“Das wäre ihr Gewinn gewesen…”

Oft fragt man sich, was anders hätte laufen müssen, oder? Wie der HSV nach Jahren des Darbens, der sportlichen Enttäuschungen, des wettbewerblichen Niedergangs die Kurve hätte kriegen können, spätestens nach der erfolgreichen Ausgliederung im Jahr 2014. Was wollte man nicht alles besser bzw. anders machen als zuvor und hat es am Ende dann doch bewußt oder unbewußt, geplant oder zufällig erneut krachend verkackt. Man hat in leichtfertigster Art und Weise zig-Millionen verbrannt, im Klo runtergespült oder in falsche Spieler und miese Berater gesteckt, anstatt einen Plan zu entwickeln, der vielleicht nicht vom ersten Tag erfolgreich, aber mittel- und langfristig alternativlos war, heute ist es leider zu spät dafür. Dabei gibt es genügend anschauliche Beispiele, die man vielleicht nicht 1:1 hätte kopieren müssen, die aber als Anschauungs-Objekt hätten dienen können. Dies in Kombination mit der “Weltstadt” Hamburg, der hanseatische Attitüde, dem norddeutschen Understatement, das hätte nicht nur klappen können, es wäre der Beginn zu einer Geschichte gewesen, der viele gefolgt wären. Niemand hätte vom ersten Augenblick an überragende Erfolge erwartet oder gefordert, hätte man den neuen Weg nur ehrlich und transparent erklärt. Aber all das wollte man nicht in Hamburg, man wollte den schnellen Erfolg (Beiersdorfer), man wollte selbst kassieren (alle), man wollte den eigenen Job sichern und den eigenen Vertrag verlängern (ebenfalls alle), anstatt das Richtige zu tun. 

“Nur mit Jungen geht es nicht” ist ein Satz, der in Hamburg oft und gern strapaziert wurde und der ebenso falsch wie dümmlich ist. Denn es geht sehr wohl, man braucht halt nur die richtigen Jungen und man braucht die Übungsleiter, die mit diesen richtigen Jungen umgehen und sie stetig verbessern können. Der HSV hat Beides nie gefunden, wahrscheinlich hat er auch nie wirklich ernsthaft danach gesucht. Dabei wäre es eigentlich gar nicht so schwer gewesen, ich ziehe einfach mal ein Beispiel, um zu verdeutlichen, wie der Stand der Dinge war. 

In der Saison 2014/15 hatte der HSV eine Mannschaft mit einem Kaderwert von € 115 Mio. Allerdings hatte man zum damaligen Zeitpunkt auch 38!!! Lizenzspieler unter Vertrag. Der durchschnittliche Marktwert eines HSV-Spieler betrug damals, zu Bundesliga-Zeiten und vor 7!!! Jahren fast exakt € 3 Mio. Euro. Insgesamt beschäftigte der HSV damals 15 Spieler die älter als 26 Jahre waren. 15 von 38. Im Jahr 2021 hat der Kader von RB Salzburg einen Marktwert von € 154 Mio., allerdings beschäfigt man lediglich 29 Profis, also 9 weniger als der HSV. Der durchschnittliche Transferwert eines RB-Profis beträgt € 5,3 Mio. Nun muss man natürlich berücksichtigen, dass sich der Fußball in den letzten 7 Jahren maßgeblich entwickelt hat. Die TV-Einnahmen sind gestiegen, die Sponsorengelder auch, von den Transfersummen ganz zu schweigen. Es verbietet sich aus meiner Sicht also nicht, die (Markt)-Werte beider Klubs miteinander zu vergleichen. Betrachtet man jedoch den Kader der Österreicher, so fällt auf, dass von den 29 Profis ganze 5 Spieler 26 Jahre und älter sind, aber insgesamt 18 Spieler sind 21 Jahre und jünger. Und RB ist national das Maß aller Dinge, spielt in der Champions League und verkauft jedes Jahr seine besten Spieler für absolute Unsummen. 

Daka (€ 30 Mio.), Mwepu (€ 23 Mio.), Szobozslai (€ 23 Mio.),  Hwang (€ 9 Mio.), Haaland (€ 20 Mio.), Dabbur (€ 17 Mio.), Schlager (€ 15 Mio.), Samasseku (€ 14 Mio.), Lainer (€ 12,5 Mio.), Wolf (€ 12 Mio.), Pongarcic (€ 10 Mio.), Haidara (€ 19 Mio.), Caleta-Car (€ 19 Mio.), Lazaro (€ 10,5 Mio.). Und dies ist nur die Bilanz der letzten drei Sommer-Transferperioden. Ich möchte bewusst auf einen Transfervergleich zum HSV verzichten, der Unterschied ist einfach zu brutal. 

