Der Sinn und Zweck

Da diese Zeit bekanntlich nicht mehr lange auf sich warten lässt, habe ich mir einmal Gedanken über ein ganz bestimmtes Thema gemacht und ich hoffe, ihr habt Lust, mich auf dem Weg zu diesem Thema zu begleiten. Konkret gesagt handelt es sich um das Thema Transfers, Transfermarkt etc. und ich habe mich gefragt, welches eigentlich der Sinn und Zweck des Transfermarktes ist. Worum es geht, ist mir schon klar, aber ich habe mich nach dem eigentlichen Grund für alles gefragt, zumindest nach einen Grund, der über das normale Geldverschieben hinausgeht. Also einfach kurz die Frage formuliert: Was versucht ein Verein bzw. jeder Verein in der Zeit zwischen dem 15. Juli bis 5. Oktober 2021 bzw. dem 2. Januar bis 1. Februar 2022 zu erreichen? Sicher, es gibt viele Vereine, die wollen sich von teuren „Altlasten“ befreien, Absteiger wollen teure Erstliga-Profis loswerden, die sie im Unterhaus nicht mehr bezahlten könnten. Andere Verein wollen durch Transfers ihrer Topstars so viel Geld wie möglich in die Kassen spülen, um für schlechte Zeiten gewappnet zu sein, alles bekannt. Aber was ist der eigentliche Grund für einen Großteil der Vereine, auf dem Transfermarkt tätig zu werden? Meine Antwort lautet: Diese Vereine wollen durch clevere Transfers ihr Team verbessern. Vielleicht geht ihr ja bis dahin mit. 

Nehmen wir mal einen Verein wie Bayern München. Sogar die Bayern, die auch in der nächsten Saison wieder deutscher Meister werden, wollen ihren Kader verbessern. Eventuell möchte man mittelfristig einen Ersatzmann für den bald 33-jährigen Lewandowski aufbauen, vielleicht sucht man nach einer Alternative für den verletzungsanfällig Coman. Insgesamt aber kann man davon ausgehen, dass die Münchner nicht auf dem Transfermarkt aktiv werden, um ihr Team zu schwächen. Das Gleiche gilt auch für einen Verein wie Borussia Dortmund, selbst wenn Topspieler wie Sancho oder Haaland den Klub für sehr viel Geld verlassen sollten. Die Dortmunder würden unter Garantie Spieler holen, die den Verlust aus ihrer Sicht zumindest ausgleichen könnten, im optimalen Fall sollte das Team am Ende des Transferfensters qualitativ besser aussehen als vorher. 

Beim HSV ist das anders, denn im Volkspark, so mein Gefühl, hat man den Versuch, das Team zu verbessern, seit Jahren aufgegeben. Natürlich liegt das Transferverhalten auch und besonders am immer kleiner werdenden Etat und an den immer geringer werdenden Möglichkeiten, aber erstaunlicherweise schaffen es andere Vereine seit Jahren, mit wesentlich geringeren finanziellen Spielräumen, Akteure zu verpflichten, die noch nicht am Ende ihrer Entwicklung angekommen sind, die noch Lust auf Entwicklung haben etc. Für den HSV ist der Transfermarkt kein Spielfeld zur Evolution, sondern ein Flohmarkt der Verwaltung mit dem lobenswerten Nebeneffekt, dass für den einen oder anderen an der Seite ein Taler abfällt. Ich könnte es auch anders ausdrücken: Wenn beim HSV ein Spieler den Verein verlässt, was meistens zu einem lächerlichen Preis oder gar umsonst bzw. mit Abfindung passiert, wird er durch einen Kicker ersetzt, der die Qualität nicht anheben wird, im Gegenteil. Wenn man dieses Prinzip einige Jahre und entsprechend einige Transferfenster durchzieht, „entwickelt“ man irgendwann eine Mannschaft, die eben nicht mehr um den Aufstieg, sondern gegen den Abstieg spielen wird. Aktuelles Beispiel: Man holt nun diesen Herren Schonlau aus Paderborn und möchte im Gegenzug Rick van Drongelen abgeben. Sportliche eine Verbesserung? Garantiert nicht, aber Schonlau ist halt billiger. 

Anderes Thema, aber es passt halt wie Arsch auf Eimer. 

