Wie lange denn noch?

Das, was beim HSV zur Zeit abläuft, ist nicht mehr zu ertragen. Ich frage mich, wie lange soll das noch so weitergehen, mit:

1. Walterfußball

2. Führungsversagen

3. Rassismus

 

Zu 1.)

Wenn man mit dem zweiteuersten Kader der Liga 65 Minuten lang in Überzahl im eigenen Stadion vor voller Fankulisse in Führung liegend sich noch zwei Punkte abnehmen lässt, ist eigentlich schon alles gesagt. Da kann man sich den Hinweis auf nur drei Siege in 10 Spielen, die Chancenlosigkeit im Stadtderby und den Grottenkick in Aue sparen.

Werfen wir einen Blick auf den Punkteschnitt aller HSV Trainer seit dem Abstieg:

Hrubesch 2,0

Titz 1,8

Wolf 1,7

Thioune 1,63

Hecking 1,52

Tim Walter 1,5

Noch Fragen? Dennoch wäre ein Trainerwechsel allein viel zu kurz gegriffen. Ich will damit nicht sagen, dass Tim Walter der Richtige ist oder gar bleiben muss. Aber wenn man mit Titz, Wolf, Hecking, Thioune, Hrubesch und jetzt Walter so gar keine positive Gesamtentwicklung feststellt, dann kann es doch, verdammt nochmal, nicht allein an den Trainern liegen. Dann stimmt auch das Konstrukt hinter der Sportebene nicht. Und wer soll den neuen Trainer denn aussuchen? Etwa derselbe Vorstand, der auch Hecking, Thioune und Walter geholt hat? Jeder kennt den Spruch: „Wahnsinn ist, wenn man immer wieder das Gleiche tut, aber andere Resultate erwartet.“ Wann wird auch der HSV das endlich lernen?

Die bisherigen Spiele haben die Defizite des Walterfußballs mehr als deutlich aufgezeigt. Schlimmer noch, es findet keine Entwicklung statt. Jedenfalls keine positive. Nichts wird besser, aber vieles schlechter. Stichwort: Training. Und da weder die Tabelle noch der Trend Freunde von Walterfußball sind, frage ich:

Wie lange denn noch?

 

Zu 2.)

Wo ist eigentlich Präsident Pinselreinger? Der Feigling ist so tief abgetaucht, nicht mal seine eigenen Sackratten können ihn finden. Und wo ist der Rest des Aufsichtsrats? Warum hört man nichts? Es ist die verdammte Pflicht des AR, den Vorstand zu kontrollieren, dessen Arbeit zu bewerten und gegebenenfalls die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Nehmt Eure Pflicht endlich wahr, sonst laufen wir in die nächste Katastrophe. Mit Ansage. Und wenn ihr Eure Kernaufgaben nicht alleine wahrnehmen könnt, ich helfe Euch gern bei der Bewertung:

 

Frank Wettstein, Vorstand Finanzen, Recht und Personal, Organisation und Infrastruktur sowie Marke, Marketing und Sponsoring

Wettstein ist seit November 2014 beim HSV. Die Bewertung seiner Gesamtperformance ist schnell gemacht:

Saison 2014/2015 17,2 Mio Minus

Saison 2015/2016 0,16 Mio Minus

Saison 2016/2017 13,4 Mio Minus

Saison 2017/2018 5,8 Mio Minus

Saison 2018/2019 7,96 Mio Minus

Saison 2019/2020 6,7 Mio Minus

Saison 2020/2021 Wettstein kündigte einen „deutlichen Fehlbetrag“ und einen Umsatzrückgang von knapp 60 Mio an

Es gibt keine anderen Investoren als Kühne, keine Zukunftsperspektive, nicht mal einen Stadionsponsor. Er hat null saniert und stattdessen Fans angebettelt und Steuerzahler abgezockt.

Frank Wettstein hat seit Amtsantritt auf ganzer Linie versagt. Note 6.

 

Jonas Boldt, Vorstand Sport, Medien und Kommunikation und Fankultur

Boldt ist seit Mai 2019 beim Verein und sagte bei seinem Amtsantritt: „Wer mich kennt und weiß, wie ich in Leverkusen stets die sportlichen Ziele formuliert habe, der kann sehr schnell erkennen, dass ich mit Ambitionen nach Hamburg komme.“

Hier die Erfolgsbilanz des ambitionierten Zieleformulierers seit Amtsantritt: Hecking, Kinsombi, Dudziak, Ewerton, Amaechi, Özcan, Harnik, Schaub, Beyer, Thioune, Säulenspieler-Konzept, Leistner, Gjasula, Ulreich, Walter, Johansson, Vuscovic, Entwicklungsmannschafts-Konzept, tbc.

