Die Entzauberung der (Medien)-Welt

Nachdem wir nun bereits im 9. Jahr aktiv und erfolgreich dabei waren, die Welt des Profifußballs, der Berater, der Vereine und der Verbände zu entzaubern, widmen wir uns in der spielfreien Zeit doch einmal der Entzauberung der Medien. Denn wahrscheinlich trägt kaum jemand mehr Schuld auf seinen Schultern als die Abteilung Hofberichterstattung, die in jährlicher Endlosschleife immer den gleichen Riten folgt, immer nach dem selben Muster arbeitet oder sollte ich lieber sagen – nicht arbeitet? Anfangen wollen wir heute mit einer der größten Hofschranzen westlich des Mississippi, dem Erfinder der erfundenen Geschichte. Mein Damen und Herren, ich präsentiere ohne Stolz – Marcus „Münchhausen de Vrij van Gaal Rajkovic Spendenbeschiss Insolvenz Erdogan“ Scholz. Um zu erkennen, wie er (und nicht nur er) in seiner eigenen Parallelwelt zu existieren versucht, muss man sich nur die Selbstbeschreibung seines Arbeitstages zu Gemüte führen. Absolut irre, wie man sich einen solchen Dreck zusammenstammeln kann und noch irrer, dass es Patienten gibt, die den Mumpitz auch noch glauben. Dann also, Vorhang auf…

Es ist zum Niederknien, der steht also zwischen halb 6 und 6 auf. Zu geil 😀 Nebenbei: Vielleicht sollte ihm jemand ins Ohr flüstern, dass dieser grauen Stoppelzausel auf dem Kehlsack unter dem Kinn eher unattraktiv wirkt. Auf der anderen Seite sehen eigentlich sämtliche HSV-Berichterstatter aus wie wandelnde Stuhlproben. By the way, ich habe bisher nicht verstanden, warum jemand seine Zeit damit verbringt, anderen aus der Zeitung vorzulesen, aber vielleicht überschätze ich auch einfach nur seine User. Anyway, denn „dann gehts zum Training“. Nun ja, das würde wahrscheinlich auch jeder Journalisten-Darsteller, der seinen Job ernstnimmt, so machen. Aber Münchhausen macht es anders, denn der war während der laufenden Saison laut Auskunft seiner Kollegen mehrere Wochen am Stück nicht im Volkspark zu bewundern gewesen. Entsprechend nächste Lüge, der Mann ist eben nicht vor Ort. 

Dann hat man nach dem Training noch eine Runde mit dem Trainer“. Nein, hat man nicht. Würde sich der Trainer nach jedem Vormittagstraining Zeit für die Hofberichterstatter nehmen, hätte er viel zu tun. Diese angeblich täglich vorkommenden „Runden“ mit dem Trainer existieren schlichtweg nicht. Gespräche mit dem Trainer finden all paar Wochen mal statt, bestensfalls. „Oder man einen Gesprächstermin mit einem Spieler“. Nächster Mumpitz. Die Spieler werden von der Medienabteilung nach Anfrage zugeleitet, so läuft das. Und mal angenommen, Münchhausen hätte jeden Tag ein Gespräch/Interview mit einem Spieler – warum schreibt er dann nicht darüber? Lüge! Am frühen Nachmittag fängt der Vogel dann an, die „Geschichte einzusortieren“. Was immer das wohl heißen mag? Eis essen gehen? Nickerchen? Wer diesem Blog einige Zeit lang folgt, wird sich fragen, von welchen „Geschichten“, die man einsortieren müsste, das Mann eigentlich spricht. 

