10 Millionen Tritte in die Eier

Gestern las ich mit wachsendem Entsetzen folgende Meldung im Hamburger Auftragsblatt:

„Der HSV profitiert von einem millionenschweren Zuschussprogramm des Bundes für Unternehmen, bei dem man nachweisen muss, dass der Umsatz coronabedingt im Vergleich zu 2019 um mehr als 30 Prozent eingebrochen ist. Und genau das ist beim HSV – anders als bei den meisten anderen Fußball-Proficlubs – der Fall.“

Es ist kaum zu begreifen: Der Verein, der in den letzten Jahren regelmäßig Riesenverluste in seinen Bilanzen auftürmte, Millionenhonorare für Berater, Spieler und Funktionäre raushaut und gefeuerten Trainern, Spielern und Vorständen absurde Abfindungen hinterherwirft, der bekommt jetzt 10 Millionen Euro aus dem Steuersäckel als nicht rückzahlbare Corona-Hilfe?

Ihr wollt mich doch verarschen?

Das ist ein Schlag ins Gesicht jedes ehrlichen Steuerzahlers und all der Menschen, die in Corona-Zeiten um ihre Existenz kämpfen oder diese bereits verloren haben.

Vergessen wir mal kurz, dass der HSV, seit Wettstein anfing, in jedem einzelnen Jahr Millionenverluste eingefahren hat. Ignorieren wir die Tatsache, dass der Hamburger Senat den klammen Kollegen letztes Jahr das Stadiongelände für 23.500.000 Euro abgekauft hat. Fragen wir uns:

Gab es Gehaltsverzicht bei den Spielern?

Gab es Gehaltsverzicht bei Vorständen und Direktoren?

Gab es Kürzungen auf der Geschäftsstelle?

Versprochen wurde viel, danach war nur noch Schweigen im Walde. 100 (von 300) Mitarbeiter in Kurzarbeit, das war alles.

Man muss sich klarmachen: Diese 10 Millionen Euro sichern die Arbeitsplätze von Menschen, die mehrere 100.000 Euro Jahresgehalt bekommen, die Jahr für Jahr mit Fehlentscheidungen (Säulenspieler, etc.) und Minderleistung (Nichtaufstiege, etc) richtig Kohle kosten und die, falls sie gefeuert werden, satte sechsstellige Abfindungen kassieren. Hier werden Millionäre, die finanziell aus- und extrem gut vorgesorgt haben (Abfindungen, etc) von der öffentlichen Hand gefüttert. Viele, die um Ihre Existenz kämpfen, können davon nur träumen. Was sagen eigentlich Hamburgs Gastronomen, Hoteliers, Kinobesitzer, Musicalbetreiber, Konzertveranstalter und andere Pandemie-Opfer dazu?

Und komm mit jetzt bitte keiner mit dem Totschlag-Argument „Arbeitsplätze“. Wieviel Hilfe bekommt der Koch, der seinen Job verloren hat? Die Friseurin, die gefeuert wurde? Der Selbständige, der seine Wohnung verkaufen musste, um zu überleben? Wären diese Arbeitsplätze es nicht auch wert, gerettet zu werden?

Und kommt mir jetzt bitte keiner mit dem Totschlag-Argument „Sozialneid“. Erstens bin ich auf niemanden neidisch und zweitens gibt es einen Riesenunterschied zwischen Sozialneid und sozialer Ungerechtigkeit und um nichts anderes handelt es sich hier.

Und komm mir jetzt bitte keiner mit dem Totschlag-Argument „Lufthansa, BMW, TUI doch auch“. Ich halte es grundsätzlich für eine Riesenschweinerei, wenn hochprofitable Unternehmen Milliardenbeträge aus Sozialkassen abgreifen und diese Kohle dann umgehend in Form von Dividenden an die Aktionäre oder als Boni an die Manager weitergereicht wird.

Und – last but not least – komm mir jetzt bitte keiner mit dem Totschlag-Argument „Wettstein kann nicht anders“. Niemand ist gezwungen, öffentliche Gelder zu nehmen. Im Übrigen ist der Mann als Finanzvorstand für jeden Drecksvertrag, jede Abfindung und jedes Beraterhonorar der letzten 7 Jahre und damit für die Finanzmisere des Vereins an entscheidender Stelle mitverantwortlich. 

