Der österreichische Patient

Ich weiß, dass es viele Mitbürger gibt, die inzwischen so sehr aufgegeben haben, dass sie wirklich jede (Horror)-Meldung nur noch mit einem lapidaren Achselzucken zur Kenntnis nehmen und meinen: „Wundert dich das? War doch klar, dass es so läuft“. Nun, nennt mich naiv, aber mich wundern immer noch einige Dinge, die jeden Tag auf diesem Planeten passieren und ich nehme mir immer noch das Recht heraus, daran zu verzweifeln. Und mich aufzuregen! Wo sind wir denn bitte angekommen, wenn wir mehr und mehr absolut alles in fatalistschster Art und Weise hinnehmen und Verfehlungen, Betrug, Lügen und Vorteilsnahme akzeptieren? Wie wollen wir denn jemals etwas zum Besseren ändern, wenn wir uns an unserer eigenen Weisheit aufgeilen, die uns sagen lässt, wir hätten es doch schon immer gewusst? Meine Welt funktioniert so nicht, wird es nie. Eben aus dieser Empörung und Fassungslosigkeit habe ich ein Buch geschrieben, welches sich mit einem nicht geringen Teil mit den Machenschaften der hiesigen Presselandschaft beschäftigt und egal wie alt ich werde, ich werde niemals akzeptieren, dass sich jemand, der sich Journalist nennt, zum bezahlten Steigbügelhalter von Funktionären oder Politikern machen lässt. Wenn alles, was wir unter dem Deckmantel der freien Presse konsumieren dürfen, am traurigen Ende doch nichts anderes ist als bezahlte PR, dann gute Nacht Marie. 

Die Spatzen pfiffen es schon länger von den Dächern, nun ist es tatsächlich passiert: In der ÖVP-Zentrale in der Lichtenfelsgasse sowie im Bundeskanzleramt kam es am Mittwochmorgen zu Hausdurchsuchungen. Besonders pikant: Diesmal soll es um Zeitungsinserate und geschönte Umfragen gehen.

Angeblich geht es um den „Verdacht von Geldflüssen gegen geschönte Umfragen“, die in einer Tageszeitung publiziert wurden.  

Wie „Fact Sheet Austria“ ermittelte, gab die öffentliche Hand in nur drei Jahren 595 Millionen Euro für Inserate aus! Am besten stiegen demnach Kronen Zeitung, Heute, oe24 und Kurier aus. Wenig verwunderlich für Kenner der regierungstreuen Berichterstattung der durch Steuergelder wohlstandsverwöhnten Blätter.

Quelle: https://www.wochenblick.at/schmutzige-inseraten-deals-razzia-in-kanzleramt-oevp-zentrale/?fbclid=IwAR0-JrHMXcVtBYa9Gxp_sKbnKRO6mhZl_CUL0slbgr_4S8iss1F8kyY-hho

Natürlich wird es jetzt wieder welche geben, denen all dies nicht neu ist, mich hingegen macht es sprachlos. Die Regierung eines Landes „investiert“ zig- bis hunderte Millionen an Steuergeldern, um sich bei sogenannten unabhängigen Medien geschönte (und somit gefälschte) Statistiken und positive Berichterstattung zu kaufen? Und die Beschuldigen bekennen natürlich am nächsten Tag in bester Trump-Manier, sie hätten von nichts gewusst und würden nicht im Traum daran denken, ihren Posten zu räumen. Aber wir müssen gar nicht über die Alpen luschern, wir werden demnächst einen Kanzler bekommen, der Herrn Kurz in nichts nachsteht. 