„Der Apparat innerhalb der Vereine ist viel zu groß, es geht immer nur um gut bezahlte Posten und viel zu wenig um Fußball. Der HSV, Schalke und Werder haben noch immer einen Mitarbeiterstab, den sie aus Europapokalzeiten gewohnt sind. Das geht aber nicht.“ 

„Dann musst du dich aber auch den Gegebenheiten anpassen und in gewissen Bereichen drastisch reduzieren“, sagt Rost. „Gerade wenn du finanziell angeschlagen bist. Nur so kannst du aus meiner Sicht die Wende schaffen. Der Fußball ist entscheidend, die Mannschaft muss gestärkt werden, dafür brauchst du Geld! Andere Bereiche musst du verschlanken, auch wenn das unpopuläre Entscheidungen sind.“

„Es war beim HSV das Gleiche wie immer. Vor der Saison wird alles in den Himmel gelobt, der neue Trainer oder der Vorstand. Da wird dann erzählt, wie toll alles ist, obwohl in der Saison noch nichts geleistet wurde. Und dann ist das Geschrei groß, wenn es wieder schief geht. Warum lernt man daraus nicht?“ (Quelle: mopo.de)

Zack, der hat gesessen, Frank Rost. Denn der Mann, den ich selbst nicht besonders sympathisch fand, hat mit jedem Buchstaben recht. Kaum, dass er dies gesagt hatte, kommen natürlich die üblichen Klugscheißer aus ihren Löchern gekrochen und lamentieren um die Wette. Als bestens Beispiel möchte ich an dieser Stelle den Heini von der Modelleisenbahn nennen, der sich neuerdings täglich auf Daniel Jovanovs Facebookseite auskotzt und seinen unmaßgeblichen Dünnpfiff verbreitet. 

Frederik Braun

Ja ja, wenn es nicht läuft meldet sich wieder jeder zu Wort. Langsam wird es echt surreal… Jetzt forderst du anscheinend schon, dass man vor der Saison demütig in die Saison geht, dass man hoffentlich ein paar Spiele gewinnt? Ich finde es völlig okay sich vor einer Saison hoch zu pushen. Ich finde es aber nicht okay, wie mit einer Mannschaft, Trainer und Mitarbeitern umgegangen wird, wenn es nicht läuft. Es gibt so viele schöne Beispiele in der Bundesliga, wo Scheitern erlaubt ist und man über Konstanz langfristig Erfolge erzielt hat. Aber solange unsere Medienlandschaft in Hamburg so aufgestellt ist, wird das nichts werden…
 
Wenn es nicht läuft? Warst du Vogel eigentlich die letzten 10 Jahre tiefgefroren? Was für ein Opfer. Dabei geht es überhaupt nicht darum, bereits vor der Saison alles in Schutt und Asche zu legen, sondern einfach mal richtig und in der echten Relation einzuordnen. Genau das meint Frank Rost auch, aber das wollen Hohlhüpfer wie Minitrix-Freddie nicht begreifen. Moment, ich erinnere mich….
 
Die 5. HSV-Gebote
 
1. Keine Pfiffe, bevor das Spiel zu Ende ist
2. Keiner verlässt wohlmöglich das Stadion vor Spielende
3. Steht auf für den HSV und bleibt nicht sitzen
4. Jeder feuert den HSV nach einem Gegentor weiter an
5. Wir geben alles für unseren HSV, in jedem Spiel, als wenn es unserer letztes wäre…
 
Die HSV-Fans wollen ihren schlaffen Profis Beine machen, zeigen ihnen in der schweren Krise, dass sie zur Stelle sind. Im Internet werden „Die fünf Gebote im Abstiegskampf“ zum Hit. 28.000 Anhänger stehen virtuell hinter dem Team. Die MOPO sprach mit Initiator Frederik Braun (46), dem Gründer des Miniatur Wunderlands.
 
Diese Scheiße datiert vom 07.02.2014!!! Vier Jahre später stieg sein Scheiß-Verein ab, spielt demnächst die 4. Saison in der zweiten Liga. Hat echt was gebracht, der Schwachsinn. Wenn ich vor 7 Jahren für eine solche Aktion verantwortlich war und sehe, was dabei rausgekommen ist, würde ich im Jahr 2021 lieber ganz kleine Brötchen backen und den Kopf zu machen! Aber halt…
 
„Ich stand mit Gänsehaut im Büro. Das war unglaublich. Die letzten Tage habe ich kaum noch für das Wunderland gearbeitet, sondern hauptsächlich Interviews beantwortet und Mails geschrieben“, schildert der Initiator, der selbst im Block B1 sitzt und Mittwoch auch am Fanmarsch mit rund 400 Anhängern zum Training der Profis teilgenommen hat. „Die Aktion hat die Spieler inspiriert und motiviert“, sagt Trainer Bert van Marwijk
 
Man könnte sich nass machen, wenn es nicht so traurig wäre!