“Nur mit Jungen geht es nicht?” Warum setzt sich dann RC Salzburg in Österreich jedes Jahr gegen Vereine wie Klagenfurt, Altach oder Rapid Wien durch, die deutlich ältere Kader unter Vertrag haben? Ganz einfach, weil sie eben die richtigen Jungen gefunden haben und weiterhin finden. Wenn RB einen Spieler wie Haaland oder Upamecano abgibt, hat der Verein bereits einen designierten Nachfolger im Auge und meistens unter Vertrag. Dies erfordert natürlich ein perfektes Scouting, beste Kontakte und eine echte Idee von dem, was man vorhat und plant. Alles Dinge, die der HSV nie hatte und meinte, nie nötig zu haben. In Hamburg agiert man immer noch nach dem Hand-in-den-Mund-Prinzip, es gibt keine Strategie, keinen Plan, keine Transparenz und entsprechend keinen Erfolg. Unmittelbar nach der Ausgliederung hätte man in Hamburg mit einer Abwandlung des Salzburger Modells beginnen müssen, die Voraussetzungen waren da und die Fans wären dem Plan bedingungslos gefolgt, hätte man sie durch ehrliche Information mit ins Boot geholt. Ich habe all das bereits vor und auch nach der Ausgliederung geschrieben und gefordert, aber stattdessen wurde an der Sylvesterallee weitergewurschtelt und man holte Spieler wie Lasogga (€ 8,5 Mio.), Behrami (€ 6 Mio.), Müller (€ 4,5 Mio.), Cleber Reis (€ 3 Mio.), Holtby (€ 6,5 Mio.), Ekdal (€ 4 Mio.), Hunt (€ 3 Mio.), Walace (€ 6,5 Mio.), Halilovic (€ 5 Mio.). Allesamt Spieler, von denen bereits am Tag ihrer Verpflichtung klar war, dass sie unmittelbar helfen sollten, mit denen man aber keinen Transfergewinn würde erzielen können. 

Wenn man dann doch mal einen Spieler holte wie Kostic (€ 14 Mio.) oder Douglas Santos (angebliche € 6,5 Mio.), die sich noch in der Entwicklung befanden und erkennbare Klasse mitbrachten, dann verschlechterte man diese Spieler beständig, so dass die Transfererlöse mehr als überschaubar waren (Douglas Santos) oder bei einem Spieler wie Filip Kostic ins Bodenlose fielen (€ 6 Mio.). Man sieht, beim HSV mangelte es an allem. An einer Idee, an dem Willen, etwas wirklich zu verändern und durchzuziehen. An einem Scouting, an wirklich kompetenten Trainern. Man baute keinen Verein auf, der für die Entwicklung von Top-Talenten steht, die in Hamburg den nächsten Schritt machen könnten, man baute einen Verein auf, der dafür stand, dass man mit unterdurchschnittlichen Leistungen überdurchschnittlich gut kassieren konnte. Man bildete das Image eines Vereins, bei dem man als Profi im Winter seiner Karriere nochmal richtig absahnen könnte und es im Grunde egal ist, ob man in der Bundesliga, gegen den Abstieg oder im Mittelfeld der zweiten Liga dümpelt. Heute nun, im Herbst 2021 und im Mittelfeld der zweiten Liga ist es zu spät für all dies. Heute hat man sein Verreinsgelände verkauft, hat sich Steuergelder erschlichen, hat die zweite Fan-Anleihe an der Backe und macht trotzdem jedes Jahr mehrere Millionen Minus. Heute gestaltet man nicht (hat man eigentlich nie), heute verwaltet man sich, bis das bittere Ende kommt. Und es wird kommen, ganz sicher. 

Transferausgaben 2014/15 – 2017/18

HSV: € 120,6 Mio.

RB Salzburg: € 28,49 Mio.

Transfereinnahmen 2017/18 – 2021/22

HSV: € 60,0 Mio.

RB Salzburg: € 296,2 Mio.

Marktwert-Entwicklung 2014 – 2021

HSV: – € 77,8 Mio. 

