Saison-Zwischenfazit, Teil 2

Ich  habe das Spiel gegen die unaussprechlichen Dänen nicht gesehen, darum kann ich dazu leider nichts schreiben. Stattdessen mache ich heute mit dem versprochenem Teil 2 des Zwischenfazits weiter.

 

Spieltag 7: Werder Bremen HSV 0 – 2

Das erste Nord-Derby seit 2018 und schon nach 80 Sekunden klingelt es im Kasten der Grün-Weißen. Glatzel mit dem Kopf nach toller Vorlage von Heyer und wunderschönem Kombinationsspiel mit Leiboldt über links. Dann wurde es hitzig. Hohe Zweikampfintensität auf beiden Seiten mit vielen Gelben Karten. Dann grätscht Bremens Kapitän Groß Heuer Fernandes weg und sieht Gelb-Rot. Kurz darauf hat der HSV das erste Mal Riesenglück: Bremen bekommt nach Foul an Ducksch den Elfer nicht. Und dann gleich nochmal: Ducksch mit tollem Freistoßtor, dass aber abgepfiffen wird, weil sich ein Bremer regelwidrig in die HSV-Mauer stellte. Und dann macht auch noch Heyer in der Nachspielzeit Tor Nummer 2. Was für eine heftige erste Halbzeit. Kurz nach Wiederanpfiff holte sich dann Schonlau seine Gelb-Rote ab und Gleichzahl war wiederhergestellt. Bremen drehte weiter auf und spielte unentwegt nach vorn. Jatta vergab die wenigen HSV-Chancen, aber auch Bremen scheiterte immer wieder an einem erneut überragendem Hamburger Schlussmann. Der HSV rettete das 2 zu 0 in den Schlusspfiff.

Fazit: Ein hart erkämpfter Sieg der Rothosen im Nord-Derby, der erste gegen Bremen seit 2016. Und ein wahres Kartenfestival, 8 Gelbe und 2 Gelb-Rote sprechen Bände, wie die Stimmung im Spiel war.

Tabellenstand: 12 Punkte; 12 zu 8 Tore; Platz 6

 

 

Spieltag 8: HSV Nürnberg 2 – 2

Der HSV zu Hause vor 21.000 Fans. Mit Nürnberg kommt der einzige bisher noch ungeschlagene Zweitliga-Klub in den Volkspark. Walter muss umbauen und bringt Vuscovic für den gesperrten Schonlau. Hamburg beginnt wie immer mit viel Ballbesitz. Dann große Aufregung, weil sich nach einem Foul von ausgerechnet Vuscovic der VAR einschaltet und es Elfmeter für Nürnberg gibt. Valentini schiebt ein, auch wenn HF fast noch dran war. Einsnull für Nürnberg. Der HSV im Rückstand. Dann köpft Glatzel ein, doch der Schiri pfeift Abseits, weil Leibold ran rauscht, aber auch das korrigiert der VAR, das Tor zählt: Einseins. Nur, weil Leibold den Ball nicht mehr berührt hat. Halbzeit. Nur eine Minute nach Wiederanpfiff trifft Nürnberg zum 2 zu 1. Und erneut läuft der HSV einem Rückstand hinterher. Es spielt fast nur noch der HSV, bekommt aber gegen die kompakt stehenden Klubberer kaum Chancen zustande. Bis zur 80sten: Nach Flanke von Kittel köpft Glatzel zum 2 zu 2 ein. Und obwohl Hamburg dann drückend überlegen ist, bleibt es beim Unentschieden.

Fazit: Glatzel rettet das Remis und damit einen Punkt, aber Hamburg verpasst den Sprung auf Tabellenplatz 3. Wie so oft tut sich Hamburg gegen einen kompakt stehenden Gegner sehr schwer und schafft es kaum, Torchancen zu kreieren.