 

Von | 2021-05-21T08:59:21+02:00 21. Mai 2021|Allgemein|24 Kommentare

24 Comments

  1. Gravesen 21. Mai 2021 um 09:00 Uhr

    Schonlau: „Vor allem freue ich mich darauf, auch mal in einer Großstadt zu leben – und natürlich freue ich mich auch auf Klaus.“

    Heilige Mutter Gottes,schon wieder so ein Raketenwissenschaftler 😀 😀 😀

  2. Matze 21. Mai 2021 um 09:07 Uhr

    Interessante Gedanken. Ich glaube allgemein würde man Transfers als Investitionen (=Aufwendung von Geld für etwas, das zukünftig einen besonderen Nutzen bringen soll) bezeichnen. Bei der HSAG wird „zukünftig“ nur als „kurzfristig“ interpretiert und der Nutzen als etwas sehr individuelles angesehen.

  3. Detlev 21. Mai 2021 um 09:25 Uhr

    Moin zusammen,

    kennt Ihr das Gefühl? Ihr lest etwas in einem Blog und gefühlte 80 % der Leute schreiben irgendeinen Blödsinn, den Ihr nicht versteht? Weil da inhaltlich aneinander vorbeigesabbert wird und nur hohle Phrasen durchs web getrieben werden?

    Es mag mir bitte nicht als Arroganz ausgelegt werden, aber wenn ich den Nachbarblog lese, dann frage ich mich manchmal, ob wir da über das gleiche Grundthema lesen, wie hier?

    Während man hier auf einem vernünftigem Niveau Meinungen und Neuigkeiten austauscht, geht es nebenan nur darum, ob ein Charakter wichtig ist, ob ein Psychologe eine Meinung haben darf und wer der neue Trainer (also der neue Messias) wird.

    Also, wenn es nicht so traurig wäre, dann könnte ich darüber lachen, aber das sind alles Menschen wie wir, aber ich weiß nicht, ob die nur den blauen Himmel sehen, oder nicht doch einen anderen Horizont haben. Es geht mir nicht darum, dass ich ein Problem habe, wenn jemand eine andere Meinung vertritt als ich sie habe, aber wie borniert und blind kann man denn sein?

    Es klingt noch arroganter, als ich bisher schon war, aber das sind Mitmenschen, deren Stimmen bei der nächsten Bundestagswahl das gleiche Gewicht besitzen, wie die der Leute, die unfallfrei bis Pfingsten planen können.

    Da schreibt ein Herr Dr. Ringelband im Prinzip nichts anderes, als das, was seit Jahren zu sehen ist und was wir hier seit Jahren wissen und dann kommen irgendwelche Laute aus ihren WLAN Netzen gekrochen und sprechen ihm jegliche Kompetenz ab. Was er schreibt ist doch nur logisch. Mit Spielern ohne Charakter gewinne ich nichts. Mit einer schwachen (oder nicht vorhandenen) Führung über charakterschwachen Spielern gewinne ich noch weniger. Und es macht keinen Sinn über einen neuen Trainer zu grübeln, wenn man weder eine Philosophie noch eine Führung hat.

    Wir haben doch vor Jahren mal ein teures Leitbild erstellen lassen. Warum werden danach nicht die Spieler verpflichtet? Wie ist denn unsere Spielphilosophie in den kommenden Jahren? Sind wir mehr die Ballbesitzmannschaft, die das Spiel machen kann, oder doch nur eine Kontermannschaft? Also sehen wir uns eher in Richtung Bayern, Gladbach oder doch „nur“ Bielefeld?

    Erst wenn ich eine Führung habe, die auch führt, wenn ich eine Philosophie habe, wie die mittelfristige Zukunft aussehen soll, dann mache ich mir Gedanken über Spielerverpflichtungen (und Abgänge) und auch über den passenden Trainer. Vorher macht alles andere doch fast keinen Sinn.

    Ich bin in den 80ern groß geworden und irgendwie erinnert mich dies an die Samstag Nachmittage. Da lagen diverse Leute unter oder an ihren Autos und meinten, sie könnten etwas „verbessern“. Bevorzugt waren das damals GTI, GSI oder manchmal auch ein Capri. Verglichen mit dem HSV sieht das so aus.

    Die Karre springt nicht so richtig an, wenn man fährt, dann schleift da etwas im Motorraum und beim Bremsen quietscht es. Unter dem Auto ist morgens immer ein schöner bunter Fleck und jeden zweiten Nachmittag muss ich an der Tanke die Luft nachfüllen. In sechs 6 Wochen muss ich zwar zum TÜV aber das wird schon irgendwie gutgehen. Der HSV Fan macht nun folgendes. Er geht zu einem Autoshop seines Vertrauens, investiert dort € 9,95 und kauft sich zwei Streifen, die er später seitlich auf die Karosserie aufklebt.

