Big City Shit

Ich weiß es nicht zu 100%, aber ich glaube, es war Jürgen Klinsmann, der für Hertha BSC den Begriff „Big City Club“ erfand, einhergehend mit dem Anspruch, dass sich ein Großstadt-Verein auch wie ein großer Verein zu verhalten habe. Große Ansprüche, große Ausgaben, große Worte. Leider folgten danach keine großen Taten, im Gegenteil. Die Berliner schmissen mit Windhorsts Geld um sich wie mit Kamellen, am Ende stand Abstiegskampf bis zum vorletzten Spieltag. Wie man mit einem Team, das auf dem Papier und laut Transfermarkt.de einen Kaderwert von € 220 Mio. repräsentiert, überhaupt in eine solche Situation geraten konnte, ist eines der großen Rätsel unserer Zeit. 

1983, beim ersten Duell zwischen Schaaf und Funkel, war Kramer gerade mal elf Jahre alt und die Welt eine andere, auch im Fußball. Pokalsieger wurde der 1. FC Köln, Meister und Europapokalsieger der Landesmeister wurde der Hamburger SV. Seitdem haben die Geißböcke nichts mehr gewonnen, sind aber sechsmal abgestiegen. Und der HSV, der immerhin 1987 nochmal den Pokal, danach aber auch nichts mehr holte, versucht sich seit drei Jahren vergeblich und immer verzweifelter an der Bundesliga-Rückkehr. Mittlerweile sind selbst die hämischen Kommentare über das anhaltende Versagen der Hanseaten kaum noch zu hören, das traurige Bild des abstürzenden Bundesliga-Dinos erzeugt fast nur noch Mitleid. Zur beliebtesten Zielscheibe für Hohn und Spott ist dagegen in den vergangenen zwei Jahren Hertha BSC geworden. (Quelle: spox.de)

Aber – die Berliner sind nicht allein. Von den 18 größten bzw. einwohnerreichsten Städten Deutschlands kann weniger als die Hälfte von sich behaupten, sie wären Heimat eines Bundesliga-Vereins. (Stand: 22.05.2021). Ich habe diese Städte und ihre Einwohnerzahl einmal aufgeschrieben, um die Situation zu verdeutlichen. 

Berlin (3,6 Mio.), Hamburg (1,8 Mio.), München (1,5 Mio.), Köln (1,1 Mio.), Frankfurt (0,76 Mio.), Stuttgart (0,63 Mio.), Düsseldorf (0,62 Mio.), Leipzig (0,60 Mio.), Dortmund (0,59 Mio.), Essen (0,58 Mio.), Bremen (0,57 Mio.)Dresden (0,56 Mio.), Hannover (0,54 Mio.), Nürnberg (0,52 Mio.), Duisburg (0,40 Mio.), Bochum (0,37 Mio.), Wuppertal (0,35 Mio.), Bielefeld (0,33 Mio.).

Man sieht: Die Größe einer Stadt allein garantiert noch lange keinen erfolgreichen Fußball. Dagegen haben es deutlich kleinere Gemeinden geschafft, sich und ihren Verein seit Jahren in Deutschlands höchster Spieklasse zu etablieren. 

Wolfsburg (0,12 Mio.),  Leverkusen (0,16 Mio.), Mönchengladbach (0,26 Mio.), Freiburg (0,23 Mio.), Sinsheim (0,03 Mio.), Augsburg (0,29 Mio.), Mainz (0,22 Mio.), Gelsenkirchen (0,26 Mio.)

Bemerkenswert: Sollte es der 1. FC Köln geschafft haben, die Klasse zu halten, wäre Hamburg die einzige Millionenstadt Deutschlands ohne einen Bundesliga-Klub. Weiten wir das ganzen europäisch aus und gucken uns an, wie die Situation in anderen Ländern Europas aussieht. Wir betrachten die 15 größten Städte des Kontinents. 