 

 

Und der HSV? Warum sollte der es anders machen? Nicht umsonst schreibe ich seit Jahren von der Hamburger Hofberichterstatter-Presse und man kann sich ohne Probleme vorstellen, warum die Herren in den Redaktionsstuben all die Schwachsinnigkeiten aus dem Volkspark all die Jahre gedeckelt haben. Doch nicht für das nächste Interview oder die nächste durchgesteckte Maulwurfsmeldung, das wäre zu wenig. Wie können Blogger ohne Einkommen mit ins Trainingslager fahren? Viel Phantasie braucht es nicht, um auf die Begründung zu kommen, gell? Der HSV ist der österreichische Patient, denn an der Sylvesterallee wird exakt so gearbeitet wie in Wien. Man kauft sich gute Presse, ganz einfach. Wer erinnert sich nicht an die verdrehte Internet-Umfrage in der Mopo, bei der ein „Journalist“ die User nach der Verlängerung des Hoffmann-Vertrags befragte. Ca. 80% der Abstimmer wollten den Mann loswerden, doch am nächsten Tag, welch Überraschung, zeigten die veröffentlichten Daten das genaue Gegenteil. Da hatte dann wohl einer dran gedreht, aber wohl kaum umsonst. Und heute?

Abendblatt.

Headline: HSV erlebt Fan-Ansturm auf erstes 2G-Spiel

Text: Bei den Hamburgern geht aber nicht von einem vollen Stadion aus. Man hofft auf mindestens 35.000 Fans.

BILD.

Text:  Der HSV könnte theoretisch alle 57000 zur Verfügung stehenden Tickets verkaufen. Wird er aber nicht, auch wenn der Ansturm auf Karten enorm ist

Text: Das hat der Zweitligist jetzt verworfen – weil’s dafür keine Nachfrage gibt.

Mopo.

Headline: Abstand? Will keiner mehr. 2G-Hype beim HSV!

Text: Geht der Verkauf so weiter wie bislang, wird das intern erhoffte Ziel von 35.000 Zuschauer:innen in jedem Fall erreicht. Im Volkspark wird es endlich wieder richtig laut.

Der (bezahlte) Vereins-Auftrag dürfte klar sein – schreibt uns die Zuschauer ins Stadion. Schreibt von Begehrlichkeiten, schreibt über Nachfrage. Soll auch nicht euer Schaden sein. Und wenn doch nur 28.000 kommen, schreibt auf jeden Fall, dass 35.000 da waren, überprüft eh keiner. 

Jeder Transfer ist ein Kracher, jeder U24-Spieler ist ein Juwel, jeder neue Trainer hat den Atom-Plan, jeder neue Sportchef ist Besitz des ultimativen Netzwerks. Das Stadion ist immer voll, die Zuschauer sind trotz der 1:3-Niederlage gegen Regensburg außer sich, die Stimmung ist der Wahnsinn. Nirgendwo sonst gibt es solche Fans, solches Wetter, solche Wurst und solches Bier. Der neue Deal mit dem „Kult-Bier“ Holsten bringt zwar nur noch die Hälfte ein im Gegensatz zum Vertrag mit Köpi, aber egal. Ist trotzdem geil. Der HSV ist nur noch im grauen Mittelfeld der zweiten Liga, aber die haben da einen Plan im Volkspark, da träumt der Führer von. Und dann, im August 2054, wird der HSV wieder das deutsche Fußball-Oberhaus aufmischen. Und wir werden darüber ausschweifend berichten, zumindest so lange der Verein bezahlt. 

Tatsächlich aber trägt der Leser/Konsument, der all das achselzuckend hinnimmt und meint, das hätte er alles schon gewusst (und geflissendlich ignoriert) eine gehörige Portion Mitschuld. Denn er akzeptiert, dass lieber Twitter-Clowns, die Transfergerüchte verbreiten, interviewt werden anstatt Buch-Autoren, die die eigenen Machenschaften aufdecken könnten. Man lässt im Tages-Rhythmus ehemaligen Granden erklären, wie spektakulär die Arbeit der aktuellen Machthaber einzuordnen ist und niemand schüttelt noch den Kopf. Inzwischen ist man tatsächlich gut beraten, wenn man kein Wort glaubt, was in der Hamburger Presse steht. 

Und weil es so wunderbar ins Gesamtbild des Defekts HSV passt..

Präsident Pinselreiniger schreckt wirklich vor nichts mehr zurück und ganz Deutschland lacht! 

 

 

Zum Schluss…

…das Letzte! 

Kein Witz jetzt, 2 Stunden und 36 Minute labern diese Blödbacken in dieser Tonalität, diesem Tempo und mit diesen Inhalten. 2 Stunden und 36 Minuten, in der Zeit kann man von Hamburg bis nach Berlin fahren. Auch dies ist symptomatisch für diesen Verein – unterstes Niveau auf allen Ebenen. 