Saison 2019/2020 Nichtaufstieg

Saison 2020/2021 Nichtaufstieg

Saison 2021/2022 Tabellenplatz 8 nach 10 Spieltagen

Jonas Boldt hat seit Amtsantritt auf ganzer Linie versagt. Note 6.

 

Für den gesamten amtierenden Vorstand der HSV Fußball AG gilt:

Wie lange denn noch?

 

3.)

Und dann war da noch das absolut ekelhafte Verhalten der HSV-Fans während des Heimspiels gegen Düsseldorf. Das Becherwerfen auf Narey, immer wenn er Ecken schießen wollte, war einfach nur widerlich mitanzusehen. Und erst die Rassisten-Scheiße. Was sind diese „Fans“ nur für Arschlöcher! Wenn das mit den N-Bombs wahr ist, gehören die Gehirnamputierten Asi-Orks mit lebenslangem Stadionverbot bestraft.

Wo bleibt eigentlich die an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig lassende Stellungnahme des Trainers, der sportlichen Führung, des Präsidenten? Die Larifari-Reaktion des Vereins per Twitter von gestern kann es jawohl nicht sein:

„So sehr wir uns über die Rückkehr vieler Fans und die tolle Atmosphäre im Volksparkstadion gefreut haben, so enttäuscht und wütend machen uns solche inakzeptablen Vorkommnisse. Der HSV steht für Vielfalt. Rassismus hat sowohl im Volksparkstadion, aber auch in unserer Gesellschaft keinen Platz. Nicht nur verbale Entgleisungen, sondern auch die Würfe von Gegenständen in Richtung handelnder Akteure akzeptieren wir nicht. Wir stellen uns hinter die betroffenen Spieler und werden alles uns Mögliche unternehmen, um die Vorfälle aufzuklären und zu ahnden. Wir betonen unmissverständlich: So ein Fehlverhalten Einzelner steht nicht für die Werte unseres HSV.“

Ach echt? Und was genau gedenkt ihr Schwätzer denn konkret gegen die Rassisten zu unternehmen? Ihr habt die Mittel und alles Recht, die Täter zu finden, zu isolieren und zu sanktionieren. Wir werden Euch an den Resultaten messen, nicht an irgendwelchen Tweets. Und wir werden nicht aufhören, nach den Ergebnissen zu fragen.

Ganz schlimm finde ich in dem Zusammenhang allerdings subtile Sätzchen wie:

„Ähnliche Rufe soll es sogar gegen HSV-Stürmer Bakery Jatta (23) gegeben haben.“ BILD, 17.10.2021

Echt jetzt, Bild? Was soll das heißen: „sogar“? Als ob Rassismus gegenüber dem eigenen Spieler schlimmer ist, als bei dem Spieler eines anderen Vereins. Diese Unterscheidung in „Mein N-Bomb, Dein N-Bomb“ ist fast noch übler. Rassismus ist immer gleich. Gleich scheiße, gleich inakzeptabel und gleich verachtenswert. Auch und besonders beim Thema Rassismus unter HSV-Fans gilt:

Wie lange denn noch?

 

Nachtrag (von Alex):

Als Speerspitze der medialen Front gegen Tim Walter sehen wir diesmal Kai-Uwe Hesse in der Rolle des gnadenlosen Terminators… 😱

 

Von | 2021-10-19T01:55:19+02:00 18. Oktober 2021|Allgemein|48 Kommentare

48 Comments

  1. Christian 18. Oktober 2021 um 08:28 Uhr - Antworten

    Das Verhalten von einigen “Fans” (Becherwürfe, rassistische Beleidigungen) würde ich einfach sofort mit Geisterspielen sanktionieren. Das kostet den HSV ordentlich Geld und erhöht vielleicht die Motivation, solche Amöben zu identifizieren. Bisher ist man auf die Zivilcourage einiger weniger Fans angewiesen. Ein Becherwerfer und ein rassistische Brüllork muss damit rechnen, sofort von mehreren vernünftigen Fans angezeigt und aussortiert zu werden. Sonst hört das nie auf. Und den finanziellen Schaden vom Geisterspiel würde ich auch gepflegt weiterreichen.

