Die radikale Entzauberung des Heiligen Horst

Gerade mal 6 Tage hat sie gehalten, die Verzauberung des KSV durch Horst Hrubesch. Und weil wir vom KSV reden, war es eigentlich klar wie die berühmte Brühe, dass all den Medienschwätzern, den Hofberichterstattern, den Insolvenzblogger und dem Rest der ahnungslosen Sonder-Gehaltsempfänger ihre bescheuerten Sprüche um die Ohren fliegen werden. Ganze 6 Tage konnten sie sich an einem Mann hochgeilen, der eine leblose Truppe von Söldnern befehligen sollte – Hrubesch ist gescheitert. Natürlich werden jetzt wieder einige sagen: “Was sollte er denn machen, der arme Horst”, aber vielleicht hätte er nach dem Spiel gegen dezimierte und bocklose Nürnberger auch etwas weniger auf die Tonne hauen sollen. Ich erinnere…

“Wir haben die Kurve gekriegt”! (nach seinem ersten Spiel als Cheftrainer)

“Die Stimmung ist komplett anders” (nach seinem ersten Spiel als Cheftrainer)

Bla bla bla.

Harry Bähre und Dieter Schatzschneider hatten bemerkt, dass Hrubesch der ideale Trainer für den KSV, leider vergessen diese angeblichen Experten immer, dass es nicht der Trainer ist, der 90 Minuten über den Platz rennen muss. Hrubesch hat diese Truppe geerbt und auch er kann nun erwiesenermaßen nicht zaubern. Warum nicht? Weil diese Mannschaft in den letzten beiden Jahren von den Herren Boldt und Mutzel zusammengestellt wurde und diese Mannschaft ist scheiße! Scheiße vom Charakter her, scheiße von der Einstellung zum Beruf. Diese beiden Loser sind die eigentlichen Totengräber dieses Vereins, sie allein haben die letzten beiden Spielzeiten zu verantworten und auf keinen Fall darf man ihnen die Planung für die 4. Saison in der zweiten Liga überlassen. Wenn es so etwas wie Leistungskultur in diesem Verein implementiert werden soll, muss man mit diesen Versagern anfangen und kann bei Wettstein nicht aufhören. Trainer Thioune wurde wegen ausbleibenden Erfolgs gefeuert, aber diejenigen, die das Desaster zu verantworten haben, dürfen einfach weitermachen? Never. 

Horst Hrubesch (nach dem Spiel in Osnabück): „Eines muss man auch klar sagen: Wir hatten es nicht verdient. Dafür musst du mehr leisten und das haben wir nicht getan. Du musst dir so etwas verdienen.“ Seiner Meinung nach „nutzen wir unsere Chance nicht selbst – und am Ende des Tages musst du dich selbst hinterfragen, woran das liegt“, sagte Hrubesch: „Ich kann nur sagen: Es reicht so nicht. Ich habe nicht das Gefühl gehabt, dass wir dieses Spiel heute so sehr gewinnen wollten, wie wir das mussten. Da muss sich jeder hinterfragen, ob das alles war heute.“

Was für eine Abrechnung. Mit der Mannschaft, mit den (vorher noch so glücklichen Spielern, die die Kurve gekriegt hatten) Söldern, aber vor allem mit Boldt. 

Judas Boldt: ““In den sozialen Netzwerken wird es viele anonyme Leute geben, die sich deutschlandweit kaputtlachen. Das gehört dazu, aber ich spüre die Rückendeckung”.

Mumpitz. Ich bin nicht anonym und ich erzählen ihnen auch gern face to face, dass ich sie für eine Fehlbesetzung halte. Und natürlich lache ich mich kaputt 😀 😀 😀 

P.S. An dieses Tabellenbild wird man sich in Hamburg in Zukunft gewöhnen müssen! 

 

Noch ein paar Wahrheiten gefällig? Bitte sehr.

Erst war es Entsetzen, als der HSV am 12. Mai 2018 erstmals aus der Ersten Bundesliga abstieg. Dann war es die pure Enttäuschung, als der direkte Wiederaufstieg 2019 nicht klappte, gefolgt von Verzweiflung und schon viel Häme, als es auch 2020 nicht reichte. Und in diesem Jahr? Es liegt nicht nur an der Abwesenheit der Fans im Stadion, das die meisten Hamburger das Scheitern 2021 nur noch mit einem Schulterzucken hinnehmen. Der Verein wird selbst in seinem direkten Umfeld immer egaler und verliert zusehends den Nimbus eines „großen Vereins“.

