Kein Sex mit der Ex

Oder: Warum haben so viele ehemalige Spieler Ihren Ex-Verein HSV nicht mehr lieb?

Der aktuelle Abriss der letzten verbliebenen Ost-Säule verläuft nicht grade leise und reibungslos. Himbeer-Toni fiel erst im Derby durch unangenehm Lascheteske Fröhlichkeit auf, lieferte sich anschließend ein angebliches Kabinenwettbrüllen mit Oberochsenfrosch Walter und kippte dann erneut beim Darmstadt-Spiel Lachgas ins Bankdrücker-Feuer. Für den prompt erfolgten Rausschmiss revanchierte er sich mit einem saftigen Post bei Instagram“:

 

 

Der eine sagt, sein Account wurde gehackt. Die anderen sagen, er habe das schon selbst gepostet, aber auf drängende Intervention von Beratern, Vereinsoberen oder Ehefrau den Eintrag dann auch schnell wieder gelöscht. Dumm nur, dass das Internet, wie die meisten seiner Gegenspieler auch, schneller ist als der hüftsteife Anfangdreissiger.

Ob Fake oder nicht, sei mal dahingestellt. Das weiß ohnehin nur Leistner selbst plus eine Handvoll Eingeweihter. Aber es stellt sich eine andere Frage: Warum reden eigentlich so viele ehemalige HSVer schlecht über ihren Ex-Verein? Dieses mediale Nachkarten kennt man eigentlich nur von der Hamburger Presse gegenüber den Abgängern. Das auch andersrum ein Schuh draus wird, zeigt diese Chronik:

 

Filip Kostic

Nachdem der Serbe nach zwei mäßig erfolgreichen HSV-Jahren zur Eintracht wechselte, ließ er gegenüber dem Frankfurter Fan-Magazin „Eintracht vom Main“ diese wenig freundlichen Worte über seinen Ex-Verein vom Stapel:

„Der HSV ist ein großer Verein, der damals als Dino der Bundesliga galt. Ich hatte dort allerdings wenig Glück und musste den Verein verlassen. Dann kam die Eintracht, hat mich wieder ins Leben zurückgeholt und meine Karriere wiederbelebt.“

Wow, starker Tobak. Ins Leben zurückgeholt. Wiederbelebt. Worte voller Selbstmitleid. Dabei konnte der als Leistungsträger geholte Flügelflitzer nie sein Potential abrufen. 2018 war er Teil der Abstiegsmannschaft und anschließend sich zu fein für die zweite Liga. Kostic wurde erst verliehen, dann verkauft. Aber wieso klingt er so, als sei er an allem unbeteiligt? Man möchte ihm zurufen: Wo warst Du eigentlich die letzten beiden Jahre und warum hast Du nicht mehr für Dein Glück (und das des HSV und seiner Fans) getan? 

 

Lewis „Kasper“ Holtby

Kaum wurde der Vizekapitän und selbsternannte Wunderspieler unter Neu-Trainer Wolf erst kalt- und dann freigestellt, findet er nur wenig später gegenüber sport.de und im 11 Freunde-Interview diese zahlreichen, nach tiefer Enttäuschung klingenden Sätze für den Laden, bei dem er jahrelang Millionen rausschleppte:

„Was damals beim HSV für Gehälter gezahlt wurden und wie wir da als Mannschaft gespielt haben, das stand in keinem Verhältnis zueinander.“

„Ich wurde oft nur als raffgieriger Geldgeier hingestellt. Das war ungerecht.“

„In England habe ich in anderthalb Jahren mehr gelernt, als in allen Profijahren zuvor.“

„Enge Bindungen aufzubauen ist schwer, dafür herrscht einfach zu viel Stress um den Verein. Hamburg ist eine sehr laute Stadt.“

„Gefühlt war es ein verlorenes Jahr, aber hinterher ist man immer schlauer“

Oha, da hat aber jemand jede Menge unverarbeiteten Trennungsschmerz. Da passt es wie die Faust aufs Auge, dass bei kaum einem Spieler die Diskrepanz zwischen großer Klappe und realer Leistung auf dem Platz so riesig war wie bei Lewis. Und was das ganze Herzensverein-Gerede und die Rautenküsserei wert ist, nämlich weniger als nichts, erfährt der Fan in einem kurzen Satz: 

