Der Tief-Punkt!

Spieltag 9, der HSV musste ins Schmerzgebirge. Machen wir uns klar, mit wem man es zu tun hatte: Aue war Tabellenletzter und das einzig sieglose Team in der Saison. Die Mannschaft von Übergangstrainer Marc Hensel hat lediglich vier Punkte aus neun Spielen geholt, was der schwächste Start von Aue in der Zweitligageschichte ist.

Hamburg hingegen reist nicht nur mit dem Bus an, sondern auch mit dem zweitteuersten Kader der Liga. Knapp 40 Millionen gegenüber gut 10 Millionen. Wird sich dieser dramatische Unterschied im Spiel wiederspiegeln? Ich nehme die Antwort mal vorweg: Nein, und zwar im Sinne von Null Komma gar nicht.

Walters Startelf war keine Überraschung: Kapitän Schonlau kehrte nach Rotsperre zurück und stand neben Gyamerah, David und Leiboldt in der Abwehrkette. Davor Meffert, Heyer, Kinsombi und in der Spitze Kittel, Glatzel und Wintzheimer, der, nach Nürnberg wenig überraschend, den flauen Jatta ersetzte. Kein Vuskovic, Suhonen, Kaufmann oder Meißner. Im Westen also nichts Neues.

Wie sagte Walter nochmal in der PK vor dem Spiel?

„Grundsätzlich hat ja Aue vielleicht nicht ganz die fußballerischen Möglichkeiten, um dann das ganze Spiel so zu gestalten, dass sie mit uns mitspielen.“

Aha, dachte sich Aue, das wollen wir doch mal sehen. Gleich nach dem Anpfiff gab es eine Phase, in der Aue den HSV stark bedrängte. Es wirkte fast so, als wollte man es den Nürnbergern nachmachen und mit einem schnellen Tor Hamburg in Rückenlage bringen. Das verstärkte sich noch, als David ein Schuss des Gegners am Bein abprallte und nur knapp am eigenen Tor vorbeikullerte. HF wäre ohne Chance gewesen. Im weiteren Spielverlauf konnte man bei Hamburg dann beobachten, wie kurze Ecken nichts einbringen (wann, zur Hölle, lernen sie es und lassen den Scheiß endlich wieder sein), viel hintenrum gepasst wird (Super Ballbesitz- und Passquote!) und Wintzi große Probleme mit Ballannahme und Chancenverarbeitung hat. Soweit also alles beim Alten.

 

Dann, in Minute 21, passiert es: Aues erster gute Angriff über links sitzt und David macht das Kack-Tor des Monats, indem er mit einer Kopfabwehr den eigentlich schon auslaufenden Jonjic anköpft und der Ball von diesem ins Tor abprallt. Aue führt 1:0.

Was für eine Slapstick-Aktion! Was ein Billard-Tor!! Nur der HSV!!!

75 % Ballbesitz, kaum Abschlüsse und null Torchancen des Gegners bisher und dann sowas. Aber wenn man eines gelernt hat im Saisonverlauf, dann das: Beim spektakeligen Walter-Fussball kann einfach alles passieren. Und sein Satz in der PK stimmte, Aue fehlen die fußballerischen Mittel. Dem HSV aber leider auch. Denn ab da lief der HSV mal wieder einem Rückstand hinterher und verlor zusehends den Faden. Stockfehler häuften sich, es gab viele Ballverluste im Mittelfeld, das Spiel verflachte zusehends. Man sah kaum Bewegung ohne Ball und Kombinationen seitens des HSV hatten Seltenheitswert. Aber das kennen wir ja schon.

Verhaltensauffällig zeigte sich wieder mal „Der wahre Zehner“ Sonny Kittel, der nach aggressiven Schubsereien mit einem Gegenspieler völlig zu Recht die Gelbe sah. Unnötig und überflüssig. Er hatte diesen Jarolim-Moment ja auch schon gegen Nürnberg. Walter muss schnell gegensteuern, damit das nicht voll in die Hose geht, wenn Sonny beim nächsten mal seine Emotionen nicht im Griff hat.

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte kam Gueye dann nochmal völlig frei vorm Hamburger Tor zum Ball und hatte das 2:0 schon auf dem Kopf, haute aber daneben. Reines Glück für den HSV, dass das Ding nicht rein ging. Aue schon vor dem Kopfball zunehmend giftiger, entschiedener, willensstärker. Die merkten, hier geht was.

