Brutal, aber garantiert nicht die Qualität

Wenn der Ist-Zustand nach dem 34. Spieltag nicht Platz drei, zwei oder eins ist, dann würde ich es nicht als gescheitert bewerten, sondern als Mission unerfüllt betrachten [Daniel Thioune] 

Ein Satz wie ein Fallbeil, der das gesamte Dilemma des Vereins zusammenfasst! 

„Der HSV hat immer noch eine brutale Qualität“. Ich weiß nicht, wie oft man nach dem längst überfälligen Abstieg aus der Bundesliga diesen Satz hören musste. Selbst nach zwei gnadenlos dämlich verkackten Wiederaufstiegsversuchen hörte der Mumpitz nicht auf, denn „Der HSV gehört eigentlich in die Bundesliga“. Warum? Na, weil doch die Mannschaft eine „brutale Qualität“ hat. Dazu kommt noch der Trainer-Aufsteiger des Jahrhunderts, der von sich selbst erklärt, er möchte irgendwann einmal in einer Champions League-Pressekonferenz erläutern, was das alles „mit ihm macht“. Plus einen Football Leaks vorerkrankten Intriganten-Sportvorstand mit Anwesenheitsallergie, einem nicht sanierenden HSV-Sanierer und einem eierknetenden Sportdirektor-Simulanten. Getoppt wird das Ganze dann von einem Business-Devil, Präsident Pinselreiniger, der immer nur auftaucht, wenn man gewonnen hat. Herzlichen Glückwunsch. Aber bleiben wir zunächst einmal bei der Mannschaft mit der „brutalen Qualität“. 

Ich kann es kurz machen, diese Mannschaft existiert nicht, sie hat nie existiert. Der HSV lebt von einer Legende und ich versuche das Ganze einmal an einem Beispiel zu verdeutlichen. Mal angenommen, der FC Bayern würde absteigen. Natürlich ist das absolut unmöglich und wird auch nie passieren, aber spielen wir es einfach mal durch. Also, die Bayern steigen ab und ersetzen das gesamte Team mit Spieler von, sagen wir mal, Regensburg. Oder Sandhausen. Oder von mir aus auch von 1860 München. Kein Lewandowski mehr, kein Neuer, kein Kimmich. Dafür Diekmeier und andere Granaten. Ich gehe absolut jede Wette, dass man spätestens im August des Jahres hören und lesen könnte: „Der FC Bayern hat immer noch eine brutale Qualität“.  Warum? Weil die Leute, selbst Insider und auch Trainer und Manager anderer Vereine, nicht mitdenken. Sie leben in einer Welt, in der die Bayern in Serie deutscher Meister wurden und haben diese nie verlassen. Problem ist nur: Diesen FC Bayern gibt es nicht mehr, aber das realisieren sie nicht. Sie reden vom Verein FC Bayern, aber nicht von der dan aktuellen Mannschaft. Sie haben den Übergang in die Tagesaktualität nicht geschafft, was vielleicht auch daran liegen könnte, dass die Bayern selbst dem Kader von Regensburg weit mehr bezahlen würden, als er wert ist. 

Exakt das ist das, was beim HSV seit vielen Jahren, aber seit dem Abstieg besonders, passiert ist. Spieler wie Ulreich, Leistner, Leibold, Kinsombi, Gjasula, Narey, Vagnoman oder Kittel haben keine brutale Qualität, es sind absolut durchschnittliche Zweitligaspieler, die nicht besser sind als ihre Gegenspieler aus Kiel, Fürth oder Braunschweig. Aber sie werden deutlich besser bezahlt und damit geht die Vermutung einher, sie hätten eine höhere Qualität. Das Gleiche gilt für einen Trainer, für den man € 500.00 bezahlten, für einen Sportvorstand, der in Leverkusen gefeuert wurde und und und. Sie alle sind kein Milligramm besser als ihre Pendants aus Heidenheim, Paderborn oder Darmstadt, aber sie kassieren deutlich mehr und sie leben von einer Legende, die seit mehr als 30 Jahren keine Existenzberechtigung mehr hat. Wenn es diesem Verein nicht gelingt, diese Legende zu beerdigen, eine neue Zeit einzuläuten, endlich einmal das zu zeigen und zu leben, was ist und nicht, was sein soll, wird er sich irgendwann in der 3. Liga wiederfinden. Oder vorher insolvent gehen. 

