Wo habe ich das bloß schon mal gelesen?

Es ist so absolut unfassbar, dass man es zuerst nicht glauben möchte, dennoch ist es wahr. Wie jedes Jahr im Mai. Die Hofschranzen der Nation, die übelsten Hofberichterstatter überhaupt, werden ehrlich. Ganz plötzlich, wie von Zauberhand. Nachdem man seinem hohlen Klatschvieh zwischen Juli 2020 und April 2021 eine gänzlich andere Welt gemalt hatte, kommt nun auf einmal etwas, was zumindest mich nicht überrascht. Vielmehr stelle ich mir die Frage: Wo habe ich all das schon mal gelesen? Ich zitiere:

Um der rätselhaften Frage nachzugehen, warum Fußballer beim HSV in den vergangenen Jahren fast durchgehend schlechter wurden, je länger sie im Volkspark dabei waren

Es wird in Seminaren für Führungskräfte heutzutage gerne als Beispiel genutzt, um aufzuzeigen, wie alte Strukturen und Gewohnheiten in Firmen aufgebrochen werden können, um neue Leit- und Leistungskulturen zu entwickeln.

Was aber ist die Tradition des HSV? Na klar, die Erfolge von früher. Sechsmal deutscher Meister. Dreimal Pokalsieger. Immer Erste Liga. Und so weiter. Schnee von gestern

Dabei nannte er „diese Euphorie, die in Hamburg schnell aufkommt und uns allen auch gefällt“. Die gleichzeitig aber dafür sorge, dass sich alle handelnden Personen auf dem zwischenzeitlich Erreichten ausruhten.

 An den Verhaltensmustern und Gewohnheiten beim HSV hat sich – trotz der Corona-Pandemie – jedoch kaum etwas geändert

„Dahin, wo heute Real Madrid und Juve, Chelsea und Porto sind“, sagte Hoffmann 2005 auf einer Mitgliederversammlung. Auf diesem Weg, der verheißungsvoll begann, begann Hoffmann, Geld für teure Spieler auszugeben, das man gar nicht hatte. Zahlungen wurden in die Zukunft verschoben.

Hat der HSV seitdem etwas Grundsätzliches verändert? Wie oft hat man von Verantwortlichen in Hintergrundgesprächen gehört, dass man beim HSV nicht in kleinen Schritten planen könne. Dass man in einer Stadt wie Hamburg, in einem ruhmreichen Verein wie dem HSV, groß denken müsse.

Doch die Größe des HSV bedeutete in den vergangenen Jahren immer wieder Größenwahn.

Dabei gab es genügend Gelegenheiten, ihn zu korrigieren. Der Sommer 2014 war so ein Moment, in dem die Ausgliederung die Chance eröffnete, alles anders und vieles besser zu machen. Doch die Verhaltensmuster blieben gleich.

Und was machte der neue Aufsichtsrat um Karl Gernandt? Holte zunächst mit einem Millionenvertrag Dietmar Beiersdorfer zurück, der mit den Millionen von Investor Klaus-Michael Kühne überteuerte Transfers tätigte, anstatt dem Wahlauftrag zu folgen und eine junge, entwicklungsfähige Mannschaft auf- und Schulden abzubauen.

Ein Vorgang, den Beiersdorfer 2016 sogar noch einmal wiederholte, als der HSV gerade auf dem Weg war, sich sportlich und wirtschaftlich zu konsolidieren.

 Stattdessen verlängerten Bruchhagen und Sportdirektor Jens Todt den Vertrag mit Bobby Wood vorzeitig um vier Jahre inklusive Gehaltsverdoppelung. Es folgte: der Abstieg.

Welcher gegnerische Trainer hat selbst in dieser Saison nicht vor jedem Spiel gegen die Hamburger davon gesprochen, dass der HSV in die Bundesliga gehört? Dass er in der Zweiten Liga doch eigentlich nichts zu suchen habe. Und der Evergreen, den man auch innerhalb des Clubs immer wieder hört, wenn mal wieder ein verantwortlicher Affe ausgetauscht wurde: „Der HSV ist ein großer Verein.“

Aber große Leistungen? Die erbrachte der Club vor allem bei internen Machtkämpfen und dem Entlassen von Mitarbeitern.