Zur zweiten Halbzeit brachte Walter dann Jatta für Wintzheimer und Reis für den bis dahin total unauffälligen Mo Heyer. Es wurde aber nicht besser. Aue stand tief und Hamburg fehlten im Mittelfeld die Mittel und in der Box die Kreativität. Selbst als der Schiedsrichter Aues Messeguem nach Foul an Kittel mit einer für mich etwas seltsamen roten Karte vom Platz stellte, konnte der HSV aus 20 Minuten in Überzahl keinen Profit ziehen.

Bis zu Minute 4 der Nachspielzeit, denn da fiel Kack-Tor Nummer 2. Karlsson köpfte völlig frei und unbedrängt ins eigene Netz statt ins Seitenaus. Aue verschenkt den ersten Sieg und zwei Punkte. Kannste Dir nicht ausdenken, sowas.

Fazit: Der HSV zeigte sich mittellos, willenlos, würdelos, hilflos und torlos. Selten war ein Punkt geschenkter als dieser. So wird das nichts. Nicht mit dem Aufstieg und auch nicht mit irgendeiner Entwicklung von Mannschaft oder Spielern.

Walters Fußball ist entschlüsselt. Selbst unterklassige Gegner stellen sich bestens drauf ein. Und sie haben es leicht, denn Papa Tim fehlt ein Plan B. Die Fähigkeit, im Spiel die eigene Taktik zu ändern, um Fehler abzustellen und dem Gegner was entgegenzusetzen. Für mich war dieses Spiel der neue Tiefpunkt der Saison. In der Sylvesterallee sollten spätestens jetzt alle Alarmglocken läuten. Aber wir kennen Boldt und Mutzel, die leider eines mit ihrem Chefcoach gemeinsam haben: Sie haben auch keinen Plan B.  Und da man die Spielpause in Hamburg erfahrungsgemäß nicht nutzen wird, um die Fehler abzustellen, bleibt alles so, wie es ist. Dem HSV droht, diesen Spieltag noch bis auf Platz 8 abzurutschen und ich freue mich jetzt schon auf Düsseldorf, Paderborn und Holstein. 

Von | 2021-10-03T08:20:32+02:00 2. Oktober 2021|Allgemein|18 Kommentare

18 Comments

  1. Gravesen 2. Oktober 2021 um 08:20 Uhr

    Nürnberg – Aue 0:0
    Aue – St. Pauli 0:0
    Schalke – Aue 1:1
    Aue – Sandhausen 1:3
    Kiel – Aue 3:0
    Aue – Düsseldorf 0:1
    Aue – Paderborn 1:4
    Regensburg – Aue 3:2

    Der Trend war unverkennbar. Nach einem halbwegs soliden Start gegen gute Teams wie Nürberg, St. Pauli und Schalke wurden die Ergebnisse immer schlechter, dann kam endlich der HSV. Es geht gar nicht mal darum, dass man in Aue (Kaderwert: € 10,65 Mio.) nicht gewinnen kann, es geht darum, wie man spielt. Einfach nur schlecht. Ein nicht praktikables System wird runtergewichst und wenn es einer Mannschaft gelingt, das System des HSV (Kaderwert: € 39.08 Mio.) zu entschlüsseln, steht Autist Walter mit leeren Händen da, weil er keinen Plan B hat. „Supertechniker 😀 😀 Jonny Kittel spielt nur dann Zweitliga-Fußball, wenn er vor dem Spiel mehr als 8 Stunden Schlaf hatte und das Thermometer mehr als 19 Grad anzeigt. Und bitte kein Regen. Jonas David ist ein Scherz und er wird einer bleiben, ob man ihn nun zum Hoffnungsträger schreiben will oder nicht. Die gesamte Mannschaft ist nicht stimmig, aber bei allem finanziellen Einsatz (mit Hilfe des Staates und der Stadt Hamburg) hat man wieder einmal nur überteuertes Mittelmaß geholt. Meiner Meinung nach war der lächerliche Ausgleich das Schlimmste, was dem Verein passieren konnte, denn er übertüncht wieder einmal die eklatanten Mängel in jedem Teilbereich des Vereins.