    Es gibt Leute die nun der Meinung sind, dass mit dieser kosmetischen Aktion alles andere in den Hintergrund gedrängt wird und die Karre direkt wieder ganz vorne mit dabei ist. Dass immer noch Öl ausläuft und die Karre im Prinzip in die Presse gehört, kann man solchen Leuten dann nicht klar machen.

    Ich verstehe die Kurzsichtigkeit der Menschen nicht. Da wird jetzt gehofft, dass Bremen absteigt, und Pauli verliert, damit man selber nicht zu schlimm dasteht. Sorry, aber das ist die Denke von Loosern, das ist charakterschwach und es ist peinlich und pervers. Sich nur darauf auszuruhen auf einen zeigen zu können, der auch ein Ziel nicht erreicht hat ist primitiv und wie hohl in der Birne muss man sein, um letztendlich damit zufrieden zu sein?

    Ein paar Kommentatoren drüben sind im Ansatz gut bis sehr gut, aber wenn man seine Meinung sagt, wird mal als Pester gebrandmarkt und sobald der zweite kommt, der etwas ähnliches sagt, ist es ein Multinick. Weil es kann ja gar nicht so viele Leute geben, die eine andere Meinung haben können ….
    Jeder verein hat die Fans, die er verdient.

    Ich bin nur froh, dass ich mit diesem Thema abgeschlossen habe und das ganze nur noch als Unterhaltung sehe. Wenn Hamburg verliert, dann sehe ich das abends kurz in den Nachrichten und muss nur kurz lachen, weil ich mir denke, dass man sich das hart erarbeitet hat. Ich habe neulich mal gefragt, ob es Leute hier gibt, die alte Trikots kaufen wollen. Ich habe diese nun bei ebay eingestellt und es gibt echt Leute, die noch richtig Geld ausgeben. Ich freue mich zwar, aber gedanklich haue ich mir jedes Mal mit der Hand an die Stirn.

    So, das war nun nicht wirklich etwas Konstruktives, aber ich wollte mich mal kurz auslassen in einem Umfeld, von dem ich hoffe, dass man mich versteht. Am Wochenende geht die glorreiche Saison zu Ende und die Perspektiven für das kommende Jahr sind so düster wie nie.
    Leute, macht mal die beiden Knöpfe auf, wir haben nichts, gar nichts.

    Kein Geld, keine Führung, keine Spieler und keinen Trainer. Wir haben angeblich nur ein schwieriges Umfeld, eine kritische Presse und die besten Fans der Welt.

    Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und bleibt gesund!

    Detlev

    • Gravesen 21. Mai 2021 um 09:58 Uhr

      Ein wirklich prima Gradmesser für allumfassende Verblödung und akute Blutarmut zwischen den Ohren ergibt sich gerade jetzt im dumm-verseuchten Insolvenzblog – der verzweifelte Comic-Versuch von Dumpfbacke „Bubu“, an dem er unter Garantie die letzten 1 1/2 Wochen gearbeitet hat. Nicht im Ansatz witzig,einfach nur dümmlich und auf der kümmerlichen Suche nach Beifall. Das Beste sind jedoch die Reaktionen auf diesen Dünnschiss wie z.B. von User „JanLurch“, dieser hat nach eigener Auskunft Tränen gelacht. Naja, „JanLurch“ lacht wahrscheinlich in seiner restlichen Freizeit über Mario Barth und Ähnliches,insofern schließt sich da der Kreis.

      • Tom 21. Mai 2021 um 12:42 Uhr

        Falls noch jemand an der fragwürdigen Expertise des Dr. R. Aus HH gezweifelt hat, hier die Bestätigung:

        Olaf Ringelband
        2 Stunden zuvor

        @Bubu: gar nicht schlecht, könnte man sogar so verwenden. Und herzlich gelacht habe ich auch!

        Kann man also so verwenden, diesen schwachsinnigen Fragebogen…..
        Somit begrüßen wir dann für die neue Saison: Badstuber, Subotic usw

    • Alex 21. Mai 2021 um 13:37 Uhr

      Der dauerhafte Aufenthalt in Schmocks Einöde 3.0 ist nicht zu empfehlen, aber es schult die Resistenz gegenüber Geisteskranken und Klippschülern. Um mal Colonel Kurtz zu zitieren: Ich habe das Grauen gesehen. In diesem Sinne…🤠