Tabellenstand: 13 Punkte; 14 zu 10 Tore; Platz 7

 

 

Spieltag 9: Erzgebirge Aue HSV 1 – 1

Hamburg begann in Aue wie in den Spielen zuvor und folgte dem Walter-Plan: Ballbesitz, Ballbesitz, Ballbesitz. Und wie in den Spielen zuvor sprang wenig dabei raus, bis in Minute 23 Aue mit einem kuriosen Billard-Tor in Führung ging. David köpfte Jonjic an, von dessen Hinterkopf prallte der Ball ins Hamburger Tor ab. Einsnull für Aue. Irre! Und wieder liefen die Rothosen einem Rückstand hinterher. Es folgte viel Kampf, viel Krampf, Rudelbildungen, Gelbe Karten, aber mit null Ertrag für Hamburg. Im Gegenteil, es waren die Erzgebirgler, die in der Nachspielzeit fast noch erhöhten. In der zweiten Hälfte suchte der HSV dann verzweifelt nach einer Idee, die Auer Abwehr zu knacken. Aber die Gastgeber verhinderten, dass die Rothosen auch nur in die Nähe ihres Tors kamen und unterbanden Angriffe schon früh. In der 69sten flog Messeguem dann mit Rot vom Platz und der HSV bekam die Möglichkeit, davon zu profitieren. Nur nutzte er sie leider nicht und blieb ungefährlich. Und dann kam die vierte Minute der Nachspielzeit. Ein Eigentor von Carlson erlöste Walter und seine Mannen. Und was für eines: Doyle wurde steil in den Strafraum geschickt und lupfte den Ball aus vollem Lauf über Torhüter Männel. Die Kugel prallte an die Latte und zurück ins Feld. Wo Carlson mit dem Kopf klären wollte, was ihm grandios missglückte und er den Ball aus wenigen Metern ins eigene Tor köpfte.

Fazit: Ein Drama-Eigentor in Minute 94 rettet dem HSV einen Punkt und das fünfte Unentschieden in einem Spiel, in dem die Hanseaten lange in Überzahl spielten, daraus aber wenig machen konnten.

Tabellenstand: 14 Punkte; 15 zu 11 Tore; Platz 7

 

 

Spieltag 10: HSV Düsseldorf 1 – 1

Megastimmung im Volkspark: Im ersten Spiel unter 2G-Bedingungen waren 35.000 Fans im Volkspark erlaubt und es gab wieder „Vollbier“. Hurra! Gegen die Fortuna mit Ex-HSVer Narey begann man druckvoll und mit über 60 Prozent Ballbesitz in der ersten Viertelstunde, wobei man sich nur wenige Chancen erspielte und immer die Gefahr eines schnellen Konters bestand. Also eigentlich ist alles wie immer. Aus dem Nichts fiel dann das Eins zu Null für den HSV. Glatzel nach Flanke Kittel. Kurz darauf sah Pripp nach hartem Einsteigen gegen Leibold erst Gelb und dann nach VAR Überprüfung Rot. Hamburg wieder einmal in Überzahl. Und wieder einmal ist man nicht in der Lage, nachzulegen. Nach einem nicht gegebenen Elfer für Hamburg entwickelte sich ein Spiel auf sehr überschaubarem Niveau. Die Zahlen sprachen für den HSV, 12 zu 3 Torschüsse, fast 70 % Ballbesitz, 86 % Passquote, aber es sah anders aus auf dem Rasen. Und dann gleicht Fortuna zum Eins zu Eins aus. Und die Düsseldorfer kamen, Narey vergeigte kurz vor Ende noch eine Riesenchance und dann Abpfiff.

Fazit: Pfiffe nach dem Abpfiff im Volkspark, weil der HSV einen sicher geglaubten Heimsieg verspielte. Trotz 65 Minuten in Überzahl verpassten es die Rothosen, nach dem Einsnull nachzulegen und den Deckel drauf zu machen. Und dann kam es, wie es kommen musste, Fortuna glich in Unterzahl aus und entführte den Punkt aus Hamburg. Unentschieden Nr. 6 in Spiel Nr. 10.

