Are you entertained?

Ja, das bin ich. Mehr als drei Jahre hat es gedauert, bis es nach dem Abstieg des HSV wieder ein Nord-Derby gegen Bremen gab. Und es ging eben nicht genau da weiter, wo es am 24. Februar 2018 aufgehört hat. Nach zwei Niederlagen und zwei Unentschieden in den letzten vier Spielen gegen das Team von der Weser habe ich endlich mal eine Hamburger Mannschaft gesehen, die gekämpft hat, die zusammengehalten hat und die mit- und füreinander gearbeitet hat. Und das ganz ohne Papierkugel oder blind verschossenen Jansen-Elfmeter:

Was ein Spiel! Zwei Tore, zwei rote und acht gelbe Karten sowie jede Menge Spannung. OK, ich hätte zwar gerne gesehen, dass Reis und Suhonen von Anfang im Team stünden, aber man kann nicht alles haben (Reis kam dann später für Glatzel in Minute 52, Suhonen für Heyer in Minute 82). Und auch spielerisch war das nicht erste Sahne, was der HSV anbot, aber Kampf und Einsatz glichen das aus.

Zwei Tore, beide mit dem Kopf. Endlich mal Glatzel und wieder mal Heyer (letzterer führt weiter Hamburgs Torschützenliste mit 4 Treffern an). Wann haben wir das zum letzten mal erleben dürfen? Nach nur 90 Sekunden klingelte es zum ersten mal. Nach wunderbarem Pass von Leibold köpfte Glatzel über Bremens Torwart ins Netz. Bremen wirkte angeschlagen, gab aber nicht auf und setzte Hamburg die nächsten 30 Minuten schwer unter Druck. Bis zur gelbroten Karte gegen Werders Kapitän Groß in Minute 31. Danach war Bremen nur noch zu Zehnt auf dem Feld, was den HSV spürbar entlastete.

Ein spielentscheidender Punkt war die Schiedsrichterleistung von Herrn Stegemann und seinem Komplizen, dem VAR. Zuerst beim nicht gegebenen Elfmeter nach Schonlaus Foul gegen Ducksch und der damit zwingenden Gelbroten gegen Schonlau in der 36sten. Da hatte der HSV einen Riesendusel, kein Elfer und der Kapitän der Rothosen durfte weiter machen. Dann nochmal drei Minuten später beim zurückgepfiffenen Ausgleich nach dem tollen Ducksch-Freistoßtor, weil sich ein Bremer verbotenerweise in die Hamburger Mauer stellte, was Stegemann richtigerweise erkannte. Weiser war der nützliche Idiot. Anschließend erhöhte Heyer nach Flanke von Jatta kurz vor der Halbzeitpause auf 2:0. Bis dahin hatten der HSV und Trainer Walter alles richtig gemacht und ein Spiel abgeliefert, das für alle Hamburger Fans auch bei weniger Torchancen als gegen Sandhausen dennoch einen hohen Unterhaltungswert besaß.

Nach der Halbzeit war damit dann leider Schluß. Für die Unterhaltung und auch für Hamburgs Kapitän Schonlau. Der holte sich nach Foul gegen Werders Schmid in Minute 52 seine zweite Verwarnung und damit eine hochverdiente Rote Karte ab. Ab da ging es 10 gegen 10 weiter und das Spiel verlor an Qualität und Dynamik. Kurz darauf vergab Jatta nach sehenswertem Sturmlauf eine 100prozentige im eins zu eins gegen Werders Keeper Zetterer sowie wenig später eine weitere Großchance mit dem Kopf. Der Gambier hat seine Momente, zugegeben, aber ein Fußballer wird aus ihm nicht mehr.

In der Schlussphase hat der HSV es noch mal richtig spannend gemacht. Leider, muss man sagen. Das Team wirkte unkonzentriert und teilweise auch müde, so dass Bremen zu mehreren Möglichkeiten für Anschluß und Ausgleich kam. So spielte sich Füllkrug erst an Heuer Fernandes vorbei, traf dann aber freistehend das Tor nicht. Auch in der Nachspielzeit vergaben die Bremer weitere Großchancen. Pech für Werder, Glück für den HSV.

Der HSV hat sich im Derby endlich mal belohnt und nur das zählt. Mit den drei, man muss sagen, verdienten Punkten im Weserstadion katapultiert sich Hamburg auf Platz 4 der Tabelle und ordnet sich punktgleich hinter dem KSC und vor Heidenheim ein, wobei heute sowohl Paderborn als auch Dresden und Pauli wieder vorbeiziehen können. 