 

 

Von | 2021-10-10T00:33:06+02:00 9. Oktober 2021|Allgemein|31 Kommentare

31 Comments

  1. jusufi 9. Oktober 2021 um 08:52 Uhr

    Überraschen kann mich kaum noch ein Skandal, aber aufregen schon! Mit welcher Unverfrorenheit, mit welchem Selbstverständnis und welcher Dreistigkeit vorgegangen wurde in Österreich ist irre. Die Kumpanei zwischen Verein und Medien in Hamburg nimmt sich dagegen fast albern aus. So albern, wie davon zu fantasieren, die Fans würden ins Stadion stürmen und könnten die nächste Supershow des HSV kaum erwarten…
    Danke für den Bolg, Grave und schönes Wochenende allerseits.

  2. Demosthenes 9. Oktober 2021 um 09:33 Uhr

    Der Podcast ist ja unterirdisch.

  3. Dubios 9. Oktober 2021 um 09:37 Uhr

    Na besten Dank auch! Zum Frühstück hab ich mir genau eine Werbung von Bass-Jonson gewünscht. Ich geh dann mal Kacken.
    Ich war eigentlich fest der Meinung das sie „Wo ist Walter“ diese Woche rausschmeißen aber das dauert wohl noch 1-2 Spiele.
    Ich frage mich ernsthaft wer danach kommt,was meint ihr?
    Ich tippe auf den Ex Kiel Trainer.

  4. Hein Blöd 9. Oktober 2021 um 09:38 Uhr

    „Über Bayern lacht die Sonne, über den HaSiVau die ganze Welt“.

  5. Hannover1958 9. Oktober 2021 um 10:04 Uhr

    Ich erinnere an das Hoffenheim-Bayern Schmierentheater im März 2020. Im Vorfeld haben alle Beteiligten von dem Hopp-Schmähplakat gewusst: Bayern München durch U. Hoeneß der es von einem Fanclub erfahren hat, Bayern hat dann Hoffenheim und die DFL informiert, die wiederum den Schiedsrichter informiert hat. Selbst die Empörung in der Liveberichterstattung von Onkel Dittmeyer von Sky war gespielt. Er hat vor ein paar Monaten zugegeben dass er im Vorwege informiert war. Im kicker erhielt der Schiri die Note 2, da er sehr umsichtig auf die Situation reagiert hat. Auf meine Anfrage beim kicker ob es im Nachhinein neu bewertet werden muss erhielt ich natürlich keine Antwort.

  6. Ex-HSVer+im+Herzen 9. Oktober 2021 um 11:33 Uhr

    Ich bin genauso wie du ein „Kümmerer“ und mich regen Ungerechtigkeit, Lügen, Betrug, Dillettantismus und Narzissmus/Arroganz generell sehr auf. Aber seit einiger Zeit geht es mir so: 🤷🏻‍♂️
    Denn letztlich bringt mit das Aufregen und Hinweis auf illegales Handeln nichts. Außer negative Vibrations, die ich generell zu vermeiden versuche. Denn es ist einfach zu viel, worüber man den Kopf schütteln muss.
    Der HH-Versager Scholz wird Kanzler, Trump sitzt immer noch nicht im Knast und seine Schergen lehnen mal eben locker die Vorladungen des 1/6 Kommitees ab, Facebook erfindet einfach ein technisches Problem und verhindert bei ca. 1 Mrd. Menschen wie Chat-Komminikation am Tag bevor der Whistleblower auspackt, der Vorstand des HSV begeht seit Jahren Bilanzbetrug, in Billwerder wird ein Naturschutzgebiet platt gemacht statt nebenan in Billbrook die verrottenden Gewerbegebiete für Wohnraum zu nutzen, Hedgefonds verdienen mit Spielhallen-Zockereien (Krypto, Shortselling) Billionen, Immobilienpreise sind nur noch pervers und die Banken befeuern diese Riesenblase, Asylbewerber, die auf frischer Tat bei schwersten Straftaten erwischt werden, werden nicht sofort abgeschoben, Frauen dürfen in Texas nicht nach einer Vergewaltigung abtreiben, usw usw usw usw.