Tabellenstand: 15 Punkte; 16 zu 12 Tore; Platz 8

 

 

Spieltag 11: Paderborn HSV 1 – 2

Alidou feierte sein überraschendes Debüt in der Startelf. Beide Mannschaften waren sehr offensiv aufgestellt. Paderborn begann mit aggressivem Pressing, aber Heyer sorgte mit frühem Tor für einen Traumstart, weil er bei Alidous Pfosten-Abpraller goldrichtig stand und aus 16 Metern reinschlenzte. Führung HSV. In der Folge erarbeiteten sich die Rothosen viele Chancen, konnten aber keine nutzen. Und dann fiel wieder einmal das Tor für den Gegner. Paderborn war wieder im Spiel. Die zweite Halbzeit war dann umkämpft und hitzig, wobei der HSV die überlegene Mannschaft war. Aber Paderborn hatte seine Szenen, wie beispielsweise einen Pfostenschuss in Minute 54. Der HSV verballerte seinerseits einige Großchancen, wie etwa die von Alidou in Minute 58. Auch Glatzel und Kittel verpassten nur knapp. Und dann ertönte ein Elfmeterpfiff für den HSV. Doch der VAR griff ein und Schiedsrichter Schlager nahm die Entscheidung zurück. Zu Recht. Walter tobte trotzdem. Der HSV machte weiter Druck, doch die Zeit lief ab. Und Paderborn wurde nun immer gefährlicher. Bis in Minute 5 der Nachspielzeit dann Doyle das Ding reinhaute. Der HSV siegte mit 2 zu 1. Unglaublich! Der HSV in Ekstase, die Gästefankurve bebte.

Fazit: Wieder ein Last Minute Sieg. Lucky Punch in der Nachspielzeit durch den eingewechselten Joker. Diesmal wurde der Hamburger Wille belohnt, allerdings im letzten Moment.

Tabellenstand: 18 Punkte; 13 zu 13 Tore; Platz 6

 

 

Spieltag 12: HSV Holstein Kiel 1 – 1

Mit Kiel kam der Tabellen-16te in den Volkspark. Hamburg hatte sich unter der Woche im Pokal eine Runde weitergekämpft. Leider zog sich Leibold einen Kreuzbandriss zu und fiel aus, für ihn kam Muheim. Auch der starke Heuer Fernandes war verletzt, für ihn spielte Johansson. Kiel brachte gleich 3 Ex-HSVer mit: Porath, Holtby und Arp. Aber als Spieler des Tages entpuppte sich Ex-Paulianer Finn Bartels. Hamburg versuchte sofort, das Spiel zu kontrollieren, aber Kiel setzte aggressiv dagegen und auf Umschaltspiel. Das war gefährlich, weil der HSV dann meist hinterherlief. Dennoch fiel das erste Tor für den HSV. Kittel traf vom Punkt, nachdem Alidou im Kieler Strafraum gelegt wurde. Die frühe Führung für den HSV. Leider nahm man in Folge etwas Tempo raus, so das Kiel immer wieder zu guten Konterchancen kam, was fast betraft wurde: Johansson musste mit starker Parade gegen Bartels retten. In Hälfte 2 dann das frühe Gegentor. Wieder einmal stand es Sekunden nach Wiederanpfiff 1 zu 1. Der HSV war geschockt, drängt aber weiter auf das zweite Tor. Aber Kiel verteidigte gut und war stets gefährlich im Umschaltspiel. Kaufmann und Glatzel vergaben Riesenchancen, aber auch Kiel konnte nicht mehr treffen. Am Ende blieb es beim Unentschieden, wobei sich der HSV dafür bei einem starken Johansson bedanken durfte. Glück auch für den HSV, dass Arp und Holtby gute Chancen nicht nutzten.