    • Sag' Tschuess Dino 18. Oktober 2021 um 10:31 Uhr - Antworten

      Genau, nur exakt dieser Weg wird funktionieren!

    • Ex-HSVer+im+Herzen 18. Oktober 2021 um 10:43 Uhr - Antworten

      Genau so ist es! Aber was wird passieren: NIX. Wie immer. Ist ja alles nicht soooo schlimm.

    • Sag' Tschuess Dino 18. Oktober 2021 um 20:11 Uhr - Antworten

      Dynamo muss für Becherwurf eine reduzierte Geldstrafe zahlen, weil dort der Täter gesucht und gefunden wurde …

      https://www.kicker.de/dynamo-dresden-muss-zahlen-875238/artikel

      Hansas Fans machen sich auch gerade massiv unbeliebt. Beide Vereine sollten zusammen mit dem HSV in der 3. Liga enden. Hochverdient schon wegen der “Fans”.

  2. jusufi 18. Oktober 2021 um 08:38 Uhr - Antworten

    Das sportliche Grundproblem besteht m.E. darin, dass Walters Fußball zu eindimensional ist, er zwingend seinen Stil durchziehen möchte und inzwischen bekannt ist, wie man sich gegen diesen Fußball aufstellen muss. Und auf den vielen Ballbesitz kann man sich sicher “einen Pellen”, er sagt aber nichts darüber aus, dass eine Mannschaft besser ist als die andere mit weniger Ballbesitz. Der HSV ist berechenbar, ihm fehlt es an individueller Klasse und spielerischen Lösungen im “Angriffsdrittel” (was aber auf nahezu alle Mannschaften der zweiten Liga zutrifft), hinzu kommen immer wieder schlafmütziges Defensivverhalten und Fehler im Spielaufbau, die jeden Gegner zum Kontern einladen (Paderborn freut sich sicher schon auf Freitag). Zur Vorstandsarbeit ist alles gesagt, sie ist suboptimal, wird aber vom AR-Gremium nicht hinterfragt, vielmehr lässt man den Vorständen völlig freie Hand bei ihrem Wirken.
    Zu den rassistischen Arschlöchern schreibe ich nichts, nur, dass man sie dank personalisierter Tickets ermitteln könnte, wenn man denn wollte. Der Bildsatz ist köstlich: Rassismus gegen gegnerische Spieler ist zwar nicht schön, aber irgendwie doch verständlich und nachvollziehbar (macht man ja nur, um der eigenen Mannschaft zu helfen, dann ist das halb so wild und fast schon legitim), wohingegen Rassismus gegen eigene Spieler “böser” ist.

  3. Ralf Schulz 18. Oktober 2021 um 08:56 Uhr - Antworten

    Zu den Punkten 1+2 ist hier die letzten Wochen wirklich genug geschrieben worden, der ganze Club gibt ein erbärmliches Bild ab, von der „Teppichetage“ bis hin zum (nicht)-Spielenden Personal braucht man nichts mehr zu sagen, das ist nur noch ein einziger Gesamtdefekt den man wie Demo es
    auf den Punkt bringt mit einer 6- bewerten muss.
    Punkt 3 ist ein großes gesellschaftliches Problem, das leider nicht nur ein HSV-spezifisches Problem ist, darauf hier näher einzugehen würde den Rahmen sprengen und zu sehr politisieren.
    Nur so viel, dieses Verhalten ist komplett asozial, hängt mit Sicherheit mit der immer mehr zunehmenden Volksverdummung in unserem Land zusammen und ist nicht zu tolerieren. Wenn man denn wollte kann man die „Vollpfosten“ anhand der personalisierten Tickets mit Sicherheit leicht ausfindig machen, lebenslanges Stadionverbot und gut ist!!!!!
    Das schlimme für mich ist das die „Hohlbirnen“ leider bundesweit immer mehr werden und sich daraus ein gefährlicher Trend ablesen lässt, der auch viel konsequenter von der Politik verfolgt, bekämpft und bestraft werden müsste, mir ist in diesem Zusammenhang der „Rechts-Ruck“ in unserer Gesellschaft schon deutlich zu stark ausgeprägt!!!!!!!

