Die wichtigen Fragen

Es gibt Dinge beim HSV, von denen mancher möchte, dass sie in Vergessenheit geraten. Damit das nicht passiert, werden wir hier immer wieder Fragen stellen. Richtige, wichtige Fragen. Und nicht solche, wie sie gestern auf der Pressekonferenz vor dem Dresden-Spiel von Teilen der Pressemeute an Tim Walter gingen:

„Haben Sie denn schon einen Lieblingsort in unserer Stadt?“ (Luka Prinz; Radio Energy)

„Haben Sie schon Uwe Seeler kennengelernt?“ (Thorsten Vorbau; NDR)

„Haben Sie in den vergangenen Tagen eine zweite, neue Lieblingssportart entdeckt, wie Kanu-Slalom oder Dressurreiten?“ (Lars Pegelow; 90,3)

Wow, das klingt eher nach ’ner Homestory im „Goldenen Blatt“ als nach einer Fußball-PK. Aber auch beim heutigen Blog-Thema versagt die Hamburger Presse komplett. Es geht um den Verkauf des Stadiongrundstücks. Lange haben wir von Stadt und Verein nichts mehr dazu gehört. Wobei die Gründe dafür durchaus unterschiedlich sein dürften. Der Senat will auf keinen Fall den Anschein einer verbotenen Beihilfe erwecken und der Vereinsvorstand hat eine Heidenangst, dass nach dem Stand der Sanierung und dem Verbleib des Geldes gefragt wird.

Fein, wir fragen trotzdem: Herr Dressel, Herr Wettstein, wie ist der Stand der Dinge? Ist Geld überwiesen worden und wenn ja, wieviel? Sind schon die gesamten 23,5 Mio Euro auf Vereinskonten oder fließt das Geld nach Sanierungsfortschritt, wie in der Mitteilung an die Bürgerschaft vereinbart? Und wie hoch ist überhaupt der Anteil, der von der Gesamtsumme für die Stadionsanierung verwendet werden muss? 

Alles Fragen, die man als Vertreter der vierten Gewalt bei Spiegel, Bild, Mopo oder NDR den Verantwortlichen stellen könnte. Macht aber keiner.

Rekapitulieren wir kurz die Fakten: Am 16. September 2020 unterzeichnen der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg und die HSV AG einen sogenannten „Letter of Intent“ und eröffnen den überraschten Hamburger Bürgern, dass die Stadt dem Verein das Stadiongrundstück abkauft. Für 23,5 Mio Euro. Das Stadion selbst bleibt im Besitz der HSV AG. 

Damals sagten die Verantwortlichen:

„Es geht jetzt darum, die Voraussetzungen zu schaffen, das der HSV die Sanierung des Stadions aus eigener Kraft schultern kann und der Kauf der Stadt ein Haushaltsrisiko nimmt.“ (Senator Dressel, SPD)

„Das ist kein HSV-Rettungsschirm.“ (Frank Wettstein, HSV)

Auch der Bund der Steuerzahlen hat dazu was gesagt: „Die Stadt ist nicht der bessere Profifußballverein. Wir hoffen, dass wir einen Blick auf den von der Stadt heute angekündigten Vertrag werfen dürfen, um ihn dann einer genauen Prüfung unterziehen zu können. Die Steuerzahler haben nicht die Aufgabe, für Fehler im Management von Fußballvereinen geradezustehen.“

Das dritte Statement klingt für mich am sinnvollsten. Sicher durften die den Vertrag vor Unterschrift prüfen (Zwinkersmiley). Und überhaupt, das muss man sich mal vorstellen: Der Verein sagt den Stadtvätern, leider könne man durch die Corona bedingten Mindereinnahmen die für die EURO 2024 notwendigen Nachrüstungen nicht bezahlen. Die Stadtväter haben nun die Wahl, entweder auf die Teilnahme an der EM 2024 zu verzichten und sich ein halbes Jahr vor der nächsten Bürgerschaftswahl gründlichst zu blamieren oder in ein Stadion zu investieren, das der Stadt gar nicht gehört. Ein Schelm, wer dabei an Erpressung denkt.