 Aber das wird nicht reichen. Dafür ist der HSV nach Jahren des Misserfolgs zu sehr durchzogen von negativer Energie.

Er muss neue Wege gehen, sich auf vielen Ebenen neu erfinden. Er muss sich lösen von all den Spielern wie Aaron Hunt, die die Negativität seit Jahren mit sich herumtragen und die neuen Spieler mit ihrer Energie anstecken. Er braucht eine Führung, die ungeachtet der Gefahr von Stromschlägen oder Wasserstrahlen eine Strategie entwickelt, um mit Mut und klugen Visionen die Ziele zu erreichen.

Der HSV könnte es schaffen, wenn Tradition nicht Gewohnheit bedeutet. Wenn er Verhaltensmuster verändert. Wenn er Spieler findet, die nicht zum HSV kommen, weil sie hier den besten Vertrag unterschreiben können. Wenn er Mitarbeiter findet, die nicht wegen der schönen Stadt nach Hamburg kommen. Wenn er Führungskräfte findet, die sich nicht in politische Grabenkämpfe verstricken, weil sie ihre Position sichern wollen.

(Quelle: https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article232311797/Ueber-den-Fluch-der-Tradition-bei-den-Hamburger-Fussballern-hsv-news.html)

Was für ein Arschloch! Dieser Spacken entstammt der gleichen Redaktion, deren Mitglieder neulich in einem Podcast mit Carl-Edgar Jarchow von einem Blog sprachen, der „sich HSV-Arena nennt“. Genau, tut er. Und den kopiert ihr Versager immer dann, wenn es euch passt. Ihr Scheiß-Parasiten!

Der Unterschied zwischen diesem Blog hier und den Leckern des Auftragsblatts ist: Hier könnt ich das alles lesen, wenn es passiert und nicht, wenn es zu spät ist. Und das Auftragsblatt müsst ihr bezahlen, die Wahrheiten hier gibt es kostenlos.

Ende!

Von | 2021-05-18T08:25:06+02:00 18. Mai 2021|Allgemein|36 Kommentare

36 Comments

  1. Benni 18. Mai 2021 um 08:06 Uhr

    Danke für deinen Einsatz und deine fast täglichen Blogs.

    Dass den „Journalisten“ das nicht peinlich ist sagt eigentlich alles. Wenn man sieht was teilweise bei Jovanov los ist bei Twitter kann man nur sagen, dass sie ihr Ziel erreicht haben. Die Leute glauben diesen Mist und jeder der etwas anderes sagt ist ein pester… Arme Welt.

  2. jusufi 18. Mai 2021 um 08:38 Uhr

    Völlig schamlos, der Herr Jacobs! Wahrscheinlich erhält er aber jetzt von vielen Applaus, weil er den Finger in die Wunde(n) legt…als hätte er auch nur eine neue Erkenntnis in seinem Artikel erwähnt!

  3. Demosthenes 18. Mai 2021 um 08:58 Uhr

    … including BS.. You heard me? Does it makes sense?
    Erst schleimen die Penner das ganze Jahr, dann schreiben sie ab von Dir.
    Keine Ahnung, warum Springer denen ein Gehalt zahlt.

    Und immer noch werden vergangene Personen (Hoffmann, Bruchhagen, Didi, Todt, Wood, Hunt) namentlich genannt, aber die aktuell Verantwortlichen feige verschwiegen und verschont: Boldt, Jansen, Wettstein.

    • Stefan 18. Mai 2021 um 09:36 Uhr

      weil es leider immernoch genug Leute da draussen gibt, für die es sich halt lohnt, abzuschreiben.
      Mir ist während der Pandemie erst mal wieder aufgefallen, wieviele scheiss Leute in D und auf der Welt wohnen und wie empfänglich für den Bullshit sind (von Pegida und Corona“skeptikern“) will ich gar nicht anfangen.
      Da muss man dann leider, unabhängig davon, dass die Journalistendarsteller meistens von aussen so sympathisch sind, wie ein überfahren es Eichhörnchen, sagen, „don’t hate the player…“. Aufklärung und Bildung ist halt „von dem Pudel ihm sein Kern“

    • Demosthenes 18. Mai 2021 um 12:12 Uhr

      Sagte ich Springer? Ich Dussel! Meinte natürlich die Funke Mediengruppe.