  4. Tom 21. Mai 2021 um 09:56 Uhr

    Bei einem gut geführten Verein, wird es so sein, dass der Transfermarkt dafür genutzt wird, um a) den Kader zu verbessern und b) wirtschaftlichen Gewinn zu generieren. Als Beispiel sei dafür Dortmund genannt. Durch überdimensionale Transfererlöse für Spieler wie Pulisic und Dembele konnte ein sattes Plus generiert werden. Natürlich war man dann aber auch in der Lage eben mit einem Teil dieses Geldes wiederum neue, junge Spieler zu holen, die man voraussichtlich erneut mit gutem gewinn verkaufen wird (Sancho, Bellingham, Haaland).
    Das ganze funktioniert aber meines Erachtens nur – und hier kommt der Bogen zum KSV – weil man kompetente Fachleute hat, die den verein solide führen. Angefangen bei Aki Watzke, der eben kein Fussballfachmann ist, dafür aber die zahlen im Blick hat. Gepaart mit Leuten wie Zorc und Kehl sowie einem guten Scoutingsystem (wurde das nicht abgeschafft beim KSV??), schafft man es nun regelmäßig seit Jahren eine gute, junge Mannschaft zu präsentieren. Klar war der eine oder andere Trainer nicht die Top-Verpflichtung, aber für die CL reichte es dennoch immer.
    Auf jeden Fall scheint hier absehbar (ebenso wie bei Bayern oder Leipzig), dass nachhaltig ein guter Kader erstellt wird, der immer unter den Top 4 ragieren wird.
    Diesen Weg hat der KSV jedoch irgendwann mit einem krassen U-Turn Mitte Ende der 2000er verlassen. Anfang des Jahrtausends schien es ja kurzzetig so, als ob man sich wieder unter den Top6 in D etablieren würde können. Man hat damals gute Einnahmen durch Verkäufe von Kompany oder de Jong generiert,doch dann wurde alles falsch gemacht, was es falsch zu machen gibt. Resultat: Man hat sich im Sumpf festgefahren, da kommt man nicht mehr raus, nicht mit diesem Personal, nicht mit dieser nicht vorhandenen Führung, einem Aufsichtsrat von Narzissten und einem Eierlack-Distributeur

  5. marlor 21. Mai 2021 um 10:25 Uhr

    Klasse Blog und sehr, sehr konstruktive Kommentare, wie eigentlich immer hier.

    Am besten gefiel mir heute, was Detlev schrieb:
    „Am Wochenende geht die glorreiche Saison zu Ende und die Perspektiven für das kommende Jahr sind so düster wie nie.“

    Das Fazit dieser Saison, jeder Saison seit x Jahren und das Fazit für voraussichtlich noch viele folgende Saisons…

  6. Namotrip 21. Mai 2021 um 10:50 Uhr

    Tom hat es gut zusammengefasst. Man gucke sich nur mal die Besetzung der Verantwortlichen bei Dortmund und beim HSV an.

    Im Dortmunder Aufsichtsrat sitzen unter anderem:

    Ein studierter Betriebsrat, der ein seit fast 100 Jahren existierendes Familienunternehmen geführt hat
    Der Vorstandsvorsitzende der Evonik Industries AG
    Der Vorstandsvorsitzende von PUMA
    Eine leitende Angestellte der Dortmunder Stadtwerke
    Peer Steinbrück (top vernetzt in Politik und Wirtschaft)

    Beim HSV besteht/bestand der Aufsichtsrat aus:

    Einem ehemaligen Fußballprofi, der weder durch gute Leistungen, Fachkenntnisse oder eine besondere Vernetzung in Politik oder Wirtschaft auffällt
    Einem Rechtsanwalt (Was hat das mit dem Aufsichtsrat einer Fußball AG zu tun?)
    Einem Gesellschafter einer Agentur für Markeninszenierung (Bezug zum Fußball?)
    Felix Goedhart (den ich von seiner Vita durchaus als tauglich einstufe)
    Einem ehemaligen Vorstand einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft (von der Vita her auch tauglich)

    Bei Dortmund verfügen mindestens 5 der AR-Mitglieder entweder über reichlich Erfahrung im Management/in der Wirtschaft oder punkten mit einer guten Vernetzung in Wirtschaft/Politik. Kann man übrigens auch auf den AR von Bayern München übertragen, in welchem die absoluten Führungspersonen der Telekom, von Audi, adidas und der Allianz sitzen. Beim HSV sind es (auf dem Papier) derer 2. Eskortiert von Wendehals Jansen, einem Marketing-Fuzzi ohne nennenswerte Kenntnisse, die für eine Fußball AG von Nutzen wären und einem Rechtsanwalt, dessen Qualifikation für einen AR ich nicht verstehe.

