lässt sich kaum leugnen, dass in Sachen Anlagen und vor allem Instinkt Welten zwischen Arp und jemandem wie Wood liegen.

      Wo er kräftig nabenlag und -liegt, ist die Karriereplanung. Das letzte (Leih)Jahr in Hamburg war ein großer Fehler. Dass er der grotesk übersteigerten Erwartungshaltung hier niemals gerecht werden können würde, war ebenso abzusehen, wie die Tatsache, dass man auf Vorstandsebene nur auf einen Vorwand lauerte, seinen „Mentor“ Titz abzusägen. Eine Leihe zu einem anderen Club mit ruhigerem Umfeld und ohne die Last messianischer Erwartungen an ihn wäre zu diesem Zeitpunkt die richtige Entscheidung gewesen. Wäre vermutlich auch aktuell besser für ihn gewesen, als der Versuch, sich in einer im Abstiegsk(r)ampf gefangenen II. Mannschaft irgendwie freizuspielen.

      Hinzu kommt dann natürlich auch noch seine Verletzungsserie. Wie entscheidend so etwas bei alkem Talent eine Karriere beeinflussen kann, zeigt das Beispiel Samed Yeşil. Brachte alles mit, um einmal ein Schlüsselspieler in der A-Nationalmannschaft zu werden – und heute kickt er als Halbinvalide im unterklassigen Bereich.

  6. SVFKeeper 19. April 2021 um 10:25 Uhr

    Als ich gestern die Schlagzeile online las, musste ich sofort an diesen Blog denken – denn ich war nicht überrascht, weil Du das schon seid Jahren mehrmals erwähnt hattest.
    Ich bin echt gespannt, wer sich am Ende durchsetzt. Die Verbände oder die Vereine.
    Die Verbände haben in den letzten Jahren jetzt auch nicht soo wenig Geld generiert, als dass Spieler dann nur wegen mehr Geld in der SuperLeague kicken müssten.
    Und den potenziellen Bann für Nationalmannschaften für die Spieler von Mannschaften der SuperLeague würde ich Stand heute auch nicht unterschätzen.
    Allerdings: so wie ich die FIFA kenne wird die dann einlenken, wenn die Vereine der Superleague, die FIFA finanziell daran beteiligt – über welche Kanäle auch immer 😉

  7. Gravesen 19. April 2021 um 10:28 Uhr

    Es geht rasant weiter…

    Manchester United have stood down from the European Club Association (ECA) and club executive vice-chairman Ed Woodward has stepped down from his UEFA roles.

  8. Kugelblitz 19. April 2021 um 10:34 Uhr

    Sollen sie doch ihre eigene Liga gründen. Allerdings sollten die nationalen Verbände diese Clubs von der Teilnahme an den nationalen Meisterschaften ausschließen. Vielleicht werden die Meisterschaften dadurch wieder spannender.

    Es wird einen Moment dauern, danach kräht kein Hahn mehr danach, wenn München oder Dortmund (sollten sie sich denn für die Super-League entscheiden) in der Meisterschaft fehlen. Und genauso sollten die nationalen Verbände dann auch eine Rückkehr in die nationalen Meisterschaften kategorisch ausschließen.

    • Gravesen 19. April 2021 um 10:37 Uhr

      Sehe ich perspektivisch deutlich anders. Mal angenommen, Bayern, Dortmund und Leipzig scheiden aus der Bundesliga aus. Was ist dann eine Meisterschaft von Leverkusen 2024 noch wert? Und vor allem: Welche Spieler siehst du dann noch im Bundesliga-Wettbewerb?

      • Demosthenes 19. April 2021 um 12:53 Uhr

        Grave, genau das ist der Punkt. Die Bundes-, Premier- und sonstigen europäischen Top-Ligen verlieren sich in der Bedeutungslosigkeit.

        Die besten Spieler (und Trainer) gehen zu den Super League Vereinen. Dort wartet das wirklich große Geld und eine weltweite Bühne. Und, das darf man nicht vergessen, auch ein wesentlich attraktiverer Fußball. Wer will noch Wolfsburg gegen Bremen sehen (oder gar HSV gegen Sandhausen), wenn man auch Liverpool gegen Juve und Real gegen Bayern München sehen kann. Ups! Moment mal, die sind doch gar nicht in der Super League, hmm…

        • Kugelblitz 19. April 2021 um 13:08 Uhr

          Ganz im Ernst, ich schaue seit Jahren kein Liverpool, kein Juve, kein Real mehr. Ich habe vor vielen Jahren das Sky Paket dafür gekündigt. Selbst die Nationalmannschaft langweilt mich seit Jahren.