RB Salzburg: + € 73,37 Mio.

Trainer 2014 – 2021

HSV: Slomka, Zinnbauer, Knäbel, Labbadia, Gisdol, Hollerbach, Titz, Wolf, Hecking, Thioune, Hrubesch, Walter

RB Salzburg: Roger Schmidt, Hütter, Zeidler, Letsch, Oscar, Rose, Marsch, Jaissle

Noch Fragen?

Ach ja, sorry. Natürlich ist Salzburg die wesentlich attraktivere Stadt für ausländische Talente und die österreichische Liga steckt die Bundesliga dreimal in die Tasche. Und wer heute noch denkt, dass man all diese notwendigen Schritte doch auch in der zweiten Liga nachholen könnte, weil jetzt ein 70-jähriger Horst Hrubesch sich im heimischen Bostedt gelangweilt hat und nun im Campus sitzt, der irrt. Es ging auch damals nicht vorrangig darum, ein Talent nach dem anderen zu “produzieren”, sondern sie doch geschicktes und gezieltes Scouting zu finden und für einen Verein zu begeistern, der sich den Ruf als “Talent-Seher” und Entwickler erarbeitet hat. Dies jedoch wird dem Verein nie mehr gelingen, der Ruf ist für alle Zeiten im Eimer. Wie ehrlich man selbst im Jahr 2021 noch mit dem Thema Nachwuchs und Talenten in Hamburg umgeht, kann man unschwer an den billigst gefakten Durchhalteparolen ablesen, mit denen man oberflächlichen Beobachtern einreden möchte, man hätte einen ach so jungen Kader und würde ständig mit einer besseren U21 auf den Platz gehen. Bullshit. Die Startelf des HSV ist auch in dieser Saison nicht jünger als früher oder jünger als die Konkurrenz und es ist einfach nur armselig, wenn man ständig versucht, diese Bilanz zu schönen, weil man in der 85. Minute zwei 19-Jährige einwechselt. Auch dies ist, wie alles an diesem Verein, peinlichstes Blendwerk, aber es wird von immer mehr Fans und Anhängern durchschaut. 

Für das Spiel, das Nord-Derby, gegen Holstein Kiel sind bisher läppische 25.000 Karten verkauft und sollte es heute Abend in Paderborn in die Hose gehen, werden es garantiert nicht viel mehr. Alles selbstverschuldet, null Mitleid. 

 

Von | 2021-10-23T11:00:41+02:00 22. Oktober 2021|Allgemein|32 Kommentare

32 Comments

  1. Maddin 22. Oktober 2021 um 08:51 Uhr

    Pah, dusseliger vergleich. Wir sind die Hamburger Traditionsvereinigung. RB is nur son oller Plastikclub.😁
    Zum Thema gestern anbei mal ein Artikel aus dem Spiegel von 1991. Vielleicht war der HSV schon immer so wie er ist.
    P.S.: Paul Hauenschild und ein paar Andere würden sich im Grabe umdrehen wenn sie Wüssten was der HSV mit ihren Stiftungsgeldern angestellt hat.
    https://www.spiegel.de/sport/mit-dem-geld-von-onkel-paul-a-a2dbc74e-0002-0001-0000-000013488552

    • Gravesen 22. Oktober 2021 um 08:54 Uhr

      Genau. Total dusselig

      • RautenDevil 22. Oktober 2021 um 15:34 Uhr

        Eigentlich ja, aber aus anderen Gründen. Die besten 3 Jugendakademien haben seit jeher Ajax und Barcelona und nun auch der RB Salzburg. Da sind wir soweit weg – weiter geht eigentlich nicht! Der gute Herr Otto, hat uns ja seinerseits unsere Akademie spendiert, aber was nutzt es wenn dort seit Jahren offenbar nichts auf die Beine gestellt wird. Man kann ja auch irgendwie schlecht bewerten. Eigentlich hiess es ja immer, der Peters leiste dort eine sehr gute Arbeit. Dies Gerücht hält sich auch eigentlich bis heute – warum dann seine Demission. Warum wurde dort im Nachgang erneut alles umgeworfen und warum musste Hrubesch nun dort abermals wieder ausmisten? Für einen aussenstehenden schwer nachvollziehbar! Was läuft denn da so substantiell schief?

        Grave, Demo, Alex…könntet Ihr Euch diese Thematik eventuell einmal vornehmen?