Um es zusammenzufassen: Münchhausen tischt seinen Usern hier ein Märchen auf, das einen, der weiß, was dort tatsächlich abläuft und der weiß, wie oft der Mann eben nicht vor Ort ist, fassungslos macht. Der tatsächliche Ablauf hat mit dem, was er dort beschreibt, weniger als nichts zu tun. Denn würde er nur die Hälfte des beschriebenen Aufwandes betreiben, würde nicht jeden Abend ein zu 80% aus Mopo und Abendblatt abgeschriebener, bocklos hingerotzter und von Schreibfehlern überlaufenden Bolg 😀 rauskommen. Der tatsächliche Arbeitsaufwand für das, was der Mann jeden Abend gegen halb 8 präsentiert, liegt maximal bei einer Stunde pro Tag. Aber, wie bereits am Anfang erklärt, er ist nicht allein. Sportjournalisten-Simulanten gelten nicht umsonst als die faulsten Schweine und das unterste Ende der Nahrungskette in einer Redaktion. Und damit fängt das Ganze doch an, oder? Wer seinen Leser bereits bei der Beschreibung seines eigenen Tagesablaufs Märchen auftischt, der hält es bei der restlichen Berichterstattung garantiert ebenso.

Denn mal ehrlich – wie oft wird in diesen Tagen von dem berühmten „moralischen Kompass“ gesprochen, den der eine oder andere verloren zu haben scheint. Wenn allerdings einer scheinbar nie im Besitz eines solchen Kompass gewesen ist, dann ist es Insolvenz-Blogger Münchhausen. Ich erinnere an den ersten Blog (Matz Ab), den er totgeschrieben hat. Ich erinnere an € 100.000 Spenden, die man angeblich benötigte, um den Blog am Leben zu erhalten, wobei man selbstverständlich all das Geld nur und ausschließlich für „technische Updates“ benötigen würde. Als dann bis zur Deadline (31.12.) gerade einmal knapp über € 30.000 eingesammelt werden konnten und das erklärte Ziel um ca. € 70.000 verpasst wurde, hätte per Definition der Blog am 01.01. unmittelbar eingestellt werden müssen. Mitnichten. Es ging einfach lustig weiter, natürlich ohne auch nur ein „technisches Update“. Auf Nachfrage einige User, was denn nun aus dem eingenommenen Geld geworden sei, antwortete der gleiche Münchhausen, der zuvor noch um die Spenden gebeten hatte, nur lapidar, man sollte die Frage doch bitte an den Verlag stellen, er hätte damit nichts zu tun. Nun mag man das alles halbwegs uninteressant finden, aber es ist bedeutend. Denn wie möchte man jemanden die Berichterstattung über ein Thema glauben, wenn er doch an anderer Stelle bei jeder Gelegenheit die Wahrheit biegt und verdreht? Nebenbei bemerkt sind all das keine Kavaliersdelikte, es ist Betrug!

Der Gipfel der Genüsse…

Wer diesen Blog verfolgt, der wird mitbekommen haben, dass ich die Maßlosigkeit in dem Altherren-Klub DFB seit Ewigkeiten verachte. Diese Klüngel, die der DFB bei der Fifa und der Uefa immer wieder zutiefst verurteilt (Quelle: TschüssVollspack.de)

Das ist inzwischen schon fast komisch. Ein Ex-Journalisten-Simulant, der seine Leser um mehr als € 30.000 beschissen hat, beschwert sich über Klüngeleien beim DFB. Vielleicht mal bei sich selbst anfangen, bevor man mit dem Finger auf andere zeigt. Elender Heuchler!

Wir werden diese Serie fotzsetzen…

P.S. Dieser zutiefst rassistische Kommentar wurde bei Münchhausen übrigens auf der Stelle sanktioniert, gelöscht und der User für alle Zeiten weggesperrt 😀 😀 

 

Von | 2021-06-11T09:24:03+02:00 11. Juni 2021|Allgemein|42 Kommentare

42 Comments

  1. atari 11. Juni 2021 um 08:29 Uhr - Antworten

    Auf die Frage, warum immer so langweilige Fragen auf den PK’s gestellt werden antwortete Münchhausen einmal: „Damit wir Journalisten unsere Strategie nicht offenbaren“. Da stellt sich die Frage, ob Sport-Journalisten eine Strategie verfolgen müssen und wozu genau? Sollen sie nicht einfach nur über das berichten, was tatsächlich passiert und welche Strategie will man mit Fragen wie „Herr Gisdol konnten sie sich schon Hamburg anschauen“ unter der Wolldecke halten?