Drei Fragen beschäftigen mich bei dem Grundstücksverkauf besonders.

  1. Was ist mit den Grundschulden in Höhe von 70 Mio Euro?

Jeder, der schon mal ein Grundstück ge- oder verkauft hat weiß, was ein Grundbuch ist. Im Grundbuch werden sogenannte Grundpfandrechte eingetragen. Zum Beispiel zur Sicherung von Krediten. Werden die Kredite dann nicht bedient, kann ein Gläubiger im Zuge einer Zwangsvollstreckung das Grundstück verkaufen, um die Erlöse zur Tilgung der Schuld zu nutzen. Üblicherweise erwirbt ein Käufer ein Grundstück lastenfrei, d.h. ohne Grundpfandrechte. Das kann, muss aber nicht so sein. Ein Grundstück kann auch mitsamt eingetragener Grundpfandrechte erworben werden. Wie ich bereits an andere Stelle schrieb: In Drucksache 22/1825 – Mitteilung des Senats an die Bürgerschaft – vom 16.10.2020 heißt es in Anlage 2, Eckpunkte, Ziffer 6 – Zustimmung zur Belastung: „Der Grundstückseigentümer stimmt schon heute der einmaligen Belastung des Erbbaurechts mit Grundpfandrechten bis zur Höhe von insgesamt 70.231.328 Euro zu, wenn bestimmte Vorgaben erfüllt sind (u.a. Bewilligung der Grundpfandrechte zur Finanzierung der Instandsetzung und Modernisierung des Stadions, Auszahlung nach dem Darlehensvertrag nach Baufortschritt, Abschluss einer Gläubigervereinbarung zum Schutz der Interessen der FHH, Ausschluss von Neuvalutierung der Grundpfandrechte).“ Das bedeutet, die Stadt übernimmt mit dem Grundstück auch die Schuldverpflichtungen des Vereins. Somit würde die Stadt, also wir alle, haften, wenn der Verein seinen Zahlungen aus welchen Gründen auch immer, nicht nachkommt. Mehr noch: Der Verein hätte die Stadt voll bei den Eiern. Bräuchte man nächstes Jahr doch mehr Geld für die Euro 2024 (oder für Abfindungen, Spielergehälter, Transfers) reicht der knappe Hinweis, ohne zusätzliches finanzielles Engagement Hamburgs drohe der AG die Insolvenz und der Stadt damit der Verlust des Grundstücks. Ein übles Szenario.

  1. Wie weit ist der HSV mit der so notwendigen Sanierung des Stadions?

Laut Wettstein muss unter anderem folgendes saniert werden: Das LED-Flutlicht, die Stadionbeschallung, Serverräume, Sanitärräume und das Stadiondach. Ok, Herr Chefsanierer, wie sehen die Planungen aus, wann geht’s los, was wird gemacht, wie beeinflusst das den Spielbetrieb und die Zuschauer, was sind die Kosten?

  1. Hat die Stadt in Wahrheit nicht doppelt bezahlt?

1998 verschenkte die Stadt Hamburg das Grundstück an den Verein für eine Mark. 23 Jahre später kaufte sie dasselbe Grundstück für 23,5 Mio Euro zurück. Hmm, Rechenaufgabe: Wenn ich ein Auto im Wert von 100.000 Euro besitze, es verschenke und dann 20 Jahre später das Auto vom Beschenkten für 100.000 Euro zurückkaufe, dann habe ich in Wahrheit 200.000 Euro bezahlt. Für ein und dasselbe Auto. So gesehen bedeutet das zurückgekaufte Stadiongrundstück eher 47 Mio Euro an Kosten für den Hamburger Steuerzahler. Mein lieber Herr Dressel, auf so einen Kracherdeal muss man erstmal kommen! Und bitte, komm mir jetzt keiner damit, Pauli hätte ja auch  so einen Deal bekommen. Die Zecken haben zwar einen neuen Erbpachtvertrag erhalten, aber keine Kohle aus einem Grundstücksverkauf. Allerdings hätten sie bestimmt auch gern das Millerntor für ’ne Mark gekauft.