Fazit: Wieder einmal gab es Pfiffe im Volkspark, weil der HSV den Heimspielerfolg verpasste. Es gelang nach früher Führung nicht, ein zweites Tor zu machen. Stattdessen musste man mit dem Remis sogar noch zufrieden sein, weil Kiel eine starke Schlussphase spielte und viele Chancen nicht nutzte.

Tabellenstand: 19 Punkte; 19 zu 14 Tore; Platz 7

 

 

Spieltag 13: KSC HSV 1 – 1

Es war ein Spiel, wie wir es schon viele Male in dieser Saison gesehen haben, daher mache ich es kurz: Erneut verpasst der HSV nach früher (13.), sehenswerter (Kittel) Führung, den Sack zuzumachen und kann am Ende froh sein, überhaupt einen Punkt aus dem nebeligen Wildparkstadion mitzunehmen. Wieder konnten die Hamburger ihre guten und großen Chancen nicht nutzen, wieder einmal “belohnte” man sich nicht. Wieder einmal tobt Walter an der Seitenlinie und sah diesmal sogar Gelb dafür. Besser wäre, er würde sich darauf konzentrieren einen Weg zu finden, nach einer Führung diese auch mal zu halten. Doch darauf hofft man vergebens. Auch weiterhin gibt es viel Spektakel, aber wenig Ertrag.

Fazit: Hamburg tritt auf der Stelle. Tabellenmäßig sowieso, aber auch in der spielerischen und taktischen Entwicklung tut sich viel zu wenig. Stattdessen viel Rückschritt, weiterhin miese Chancenverwertung und Leistungsabfall bei vielen Spielern (Kinsombi, Wintzheimer, Glatzel, Jatta).

 

 

Die Bilanz:

Vier Siege, acht Unentschieden, eine Niederlage. Tabellenplatz 7. Nie stand der HSV schlechter in der Zweiten Liga als in dieser Saison. Statt um die Aufstiegsplätze zu kämpfen findet man sich im Mittelfeld der Liga wieder.

Walter kennt nur ein System. Und er setzt immer wieder auf Spieler, die dieses Vertrauen nicht mit entsprechender Leistung zurückzahlen. Die Gegner lernten schnell, standen tief und die Rothosen fanden oft keine Mittel. Es fehlen die taktischen Alternativen. Viel zu vielen Rückständen wurde hinterhergelaufen, viel zu viele Punkte verschenkt. Die Mär von der jungen Mannschaft ist genau das, eine Mär. Von einer versprochenen Entwicklung ist nicht viel zu sehen. Nur wenige Spieler wie David, Alidou und Heuer Fernandes haben sich verbessert. Dagegen haben sich zahlreiche Spieler wie Jatta, Glatzel, Wintzheimer und Kinsombi im Lauf der Saison verschlechtert. Der riesige Chancenwucher, die zahllosen Unentschieden führten zu den immer gleichen Ausreden. „Wir müssen uns mehr belohnen“ wurde zum geflügelten Wort. Dem aber keine Taten folgten. Stattdessen immer schlappere Trainingseinheiten, immer mehr freie Tage und kein Abarbeiten der Problemzonen Flanken, Ecken, Torschüsse.

Und die Gegner sind stark. Pauli spielt eine Hammersaison, Jahn ist eine Riesenüberraschung, Paderborn und Darmstadt enteilen grade und das große Schalke wackelte anfangs, aber wird nun stärker.

Der HSV ist sportlich abgewirtschaftet, das System Walter am Ende. Mit Leibold fällt ein wichtiger Spieler bis Saisonende aus. Dazu kommen die Veränderungen und Verunsicherungen in den Führungsgremien: Wettsteins Abgang, Goedhards und Kralls Demissionen, das Fehlen eines Vorstandsvorsitzenden und die Aktiengeschäfte von Kühne und Wüstefeld. Dazu schwebt über Allem die desaströse Finanzsituation und eine Bilanz, die von vorn bis hinten stinkt.