Was aber genauso wichtig ist: Endlich hat man sich bei einem Spiel der Rothosen mal wieder gut unterhalten gefühlt und das war gestern die Hauptsache.

Von | 2021-09-21T08:13:45+02:00 19. September 2021|Allgemein|34 Kommentare

34 Comments

  1. ExHamburger 19. September 2021 um 09:05 Uhr

    Ich muss sagen, dass der HSV unverdient gewonnen hat. Schlechtester Mann auf dem Platz war der Schiedsrichter. Den hohen Unterhaltungswert des Spiels haben wir den Bremern zu verdanken, dir Ihre Chancen nicht gemacht haben.

    Meine Vermutung ist, dass der HSV jetzt wieder in einen arroganten Höhenflug verfallen und deutlich einbrechen wird im Verlauf der noch ausstehenden Saison. Dies haben die Rothosen in den vielen Jahren zuvor bereits häufig nach Spielen gegen bedeutende Gegner gezeigt (Stuttgart, St. Pauli).

    Ich empfand den Hamburger Fußball wieder recht uninspierend, natürlich mit Ausnahme der zwei Tore, zu welchen die Bremer aber auch einen deutlichen Beitrag durch Passivität geleistet haben.

    Ich bin gespannt auf den weiteren Verlauf der Saison. Unterhaltsam war das Spiel auf jeden Fall.

  2. raucherhusten 19. September 2021 um 09:11 Uhr

    Das war kein Elfmeter. Ducksch selbst hat zuerst versucht, irgendwie mit seinem Arm sich zu verhakeln und sich dann in den Lauf vor/in Schonlau reingedreht und überlaufen lassen. Der Elfer sollte provoziert werden. Auch sonst: eine mutige Topleistung vom Schiri.

    • iMario 19. September 2021 um 09:19 Uhr

      Den Elfer hätte man geben können.
      Schonlau trifft Duksch unten am Knie. 🤷🏻‍♂️
      Aber was solls. Elfer ist wenn der Schiri pfeift. 😉
      Schönen Sonntag

    • Fussifrust 19. September 2021 um 11:46 Uhr

      Endlich schreibt das mal jemand. Sehe ich genauso, Stegemann hat richtig entschieden.

    • Nichtkunde 19. September 2021 um 14:46 Uhr

      Das übliche Gerangel im Vorlauf ändert nix daran, dass Schonlau den Arm von Ducksch mehrere Sekunden lang vorsätzlich in den Schraubstock nimmt. Zwingender Strafstoß plus Platzverweis.

      Aber ist ja nicht das erste Mal, dass Stegemann im Zusammenhang mit höchst fragwürdigen Elfmeterentscheidungen auffällt.

  3. Boxer 19. September 2021 um 09:31 Uhr

    Hätte ich nicht mit gerechnet, wenn ich ehrlich bin. Aber ein schöner Sieg, das ist mal erfreulich.
    Der nicht gegebene Freistoß ist natürlich maximal ärgerlich und dämlich zugleich aus Werder Sicht.
    Zur Elfer Situation. Ist für mich Elfer, klar Duksch hakt ein und will ihn auch. Aber Schonlau hakt mit, und dann entscheidend, trifft Duksch am Knie. Das war Glück und für mich der Knackpunkt des Spiels.
    Aber abgesehen davon erfreulicher und verdienter Sieg, auf dem aber jetzt auch aufgebaut werden muß.

  4. bananenflanke 19. September 2021 um 09:48 Uhr

    Ob der Sieg aufgrund der ersten Halbzeit in Ordnung geht, kann ich nicht beurteilen, da ich erst zur 2. reingeschaut habe. Sorry, aber was sich da bot, grenzte für mich teilweise an Comedy. Hatte was von Not gegen Elend. Insbesondere Werder hat einen Grottenkick abgeliefert. Die Einladungen vom HSV nicht angenommen. Den Ball sehr oft ohne richtige Bedrängnis durch zu langes vorlegen abnehmen lassen, im Elferraum rumgstochert und etliche Pässe ins Nirvana gehauen. HSV hatte nach vorne auch nichts zwingendes mehr. … und hinten? Mehr als Glück durch Werders Unvermögen gehabt.
    Wie geschrieben nur 2. Halbzeit, daher entertained? Eher belustigt