Im Grunde ist jetzt alles noch schlimmer als in den Vorjahren. Allerdings interessiert das in Hamburg immer weniger Menschen. Und genau darin liegt die allergrößte Gefahr für den HSV. (Quelle: Welt.de)

Stimmt! 

Nun aber der vorläufige Höhepunkt des gestrigen Abends.

Das muss man sich wirklich einmal vorstellt. Da stellen sich die hohlsten der Schwachköpfe tatsächlich hin und erklären, dass es an den allerletzten Journalisten, die überhaupt noch bereit sind, die Wahrheit zu schreiben, liegt. Sie sind Schuld (genau wie ich) daran, dass dieser Drecksverein jedes Jahr schlimmer darsteht. Sie haben Schuld, dass Boldt die letzten Kröten des Vereins für Bückware verschleudert, sie sind Schuld, dass die Söldner lieber ihren Trainer gefeuert haben, anstatt den Aufstieg klarzumachen. Es ist so unglaublich unfassbar, dass selbst mir inzwischen die Worte fehlen. Hoffentlich kackt dieser Verein nächstes Jahr noch tiefer ab. Mal gucken,wer dann wieder Schuld hat.

Und wo steckt eigentlich der Aufsichtsrat mit dem mitteilungsbedürftigen Präsident Pinselreiniger?

Von | 2021-05-17T07:52:03+02:00 17. Mai 2021|Allgemein|47 Kommentare

47 Comments

  1. Gravesen 17. Mai 2021 um 08:02 Uhr - Antworten

    Fun Fact: Am 17. Spieltag hatte Terodde 17 Tore auf der Haben-Seite, Dursun ganze 9. 😀 😀

  2. Tommy 17. Mai 2021 um 08:19 Uhr - Antworten

    Nächste Saison dann ohne die Tore von Terodde und Dursun.

    Ich freue ja so sehr, dass der KSV mal wieder verkackt hat, aber noch mehr freue ich mich auf das noch viel größere verkacken in der nächsten Saison. Das wird ein Fest werden.

  3. Maddin 17. Mai 2021 um 08:21 Uhr - Antworten

    Nach 16 Spieltagen 4 Punkte zum Abstiegsbereich ( inclusive 3 geschenkte Punkte von Nürnberg).
    Und Wettstein wird jeden “Leistungsträger” den er zu Geld machen kann abgeben.
    Kein Spieler mit Hirn und etwas Anspruch wird sich den HSV antun. Also nur Verpflichtungen von der Resterampe.
    Es wird eine geile Saison 2021/2022.👍

  4. BerndH60 17. Mai 2021 um 08:42 Uhr - Antworten

    Boldt und Co sollten in riesigen, goldenen Lettern, direkt über Tür der Geschäftsstelle, ihr von Homer Simpson abgekupfertes Motto, anbringen:
    “Versuch ist der erste Schritt zum Versagen.”💩

    Sicherheitshalber auch noch auf dem Trainingsgelände, in der HSV Kabine im Stadion und als Anhang in jeden Vertrag schreiben.
    Auf die Art sollte es weiterhin gelingen, nur Personal mit der gewünschten Leistungsbereitschaft zum KSV zu locken. 🤑

  5. Micha68 17. Mai 2021 um 08:46 Uhr - Antworten

    Unfassbar dummfrech dieses Arschloch von arrogantem, an nichts und niemandem als sich selbst interessierten ‘Anzugverkäufer’ und Kleinkriminellen Jonas Boldt: “„Die große Kunst wird es sein, während einer Saison bei sich zu bleiben. Es ist ein steiniger Weg und diesen steinigen Weg werden wir gehen. Und da werde ich vorangehen.“ Wenn es beim KSV einen Aufsichtsrat gibt, muss der Vogel heute fliegen, und zwar in hohem Bogen.

  6. BesuchausdemSüden 17. Mai 2021 um 09:01 Uhr - Antworten

    „ Über das sportliche berichten“ … Was soll man darüber denn noch sagen ? Soll der Vogel Escher da etwa noch über Taktik fabulieren ? Oder über Zweikampfquoten, Interceptions, überspielte Pressinglinien und abkippende 8 er schreiben ?

    Dazu ist doch schon längst alles gesagt . Im Grunde müsste man alles niederbrennen und komplett neu aufbauen doch dafür fehlt das Geld und die Zeit. Kein Mensch mit Verstand investiert da noch einen Cent und ohne den Steuerzahler wäre da schon längst Schicht im Schacht.