    Und warum ist das alles möglich? Aufgrund der klassischen 90/10 Regel. 90% ist es egal. 90% informieren sich nicht nach Hintergründen. 90% der Menschen, die Scholz gewählt haben, wissen nichts von G20, Cum Ex, Wirecard, 90% der HSV Fans interessiert sich nicht für die Machenschaften abseits des Spielfelds, 90% der „Journalisten“ sägen ja nicht am Ast auf dem sie sitzen, 90% der Menschen ist Klimawandel egal, sobald sie von Maßnahmen betroffen sind, usw usw.

    Was soll man gegen die 90% machen? Ich weiss es nicht. 🤷🏻‍♂️

  7. Maddin 9. Oktober 2021 um 11:57 Uhr

    HSV-Vorstand Jonas Boldt: „Nicht mehr so viel Geld verprassen“
    Ja Kluscheisser, ich schlage vor du fängst dann bei deinen eigenen 600.000eu Jahresgehalt an. Hörst auf kickback Zahlungen ab zu greifen. Machst dann einen Steilpass auf Wettsteins 600.000eu Jahresgehalt. Anschließend einen kurzen Rückpass auf das 300.000eu Rentensalär von Wehmeyer und zum Schluss eine schöne Flanke auf die Köpfe des „Ehrenamtlichen Aufsichtsrates“ die sich Ausschusshonorare auf Ihr Konto überweisen.
    Aber ich glaube das meintest du wohl nicht.👌

    • Fohlenstall 9. Oktober 2021 um 17:12 Uhr

      Topp Maddin 👍!

  8. Gravesen 9. Oktober 2021 um 12:44 Uhr

    „Wir haben uns für einen nachhaltigen Weg entschieden, auf dem wir nicht mehr so viel Geld verprassen“, sagt Boldt, der deutlich macht, dass seine Vorgänger ihm ein schweres Erbe hinterlassen hätten. „Seitdem ich hier bin, mussten wir jedes Jahr einen Transferüberschuss erwirtschaften, weil es dem Verein finanziell nicht so gut geht. Es wurden zu viele Fehler gemacht.“

    Der Heimschläfer merkt wirklich absolut nichts mehr. Vielleicht solte ihm mal jemand seine zahllosen Katastrophen-Transfers aufzählen. Plus 2 verkackte Aufstiege. Was für ein dummes Arschloch.

    Doch diese Fehler sollen sich unter Boldt nicht wiederholen. Tatsächlich fiel der Vorstand in seinen zweieinhalb Jahren in Hamburg auch dadurch auf, den HSV auf wirtschaftlich gesündere Füße zu stellen. Spieler wie Douglas Santos (13 Millionen Euro/Zenit St. Petersburg), Berkay Özcan (2,5/Istanbul Başakşehir), Amadou Onana (7/OSC Lille) und Jeremy Dudziak (750.000/Greuther Fürth) wurden in Boldts Zeit gewinnbringend verkauft

    Das sind exakt 4 von mehr als 75 Transfers. Seid ihr eigentlich geistesgestört beim Auftragsblatt?

    …und nennt die erfahrenen Profis Sebastian Schonlau (77 Zweitligaspiele), Jonas Meffert (154), Moritz Heyer (73), Tim Leibold (142) und Torhüter Daniel Heuer Fernandes (114). „Es sind jetzt andere Spieler, die vielleicht ein paar Jahre jünger sind und nicht diesen Namen wie die anderen Jungs haben. Aber sie sehen den HSV als Karriereschritt an und gehen voran“, sagt Boldt.

    Soll das ein beschissener Witz sein? Schonlau, Meffert, Heyer, Leibold und Feuer Hernandes sehen den HSV als KARRIERESCHRITT? Wo sollen die Typen, die alle über 26 sind, denn von Hamburg aus hin? Mailand? Madrid? Wie kann man eine solche Scheiße unwidersprochen absondern?