„Von Hamburg wird nichts bleiben!“

 

Christoph Moritz

Der eher ruhige und unauffällige Mittelfeldspieler jammert nach seinem Abgang lautstark über die mathematische Allgemeinsituation und zickte besonders gegen Chefcoach Dieter Hecking:

„Viermal draußen sitzen, einmal reinkommen – das ist keine Quote, mit der ich leben kann.“

„Die Stimmung in der Kabine war schon zu schlecht.“

„Viele fühlten sich links liegen gelassen vom Trainer.“

 

Sven Ulreich

Kaum kehrte die gefallene Säule zurück an die Säbener Straße, trat der hochbezahlte Zitterfuß im TM-Interview in Richtung Sylvesterallee nach:

„Es gab ein paar Faktoren, die nicht so gepasst haben, die ich nicht näher erläutern möchte. Es war ein Jahr für mich, das ich mir anders vorgestellt, in das ich sehr viel Hoffnung reingesteckt habe. Leider ist es nicht so gekommen. Das ist enttäuschend.“

„Man hat Dinge gesehen hat, bei denen man sagt: Das möchte ich so nicht haben. Es ist wichtig, auch mal so etwas durchzumachen.“

„Ich habe vieles vorgefunden, was ich so nicht erwartet hatte.“

 

Klaus „Jetzt neu ohne Kappe“ Gjasula

Spürt bei Neuverein Darmstadt zwar eine große Befreiung durch Helmverzicht, aber dafür nur noch wenig Liebe für Ex-Verein und -Heimatstadt:

„Ich wurde aus jeder Ecke attackiert.“

„Das nimmt dir den Spaß am Fußball. Wenn du dich nicht mehr wohlfühlst, kannst du auch deine Leistung nicht abrufen.“

„Die Attacken sind heftiger als anderswo.“

 

Aber es sind nicht nur ehemalige Spieler, die schlecht über den HSV reden.

 

Heribert Bruchhagen

Ließ ein halbes Jahr nach seiner Entlassung kein gutes Haar am dem von ihm selber geleiteten Verein und knallt vor allem Holtby und Nachfolger Hoffmann was vorn Latz:

„Wenn Spieler wie Lewis Holtby sagen, ‚Jetzt macht mir Fußball wieder Spaß‘, dann fällt einem dazu nichts mehr ein. Solche Spieler haben beim HSV drei bis vier Millionen Euro verdient, aber sie haben dem Beiersdorfer den Job gekostet, dem Gisdol den Job gekostet, dem Todt, dem Hollerbach und am Ende auch noch mir.“

„Bernd Hoffmann hatte einen Masterplan. Er wollte unbedingt zurückkehren und hat das dann sehr geschickt gemacht. Das war alles vorhersehbar, und es war auch immer klar: Wenn Bernd Hoffmann diesen Job haben will, dann kriegt er ihn auch.“

 

Wohlgemerkt, das alles kam von hochbesoldeten Profis und Vereinsverantwortlichen, die hier mit dem üblichen medialen Getöse aufliefen und Sprüche klopften wie „großer Verein, tolle Stadt, super Fans, Raute im Herzen, usw.“, sich die Taschen voll machten und es auch sonst gut ausgehalten haben in der Wohlfühloase. Schön ist auch das gerüttelt Maß an Selbstmitleid. Wie sich die Fans dabei fühlen, scheint keinen der Herren zu interessieren. Mal abwarten, ob bei Leistner schon die Messe gelesen ist oder ob da noch was nachkommt.

 

Zum Schluß: Einer der Unsterblichen ist heute im Alter von 80 Jahren von uns gegangen, RIP Charlie Watts.