Zum Schluss…

…das Letzte! 

Passt perfekt zu diesem Verein, seiner Ausrichtung, seiner Orientierungslosigkeit, seiner Bocklosigkeit etc.

Man findet die Aktion saugeil, macht aber nicht mit. Also ungefähr so wie beim Aufstieg? 

Von | 2021-05-01T07:51:58+02:00 1. Mai 2021|Allgemein|15 Kommentare

15 Comments

  1. Maddin 1. Mai 2021 um 08:37 Uhr

    Nimm Teroddes Tore und die daraus resultierenden Punkte aus der Tabelle und dann sieht man die BRUTALE Qualität des restlichen Kaders.😁
    Das langt noch nicht ein mal für Mittelmass. Traurig aber wahr.
    Wenn nicht jemand 50 Mio´s in den Kader pumpt kann sich nächstes Jahr schon mal jeder auf gepflegten Abstiegskampf freuen.

  2. Gravesen 1. Mai 2021 um 08:54 Uhr

    Das macht einfach nur noch sprachlos, zeigt aber eindrucksvoll, wie es um den Verein steht. Außerdem dokumentieren diese Aussagen den Verlust bzw. die nie dagewesene Existenz exakt derer Leistungskultur, die Heimschläfer WitzBoldt seit gestern vermisst.

    Ex-SC-Fuzzi Timo Horn:

    „Ich will ehrlich sein: Ich bin wirklich fein mit der Liga, in der wir spielen. Wenn wir endlich wieder ins Stadion dürfen, dann werden wir mit Schalke, vielleicht Köln, Berlin oder Bremen, Dresden, Rostock, vielleicht 1860, Hannover, Darmstadt, Nürnberg, Pauli, Düsseldorf, Hannover unfassbar viel Spaß haben.“

    Ach so, er ist also „fein“ mit der Liga der Rumpelkicker und Maltafüße, aber er möchte doch so gern stolz auf „seinen“ HSV sein. Man muss sich das mal auf der Zunge zergehen lassen – die Gruppe, die dieser Vogel über 6 Jahre angeführt hat, nimmt maßgeblichen Einfluss auf den Verein und er ist „fein“ mit der zweiten Liga! Wie bitte möchte man denn Funktionäre und Spieler dahingehend motivieren, für ihr Geld zu arbeiten, wenn doch die Fans „fein“ mit dem IST-Zustand sind? Unfassbar

    • baltic 1. Mai 2021 um 10:08 Uhr

      Einfach fein sein.
      Einfach aus dem widerlichen Hamsterrad rings um Geld, Aufstieg und all die überzogenen Erwartungen aussteigen.
      Einfach unfassbar viel Spaß haben.
      Einfach einfach sein.
      Einfach fein sein.

    • Atommafia 1. Mai 2021 um 11:28 Uhr

      Tach zusammen

      Schalke, Berlin Bremen, Dresden, Rostock, 1860, Hannover, Darmstadt, Nürnberg, Pauli, Düsseldorf, Hannover. Fehlt nur noch Köln

      Alter Fußballadel, ausreichend für die Gruppenidentifikation, sich als Fan abzugrenzen gegenüber anderen Fans usw. In die gehobene Discothek kommt man eh nicht rein: also will man dort auch selbstverständlich nicht mehr wirklich hin. Und gegen Pauli geht um die Stadtmeisterschaft, das reicht aus.

      Wie die Comicfigur Werner von Brösel: über Nobelschröder lästern und Vorkriegsschrott fahren, etwas besseres kann man sich ja nicht leisten. Beim Chaos-Meister Röhrich nichts lernen und sich vor der Arbeit drücken und die Hauptsache ist sowieso Bier trinken.