    Doch was passiert mit ihm persönlich, wenn er dem HSV zwar wirtschaftlich den richtigen Weg ebnet, aber sportlich zum dritten Mal in Folge den Aufstieg verpassen sollte? „Warum soll ich jetzt schon ans Scheitern denken?“, kontert Boldt mit einer seiner berüchtigten Gegenfragen. „Das widerstrebt meinem Naturell.“

    Weil es dazu kommen wird, du arroganter Vollidiot. Aber dann sind natürlich wieder die Vorgänger Schuld gewesen?

    Einfach einzigartig, wie dieser Artikel aus dem Auftragsblatt zum heutigen Blog passt. Gefälligkeitsjournalismus in Perfektion, das kann in dieser Form nur das bezahlte Hamburger Auftragsblatt.

  9. Volli 9. Oktober 2021 um 13:03 Uhr

    Und in Newcastle jubeln die Fans, weil sie ihren Verein an einen Verbrecher verhökert haben, der ihn jetzt mit Geld zuscheißt! Eine kranke Gesellschaft braucht auch einen kranken Fußball!

    • RautenDevil 9. Oktober 2021 um 13:20 Uhr

      Ja krank sicher, aber was den Fussball betrifft bisher unglaublich erfolgreich. Die englische Liga hat nicht umsonst die größte Strahlkraft der Welt und hat für jeden Sponsor einen unglaublichen Wert. Riesige Fanclubs in der ganzen Welt und ein fantastischer Fussball, haben dazu geführt, das die Briten mittlerweile TV Gelder generieren, die es ermöglichten, dass allein in diesem Jahr 6 Vereine mehr als 100 Mill. € an Transfergeldern raus hauen konnten.

      Was wurde da nicht alles schwarz gemalt, vom Ausverkauf der Vereine, dem Horror-Kapitalismus und dem Ende der normalen Fan Kultur gesprochen. NICHTS davon ist eingetreten davon – im Gegenteil – die Vereine sind dort professioneller und besser aufgestellt, als jemals zu vor. Die Fans werden weiter gehört und Familien stehen weiter auf der Tribüne und feieren Ihren Verein. Strukturell sind diese Vereine so weit vorn – und zwar in jeder Form – das solche Vereine wie RB, Bayern und Dortmund diesen Modellen nacheifern, da es einfach großartig ist und der einzige um Nachhaltig mit diesen Kalibern mithalten zu können.

      Wenn Du in den Volkspark gehtst, hast Du das Gefühl in einem kalten und windigen Betonklotz zu stehen – wenn Du in Anfield ankommst, denkst Du du bist in einer Oper. getäfelte Decken und ein Luxus im gesamten Stadion, der jeden Besuch zu einem Event werden lässt.

      Wir in Deutschland können uns gern an der verstaubten 50:1 Regel festklammern aber dann werden wir auch keine große Geige im internationalen Fussball spielen. Bayern wird jedes Jahr Meister und das spannendste Thema werden die Kämpfe um die Relegationsplätze. Sehen wir ja bereits die letzten Jahre.

      Man kann diese Diskussion gern endlos führen aber der unstrittig bester Fussball der Welt, wird in der Premiere League gespielt und da schiesst Geld offenbar doch Tore, wenn der VereinsBackground durchgehend aus Vollprofis besteht.

      • Gravesen 9. Oktober 2021 um 13:25 Uhr

        Alles richtig, aber ich verstehe absolut was Volli meint. Newcastle wird gekauft von einem Mann, der in der Botschaft in Istanbul einen US-Bürger foltern, umbringen und zerstückeln ließ und der eigentlich in den Knast gehört. Aber das alles vergessen die glücksbesoffenen Fans von United bzw. es ist ihnen scheißegal. DAS ist die wahre Krankheit!

        • RautenDevil 9. Oktober 2021 um 13:39 Uhr

          Da bin ich auch 100% bei Dir! Bei der Auswahl hätte man definitv „glücklicher“ sein können!