  7. Gravesen 17. Mai 2021 um 09:20 Uhr - Antworten

    Was hatte ich gesagt? Eine mehrfach in der zweiten Liga gefeuerte Schranze. Das ist die Zukunft des KSV

    Wie geht es weiter? Einen Kreis von vier, fünf Kandidaten sollen die HSV-Bosse zuletzt zusammengetragen haben. Ein Name, der definitiv eine Rolle spielt, ist Tim Walter. Der 45-Jährige coachte sich in der Saison 2018/19 mit Holstein Kiel in den Vordergrund, wechselte danach zum VfB Stuttgart. Seit seiner Entlassung im Dezember 2019 ist er ohne Job

  8. Thomas Vernunft 17. Mai 2021 um 09:27 Uhr - Antworten

    “Hrubesch hat diese Truppe geerbt und auch er kann nun erwiesenermaßen nicht zaubern. Warum nicht? Weil diese Mannschaft in den letzten beiden Jahren von den Herren Boldt und Mutzel zusammengestellt wurde und diese Mannschaft ist scheiße! Scheiße vom Charakter her, scheiße von der Einstellung zum Beruf. Diese beiden Loser sind die eigentlichen Totengräber dieses Vereins, sie allein haben die letzten beiden Spielzeiten zu verantworten und auf keinen Fall darf man ihnen die Planung für die 4. Saison in der zweiten Liga überlassen. Wenn es so etwas wie Leistungskultur in diesem Verein implementiert werden soll, muss man mit diesen Versagern anfangen und kann bei Wettstein nicht aufhören. Trainer Thioune wurde wegen ausbleibenden Erfolgs gefeuert, aber diejenigen, die das Desaster zu verantworten haben, dürfen einfach weitermachen? Never.”

    Dem ist nichts hinzuzufügen ! Wenn ich das auf meinem FB-Account poste, bin ich tot. Die Fans bekommen Scheisse serviert, die Fans fressen diese Scheisse.

  9. BesuchausdemSüden 17. Mai 2021 um 09:33 Uhr - Antworten

    Tim Walter ? Um Himmelswillen nicht ! In Stuttgart wurde er trotz Aufstiegsplatz wegen seiner Sturheit und taktischem Risikospiel nach nur einem halben Jahr gefeuert. Mislintat hat dort deswegen die Notbremse gezogen.

    Allerdings sind seine trainierten Mannschaften körperlich zumindest fit, da sie alle wie irre rennen müssen um „ jede Position“ spielen zu können. Das alles nützt aber nix da man immer in gefährliche Konter rennt und dann immer einem Rückstand hinterher läuft.

  10. Peter.Helm 17. Mai 2021 um 09:37 Uhr - Antworten

    Lass es nächste Woche am Samstag 30 Grad sein und in einer Liga, von der der eigene Verein weit entfernt ist, spielt der Rivale um den Klassenerhalt. 90% der Rosa Hüpfer hoffen auf eine Rettung Ihres eigenen Sommers, in dem Sie bei Sky den Abstieg von Werder Bremen bezeugen. Dieser Umstand allein zeigt doch, wie tief der Kahn abgesoffen ist.

    Von Gedankenspielen vor dem Osnabrück Spiel wo man eine gewonnene Relegation gegen Bremen gleichsetzen wollte mit einer Meisterschaft, möchte ich gar nicht erst anfangen. Und heute morgen schlagen Sie schlecht gelaunt die BILD auf und lesen etwas von Tobias Schweinsteiger. Mein Gott, es ist wirklich zum Totlachen alles.

  11. cajunX 17. Mai 2021 um 11:50 Uhr - Antworten

    Ich kenne Tim Walter als U19-Trainer des KSC vor ca. 10 Jahren. Fachlich einer der besten in Deutschland. In Kiel hat das gut geklappt, weil er eine junge, begeisterungsfähige Mannschaft übernommen hatte und er ein Typ ist, der seine Spieler mitnehmen kann. Und dann kam er nach Stuttgart, dort war Kohle bis zum Abwinken da und vielleicht sah er da die “Chance” den 3. Schritt vor dem 2. zu machen. Und keiner hatte ihn vorgewarnt, in Stuttgart reden immer auch die Geldsäcke im Hintergrund mit.