        • Fohlenstall 22. Oktober 2021 um 16:30 Uhr

          Das würde mich auch interessieren.
          Wenn Hrubesch die Aussage tätigt,dass er auf Sicht im Jugendbereich niemanden sieht der es in die Zweitligatruppe des HSV schafft,
          ist es schon merkwürdig.

          • Gravesen 22. Oktober 2021 um 16:46 Uhr

            Der Campus ist doch seit seiner Fertigstellung genau so ein PR-Feigenblatt gewesen wie der gesamte Verein. Er diente immer nur der Imagepflege und die Spieler, die aus dem Nachwuchs “hochgezogen” wurden, mussten hochgezogen werden, damit das NWLZ seine Zertifizierung behält (Vorgabe des DFB). Man erinnere sich an all die Juwelen und Raketen.

            P. Müller, Brunst, Steinmann, Götz, Feka, Porath, Marcos, Köhlert, Ronstadt, Janjicic, Ito, Behrens, Knost, Drawz, Opoku, Pfeifer, David, Kwarteng, Ambrosius, Heil, Meißner, Oppermann, Rohr, Suhonen.

            Was fällt auf: Erst, als es gar nicht mehr anders ging, schmiss man den einen oder anderen mal rein, weil es eventuell für Mittelmaß in der zweiten Liga reicht. Und das bei dem finanziellen Aufwand. Der HSV gab jahrelang € 4 Mio. pro Jahr für den Nachwuchsbereich aus, mehr als Bayer Leverkusen,

            Wer Spaß´dran hat….

            https://fussballuebung.de/die-zertifizierung-der-nachwuchsleistungszentren-deutschland/

    • Ex-HSVer+im+Herzen 22. Oktober 2021 um 09:35 Uhr

      60 Mark für eine Dauerkarte. Das waren noch Zeiten, Das kostet heute ein Ticket im mittleren Preissegment…

      Ich schrieb bereits: schon vor 30 Jahren war Dillettantismus die Regel bei dem Verein. Genauso wie heute blenderisch verpackt

  2. Ein selbst gründlichst vom HSV Bedienter 22. Oktober 2021 um 09:08 Uhr

    Vielleicht sollten die Selbstbediener, die sich gegenseitig beim HSV bedienen, für mein Gefühl schon lange auf kriminellem Niveau, auch mal “eine Weile kuriert werden”, wie der Uli Hoeneß in Landsberg …

    https://youtu.be/_euDhMDDRq4?t=32

    • Ex-HSVer+im+Herzen 22. Oktober 2021 um 09:36 Uhr

      Wo kein Kläger….🤷🏻‍♂️

  3. Bidriovo 22. Oktober 2021 um 09:20 Uhr

    Es geht nicht nur darum, junge Spieler zu finden, sondern sie auch spielen zu lassen. In Hamburg werden oft “Perlen” verpflichtet, die sich dann laut den jeweiligen Übungsleitern in der zweiten Mannschaft (4. Liga) oder im Training erstmal beweisen sollen/müssen. Sie sollen “erwachsen” werden und an den “Männerfußball” rangeführt werden… Bei anderen Vereinen laufen 17, 18, 19 jährige Weltstars regelmäßig in der Startelf auf. Beim HSV dürfen die jungen Spieler vllt. mit 20, 21 Jahren erste Erfahrungen (Einwechslungen) sammeln. Aber wehe es gibt ein schlechtes Spiel und davon gibt es reichlich beim HSV. Dann wird das “Jugendprojekt” sofort ausgesetzt und die jungen Spieler müssen sich wieder gedulden/hinten anstellen.

  4. Sportjournalist Scholz 22. Oktober 2021 um 09:31 Uhr

    Wichtig ist auch mein Kollege kann heute seiner wahren Begabung nachgehen… angekündigtes Saufen live im Internet und dabei dummes Zeug labern. Anstatt Geld zu verdienen und Schulden zu bezahlen.