Wie gesagt, bei der sonst so mitteilungsinkontinenten Hamburger Medienlandschaft herrscht zu diesem Thema absolute Darmverstopfung. Aber vielleicht gibt es ja den ein oder anderen Leser hier, der mehr darüber weiß. Dann nichts wie raus damit. Kommentare, Feuer frei.

Von | 2021-08-03T07:58:21+02:00 31. Juli 2021|Allgemein|44 Kommentare

44 Comments

  1. Maddin 31. Juli 2021 um 08:57 Uhr

    Im November verkündet man stolz den Deal. Im Februar verkündet man stolz die Verträge sind unterschrieben. Und im Juni verkündet man so ganz nebenbei das Geld ist noch nicht da.
    Vor 30 Jahren hätte jeder Chefredakteur und Journalist bei so etwas einen Ständer bekommen. 😁

  2. Hein Blöd 31. Juli 2021 um 09:10 Uhr

    >“Herr Dressel, Herr Wettstein, wie ist der Stand der Dinge? Ist Geld überwiesen worden und wenn ja, wieviel? Sind schon die gesamten 23,5 Mio Euro auf Vereinskonten oder fließt das Geld nach Sanierungsfortschritt, wie in der Mitteilung an die Bürgerschaft vereinbart? Und wie hoch ist überhaupt der Anteil, der von der Gesamtsumme für die Stadionsanierung verwendet werden muss?“<

    Gute Fragen! Zumal aus der Vorstandsecke immer wieder verkündet wurde diese Beihilfe
    wäre nicht Zweckgebunden (Man könne sich wohl auch seine Boni daraus auszahlen lassen).
    Es sind die Hanseln im Rathaus, die uns was von "Zweckgebunden" erzählen wollen.
    Oder vielmehr den kritischen Nachfragen aus der Opposition…

    Schön auch das man mit dem Grundstück auch indirekt die Schulden vom Laden übernahm.
    Muss ja nicht der Fall einer Insolvenz sein, es reicht wenn einer der Gläubiger z.B. einen
    Kredit fällig stellt, welcher der HaSiVau nicht bedienen kann.

    Würde ich als Gläubiger machen, die sicherste Art an sein Geld zu kommen.

    • Michael 31. Juli 2021 um 10:37 Uhr

      Schön auch das man mit dem Grundstück auch indirekt die Schulden vom Laden übernahm.

      Das ist ein Irrglaube

  3. Michael 31. Juli 2021 um 09:51 Uhr

    Was ist mit den Grundschulden in Höhe von 70 Mio Euro?

    Bei Erbpachtverträgen werden die gesicherten Darlehen in ein gesondertes Erbpachtblatt zum Grundbuch eingetragen.
    Damit wird sichergestellt, dass der Grundeigentümer nicht mit diesen Werten belastet wird.

    • Demosthenes 31. Juli 2021 um 10:50 Uhr

      Hallo Michael,
      danke für Deinen Hinweis, aber ist das wirklich so?

      § 24 ErbbauRG
      „Bei einer Zwangsvollstreckung in das Erbbaurecht gilt auch der Grundstückseigentümer als Beteiligter im Sinne des § 9 des Gesetzes über die Zwangsversteigerung und die Zwangsverwaltung.“

      Merkblatt zum Erbbaurecht
      „Weiter ist es auch im Interesse des Eigentümers zu verhindern, dass der Erbbauberechtigte das Grundstück beliebig mit Grundpfandrechten (über-) belastet, da diese Belastungen anlässlich eines sog. Heimfalls durch den Eigentümer zu übernehmen sind, selbst wenn sie die geschuldete Gebäudeentschädigung übersteigen.“

      Und außerdem, wo liegt für einen Kreditgeber der Sinn darin, sich einen Kredit grundpfandrechtlich abzusichern, wenn der Grundstückseigentümer vor dem Zugriff des Kreditgebers geschützt ist. Dann kann man sich den ganzen Bumms doch sparen, oder?