    Der HSV ist eigentlich der falsche Verein für ihn. Für ihn wäre eine junge, hungrige Mannschaft der richtige Weg gewesen. Man muß eben manchmal einen Schritt zurückgehen, wenn man weiterkommen will. Ist klar, nach 2 Jahren wird man nervös. Mit dieser Mannschaft wird er nicht froh, sie wird ihn leider noch einmal zurückwerfen. Warum har er diesen Schritt nicht im Ausland gemacht, in Holland, Belgien oder Dänemark? Wegen der Kohle? Dann war es ein verhängnisvoller Fehler, denn beim KSV kannst Du als junger, fachlich erstklassiger Trainer eigentlich nur verlieren. Schade!

    • BesuchausdemSüden 17. Mai 2021 um 12:03 Uhr - Antworten

      Limitiertes Ballbesitzgekicke mit einer viel zu risikoreichen taktischen Ausrichtung. Dazu noch ein überzogenes Ego und Null Selbstreflektion. Also ideal für den HSV.

  12. Kevin allein in Hamburg 17. Mai 2021 um 12:09 Uhr - Antworten

    Es müssen absolut verzweifelte Menschen sein, die als Trainer unter dieser Vereinsführung beim HSV anheuern.
    Jeder der etwas auf sich hält und noch ein wenig Stolz hat, der tut sich das nicht an.
    Der Ruf ist in jedem fall schon versaut bei der Unterschrift des Vertrags.
    Wo hat man denn noch die Trainer gesehen, die in den letzten 5 Jahren beim HSV gewesen sind ?

    • Ehemaliger HSV-Fan 17. Mai 2021 um 13:56 Uhr - Antworten

      Kein Trainer, der etwas von sich hält, würde je beim HSV anheuern. Die einzigen Leute, die dort hingehen sind Graupen, die noch einmal eine dicke Abfindung mitnehmen wollen. Das ist beim FC Schalke 04 nicht anders.

      • St.Patrick 17. Mai 2021 um 16:05 Uhr - Antworten

        Es wird sich zeigen, dass der KSV selbst solche Abgreifer nicht mehr anlocken kann. Gibt halt nix mehr abzugreifen…
        Die Verhandlungen dürften sich im Kern immer darum drehen, dass es einen niedrig dotierten Einjahresvertrag mit automatischer Verlängerung bei Aufstieg und hoher Aufstiegsprämie, wenn der Trainer am Aufstiegstag noch im Amt ist. Das unterschreibt kein Trainer, der andere Optionen hat. Ich schätze, mit Titz und Becker wären sie jetzt ungefähr an selber Stelle, aber mit einer jüngeren, engagierten Mannschaft und besseren Finanzen. Aber das war ja nicht groß genug, damals…
        Ernsthafter Trainer Tipp: Uwe Neuhaus.

  13. Joachim 17. Mai 2021 um 12:16 Uhr - Antworten

    Holtby wäre frei. Nur so eine Anregung 😅

  14. Demosthenes 17. Mai 2021 um 12:21 Uhr - Antworten

    Alle sind sich einig, dass Thioune zu spät gefeuert wurde. Ich sehe das etwas anders.

    Judas Boldt wird zu spät gefeuert werden.

    Der reitet, seitdem er da ist, den Verein mit seinen falschen Spielereinkäufen, zu spätem Trainerwechsel und arbeitsfauler Abwesenheit und Untätigkeit in die Scheisse. Irgendwann wird das der blinde Aufsichtsrat auch erkennen und ihn feuern. Nur dann ist es für den HSV zu spät.

    Der Schaden wird irreparabel sein, den Boldt angerichtet hat.

  15. Gravesen 17. Mai 2021 um 14:12 Uhr - Antworten

    Um zu demonstrieren, wie fertig die Situation im Volkspark inzwischen ist – danke, Herr Boldt
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    Und auch bei Stefan Böger hatte Hrubeschs Polter-Auftritt seine Wirkung nicht verfehlt. “So resignativ habe ich ihn überhaupt noch nicht erlebt, so kenne ich ihn auch gar nicht”, sagte der ehemalige HSV-Spieler. “Ich kenne ihn als lustigen Kollegen, als sehr, sehr ehrgeizig und zielstrebig”, sagte Böger über Hrubesch: “Das hat mir gar nicht gefallen, was ich da gerade gesehen habe.”

    Ganz zwei Spiele hat dieser Verein dafür benötigt.
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    “Jeder Spieler, der zum HSV kommt, wird schlechter. Kein Trainer bekommt diese Mannschaft zum Laufen”, sagte der ehemalige HSV-Profi Erik Meijer

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