  5. Dennis 19. September 2021 um 10:08 Uhr

    Also ich bin da ganz bei Demosthenes, bis auf die Geschichte mit de überfälligen roten Karte für Schonlau. Dass sehe ich ein wenig anders, es ist überhaupt kein Foul oder Zweikampf vorhanden. Der Gegner rennt einfach im vollen Lauf gegen Schonlau und zieht dass Foul, hätte man genauso gut weiterlaufen lassen können, weil Werder Spieler zu doof ist. Aber dass sieht wahrscheinlich jeder anders, aber natürlich kann man dann von überfälligen roter Karte sprechen, wenn man an die Elfer Szene denkt, aber in der Szene hätte ich kein Gelb gegeben.

    Den Elfer hätten wohl die meißten gegeben wobei der VAR auch auf nicht Foul entschieden hat. Duksch harkt sich zuerst ein und so wahnsinnig heftig ist der Kontakt nicht unten.

    Zudem finde ich sehr auffällig dass die Mannschsft immer Phasen im Spiel hat wo gar nichts läuft. Ab der roten für den HSV war dass Vogelwild. Und als Heyer verletzt runter musste, wurde es noch wilder, dann muss der Ball auch mal weg geschlagen werden.
    Und noch ein Wort zu Meffert wurde als Toptransfer geholt. Bei Kiel der Mann auf der 6, einer der besten der zweiten Liga. Beim HSV so gut wie nie zu sehen, an sich gar nicht verkehrt für einen 6er, wenn man nicht auffällt. Aber er gewinnt kaum Zweikämpfe und soviele Chancen wie Werder gestern liegen gelassen hat ist auch nicht normal.
    Aber insgesamt hat der HSV schon verdient gewonnen

    • Demosthenes 19. September 2021 um 10:57 Uhr

      Dennis, da habe ich mich nicht klar ausgedrückt, die zweite Gelbe war auch für mich nicht gerechtfertigt. Schonlau hat nichts gemacht, der Bremer ist in ihn reingelaufen. Überfällig schrieb ich, weil ich seit dem nicht gegebenen Elfer das Gefühl hatte, der Schiri wartet nur auf eine Kleinigkeit, um Bascho vom Platz zu stellen. War dann auch so. Das Walter seinen Kapitän nicht rechtzeitig durch Auswechslung schützte, kann ich nicht nachvollziehen. Aber möglicherweise hat er keinen adäquaten Ersatz für seinen IVer. Fehlt Bascho halt auch gegen den Club. Scheisse.

  6. Dubios 19. September 2021 um 10:11 Uhr

    Der Sieg ging völlig in Ordnung.Werder hat es einfach liegen lassen und Hamburg gekämpft,die waren platt zum Schluss.
    Mir hat das Spiel gefallen.Schlimm nur zu wissen das es wohl nur eine Eintagsfliege sein wird.Ich lasse mich aber gerne eines besseren belehren.

  7. Stefan Krebs 19. September 2021 um 11:04 Uhr

    Dieses Spiel lebte von Emotionen. Verdienter Sieg und schöne Unterhaltung. Ich fand den Harnik als Co Kommentator bei Sport1 auch top. Stellt diese Aussagen dann auch nach dem Spiel dem, ich nenn ihn mal jetzt Trainer auf Zeit, und der Typ stellt sich hin, Hände in den Taschen, die Selbstüberschätzung in den Augen und es kommt nur scheisse raus. Es ist ihm scheissegal, hauptsache wir gewinnen. Blablabla. Einfach mal etwas Demut und sich einfach nur freuen täte diesem Verein mal ganz gut. Aber ich habe meinen Fehler beim Schreiben ✍ schon gefunden. Demut und sich einfach freuen, nein nicht beim HSV.

  8. marlor 19. September 2021 um 11:41 Uhr

    Tim Walter: „Bis zur Gelb-Roten Karte, die aus meiner Sicht keine ist, hatten wir alles im Griff. Lange Zeit haben nur wir gespielt, doch der Platzverweis hat unsere unerfahrene Mannschaft dann etwas aus dem Tritt gebracht…. “ (Quelle: https://www.hsv.de/news/stimmen-dieser-sieg-ist-mehr-wert-als-drei-punkte)

    Der Sieg ging in Ordnung, keine Frage, aber wieso ist eine Fußballmannschaft, in der nur Profis spielen mit einem Durchschnittsalter von ca. 25 Jahren „unerfahren“? Ich kann so einen Scheiß nicht mehr hören bzw. lesen.