      Die Comicfigur Werner gegen die Wand zu fahren: das war von Brösel und Co. eine Leistung auf HSV-Niveau, ein Anfangsverdacht auf eine Infektion mit dem HSV-Virus (Rautenpest) besteht schon 🙂

  3. Tom 1. Mai 2021 um 09:44 Uhr

    Insgesamt kann man das gesamte Business doch nicht mehr ernst nehmen – siehe z.B. auch Bremen.
    Da verliert der Kohlfeldt sieben Liga-Spiele am Stück und taumelt munter Richtung Liga 2. Die Verantwortlichen geben ihm ein Endspiel gegen Leipzig (wohlgemerkt im DFB-Pokal, also en anderer Wettbewerb mit anderen Voraussetzungen: hier konnte man durch einen Sieg überraschen dins Endspiel kommen).
    Statement nach einer akzeptablen Leistung unter den beschriebenen Voraussetzungen: Der Trainer hat überzeugt, er bleibt!!
    Das ist doch absurd. Im nächsten Ligaspiel steht der Alltag an und man wird wieder verkacken. Wie kann man ernsthaft die Zukunft eines Trainer an nur einem Spiel noch dazu in einem anderem Wettbewerb und mit anderen Voraussetzungen festmachen? Wenn man in ein Finale einziehen kann geht doch ganz anderes n ein Spiel, noch zudem, wenn jeder eine Niderlage als normal empfinden würde und man der AUßenseiter ist.

  4. Demosthenes 1. Mai 2021 um 09:55 Uhr

    Gottseisgedankt, Frankfurt hat ’nen neuen SpoVo und es ist nicht der Judas, äh, Jonas. Der Krösche wird’s. Unser Netzwerkgott und Transferpapst bleibt den Rothosen erhalten. Nun wird alles gut. Die nächste Saison ist gesichert.

    Jetzt noch fix mit Aaron Huntbremse verlängern, am besten in Doppelfunktion als Unterschiedsführungsspieler und Direktor WO (WohlfühlOase), damit die Jungjuwelen lernen können, wie man maximales Overpayment bei nachhaltiger Underperformance am besten entwickelt.

    Und wenn dann noch Bobby Woodfoot zurückgeholt wird, steht dem Quadruple (viermaliger Nichtwiederaufstieg in Folge) nichts mehr im Wege. Halleluja!

  5. BesuchausdemSüden 1. Mai 2021 um 10:01 Uhr

    So mancher ist gestern bzgl dieser Aussagen vor Lachen vom Sofa gefallen : „Im Detail sprach Jonas Boldt über…die Kultur des Clubs: Wir haben im vergangenen Sommer die Entscheidung getroffen, einen Weg der Entwicklung zu gehen. Das fängt bei mir als sportlich Verantwortlichem an und zieht sich durch den ganzen Club. Eine Kulturveränderung kriegt man aber nicht von heute auf morgen rein. Wenn wir die Ruhe bewahren, dann werden wir auf Strecke Erfolg haben. Davon bin ich überzeugt.“

    Von welcher “ Kulturveränderung“ redet dieser Mann ? Das Leistungsprinzip kann es nicht sein, denn was ist es für eine Scoutingleistung Spieler wie Helm-Klaus, Ulreich und Leistner für teures Geld zu verpflichten ? Kein 12 Jähriger würde bei FIFA 21 auf die Idee kommen sich solch überteuerten Schrott in seine Mannschaft zu holen.