Moskau (12,5 Mio.) – Spartak Moskau, ZSKA Moskau, Lokomotive Moskau, Dynamo Moskau

Istanbul (9,7 Mio.) – Galatasaray, Fenerbahce, Kasimpasa, Besiktas, Istanbul Basaksehir

London (8,9 Mio.) – FC Arsenal, der FC Chelsea, West Ham United, Tottenham Hotspurs,FC Watford, Crystal Palace

St. Petersburg (5,4 Mio.) – Zenith St. Petersburg 

Berlin (3,7 Mio.) – Hertha BSC, Union

Madrid (3,3 Mio.)- Real, Atletico, Getafe

Kiew (3 Mio.) – Dynamo

Rom (2,8 Mio.) – AS, Lazio

Paris (2,1 Mio.) -St.Germain

Minsk (2 Mio.) -Dynamo, Energetik, FC, FK Isloch

Wien (1,9 Mio.) –  Rapid

Hamburg (1,8 Mio.) – 

Traurig, aber wahr. Als 12.-größte bzw. bevölkerungsreichste Stadt Europas ist Hamburg die einzige „Big City“ ohne Erstliga-Klub. Nach Hamburg folgen übrigens die Städte Bukarest, Warschau, Budapest, Barcelona, München, Mailand, Belgrad und Prag, von denen die Meisten mehr als einen Erstligisten beherberigen. Allein diese Kurz-Übersicht verdeutlicht, wie viel man wohl in der angeblichen Sportstadt Hamburg und ganz besonders im Volkspark verkehrt gemacht haben muss, um diesen Zustand zu erreichen. 

Daher schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung schon 2015 von der „Agonie der Bundesliga-Dinos“: „Zu viel Eitelkeit, zu wenig Kompetenz. Zu viel Beharrung, zu wenig Erneuerung. Die großen Klubs wie der Hamburger SV, Hannover 96 oder Hertha BSC Berlin  finden keine Mittel mehr, um ihren Niedergang aufzuhalten.“

„Tradition behindert“, kommentierte die FAZ die traurige Bestandsaufnahme am Freitag.

„Es ist ein Drama. Wenn wir diese Mannschaften dauerhaft in der Bundesliga hätten, wäre sie noch populärer und attraktiver“, sagte Uli Hoeneß bereits vor zwei Jahren. Die Schuld dafür liege aber nicht bei bösen Mächten: „Das ist oft ein Managementproblem.“

Noch drastischer drückte es der Wirtschaftswissenschaftler Henning Zülch von der HHL Leipzig Graduate School of Management aus. „Die Traditionsvereine bekommen über kurz oder lang Probleme, weil sie mit ihren Strukturen nicht zurechtkommen. Die werden in einigen Bereichen immer noch wie Pommesbuden geführt“, sagte er der Welt.

„Wo es kompliziert wird: wenn Fans und Boulevardpresse mitreden und mitregieren, klassisches Merkmal von Traditionsfirmen“, kommentierte die Süddeutsche Zeitung

Im Unterhaus dagegen drängen sich künftig die einstigen Topklubs vergangener Zeiten: Vielleicht mit Bremen und Köln sowie aus der dritten Liga 1860 und Rostock, sicher mit Schalke, Dresden und dem HSV sowie den Ex-Erstligisten Düsseldorf, Nürnberg, Hannover, Karlsruhe, Darmstadt, St. Pauli und Paderborn. „Die Liga wird gerade zum Sammelbecken altehrwürdiger Klubs, die mit sich selbst nicht klarkommen“, schrieb die SZ.

Viele traurige Wahrheiten, die hier in diesem Blog seit Jahren thematisiert wurden. Natürlich ist der HSV nicht allein, aber er ist und bleibt das traurigste Beispiel und der größte Verlierer in der Gruppe der Verlierer. Denn nur in Hamburg wurden Fremdgelder (Kühne) in dieser Größenordnung, in dieser Rekordzeit und mit diesem krankhaften System vernichtet und größtenteils bewusst verschleudert. Aber natürlich gibt es die üblichen Unbelehrbaren, die es einfach nicht realisieren wollen. Sie versuchen sich z. Zt. die angeblich schönste und beste zweite Liga aller Zeiten schön zu saufen, aber auch dieser Plan hat einen entscheidenden Haken. 