      Gibt’s hier einen Fachmann (Jurist, Immobilieninvestor, Bodenseebanker), der uns weiterhelfen kann? Ist die Stadt bei einer Zwangsvollstreckung geschützt?

      • Michael 31. Juli 2021 um 11:26 Uhr

        Der Heimfall ist keine zwingende gesetzliche Automatik sondern muss im Erbpachtvertrag gesondert geregelt werden.
        Dass die Stadt noch keine Zahlung aus dem Vertrag getätigt hat mag auch damit zusammenhängen, dass noch nicht alle Auszahlungsvoraussetzungen geschaffen wurden. Hierzu gehört die Lastenfreiheit des Grundstücks; die Ausgliederung von dinglichen Sicherheiten auf das Erbbaublatt.

        • Hamuburgmini 31. Juli 2021 um 12:17 Uhr

          Moin,
          angenommen es ist so geregelt. Im Falle einer Ternierung der AG gehört der Stadt das Grundstück. Was passiert mit dem Stadion? Wer ist für den Abriss zuständig? Übernimmt derjenige der die Marke HSV kauft auch die Grundschulden? Was ist wenn sich keiner findet? Die Stadt bleibt auf einem Grundstück sitzen auf dem sich ein Stadion befindet… Schöne Aussichten..

      • EishocKay 31. Juli 2021 um 13:34 Uhr

        Ich habe dazu folgendes gefunden:
        http://www.ramatzka.de/erbbaurechtsvertrage-in-der-insolvenz/

        Ich kann das nicht wirklich beurteilen. Für mich stellt es sich so dar: Geht der Erbbauberechtigte (hier HSV) in Insolvenz, hat der Grundstückseigentümer (hier Stadt Hamburg) ein Recht zur abgesonderten Befriedigung, das heißt er wird bevorzugt behandelt, z.B bei Erlösen aus einer etwaigen Zwangsversteigerung.
        (S. https://www.dahag.de/c/ratgeber/insolvenzrecht/absonderungsrecht/abgesonderte-befriedigung )

        „Soweit die Ansprüche dadurch nicht voll gedeckt werden, ist er im Hinblick auf die persönliche Haftung des Schuldners berechtigt, als Insolvenzgläubiger am Verfahren teilzunehmen.“
        (Zitat aus dem ersten Link)
        Soweit ich weiß ist die HSV Fußball AG die Erbbauberechtigte. Was es da noch zu holen gibt bei einer Insolvenz, kann sich wohl jeder selbst ausdenken.
        Und nein, ich bin kein Anwalt! 😉

  4. Paule 31. Juli 2021 um 10:17 Uhr

    Mal eine Frage an Euch: Die Pressemeute, wenn die nur doofe Fragen stellen … wie wäre es denn, Ihr lasst Euch akkreditieren, so als Journalisten … wenn auch ehrenamtlich … das sollte doch gehen? … DANN stellt Ihr auf den PKs die RICHTIGEN Fragen …. Lieben Gruß, Paule

    PS hat ja bei dem Insolvenzblogger auch offensichtlich funktioniert

    • Demosthenes 31. Juli 2021 um 10:52 Uhr

      Der schnellste Weg zum Klarnamen.

    • Alex 31. Juli 2021 um 11:34 Uhr

      Hallo Paule, das wünscht sich wohl jeder klar denkende HSV-Anhänger schon seit Jahren: Endlich mal einen Medienvertreter zu erleben, der die Eier hat, sinnvolle Fragen auf einer HSV-PK zu stellen. Die Problematik dabei ist weniger, einen Presseausweis zu beschaffen oder eine Akkreditierung vom HSV zu erhalten, sondern letztere auch zu behalten. Wer auch immer die „richtigen“ Fragen stellen würde, müsste davon ausgehen, dass er so eine Veranstaltung zum ersten und zum letzten mal besucht hat. Aber einen Versuch wäre es natürlich wert. Das neue Handy-Stativ ist immerhin schon da…🤭

      • Ex-HSVer+im+Herzen 31. Juli 2021 um 12:40 Uhr

        Genauso ist es! Das wird dann deine erste und letzte Veranstaltung gewesen sein. Das ist doch nichts anderes als eine einzige Kuschelveranstaltung, um irgendwelche Sinn befreiten Artikel verfassen zu können.