    Das es auch anders gehen kann zeigen genügend andere Vereine. Heidenheim spielt trotz kleinem Geldbeutel seit Jahren im oberen Tabellenfeld der zweiten Liga mit. Frankfurt ist wegen Bobic/Manga durch u.a. kluge Leihtransfers wieder nach oben gekommen und in Stuttgart wurde nach dem 2. Abstieg das Leistungsprinzip ganz klar nach innen und außen kommuniziert/etabliert. „Säulen“ wie Gentner wurden abgegeben und ein Badstuber wurde dieses Jahr in die 4. Liga zur U21 strafversetzt. Beim HSV wäre das undenkbar und so lange man so weiterwurstelt geht der Trend eher in die 3. Liga als nach oben.

  6. EffPunktErr 1. Mai 2021 um 11:02 Uhr

    Aus der MoPo: (Boldt): „Wir haben mit dem Trainer eine sehr gute Hinrunde gespielt. Und ich glaube auch, dass es eine Hinrunde war, die trotzdem noch mal anders war, als in den Jahren zuvor. Das hat auch mit dem Trainer zu tun“, sagt Boldt. Und weiter: „Ich kenne die Mechanismen und verstehe auch die Fragen. Man muss aber auch immer ehrlich beantworten, dass die Leistung, die wir abgerufen haben in den letzten Wochen auch nicht das war, was wir abrufen können. Ob das immer nur am Trainer liegt? Das wage ich zu bezweifeln.“

    Interessant. Der (scheinbare) Haussegen zwischen den Funktionären scheint ihm so wichtig zu sein dass er nun das öffentliche „Blame Game“ in Richtung der Mannschaft eröffnet. Zur Erinnerung: für deren Zusammensetzung zeichnet ER ALLEINE verantwortlich.

    Gottseidank hat die SGE sich diesen Kasper nicht angetan, aber die entspr. Gerüchte stammen wahrscheinlich sowieso nur von ihm selbst, befeuert von den ihm wohlgesinnten Hofschranzen.

    • Atommafia 1. Mai 2021 um 11:39 Uhr

      „Aus der MoPo: (Boldt): „Wir haben mit dem Trainer eine sehr gute Hinrunde gespielt.“

      Die Hinrunde damals der Wehrmacht war auch sehr erfolgreich 🙂

  7. Vsabi 1. Mai 2021 um 12:53 Uhr

    Wenn man gestern die Bremer spielen, ja kämpfen gesehen hat, wünscht man sich eine Relegation HSV gegen Bremen. Eine fast zweistellige Klatsche würde den letzten dämlichen Hüpfer hoffentlich die Augen öffnen. NEIN, wird es nicht !

  8. Hein Blöd 1. Mai 2021 um 15:15 Uhr

    „Man findet die Aktion saugeil, macht aber nicht mit. “
    Man möchte sich nicht auf einer Stufe mit diesen Clubs stellen, soviel Realismus hat
    man dann doch am Volkspark…

  9. Thomas Vernunft 1. Mai 2021 um 17:54 Uhr

    Hach wäre das schön mal eine solche ehrliche Stellungnahme vom Vorstand ( den der HVV nicht hat ) zu lesen: Hier eine Mail an die Mitglieder und Fans des kleinen VfL Osnabrück:
    Liebe VfL-Fans,

    machen wir uns nichts vor: Niemand hat nach der Hinrunde damit gerechnet, dass wir heute da stehen, wo wir stehen. Dass es eine Saison mit Höhen und Tiefen wird, dass wir um den Klassenerhalt spielen werden … das ja. Aber dass es eine Saison mit ungeahnten Höhen (6. Tabellenplatz am 11. Spieltag) und einem so tiefen Fall wird, hat sich keiner wirklich vorstellen können.

    Jeder kennt das aus seinem Leben: Krisen kommen oftmals schleichend und bei der Erkenntnis gilt es, die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen und Entscheidungen zu treffen. Fußball lebt von Emotionen, Entscheidungen hingegen sollten sachlich und mit Überzeugung getroffen werden.

    Dann reagierst Du, trennst Dich vom Trainerteam und versuchst Ruhe zu bewahren.