    Während die AR-Mitglieder von Dortmund und München bereits durch ihre Vita zeigen, dass sie Leistung vorleben und damit auch einfordern können, kann dies aus dem HSV-AR wohl kaum jemand. Wie sollen ein Marcel Jansen oder ein Markus Frömming ernsthaft beurteilen, wie die Leistung von Boldt und Co. ausfällt, wenn sie auf dem Gebiet, in dem Leistung gefordert wird (u.a. wirtschaftliche Kenntnisse, Mitarbeiterführung, Unternehmensoptimierung) keine Erfahrung und somit auch keinen Plan haben?

    Ist doch lächerlich. Wenn die Vorgesetzten keine Leistungen bringen und dieses Nichtleisten von niemandem moniert wird (moniert werden kann, weil kein passende Kontrolleur existiert), bringen die Untergebenen ebenfalls weniger Leistung. Das ist ein normaler Prozess, auch in der Wirtschaft. Da bedarf es schon einer außergewöhnlich motivierten Persönlichkeit, wenn man sich trotz herumlurchender Vorgesetzte sagt: „Ich bringe trotzdem meine Leistung – vielleicht sogar mehr, als ich könnte“. Und so eine Persönlichkeit hat bestimmt keine Lust auf den HSV. Die geht stattdessen in ein Unternehmen, in welchem Leistung gefordert, gefördert und belohnt wird. Kein fachkundiger, motivierter Mitarbeiter entscheidet sich für ein Unternehmen, in dem man sich schon durch bloßes Nichtleisten ein Bleiberecht sichert – wie es beim HSV der Fall ist.

    • Ex-HSVer+im+Herzen 21. Mai 2021 um 16:02 Uhr

      Sehr gute Analyse. Also wenn jemand überhaupt keinerlei Kompetenz hat heutzutage in einem Wirtschafts-Unternehmen eine führende Rolle zu spielen, sind es Anwälte und Buchhalter (Wirtschaftsprüfer)!! Die sollen sich auf ihr Fachgebiet konzentrieren, denn ansonsten mangelt es Ihnen an jeglicher Kreativität und Wirtschafts/Management Fähigkeiten.

      • Peter.Helm 21. Mai 2021 um 22:37 Uhr

        Auweia, deine Antwort zeugt gerade nicht von Kompetenz in diesem Bereich. Ansonsten kann ich mir das ledern gegen Anwälte und Wirtschaftsprüfer nicht erklären. Warum ein Buchhalter mit einem Wirtschaftsprüfer gleichgestellt wird, erschließt sich mir nicht. Egal.

        Um deine Antwort ein Stück weit zu widerlegen, fällt mir ein prominentes Beispiel ein, was sogar Bezug zu dem guten Kommentar über deiner Antwort hat. Thomas Treß ist CFO der Borussia Dortmund Kommanditgesellschaft auf Aktien und hatte den Verein im Rahmen seiner Tätigkeit als Wirtschaftsprüfer und Steuerberater bei RölfsPartner um 2006 herum zusammen mit Herrn Watzke saniert. Nach dieser Sanierung ist er quasi zum Kunden gewechselt und leitet bis heute die finanziellen Geschicke. Ich würde behaupten mehr oder weniger erfolgreich und damit schafft er Rahmenbedingungen für sportlichen Erfolg.

        Leider ist Wirtschaftsprüfer bei RölfsPartner bzw. Baker Tilly Rölfs (heute nur Baker Tilly) kein Qualitätsmerkmal, denn Mr Betstone stammt aus dem Team von Herrn Treß und wie dieser sanieren kann, ist den meisten Blog Lesern hier bekannt. Wahrscheinlich hat dieser Mann auch dein Image vom Wirtschaftsprüfer nachhaltig beschädigt.
        Dennoch würde ich mich an deiner Stelle mit solchen pauschalen Aussagen zurückhalten.

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  7. Gravesen 21. Mai 2021 um 13:32 Uhr

    Vagnoman, seit 2010 beim HSV, will nicht unbedingt weg. Aber er weiß auch, dass für seine weitere Entwicklung der Schritt in die erste Liga wahrscheinlich das richtige wäre. Und das zu einem Klub, bei dem er auch zu Spielzeit kommt.

    Die Frage ist: Wer hat trotz aller finanziellen Corona-Löcher die Möglichkeit, die Ablöse-Vorstellungen des HSV (rund 7 bis 8 Mio. Euro) zu erfüllen – und ist trotzdem qualitativ nicht so stark aufgestellt, dass Vagnoman auch regelmäßig spielen kann?

    Antwort: Keiner! Ganz einfach

  8. Ex-HSVer+im+Herzen 21. Mai 2021 um 16:05 Uhr

    Wie immer ein super Blog!