    • DINO 22. Oktober 2021 um 17:21 Uhr

      Münchhausens Plan ist es ein Fachmann für Insolvenz zu werden um dem HSV dann als Berater zur Seite zu stehen… gegen eine kleine Ausgleichszahlung versteht sich. Heute Abend macht er sich aber erst mal mit Perlenbacher PET Pils die Lampen an…

  5. Ralf Schulz 22. Oktober 2021 um 11:32 Uhr

    Sensationell was man mit guter Arbeit und vor allem guten Scouting bewirken kann!!!!!
    Ich hab mir mal schnell die Mühe gemacht bei Transfermarkt.de rauszusuchen welche Ablösen RB für die von Grave gelisteten Spieler bezahlt hat, wie alt die Spieler waren und die erzielten Ablösen: Daka: 250.000, 19 Jahre, erzielte Ablöse: 30,0 Mios., Mwepu ablösefrei als 19-jähriger aus Sambia!!!, erzielte Ablöse: 23,0 Mios, Szoboslai 500.000, 17Jahre, erzielte Ablöse: 22,0 Mios, Hwang ablösefrei, 20 Jahre, erzielte Ablöse: 9,0 Mios, Haaland 8,0 Mios. 19 Jahre, erzielte Ablöse: nur 20,0 Mios. dank Klausel, Dabbur 5,0 Mios. 24 Jahre, erzielte Ablöse: 17,0 Mios., Schlager ablösefrei 19 Jahre, erzielte Ablöse: 15,0 Mios, Samassekou 300.000, 20 Jahre, erzielte Ablöse: 14,0 Mios., Lainer 200.000, 23 Jahre, erzielte Ablöse: 12,5 Mios., Wolf 500.000, 18 Jahre, erzielte Ablöse: 12,0 Mios., Pongracic 1,0 Mio. 20 Jahre, erzielte Ablöse: 10,0 Mios., Haidara 800.000, 18 Jahre, erzielte Ablöse: 19,0 Mios., Caleta-Car ablösefrei, 19 Jahre, erzielte Ablöse: 19 Mios., Lazaro ablösefrei, 16 Jahre, erzielte Ablöse(incl. Leihgebühr): 11,0 Mios
    Summa summarum macht das Ausgaben von: 16,35 Mios, erzielte Erlöse: 233,5 Mios. das bedeutet das RB Salzburg in diesen 4 Jahren an diesen Spielern einen Transferüberschuss von 217,15 Mios. erzielt hat!!!!!! Das nenne ich Scouting auf allerhöchstem Niveau, zumal von den 14 gelisteten Spielern nur 2 über 20 Jahre alt waren(Dabbur mit 24 Jahren der Opa der Kompanie), Vergleiche zum KSV sind vollkommen überflüssig zu ziehen!!!!!!!
    Das i-Tüpfelchen an der ganzen Sache ist das, daß RB für mindestens 4 Trainer(Schmidt, Hütter, Rose, Marsch) die Grave aufgezählt hat noch Ablösesummen von zusammen mindestens 10-15 Mios. bekommen hat, ich will die Abfindungen die der KSV den aufgezählten Übungsleitern in diesem Zeitraum bezahlt hat nicht zusammenzählen!!!!!!!!
    Ich denke wenn man sich diese Zahlen etwas genauer anschaut müsste auch die letzte Blendgranate verstanden haben wohin der Weg des KSV führen wird und das weitere Fragen absolut überflüssig sind!!!

    • Gravesen 22. Oktober 2021 um 11:43 Uhr

      Das vielleicht Schlimmste jedoch ist, dass es immer noch Gestalten gibt, die behaupten, dass man das nicht miteinander vergleichen könnte. Doch, kann man! Man beachte, womit RB 2014 begonnen hat, da war der HSV noch ein “strahlender” Bundesligist nach einer Ausgliederung. Die Voraussetzungen für den HSV waren also ungleich besser, aber man hatte halt eines, was RB nicht hatte: Man hatte extrem unfähige Führungspersönlichkeiten, keinerlei AR-Kontrolle und eine gewachsene Abgreifer-Mentalität. Wenn du schon dabei bist, google doch mal RB Salzburg und Huub Stevens. Ist ganz interessant. Ach, ich erspare dir die Suche

      https://www.kicker.de/rb-salzburg-entlaesst-stevens-und-beiersdorfer-550958/artikel

      https://kurier.at/sport/fussball/megaflop-boghossian-zwei-tore-fuer-6-9-millionen-euro/19.701.334

      • Ralf Schulz 22. Oktober 2021 um 12:15 Uhr

        Passt doch wie Faust aufs Auge im Zusammenhang mit dem KSV, Stevens war halt nie ein Trainer der für dauerhaften Offensiv-Fußball stand und daher wundert es mich nicht das er bei RB wegen unattraktivem Fußball entlassen wurde. Und die Transfergeschichte passt doch auch herrlich zu Düdü, den Spieler ausser auf DVD’s gar nicht live gesehen, einen einigermaßen großen Namen gehabt und das nötige Kleingeld war auch in der Kriegskasse. Nur im Gegensatz zum KSV hat RB nach knapp 1 1/2 Jahren erkannt das Düdü nix auf die Kette bringt und ihn sofort rausgeschmissen, in HH durfte er sein Unwesen leider deutlich länger treiben und für sich selbst fett abkassieren!!!!!!