Das wird noch eine geile Saison.

 

Edit: Weil es gut passt, füge ich hier noch meinen Kommentar vom 7.11. an.

Der 13. Spieltag unter Tim Walter: Platz 7, 20 Punkte, 20 zu 15 Tore bei 4 Siegen, 8 Unentschieden und einer Niederlagen.

Der 13. Spieltag unter Daniel Thioune: Platz 2, 26 Punkte, 27 zu 17 Tore bei 8 Siegen, 2 Unentschieden und 3 Niederlagen.

Der 13. Spieltag unter Dieter Hecking: Platz 2, 26 Punkte, 30 zu 12 Tore bei 7 Siegen, 5 Unentschieden und einer Niederlagen.

Der 13. Spieltag unter Hannes Wolf: Platz 1, 27 Punkte, 17 zu 12 Tore bei 8 Siegen, 3 Unentschieden und 2 Niederlagen.

Der Trend ist glasklar: Es geht seit dem Abstieg abwärts, in dieser Saison sogar signifikant. Boldt und Mutzel haben absolut versagt bei Kaderzusammenstellung und Trainerwahl.

Das schreibt auch der Kicker heute:
„Die von Walter immer wieder betonte Entwicklung findet nicht oder zumindest nur unzureichend statt. Und das liegt auch an fehlender Qualität im wieder einmal neu zusammengestellten Kader.“

Nach dem Scheitern des Säulenspieler-Konzepts deutet sich nun auch das Scheitern des Entwicklungsspieler-Konzepts an. Reis, Muheim, Doyle und Kaufmann waren schlecht, Vuscovic und Suhonen traten gar nicht erst an. Und bei Jatta entwickelt sich schon lange nichts mehr.

Boldt und Mutzel müssen weg.

Von | 2021-11-14T13:39:24+01:00 13. November 2021|Allgemein|7 Kommentare

7 Comments

  1. Gravesen 13. November 2021 um 10:05 Uhr

    Dieser Verein ist in sich so dermaßen krank und daran wird sich auch nichts ändern, solange man noch Geld mit ihm verdienen kann

    Was nur wenige wissen: Bereits seit einem Jahr arbeitet Peters im Hintergrund noch immer, oder besser gesagt: wieder für den HSV. Peters coacht im Campus, den er in seiner Zeit von 2014 an selbst geplant und geleitet hatte, Nachwuchstrainer aus den oberen U-Mannschaften. Das bestätigten beide Seiten auf Abendblatt-Nachfrage.

    Der HSV zahlt der Agentur von Peters dafür ein Honorar, der Vertrag ist jährlich kündbar.

    Angefangen hatte die Kooperation nach der Rückkehr von Horst Hrubesch zum HSV. Als der Nachwuchsdirektor im August 2020 seine Arbeit aufnahm, wurde er zunächst von Ole Jan Kappmeier eingearbeitet. Der frühere Assistent von Peters im HSV-Nachwuchs hatte zu diesem Zeitpunkt seinen Job als Projektkoordinator bei der HSV Fußball AG bereits gekündigt, um für das neue Unternehmen von Peters zu arbeiten.

    Doch Hrubesch wollte auf die Hilfe von Kappmeier nicht verzichten. Und so einigten sich beide Parteien auf eine Konstruktion, die auf den ersten Blick ungewöhnlich wirkt. Kappmeier ist Geschäftsführer eines externen Arbeitgebers, der BP TeamCoaching GmbH, arbeitet aber zwei- bis dreimal pro Woche beim HSV. Auch in der Zeit, als die meisten Mitarbeiter des NLZ noch in Kurzarbeit waren.