          Aber Derbys wie Essen-Schalke, HSV-Werder, Pauli-HSV, Köln-Düsseldorf kann ich mich noch nicht entziehen.

      • Kugelblitz 19. April 2021 um 13:00 Uhr

        Bin da auch zwiegespalten. Aber zunächst einmal würde ich persönlich einer Liga ohne Bayern/BVB und RB eine Chance geben. Der Fan hat sich an vieles gewöhnt, zb. dass in einer Champions-League Teams spielen, ohne Champions zu sein.

        So wie ich mich an eine Liga ohne den HSV gewöhnen konnte, könnte ich es auch ohne den BVB, RB oder die Bayern. Die Liga hätte dann die Chance, ehrlicher und gerechter zu agieren. Ob sie die Chance nutzen, vermag ich nicht zu beurteilen.

  9. RalfSchulz 19. April 2021 um 11:41 Uhr

    Für mich läuft das auf eine einfache Lösung hinaus, da alle Beteiligten, FIFA, UEFA und die Clubs, nur eines gemeinsam haben nämlich eine widerliche Raffgier und Geldgeilheit wird dieser Wettbewerb kommen, FIFA und UEFA werden finanziell beteiligt und für die läuft alles wie geschmiert weiter, eigentlich noch besser weil da wird ja über Milliarden Startgelder, einfach nur pervers diese Zahlen, spekuliert, da fragt schnell niemand mehr nach einer Champions-League, ist dagegen ja ein Peanuts-Wettbewerb!!!!!!!!
    Und das Gute für all die Beteiligten ist, das das Interesse in China, Indien, Indonesien,…. über Jahrzehnte nicht nachlassen wird, die Blase also gar nicht so schnell platzen kann um dann irgendwen der daran teilgenommen hat zu bestrafen, zumal die Herren egal von welcher der oben genannten Institutionen daran doch gar kein Interesse haben irgendwen zu bestrafen solange der Rubel in diesen unvorstellbaren Dimensionen rollt!!!!!!!!!!
    Und noch eins zum Schluss, einer der drei noch freien Plätze ist für Bayern München reserviert, die werden von diesen fetten Geldtöpfen nicht ausgeschlossen und auch nicht freiwillig darauf verzichten.

  10. mw 19. April 2021 um 12:20 Uhr

    Die PDC wurde am 16. Januar 1992 in Konkurrenz zur British Darts Organisation (BDO) zunächst unter dem Namen World Darts Council (WDC) gegründet. Maßgeblichen Anteil an der Gründung hatte der Fernsehsender Sky Sports, der den Dartsport in sein Programm aufnehmen wollte, nachdem die bisherigen Wettbewerbe bei der BBC zu sehen waren.

    Die BDO hat aufgrund der höheren Preisgelder etc. die besten Spieler an die PDC verloren und ist 2020 pleite gegangen.

    Was das mit dem Fussball zu tun hat? Es zeigt genau die Entwicklung wie von Grave beschrieben… Die Qualitätsunterschiede werden dafür sorgen, dass nur ein Produkt überleben kann…

  11. Demosthenes 19. April 2021 um 12:41 Uhr

    Die Gründer der Super League sind nur vordergründig die Vereine.

    Hinter diesem Projekt stehen milliardenschwere US-amerikanische Investoren und die mächtige US-Bank JPMorgan. Die wollen die Super League, um mit weltbekannten Traditionsvereinen den riesigen asiatischen Fußball-Markt zu erobern und – wie Grave schon schrieb – in Folge unfassbare Profite zu generieren.

    Denn der Lebenszweck von Investoren ist nicht, gewachsene Strukturen und Traditionen zu bewahren. Sondern der ROI, der Return on Investment. Darum dreht sich alles, dem muss sich alles unterordnen.

    Schaut Euch doch bitte mal die Eigentümerstrukturen der beteiligten Vereine an.

    Liverpool FC
    Eigentümer ist die Fenway Sports Group aus Boston. Deren Gründer, John W. Henry, einen Wall Street Investor, kennen die meisten von aus der Schlussszene von „Moneyball“ , gespielt von Arliss Howard (https://www.youtube.com/watch?v=FMA_UKX0IZU). Der Fenway Sports Group gehören auch die Boston Red Sox, die im Fenway Park spielen. Der zweite Gründer neben Henry ist der TV-Produzent Thomas Werner, der auch Chairman des Liverpool FC ist. Zur Fenway Group gehört auch der TV-Sender NESN, New England Sports Network, ein regionaler Kabelsportsender. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

    Manchester United
    Besitzer des Vereins ist die Familie Glazer aus Florida. Malcolm Glazer, ein US-amerikanischer Sportunternehmer, begann 2003 Man U aufzukaufen. 2005 besass er dann 98% der Aktien und konnte die verbliebenen Kleinaktionäre zwangsabfinden. Fun Fact am Rande: Das zum Kauf aufgenommene Darlehen schrieb Glazer auf das Fußballunternehmen um, so dass Manchester United jährlich 80 Millionen Pfund zur Tilgung aufwenden muss. Heute wird der Verein von seinen Söhne Joel und Avram geleitet. Joel ist auch Vizepräsident der Super League.