  4. Gravesen 18. Oktober 2021 um 09:09 Uhr - Antworten

    Die ganze Verblödung der HIV-Orks in zwei Sätzen zusammengefasst!

    Lars K
    1 Stunde zuvor
    Schön, dass wenigstens Bremen verloren hat. Das hat mir das Wochenende dann doch noch ein wenig versüßt.

    In Liga 3 heißt es dann: “Zum Glück halt Altona 93 auch verloren, die Nr.1 im Norden sind wir”. Und von solchen Gehirn-Parasiten erwartet jemand menschliches, soziales oder sportliches Verhalten? In diesem Leben nicht mehr.

    • RautenDevil 18. Oktober 2021 um 10:05 Uhr - Antworten

      Genau das war auch mein Gedanke, als ich das gelesen habe. Na, dann ist ja alles gut….meine Fresse…

  5. RautenDevil 18. Oktober 2021 um 10:12 Uhr - Antworten

    Erschreckend war vor allen die Vielzahl, der Becherwürfe auf Narey. Die kamen von links genauso wie von rechts. Dann der Wurf auf den Linienrichter und nun auch noch die rasisstischen Rufe und Gesten. Das muss ganz dringend aufgearbeitet werden!

    Die Corona Pause, scheint einigen diese Vollidioten aufs Resthirn geschlagen zu haben. Die Polizei hat ja glücklicherweise hinreichend Kameras dort – da werden sicher Stadionsperren folgen!

    Das Bild was der HSV nach außen abgibt, ist wirklich kaum noch zu toppen, wenn es um den Ausschlag nach ganz unten geht.

    • Ex-HSVer+im+Herzen 18. Oktober 2021 um 10:47 Uhr - Antworten

      Was soll denn passieren ausser „Du, Du, Du“ oder einen Klaps auf die Hand.

      Zuschauersperre für ein Spiel plus weitere, bis es dem HSV gelingt, die Täter zu identifizieren und 10 Jahre zu sperren.

  6. Gravesen 18. Oktober 2021 um 10:42 Uhr - Antworten

    Geht ziemlich früh los diesmal

    WER IST SCHULD?

    Der HSV vorm nächsten Scheitern

    Artikelvon: KAI-UWE HESSE UND KAY FETTE
    veröffentlicht am
    17.10.2021 – 22:54 Uhr

    38 954 Zuschauer bei der 2G-Premiere gegen Düsseldorf. Zu Beginn Vorfreude pur im Volkspark. Nach dem 1:1 herrschte Frust, es gab Pfiffe. Schon nach zehn Spieltagen ist der HSV voll dabei, auch die vierte Zweitliga-Saison in den Sand zu setzen.

    Erst 15 Punkte, schon sieben Zähler hinter Spitzenreiter St. Pauli. Nur drei Siege, dafür schon sechs Unentschieden. Der HSV vorm nächsten Scheitern!

    Wer ist schuld?

    Der Kader ist nicht aufstiegsreif. Nur drei von neun Neuen sind Stammspieler. Fünf Zugänge kommen so gut wie gar nicht zum Einsatz. Haben Sport-Vorstand Jonas Boldt (39) und Sportdirektor Michael Mutzel (42) daneben gegriffen? Kann Trainer Tim Walter (45) einen Großteil der Einkäufe nicht gebrauchen?

    Aber auch der Coach muss schnell dazulernen. Immer nur stur am Attacke-Plan festzuhalten, wird die Hamburger nicht zurück in die Bundesliga bringen. Dass sich der HSV in Überzahl und in Führung gegen Düsseldorf mehrfach auskontern lässt und der Trainer nicht reagiert, ist ein taktisches Armutszeugnis.

    Walter taktisch stur ins Verderben

    In diesem Spiel war alles für den HSV angerichtet. Die frühe 1:0-Führung durch Robert Glatzel (19.), der Platzverweis für Düsseldorfs Edgar Prib (25.). Die Gäste wackelten danach in die Halbzeit. Und trotzdem verdaddelten es die Hamburger wieder.

    Kaum zu glauben, wie nachlässig der HSV nach der Pause in der Defensive agierte. Immer wieder zerlegte Ex-HSVer Khaled Narey (27) Hamburg auf der linken Abwehr-Seite. Keiner – nicht Leibold, nicht Schonlau, nicht Muheim – war dem Tempo des Fortuna-Flitzers gewachsen.