        • Goldfather 9. Oktober 2021 um 15:33 Uhr

          Bei dem Typen kotze ich im Strahl. Bevor ein Fußballclub auch nur einen Cent von diesem Typen annimmt, sollte er gepflegt die Insolvenz anmelden und sich über den Sport der letzten 100 Jahre freuen.
          .
          Und natürlich geht es bei dem Deal um alles andere als Fußball. Es geht um Politik, es geht um Krieg, Macht und es geht um Waffengeschäfte in Milliardenhöhe. Als Deutsche wissen wir nur all zu gut wieviel man in der Region mit solchen Deals verdienen kann.
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          Newcastle und seine Fans werden als billiges Marketingobjekt missbraucht damit die aktuellen und die zukünftigen Schlachtfelder politisch und technologisch möglich gemacht werden können.
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          Für den englischen Clubfußball ist der Einstieg von Prinz Salman langfristig gesehen eher als schwierig zu betrachten, da ich mir sehr gut vorstellen kann, dass sich ab jetzt noch ganz andere Leute für den englischen Fußball und seine Investoren interessieren dürften.
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          Hinzu kommt, dass sich die Sicherheitslage rund um den Club massiv verändern könnte, so dass es der letzte Ort sein könnte wohin Familienväter am Wochenende ihre Kinder mitnehmen.
          .
          „Papa, mein Freund hat gesagt, dass der Besitzer von deinem Lieblingsclub Schlachter ist“.
          „Ja, gut mein Kind, äh nicht so direkt Schlachter, aber da war mal was….“

          • RautenDevil 9. Oktober 2021 um 15:56 Uhr

            Du hast natürlich Recht, nur sind ja bereits mit all den Scheichs und Oligarchen genug „zwielichtige“ Personen im Spiel und zwar seit vielen Jahren. Bei einem sind die Verwerflichkeiten offensichtlicher und bei einem weniger! Klar, den Saudi Prinz würde ich auch nicht wollen. Der ist in dem Punkt nun sicher der Spitzenreiter. Grundsätzlich vermute ich aber, dass die oberen Milliardärsränge eh alle Dreck am Stecken haben und moralisch ganz sicher alles andere als sauber sind. Die Frage bei der Bewertung ist nur – wo fangen wir da an und wo hören wir auf? Ist ein Kühne nun, mit der Vergangenheit seines Vaters ein tragbarer Investor oder nicht? Wer will das bewerten? Ich glaube, für den Prinzen ist Newcastle nicht mehr als ein Spielzeug, denn Geld verdient der ganz woanders, da sei Dir mal sicher!

  10. RautenDevil 9. Oktober 2021 um 13:04 Uhr

    Sehr guter Blog!

    Den Holsten Deal begrüße ich aber unabhängig vom Geld, denn dies war für mich damals das finale Signal an jeden Sponsor – „Ey, egal wie lange ihr uns treu wart, wir sind der GROßE HSV und wenn ihr mit uns werben wollt, müsst ihr die Taschen öffnen, sonst seid Ihr raus!“.

    Genau mit dieser Arroganz der Vergangenheit, hat man es doch dann endgültig geschafft, jeden lokalen Sponsor rund um Hamburg, nachhaltig zu vergraulen. Genau wie sportlich haben wir es doch ebenso in der Außendarstellung geschafft, ein grauenhaftes Bild abzugeben. Statt die potentiellen Geldgeber zu pampern und zu streicheln wurde Sponsoren bevorzugt, die zwar gar keinen Bezug zum HSV hatten aber dafür eventuell 2,50€ mehr geboten haben. Damit wurde zwar kurzfristig mehr Geld generiert aber mittelfristig keine Nachhaltigkeit erzeugt, da diese Sponsoren natürlich beim ausbleiben Erfolg sofort wieder weg waren.

    Ein Wettstein holt sich auch heute lieber das Geld vom Staat und den Steuerzahlern, bevor der auch nur mal eine Klinke, bei einer der mehr als zahlreichen Unternehmen der Stadt putzen würde. Genau dies braucht es aber bevor man hier mal einen wirklichen „Hamburger Weg“ gehen wird!

    Mit Holsten, auch wenn die Marke mittlerweile Carlsberg gehört, kommt zumindest ein Name zurück, der mal 75 Jahre für Treue zum Verein stand, inkl. Arbeitsverträgen für diverse HSV Ikonen der Vergangenheit wie z.B. Charlie Dörfel.