    Und dann sind da diese nicht enden wollenden Heimniederlagen, die eigentlich nur zeigen, was wir alle im Herzen wussten: Ohne Fans ist die Bremer Brücke nicht mehr die Brücke, wie man sie kennt. Ohne die Fans im Rücken steht der VfL am Brückentag gefühlt mit einem Mann weniger auf dem Platz. Denn unsere Kampfbahn ist nicht nur ein Stadion. Die Bremer Brücke ist eine Stimmung, ein Gefühl, eine Haltung – von Fans, die ihresgleichen suchen.

    Was uns vor allem in die aktuelle Situation gebracht hat, sind unsere Heimniederlagen – ohne unsere Fans an der Brücke. Auswärts darf man verlieren. Auswärts hat der VfL nach dem Trainerwechsel sogar unerwartete Punkte geholt und gute Spiele abgeliefert. Auch das gehört zur ganzen Wahrheit.

    Und jetzt? Aufgeben kommt im VfL-Vokabular nicht vor. Aufgeben ist keine Option für den Verein für Leibesübungen von 1899 e.V., sonst gäbe es ihn schon lange nicht mehr. Es gehört zum Charakter des VfLers, immer wieder aufzustehen.

    Beim VfL gibt es Verantwortliche. Aber es gibt keine Schuldigen.

    In der Kategorie „Schuld“ denken wir nicht. Und so handeln wir auch nicht. Auch wenn in Krisenzeiten allzu gerne Schuldige gesucht werden, auf die man mit dem Finger zeigen kann. – Es zeigen immer drei Finger auf einen selbst zurück.

    Was können wir also tun: als VfLer, die nicht auf dem Platz stehen und nicht an der Brücke sein dürfen, die wir in Corona-Zeiten vor den Fernsehern, Tickern und Radios mitfiebern … fluchen … flehen? Unsere Ohnmacht macht uns wütend. Wohin mit unserer Wut?

    Ist es richtig, sie gegen diejenigen zu richten, die auf dem Platz stehen oder am Spielfeldrand? Welche Verantwortung haben wir als Fan? In den Gremien? Den unterschiedlichen Gruppen, seien es die Vereinsmitglieder, die Sponsoren oder die Dauerkartenbesitzer?

    Das sind Fragen, denen wir uns nach den goldenen Jahren des Aufstiegs 2019 und des Klassenerhalts 2020 in dieser verfluchten Krise jetzt stellen.

    Natürlich haben wir Fehler gemacht! Nur wer nichts macht, macht keine Fehler.

    Aber wir haben auch einiges richtig gemacht: Wir stehen finanziell in dieser Pandemie besser da als viele andere Vereine. Vor allem dank unserer Fans und Partner, die durch Verzicht/Kompensation statt Rückerstattung, Käufe im Fanshop, Daheimspiel-Tickets u.v.m. ihren Beitrag geleistet haben. Wir haben die Bremer Brücke zweitligatauglicher gemacht und arbeiten weiter daran, sie für den VfL und die Fans zu erhalten und zu modernisieren. Wir haben ein professionelles Trainingszentrum auf dem KME Gelände so geplant, dass es voraussichtlich auch unter Berücksichtigung des Naturschutzes noch in diesem Jahr gebaut werden könnte.

    Unsere Entscheidungen werden wir analysieren und aufarbeiten. Unserer Verantwortung werden wir uns gemeinsam stellen. Nach dem Saisonfinale, in dem es nach wie vor nur um eins geht: den Klassenerhalt. Einige haben dieses Ziel schon abgehakt. Wer will es ihnen verübeln? Aber verübelt es uns bitte nicht, wenn wir weiterhin daran glauben und unseren Teil dafür tun, die Liga zu halten – egal wie.

    Man kann darüber streiten, ob alle (sportlichen) Entscheidungen richtig sind – am besten sogar dann, wenn man sie Anhand von Ergebnissen im Nachhinein beurteilen kann. Aktionismus passt nicht zum VfL von heute. Entscheidungen werden abgewogen, kontrovers diskutiert und vor allem werden sie aus voller Überzeugung getroffen

    Wir haben noch mehr als 3 Spieltage.