    Und so gehts weiter:
    – Arsenal gehört Stan Kroenke, einem milliardenschweren Sportunternehmer (LA Rams, Denver Nuggets), dessen Frau eine Walmart-Erbin ist.
    – Chelsea gehört Roman Abramowitsch, ´nuff said.
    – Man City gehört der City Football Group oder wie manche sagen: den Scheichs (Abu Dhabi).
    – Die Spurs gehören der ENIC Group, einer Firma des auf den Bahamas wohnenden britischen Börsenspekulanten Joe Lewis.
    – Juve gehört der italienischen Industriellen-Dynastie Agnelli. Präsident Andrea Agnelli ist auch Vizepräsident der Super League.
    – Der AC Mailand gehört der US-amerikansichen Elliott Management Group, dem berüchtigten Vulture Fund von Paul Singer (das sind die, die Argentiniens Staatsschulden billigst aufkauften und dann vor amerikanischen Gerichten die Ansprüche in Milliardenhöhe durchsetzten).
    – Inter gehört chinesischen Investoren (sic!).
    – Und zu den Pleitisten Barca, Real und Atlético sag ich jetzt mal nix mehr, außer das Real-Präsident Florentino Perez auch Präsident der Super League ist.

    Und alle diese Besitzer und Investoren möchten den milliardenschweren Kuchen nicht mehr mit den Korrumpels von UEFA, Fifa und sonstwem teilen. Nein, sie wollen den Markt für sich allein. Unterstützt werden Sie von dabei von dem sympathischen New Yorker Investment-Bankhaus JPMorgan unter Jamie Dimon. Irgendwoher müssen die 3,5 Milliarden Anschubfinanzierung ja kommen. Frischgeld, das Real, Barca und manch anderer dringendst braucht, weil ihnen sonst die Finanzen um die Ohren fliegen. Die 550 Millionen Gehalt von Messi wollen bezahlt werden.

    So, und nun darf jeder für sich selbst nachdenken, ob PSG und die Bayern diesem Angebot noch lange widerstehen können und wollen.

    • Nichtkunde 19. April 2021 um 13:44 Uhr

      Dass es sich beim aktuellen Mehrheitseigner von Atlético um den Sohn des langjährigen, mit „skandalumwittert“ noch euphemistisch umschriebenen Club-Präsidenten Jesús Gil y Gil (hauptberuflich Baulöwe mit Hang zu größeren kleinen Schummeleien, die durchaus auch mal tödlich für die Bewohner endeten und nebenbei noch rechtsextremer Lokalpolitiker) handelt, verdient durchaus Erwähnung. 😉

  12. hamuburgmini 19. April 2021 um 15:10 Uhr

    Sollen sie das doch machen.. Bayern, Dortmund, Leipzig und alle die es wollen mit rein… Ich erinnere noch diese unsäglichen Diskussionen zwischen Hoeneß und
    Lemke…Sollen sie doch bitte dann ganz raus, sollen sie es endlich durchziehen und dann bitte auch raus aus der Liga.

    Neukonzeption der Bundesliga, mit geringerem Kapital ausgestattet, gerechtere Verteilung der Gelder, Gehaltsdeckelung… richtiger Wettbewerb… Ohne Endlosmeister Bayern…
    Perspektivisch sehe eine breitere Aufstellung der möglichen Meisterkandidaten als ein Schritt zu einem ehrlicheren Fußball…

    Ach, das wäre doch wünschenswert.

    Was die sogenannten „großen“ Vereine vergessen, bzw. die Kapitalgeber der sog. Superleague – Vereine – Der ganze „Ruhm“, die Tradition beruht auf den normalen Liga,
    ohne diese sind die „Erfolge“ schnell vergessen und die Top-Spiele werden – zumindest in Europa – nicht mehr als TopSpiele wahrgenommen…Sollen sie es doch bitte tun…

    • Kugelblitz 19. April 2021 um 17:01 Uhr

      Welche Erfolge hatte denn Tottenham?