Daher könnte die Vorfreude einiger Fans auf dieses Wiedersehen der alten Größen schnell verpuffen, denn angesichts des Überangebots von selbst erklärten Aufstiegskandidaten wird es am Ende logischerweise mehr Verlierer als Gewinner geben. (Quelle: Spox.de)

Die einzig offene Frage bleibt damit: Wann begreifen auch die Letzten, dass weder die Entwicklung noch die aktuelle Situation des Vereins ein gottgegebener Zufall oder eine Verkettung von unglücklichen Ereignissen war, sondern das Produkt von jahrelanger Mißwirtschaft, fehlerhafte Eigenwahrnehmung, exzessiver Selbstoptimierung und eklantanter Überschätzung der eigenen Größe. Inzwischen ist der Verein so tief in die Gülle geritten worden, dass es kein Zurück mehr geben kann und wird und jedesmal, wenn mich jemand fragt: „Was können wir denn noch machen, um den Turn around zu schaffen“, antworte ich: „Such dir ein anderes Hobby“. 

Ein letzter Satz noch…

Und das nicht zuletzt, weil sie sport­lich und wirt­schaft­lich – ob selbst­ver­schuldet oder nicht, sei mal dahin­ge­stellt – in einer Spiel­klasse, die zuneh­mend von Inves­to­ren­klubs domi­niert wird, nicht mehr wett­be­werbs­fähig sind. (Quelle: 11Freunde.de)

Und was genau soll der KSV sein? Ein Traditionsverein, der einzig und allein auf seine Werte und seine glorreiche Vergangenheit baut? Moment man! Zig-Millionen von Kühne – verbrannt! Zwei Fan-Anleihen – verbrannt! Vereinsgrundstück an die Stadt verkauft – verbrannt! Dieser Klub soll mir nichts von Tradition vs. Investorenklubs erzählen, ist er doch seit Jahren schon selbst einer. Der KSV aus Hamburg ist inzwischen die größtmögliche Lüge im bezahlten deutschen Fußball! 

Schöne Pfingsten euch allen. 

Von | 2021-05-23T08:26:26+02:00 23. Mai 2021|Allgemein|29 Kommentare

29 Comments

  1. Gravesen 23. Mai 2021 um 08:13 Uhr

    Die absolute Verblödung wird zur Zeit dadurch manifestiert, wenn irgendwelche Schwachköpfe von „Beste 2. Liga aller Zeiten“ schwadronieren. Sich „auf die nächste Saison freuen“ und den Abstieg Werder Bremens feiern wie den Geburtstag ihres Erstgeboreren. Es ist nicht die beste 2. Liga aller Zeiten, es ist die Folge von Mißwirtschaft, Versagen und dem Ausruhen auf Traditionen, die es schon lange nicht mehr gibt. Ausgerechnet irgendwelche Opfer, die nach dem Pokalsieg 1987 geboren sind, labern etwas von Tradition, was für ein Treppenwitz. Es ist nichts anderes als das gelernte „Wir sind scheiße, aber die sind scheißer“. Argumentation von Verlierern!

  2. Maddin 23. Mai 2021 um 08:45 Uhr

    (Bochum, Fürth, Kiel) Bielefeld, Augsburg, Mainz, Hoffenheim, Freiburg, Union Berlin, Frankfurt.
    Und der durchschnittliche HSV-Fan wird sich für besser als alle diese Clubs halten. Klares Problem der Eigenwahrnehmung.😁

  3. Gravesen 23. Mai 2021 um 10:27 Uhr

    Voll rein in die Hackfresse des Lachses👊🏻😀
    lachshackfresse@gmx.de
    89.204.155.36 Als Spam markiert von Gravesen
    Hey Lachs, alter Werder-Wichser, ich sag nur ein Wort: Abstieg. 😀😀😀

    In your face, asshole! 👊🏻👊🏻👊🏻😀😀😀

    Deine Krankheit ist nicht heilbar, aber das wissen deine behandelnden Ärzte bereits. Geh zum Abdecker, du verbitterter Prolet 😀

    • Demosthenes 23. Mai 2021 um 10:42 Uhr

      Hoppla, Kalle Arsch mit neuer Maske.