  2. ottensener 11. Juni 2021 um 08:34 Uhr - Antworten

    Wer spendet so einem Vogel auch nur einen Euro?

    • atari 11. Juni 2021 um 08:40 Uhr - Antworten

      Es ging damals um Matz-ab und Matz, der den Opas dann aus den 80er Jahren erzählte. Er war nah dran, nah dran an einem Film der nicht mehr läuft. Münchhausen war zu dem Zeitpunkt nur Praktikant und die Schuhe von Matz sind ihm bis heute ein paar Nummern zu groß. Als er erkannte, dass man mit Nichtstun Geld verdienen konnte bettelte er um Spenden.

      • Gravesen 11. Juni 2021 um 08:44 Uhr - Antworten

        Matz war doch genau so ein Spenden-Bescheißer. Bis er dann Legenden-Pfleger bei Verbrennungs-Düdü wurde.

  3. jusufi 11. Juni 2021 um 09:19 Uhr - Antworten

    Matz war derart unerträglich…Ich habe ihn damals vor allem im Doppelpass als „HSV-Experten“ wahrgenommen (das sah ich damals noch, bevor es zum eigenen Spiel ging), dabei war er mehr verliebter, verblendeter Fan als Journalist/Experte, was ein grundsätzliches Problem darstellt. Zudem fiel er dadurch auf, dass sein IQ unterhalb des aktuellen Inzidenzwertes für Hamburg liegt.

  4. Gravesen 11. Juni 2021 um 09:32 Uhr - Antworten

    Apropos Schwachsinn und komplette Ahnungslosigkeit. Die ersten 4 Minuten sind wahres HSV-Gold 😀 😀 😀 😀

    https://meinsportpodcast.de/fussball/hsv-kloenstuv/

    • St. Patrick 11. Juni 2021 um 10:03 Uhr - Antworten

      Ist schon beeindruckend! Wie Menschen, die erkennbar um jedes Wort kämpfen müssen, bevor sie einen Gedanken halbwegs ausgesprochen haben, auf die absurde Idee kommen können, sie sollten der Welt einen Podcast anbieten, bleibt mir für immer ein Rätsel… 😭

    • jusufi 11. Juni 2021 um 10:08 Uhr - Antworten

      Herr im Himmel! Was für ein inhaltsleeres Gestammel…Wer sind die Protagonisten?

      Sollte es dem HSV gelingen, Jannik Dehm zu verpflichten, müsste man gratulieren (ich glaube aber nicht dran). Dehm spielt schon seit Jahren auf gutem Zweitliganiveau und hat Potential für mehr. Der Schienbeinbruch hat ihn zurückgeworfen, sonst wäre er m.E. schon in der ersten Liga angekommen. Diese ewige Nachgeplapper, wie stark Vagnoman angeblich sein soll, wie groß das Interesse an ihm international sei, welche Ablösesumme er bringen könnte, ist albern. Ein Talent ist er, noch mit zahlreichen Schwächen, das erste Schritte im Profifußball unternimmt.

    • Dennis 11. Juni 2021 um 10:27 Uhr - Antworten

      Mal ganz ehrlich, wer hört sich denn Podcast 75 Minuten an, dir 4 waren schon grenzwertig

    • Demosthenes 11. Juni 2021 um 13:00 Uhr - Antworten

      Wieso läuft der Scheix bei mir nicht? Weder Safari noch Chrome.

      • Gravesen 11. Juni 2021 um 13:03 Uhr - Antworten

        Hab ich Löcher in den Händen? Wächst mir Gras aus der Tasche?