      Also Korrektur:
      Keine Ahnung, warum Funke denen ein Gehalt zahlt.

  4. hamuburgmini 18. Mai 2021 um 10:08 Uhr

    Die sogenannte Hamburger Presse ist einfach nur erbärmlich… Dieser Artikel zeigt umso mehr, wie wichtig dieser Blog ist.
    Spende ist raus! Dank an Gravesen!

    Ich wünsche mir ein Kaiserslautern-Szenario in Hamburg – einfach damit die Sportredaktionen der Presse eingestampft werden….
    Gleichfalls wünsche ich mir ein Insolvenzverfahren beim HSV, einfach um etwaige Zahlungen an „freie Mitarbeiter“ einzustellen – oder wie
    finanziert sich der Tschüss – Volkspark – Blog sonst?

    • Stefan 18. Mai 2021 um 10:24 Uhr

      na, ich vermute mal, dass ein paar Euronen reinkommen über die paar Werbetapeten und wenn man sich die häufigen Ausfälle anguckt, wird das Ding auch auf irgendeiner Möhre gehostet.. Viel schlimmer, und das erneuer ich an der Stelle mal, ist die Distanz zwischen dem Autor und seiner bellenden „Fangemeinde“. Der klatscht da irgendwas hin, es wird nie Feedback gegeben und wenn, dann lächerlicherweise durch einen Admin…
      Ich finde die Art und Weise, wie der Blog gestaltet und betrieben wird 100 mal schlimmer, als den Inhalt. Das passt irgendwie zum Verein wie Arsch auf Eimer… Ist zumindest(ens) meine bescheidene Meinung..

  5. Hein Blöd 18. Mai 2021 um 11:20 Uhr

    Nun ja, jetzt wird erstmal so getan als hätte man das alles vorausgesehen, und wenn der Drops
    am Sonntag gelutscht, und das Triple perfekt ist, fängt die vereinigte Jubelpresse wieder damit
    an jeden erfolgreichen Toilettengang der Clubverantwortlichen als Weltereignis abzufeiern.
    Jedenfalls solange diese noch das sagen haben.

    Ansonsten sind deren Nachfolger schon jetzt das beste was der Fussballspielfirma passieren
    konnte, die haben das KSV- Gen schon als Kind mit Suppenkellen gefressen, kennen sich total
    gut aus, wissen wie sie Transfermarkt.de aufrufen können, und – Hurra! – Europa wartet.
    Ansonsten wird jeder Neuzugang zum KSV- Superstar erklärt, in einer Riege mit Ronaldo, Messie
    oder Heinz Kaputtnik.

    Und das Spiel beginnt von neuen…

  6. Matze 18. Mai 2021 um 11:41 Uhr

    Warum werden aktuelle „Führungskräfte“ oder aktuelle Aufsichtsräte bzw. der Aufsichtsratvorsitzende nicht beim Name genannt? Da fehlen dann doch die Eier?

    • Hein Blöd 18. Mai 2021 um 13:39 Uhr

      Die haben Angst davor ihren Platz in der Schnittchenecke zu verlieren.
      Das ist ein geben und nehmen: Die Journalisten kriegen Ehrenplätze im Stadion,
      „exclusive Neuigkeiten“ aus der Presseabteilung, und dafür hält man sich mit
      kritischer Berichterstattung zurück.
      So wird diese auch diesmal wieder einschlafen, schon in ein, zwei Wochen ist
      wieder alles bestens und Weltklasse am Volkspark.

  7. Ex-HSVer+im+Herzen 18. Mai 2021 um 15:22 Uhr

    Ich frag mich schon seit langem, wer so bescheuert ist, um dafür Geld auszugeben! Im Abendblatt steht ja nun wirklich gar nichts, was man nicht auch gratis in der Mopo oder woanders lesen kann. Und für Qualität dann welt.de/spiegel.de

    • omnipräsent 18. Mai 2021 um 16:07 Uhr

      Dann doch lieber NZZ und FAZ, falls Qualität gewünscht wird.