    Denn dieser Verein ist und bleibt eine Mogelpackung. Ein Klub mit dem zweithöchsten Kaderwert und Etat der Liga (https://www.transfermarkt.de/2-bundesliga/startseite/wettbewerb/L2) labert sich die katastrophalen Ergebnisse weiterhin schön, in dem man die Hofberichterstatter das Märchen von der Entwicklung und dem ach so jungen Kader (auch gestern wieder über 25 Jahre) erzählen lässt, damit die Hohlhüpfer, die alles glauben, was ihnen der Boulevard vorbetet, die Füße stillhalten. Ungefähr so, als würde Mercedes in der Formel 1 erklären, man würde nur mitfahren, um die Haltbarkeit der Motoren zu testen.

    Wen genau wollen die Herren Boldt und Mutzel denn eigentlich entwickeln? Einen Vuskovic (19), der in zwei Jahren eh wieder weg ist? Einen Ambrosius, der inzwischen 22 Jahre ist und bereits 2 Kreuzbandrisse im gleichen Knie hat? Einen Vagnoman (20), der öfter mit Ganzkörperkrampf ausfällt als das er eine verwertbare Flanke schlägt? Muheim (20) – ausgeliehen. Barca-Juwel Reis (21), der als Mann mit einer ehemaligen Ausstiegsklausel von € 100 Mio. 😀 nicht mal in die Startelf eines durchschnittlichen Zweitligisten passt? Mikkel Kaufmann (20) – ausgeliehen. Popeye Doyle – ausgeliehen. Wintzheimer – Blindfisch. Meißner (21) – von Walter aussortiert. Fakt ist, dass auch die sogenannten Nachwuchs-Juwelen nichts anderes sind als Alibis und Blendgranaten, in schöner altbewährter HSV-Tradition. Wer erinnert sich nicht an all die Atom-Kracher, die den Verein reich machen sollten? Heil, Opoku, Knost, Kwarteng, Ito, Pfeiffer, Drawz, Behrens, Porath, Köhlert, Feka, Götz, Ronstadt, P. Müller, Brunst. Nichts ist passiert und was hatte man für Wunderdinge über die Vögel verkünden lassen.

    Der HSV ist eine Lüge und wird eine Lüge bleiben.

    • Gravesen 2. Oktober 2021 um 08:41 Uhr

      Ebenfalls mehr als bedenklich: Der HSV kann nicht einmal mehr überzeugen, wenn ihm massive Hilfestellung von der Schiedsrichter-Gilde zu teil wird. Mal wird nur deshalb gewonnen, weil bei angezeigten 4 Minuten Nachspielzeit der Siegtreffer in der 96. Minute gelingt. Gestern diese absolut lächerliche rote Karte und ein Eigentor in der 4. Minute der Nachspielzeit, die durch nichts zu erklären ist. Das jämmerliche Gewimmer der Vollidoten wie „Letztes Jahr hätten wir dieses Spiel noch verloren“ kann man im inzwischen 14. Jahr der Wiederholung auch nicht mehr hören, es ist das peinliche Gesülze von Berufsverlierern. Ohne die Hilfe aus dem Kölner Keller wäre der HSV bereits jetzt mitten im Abstiegskampf

      • BesuchausdemSüden 2. Oktober 2021 um 14:22 Uhr

        Volle Zustimmug. „Letztes Jahr hätten wir dieses Spiel noch verloren“ ist die Ausrede von Versagern, denn vor 5 oder 10 Jahren hätte der Verein dieses Spiel noch haushoch gewonnen.

        • Sag' Tschuess Dino 2. Oktober 2021 um 17:45 Uhr

          Nein, gegen Außenseiter tat sich der HSV aufgrund von Arroganz auch früher oft schwer.

    • Demosthenes 2. Oktober 2021 um 08:43 Uhr

      Der HSV ist und bleibt ein Aufbaugegner für Loser- und Absteigerteams. Wenn das der Weltplan von MutzelBoldt ist, dann Glückwunsch, der ist voll aufgegangen.

      Und nicht vergessen, immer schön die Spieler mit den generösesten Beratern holen und nicht die, die das Team wirklich braucht (kompromißloser Knipser, kreativer Mittelfeld-Regisseur, Rechtsaußen-Flankengott). Ist ja nur Steuergeld.