Von | 2021-08-26T20:10:28+02:00 25. August 2021|Allgemein|30 Kommentare

30 Comments

  1. Gravesen 25. August 2021 um 08:17 Uhr

    „Fun Fact“: Was die Meisten bereits wieder vergessen haben, besonders diejenigen, die lauthals erklären, der HSV hätte kein Geld für signifikante Verstärkungen – der Verein hat vor der letzten Saison insgesamt € 3,5 Mio. an Beraterzahlungen geleistet und damit mehr als mindestens 5 Bundesligisten. Das Versagen der Herren Boldt und Mutzel beruht demnach nicht auf „zu wenig“ Geld, sondern sie haben schlicht und ergreifend keine Ahnung, was sie da eigentlich tun. Oder aber, und das wäre fast noch schlimmer, sie wickeln ausschließlich Transfers ab, die nicht für den HSV, sondern für ihre eigene Brieftasche von Vorteil sind. Football Leaks lässt grüßen, „Boldinho“

  2. Arnold 25. August 2021 um 09:08 Uhr

    Das ist kein „Post“ sondern ein Ausschnitt auf einer DM (direct message)

    • Demosthenes 25. August 2021 um 09:44 Uhr

      Entschuldige Arnold, ich weiß. Aber ich habe die zu kurz geratenen Gänsefüßchen korrigiert. Ich beziehe mich oben auf die Aussage eines dem Hamburger Abendblatt nur vage bekannten HSV-Blogger.

  3. Alex 25. August 2021 um 09:50 Uhr

    Wo Du Heribert „Die Zeit der Klatschen ist vorbei.“ Bruchhagen gerade erwähnst… Ich weiß aus sicherer Quelle, dass der selbstgefällige Totengräber des HSV („Diese Frage steht Ihnen nicht zu.“) in seiner Zeit als Vorstandsvorsitzender meist dadurch auffiel, dass er bei offiziellen Anlässen stets mit einem gut gefüllten Gläschen Wein durchs Bild wankte.

  4. Stellingen 88 25. August 2021 um 10:51 Uhr

    Mir gefällt das bislang sehr gut, was Alex und Demosthens hier so als Nachfolger auf die Beine stellen. Es muss eine tierische Arbeit sein, jeden Tag etwas zu schreiben, und dabei auch interessante Themen zu haben.

    Eine Anregung habe ich: Lasst doch solche Sprüche wie Zoni-Toni weg. Toni Leistner ist im August 1990 geboren und in einem glücklicherweise wiedervereinigten Deutschland aufgewachsen. Wenn er sich schlecht benimmt, hat das eher was mit seiner Kinderstube zu tun als mit seinem Geburtsort. Einer der letzten herausragenden Spieler beim HSV war sicher Thomas Doll. Den hätte man auch nicht Zoni-Tommi genannt.

    In dem Sinne, alles Gute

    • atari 25. August 2021 um 10:56 Uhr

      Danke!!!

    • Demosthenes 25. August 2021 um 11:31 Uhr

      Danke, Stellingen 88

    • Angelfreund 25. August 2021 um 11:40 Uhr

      Auch das ist Teil der Hamburger Kultur. Spieler, die nicht liefern, obwohl bekannt ist, woran es liegt, werden verunglimpft. Schade eigentlich.

      • Goldfather 25. August 2021 um 14:56 Uhr

        Eigentlich ist es seit jeher Teil der Fußballkultur. Es gibt wenige Clubs auf der Welt deren Fans ihre Lieblinge auf ihrem Weg von der internationalen Spitze bis in den Amateurbereich kritiklos begleiten. In Südamerika wird es bisweilen gar lebensgefährlich für Spieler und Funktionäre.
        .
        Am härtesten erscheint es mir jedoch beim deutschen Rekordmeister zu sein.

        Uli Hoeneß:
        .
        Über die Herbstmeisterschaft 2011: „Wenn du immer Zweiter, Dritter, Vierter mit zehn Punkten Abstand bist, macht dich das krank, und da hast du keine schönen Wochenenden.
        .
        „Mit van Gaal haben wir das Double geholt und standen im Champions-League-Finale. Dass der menschlich eine Katastrophe war, steht auf einem anderen Blatt. Fachlich war er top.“
        .
        „Eine Biografie? Von mir? Nein. Never ever! Wenn ich die Wahrheit über das, was ich alles erlebt habe, schreiben würde, müsste man etwa zehn Bände machen – und ich müsste nach der Veröffentlichung nach Australien auswandern.“
        .
        Über Lothar Matthäus: „Solange Karl-Heinz Rummenigge und ich etwas beim FC Bayern zu sagen haben, wird der bei diesem Verein nicht mal Greenkeeper im neuen Stadion.“
        .
        Über WM-Qualifikationsspiele gegen „Exoten“: „Wenn man gegen Liechtenstein spielt, kann man auch gegen den FC Tegernsee spielen!“
        .
        Über sein Verhältnis zum FC Bayern: „Ein Uli Hoeneß lässt den FC Bayern nie im Stich. Und wenn irgendein Problem entsteht, würde ich zur Not hier sogar ein halbes Jahr den Platzwart machen.“
        .
        Zitatende