  8. Gravesen 18. Mai 2021 um 18:27 Uhr

    Nach zwei Tagen der mehr als berechtigten Kritik geht es schon wieder los. TOP-Transfer!

    https://hsv24.mopo.de/2021/05/18/top-transfer-hsv-holt-abwehr-chef-fuer-die-neue-saison.html

    Letschert und Heyer 2.0

    Aber natürlich war die halbe Welt hinter einem Verteidiger aus Paderborn her

    • Gravesen 18. Mai 2021 um 18:44 Uhr

      Fun Fact: Magneto Gjasula war übrigens auch mal Kapitän in Paderborn. Ein echtes Qualitäts-Merkmal

      • Dennis 18. Mai 2021 um 19:22 Uhr

        Dann wird es wenigstens lustig

    • Nichtkunde 18. Mai 2021 um 20:36 Uhr

      Top-Transfer! Abwehr-Chef!! Transfer-Coup!!! Einer der besten Abwehrspieler der 2. Liga!!!! Ablösefrei!!!!!

      Womit die Sportfeinde Boldinho und Finchen Mutzelbacher ihn wohl „begeistern“ konnten? Ich tippe mal auf ein Erstligagehalt…

  9. Ralf Schulz 18. Mai 2021 um 18:56 Uhr

    Passt doch zur Philosophie: ein gestandener Zweitligaspieler im besten Alter🤣🤣🤣🤣🤣

  10. Gravesen 18. Mai 2021 um 19:38 Uhr

    Um zu erfassen, wie unendlich verblödet ein Teil der KSV-Salafisten ist, muss man sich nur diesen Mumpitz angucken.

    Der Verein verkackt zum dritten Mal in Folge den Wiederaufstieg trotz Tabellenführung zur Halbserie
    Man verschleißt erneut drei Trainer in 2 Jahren
    Man hat keine Kohle mehr und keine Spieler, die auf dem Markt etwas einbringen könnten
    Die Medien prügeln auf die Verantwortlichen und die Spieler ein
    Die Fans sind verzweifelt und lassen ihrem Frust freien Lauft.
    Das dauert keine zwei Tage an

    Dann verkündet man den Transfer eines Spielers, dessen Namen 98% der Anhänger noch nie gehört hatten
    Natürlich garniert man die Verkündung an die Medien mit dem Hinweis, dass Weltvereine wie Köln und Schalke an dem Vogel „dran waren“.

    Und nach nur zwei Tagen sind Boldt und Mutzel wieder die Transfergötter für die Dümmsten der Dummen.
    Es ist zum Niederknien 😀 😀

  11. jandpunkt 18. Mai 2021 um 19:59 Uhr

    Mal so in die Runde gefragt… Stimmt es, dass Onana beim HSV gelandet ist, weil ihn seine eigene Schwester an die 2te des HSV vermittelt hat? Und falls ja… welche Kontakte hat/te die Schwester um dies zu tun?

    • Gravesen 18. Mai 2021 um 20:16 Uhr

      Das scheint tatsächlich zu stimmen. Wahrscheinlich hat sie einfach angerufen

    • Goldfather 18. Mai 2021 um 20:28 Uhr

      Das zeigt lediglich wie schlecht das Scouting beim HSV ist. Onana ist einer der wenigen Spieler des HSV der in nicht all zu ferner Zukunft in der ersten Liga und vielleicht sogar international spielen wird. Um zu erkennen, dass ein guter Trainer aus dem Spieler etwas machen kann, braucht man nicht einmal die volle Sehkraft.
      .
      Melissa Onana wäre sicherlich in der Lage dazu die Scoutingabteilung des HSV weiter zu bringen.
      .
      Ok, die Doofheit in der Clubruine ist so derartig offensichtlich, dass ich persönlich nur noch von Absicht ausgehen kann.