Aber es kommt noch besser im Auftragsblatt:

„Hintergrund des positiven Bescheids ist die Tatsache  dass der Umsatz des HSV von rund 120 Millionen auf etwas mehr als 50 Millionen geschrumpft ist (ein Rückgang um fast 60 Prozent). Damit erfüllen die Hamburger die Voraussetzung des millionenschweren Zuschussprogramms des Bundes für Unternehmen, da ein coronabedingter Einbruch des Umsatzes von mindestens 30 Prozent die Voraussetzung war.“

Das bedeutet im Klartext: Je schlechter man gewirtschaftet hat, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man dafür auch noch belohnt wird. Misswirtschaft, Verschwendung und Korruption sind also nicht länger ein Zeichen von Unfähigkeit, sondern von Cleverness. Was für eine kranke Scheiße ist das denn bitte?

Nur mal so nebenbei: Für das ebenfalls vom Staat aufgelegte und über 200 Millionen Euro schwere Programm „Corona-Hilfe Profisport“ ist der HSV nicht antragsberechtigt. Hier hatte die Bundesregierung die 36 Clubs der ersten und zweiten Bundesliga explizit ausgenommen.

Überhaupt, hat die Fußballwelt nicht erst vor kurzem noch große Töne gespuckt? Von neuer Demut war zu hören, von Sparzwang und Veränderung. Aber hey, das war ja noch zu Zeiten, als alle Profisportaktivitäten verboten waren und die Vereine bei der Politik um eine Ausnahme bettelten. Was ist seitdem passiert? 25 Mio. für einen Trainerwechsel, 20 Mio. Gehalt für einen Abwehrspieler und 100+ Mio. Ablöse für einen 22-Jährigen Stürmer. Und der Staat tut alles, damit die Sause für die Turboverbrenner genauso weitergeht, wie vor Corona.

Man muss sich langsam mal fragen, wer hier eigentlich verachtenswerter ist: Leute wie Wettstein und Boldt oder die Politiker, die diesen Gaunern die öffentliche Kohle in den Allerwertesten blasen. Leider stecken alle unter einer Decke und mit alle meine ich nicht nur Fußball und Politik, sondern auch die Medien. Daran werden auch die Wahlen nichts ändern.

Es ist einfach nur noch zum Kotzen: Die, die es am Schlimmsten treiben, werden auf Kosten der Allgemeinheit auch noch dafür belohnt! 

Wenn das kein Tritt in die Eier ist, was dann?

Von | 2021-09-09T03:09:44+02:00 5. September 2021|Allgemein|29 Kommentare

29 Comments

  1. Gravesen 5. September 2021 um 08:10 Uhr

    Immer, wenn man denkt, dass dieser Verein nicht mehr tiefer sinken könnte, überzeugt er einen vom Gegenteil.

    Beiratskandal um Präsident Pinselreiniger, totales Versagen während der längsten Transferperiode aller Zeiten, Umsatzrückgang um € 80 Mio.!!!, Absturz auf Tabellenplatz 10, Abflug aller Salzsäulenspieler inkl. Abfindungen. Und das waren nur die letzten 2 Monate.

    Nun aber hat der HSV einen neuen Tiefpunkt erreicht, man erschleicht sich € 10 Mio. Steuergelder. Ein Schlag ins Gesicht eines jeden Selbstständigen, Restaurantbetreibers, Kneipenbesitzers und und und. Ein Verein, der sich im vierten Jahr in der zweiten Liga immer noch 300 Mitarbeiter inkl. eines Torwarttrainer-Koordinators gönnt, bekommt von Herrn Tschentscher und Herr Dressel einfach mal € 10 Mio. geschenkt, als kleiner Dank für die hervorragende Arbeit der letzten 10 Jahre sozusagen.

    Warum machen die das? Weil sie es können! Weil sie alle unter einer Decke stecken. Verein, Politik, Medien. Sie bescheißen und verarschen Mitglieder, Fans, Bürger und Wähler in einer Art und Weise, dass man die ganzen Dreck am liebsten anzünden würde. Mitten drin natürlich die Hamburger Hofberichterstatter.