  2. Leonadomitcabrio 2. Oktober 2021 um 09:19 Uhr

    wird Zeit, dass jemand den Stecker zieht und das Dahinsiechen ein Ende hat…

    Ach ja, guten Morgen zusammen

  3. Gravesen 2. Oktober 2021 um 09:55 Uhr

    Ich werde es zwar nie verstehen, aber es ist leider nicht zu vermeiden. Es ist nur im Nachhinein zu unterbinden. Und das werde ich machen. In der kommenden Woche.

    Womit ich zu meiner nächsten Ankündigung komme, denn ich bin ab Sonnabend für acht Tage im Urlaub.

    P.S.: Sollte hier jemand einen Gastbeitrag verfassen wollen, immer her damit. So sind wir damals auf unseren Blogfreund Dr. Ringelband gestoßen, der seither immer wieder mal mit herausragenden Analysen den Blog bereichert hat – und hoffentlich noch oft bereichern wird. Wer also einen Blog verfassen möchte, de/der schickt selbigen einfach an

    moinvolkspark@gmail.com

    Das ist so dermaßen passend zu diesem Verein, das man es einfach erwähnen muss. Der Kommentarbereich des Insolvenzblogs fliegt auseinander und obwohl man eine Blog-Revolution angekündigt und behauptet hatte, man hätte ein Monster-Team an echten Enthusiasten hinter sich, gibt es keinen Admin. und für Münchhausen ist es natürlich zeitlich nicht darstellbar, dass er einmal die Stunde in den Blog schaut, der seinen BERUF darstellt, um für Ordnung zu sorgen. Nun aber die Konsequenzen, er wird sich der Sache in der nächsten Woche annehmen. 3 Minunten später fällt ihm im selben Bolg 😀 auf, dass er ja nächste Woche (mal wieder) im Urlaub ist und nur die Wenigsten werden sich die Frage stellen, wie man eigentlich alle 6 Wochen Urlaub machen kann, wenn man laut eigener Aussage über kein Einkommen verfügt.

    Und nun muss man, obwohl man das zuvor erwähnte Monster-Team hinter sich hat, um Gastbeiträge betteln. Ich bin mal gespannt, welche Amöbe sich dazu bereiterklärt, um dann im Anschluss von 3/4 der Blog-Bewohner niedergemacht zu werden.

    Was ich sagen will: Münchhausen passt mit seiner Blog-Imitation perfekt zum HSV, denn auch hier wird nur geblendet, behauptet, verarscht und beschissen.

    • Chancentod 2. Oktober 2021 um 15:18 Uhr

      Betreibt Münchhausen die diversen Blogs nicht in Wirklichkeit aus dem Grund, um sich selber vorzugaukeln, er wäre weiterhin als Journalist unterwegs?
      Auf dem Arbeitsmarkt ist er doch als Journalist nicht mehr gefragt. Print ist tot und Online ist er doch aufgrund seiner Blogversuche verbrannt.
      Münchhausen sollte sich der Realität stellen und eine Umschulung anstreben.

  4. Maddin 2. Oktober 2021 um 11:05 Uhr

    Einem muss ich widersprechen, der Tiefpunkt ist noch lange nicht erreicht. Ist immer noch der freie Fall.😁
    https://www.youtube.com/watch?v=PFhAwohGSGo

  5. Jorgo 2. Oktober 2021 um 11:26 Uhr

    Alex Blog vom 29/9 hatte im Grunde genommen die letzte und die folgenden Begegnungen vorweg genommen. Dazu möchte ich jeden Betrachter ermutigen, sich die
    Videos noch einmal anzuschauen. Das Ergebnis von Aue ist dadurch selbsterklärend und nach Abpfiff schmeichelhaft. Ich hatte im unteren Amateurbereich mit Freude Fußball gespielt. Mit Libero und Vorstopper und so…..2-3 x die Woche haben wir trainiert. Es stand niemand herum beim Training. Bei der Betrachtung des Filmmaterials wird mir klar, dass wir früher nicht weniger trainiert hatten. Nein, wir waren fleißiger aber aufgrund unserer Möglichkeiten eben dort angesiedelt, wo wir auch hingehörten. Diese Kicker von der Sylvesterallee gehören zum Großteil nicht in die 2.Liga. 99% der Blogger hier wissen heute übrigens schon, wie auch alle Düsseldorfer, wie die kommende Begegnung gestaltet wird. Ein Atom „Gähn“ der Langeweile und Lustlosigkeit wabert über Stellingen.