    Bei Führung und in Überzahl mehrfach ausgekontert. Trainer Tim Walter (45) reagierte trotz mehrerer Warnschüsse nicht. Schon in der 59. Minute klärte Jonas Meffert (27) nach Narey-Konter in höchster Not mit einer Monster-Grätsche.

    Walter hätte einiges umstellen können. Aber: Statt defensiv zu stabilisieren, ließ der Coach seine Truppe taktisch stur ins Verderben laufen. Und nahm hinterher die Spieler in die Pflicht.

    Der HSV-Trainer: „Da müssen wir mehr Verantwortung für unser Team übernehmen. Wir müssen in solchen Situationen einen Ballverlust vermeiden, nicht ins Dribbling gehen und ruhig weiter spielen.”“

    Man könnte auch sagen: Ballverluste gibt es im Fußball immer wieder. Entscheidend, dass man dann defensiv gut sortiert ist.

    Sportdirektor Michael Mutzel (42): „Durch die doofen Ballverluste hat Düsseldorf irgendwann gemerkt, hier geht ja doch was. Dann fängt es vielleicht in der Rübe an.“

    Ausgerechnet Robert Bozenik (21) gelang das 1:1 (71.). Um den Slowaken hatten sich die Hamburger im Januar 2020 intensiv bemüht. Vergeblich…

    Flop-Planung! Kader zu schlecht für den Aufstieg

    ► Mit Robert Glatzel (27/6 Tore) nur ein Stürmer, der regelmäßig trifft.

    ► Zu wenige Profis, die in der 2. Liga den Unterschied machen.

    ► Fünf Zugänge, die keine Rolle spielen.

    ► Keine Achter und kein Rechtsaußen, die den Ansprüchen eines Aufstiegs-Kandidaten genügen.

    Nach zehn Spieltagen wird mehr und mehr deutlich, dass der HSV-Kader zu schwach ist, um im Kampf um die Bundesliga-Rückkehr eine entscheidende Rolle zu spielen.

    Nach der Neu-Ausrichtung im Sommer und dem Abschied der „Säulen-Spieler“ (Ulreich, Leistner, Gjasula, Hunt, Terodde) passt beim neuen Jugend-Kurs nur wenig zusammen.
     
    Die Flop-Planung des HSV!

    So wenig Qualität hatten die Hamburger wohl noch nie in ihrem Aufgebot.

    Beinahe jede Woche klagen die Verantwortlichen darüber, dass man nicht konsequent genug mit den Torchancen umgeht. Ein hausgemachtes Problem.

    Im Kader gibt es mit Glatzel und Sonny Kittel (28) nur zwei Spieler, die in ihrer Profi-Karriere in einer Saison schon mal zweistellig getroffen haben.

    Auch das Leih-Modell ist nur schwer verständlich. Der HSV borgte sich mit Miro Muheim (23, St. Gallen), Mario Vuskovic (19, Hajduk Split), Tommy Doyle (20, Manchester City) sowie Mikkel Kaufmann (20, FC Kopenhagen) vier internationale U21-Nationalspieler. Helfen konnte und durfte bisher keiner.
     
    Was hat der HSV vor?

    Ein Leih-Modell bringt nur etwas, wenn die Profis die Truppe direkt verstärken. Irgendwelche Youngster perspektivisch im Training zu entwickeln, ergibt keinen Sinn. Schließlich sind sie nur auf Zeit da. Lediglich drei von neun Neuen (Schonlau, Meffert, Glatzel) haben eingeschlagen.

    Sportdirektor Michael Mutzel: „Wir haben viele junge Spieler dazu geholt. Wir haben jetzt auch nicht neun Spieler für die Startelf geholt. Das war nicht der Plan.“

    Und über das Niveau des Kaders: „Wir haben zu wenig Punkte. Man kann nicht sagen, dass wir von der Qualität des Kaders her jetzt Panik haben. Wir müssen nur an den richtigen Stellschrauben drehen.“

    Der HSV lässt sich seinen Zweitliga-Kader über 20 Millionen Euro kosten. Deutlich mehr kann in der 2. Liga lediglich Schalke 04 für seine Profi-Truppe ausgeben.

    Entwicklung hin oder her, junge oder alte Spieler, große oder kleine Stadt. Der einzige Maßstab für die Bosse ist: Wie viele Punkte holt der HSV aus seinen finanziellen Möglichkeiten?