    • Fohlenstall 18. Mai 2021 um 20:31 Uhr

      Sie ist seine Beraterin und hat für ihn den passenden Club(😉) gesucht und in Hamburg gefunden.
      Gab,glaube ich,mal ein Bericht dazu im Auftragsblatt. Angestellt ist sie in der SBE -Managment Fussballagentur.
      Deren Hautpsitz ist in der Schweiz,Neuhofstrasse 14,8834 SCHINDELLEGI…😃😉

      • jandpunkt 19. Mai 2021 um 05:03 Uhr

        Schindellegi… das stimmt ja tatsächlich 😂😂😂
        Ein Schelm der Böses dabei denkt…

        Übrigens hat meine Autokorrektur bei Schindellegi „Schwindelgefühl“ erkannt…

  12. Fohlenstall 18. Mai 2021 um 20:49 Uhr

    Und bei Scholzens fabulieren die Typen doch tatsächlich über die für sie mögliche/wünschenswerte ( Schweinsteiger/Klose/Gerland ) Trainerkombinationen….😂😂😂

    • Gravesen 18. Mai 2021 um 21:01 Uhr

      Dort trifft sich doch nur noch der Abschaum der Menschheit. Angefangen beim Insolvenzblogger

  13. Maddin 18. Mai 2021 um 20:49 Uhr

    Ach herrlich, ablösefreie Spieler vom 10. der 2. Bundesliga werden als die mega Neuzugänge verkauft. Na ja, passt zum anvisierten Ziel für die nächste Saison.
    Wetten morgen steht in der MOPO wie schön Hamburg ist und das er schon immer Fan des HSV war.😁

  14. holly 18. Mai 2021 um 21:09 Uhr

    lt. abendblatt wird man durch den nichtaufstieg reich. überschrift: warum der nicht-aufstieg ein rekordminus verhinderte (bezahlartikel). sind die da jetzt total bekloppt?

    • Fohlenstall 18. Mai 2021 um 21:23 Uhr

      ….es ist so wie Grave oben schon schrob: 2 Tage später setzt die „Arschkriecherei“ der Hofschranzen ( allen voran Schiller ) volle Kanne wieder ein!
      Hofberichtserstattung in Vollendung!!

  15. Fohlenstall 18. Mai 2021 um 21:13 Uhr

    Zu Schonlau: Sicher ein gestandener Zweitligaspieler.Er wird zu Beginn der neuen Spielzeit 27 Jahre alt sein.
    Er hat einen 3 Jahresvertrag bekommen und wird am Vertragsende 30 Jahre alt sein.Also,eine hohe Ablöse wird man
    dann sicher nicht mehr generieren können.Zudem hat er bis auf eine Saison (14/15 Leihe nach Verl ) nur für den
    beschaulichen aber gut geführten Klub des SC Paderborn gespielt.Und ja,Ablösefrei! Kölle und Schlacke ausgestochen…
    warum wohl? Waren es nur die Gespräche mit Boldt/Mutzel die überzeugt haben? Oder vielleicht auch das gute Grundgehalt
    plus Handgeld? Wir wissen es natürlich nicht.Stand jetzt hat der HSV aber ne Menge IV auf der Pay-Roll…mal schauen ob sie Jung
    und Konsorten auch wirklich so schnell los werden….

  16. Ralf Schulz 18. Mai 2021 um 22:27 Uhr

    Gerade bei Transfermarkt gefunden, ist doch mal eine interessante Liste, bestimmt ganz unabsichtlich bei der Blöd gelandet…..
    Hat mal wieder jemand was durchgesteckt um die letzten Marktwerte zu vernichten!!!!
    https://www.transfermarkt.de/-bdquo-bild-ldquo-hsv-sextett-um-kinsombi-zum-verkauf-ndash-rund-40-prozent-teamwert-verlust-moglich/view/news/385363

  17. Demosthenes 19. Mai 2021 um 00:11 Uhr

    Langer Kommentar zu später Stunde, aber diese Nummer gibt mir schon wieder den Rest.

    .

    3-Jahres-Vertrag für Schonlau? Hat Boldt noch seine sieben Sinne beisammen?

    Es ist nun fast 2 Jahre her, dass er seinen Job als Sportvorstand beim HSV antrat. Nach zwischenzeitlichen Abwanderungsgerüchten Richtung Rom bzw. Frankfurt und, als Folge dieser „JudasLeaks“, der Vertragsverlängerung bis 2023 ist Sportsfreund Boldt der Hauptverantwortliche für zwei erfolgreiche Klassenerhalte.