        • Demosthenes 11. Juni 2021 um 13:05 Uhr - Antworten

          Bist Du Jesus?

          Ich meinte, wieso hab ich das unverdiente Glück, mir das nicht anhören zu können, selbst wenn ich wollte?

          Bitte rein rhetorisch verstehen.

          So, muss los, Sport machen. Oder wie andere sagen: Altglas zum Container fahren.

          Nachtrag: Hahaha, Aaargh, Danker, Alter, waaarum?

          • Gravesen 11. Juni 2021 um 13:12 Uhr

            Whatsapp, du Spacko

          • Demosthenes 11. Juni 2021 um 13:14 Uhr

            Jahaaa, ick sach‘ doch: Danke, Aaaaargh, Hahaha

            „…in der Hinterhand Gian, äh, Jan Dschambrah, und ja linke Seite…. (tschilp, ziep)…. so’n richtigen Backup hamwa da nich…“

            Comedy-Platin. Aber nicht lang zu ertragen. Das ist der Grund, warum ich keine Podcasts höre: Verschwendete Lebenszeit.

  5. hannover1958 11. Juni 2021 um 09:52 Uhr - Antworten

    Beim Spiel Hoffenheim-Bayern war so ziemlich allen Beteiligten vor dem Spiel bewusst, dass es zu Schmähplakaten gegen Hopp kommen würde. Stichworte: gespielte Empörung vom Sky-Kommentator, Rummenigge/Hopp händchenhaltend. Dampfplauderer Dittmann von Sky hat es vor kurzem ja auch bestätigt. Die Schiris sollen auch involviert gewesen sein und haben damals im Kicker Top-Noten erhalten, weil sie ja alles so geräuschlos über die Bühne gebracht haben. Ich habe Sky, dem Kicker und der DFL eine Email geschickt, wie sie denn jetzt im Nachhinein dazu stehen. Natürlich keine Antwort. Der Fan wird nach Strich und Faden verar…

  6. Hein Blöd 11. Juni 2021 um 10:00 Uhr - Antworten

    »Vielleicht mal bei sich selbst anfangen, bevor man mit dem Finger auf andere zeigt.«

    Mein Opa sagte immer: „Wenn Du mit dem Finger auf andere zeigts, zeigen drei Finger auf
    Dich zurück“. Recht hatte er, wie man an der Spendengeschichte sieht.

  7. Demosthenes 11. Juni 2021 um 10:10 Uhr - Antworten

    Aufstehen 6 Uhr, Arbeitsbeginn 06:05 (5 Minuten Körperpflege müssen schon sein), Dienstschluss 19:30, abzüglich Pausen, bleibt summa summarum ein 12-Stunden-Arbeitstag.

    Schauen wir uns doch mal etwas genauer an, was an einem solchen Arbeitstag bei rauskommt: Der DFB-Blog umfasste 782 Worte oder 4.263 Zeichen (ohne Leerzeichen). Im Schnitt schreibt Münchhausen also ca. 1,086 Worte pro Minute bzw. 5,92 Buchstaben, was 10,135 Sekunden einen Buchstaben ergibt.

    Da bleibt einem glatt die Spucke weg vor so viel Leistungskultur.

    • Namotrip 11. Juni 2021 um 10:54 Uhr - Antworten

      Schlimm finde ich vor allem den Inhalt. Wie hieß hier mal eine Überschrift? „Heiße Luft und Bahlsenkekse“

      Zitat: „Für mich deutet diese Regelmäßigkeit und offensichtliche Notwendigkeit solch hoher Prämien nur an, was wir eh alle vermuten: Dass der Profifußball längst vom großen Geld geschluckt wurde.“

      Achso, das vermuten wir alle nur. Das ist ja auch keine Gewissheit, nachdem ManU 2005 für fast 900 Mio. Euro gekauft wurde. Oder Neymar 2017 für 222 Mio. verkauft wurde. Oder Alaba ein 5-Jahres-Salär von rund 100 Mio. fordert.Ne ne, erst jetzt, wo die Deutschen 400.000 Euro für einen EM-Sieg erhalten würden, fällt es einem wie Schuppen von den Augen. Danke Marcus Scholz.