      Es gibt wirklich echt kranke Tüpen da draussen vor den Rechnern, was machen die im Realleben?

      Mofafahrender Fischbrötchenbeleger?
      Schiffschaukelbremser-Aushilfe?
      Pensionierter Faulturmtaucher?

    • Ex-HSVer+im+Herzen 23. Mai 2021 um 13:04 Uhr

      Lass doch sowas mal drin, damit wir diese Spacken mal verbal platt machen können. Ich analysiere mal (ich vermute, dieser Verlierer liest mit):
      1.) Wieso „Lachs“? „Gravesen“ hat NICHTS mit „Gravad“/„Graved“ zu tun, Du Bildungslücke!
      2.) Wieso Werder? Wann hat er jemals geschrieben dass er Fan von Werder Bremen ist?
      3.) Du Versager weißt ja noch nicht mal, woher die Feindschaft zwischen HSV und Werder her rührt. was übrigens ein Alleinstellungsmerkmal von verblödeten Proleten ist

  4. omnipräsent 23. Mai 2021 um 10:28 Uhr

    “ … und jedesmal, wenn mich jemand fragt: „Was können wir denn noch machen, um den Turn around zu schaffen“ ,
    sollte zukünftig geantwortet werden mit klarem Bezug zum Patron der Tiere:

    „Beginne mit dem Notwendigen,
    dann mit dem Möglichen
    und plötzlich wirst du das Unmögliche tun“. (Franz von Assisi)

  5. VvJ 23. Mai 2021 um 11:06 Uhr

    Irgendwie tut mir das sogar leid. „Die Spirale des Misserfolgs“ würde Heribert sagen. Aber auch der war immer schon Gestern und nicht Morgen. Wenn ich so zurückschaue, dann war mein Verein (SGE) mehrfach nur einen Millimeter davon entfernt ähnlich dahin zu vegetieren. Ein Verein, dem man es erst wegen seinen Unsympathen und seiner Überheblichkeit gegönnt hat zu leiden und den man nun eher bemitleidet. Weil halt doch ähnlich verliebte Narren daran hängen, wie man selber einer ist. Und halt auch entsprechend viele….. Von daher wünsche ich Euch ernsthaft mehr Erfolg für nächstes Jahr. Aber dazu gehört wohl ein anderes Management (der wurde bei uns gerüchtet und ich bin dankbar, dass er es nicht geworden ist) und vor allem der richtige Trainer. Beim Trainerscouting für den eigenen Verein ist man doch überrascht, wie viele junge erfolgreiche und interessante Trainer es in kleineren Ligen in Europa so gibt.

  6. Demosthenes 23. Mai 2021 um 11:10 Uhr

    Ich persönlich bin der Ansicht, das der Profi-Fußball zu einem globalen Wirtstier verkommen ist, das über und über von Parasiten befallen ist, die es langsam und qualvoll aussaugen.