        Anhand dieser relativ harmlosen Zitate kann man ermessen wie extrem die Leistungskultur beim FC Bayern ausgeprägt ist. Und man kann sich zudem dahingehend sicher sein, dass es intern wesentlich härter zur Sache geht, wenn ein Spieler seine Leistung nicht abruft.
        .
        Toni Leistner wäre bei den Bayern schon lange weg vom Fenster gewesen.
        .
        Tim Walter hingegen hätte bei den Bayern noch maximal bis zur Winterpause, um sich entweder auf Platz 1 oder 2 in der Liga einzufinden. Allerdings gibt es einen entscheidenden Unterschied: Die Bayern stellen ihren Trainern den bestmöglichen Kader auf den Platz und erwarten dann nichts anderes, als sämtliche nationalen Titel und alle drei bis vier Jahre einen internationalen.
        .
        Im Vergleich dazu ist der HSV eine Wohlfühloase in der es Verträge gibt die nicht an Leistung gekoppelt sind. Niemand erwartet Titel. Schon seit Jahrzehnten hätte der HSV, ausgehend von einem relativ niedrigen Grundgehalt, mit großzügigen Leistungsprämien arbeiten müssen, um den Spielern klar zu machen, weshalb sie die Raute auf dem Hemd haben.
        .
        Stattdessen ging es eher darum wie das Geld, welches die Fans ins Stadion und die Geschäfte getragen haben, mit dem geringsten Aufwand auf den Konten der Funktionäre, Berater und Spieler landet.

        • Alex 25. August 2021 um 15:53 Uhr

          Wo du gerade die Verhältnisse in Südamerika ansprichst… Lange vor der epischen 1:7 Niederlage gegen Deutschland hatte Brasilien bereits ein anderes Trauma zu verarbeiten. Hier ein interessanter Bericht und spannender Einblick in die südamerikanische Fankultur…

          https://www.welt.de/geschichte/article128970396/Das-Trauma-von-1950-quaelt-Brasilien-noch-heute.html

          • Goldfather 25. August 2021 um 19:20 Uhr

            „Überall gibt es eine unheilbare nationale Katastrophe, etwas wie Hiroshima. Unsere Katastrophe, unser Hiroshima, war die Niederlage gegen Uruguay im Jahre 1950“. (Nelson Rodrigues)
            .
            Die 7:1 Niederlage gegen Deutschland bei der WM 2014 war für die Brasilianer schlimm, aber bei weitem nicht mit 1950 zu vergleichen. Aus deutscher Sicht wird dieses Spiel jedoch auf ewig seinen Platz in der Hall of Fame haben.
            .
            Und so sehr der Abschied von Joachim Löw als Bundestrainer auch überfällig gewesen ist, so sehr wird Fußballdeutschland ihm für dieses Spiel auf ewig dankbar sein.
            .
            Für mich persönlich war es vollkommen egal, was Löw nach 2014 für eine Performance als Bundestrainer hatte, da er einen uneingeschränkten Blankoscheck besaß und sich von mir aus auch 90 Minuten durchgehend auf einer Liege neben dem Spielfeld, während irgendeines Länderkicks, von zwei thailändischen Masseusen hätte versorgen lassen können.
            .
            Und in der Tat sahen die Darbietungen der Nationalmannschaft nach 2014 auch tatsächlich so aus.
            .
            https://www.youtube.com/watch?v=jW5jobEpkk4&t=2258s
            .
            https://www.youtube.com/watch?v=ShQhFKgWaeQ
            .
            Doch während es für die Fans der DFB-Elf mit Hansi Flick wieder bergauf gehen wird, bewegt sich der HSV auf seinem Höllentrip stetig von einer Absurdität zur nächsten.