      Und „der kleine Fußball in den Amateurklubs leidet, geht es den Oberen weiterhin gut“ weiß man auch erst seit heute.

      Unfassbar, wie offensichtlich der Blog versucht, mit möglichst kleinem Aufwand seine geringe Bedeutsamkeit am Leben zu erhalten. Jetzt, wo sich in den letzten Wochen die Stimmung in den Kommtaren geändert hat und mehr Kritik gefordert wird, pöbelt das sonstige Fähnchen im Wind richtig los.

      Herrlich!

      • Demosthenes 11. Juni 2021 um 13:04 Uhr - Antworten

        „Fähnchen“ ist ein Diminutiv, der zu diesem Laryngozeloiden nun wirklich nicht passt. (Zwinkersmiley)

  8. Süd-Fan 11. Juni 2021 um 11:17 Uhr - Antworten

    „…Denn wahrscheinlich trägt kaum jemand mehr Schuld auf seinen Schultern als die Abteilung Hofberichterstattung…“

    Also mir würden da doch eine ganze Menge Leute einfallen, die mehr Schuld auf sich geladen haben:
    Aufsichtsrat
    Vorstand
    Trainer
    Spieler

    Klar machen es ihnen die Medien leicht, weil nicht wirklich nachgefragt, nicht klar benannt wird was schief geht.
    Aber am Ende kann es doch nicht am fehlenden Druck liegen, wenn man jahrelang keine Leistung bringt. Es ist ein Teil des Gesamtbildes, aber „trägt kaum jemand mehr Schuld“?

    • Gravesen 11. Juni 2021 um 11:29 Uhr - Antworten

      Ja! Tatsächlich trägt kaum jemand mehr Schuld als die Schmierlappen. Denn weder Vorstand, noch irgendwelche Räte etc. würden sich all diese Stunts erlauben können, wenn zeitnah und ehrlich über all die Mißstände berichtet werden würde. Wird aber nicht, es wird ein Schutzschild um die Versager gebaut. Eben genau durch diese Medien

      • Süd-Fan 11. Juni 2021 um 11:54 Uhr - Antworten

        OK, dann habe ich da definitiv eine andere Ansicht. Mindestens mal was die Gewichtung angeht.

        • Fohlenstall 11. Juni 2021 um 14:11 Uhr - Antworten

          @ Süd-Fan.Natürlich gibt es eine Gesamtverantwortung,da bin ich bei Dir.Aber „Die Medien“ haben schon einen sehr großen Anteil
          daran was und wie berichtet wird! Dieses „Phänomen“ der Hofberichterstattung hat aber nicht nur Hamburg exklusiv.Das ist
          inzwischen leider fast! überall im gesamten Land „gang und gebe“ geworden! Kritischer und auf Fakten basierter Journalismus
          findet leider immer weniger statt.

          • Süd-Fan 11. Juni 2021 um 15:48 Uhr

            Natürlich haben „die Medien“ einen sehr großen Anteil daran was und wie berichtet wird, wer sollte einen größeren Anteil daran haben?
            Dies war aber nicht die Frage / These von Gravesen, sondern die Frage ob kaum jemand mehr Schuld auf seinen Schultern trägt. Und da geht es um die Frage wer Schuld an der jahrelangen Nicht-Leistung beim HSV hat. Wie gesagt, die Medien sind Teil des Problems und machen ihre Aufgabe als „Kontrollinstanz“ nicht, d’accord.
            Aber die Misere (3x in Folge nicht abgestiegen, jedes Mal Einbrüche…) ist so offensichtlich, da denke ich braucht es keine Hinweise von extern, da muss ein Verein auch so darauf kommen dass sich etwas ändern muss.