    Mein 10-jähriger Sohn spielt seit sechs Jahren Vereinsfußball, ok, erst seit ca. 4 Jahren auch mit Punktspielen, aber ich würde ihn (und seine Mannschaftskameraden) nicht als unerfahren in ihrem Wettbewerb bezeichnen. In der HSV-Mannschaft war kein Spieler der keine Profi-Erfahrung hat, die allermeisten sogar schon seit etlichen Jahren…

    Ob die gelb-rote Karte berechtigt war oder nicht, als Trainer muss ich in so einer Situation von Außen eingreifen und die Defensive stabilisieren, zumal in einer Phase, in der im Mittelfeld in der Folge kaum noch ein Zweikampf gewonnen wurde und man mit Daffeh den einzigen Spieler vom Platz nimmt, der zumindest strukturiert nach vorne gespielt hat. Mit seiner Auswechslung war die Luft beim HSV komplett raus.

    Mangelnde taktische Fähigkeiten, falsche Auswechslungen und „kein Plan B“, aber dafür die „Unerfahrenheit der Mannschaft“ als Ausrede zu bringen, finde ich nahezu lächerlich.

    Allerdings fand ich es auch schlimm, wie Tim Walter nach dem Spiel von Harnik wie ein kleiner Schuljunge behandelt wurde, der sich nach einem Sieg vor einem Co-Kommentator zu rechtfertigen hat. Da hätte ich mir mehr Souveränität gewünscht.

    Ansonsten mal ein schöner Fußballabend.

  9. FriesenJung 19. September 2021 um 11:55 Uhr

    Es war kein Elfer, weil Schonlau den Ball zuletzt spielt und Duksch zum Zeitpunkt des Körperkontakts kein Zugriff mehr auf den Ball hatte, also nicht Ball führend war. Ziemlich kniffelige Sachlage, aber korrekt.

    • marlor 19. September 2021 um 12:22 Uhr

      Dann war es aber mindestens ein Rückpass, den H-F mit den Händen aufnimmt und mind. einen indirekten Freistoß ca. vom 11-Meter-Punkt hätte nach sich ziehen müssen.

  10. Ex-HSVer+im+Herzen 19. September 2021 um 12:02 Uhr

    Ich habe das Spiel aufgrund einer Familienfeier nicht gesehen, aber ich frage mich, ob die Gegner des HSV (vor allem die etablierten wie Schalke und Werder) ihre Hausaufgaben nicht machen. Wie kann man nach 2 Minuten ein Gegentor fangen. Wieso performen „Kleine“ den HSV aus? Ich bin der Meinung, dass man mit dezidierter Video-/Taktik-Analyse niemals gegen den HSV verlieren kann.

  11. Demosthenes 19. September 2021 um 12:07 Uhr
    • Alex 19. September 2021 um 12:51 Uhr

      Bei Werders 0:2 im Nord-Derby gegen den HSV ging’s zur Sache: Platzverweise, strittige Szenen und viel Diskussionsstoff. Aber den größten Ärger im Weserstadion gab es nach dem Abpfiff.

      Im Mittelpunkt: Ausgerechnet Tim Wiese (39), Bremens Derby-Held in den legendären Duellen 2009.

      Was war passiert? Der Ex-Nationaltorwart besuchte mit Kumpels die Loge eines Freundes auf der Nord-Tribüne. Als festgestellt wurde, dass Wiese und Anhang das passende VIP-Bändchen fehlte, rief eine Werder-Mitarbeiterin die Stadion-Security. Der Logen-Inhaber versuchte sie zu besänftigen („Das ist mein Gast“) – vergeblich.

      Als die Ordner Wiese & Co. aus der Loge entfernen wollten, soll es zu Wortgefechten und einem kleinen Gerangel gekommen sein.

      Am Ende musste Wiese vor den Augen vieler noch anwesender Besucher das Weserstadion verlassen. Eine hochnotpeinliche Situation für alle Beteiligten.