  5. tiger 25. August 2021 um 12:49 Uhr

    Ich frage mich die ganze Zeit, warum dieser sogenannte Post so skandalisiert wird,
    und keiner die Frage stellt, ob der Toni mit seiner Aussage nicht vielleicht recht hat.
    „Hunke-Prinzip“?

    • Demosthenes 25. August 2021 um 12:56 Uhr

      Skandalisiert? Nein, thematisiert. Und die Frage stellt keiner, weil: Er hat Recht. Wenn er das geschrieben hat. Vielleicht will er auch einfach nur weg, da er ohnehin bei TW nicht gesetzt ist.

  6. Fohlenstall 25. August 2021 um 12:53 Uhr
  7. Gravesen 25. August 2021 um 12:58 Uhr

    Favorit für die diesjährige Augenkrebs-Verleihung: Die Mopo

    Kein Tag mehr ohne neue Schlagzeilen um Toni Leistner. Nun haben die Querelen um den Innenverteidiger offenbar ein neues Level erreicht: Nach MOPO-Informationen wird Leistner bereits am Mittwoch nicht mehr am Training der Profis teilnehmen – weil sich Coach Tim Walter für dagegen ausgesprochen haben soll.

    • Fohlenstall 25. August 2021 um 13:21 Uhr

      ….hat Simon dann mal ganz schnell korrigiert 😀.

  8. tiger 25. August 2021 um 13:04 Uhr

    Ich meinte ja auch nicht von Euch,
    sondern von der ach so kritischen Presse!
    Ach was soll es, ist ja alles gesagt.

    • Alex 25. August 2021 um 13:13 Uhr

      Aber „die Presse“ kennt das Hunke-Prinzip ja gar nicht bzw. die stillen Mitleser würden niemals zugeben, dass sie es kennen und folgerichtig würde es auch niemand anwenden. Das Hunke-Prinzip ist ja ein Eigengewächs dieses Blogs. Also hast du doch schon ein wenig uns gemeint. War aber sicher nicht böse gemeint…

  9. tiger 25. August 2021 um 13:24 Uhr

    natürlich nicht!

  10. Martin 25. August 2021 um 13:31 Uhr

    Leistner und Hamburg gehen getrennte Wege. Nach Zerwürfnis mit Trainer Walter. Ohne Worte 🤣

  11. Tommy 25. August 2021 um 13:48 Uhr

    Wo sind den jetzt die ganzen Orgs im rosa Trikot (XXL)? Werden sie „ihren“ Toni auch wieder verteidigen? Nachdem der Assi auf die Tribüne gestürmt ist, gab es ja kein Halten mehr.

    Man muss es Walter aber auch lassen, er bestätigt seinen schlechten Ruf noch schneller als Gedacht (ok, eigentlich schon bei der Antritts-PK).

    Gute Nacht an den Drecksladen, der nur noch sowas einstellen kann.

    • Alex 25. August 2021 um 15:38 Uhr

      Tommy, es ist weder angemessen noch zielführend, Toni Leistner als Assi zu bezeichnen. Die Ereignisse in Dresden sollte man vom Sportlichen trennen. Er ist einfach nicht der „Säulenspieler“, zu dem ihn der Totalversager Jonas Boldt machen wollte. Auch ist er nicht der Mentalitätsspieler, zu dem ihn Dauerhüpfer und Hofberichterstatter hochsterilisieren (Achtung Running Gag) wollen. Und schon gar nicht hätte man mit ihm den Aufstieg noch geschafft. Das größte Märchen ist allerdings die Behauptung, dass Ambrosius an seiner Seite wachsen konnte und dadurch die notwendige Stabilität erhalten hat. Tatsächlich ist dieser Effekt bereits in den ersten Spielen der vergangenen Saison eingetreten, als Heyer und Ambrosius sehr gut miteinander harmoniert haben und sich dadurch ständig verbessern konnten. So wie in der aktuellen Saison eben Schonlau und Heyer die geeigneten Spieler für die Innenverteidigung wären. Aber von dieser Erkenntnis waren und sind die jeweiligen Übungsleiter so weit entfernt, wie der HSV von der nächsten deutschen Meisterschaft. Toni Leistner ist einfach nur ein durchschnittlicher Zweitliga-Innenverteidiger mit strammen Waden und zu wenig Geschwindigkeit, nicht mehr und nicht weniger. Und nun ist er weg, untergegangen im Mahlstrom von Faulheit, Arroganz und Inkompetenz der HSV-Verantwortlichen.