  6. Ralf Schulz 2. Oktober 2021 um 12:15 Uhr

    Ich denke auch das jetzt der absolute Tiefpunkt erreicht ist, das war für mich das mit Abstand schlechteste HSV-Spiel das ich je gesehen habe und ich hab seit 1977 wirklich viele gesehen!!!!
    Ich sehe mittlerweile bei dieser Trümmertruppe nicht mal mehr einen Plan A , so ein einfallsloses Spiel dazu ohne jegliches Tempo damit kann man im Profifußball keinen Blumentopf gewinnen. Dazu die beinahe lächerlichen Standards und was weiß ich nicht noch alles Schlechte, um das alles aufzuzählen müsste man ein Buch schreiben, unfassbar schlecht!!!!
    Von der Vorstandsetage habe ich noch kein Wort gehört/gelesen, aber die Pfeifen winken ja sowieso alles durch.
    Und die absolute Krönung natürlich wieder, wie ich es gestern schon vermutet hatte, anstatt die Länderspiel-Pause mit Arbeit, Arbeit und nochmals Arbeit zu nutzen, ist nach dem heutigen Auslaufen erstmal 2 Tage trainingsfrei, dazu fällt einem doch wirklich nichts mehr ein!!!!!
    Lieber Gott habe doch bitte ein Einsehen mit dem Club und lass endlich die Lichter in St. Ellingen ausgehen, das Maß an Schanden, Blamagen, Misswirtschaft,…….. ist mehr wie voll!!!!!

  7. Tom 2. Oktober 2021 um 12:55 Uhr

    Also ich habe gerade mal unter Insolvenzvbekanntmachungen geschaut. Selbstverständlich läuft sein Verfahren noch und somit müsste er auch Zahlungen an den Verwalter leisten, um entsprechend Gläubiger befriedigen zu können. Grundsätzlich wird hierbei ein fiktives Einkommen berücksichtigt, welches Münchhausen als „Journalist“ beziehen würde (Alter, Berufserfahrung etc.)

    Es kann sich ja jetzt jeder selbst überlegen, wie er sich die häufigen Urlaube leisten kann …

  8. BesuchausdemSüden 2. Oktober 2021 um 13:41 Uhr

    Es ist nun genau das eingetreten wovor vor der Saison hier im Blog und von manchen Stuttgartfans bei Twitter oder TM hingewiesen wurde. Trainer hat keinen Plan B, ineffiziente Spielweise, katastrophale Chancenauswertung, positionsfremdes Aufstellen der Spieler und schlechte Standards.
    Vor ein paar Tagen hat es hier doch der User Schwaben-HH geschrieben. Nach dem 8. Spieltag war der VfB unter Walter entschlüsselt und dann begann der Ärger. Hüpfer können das eben nicht erkennen, dass dahinter ein schlechtes System steckt welches ein arroganter Trainer mit aller Gewalt durchziehen wird. Bis zum bitteren Ende.

  9. Alex 2. Oktober 2021 um 14:42 Uhr

    Es ist so, wie Ralf es oben schreibt, genaugenommen noch viel schlimmer:

    Am sehr frühen Morgen war am Sonnabend am Volksparkstadion schon einiges los: Die Mannschaft kehrte nach dem 1:1-Unentschieden in Aue mit dem Bus nach Hamburg zurück und absolvierte direkt nach der Ankunft das obligatorische Auslaufen und Regenerationstraining. Im Anschluss gab Cheftrainer Tim Walter seinen Profis zwei Tage frei, um die Akkus wieder aufzuladen. Am Montag (4. Oktober) stehen dann zunächst Leistungstests im UKE auf dem Programm, ehe am Dienstag wieder der normale Trainingsalltag beginnt. Am kommenden Mittwoch (6. Oktober) wartet dann ein echter Härtetest in der Länderspielpause: In Wolfsburg treffen die Rothosen mit dem VfL auf einen Champions-League-Teilnehmer. Das Testspiel findet leider unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, wird aber von HSVtv live ud kostenlos auf YouTube übertragen.