    Spieler, die dreistellige Millionensummen im Transfer kosten.
    Spieler, die eine halbe Milliarde Gehalt erhalten.
    Spielerberater, die diese Summen in obszöne Höhen getrieben haben, um ihre eigenen Provisionen ebenso schwindelerregend hochzupumpen.
    Vereinsfunktionäre, die sich am Verein bereichern.
    TV-Sender, die mit Milliardenzahlungen Öl ins Feuer gießen.
    Vertragsgestaltungen, die mit ihren Auflauf-, Punkte-, Tor-, Sieg-, Aufstiegs- und sogar Unentschieden-Prämien jedes erdenkliche Maß längst überschritten haben.
    Sponsoren, die Spielern, Trainern und Klubmanagern vorschreiben, was sie zu sagen, zu tragen und zu tun haben.
    Sportvereinigungen, die von korrupten Funktionären, organisierter Kriminalität und Autokraten nur so wimmeln.
    Weltmeisterschaften, die in Hinterzimmern ausgekungelt und anschließend mit Sklavenarbeit und dem in Kauf genommenen Tod von Menschen realisiert werden.
    Briefkastenfirmen, Steuervermeidungskonstruktionen und Geheimklauseln, die nur dazu dienen, möglichst viel für Einzelne rauszuholen und möglichst wenig der Gemeinschaft zurückzugeben.
    Städte, Kommunen und Gemeinden, die hohe Polizeipräsenz und andere Ordnungskräfte auf Steuerzahlerkosten bereitstellen, um für Sicherheit zu sorgen, ohne das die Vereine sich an den Kosten beteiligen.
    Fans, die kritiklos hunderte von Euro jede Saison berappen, nicht für Eintrittskarten (dass sowieso), sondern für Merchandisingartikel wie Trikots, Schals, Mützen, Toaster, Fußmatten, Autowimpel, Kennzeichenhalter und ähnlichen Scheiss.

    Ich könnte noch endlos so weitermachen, aber mir reicht es.

    Wie dieses parasitäre Verhältnis am Ende ausgeht ist allen Beteiligten klar.

    Die Parasiten werden den Wirt töten.

    • Demosthenes 23. Mai 2021 um 11:30 Uhr

      Ich hätte schreiben sollen: „Ein Meer von Spielerberatern…“, denn grade diese grauen Eminenzen sind eine der Hauptursachen für die Exzesse. Pini Zahavi, Mino Rayola, aber auch Volker Struth sind die Promis unter den parasitären Profiteuren, deren Wirken, Treiben und Gesamtheit man ruhig mal aufarbeiten sollte.

      Vielleicht hier im Blog, Grave?

    • BesuchausdemSüden 23. Mai 2021 um 12:33 Uhr

      Es ist ein auf Gier getrimmtes Schneeballsystem, welches kurz vor dem Zusammenbruch steht. Die Bilanzen der großen Clubs sind düster und deswegen ist man wie panisch auf der Suche nach neuen Geldquellen ( Super League ). Trotz Milliarden aus Öldiktaturen, von Hedgefonds und Oligarchen ist das ganze Gebilde kurz vor der Insolvenz. Die letzten Hoffnungen ruhen auf neuen Markterschliessungen in Afrika, Asien und Nordamerika doch dort will halt niemand Union-Leipzig oder Hoffenheim-Freiburg sehen. Am Ende gibts Real gegen Liverpool in der Endlosschleife bis es schlussendlich so langweilig ist, dass auch dort der TV einfach abgeschaltet wird. Dann ist es vorbei und der Profifussball in Europa endet wie die europäische Textilindidustrie. Die Geschäftsstellen und Stadien werden zu Industriemuseen und gespielt wird dann nur noch aus Spass auf den Bolzplätzen und Hinterhöfen des Kontinents.

      • Kevin allein in Hamburg 23. Mai 2021 um 12:50 Uhr

        So ganz abwegig ist das nicht.
        Der Prozess dauert noch etwas länger.
        Mir persönlich geht es zu langsam.
        Ich würde gerne diese blase platzen sehen.
        Besser heute als morgen.

        • BesuchausdemSüden 23. Mai 2021 um 12:51 Uhr

          Die Pandemie war/ist der notwendige Brandbeschleuniger.