    Da ist es angesichts der Personalie Schonlau angebracht, doch mal einen genaueren Blick auf die Transfers zu werfen, die in seine Zeit der Verantwortung fallen.

    Verpflichtet wurden:

    – David „Bauchspeck“ Kinsombi, 23. Kam für 3 Mio von Kiel. Der Kapitän der Störche war zwar verletzt (Schienbeinbruch), sollte aber ab 1. Juli 2019 den „jungen HSV-Kader mit seinen Führungsqualitäten und fußballerischen Vorzügen bereichern“, so O-Ton Boldinho. Führungsqualitäten? Fußballerischen Vorzüge? Ernsthaft? Dann die Pointe: Angeblich zahlte er sogar einen Teil der Ablöse aus eigener Tasche (hahaha).
    Vertrag bis Juni 2023.
    Flop.

    – Tim „Tapete“ Leibold, 26. Kam für 1,8 Mio von Nürnberg. „Tim ist ein sehr ambitionierter Spielertyp, der sehr gefragt war in den letzten Monaten. Er hat noch Luft nach oben, sich weiter zu entwickeln und wird uns definitiv bei unseren ambitionierten Zielen helfen“, lobhudelte bei seinem Antritt der kaschmirgewandete HSV-Sportvorstand.
    Vertrag bis Juni 2023.
    Hat sich stetig verschlechtert, besonders, nachdem er die Binde bekommen hat.

    – Daniel Heuer-Fernandes, 27. Kam für 1,3 Mio von Darmstadt 98. „Mit Daniel Heuer Fernandes ist uns ein sehr guter Transfer gelungen, wir bekommen einen positiven und charakterstarken Typen mit großen Torhüterqualitäten“ lobte sich Schmalzlocke Boldt damals selbst. Uff, das macht sprachlos.
    Vertrag bis Juni 2022.
    Flop.

    – Ewerton Jose Almeida Santos, 31, für 2 Mio von Nürnberg. „Wir sind sehr froh, dass wir mit Ewerton einen erfahrenen Spieler gewinnen konnten. Er kennt die zweite Liga, hat dort bereits erfolgreich gespielt und wird unsere Abwehr weiter stabilisieren“ träumte damals das HSV-Talenttrüffelschwein. Die Ewerton-Realität: Dauerverletzt, 5 Pflichtspiel-Einsätze mit 199 Minuten Spielzeit, Ende 2020 an Nürnberg abgegeben, ohne Ablöse, dafür aber mit Abfindungs-Mitgift vom HSV.
    Vertrag bis Juni 2021.
    Mega-Flop. Millionenminus.

    – Xavier Amaechi, 18. Kam für 2,5 Mio vom FC Arsenal. „Ich habe es zuerst nicht für möglich gehalten, dass wir mit diesem Spieler in Verhandlungen treten können, aber insbesondere Michael Mutzel hat schon sehr früh Kontakt mit ihm aufgenommen und mit dem Spieler hart um einen Wechsel gekämpft. Erstaunlich war seine Entschlossenheit, trotz vieler lukrativer Angebote aus dem In- und Ausland zum HSV zu kommen“, fantasierte unser aller Sportvorstand. Später dann, Anfang 2021, wurde Amaechi wegen mehr Spielpraxis an den KSC ausgeliehen, wobei der HSV einen Großteil seines Gehalts weiterzahlt. Der arme Junge stand in Karlsruhe zuletzt nicht mal mehr in der Startelf. Soviel zur Spielpraxis.
    Vertrag bis Juni 2023.
    Mega-Flop.

    – Daniel Thioune, 47. Kam für 300.000 EUR Ablöse von Osnabrück plus Bonuszahlung bei Aufstieg. Boldt über die Verpflichtung: „Deswegen wollten wir den Schwerpunkt vermehrt auf die Entwicklung legen. In Daniel sehen wir den prädestinierten Kandidaten, der diesen Weg mit Haut und Haaren verkörpert.“ Nach diesen Worten verpflichtete Boldt „Säulenspieler“ im Alter von 30, 30, 32 und 32 Jahren. Der „Entwicklungstrainer“ wurde von Sportvorstand Judas erst allein gelassen und dann, 3 Spieltage vor Saisonende, entlassen. Natürlich mit Abfindung.
    Vertrag bis Juni 2022.
    Flop.