  5. St. Patrick 31. Juli 2021 um 10:23 Uhr

    Danke Demo!
    Neben all dem sportlichen Dilettantismus haben wir hier mMn das Thema mit dem meisten Potenzial für echten Enthüllungsjournalismus im besten Sinne. Dass der HSV mit dem Rücken zur Wand steht, ist klar. Ich bin mir aber auch sicher, dass das Thema der Politik pünktlich zur nächsten Wahl um die Ohren fliegen wird. Auch dort scheint man die Stimmungslage in der Stadt vollkommen falsch einzuschätzen. Der Glaube scheint immer noch zu sein, dass der große HSV ein Sympathieträger in der Bevölkerung ist, die es der Politik zum Vorwurf machen würde, wenn der Club ohne Unterstützung in die Insolvenz ginge. Ich bin mir aber sicher, dass es nur wenige gibt, die tatsächlich in dieser Richtung Stimmung machen würden. Dabei handelt es sich wahrscheinlich größtenteils um die gleichen armen Seelen, die die Fananleihe 1 und 2 gezeichnet haben. Alle anderen Wahlberechtigten werden der Politik einen Vogel zeigen, wenn am Ende herauskommt, dass jeder einzelne hier seinen steuerlichen Beitrag leisten soll. Dies wäre nur dann anders, wenn der HSV noch zur Identitätsstiftung der Stadtbevölkerung beitragen würde. Hierzu wären aber bis 2024 sportliche Erfolge in der 1. Bundesliga und ein seriöses, demütiges auftreten aller Club-Verantwortlichen und Spieler über einen längeren Zeitraum notwendig. Wir in diesem gallischen Arena-Dorf wissen, dass es so niemals kommen wird! Also stellen wir schon mal die Getränke kalt, besorgen ausreichende Vorräte an Chips und Popcorn, richten den Sessel bequem aus und freuen uns auf das grandiose Finale…

    • Demosthenes 31. Juli 2021 um 11:05 Uhr

      Dazu kommt noch eines: Was ist, wenn wir in zwei Jahren feststellen müssen, dass das mit der Stadionsanierung nicht geklappt hat und keine Spiele in Hamburg stattfinden?

      Wer wird dann zur Verantwortung gezogen: Wettstein, Boldt (hat den Vertrag auch unterschrieben), Dressel, Grothe? Wie gut das klappt, hat man ja bei Olaf und der Warburgbande gesehen bzw. beim HSV seit 20 Jahren. Schuld sind immer die anderen.

      • Michael 31. Juli 2021 um 18:53 Uhr

        Was ist, wenn wir in zwei Jahren feststellen müssen, dass das mit der Stadionsanierung nicht geklappt hat

        Dann bekommt der DFB ein Problem.

        • Demosthenes 31. Juli 2021 um 18:57 Uhr

          Oder es wird einfach woanders gespielt.

          • Michael 31. Juli 2021 um 19:03 Uhr

            Darauf läuft es dann wohl hinaus

  6. MoinMoin 31. Juli 2021 um 10:25 Uhr

    Für den Fall, dass der Grundstücksverkauf – wie die Fragen andeuten – mit einem Grundschuldübergang und unpräziser Zweckbindung der Kaufsumme erfolgt ist, dann haben die Verantwortlichen im Interesse des Vereins verhandelt. Eine weitere Frage im Gesamtzusammenhang: Entspricht der Kaufpreis dem Grundstückswert?

  7. jusufi 31. Juli 2021 um 10:41 Uhr

    „Tim, hast du schon einen Lieblingssupermarkt in Hamburg und isst du gerne gesalzene Butter?“

    Ich vermute, die oben stehenden Fragen werden nicht gestellt, weil die Antworten zu kompliziert für die Fragesteller sein könnten. Schließlich sind das Sportberichterstatter und keine ernstzunehmenden Journalisten.