  12. Namotrip 25. August 2021 um 14:48 Uhr

    HSV verlängert Vertrag mit „“Sturm-Juwel““. Es geht wieder los.

    https://hsv24.mopo.de/2021/08/25/laut-bericht-hsv-verlaengert-vertrag-mit-sturm-juwel-bis-2024.html

    Junge, Junge, Junge.

  13. jandpunkt 25. August 2021 um 15:07 Uhr

    Wirklich ganz ohne „Mimimi“… aber Meißner kommt von St. Pauli, hat dort die relevante Zeit der Jugend verbracht und lediglich ein Jahr in der Zweiten des HSV verbracht, in der diese kaum gespielt hat. Bei „Moin Volkspark“ wird regelmäßig geschrieben, dass der aus der eigenen Jugend kommt, hier glaube ich teilweise auch. Ich glaube auch in der Mopo, mindestens wird es bei Artikeln mit St. Ellingen Tendenz verschwiegen. Fremde Federn und so…

  14. Bauer 25. August 2021 um 15:09 Uhr

    Ich kann Tribünen Stürmer Toni in diesem Fall nur Recht geben, auch wenn die Art und Weise zu seinem bisherigen Auftreten passt. Ein Verein gibt allen Angestellten die Philosophie vor. Welches Spielsystem wird ab der E Jugend mit welchen Spielertypen gespielt, dazu 2 Ausweichsysteme. Die Trainer haben mit dem zu arbeiten, was ihnen der Verein bereit stellt. Es kann nicht jeder Trainer nach SEINEN Spieler fragen und wenn er dann nach ein paar Monaten wieder weg ist, hat der neue Trainer die alten Spieler an der Backe. Mit diesen kann er dann nicht, bittet wieder um andere Spieler und vor allem Geduld…Immer der gleiche Scheiß.

    Boldinhos Säulen innerhalb von 12 Monaten alle komplett vom Hof, was für ein glorreiches Scheitern, aber dafür werden auch wieder andere Schuld sein. Mehr kann sich die sportliche Leitung einfach nicht blamieren und bis spätestens Weihnachten ist auch ihr 6 Trainer weg. Konsequenzen wird es trotzdem nicht geben. Versager vor dem Herrn!

    Ein Juwel…das in dieser Saison keine Min gespielt hat? Messi hat bis zu seinem 21.Lebensjahr bereits 78 Liga Spiele mit 31 Toren in der ERSTEN Liga gespielt…

    Gibt es eigentlich vertrauliche Quellen, ob das SPpiel gegen Darmstadt tatsächlich von 17900 Zuschauern besucht war? Ich habe den Kartenverkauf täglich beobachtet, am Samstag waren noch hunderte Plätze frei. Ich glaube, hier wurde wiedermal gelogen…

  15. bananenflanke 25. August 2021 um 16:49 Uhr

    ich würde gerne noch mal etwas aufnehmen, dass gravensen heute „Das Versagen der Herren Boldt und Mutzel beruht demnach nicht auf „zu wenig“ Geld, sondern sie haben schlicht und ergreifend keine Ahnung, was sie da eigentlich tun. Oder aber, und das wäre fast noch schlimmer, sie wickeln ausschließlich Transfers ab, die nicht für den HSV, sondern für ihre eigene Brieftasche von Vorteil sind.“ und goldfather gestern „Andererseits kommt Klaus-Michael seinem großen Traum vom Alleinbesitz der HSV-Raute immer näher“ in den raum gestellt hatten.
    kann es vielleicht sein, dass boldt gar kein ahnungsloser versager ohne plan ist, sondern einen guten, ja sogar einen exzellenten job macht mit einem plan der von KMK an die hand gegeben wurde. nur halt nicht im sinne den verein sportlich nach vorne zu bringen, sondern durch bewußte schei**transfers und häufigere trainerwechsel/-entlassungen, die immer schön auf der payroll hängen, in den finanziellen ruin zu treiben. unterstützt durch seine vorstandsbuddys – so kann KMK gut in stellung gebracht werden.