        • Alex 22. Oktober 2021 um 12:30 Uhr

          Der zweite Artikel zeigt aber auch auf, wie inkompetente Totalversager sich über die Expertise ihres eigenen Übungsleiters hinwegsetzen. Und Huub Stevens ist einer der wenigen Trainer, der seine Fresse aufmacht und das auch mal ausplaudert. Ohne Huub glorifizieren zu wollen, war er beim HSV der einzige akzeptable Trainer der letzten 15 Jahre und hat im Gegensatz zu seinem Nachfolger Martin Jol keine Werderfestspielwochen zu verantworten.

  6. jusufi 22. Oktober 2021 um 12:25 Uhr

    Das HSV-Prinzip: Nicht gescoutet, auf den letzten Drücker, für viel zu viel Geld – am Ende drauf sitzen geblieben!

  7. BesuchausdemSüden 22. Oktober 2021 um 12:55 Uhr

    Ich finde man kann die Situation sehr wohl miteinander vergleichen. Zudem gibt es ja auch weitere Beispiele im deutschen Fussball, wo strauchelnde Traditionsclubs den Abstieg als neue Chance bzw auch letzte Warnung begriffen haben. Eintracht Frankfurt hat sich nach dem Abstieg neu aufgestellt und ist mit klugen Leihgeschäften wieder oben angekommen. In Gladbach wurde ebenfalls der Verein nach dem Abstieg auf links gedreht und Stuttgart setzt seit dem 2. Abstieg komplett auf das Konzept talentierte junge Spieler finden und entwickeln. Alle drei sind alte Traditionsclubs mit tausenden Mitgliedern und einer großen Medienpräsenz. Allerdings sind bei allen 3 Vereinen kompetente Personen in den wichtigen Schlüsselpositionen. Zudem wurde wieder verstärkt in den Jugendfussball investiert. Diesbezüglich bin ich gerade mal die aktuellen Tabellenstände der U19 durchgegangen.

    In Westen teilen sich wie zu erwartend Schalke und Dortmund die Tabellenführung was nicht verwundert, da beide Vereine ja schon sehr lange für ihre gute Jugendarbeit bekannt sind.
    Im Süden gibt es auch keine Überraschung, dort stehen Nürnberg, Hoffenheim, Frankfurt und der VfB Stuttgart ganz oben. Auch das ist keine Überraschung.

    Und Im Norden ? Dort dümpelt die U19 des HSV im Tabellenmittelfeld auf dem 10.Platz und hat 8 Punkte auf Tabllenplatz 1. Also kein Unterschied zu den Profis

    Jetzt noch einen kurzen Blick auf die U17 und auch da, welch Überraschung, die U17 des HSV auf dem 10.Platz und 11 Punkte Rückstand auf Platz 1 ( Hertha)

    Im Westen, auch keine Überraschung , Düsseldorf, Schalke, Dortmund und Gladbach an der Tabllenspitze

    Und zuletzt der Süden , auch da oh Wunder keine Überraschung Haching auf 1 dicht gefolgt natürlich wie zu erwarten, der VfB Stuttgart.

    • DINO 22. Oktober 2021 um 16:05 Uhr

      Ja, Du hast Recht! Und eigentlich haben wir mit der Academy auch alle Möglichkeiten! Es wird nur überhaupt nichts daraus gemacht! Das letzte Mal erfolgreich mit unserem Unterbau waren wir unter Titz für kurze Zeit. Alle im Verein labern nur rum und bekommen nichts auf die Kette…

      • BesuchausdemSüden 22. Oktober 2021 um 17:10 Uhr

        Man hätte zudem ein großes Einzugsgebiet direkt vor seiner Haustüre, welches bis nach Dänemark und Schweden reichen könnte. In Süddeutschland prügeln sie sich fast schon um die Talente. Es gibt zahlreiche Kooperationen mit kleinen “Dorfvereinen” und die Scouts sind sind sehr aktiv. Zudem wird viel in die NLZ s investiert.
        Im aktuellen Kader der deutschen U-17 Nationalmannschaft sind u.a.derzeit aus Süddeutschland:

        3 Spieler aus der Jugend des FC Bayern
        3 Spieler aus Mainz
        2 Spieler aus Hoffenheim
        4 Spieler aus Stuttgart
        1 Spieler aus Augsburg
        1 Spieler aus Unterhaching

        Ein deutlicher Beleg für die erfolgreiche Arbeit. Vlt könnte man sich da mal was abschauen ?

  8. DINO 22. Oktober 2021 um 12:59 Uhr
    • jusufi 22. Oktober 2021 um 13:17 Uhr

      Atomtalente vom Zuckerhut! Sicher ungesehen gekauft, da ja SELECAO!!!

    • RautenDevil 22. Oktober 2021 um 15:21 Uhr

      Haha, Thiago “ich friere” Neves….wohlgemerkt bereits im August! Zudem laut Jol und Didi, einer der besten 10er, die je auf dieser Position gespielt haben. Da kann ich heute noch drüber lachen.

  9. Micha 22. Oktober 2021 um 14:30 Uhr

    Um die Dimension des unternehmerischen Scheiterns beim HSV zu veranschaulichen, braucht man sich nur einmal die jährlichen Gesamtbilanzen der Transfereinnahmen seit 2014 bei RB Salzburg anzuschauen:

    2014/2015: 40,00 Mio
    2015/2016: – 786 Tsd.
    2016/2017: 71,10 Mio
    2017/2018: 15,15 Mio
    2018/2019: 45,35 Mio
    2019/2020: 83,85 Mio
    2020/2021: 26,05 Mio
    2021/2022: 53,35 Mio

    Man muss diese ganze Transferökonomie gar nicht gut finden, aber eines ist klar: mit Beiersdorfers von den HSV-Mitgliedern bei der Ausgliederung frenetisch gefeiertem Auftreten ist zielgerichtetes, planvolles und auf Kompetenz beruhendes Arbeiten endgültig in Hamburg eingestellt worden! Der dümmliche und denkfaule Satz „Nur mit Jungen geht es nicht“ ist in diesem Zusammenhang lediglich eine kindische und arbeitsfaule Ausrede.

  10. Scroccer 22. Oktober 2021 um 14:45 Uhr

    Ich lese hier erst seit wenigen Tagen mit und möchte mich auch mal zu Wort melden, weil ich fast alle Beiträge interessant und informativ finde.
    Viele der hier geposteten Inhalte waren mir nicht bekannt, so dass ich leider mittlerweile sogar die Hoffnung verloren habe, dass es eines Tages mal wieder nachhaltig bessere Zeiten gibt.

    Ein sehr guter Vergleich über die Entwicklungen der beiden Vereine.Gleichzeitig ein erneuter Beweis dafür wie dilettantisch in den letzten Jahr(zehnt)en beim HSV gearbeitet wurde.

  11. DINO 22. Oktober 2021 um 16:17 Uhr

    Eigentlich kann alles auch noch schlimmer werden! Überlegt mal was wäre, wenn der Stadionname Groomed Rooster 🐔 Arena lauten würde…https://groomedrooster.com/
    und unser Trikotsponsor Le Coq Rock heißt! Dann können sie auch die rosa Leibchen wieder rausholen…
    Das ist der geheime Plan vom Pinselreiniger! Wettstein kann dann schmierige Einnahmen verbuchen… 🥳