      Wiese zu BILD: „Das war komplett überzogen. Die Aktion passt zum Spiel und zum Verein. Einfach nur lachhaft. Ich habe mich gefühlt wie ein Aussätziger!“

  12. Boxer 19. September 2021 um 12:08 Uhr

    @woods
    Warum macht es die jahrelange Arbeit von Gravesen gegenstandslos?
    Das eine ist ein Sieg, das andere was hier seit Jahren beschrieben wird, die jahrelange Fehlentwicklung des HSV. Da sollte man schon in der Lage sein, das zu differenzieren.

  13. ToniHH 19. September 2021 um 12:25 Uhr

    Unterhaltung pur….sich einmal bitte 5 Minuten
    Mainz – Freiburg anschauen….

    Der Sieg tat der HSV-Seele gut. Und alle hier im Blog sind irgendwie mit dem HSV verbunden.

    Zum Spiel – Gross glatt Rot – Elfer hatte mehr was mit dem Judo Griff Uki-Goshi dafür hätte Werder bei Olympia 3 Punkte erhalten.

    Schonlau gelb-rot war mit Ansage – Devise nach der Halbzeit „alle auf Schonlau“ – der Freudentaumel der Werder Spieler nach dem Faul sprechen für sich.

    Sehr unsympathisch….aber so sind sie nun mal die Grünen.

    Zitat Spiegel online

    Für uns war das ein schönes Erlebnis«, sagte Trainer Tim Walter. »Am Sonntag wird trainiert«, sagte er dann noch: »So gut haben wir noch nicht performt, dass wir freimachen können.«

    Sehe ich auch so.

    • Alex 19. September 2021 um 13:11 Uhr

      Schön wärs. Selbstverständlich wird am Sonntag nicht klassisch trainiert, sondern es findet wie nach jedem Spiel ein Spielersatztraining für die Reservisten statt, während sich die Stammspieler pflegen lassen und ne Fahrradrunde drehen. Das sei ihnen nach einem Derby-Sieg in Bremen auch herzlich vergönnt und entspricht – selten genug beim HSV – den üblichen Trainingsstandards. Wozu Tim Walter das nun zu einem zusätzlichen Sonntags-Training „hochsterilisieren“ muss, erschließt sich mir nicht. Viel enscheidender ist doch die Frage, wieviel zusätzliche trainingsfreie Tage der Übungsleiter spendieren wird. Und wenn die HSV-„Stars“ am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Nürnberg dann wieder den üblichen Rumpelfußball anbieten, sollte man genau diese Frage nochmal stellen.

  14. atari 19. September 2021 um 12:55 Uhr

    Historischer Sieg gegen Bremen aber 48 Stunden kein Blog von Münchhausen. Ein 24:7 Sieg der Faulheit.

    • atari 19. September 2021 um 12:58 Uhr

      genau genommen 72 Stunden nix von Münchhausen denn den Blog davor hat ja eigentlich Buten un Binnen geschrieben.

    • Chancentod 19. September 2021 um 22:54 Uhr

      Mit 24/7 ist die Erreichbarkeit der Internetseite gemeint. 🙂
      Am Ende vom Blitzfazit sagt Münchhausen er meldet sich am Montag.

  15. Kobinho 19. September 2021 um 13:13 Uhr

    In der Tat bot das gestrige Spiel gute Unterhaltung. In meiner mittlerweile neutraleren Rolle gefällt mir der Ansatz von Walter sowieso gut. Es ist grundsätzlich vor beiden Toren viel los!
    Gerade gestern war das wieder wunderbar zu sehen. Anstatt einfach „den Laden dicht“ zu machen, wurde weiter munter von hinten rausgespielt, Fehler und Einladungen zu Großchancen inklusive.
    Mir zeigt das einerseits, dass die Mannschaft dem Ansatz von Walter folgt und andererseits das Selbstvertrauen hat, diesen Stil auch in hitziger Atmosphäre durchzuziehen.
    Der Schuss wird noch einige Male nach hinten losgehen, aber meine neutrale Fußballseele wird weiterhin Spaß daran haben! 🙂

  16. BerndH60 19. September 2021 um 13:45 Uhr

    Nach so vielen Jahren endlich die Revanche für die Papierkugel.
    Seit vielen Jahren das erste Spiel, das ich bis zum Ende gesehen habe. Dieser geile Turn, erst das Weltklasse-Freistoßtor, dann aberkannt, als Sahnehäubchen sogar zu Recht, und kurz darauf das 0:2.
    So etwas kann eine Mannschaft brechen, mögen sie in der 2. Liga verrotten.