    Ich habe aber mal eine Frage an euch: warum beschäftigt ihr Euch so intensiv mit dem Scholz-Blog? Wenn etwas einfach nur Scheiße ist, ignoriert man es doch normalerweise. Ihr gibt dem doch dadurch mehr Relevanz und Clicks. Beziehungsweise Aufmerksamkeit. Ich finde, unser Blog hier und die Kommentare darin sprechen für sich selbst.

    • Gravesen 21. Mai 2021 um 16:13 Uhr

      In jedem zweiten deiner Kommentare thematisierst du das. Wäre es nicht einfacher, mich und die Leser einfach machen zu lassen,anstatt immer wieder die Frage zu stellen,was das soll?

      • Ex-HSVer+im+Herzen 21. Mai 2021 um 23:21 Uhr

        Mich interessieren die Motive, weil du so einen tollen Blog hast und stolz sein kannst, was du mit deinem Buch geschaffen hast und meiner Meinung nach jegliche Bezugnahme auf den anderen Blog völlig überflüssig ist. Warum lesen sich augenscheinlich intelligente und reflektierten Menschen so eine Scheiße durch?
        Ich würde es schöner finden wenn ihr das in Zukunft lasst, da dem Typen dann die Klicks fehlen werden, was letztlich dazu führt dass es den über kurz oder lang gar nicht mehr gibt. Ich finde den Typen nämlich genauso Scheiße wie ihr und der lebt doch nur noch aufgrund der Aufmerksamkeit von Menschen wir uns

        • Gravesen 22. Mai 2021 um 07:32 Uhr

          Ganz einfach zu beantworten.

          1. Weil man populistische Scheiße nicht dadurch beendet, indem man sie ignoriert
          2. Weil es Spaß macht, den Schwachköpfen,die durch die Bank hier täglich mitlesen, den Spiegel vorzuhalten

          Die paar Klicks, die Münchhausen dadurch mehr generiert, machen den Kohl nicht fett. Und schaut man sich diese hingerotzten Dinger an, die er Blogs nennt, ist jetzt schon abzusehen, dass dort in nächster Zeit die Lichter ausgehen. Du kannst von einem Blog nicht leben. Period. Die paar Google Advers-Banner, die dort hochflackern, füllen nicht mal die Kaffeekasse und ach sein „Blogfreund“ Pharma-Peter dürfte inzwischen die Schnauze voll vom Lügenbaron haben. Wenn Münchhausen dann den dritten HSV-Blog an die Wand gefahren hat, dürfte es das gewesen sein. Das ist das Ziel 😀 Und noch was:

          Thomas Franz
          8 Stunden zuvor
          Wenn man sich die ganze Lamentierei und Schlaumeierei hier durchliest, könnte man meinen, der HSV sei dreimal hintereinander abgestiegen und hätte nicht dreimal mit Platz 4 hauchdünn und mit viel Pech den Aufstieg verpasst.

          Solche Schwachmaten haben dann endlich keine Heimat mehr.

          • Ex-HSVer+im+Herzen 22. Mai 2021 um 12:41 Uhr

            Dasn Argument. Got it. Ich wusste nicht, dass ihr so viele von dort drüben mitlesen.

        • Tom 22. Mai 2021 um 12:00 Uhr

          Entertainment. Ich belustige mich an der stümperhaften Art, wie Münchhausen schreibt. Hingerotzter Dreck ohne Korrekturlesen, Lügenmärchen, Wendehalsverhalten. abstruse Geschichten.
          Es ist interessant, dort die Kommentare einiger User zu lesen. Eine Petrischale der Menschheit. Tlw. unterstes Niveau. Unfassbar, dass einige Kommentare von den „Admins“ so in der Form toleriert werden. Das gibt es hier zum Glück nicht!
          Weil ich den Vergleich zwischen dem was Gravesen hier anbietet und schreibt und dem, was Münchhausen fabriziert, spannend finde. Obwohl vieles selbst für Scholz offensichtlich sein müsste, schreibt er das Gegenteil von dem. Erst wenn alle anderen Hofberichterstatter den Kurs wechseln, prügelt er los. Jahr für Jahr das gleiche Muster. Und eine feste Zahl von Jüngern folgt ihm wie die Lemmige dem Meer.

  9. Walti 21. Mai 2021 um 16:39 Uhr

    Bei uns in der Schweiz haben wir z.B. die Young Boys Bern (YB), die 2018 nach 37 Jahren wieder Schweizer Meister wurden. Nah d’ran waren sie immer aber geklappt hat es eben nie.