    Man kommt als als Medium seiner Pflicht nach, das Volk zu unterrichten (https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article233225623/hsv-corona-hilfe-staat-bund-hamburger-sv-zehn-millionen-euro.html), erfüllt aber gleichzeitig seine (bezahlte) Pflicht als Hofberichterstatter, indem man unmittelbar eine Erklärung für diese Sauerei liefert ( https://www.abendblatt.de/meinung/article233225633/hsv-corona-staat-hilfe-hamburger-sv-kommentar-nachspiel.html)

    Am Ende stehen sie alle (Wettstein, Finanzsenator Dressel, Schiller und Friends) zusammen in einer Loge, prosten sich gegenseitig zu und feiern sich selbst, weil es ihnen wieder einmal gelungen ist, Bürger, Steuerzahler und Mitglieder zu bescheißen.

    Diejenigen, die diese Sauerei auch noch beißreflexartig verteidigen, weil sie grundsätzlich alles verteidigen, was dieser Verein an Scheiße produziert, gehören einfach nur in eine geschlossene Abteilung.

    • Mops 5. September 2021 um 10:05 Uhr

      Grundsätzlich bin ich voll bei Dir. Nur das abgegriffene Geld kommt vom Bund – die Hamburger Politiker dürfen dazu nichts entscheiden. Daher würde ich Dressel umd Tschentscher für diese 10 Mio mal aus der Kritik nehmen.

      • Demosthenes 5. September 2021 um 14:08 Uhr

        Außerdem bieten die 23,5 Mio fürs Stadiongelände mehr als genug Anlass, um Dressel, Grothe und Tschentscher zu kritisieren.

  2. Hein Blöd 5. September 2021 um 08:23 Uhr

    Die Trickserein vom Vorstand zusammen mit den Politikern, kurz vor den Wahlen.
    Sind ja nur Steuergelder, etwas was für den Politiker nur Manövriermasse ist.

  3. Kevin allein in Hamburg 5. September 2021 um 08:27 Uhr

    Ich habe die Hoffnung aufgegeben. das irgendwann mal Gerechtigkeit waltet.
    Es müsste mit den Füßen abgestimmt werde.
    Keiner dürfte mehr ins Stadion gehen.
    Niemand dürfte mehr Fanartikel kaufen, und und und……..

    Der HSV ist ja nicht der einzige Verein der eigentlich die Tür abschließen und den Schlüssel wegwerfen müsste.

    Wenn ich die 1,35 Milliarden Euro Schulden beim FC Barcelona sehe, kann man das Ende gar nicht absehen.
    Es wird wohl immer weiter so gehen.
    The Show must go on.

    Koste es was es wolle.

    Hüpfer laufen ja genug herum.

  4. Kugelblitz 5. September 2021 um 09:07 Uhr

    Ich bin schlicht entsetzt.

  5. ExFohlen 5. September 2021 um 09:34 Uhr

    Das ist wirklich unglaublich und für mich absolut nicht zu verstehen. Wie kann man einen Proficlub wieder einmal mit Steuergeldern unterstützen? Ist bekannt, welche Vereine das ebenfalls beantragt haben? Unsere tolle Bundesregierung haut unsere Steuergelder einfach mal wieder so raus und die SPD will unsere Steuern noch weiter erhöhen. Die sollten unsere Steuergelder endlich einmal vernünftig einsetzen, denn dann müsste man die Steuern nicht noch weiter erhöhen. Was sagen denn die SPD und CDU – Wähler dazu, dass die Profivereine mit unseren Steuergeldern unterstützt werden?

  6. Ex-HSVer+im+Herzen 5. September 2021 um 09:41 Uhr

    Grandioser Blog! Ich könnt so viel kotzen bei so einem Steuerbetrug (JA! Das ist es!!!). Ich hoffe, es tun sich einige Firmen zusammen denen die Hilfe verweigert wurde und reichen eine Sammelklage ein bzw. zeigen den HSV wegen Subventionsbetrug an. Chancen hervorragend. Denn:

    Zunächst einmal steht der Firma diese Hilfe zu, wenn der Umsatz tatsächlich während Corona um mehr als 30% eingebrochen ist. Wie jeder GmbH/AG. Aber es gibt präzise Richtlinien, gegen die wahrscheinlich verstoßen wurde bzw. die nicht zutreffen. Dann wollen wir das mal analysieren:

    Der Einbruch muss ZWINGEND durch die Maßnahmen hervorgerufen sein. In diesem Fall der fehlende Umsatz aus Ticketverkäufen, Catering, Fan-Shop. Das war es. Alles andere darf nicht berücksichtigt werden wie z.B. die TV-Gelder. Denn diese sind unverändert geflossen und ein eventueller Rückgang liegt an der schlechten Platzierung und nicht an Corona. Ich wette, dieser Posten wurde auch mit einbezogen.
    Rechnen wir mal pro Heimspiel mit 1,5 Mio. // Macht 25 Mio. Dazu kommen Umsätze aus dem Catering und Fanshop von sagen wir mal 1 Mio. Fanshop wird nicht viel sein, da die Fans ja immer noch online bestellen konnten. Macht in Summe 26 Mio, was bei einer Basis von 120 Mio nach Adam Riese ca. 22% sind. Somit: Ööööp! Nicht berechtigt.
    Nimmt man jetzt noch ein paar (wohlwollend geschätzte) Millionen aus nicht realisierten Werbe/Sponsoreneinnahmen (Bandenwerbung, etc), kommt man mit vieeeeeeeel Wohlwollen und Grauzone auf die 30%. Und einem durchschnittlichen Umsatzrückgang von ca. 3 Mio pro Monat.
    Und dann? Tja, dann bekommt der HSV laut Überbrückungshilfe III 40% der laufenden Kosten erstattet. Die Frage ist hier, welche Kosten. Denn meinem Verständnis nach dürfen auch hier nur die Kosten angesetzt werden, die in Verbindung mit dem durch die Maßnahmen erfolgten Umsatzrückgang stehen. Das sind sicher keine 10 Mio!!!!!

    Fazit: Wieder einmal kommt der HSV mit Lug und Betrug ans Ziel. Denn trotz des Aufschreis wird wieder einmal kein Betroffener oder Berechtigter den Arsch in der Hose haben, das anzuklagen oder dagegen vorzugehen.

    • Dommie 5. September 2021 um 13:40 Uhr

      Ich finde es sehr gut, wie in diesem Blog darüber gedacht und geschrieben wird… Ich hatte schon bedenken, dass mit meiner Einstellung etwas nicht stimmt, nachdem ich im RosaFanBlog gelesen habe.

  7. UliStein 5. September 2021 um 11:23 Uhr

    Ich frage mich gerade, ob der HSV der einzige Verein ist, der diese Möglichkeit genutzt hat. Denn da waren doch einige mehr sehr klamm, sei es Werder Bremen oder Schalke…

    • Alex 5. September 2021 um 11:55 Uhr

      Der Artikel im Auftragsblatt sagt dazu folgendes:

      Die bewilligten Corona-Millionen und der Stadion-Deal mit der Stadt verschaffen dem HSV nun genau die Luft zum Atmen, die den in Bredouille geratenen Clubs Werder Bremen und Schalke 04 auszugehen droht. Während der HSV im Frühjahr die Lizenz für beide Ligen ohne Bedingungen und Auflagen erhalten hatte, müssen Werder und Schalke noch bis zum 15. September nachbessern.

      Im schlimmsten Fall droht beiden Clubs ein Abzug von jeweils sechs Punkten. Ärgerlich für Schalke und Bremen: Für den HSV-Rettungsanker sollen beide Clubs nicht antragsberechtigt sein.

      • UliStein 5. September 2021 um 12:02 Uhr

        Danke für die prompte Antwort, Alex!

      • Ex-HSVer+im+Herzen 5. September 2021 um 14:23 Uhr

        Genau DAS meine ich mit „vor Gericht klagen“. Denn beide Vereine trifft exakt das gleiche Schicksal. Wahrscheiich weil sie nicht gelogen haben. Daher gilt ganz einfach: alle oder keiner und wenn nicht, vor Gericht ziehen!!!

      • Nichtkunde 5. September 2021 um 18:25 Uhr

        Zum Vergleich: Laut Geschäftsführer Filbry muss Werder in den kommenden Jahren eine Landesbürgschaft und eine Mittelstandsanleihe in Höhe von insgesamt rund 40 Millionen Euro zurückzahlen.

  8. Revi+22 5. September 2021 um 11:37 Uhr

    Einfach unfassbar…
    Kopfschütteln reicht da schon nicht mehr…

    Alles andere wurde hier schon treffend angemerkt.