  17. Hamuburgmini 19. September 2021 um 14:48 Uhr

    Moin,
    habe rein gar nichts vom Spiel gesehen aber auch nicht daß Gefühl, dass ich was verpasst hätte. Ich freue mich für die Hüpfer/Ultras, sind nun doch 50% geforderten Derbysiege – zumindest zur Hinserie- erreicht.
    Sie sind jetzt fein fürs erste.
    Somit können sich Boldt / Mütze /Wettstein wieder etwas ausruhen und ruhiger in die Zukunft schauen..
    Mal sehen wie nun der einsetzende Schlendrian – Das HSV-Virus- sich auf die Mannschaft /Trainer überträgt…

    Schönen Sonntag für Euch

  18. Demosthenes 19. September 2021 um 15:59 Uhr

    Schönes Spiel von Darmstadt heute, lange Zeit in Unterzahl gespielt, 1:0 gegen Dresden gewonnen.

  19. Revi+22 19. September 2021 um 16:54 Uhr

    Habe gestern leider nur die 2. Hälfte gesehen und war komplett entsetzt,da spielte tatsächlich wie oben erwähnt Not gegen Elend!!!
    Das Werder zu dusselig war die stümperhaften Einladungen des KSV anzunehmen ist mir ja Latte,aber speziell die Taktik der Hamburger bei eigenen Abstößen nur nach links und rechts klein-klein zu spielen und mit Gewalt alles nur spielerisch lösen zu wollen macht einen ja wahnsinnig!!! Wenn sie’s denn wenigstens hin bekämen,oh mein Gott…
    Andere Teams mit etwas Killerinstinkt hätten die abgeschossen!!
    Wie gesagt,zur 1. Halbzeit kann ich leider nichts sagen,aber Mut macht das alles rein gar nicht.
    Wir werden sehen…

  20. Jorgo 19. September 2021 um 17:57 Uhr

    lustig war es. Insofern fühlte ich mich gut unterhalten. Nach dem Spiel auf Schalke zu Beginn der Serie nun mein zweites Match über die volle Distanz nach 2015. 2015 hatte ich es Dank diesem Format verstanden dort zumindest nicht mehr persönlich im Volkspark aufzuschlagen. Das Spiel habe ich emotionslos zur Kenntniss genommen. Den Unparteiischen Stegemann sah ich am gestrigen Abend noch für einen von den Besseren auf dem Rasen. Ich konnte zumindest bei ihm eine Konstante ausmachen. Bei der gelb/roten Karte für Schonlau war ich nicht seiner Meinung. Aber ok, wenn er meint. Allerdings muß ich mich an die 2. Bundesliga erst einmal gewöhnen. Echt jetzt, spielen die immer so auf diesem Level? Beim nächsten Mal schaue ich Rostock vs. Schalke. Dabei hege ich die Hoffnung ein ansprechendes Spiel zu sehen. Übelst aber, allerübelst fand ich den Auftritt von Übungsleiter Werner nach dem Spiel. Scheißegal – interessiert mich nicht – und immer die eierpolierende Hand in der Hosentasche. Ein wenig Demut, nur ein klein wenig Demut und nicht die Fresse bis zum Anschlag auf? Mit nickenden Fichten oder auch mitnichten. Nix dergleichen und alles nördlich der Elbe hüpft. Das beste Devensivpersonal des HSV waren die Angreifer von Werder. Könnte einer von den nur ein wenig Kicken wäre das Spiel mit 3-4 Gegentoren ausgegangen. Ein Übungsleiter Walter, der seinen Kapitän Schonlau den Werderanern zum Fraß vorwarf, anstatt ihn zu schützen und herunter zu nehmen. War klar, dass Schonlau dicht bei gelb/rot stand und alles was Grün war den Korperkontakt suchte. Hat ja auch funktioniert. Nein, der Übungsleiter Walter hat einen Plan A und ist dabei so von sich so sehr überzeugt, dass seine Pläne B + C + D alle Plan A heißen. Ein säulenloses Mittelmaß.

  21. bananenflanke 19. September 2021 um 21:01 Uhr

    @Revi+22 … Puh, Danke. Ich dachte schon ich wäre allein mit dieser Ansicht und hätte ein anderes Spiel gesehen.
    Da muss die 1. Halbzeit ja echt mega gewesen sein, so dass das Gestümper der 2. HZ als beiläufig abgetan werden konnte.

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