    Bob Hannings Spruch: „Das Geld liegt in Hamburg auf der Strasse“ ist vollkommen korrekt, man muss nur genug Demut mitbringen, um sich dafür auch mal zu bücken.

    • Sportjournalist Scholz 9. Oktober 2021 um 14:56 Uhr

      Am Holsten Deal kann ich gar nichts gutes finden. Einzig allein wieder dieses Rückwärtsgedenke…Die Erde hat sich weiter gedreht. Wenn Holsten jetzt einem Massenmörder gehörte auch egal.. Hauptsache Holsten. Wer so denkt, kann den Blog eigentlich nicht gut finden

      • RautenDevil 9. Oktober 2021 um 15:03 Uhr

        Hää? Holsten? Massenmörder? Rückwärtsgedenke? Sorry, kann Dir leider nicht folgen!

      • Gravesen 9. Oktober 2021 um 16:24 Uhr

        Sehe ich genauso. Mit ist der Name der Plörre, die sie dort ausschenken, herzlich egal, denn ein Verein, der sich Staatsgelder erschleicht, dem kann und muss Nostalgie herzlich egal sein. Zudem verstehe ich den Ansatz nicht wirklich. Auf der einen Seite wirklich jeden Verein an jeden Verbrecher verschachern wollen, um die Qualität zu heben, auf der anderen Seite einen miesen Deal abfeiern, weil die Marke einmal nach Hamburg gehörte (jetzt nach Dänemark). Meiner Meinung widerspricht sich hier jemand massiv.

        • RautenDevil 9. Oktober 2021 um 17:24 Uhr

          Zum einen wurde Newcastle nicht an einen Verbrecher verschachert sondern an einen Investment Fonds, bei dem der Verbrecher Mehrheitseigner ist und zum anderen ging es mir beim Holsten Deal weniger darum, um nun zu einer Tradition zurück zu kehren, sondern vielmehr darum, dass man Holsten niemals hätte verprellen sollen – da es ein dummes Signal an alle anderen treuen Sponsoren war.

    • BesuchausdemSüden 9. Oktober 2021 um 16:25 Uhr

      Was ist denn gut an dem Deal ? Man bekommt weniger Geld und das Bier schmeckt wie jede andere beliebige Industrieplärre. Es ist heutzutage doch vollkommen egal ob man ein chinesisches Onlinecasino oder Hundefutter als Sponsor auf dem Trikot trägt. Onkel Lurchis Aalräucherei wird nicht das nötige Kleingeld haben um es beim Profifussball für Werbung verbrennen zu können. Man muss eben nehmen was man eben noch bekommen kann und „Bezug zum Verein“ ist im Endeffekt nix anderes wie Verklärung der Vergangenheit und eine Träumerei.

      • RautenDevil 9. Oktober 2021 um 16:39 Uhr

        Teils teils – zumindest beim Bier sollte es noch einen regionalen Bezug geben. Wie bei Bayern Paulaner oder Astra bei Pauli. Da ist uns Holsten noch am nächsten! 😉

  11. Alex 9. Oktober 2021 um 15:01 Uhr

    Zur 80%-Abstimmung der Mopo: Diese Volks-Verarschung wird dort systematisch eingesetzt. Schon ein halbes Jahr vor der Präsidentenwahl wurde immer wieder mal eine Fake-Umfrage in der Mopo platziert. Die Frage lautete: Ist Marcell Jansen der richtige Präsident für den HSV e.V.? Die angeblichen Antwort-Möglichkeiten „Ja“ und „Nein“ waren nur Dummys und beim Anklicken dieser animierten Grafik 🙈 kam IMMER das gleiche Ergebnis mit 80% Zustimmung raus. Bezeichnend, dass ein geisteskranker Dauerhüpfer in Schmocks Einöde 3.0 das tatsächlich als seriöse und repräsentative Umfrage verkaufen wollte. Ob bezahlter Auftragsschreiber oder einfach nur debiler Klippschüler, wen interessiert’s…🤠

    • RautenDevil 9. Oktober 2021 um 15:23 Uhr

      Gut, aber wer der Mopo mit Ihrem Katastrophen-Web-Auftritt glauben schenkt, hat auch irgendwie selber Schuld. Mehr Click-Fallen gehen ja gar nicht. Auch diese elenden HSV Baits, die irgend eine Neuigkeit vorgaukeln, und sich dann,nachdem man sich um drei Commercials herumgehangelt hat, als lahme 3 Zeiler entpuppen ohne jeglichen Neuigkeitswert! 😉

  12. jusufi 9. Oktober 2021 um 16:15 Uhr

    Der HSV hat wieder einen A-Nationalspieler für Deutschland! Holt den Schampus raus.