    Der Klassenerhalt stand auch in der letzten Saison (wir erinnern uns) erst am vorletzten Spieltag fest. Und auch da hatten wir einen Höhenflug in der Hin- und einen Abwärtstrend in der Rückrunde. Diese Saison wird es ein Herzschlagfinale. Auch das gehört zum VfL. 1 + 2 + 2. Erst mal auswärts in Würzburg, ein vorentscheidendes Spiel. + 2: Zuhause gegen den HSV und auswärts gegen Aue. Und dann – vielleicht – noch mal + 2: die Relegation.

    Zieht uns zur Verantwortung, wenn es vorbei ist! Aber bis es soweit ist: Unterstützt mit uns gemeinsam unser Team, gerade jetzt, wo es uns am meisten braucht. Ballt die Faust in der Tasche, aber drückt uns die Daumen dabei! Schluckt den Ärger nicht runter, aber behaltet den Kopf oben! Denn das ist jetzt unsere Verantwortung als Fans des VfL.

  10. Detlev 1. Mai 2021 um 18:06 Uhr

    Moin zusammen,

    im Endffekt macht einen der Verein nur noch sprachlos und ich weiss gar nicht, was ich noch sagen bzw. schreiben kann. Ich bin nur froh, dass ich meine Mitgliedschaft von vor Jahren gekündigt habe und mich seit Corona Beginn von diesem Pack loslösen konnte.

    Ich lese hier nur noch regelmässig mit, weil mich irgendwie diese Schadenfreude übermannt, die mir sagt, dass es ja nicht schlimmer kommen kann und dann werde ich fast täglich eines Besseren belehrt und mittlerweile auch sehr gut unterhalten.

    Um meine Trennung nun komplett zu machen, habe ich eben meine alten Trikots herausgesucht, die ich bei ebay verkaufen will. Ich schreibe jetzt hier nur, falls es hier jemanden gibt, der vielleicht Interesse daran hat un dich weiss dass es hier Leute gibt, die auch mal am HSV hingen wie ich.
    Es sind insgesamt 10 Stück, teilweise beflockt mit Hogma, Yeboah, Hollerbach, Mahdavikia, Doll, vdV und auch mal nur mit der Nummer 6, die in den 90 Jürgen Hartmann trug.

    Falls jemand Interesse hat, ich würde diese zu fairen Preisen abgeben. Vielleicht kann Grave auch meine Mailadresse weitergeben?

    Euch allen ein schönes Wochenende und bleibt gesund!