    2016 verpflichteten sie Christoph Spycher, der dem Verein ein klares Konzept vorlegte, als Sportchef. Seit 2018 wurden sie nun bereits zum vierten Mal in Folge Schweizer Meister.

    Obwohl Schweizer Meister bezeichnet sich YB europäisch gesehen immer als Ausbildungsverein. Kaum entwickelt man einen Spieler (der sich auch „entwickeln lässt“) muss man ihn auch schon wieder „ziehen lassen“. Somit kann man auch nicht auf eine „jahrelange gereifte Mannschaft“ zurückgreifen, sondern muss sie jeweils zu Saisonbeginn neu formen.
    Umso erstaunlicher ist seit Spycher’s Amtsantritt die Kontinuität der Mannschaftsleistung.

    Auch abgesehen von den Einnahmen durch die Qualfikation zur Champions League erleichtert der Sportchef dem YB-Finanzminister das Leben durch seine Transferbilanz ungemein (obwohl der Kader immer wieder frisch zusammengestellt werden musste), die vor seinem Amtsantritt über die Jahre mehr oder weniger ausgeglichen war:

    16/17: + 5,27 Mio
    17/18: + 11,38 Mio
    18/19: + 12,95 Mio
    19/20: + 12,95 Mio
    20/21: + 8,75 Mio

    Woran liegt das?

    Hier ein Interview mit dem Sportchef aus dem Jahre 2018:

    https://tageswoche.ch/form/interview/yb-sportchef-christoph-spycher-wir-koennen-nicht-in-zwoelf-monaten-aufholen-was-der-fcb-in-15-jahren-aufgebaut-hat/index.html#comments

    Und hier noch ein aktueller Bericht, wie dort gearbeitet wird:

    https://www.ran.de/fussball/international/news/young-boys-bern-erneut-meister-in-schweiz-auch-dank-stephane-chapuisat-119198

    Bezug zum HSV?

    Leider keiner… 😉 …denn wenn man sich anschaut, woher Spieler von YB vor dem Transfererlös herkommen, diese ehrliche, aber mühsame Arbeit will sich der HSV lieber nicht antun… 🙁

    • Namotrip 22. Mai 2021 um 13:08 Uhr

      Danke für diesen wirklich sehr interessanten Kommentar.

      Das von dir verlinkte Interview mit Spycher ist in seiner Wortwahl und Klarheit selten in der heutigen Zeit. Können sich viele aus Hamburg mal eine Scheibe von abschneiden.

      „Wir wollen solche, die einen inneren Antrieb zum Fortschritt haben, die Stammspieler und Nationalspieler werden wollen, um dann in eine grosse Liga zu wechseln. Aber wir fordern auch ein gewisses Verständnis für die Situation von YB.“

      Wahnsinn finde ich auch, dass Spycher alles quasi von der Picke auf gelernt hat. Vom Talentmanager, über Trainerdiplome und Weiterbildungen an der Uni. Auch Chapuisat hat einiges interessantes auf Lager, z.B. „Dieses persönliche Gespräch zur Beurteilung, ob ein Spieler zu unserer Philosophie passt oder nicht, ist unabdingbar. Da geht es um den Charakter des Spielers.“. Etwas, was in Hamburg gar nicht mehr stattfindet.

      Beide lassen aber auch durchblicken, dass sie nicht beratungsresistent sind und sich selbst für die größten Motherfakka halten. Sie fordern Leistung ein, sind aber konsequent genug, auch von sich selbst Leistung zu fordern.

      Wie du schon schreibst, Bezug zum HSV? Keiner!

  10. Ralf aus Freiburg 21. Mai 2021 um 19:47 Uhr

    Und Frederik ging mit Piggeldy nach Hause und weinte bitterlich.

  11. Gravesen 21. Mai 2021 um 20:37 Uhr

    Am Sonntag geht die nächste vollkommen verrissene und überflüssige Saison für einen KSV zu Ende. Wieder einmal hat man den Verein ein Stück weiter abgewirtschaftet, wieder einmal hat man einen Schritt zurück, anstatt einen Schritt nach vorn gemacht. Wieder einmal hat man einen Trainer gefeuert, wieder einmal hat man seine Fans enttäuscht. Besonders schön ist die Vorstellung der Verbitterung der Vollidioten, die vor der Saison wieder einmal von einer „geilen Saison“ gelabert hatten. Ich könnte mich totlachen 😀 😀 😀 😀

    • Ex-HSVer+im+Herzen 21. Mai 2021 um 23:23 Uhr

      Wetten dass diese weichgespülten Proleten pünktlich zum Saisonstart wieder zur arroganten Hochform auflaufen!!

  12. Fohlenstall