  9. Bauer 5. September 2021 um 12:34 Uhr

    Wie bereits gestern erwähnt, läuft in Deutschland einiges verkehrt. Übrigens hat auch das Land NRW für den großen S04 eine weitere Bürgschaft in 2020 für Kredite des Clubs übernommen. Der HSV macht es dann aber lieber gleich ganz richtig und nimmt direkte Hilfen, die er nicht zurück zahlen braucht und kann damit weiter Säulen, Perlen, Schmarotzer und Football Leaks Menschen bezahlen. Es ist einfach nur noch pervers, was im fussball und unserem Land abgeht. Wenns Scheisse läuft, rufen alle nach dem Staat, wenns gut läuft plädieren alle für weniger Staatseingriffe und machen sich die Taschen voll.

  10. Nichtkunde 5. September 2021 um 13:44 Uhr

    Spätestens seit dem Bekanntwerden der „Invalidenrente“ (ja, mir ist bewusst, dass der Begriff formal nicht korrekt ist) des 0,3%-Präsidentchens sollte es niemanden mehr überraschenden, dass moralische Vorbehalte und Schamgefühl im Volkspark, mehr noch als in dieser verachtungswürdigen Branche ohnehin schon, Fremdworte sind.

  11. Vsabi 5. September 2021 um 14:04 Uhr

    Was nützt es wenn hier ca. 30 People vor Ungerechtigkeit an die Decke gehen? Die grosse Masse muss es erfahren bzw. auf solche Schweinereien aufmerksam gemacht werden. Hierfür wären die Hamburger Medien zuständig. Die Versagen am laufenden Band, man ist es ja von Jackobs, Schiller und anderen Schreiber-Simulanten gewöhnt, hier geht es aber um Steuermittel. Darf ein mittelmäßiger Buchhalter den Staat verarschen?
    Ich habe schon mehrmals vorgeschlagen die Opposition im Senat , detailliert zu informieren über den Grundstücksverkauf und die Corona-Hilfe. Haben Herr Tschentschner und Dressel sich hier richtig verhalten ?
    Herrn Scholz über diese Steuerverschwendung zu befragen, wäre das gleiche mit den Fröschen über eine Trockenlegung ihrer Nasswiesen zu diskutieren.
    DEMO und ALEX wie können wir das Problem lösen ?

    • Ex-HSVer+im+Herzen 5. September 2021 um 14:27 Uhr

      Sehe ich auch so! Hier in unserer Runde oder dem erweiterten Netzwerk muss es doch mal einen Anwalt geben, der den HSV wegen Subventionsbetrug anzeigt. Dann wird geprüft und jede Wette muss zurück gezahlt werden. Oder andere Vereine reichen eine wettbewerbsrechtliche Klage ein.

      Irgendwas muss da doch mal passieren

    • Andy 5. September 2021 um 16:35 Uhr

      Neben dem Rechtsweg kämen mir da spontan auch der Bund der Steuerzahler oder ‚Mario Barth deckt auf‘ in den Sinn. Ich könnte mir gut vorstellen, dass dieses Thema dort auf Interesse stößt.

  12. Goldfather 5. September 2021 um 16:03 Uhr

    Ja gut, dass kommt jetzt nicht wirklich überraschend. Dafür holt man in Schindellegi nicht mal einen Kurzen aus dem Schrank. Verglichen mit den Zahlen die der 1.FC Kaiserslautern zu verantworten hat befindet sich der HSV auf einem „guten Weg“. Im Jahr 2014 sprach man beim FCK von 120 Millionen € die an Subventionen durch Stadt und Land geflossen sind.
    .
    Beim BVB liefen die Dinge damals im Jahr 2004 etwas anders:
    .
    https://www.youtube.com/watch?v=hD9MmJyjGQQ
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    Homm ist sicherlich kein gewissenhafter Investor, aber ich denke, dass er die wirtschaftliche Situation des BVB damals absolut richtig erfasst hat und die richtigen Maßnahmen eingeleitet hat. Möglicherweise war die personelle Umstellung (Entlassung von Präsident Gerd Niebaum), die Homm dem BVB damals verschrieben hat, der entscheidende Faktor, um aus der Krise herauszukommen.
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    https://rp-online.de/sport/fussball/borussia-dortmund-niebaum-vor-dem-aus_aid-16823457
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    https://www.spiegel.de/panorama/justiz/dortmund-ex-bvb-praesident-gerd-niebaum-zu-bewaehrungsstrafe-verurteilt-a-1018322.html
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    Der Mann mit der Intimcreme hat mit der Einbeziehung eines Fanvertreters in den AR der HSV AG, der zudem noch aus Schindellegi bezahlt wird, einen guten Schachzug getätigt, um eine weitreichende Legitimation der Fanszene zu bekommen für all die „Leckerbissen“ die in den nächsten Jahren noch auf die HSV-Fans und die Steuerzahler zukommen.
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    Der HSV ist ein klarer Fall für den Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. Es geht nun darum das Konstrukt korrekt öffentlich zu machen. Die Zahlen sprechen für sich und früher oder später findet sich ein Richter der sich der Sache angemessen annehmen wird.
    .
    Gerd Niebaum lässt grüßen.