    Und da ist die Antwort einfach: viel zu wenige…

    Die Neuen im Check

    ► Marko Johansson (23, für 600 000 Euro aus Malmö). Ersatz-Keeper auf schwachem Niveau. Die Klasse findet man ablösefrei in Liga 3. (↓)

    ► Sebastian Schonlau (27, ablösefrei aus Paderborn). Sofort Abwehr-Chef und Führungskraft. Trainer Walter machte ihn direkt zum Kapitän. (↑)

    ► Mario Vuskovic (19, für 1,2 Mio. Leihgebühr bis 2023 aus Split). Unglücklich gegen Nürnberg. Sonst nur ein Acht-Minuten-Einsatz in Bremen. (↓)

    ► Miro Muheim (23, für 200 000 Euro Leihgebühr aus St. Gallen). Spielte bislang erst 36 Minuten. Schwacher Auftritt beim längsten Einsatz gegen Düsseldorf. (↓)

    ► Jonas Meffert (27, für 500 000 Euro aus Kiel). Absoluter Fix-Punkt im defensiven Mittelfeld. Immer in der Startelf. Ein Gewinn für den HSV. (↑)

    ► Ludovit Reis (21, ablösefrei vom FC Barcelona). Pendelt zwischen Startelf und Bank. Teilweise ordentliche Ansätze, aber insgesamt zu schwankend (→)

    ► Thomas Doyle (20, ausgeliehen von Manchester City). Erst sieben Spiel-Minuten, leitete den Ausgleich in Aue (1:1) ein. Walter sieht offenbar große Defizite bei der Guardiola-Leihgabe. (↓)

    ► Robert Glatzel (27, für 1 Mio. aus Cardiff). Mit sechs Toren der einzige gefährliche HSV-Stürmer. Traf auch gegen Düsseldorf zur Führung. (↑)

    ► Mikkel Kaufmann (20, ausgeliehen vom FC Kopenhagen). Siebenmal dabei mit insgesamt 78 Minuten. Gegen Düsseldorf nicht mal mehr im Kader. (↓)

    • Ex-HSVer+im+Herzen 18. Oktober 2021 um 10:57 Uhr - Antworten

      Aber auch wieder nur das typische Spieler/Trainer-Kritik-Blabla. Wo bleibt mal der Voll-Angriff auf die Führung im Verein? Denn die hat das alles zu verantworten. Spieler/Trainer/SpoDi agieren im Rahmen ihrer Fähigkeiten und bemühen sich (teilweise). Aber der Vorstand/AR ist quasi nicht existent

  7. Ex-HSVer+im+Herzen 18. Oktober 2021 um 10:53 Uhr - Antworten

    Zu 1. und 2. ist genug geschrieben. Nur leider wird sich da nichts ändern. denn anscheinend gibt es keinen, der was ändern kann. Ein führungsloser Tanker, der sich selbst steuert bzw. treiben lässt.

    Zu 3.) wo ist bitte der Vorstand Fankultur und gibt ein knallhartes Statement ab und verurteilt die Fans persönlich? Denn auf so ein asoziales Gesocks kann der HSV verzichten. Obwohl… Dann ist nur noch 2/3 im Stadion.

    Doch wir wissen genau, was passieren wird: gar nichts. Das versendet sich die nächsten Tage und dann ist wieder der nächste Spieltag von Interesse.

    PS: Volle Hütte auch ohne Ultras. Diese alkoholisierten Versager schießen sich selbst ins Bein. Corona hat gezeigt, dass man auf diese Fanatiker in jedem Stadion verzichten kann.

    • Gravesen 18. Oktober 2021 um 10:56 Uhr - Antworten

      Volle Hütte? 20.000 Plätze waren leer.

      • Ex-HSVer+im+Herzen 18. Oktober 2021 um 13:25 Uhr - Antworten

        Ich finde 38.000 (wenn es denn stimmt) unfassbar viel, wenn man bedenkt, was für einen Scheiß-Fußball die spielen, was für ein Bild dieser Verein abgibt und dass es ein Samstagabend war. Was muss eigentlich noch passieren, damit dieser Verein die verdienten 15.000-20.000 Zuschauer hat

    • Alex 18. Oktober 2021 um 11:09 Uhr