    – Moritz Heyer, 25. Kam für 600.000 EUR Ablöse von Osnabrück plus Bonuszahlung bei Aufstieg. Heyer war allerdings mehr Wunschspieler von Daniel Thioune, der mit ihm schon in Osnabrück zusammengearbeitet hat, als ein Transfercoup von Atom-Netzwerker Boldt.
    Vertrag bis Juni 2023.
    Durchschnitt, aber entwicklungsfähig.

    – Amadou Onana, 19. Wurde ablösefrei von seiner Schwester von Hoffenheims U19 an den HSV vermittelt. Oder wie es Sportdirektor Mutzel formuliert: „Wir freuen uns sehr, dass Amadou sich frühzeitig für den HSV entschieden hat, denn er ist ein internationales Top-Talent, das im Mittelfeld alle Positionen spielen kann und großes Entwicklungspotenzial besitzt“. Klimperklimper. Boss Boldt weiter: „Wir haben seine Entwicklung schon länger verfolgt und sind froh, dass wir die Chance bekommen haben, ihn zu verpflichten.“ Ja, nee, is klar!
    Vertrag bis Juni 2024.
    Durchschnitt, aber entwicklungsfähig.

    – „Himbeer-“ Toni Leistner, 30, ablösefrei aus Dresden. Lassen wir auch hier den Boldt-Vize, Eierkneter und Sportdirektor Mutzel zu Wort kommen: „Toni ist ein Innenverteidiger mit großer Zweitliga-, aber auch Erstligaerfahrung. Er ist sehr zweikampfstark und verfügt über eine tolle Persönlichkeit.“ Prompt bedankte sich der so Gelobte mit einer persönlichen Fanbegrüßungseinlage nach dem Pokalspiel in seiner alten Heimat Dresden. Was 4 Spiele Sperre nach sich zog. Da freut sich das Team.
    Vertrag bis Juni 2022.
    Volatil, mal Top, mal Flop. Altermäßig eher Flop.

    – Klaus „Kappenkasper“ Gjasula, 30. Kam ablösefrei von Paderborn. Von Boldt als „Säulenspieler“ verpflichtet, kassiert der gelbsüchtige Knochenbrecher das doppelte Gehalt wie bei seinem vorigen Verein. Hussa! Bedankt hat sich so: In 33 Spielen war er 11mal verletzt, hat nur 15mal gespielt, davon nur einmal über 90 Minuten. Oder wie Sportvorstand Jonas Boldt sagt: Gjasula „bringt frischen Wind in die Mannschaft. In erster Linie haben wir Qualität dazugewonnen. Klaus ist sehr erfahren und soll unsere Defizite, die wir vielleicht hatten, ein wenig ausbessern.“ Kein Scherz.
    Vertrag bis Juni 2022.
    Mega-Flop. Salzsäulenspieler. Totalausfall.

    – Simon Terrode, 32. Ablösefrei aus Köln gekommen. HSV-Topscorer mit 23 Toren, 17 in der Hinrunde, 6 in der Rückrunde. Im Jahr zuvor noch von Boldt verschmäht, wird er August 2020 nun wie folgt von ihm begrüßt: „Simon ist heiß auf den HSV und auf die Aufgabe, unsere insgesamt sehr junge Mannschaft mit seiner Erfahrung und Qualität in ihrer Entwicklung zu unterstützen und besser zu machen.“ Was man in einem Jahr halt so von einem Strafraumstürmer erwarten darf. Verlässt den HSV in Richtung Zweitligakonkurrent Schalke.
    Vertrag bis Juni 2021.
    Einziger wirklich gelungener Transfer, allerdings nur für ein Jahr. Alle anderen, auch die Flops haben zwei bzw. drei Jahre Vertrag. Zufall?