    • Alex 5. September 2021 um 16:48 Uhr

      Musste deinen Kommentar erstmal aus dem Spamfilter befreien. Bin mir nicht sicher, auf welchen Begriff das fleißige Helferlein angesprungen ist (Schindellegi?) und ob dieses Instrument nicht auch schon von der Korruptionsmachtballung HSV bestochen wurde.

      Hier ist noch Platz…

      https://www.schwarzbuch.de/

    • Ex-HSVer+im+Herzen 5. September 2021 um 18:10 Uhr

      Ich hoffe doch! Die Frage ist nur, wer bereitet das für die so auf dass sie nichts anderes können als dagegen vorzugehen. Deswegen meinte ich ja Anwalt. Wenn ich ein erfolgreicher Anwalt mit Moral und Anstand wäre, würde mich dieser Fall total reizen

  13. Gravesen 5. September 2021 um 16:41 Uhr

    Wie dumm muss man eigentlich sein, wenn man einen Wettstein (nach den letzten 7Jahren!!!) dafür feiert, dass er die Steuergelder für Abfindungen etc. denjenigen aus der Tasche zieht, die die Steuern bezahlen? Es kommt einem so vor, als denken viele der dünn angerührten Hohlhüpfer, dass der Staat irgendein übergeordnetes Wesen mit Gelddruckmaschine ist.

  14. Gravesen 5. September 2021 um 17:55 Uhr

    Heilige Mutter Gottes, was ist Münchhausen bloß für ein charakterloses Arschloch

    • Demosthenes 5. September 2021 um 18:43 Uhr

      „Laut AG-Recht könnte man Wettstein und Co. sogar dafür belangen, wenn sie wider besseres Wissen diese Hilfen nicht beansprucht hätten.“

      Sicher, aber laut AG-Recht kann man den Knaben auch dafür belangen, wenn er wider besseres Wissen die Kapitalerhaltungspflicht gegenüber den Aktionären verletzt, gegen Berichtspflichten verstösst oder schlicht Bankrotthandlungen begeht.

  15. Fohlenstall 5. September 2021 um 19:16 Uhr

    N´abend Zusammen,
    Der „Erklärbär“ Boldinho schildert seine Sicht der Dinge.
    Geduld, Vertrauen, lediglich angepasste Trainerprofile und eine vom Klub vorgegebene Spielphilosophie…..
    https://www.hsv.de/news/boldt-die-gesamtentwicklung-des-clubs-ist-entscheidend

  16. Maddin 6. September 2021 um 06:40 Uhr

    Wir gehen den Weg, um etwas nach vorn zu bringen und gleichzeitig wirtschaftlich vernünftig zu arbeiten. 😁
    Der HSV hat in den Jahren zuvor auf dem Transfermarkt wirtschaftlich nicht immer gut gearbeitet,😁😁Also „DER HSV“ nicht aber Boldinho.

  17. Dirk 6. September 2021 um 16:49 Uhr

    Bei aller berechtigter Kritik:

    – Der HSV hat die Regeln nicht gemacht, wenn sie berechtigt sind, so what?
    – Es wurden Milliarden an Selbständige, kleine Firmen, Konzerne, Hotels und Restaurants ausgegeben. Das der auch der HSV einen Impact durch Corona hatte ist denke ich unbestritten, daher aus meiner Sicht ok

    Im Vergleich finde ich den Deal mit dem Grundstück deutlich kritikwürdiger, da das Geld zweckgebunden ist und ich jede Wette eingehe, das dies Geld anderweitig verwendet wird, in der Hoffnung das Geld bis zur Deadline anders aufzubringen.

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