  7. Ex-HSVer+im+Herzen 23. Mai 2021 um 13:15 Uhr

    Hervorragender Blog. Vor allem die zusammengetragenen Headlines der seriösen Presse. „Geführt wie eine Pommesbude“ ist weltklasse und trifft den Nagel auf den Kopf! Man muss sich doch nur mal die absoluten Vollversager beim HSV ansehen. In keinem einzigen seriösen Wirtschafts Unternehmen hätte einer wie Wettstein schon den Supergau um die erste Anleihe überlebt. Geschweige denn von den andauernden beschissenen Geschäftszahlen. stattdessen gibt es Klüngelei und jeder schanzt dem anderen Kohle zu im Verborgenen. Anders kann man es sich nicht erklären, dass die handelnden Personen immer noch werkeln dürfen. Das ist doch eine einzige kriminelle Betrugsmaschine. Wenn ich in der Position wäre (Anwalt), hätte ich schon lange Strafanzeige wegen Insolvenzverschleppung gestellt. Dann muss die Staatsanwaltschaft von amtswegen in Kooperation mit der Finanzbehörde ermitteln. Und ich wette, da würden so einige Leichen im Keller gefunden werden. Aber wie so oft kommen die kriminellen Elemente irgendwie davon. Siehe eine gewisse Person mit orangenen Haaren in den USA.

    Die Essenz des Ganzen ist absolut korrekt: man lebt von der Tradition und ist nicht bereit, moderne Management Methoden auszuüben und vor allem vernünftiges Wirtschaften zu beginnen.
    Das erste, was ich als Vorstandsvorsitzender beschließen würde wäre, dass nur noch Spieler gekauft werden, deren Berater wir nicht zahlen. Das alleine würde schon Millionen pro Jahr frei machen. Und wenn dann kaum ein Spieler kommt, dann ist es halt so und man muss halt mit anderen Methoden versuchen wieder erfolgreich zu sein. Irgendwo muss ja mal einer den ersten Dominostein umwerfen.

  8. Willy 23. Mai 2021 um 14:34 Uhr

    Natürlich ist ein Grossteil des hier im Blog erläuterten richtig, mehr möchte ich dazu nicht sagen. Was bei den Rahmenbedingungen wirtschaftlich und finanziell in einer der reichsten Städte der Welt möglich ist, muss ich nicht erwähnen, wenn nur selbstoptimiert und nicht im Sinne des Clubs gehandelt wird, ohne Führungsstärke wird sich hier auch nichts ändern . Allerdings : Ich bitte einmal zu bedenken, dass in der kommenden Saison die 20.30 Uhr Spiele im Free-TV zu sehen sein werden. Das heißt : 1. Jeweils eines der Teams wird S04, Werder, HSV, Pauli, F95, FCN, Hansa oder Dynamo sein. Bei der Vielzahl der „namhaften Clubs“
    Wird es schon statistisch fast immer zu klangvollen Duellen kommen 2. 15.30 Uhr 1. Liga Hoffenheim – Mainz, Fürth – Bielefeld , Bochum gegen Augsburg, interessiert keine Sau. 3. Stadien 2. Liga werden Sa. 20.30 zu 80 Prozent und mehr mit Zuschauern gefüllt sein. Wolfsburg gg Kiel gucken sich im Stadion 21.214 Zuschauer an. 4. TV Quote frei empfangbar wird bei 2,5 – 4 Mio Zuschauern liegen.

    Strategien hin oder her … der wirkliche Fussballfan, der das Spiel, die Atmosphäre und seinen Verein supportet wird eben emotional immer dabei sein…

  9. Tommy 23. Mai 2021 um 16:17 Uhr

    http://www.wielangeistderhsvnichtmehrindererstenliga.de

    Gönnt es euch, gerade am heutigen Tag

  10. Wormfood 23. Mai 2021 um 16:21 Uhr

    Hrubesch ist angekommen beim HSV – 3:0 zur Halbzeit! .sarkasmus-smiley

    • EffPunkt 23. Mai 2021 um 16:57 Uhr

      Heute um 17:25 wollen die Ersten ihn bestimmt dauerhaft als Trainer haben… *Facepalm*

  11. Gravesen 23. Mai 2021 um 17:22 Uhr

    Was für einen charakterlose Schönwetter-Truppe. Wenn’s nur noch um die Galerie geht, dann ja. Aber wenn es um die Zukunft des Vereins geht, dann nicht. Und jetzt auch noch der arroganteste Trainer Deutschlands als Übungsleiter. Passt perfekt zu Oberarsch Judas Boldt. Der Verein wird immer widerlicher.