  8. Stefan Jahn 31. Juli 2021 um 10:55 Uhr

    Ich wünsche dem neuen Team viel Spaß und Erfolg.
    „Pauli“ und „Zecken“ in Texten gab es bisher hier nicht. Hatte wohl – meine Vermutung – mit Respekt oder so zu tun.

    • Demosthenes 31. Juli 2021 um 11:09 Uhr

      Ich habe großen Respekt für den Fußball-Club St. Pauli von 1910 e.V..

    • Alex 31. Juli 2021 um 11:37 Uhr

      Danke für die guten Wünsche, Stefan. Aber mit deiner Einschätzung liegst du falsch.

    • Ex-HSVer+im+Herzen 31. Juli 2021 um 12:41 Uhr

      „Zecken“ ist in diesem Kontext eher liebevoll gemeint und nicht respektlos.

  9. vsabi 31. Juli 2021 um 12:02 Uhr

    Habe mir auf grund der Kommentare zu PK’s die beiden ersten einmal angeschaut. Ich kann nicht erkennen, das von diesen Hanseln die Intelligenz ausreicht, Fragen zum “ Steuerbetrug “ zu stellen. Sicher sind diese Luschen auch nicht die kompetenten Ansprechpartner ! Hier sollte der Sanierer und Herr Dressel angesprochen werden.
    Eine Frage: Könnte bei dem Gesamtkonzept wie oben beschrieben, ein GLÄUBIGER , hier Herr Kühne, einen Nutzen ziehen ?

  10. Ex-HSVer+im+Herzen 31. Juli 2021 um 12:44 Uhr

    Die ganze Geschichte stinkt zum Himmel. Und es wird betrogen und in die eigene Tasche gewirtschaftet wo es nur geht. Das liegt doch auf der Hand. Die beteiligten Parteien werden wie immer damit durchkommen, weil keiner ernsthaft dagegen vorgeht.

    Mal im Ernst: was wäre so schlimm daran, wenn wir keine EM Spiele haben? Das interessiert doch keine Sau mehr seitdem der Fussball so korrumpiert wird. Oder der Sport im Allgemeinen. Olympia? Wer jnteressiert sich denn für Olympia 2021? 🤷🏻‍♂️

  11. Angelfreund 31. Juli 2021 um 12:56 Uhr

    Das Beispiel mit dem Auto hinkt etwas, denn es suggeriert, dass das Stadion vorher schon den Wert von 23,5 Mio hatte. Bei einem Auto ist es etwas einfacher den Wert zu ermitteln. Das Stadion wurde 1953 erbaut und 45 (!) Jahre später für eine Mark „verschenkt“. Die 47 Mio sind spekulativ, im besten Fall.
    Ich möchte den Deal auf keinen Fall verteidigen, aber Halbwissen sollte nicht als Fakt verkauft werden.

    • Demosthenes 31. Juli 2021 um 13:54 Uhr

      Lieber Angelfreund,
      stimmt, die Zahl ist spekulativ.
      Es ging im Beispiel auch eher darum, zu illustrieren, dass die Stadt zweimal Steuergelder investiert hat.

  12. ausgegliedert 31. Juli 2021 um 13:45 Uhr

    Danke für den Blog 👍!

    Die berechtigten Fragen werden wohl nie gefragt werden.
    Erst die nachfolgenden Verantwortlichen im Senat und Verein müssen sich evtl. damit befassen. Einheitlicher Tenor wird dann vermutlich etwas wie „wie schweres Amt übernommen“ oder „müssen wir erst genau analysieren“ sein…

  13. Andreas 31. Juli 2021 um 14:44 Uhr

    @Tom,
    Ich kann das gut verstehen das die Jungs hier anonym bleiben wollen.
    Wie schnell knallt bei einem verstrahlten Fan mal die dünnwandige Sicherung durch und die nächste Berichterstattung gibt es aus dem Krankenhaus.