    Um das mal zu übersetzen: Auf das obligatorische Spielersatztraining für die Reservespieler wird einfach verzichtet und die gestern eingesetzten Spieler drehen nach einer 5-6-stündigen nächtlichen Busfahrt im Morgengrauen einige Runden zum Auslaufen, damit sie ein möglichst langes, zusammenhängendes Wochenende zum Durchschnaufen erhalten. Soll das ein Witz sein?

    Praktisch werden die nächsten Tage komplett verschenkt: Samstag und Sonntag trainingsfrei. Montag Leistungstest. Die haben bei HecKing und Thioune übrigens immer zwei Tage gedauert. Dienstag angeblich reguläres Training. Mittwoch Testspiel für Spieler, die danach nie wieder eingesetzt werden. Faktisch beginnt die Trainingswoche also frühestens ab Donnerstag, natürlich ohne die U21-Nationalspieler, die so dringend integriert werden müssten. Und dann wird wieder Kurzpasstraining aufs Kleinfeld bis zum Abwinken trainiert, aber keine offensiven Spielzüge einstudiert, keine Standards, keine Torabschlüsse und keine Flanken unter Gegnerdruck, sondern nur mit albernen roten Pappkameraden geübt, keine taktischen Varianten ausprobiert, alles ohne erkennbaren Wirkungsgrad. Diese ganzen Traininingsabläufe haben nichts mit Spielsituationen unter Wettkampfbedingungen zu tun und deshalb produzieren die HSV-„Stars“ in den Spielen so einen unerträglichen Scheißdreck.

    • Chancentod 2. Oktober 2021 um 15:27 Uhr

      Wie die Voraussagungen in der Simpsons-Serie
      Wumms! Die Sportshow – Schreib dich nicht ab. Lerne Kicken!
      Das war kein Witz.

  10. Stefan Krebs 2. Oktober 2021 um 14:46 Uhr

    Lächerlicher und REPEKTLOSER Trainer
    Lächerlicher und inkompetenter Vorstand und AR
    Lächerliche und absolut überschätze Mannschaft
    Versunken im Mittelmaß der 2. Liga.
    Kann man nur hoffen, daß das bald vorbei ist. Nur noch scheinheilig alles.

  11. Ex-HSVer+im+Herzen 2. Oktober 2021 um 17:21 Uhr

    Also sooo viel macht man doch gar nicht falsch. Man ist doch weiterhin in Schlagdistanz. 🙄 Genau das ist die Denke dieser Vollversager. Grave hat es richtig erkannt. Unerklärliche Spielminuten am Ende haben bereits 3 Punkte gebracht, die mehr als unverdient waren. Das wäre Platz 11/12 und DIESER Tabellenplatz würde die Realität widerspiegeln

  12. Goldfather 2. Oktober 2021 um 18:41 Uhr

    Das Thema Aufstieg dürfte gegenwärtig intern überhaupt keine Rolle spielen. Es geht lediglich darum in der zweiten Liga sportlich und wirtschaftlich zu überleben. Qualitativ wurde das Team einhergehend mit der stetigen Kostenreduktion des Kaders deutlich abgesenkt, so dass man sportlich derzeit von einem mittelmäßigen Zweitligisten sprechen kann, der in dieser Form immer noch zu teuer ist.
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    Den Verantwortlichen ist längst klar, dass der Club eigentlich insolvent ist und nur die öffentlichen Gelder das Rad noch am laufen halten. Es ist der verzweifelte Versuch eines „soft landing“ nach Jahren des exzessiven Geld Verschwendens ohne ein entsprechendes sportliches oder gar wirtschaftliches Ergebnis erreicht zu haben. Sowohl beim Club, als auch im Rathaus, scheint man sich einig zu sein, dass man den Profifußball im Volkspark im Zeichen der Raute erhalten möchte, solange es irgendwie möglich ist. Zumal wir mitten in einer Pandemie stecken und man sich keinesfalls zusätzlich mit tausenden von frustrierten Brüll-Orks auf den Straßen der Stadt auseinandersetzen möchte.
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    Doch warum versucht man nicht wenigstens die Trümmertruppe sportlich zu verbessern? Das was Walter und Thioune im Trainingsbetrieb abgeliefert haben kann leider nicht als ernsthafte Bemühung zur Verbesserung der fußballerischen Fähigkeiten angesehen werden.
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