    • Demosthenes 23. Mai 2021 um 17:46 Uhr

      Alter Falter, Walter. Das wird sehr lustig.

      • Nichtkunde 23. Mai 2021 um 17:59 Uhr

        Ein beratungsresistenter Dogmatiker, der in Stuttgart eine relativ „normale“ Mannschaft vollkommen verwirrte, trifft auf eine Truppe, die in den letzten Jahren regelmäßig schon mit simplen taktischen Variationen intellektuell überfordert war. Dürfte unterhaltsam werden.

  12. iMario 23. Mai 2021 um 17:30 Uhr

    Es gibt da so einen Song von Mike Krüger, der heisst ‚Mein Gott Walter‘. Wäre das nichts für die nächste Saison?

  13. Willy 23. Mai 2021 um 17:37 Uhr

    Fürth – Mainz, Bochum – Augsburg, Hoffenheim – Bielefeld, Freiburg – Wolfsburg

    Und ja ich weiß, sind alle meilenweit von diesen Charakterlosen A…. in HH entfernt …

    Der Fußball Begeisterte ü 40 will die o.g. Paarungen trotzdem nicht sehen.

    Zu dem neuen Trainer in spe ist nichts zu sagen, ist aber auch egal, wer diesen Club trainiert.

    Ohne Struktur und Strategie – FÜHRUNGSPOSITIONEN die nicht von Selbstoptimierern besetzt sind – erst dann kann es Veränderung geben.

    Nur – wer soll was verändern bzw. wer hat die Eier durchzugreifen ?

  14. Wormfood 23. Mai 2021 um 17:51 Uhr

    Zum dritten Mal in Folge der gleiche Tabellenplatz. Konstanter ist sonst nur der FC Bayern.

  15. BesuchausdemSüden 23. Mai 2021 um 18:15 Uhr

    Warum die ganzen Hüpfer Walter als Trainer „eine gute Idee“ finden ist mir schleierhaft. Es hatte ja wohl seine Gründe weshalb Mislintat und Hitzlsperger, trotz Aufstiegsplatz, nach nur 6 Monaten die Notbremse gezogen haben. Aber was wissen die schon. Herr Boldt hat sicher einen besseren Einblick und verfügt ja über nachweislich deutlich mehr Fussballkompetenz als sein Pendant in Stuttgart.

    • St.Patrick 23. Mai 2021 um 23:22 Uhr

      Aus Sicht von Walter macht es Sinn:
      Der HSV ist der einzige Verein weit und breit, der sich mit solch logischen, inhaltlichen Überlegungen nicht beschäftigt. Gleichzeitig will kaum noch ein Trainer zum HSV. Also kann Walter hier trotz seines angekratzten Images hoch Pokern, seinen Namen lancieren, dadurch Druck aufbauen (von Boldt gelernt) und mindestens doppelt so viel verdienen, wie bei jedem anderen Club… 💰

  16. Goldfather 23. Mai 2021 um 18:44 Uhr

    Schöne Analyse mit der sehr gut verdeutlicht wird wie schwach die Führung des Clubs gearbeitet hat in den letzten Jahrzehnten.