    Gruß

    Detlev

  11. Goldfather 1. Mai 2021 um 20:09 Uhr

    Natürlich hat die Mannschaft nicht die Qualität, um in der ersten Liga zu spielen. Doch das ist keine neue Erkenntnis, da diese Situation bereits schon Jahre vor dem Abstieg existierte. Werder B. befindet sich übrigens gerade in den Spuren des HSV. Auch in Bremen ist man nicht in der Lage Qualität zu erkennen und in ein Konzept einzubinden, welches die Mannschaft dauerhaft im oberen Tabellendrittel der ersten Liga festmachen könnte.
    .
    Im gestrigen Halbfinale des DFB-Pokals war sehr schön zu sehen wie weit RB Leipzig mit seinem Team von Werder Bremen qualitativ entfernt ist. Sowohl athletisch als auch fußballerisch war Bremen eine Klasse tiefer anzusiedeln. In manchen Szenen hatte man den Eindruck, als ob eine Jugendmannschaft gegen ein Team des höheren Jahrgangs spielen würde.
    .
    RB Leipzig, TSG Hoffenheim, SC Freiburg, FC Bayern München und Borussia Dortmund haben schon seit langer Zeit verstanden wie wichtig qualifiziertes Scouting ist und wie wichtig eine hochqualifizierte Weiterentwicklung der Jugend- und Profispieler ist. Schaut man sich beim HSV einzelne Spieler an und fragt sich ob dieser oder jener Spieler in den letzten zwei Jahren besser geworden ist hat man selten den Eindruck, dass dies der Fall war. Bakery Jatta ist diesbezüglich kein Maßstab da er fußballerisch von einem vergleichsweise niedrigen Niveau gekommen ist.
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    Der FC Bayern München bedient sich hauptsächlich in der französischen Talentschmiede die höchstwahrscheinlich die beste der Welt ist neben der spanischen und Ajax. Solange der HSV nicht verstehen will, dass man in Hamburg keine Ahnung von Fußball hat und noch einmal ganz von vorne beginnen muß, solange wird es immer wieder auf die Fresse geben. Und dabei ist es vollkommen unerheblich ob der Aufstieg gelingt oder nicht.
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    Es geht darum die Prinzipien der erwähnten Modelle zu verstehen. Warum bringt Frankreich in fast jedem Jugendjahrgang zwei bis vier Weltklassespieler hervor? Warum verpflichtet man in Leipzig soviele Spieler die später teuer transferiert werden? Warum steigt der SC Freiburg nicht alle drei bis vier Jahre ab? An was arbeitet man in Hoffenheim, Dortmund und Amsterdam um Spieler besser zu machen?
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    Und ja, die Bayern haben soviel Geld. Aber mit dem Geld der Bayern würde der HSV niemals Meister werden. Die Bayern setzen ihr Geld auf einem riesigen Transfermarkt erstklassig ein und können mit den europäischen Topteams auf Augenhöhe agieren. Die Expertise der Verantwortlichen beim FC Bayern ist legendär. Der HSV sollte der FC Bayern der zweiten Liga werden weil er wirtschaftlich soviel besser dasteht als Paderborn, Sandhausen, Heidenheim. Doch leider existiert beim HSV nicht die notwendige Expertise um mit dem wirtschaftlichen Vorteil etwas anfangen zu können.
    .
    Gespannt darf man auf das Projekt in Kiel sein, welches sich höchstwahrscheinlich am SC Freiburg orientiert und langfristig somit zu einem gesunden Erstligaclub heranwachsen könnte. Trotz der Tatsache, dass der HSV permanent versucht Kieler Leistungsträger abzuwerben um das eigene Scheitern nicht all zu offensichtlich werden zu lassen.
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    Dem HSV stehen lange und harte Jahre bevor, weitab von Titeln und Ruhm.

    „Barças Ansatz ist anders als der von fast allen anderen Klubs“, sagt der ehemalige Profi Jordi Cruyff, der eines von Barças ersten Steinbruchkinder war und etwas von der Ausbildung verstehen sollte: Sein Vater Johan Cruyff initiierte sie, als er 1988 Trainer Barças wurde. „Es interessiert hier nicht, wie kräftig ein Junge ist, wie lange er rennen kann. Es interessiert nur: was kann er mit dem Ball. Darauf ist die ganze Ausbildung ausgerichtet: technisch einmalige Spieler hervorzubringen.“

    Quelle: https://www.sueddeutsche.de/sport/fc-barcelona-juwelen-aus-dem-steinbruch-1.338286

  12. Andreas 2. Mai 2021 um 04:52 Uhr

    Naja
    Die Qualifikation der Bayern ist ja auch nicht nur im Fußball zu erkennen.
    Die Vorstände können ja auch gut mit Geld umgehen, vor allen Dingen wenn es um das Geld des Staates ist und damit unserem.

    Ich kenne den Schreiberling vom Kicker nicht, aber hier gibt es einige nette Sätze für die Truppe der Fußball Querdenker

    Dem Hamburger SV droht die nächste Zweitliga-Saison – nach dem 1:1 gegen den KSC wirkte sogar Trainer Daniel Thioune schwer angeschlagen. https://www.kicker.de/803581/artikel/hsv-die-kapitulation

    Ich würde der Management Truppe vom ich bin blau empfehlen ein bis zwei Jahre in Quarantäne zu gehen
    Lg
    Andreas

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