      – Kein mal Meister
      – Der letzte FA Cup Titel: 1991
      – Europacup der Pokalsieger: 1963
      – Uefa-Cupsieger: 1972 und 1984

      LOL

  13. Gravesen 19. April 2021 um 17:58 Uhr

    Übrigens: Extrem bezeichnend für die Qualität eines Blogs und seiner Leser/Kommentatoren ist die Tatsache, dass die primitiven Vollopfer im Insolvenz-Blog „TschüssVollspack“ bisher wohl immer noch nicht begriffen haben, was heute passiert. Diese Bestandteile am unteren Ende der menschlichen Nahrungskette labern immer noch über Supporters oder den VfL Bochum. Absolut erschütternd, dass man sich dort offenbar eine Leserschaft/Klientel gezüchtet hat, die selbst am Tag nach einem Reaktorunfall noch überlegt, ob man nach Mallorca fliegt oder nicht. Meine Fresse, da turnen wirklich nur Primaten rum.

    • Demosthenes 19. April 2021 um 18:17 Uhr

      Du hast es doch oft genug geschrieben, diese Fanboys sind ein Teil des Problems. Aber aus der HSV-Perspektive ist eine Super League doch auch gar nicht mehr zu erkennen.

      Ich hätte da mal ein paar Zahlen (Quelle: Transfermarkt.de)

      Hier die Clubs, die aktuell tief in den Miesen stecken, was die Transferbilanz betrifft:
      – Man City: -116,15 Mio. €
      – Tottenham: -97,20 Mio. €
      – Arsenal: -66,35 Mio. €
      – ManU: -65,10 Mio. €
      – Liverpool: -39,45 Mio. €
      – Juve: -20,69 Mio. €
      – Inter: -17,45 Mio. €
      – Athletico: -15,70 Mio. €

      Der Vollständigkeit hier die Clubs, die schwarze Transferzahlen schreiben. Hoppla, Real!
      – AC Mailand: 18,27 Mio. €
      – Barca: 14,50 Mio. €
      – Real: 100,50 Mio. €

      Aber Real und Barca haben natürlich noch ganz andere Finanzsorgen als Transferbilanzen. Die brauchen die 3,5 Mrd SL Gelder wie der Fisch das Wasser.

      • Gravesen 19. April 2021 um 18:19 Uhr

        Stimmt auch wieder. In den kleinen Gehirnen geht es eher um Relegation, Freese, Kittel und Multinicks. Hach, wie schön muss es sein, wenn man verblödet ist?

    • Alex 19. April 2021 um 22:42 Uhr

      Zu viele Klippschüler und Geisteskranke. Hochtoxisch, genau wie der HaSiVau. Ich beantrage hiermit offiziell Asyl. 🤠 ENDE

  14. Gravesen 19. April 2021 um 19:11 Uhr

    Gut,dass Müchhausen Scholz immer noch die Übersetzung für seine dünn angerührte Leserschaft mitliefert 😀 😀 😀

    12 europäische Topklubs wollen eine Super-League (Super-Liga) gründen

    • Gravesen 19. April 2021 um 19:17 Uhr

      Entschuldigt bitte den Ausflug in die Königsklasse und diesen episch langen Blobgbeitrag

      Der Typ ist so unendlich scheiße

  15. Micha 19. April 2021 um 21:25 Uhr

    Es ist jetzt ein öffentlich allen sichtbarer Kampf im Fußball-Kommerz zwischen extrem zynisch-böse und noch extremer zynisch-böse entbrannt. Das kann gut sein! Scheiß-Corona, das wie ein Brennglas die intentionalen Kräfte vergrößert und zum Ausbruch getrieben hat, hat die seit Jahren erkennbare Entwicklung nochmal beschleunigt. Das internationale Fußball-Produkt hat die denkbar hässlichste, widerlichste Fratze gezeigt, die nicht mehr auszulöschen ist. Das bedeutet ein Ende, und das heißt, es gibt kein Zurück vom noch extremer zynischen Bösen zum lediglich zynisch Bösen. Das wäre gut!.

  16. Colonnaden-Jörni 19. April 2021 um 21:34 Uhr

    Sogar im britischen Unterhaus in London kam das Thema Super League heute spontan zur Aussprache, siehe Sender LBC.

    Und bitte unbedingt darauf achten:
    Der FCB und BVB springen sofort auf, wenn das spruchreif wird und das Projekt weitere Konturen bekommt,
    da könnt ihr von ausgehen. Die nehmen jetzt nur eine Peilung, das ist alles.

    Deren momentane Zuruckhaltung ist doch nur taktischer Natur, ein erstes Antesten. In zwei oder max. drei Jahren, sieht die Welt schon ganz anders aus.

    Was könnte für den HSV hier herausspringen ? Sollte sich bewerben
    um zugelassen zu werden als offizie