    Natürlich ist der HSV schon lange kein reiner Traditionsverein mehr, wenn man sich anschaut wieviel Geld von Klaus-Michael Kühne bereits in den Club geflossen ist und wie die Fäden im Club gezogen werden.
    .
    Ähnlich wie in Berlin fehlte es nicht am Geld sondern am Know-How zum Thema Fußball. Die Bayern mögen bevorzugt werden von vielen Firmen, wenn es darum geht Geld in den Fußball zu investieren, aber die Bayern liefern. Im nächsten Jahr werden sie zum zehnten Mal hintereinander deutscher Meister werden, während sich der HSV in den Tiefen der zweiten Liga mit einem schwierigen Zweitligakader herumschlagen wird.
    .
    Die Leistung des Managements beim HSV ist derart grottenschlecht, dass es für viele Hamburger nicht einfach ist sich im Gespräch mit Auswärtigen oder auf Reisen angemessen auszudrücken ohne als Idiot oder unfreundlicher Zeitgenosse dazustehen. Selbst für Leute aus Hamburg die nichts mit Fußball am Hut haben ist der HSV immer wieder Gesprächsthema. Die Strahlkraft des Traditionsclubs erreicht mitlerweile Leute und Umstände in einer Form, die bisweilen als negativ einzuordnen ist.
    .
    Neben den fehlenden Hotelbuchungen wird es auch das eine oder andere Geschäft gegeben haben, welches nicht zustande gekommen ist, weil die generelle Kompetenz einer Hamburger Unternehmung angezweifelt wurde. Desweiteren kann man sich sicher sein, dass es mehr prüfende Blicke und Berechnungen gibt als bei vergleichbaren Münchner Unternehmungen. Klingt naiv und idiotisch, entspricht aber leider unserer relativ primitiven Psyche.
    .
    Im Gegenzug hat der FC Bayern München für zahlreiche Firmenansiedlungen in München und Umgebeung gesorgt weil: 1. Das jeweilige Management gerne zu hochklassigen Fußballpartien geht. 2. Die Firmenleitung gerne Geschäftspartner zu hochwertigem Fußball in die Firmenloge einlädt. 3. Die positive Strahlkraft des ewigen deutschen Meisters auf die eigene Firma übertragen werden soll.
    .
    Der Niedergang des HSV kostet die Stadt Hamburg nicht nur jene 20 Millionen € die der Senat für die Renovierung des HSV-Stadions zur Verfügung stellte. Rechnet man allein Firmen die sich nicht angesiedelt haben hinzu dann gehen die fehlenden Steuereinnahmen in den Bereich von hunderten von Millionen € im Laufe der Jahre. Selbstverständlich ist das eine spekulative Rechnung, aber wer es genau wissen möchte der sollte die Liste der Logenbesitzer in der Münchner Allianz-Arena anschauen und sich weiterhin anschauen wie sich die kritische Masse der wirtschaftlich potenten Investoren auf die Steuereinnahmen, die Jobsituation und Lebensqualität der Stadt München und das Bundesland Bayern auswirken.
    .
    Fußball in der ersten Bundesliga ist in Deutschland Big Business und somit keine Veranstaltung für drittklassige Dünnbrettbohrer die ihr Foto gerne im Lokalblatt sehen möchten.
    .
    Btw.

    https://www.youtube.com/watch?v=uLJvBbgT6nI

    Hört man sich den Vater von Son an, könnte man sich durchaus die Frage stellen warum man ihn nicht mit einem Ausbildungskonzept an den HSV gebunden hat.

  17. Walti 23. Mai 2021 um 19:55 Uhr

    Grandioser Blog heute…!

  18. Gravesen 23. Mai 2021 um 20:41 Uhr

    Liebe Verbitterten,

    ich wünsche euch eine möglichst beschissene Sommerpause. Freut euch auf eine Saison, in der eurer Verein keine Rolle mehr im Aufstiegskampf spielen wird.

    Euer Lieblings-Lachs 😀

  19. Nichtkunde 24. Mai 2021 um 00:19 Uhr

    Dursun spricht bei Sky davon, dass ihm auch Angebote aus dem Ausland vorliegen und er jetzt „sportlich und finanziell die richtige Entscheidung treffen muss“. Dürfte bedeuten: Sollte er wider Erwarten beim Herpex Simplex Virus aufschlagen, wurden mit den verschleierten Subventionen des Hamburger Senats deutsche Erstligisten und international spielende türkische Clubs überboten. Beeindruckendes „Konzept“.

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.