    Sportvorstand Jonas Boldt vertraut nicht nur der Arbeit Kappmeiers, er schätzt auch Bernhard Peters. (Quelle: Abendblatt.de)

    Das muss man sich wirklich einmal vorstellen, Latschen-Bernie, der in 4 Jahren beim HSV weniger als nichts gerissen, dafür aber € 32 Mio. verbrannt hat, kassiert weiterhin von einem Verein, der sich nur deshalb nicht vom Spielbetrieb abmelden musste, weil er sich Steuergelder erschummelt hat. Der Filz bei diesem Verein ist absolut ekelhaft.

    • Nichtkunde 13. November 2021 um 11:02 Uhr

      In Anbetracht der dünnen Personaldecke geht es halt nicht ohne Externe. 🤡

      Humbuger Satire-Verein.

  2. atari 13. November 2021 um 10:28 Uhr

    Bei der Mopo24 überschlagen sie sich in den Headlines gerade wieder mit Juwelen und Mega Talenten. Es wimmelt nur so von Juwelen im Fußball. Man kann vor lauter Lachen nur noch auf dem Boden liegen. Es gab ja auch ein HSV Mega Ereignis mit diesem Testspiel gegen Nordsjaelland welches vor vielen Jahren nicht einmal erwähnt worden wäre, weil es einer Aufwärmübung gleich käme.

  3. Goldfather 13. November 2021 um 17:11 Uhr

    Schafft es Walter den nächsten Entwicklungsschritt mit dem Kader zu gehen? Das scheint mir die entscheidende Frage zu sein, denn bislang ist es nur eine Veränderung der Grundordnung mit erhöhter Laufbereitschaft. Und das haben vor Walter bereits schon viele HSV-Trainer geschafft, bevor sie entlassen wurden, aufgrund der Tatsache, dass die Gegner sich irgendwann auf das neue System eingestellt hatten.
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    Es geht jetzt nicht darum Bakery Jatta oder Robert Glatzel zum nächsten Weltfußballer auszubilden, sondern darum Passsicherheit, Überzahlsituationen und Dreiecke im letzten Drittel des Feldes, dort wo der höchste Druck herrscht, herstellen zu können. Niemand muss dafür Fähigkeiten entwickeln, die ein Profi in der zweiten Bundesliga nicht sowieso mitzubringen hat.
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    Dafür müssen die Spieler beweglicher werden und zwar körperlich und geistig. Es wäre wichtig die Spieler jetzt regelmäßig an ihre Belastungsgrenzen zu führen in den Bereichen der Handlungsschnelligkeit, Passsicherheit, räumliches Denken, vernetztes Agieren. Die Spieler müssten täglich vor neuen Aufgaben stehen die sie zu lösen hätten neben der permanenten Verbesserung der fußballerischen Grundtechniken. Die Mannschaft muss lernen als Mannschaft zu laufen und zu spielen, so wie ein schwerkranker Mensch manchmal wieder das Laufen neu erlernen muss. So ein Prozess dauert, wenn es gut läuft, Monate. Monate in denen sich der Körper neue Strukturen schafft, um die Aufgaben bewältigen zu können.
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    Im Kraftraum lässt es sich hingegen herrlich abschalten. Dort kann man sich über alles mögliche unterhalten, während man stumpfsinnigen Übungen nachgeht, die nur bedingt etwas mit dem zu tun haben was auf dem Platz erforderlich ist.
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    Ich sehe bislang zu wenig Innovation und zu wenig direkte Korrektur bei Walters Training. Beim Training des HSV brennt weder die Luft noch sonst irgendetwas. Das einzige was demnächst mal wieder brennen wird ist der Baum, wenn die Mannschaft auf einem zweistelligen Tabellenplatz angekommen sein sollte.
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    Das Training des FC St. Pauli erscheint mir moderner und innovativer zu sein und ist selbstverständlich auch ein Grund für die aktuelle sportliche Situation.
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    Es wundert mich ein wenig, dass es noch keine Vergleiche gibt bezüglich des Trainingspensums und der Trainingsinhalte zwischen dem HSV und Pauli. Normalerweise müsste das akribisch aufgearbeitet werden, um einen Erkenntnisgewinn insbesondere für den HSV zu erzielen. Immerhin besitzt man in Hamburg den Luxus zwei Profiteams zu haben die nur wenige Autominuten voneinander entfernt trainieren…
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    Für grundlegende Fragestellungen scheint die lokale Presse nichts übrig zu haben. Stattdessen macht man sich Gedanken über die Zukunft von Juwelen deren Einsatzzeiten im Profibereich bislang bei wenigen Spielminuten liegen.
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    Das aktuelle Juwel Faride Alidou ist mit zwanzig Jahren eigentlich zwei Jahre zu spät dran. Alidou hätte bereits vor zwei Jahren bei den Profis in der zweiten Liga Einsatzminuten bekommen müssen. Zudem hätte ein gutes Scouting- und Trainerteam den Vertrag frühzeitig verlängert und eine entsprechende Ablösesumme hineingeschrieben. Boldinho und Mutzelbacher sind mit der Situation komplett überfordert.
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    • BesuchausdemSüden 13. November 2021 um 17:39 Uhr