    Lg
    Andreas

  14. Maq 31. Juli 2021 um 15:19 Uhr

    Frage:
    Auf der letzten Jahreshauptversammlung wurde der AR oder Vorstand von den Rechnungsprüfern nicht entlastet, wenn ich das so richtig im Hinterkopf noch habe.

    Wie ist das dann genau zu bewerten und welche Auswirkungen hat so etwas für die nächste Versammlung?

  15. Goldfather 31. Juli 2021 um 15:44 Uhr

    @Tom

    Es geht hier nicht darum Grave zu kopieren, sondern sich den kritischen Blick auf einen Club zu bewahren der mittlerweile das Problem aller Hamburger ist, weil er Steuergelder in erheblicher Höhe in Anspruch nimmt. Alex Blogs zum Trainingslager inklusive der Videos waren alles andere als langweilig, sondern haben einen detaillierten Blick hinter die Kulissen der Saisonvorbereitung gegeben.

    Wenn der Blog ohne Grave erst einmal ein wenig Fahrt aufgenommen hat werden sicherlich auch Insiderinformationen ihren Weg finden. In einem Verein wie dem HSV gibt es immer Leute die etwas mehr zu erzählen haben.

    Ich persönlich gehe davon aus, dass die Sanierung des Stadions durchaus das Doppelte bis Dreifache kosten könnte und es möglicherweise noch viele schöne Stunden in der Bürgerschaft geben könnte. Als Hamburger, dessen Ansprüche an bauliche Unternehmungen mit der Elbphilharmonie gewachsen sind, erwarte ich bei Bauvorhaben, die durch die Stadt bezahlt werden, mindestens Faktor 3, ausgehend von den ursprünglichen Kostenplänen. Dann wären wir allerdings schon bei 60 Millionen €.
    .
    Wer weiß was die Gutachter und Handwerksmeister noch alles entdecken, wenn sie erst einmal die eine oder andere Verkleidung runtergerissen haben oder das eine oder andere Rohr mit einer Videokamera durchfahren haben. So ein Stadion ist kein Einfamilienhaus und die Ansprüche der UEFA orientieren sich gegenwärtig an Fußballtempeln die von Milliardenunternehmen betrieben werden.
    .
    Dabei wird es nicht nur um neue Pissrinnen gehen sondern auch um neue Leitungen für Strom und Daten. Es wird zudem um bauliche Veränderungen gehen, die aus den bisherigen provisorischen Corona-Maßnahmen feste, dauerhafte und zugleich komfortable Einrichtungen macht.
    .
    „Oder wollen sie das in zwei Jahren wieder umbauen“? – Dies wird der Satz sein, der die Geldmaschine für das hiesige Baugewerbe zum laufen bringen wird. Hinzu kommen selbstverständlich noch unplanmäßige Belastungen durch Corona, Klimawandel, Maul und Klauenseuche, so dass Frank Wettschein nicht umhin kommen wird ein ums andere Mal eine Erhöhung der städtischen Beteiligung einzufordern.

  16. atari 31. Juli 2021 um 16:49 Uhr

    Die Welt und auch Hamburg sind voller Korruption. Hamburg hat ohne Ende unsinnige Projekte die Steuergelder verschwenden. Gegen all das ist die Angelegenheit HSV Grundstück ein Witz.

    • ottensener 31. Juli 2021 um 17:40 Uhr

      Nicht dein Ernst, oder?
      ODER?

      • atari 31. Juli 2021 um 18:07 Uhr

        Doch das ist mein voller Ernst. Ich möchte damit sagen, dass es mich absolut nicht mehr aufregt und nicht das es dadurch automatisch richtig ist. Es gibt so viele schlimmere Dinge! Denn was genau ist denn bis jetzt wirklich passiert?

    • Hein Blöd 31. Juli 2021 um 17:59 Uhr

      Mit solch einer Aussage kann man jede Schweinerei verharmlosen.
      Den Finger auf andere zeigen macht sowas nicht besser, wie ich finde.