            Insgesamt bin ich ja bei euch, es ist ein Desaster was die Medien gerade im Sport oftmals (nicht) abliefern. Es gibt überall Ausnahmen, aber die Richtung ist schon lange bitter. Aber ich reagiere etwas dünnhäutig wenn dann die Medien an anderen Sachen schuld sind. Sei es hier durch Gravesen, oder durch die Vereins-Hüpfer, die jede Kritik mit Schaum vorm Mund kommentieren.
            z.B. hier in Frankfurt, bei der Eintracht. Himmel, wie oft habe ich schon gehört „Die Frankfurter Rundschau bringt Unruhe rein, können wir jetzt nicht gebrauchen“? Und stelle dann fassungslos die Frage wie dies wohl passiert.
            Die Spieler lesen Zeitung, oder was? Selbst bei denen die deutsch können kann ich mir dies nicht vorstellen. Und selbst wenn, glaubt einer die nehmen sich das zu Herzen? Aber gut, vielleicht sind es ja die bösen Wegelagerer, die Spielern auflauern? Eher unwahrscheinlich, Training war hier oft abgeschirmt, mit Corona noch mehr. Pressegespräche nur mit Aufpasser und nachher wird gegen gelesen – wo soll da Druck aufkommen?

        • Hamuburgmini 11. Juni 2021 um 16:05 Uhr - Antworten

          Es ist Gefälligkeitsjournalismus und ohne kritische und Erreichende Instanz gibt es für die Verantwortlichen keinen Grund etwas zu ändern..

          • Namotrip 11. Juni 2021 um 16:13 Uhr

            Die erstverantwortliche kritische Instanz sollte bei einem Wirtschaftsunternehmen aber niemals die Presse sein. Da gibt es andere Kontrollgremien, die da deutlich mehr in der Verantwortung stehen.

            Zu sagen, dass die Sportpresse (die in Hamburg unbestritten äußerst schlecht arbeitet) zum sehr großen Teil Schuld an der Situation beim HSV wäre, halte ich für eine gewagte These.

            Dann sind es schon eher die Fans, die ihre Klappe halten und ihren Unmut über die schlechte Arbeit im Verein nicht laut genug kundtun.

          • Fohlenstall 11. Juni 2021 um 16:15 Uhr

            Jo,ein Zusammenspiel aller.

  9. Tom 11. Juni 2021 um 12:39 Uhr - Antworten

    Tja, und es gab mal Zeiten, da hat ein Printmedium wie die BILD (man kann davon halten was man will), soviel Einfluss gehabt, dass es Funktionäre und Trainer „wegschreiben“ konnte.
    Ich glaube, es ist durchaus unstrittig, dass eben diese BILD früher viele öfter und eher auf Missstände hingewiesen hat. Heutzutage muss halt selbst die BILD schauen, dass man die Leser bei der Stange hält.

  10. Profikommentator 11. Juni 2021 um 14:14 Uhr - Antworten

    Top Analyse, außer der Satz mit der Optik. Finde Optik-Kritik immer doof, niemand kann was dafür mit welchen Aussehen man geboren wird – zumal Münchhausen ja mehr als genug Kritikfläche bietet (wie der Beitrag ja gezeigt hat) 😉

    Was allerdings mich staunend zurücklässt: Wenn man das alles zu Münchhausen weiß, wieso beim Teutates gibt es im „besten Fußballblog Deutschlands“ (hsv24 der möpo) diverse Artikel, die mit „wie moinVolkspark berichtet“ beginnen? Kann eine bezahlte Redaktion nicht selbst irgendwo anfragen und braucht echt den Insolvenzblogger als Quelle?!

    • Gravesen 11. Juni 2021 um 14:19 Uhr - Antworten

      Ich zitiere: „Sportjournalisten-Simulanten gelten nicht umsonst als die faulsten Schweine und das unterste Ende der Nahrungskette in einer Redaktion“

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