  16. Vsabi 25. August 2021 um 17:28 Uhr

    Die These von der Übernahme des Gönners( ironie) ist nicht Fantasie. Beiersdorfer war schon indirekt auf der Lohnliste von Kühne. Gernandt Aufsichtsrat-Chef und einige Konsorten im Rat wurden zielgerecht plaziert. PINSELREINIGER hat ein Dauerflugticket nach Mallorca. Der Finanztrickser wird geduldet und von seinem Gönner zeitnah entsorgt, wenn die Übernahme erfolgt ist. WITZBOLDT und Taschenspieler werden mit hohen Abfindungen/Schweigegeldern in Pension geschickt. Der Totengräber duldet keine LUSCHEN ! Der Trainer ist eine ausgesuchte Marionette mit Garantie zum Nichtaufstieg!
    FOOTBALL LEAKS und das Märchen von ROM waren ein erfolgreiches Bewerbungsschreiben für diese Sauerei !

  17. Gravesen 25. August 2021 um 19:19 Uhr

    Jetzt fehlen nur noch Helm-Peter und Dino Hermann. Ein Verein verkommt endgültig zur Kasperbude.

    Nach Abendblatt-Informationen soll bereits zeitnahe der zuletzt fünfköpfige AG-Aufsichtsrat um zwei Kontrolleure erweitert werden: Michael Papenfuß, Schatzmeister vom e.V.-Präsidium, und Henrik Köncke, dem Vorsänger der mittlerweile aufgelösten Ultra-Gruppierung Poptown. Dabei dürfte besonders die bevorstehende Nominierung von Ex-Capo Köncke auf großes Interesse sorgen.

    Jansen hält viel von Köncke, den er bereits seit Jahren kennt. Und auch Markus Frömming, der mit Jansen zusammen den Strategieausschuss innerhalb des Aufsichtsrats bildet, hat Köncke bereits kennen und schätzen gelernt.

  18. BesuchausdemSüden 25. August 2021 um 19:22 Uhr

    Egal wo Walter Trainer war, am Ende gab es immer Ärger. Sei es mit Spielern, Verantwortlichen oder Medienvertretern. Kann man überall nachlesen und ist auch allgemein bekannt. Genauso wie seine Spielweise und seine „speziellen“ Trainingsmethoden. In diesem Land gab es aber genau einen Sportdirektor dem dies egal war oder davon nix wusste.

  19. Gravesen 26. August 2021 um 07:05 Uhr

    Und wie immer, live aus Punxsutawney, tritt das Abendblatt, hier in Person von Dummgrinser Jacobs, dann kräftig nach, wenn die Fakten (Entlassung von Leistner) unübersehbar sind und nicht dann, wenn die Fehler passieren. Noch vor einem Jahr wurde die Verpflichtung der Salzsäulenspieler abgefeiert wie die Jahrtausendwende, nun war war es plötzlich ein „Fehlplanung des Clubs“. So ein Zufall aber auch. Leider sind die Hofberichterstatter rund um den Verein der weitaus größere Fehler.

    Seinen Ursprung hat das unwürdige Leistner-Ende aber weder in einer angeblichen Instagram-Nachricht noch in der Reaktion vom Trainer Tim Walter, sondern in der Fehlplanung des Clubs. Einmal mehr macht der HSV den Fehler, die Kaderplanung nahezu gänzlich auf die Spielidee des aktuellen Trainers auszurichten. In dem Wissen, dass der Trainer im Volkspark immer der Verantwortliche ist, wenn es sportlich nicht läuft.

    https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article233142677/hsv-leistner-freistellung-kommentar.html

Die Kommentarfunktion wurde geschlossen.