  13. Goldfather 9. Oktober 2021 um 16:36 Uhr

    @RautenDevil – Klaus-Michael Kühne ist für mich keinesfalls mit Prinz Salman vergleichbar. Klaus-Michael Kühne ist Erbe und Demokrat und hat die Geschäfte seines Vaters irgendwann in den sechziger Jahren übernommen. Natürlich kann man sich darüber unterhalten wie der Umgang mit der Firmengeschichte stattgefunden hat. Prinz Salman jedoch führt aktuell einen der grausamsten Kriege dieses Planeten und ist nebenbei Hobbyschlachter.
    .
    Laut UN sind bislang 230000 Menschen im Jemen-Krieg ums Leben gekommen. Es gibt inoffizielle Schätzungen die von mehr als einer halben Million Toten ausgehen, wovon ein Großteil Kinder sind die an Hunger und Krankheit elendig verreckt sind.
    .
    So gesehen ist die Nummer in der Saudischen Botschaft in der Türkei eine Nebensächlichkeit, wenngleich sie auf unmittelbare Art und Weise offenbart wie der Mann wirklich tickt. Anders ausgedrückt: Den Typen bekommst du nicht mehr relativiert, genauso wenig wie den Osterreicher aus Braunau am Inn.
    .
    Eine Liga die sich auf solche Investoren einlässt ist eine verlorene Veranstaltung die früher oder später die Zeche dafür zahlen wird. Es wird Boykottaufrufe und Proteste geben und es wird Sponsoren geben, die sich zurückziehen werden.
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    Nicht jeder Scheich ist mit Hannibal Lecter zu vergleichen. Und auch bei weitem nicht jeder Milliardär der sich einen Fußballclub leistet. Dass es im Reich eines Milliardärs Geschäfte gibt oder gegeben hat die einen Geschmack mit sich bringen ist klar, aber das kennen wir auch von mittelständischen Unternehmungen wie dem HSV.
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    Prinz Salman ist ein gänzlich anderes Kaliber….Jemenkrieg, Afghanistan, Mali, Lybien, Syrien, Irak, IS, Botschaftsmord, Islamisten……………………
    .
    Die Engländer müssen wahrlich am Ende sein, da kann man nur hoffen, dass Cum-Ex-Olaf nicht auf den Geschmack kommt.

    • RautenDevil 9. Oktober 2021 um 17:12 Uhr

      Streng genommen hast Du vollkommen Recht, nur ist ja nicht Salman direkt der Besitzer, sondern der öffentliche IvestmentsFonds, bei dem Salman der einflussreichste Mann ist. Der Fonds wird aber als „vom Staat getrennt“ betrachtet und dies hat die Freigabe für das Investment in der Premiere League bedeutet. Mag für manch einen Augenwischerei sein aber wir reden hier von Großinvestoren. Geld & Moral…ein schwieriges Thema.

  14. Gravesen 9. Oktober 2021 um 18:06 Uhr

    Mich würde ja interessieren, was aus Nazi-Olli Flesch’s eigenem Bolg geworden ist 😀

    Ich fühle mich schon richtig defleshed!

    • RautenDevil 9. Oktober 2021 um 19:23 Uhr

      Haha, da bist Du aber auf der vollkommen falschen Spur! Weiter weg geht eigentlich gar nicht! 😉

  15. Profikommentator 9. Oktober 2021 um 18:17 Uhr

    Wann saniert Wettstein eigentlich mal jemanden herbei, der die Stadien-Namensrechte kauft?
    Oder ist eh egal, Geld fließt ja vom Senat? :O