    – Sven „Triple“ Ulreich, 32. Kam ablösefrei/für 500.000 EUR/1 Mio Ablöse (unterschiedliche Quellen) und 500.000 Gehalt (zumindest im ersten Jahr, im zweiten wird’s dann teurer) von den Bayern. Was kriegt der HSV dafür? Laut Boldt das: „Sven ist ein ungemein erfahrener Torhüter, der in den vergangenen Jahren gezeigt hat, dass man sich auch noch im fortgeschrittenen Alter weiterentwickeln kann. Mit ihm haben wir eine weitere Säule im Team, die uns hilft, unsere Ziele zu verfolgen, die jungen Spieler zu entwickeln und ein hohes Maß an Professionalität in der Kabine auszustrahlen.“ Bei so viel Lob ist es schade, dass Ulle weder einen Ball festhalten noch einen Unhaltbaren rausholen kann. Und mit Ball am Fuß bekommen sogar die Oberränge Angst vor ihm. Spieleröffnung, gimme a break?
    Vertrag bis Juni 2023.
    Eine einzige Enttäuschung. Also Flop.

    – Und dann wäre da noch Maximilian Rohr, 25, Innenverteidiger von Viertligist Carl Zeiss Jena, gekommen für 200.000 Euro Ablöse plus Bonuszahlung bei Aufstieg. Wer das ist? Gute Frage. Spielt vorerst in der U21. Muss ein Juwel sein.
    Vertrag bis Juni 2022.

    Tja, was soll man von solchen Transfers halten?

    90 Prozent davon findet ein Analphabet mit Laptop bei transfermarkt.de, der Rest hat viel mit Zufall und Zuzahlung zu tun. Geplanter Erfolg und fachliche Kompetenz sieht definitiv anders aus.

    Aktuell wird spekuliert, wer alles nach der Saison den Verein verlassen wird bzw. soll. Ewerton und Thioune sind schon weg. Terodde geht am Sonntag. Ullreich, Gjasula, Kinsombi, Amaechi und Heuer Fernandes wackeln.

    Ein Wahnsinn, nach nur einem bzw. zwei Jahren. So sieht eine Bilanz aus der Hölle aus.

    Das letzte Wort gebührt dem Königstransfermacher, Mega-Netzwerker, Vereinsvisionär und HSV-Sportvorstand Jonas Boldt:
    „Ich spüre enorme Rückendeckung, sowohl im Aufsichtsrat als auch im Verein und in der Stadt.“

    Jonas, was stimmt mit Deiner Körperchemie nicht?

    (Alle Zitate Quellen: hsv.de, hsv.tv, bild.de, mopo.de, ndr.de, focus.de)

    • Demosthenes 19. Mai 2021 um 01:53 Uhr

      Ach ja, ich vergaß die Groningen-Granate Timo.

      – Timo Letschert, 26. Ablöse zwischen 10k und 700.000 EUR, je nach Erfolg und Einsätzen. Kam vom italienischen Erstligisten Calzio. 1-Jahresvertrag mit Verlängerungsklausel. Bild schrieb: „Dass sich die Italiener auf eine derartige Klausel eingelassen haben, liegt wohl daran, dass sie Letschert unbedingt loswerden wollten. Schon in der vergangenen Saison war der 26-Jährige an den FC Utrecht verliehen.“ Oha! Was sagte Boldt zur neuen Abwehrkante: „Mit Timo haben wir einen erfahrenen Spieler dazu gewonnen, der zudem in einem guten Alter ist. Er ist sehr zweikampfstark und will immer gewinnen. Vielleicht eckt er deswegen auch mal an. Aber genau das sind die Attribute, die wir in der Mannschaft brauchen, vor allem im defensiven Bereich“. Der Ausgang des Experiments L.? Lt. mopo hatte er „sein Temperament nicht unter Kontrolle, verstrickte sich zu häufig in Diskussionen mit Gegenspielern oder Schiedsrichtern und hat damit auch seine Mitspieler angesteckt und runtergezogen.“ Nanu, wer konnte das ahnen? Jonas jedenfalls nicht. Gegangen wurde Timo jedenfalls ablösefrei, aber das wahr klar, oder?