      Man muss doch nur die Artikel und Kommentare von vor 2 Jahren aus Stuttgart lesen um zu erkennen, dass das alles mit Walter nichts wird. Die sind 1:1 auf den HSV übertragbar. Es gibt nur einen Unterschied: Anders als Mislintat wird Boldt Tim Walter nicht zur Winterpause rauswerfen.

      • Goldfather 13. November 2021 um 18:06 Uhr

        Mislintat ist ein gänzlich anderes Kaliber. So etwas haben wir, abgesehen von Arnesen, in Hamburg seit den Zeiten Happels nicht mehr gesehen. Aktuell scheint es so zu sein, dass Walter den Trainingsplan seinem Heimaturlaub in München anpasst. Es wäre durchaus interessant mal einen Trainer beim HSV zu sehen der sich zur Stadt und den neuen Lebensumständen bekennt. Dann klappt es vielleicht auch irgendwann mit der Systemumstellung und den Juwelen? Die Hoffnung stirbt zuletzt.

  4. Alex 13. November 2021 um 19:23 Uhr

    “Im Kindesalter müssen wir ran. Mit kleinen Spielformen, drei gegen drei, damit die Kinder viele Ballkontakte haben. Wir haben früher als Kinder in den Ferien acht Stunden gespielt. Als ich beim FC Bayern anfing, haben wir gerade in den Ferien zweimal am Tag trainiert. Da war keiner verletzt. Heute hört man nichts mehr von Adaption und Superkompensation, heute höre ich nur noch von Systemen und von Belastungssteuerung. Die gab es damals nicht. Übung macht den Meister, das war vor 50 Jahren so, ist heute so und in 50 Jahren auch noch.”

    “Wenn ich sehe, wie stark wir früher in der Abwehr waren, heute arbeiten wir immer im Verbund. Trotzdem ist es deutlich besser, wenn ein Spieler eine Lösung im Eins-gegen-eins hat. Auch in der Offensive. Wir müssen den Spielern beibringen zu dribbeln, aber wenn ich nur immer fordere, pass, pass, pass und jedes Spiel nur mit zwei Kontakten mache, dann kann ich keinen Dribbler entwickeln. Wenn ich denen helfen will, muss ich sagen: dribbel, dribbel, dribbel! Und wenn er den Ball verliert, gleich noch mal. Dann können sie mit 19 auch dribbeln. Aber wenn sie bis 17 nur gepasst haben, können sie mit 19 nicht dribbeln. Und: Im Nachwuchsbereich steht die Ausbildung der Spieler im Vordergrund und nicht der Erfolg der Mannschaft.”

    Wer hat’s gesagt?

    https://www.kicker.de/gerland-ueber-die-strukturen-in-der-ausbildung-das-ist-ein-unding-878669/artikel

    Gut, dass der nie beim HSV gelandet ist… 🤭

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