  12. Vsabi 22. Oktober 2021 um 17:19 Uhr

    Ich tue mich schwer bei Vergleiche mit Salzburg, heben wir hier nicht einen seit mehreren Jahren gescheiderten Verein auf eine Plattform wo er nicht hingehört. Alle hier geschilderten Erkenntnisse sind richtig und ausreichend diskutiert aber ändert sich etwas bei HSV?
    Aus meiner Sicht liegt das Übel bei dem Möchtegern-Gönner KÜHNE. Hat dieser Fussball-Laie nach der Ausgliederung nicht alles unternommen, diesen Verein für kleines Geld sich unter den Nagel ( KÜHNE und Nagel ) zu reißen. Voraussetzung hierfür waren die Schlüsselfunktionen mit eigenen Leuten zu besetzen. BEIERSDORFER, GERNANDT, JANSEN und windige Gestalten im Aufsichtsrat waren der Grundstein. Volker Struth und Callmund nur am Rande erwähnt. Selbst Frau Kühne durfte Spielerwünsche äussern ( van der Vaart ). Bitte jetzt nicht das Argument, ohne Kühne wäre der HSV schon lange insolvent, was auch sicher besser gewesen wäre. Kühne hat sich sein Engagement gut bezahlen lassen.
    Die Geister die er rief haben sich verselbstständig. Wettstein, Boldt, Mutzel, Jansen und Walther sind eine geschlossene Gemeinschaft deren Ziel , ihr eigenes ” ICH ” ist.
    Der einzige echte Sponsor ist für mich, Herr OTTO. Ohne seine Millionenspende wäre die Jugendakademie heute noch eine Rohbau-Ruine.

    • Goldfather 22. Oktober 2021 um 19:24 Uhr

      Hätte der HSV sich bereits vor zwanzig Jahren dahingehend ausgerichtet das Ajax-Konzept umzusetzen, wäre Klaus-Michael in seiner HSV-Loge der glücklichste Milliardär des Planeten geworden. Über Beteiligungen und Anteile hätte niemand mehr nachdenken müssen.
      .
      Dazu hätte man allerdings verstehen müssen wie dick das Ajax-Brett wirklich ist, wie hart man auf allen Ebenen dafür hätte arbeiten müssen.
      .
      Nachdem Klaus-Michael seine Hilfe angeboten hatte kam es zu desaströsen Beratungsfehlern, da die Berater allesamt nichts anderes im Auge hatten als ein Stück vom Kuchen abzubekommen. Es ging ihnen nur darum dem alten Mann seine wohlverdiente Fernfahrerkohle aus der Tasche zu ziehen. Der HSV ging dabei einen weiteren Schritt in Richtung Abgrund.
      .
      Angesichts der gegenwärtigen Besitzverhältnisse ist der Karren komplett im Dreck, so dass weder Klaus-Michael etwas hilfreiches tun kann, noch die inkompetenten Leute der Clubführung. Der Tanker treibt im Wellengang manövrierunfähig der Steilküste entgegen. Selbst ein Aufstieg würde die Situation nicht grundlegend verändern.
      .
      Eigentlich gibt es mit dem gegenwärtigen Schuldenstand nur die Option, dass Klaus-Michael mehr Anteile erhält und sich ein Beratungsteam zulegt, welches die Aufgabe besitzt den Club an die Strukturen von Ajax, RB, Barca anzupassen ohne dabei die Fehler dieser Clubs, die durchaus vorhanden sind, nachzuahmen.
      .
      Der Fehler von RB ist beispielsweise die Tatsache, dass sie sich über die persönliche Hoeneß – Mateschitz-Schiene einseifen lassen haben und es grundsätzlich in Ordnung finden keine Titel zu gewinnen, weil die Bayern sie zu ihrem Farmteam gemacht haben. Der Fehler des FC Barcelona war die Faszination für Lionel Messi dem man das gesamte Clubvermögen auf sein Girokonto überwiesen hat. Und bei Ajax halte ich den Verkaufsdruck für zu hoch, denn ein Club lebt nicht nur vom schnöden Geld sondern auch von Titeln und Emotionen. Ajax müsste den Verkaufsdruck verringern und wieder einmal die CL gewinnen.
      .
      Die Fehler dieser Clubs sind natürlich Luxusfehler von denen der HSV soweit entfernt ist wie sein AR von einer erfolgreichen Marsbesiedelung.

      • Gravesen 22. Oktober 2021 um 19:31 Uhr

        Du hast aber schon registiert, dass es um RB Salzburg und nicht RB Leipzig ging

        • Goldfather 22. Oktober 2021 um 19:41 Uhr

          Klar, aber RB hat ein einheitliches Konzept. Die Transfergewinne von RB Leipzig sind auf Augenhöhe mit denen von RB Salzburg. Salzburg ist das Farmteam für Leipzig, da die deutsche Bundesliga einen höheren sportlichen und wirtschaftlichen Stellenwert besitzt. Das schöne daran ist ja, dass RB gleich mit zwei Clubs vorführt wie es geht.
          .
          Allerdings profitieren beide Clubs von denselben Konzernstrukturen.