Und was kommt danach?

Nach der Karriere ist vor der Karriere, heißt es. Und was für den Rest der Menschheit gilt, sollte doch für ehemalige KSV-Granden ebenfalls gelten. Aber was machen die Hoffnungsträger von einst eigentlich, nachdem sie sich am Verein gesundgestoßen haben und eine verrottete und gefledderte Leiche hinterlassen haben. Wir dachten uns, was die Mopo kann, können wir schon lange und so haben wir uns auf die Suche begeben. Die Ergebnisse sind dabei ebenso überraschend wie vorhersehbar gewesen. Feuer frei. 

 

Bernd Hoffmann. Ehemaliger Vorstandsvorsitzender, ehemaliger e.V.-Präsident, ehemaliger alles. Er startete nach seiner KSV-Zeit richtig durch, heute ist der zigfache Familienvater stolzer Besitzer einer Samenbank und nebenberuflicher Reichsejakulatmeister und niemand weiß, wann er das nächste Mal wie Kai aus der Kiste auftaucht. Führte in seine KSV-losen Zeit eine Spielerberatung mit dem Namen Kanister oder so.

 

Karl-Edgar Jarchow. Der ehemalige Videothekar und erfolglose Kommunal-Politiker, der gemeinerweise als “Schnarchow”, der Schweber in die Annalen des Vereins einging, in seiner letzten Station als “Vorstand Fans und Gräben” verdient gemacht hatte, kehrte zu seinen Wurzeln zurück. Nachdem er während einer Versammlung einmal erklärte, man hätte von den € 17,5 Mio. Fananleihe “einige Bäume gefällt”, investierte der umtriebige Eddie, the Igel am Anschluss an seine Zeit im Volkspark in ein Abbruch-Unternehmen in Stade, sowie eine Baumschule in Süderbrarup.

Oliver Scheel. Einst ein Vorstand, den niemand kannte, später dann bekannt dafür, Anzüge zu tragen, die grundsätzlich 2 Nummern zu groß waren. Angeblich als Anwalt tätig, ging Scheel nach seinem Ausscheiden beim KSV als Bestattungsunternehmer insolvent, was auch viel besser zu seinem Habitus passte. 

Ralf Bednarek. Angeblich ebenfalls Anwalt und von den Medien oft als der “mächtige SC-Boss” betitelt, war das einzige mächtige an Bed-Man tatsächlich nur seine Ausmaße. Orientierte sich nach seiner Zeit beim KSV mehr und mehr an seinem großen Vorbild Grizzley Adams und ist heute als professioneller Bärendompteur erfolglos. 

Dietmar Beiersdorfer. Für die Einen war er der Zauderschlumpf, für die Anderen der Dukaten-Didi. Sicher ist nur, dass er eines war: Der Totengräber dieses Vereins. Konnte so gut wie nichts, nicht mal sprechen und lebte von einer durch die Medien propagierte Legende, die ihn als erfolgreichen Sportdirektor erfanden. Nach seinem zweiten Ausscheiden beim KSV, erneut mit einer Millionenabfindung im Gepäck, machte “Düdü” in vegane Döner und war auch damit überaus erfolglos. Zur Zeit steigt er als sportlich Verantwortlicher gerade erfolgreich mit den Ingos aus der zweiten Liga ab.

Jörn Wolf. Der Mann, der einst nicht einmal die Qualität hatte, die Toiletten in der Schule meiner Tochter zu putzen (sorry Jörni, der musste jetzt sein 😀 ), machte tatsächlich alles richtig, als er nach 14 Jahren KSV die Biege machte. Über Leverkusen und China lebt er heute erfolgreich als Putzerfisch für Roger Schmidt in Eindhoven.

Bernd Bönte. Was dieser Bönte im damaligen Aufsichtsrat zu suchen hatte, wissen wohl nur die Götter. Angetreten als derjenige, der aus dem AR heraus die Kommunikation des KSV revolutionieren wollte, machte der Ex-Klitschko-Manager am Ende: gar nichts. Wertlos als Aufsichtsrat weint er heute in den Medien über den Ukraine-Krieg und ist ehrenamtlicher Vorstand der grauen Panther.

Heribert Bruchhagen. Wenn es den Begriff “Klugscheißer” nicht schon gegeben hätte, Angrybird Bruchlandung hätte ihn erfunden. Kam nach gefühlten 400 Jahren zurück zum KSV und meinte, er kenne den Verein in-und auswendig, dabei kannte er genau gar nichts. Verdiente danach noch ein paar Euros als sogenannter SKY-Experte, bevor auch die die Schnauze voll von ihm hatten. Langweilt sich heute als legitimer Nachfolger des Marlboro-Manns in Harsewinkel. 

Karl Gernandt. Mehrfacher Gewinner diverser Bad taste-Awards deklinierte er nicht nur die Tuchel-Verpflichtung durch, sondern gleich einen ganzen Verein an den Rand der Insolvenz. Würde ohne Kühne heute wahrscheinlich als blonder Hans in irgendeiner Sparkasse Kleinkunden beraten, aber zum Glück weiß 120%-Kuddel, wie und wo man sich in gemachte Nester setzt. 

Manfred Ertel. Heute möchte man es kaum noch glauben, aber der Mann war tatsächlich einmal Aufsichtsratsvorsitzender des KSV. Und er war schlecht, aber wahrscheinlich immer noch besser als Präsident Pinselreiniger. Manni Erpel gehört zu der Sorte Mensch, die so aussehen, wie sie sind und er selbst war nach seiner Zeit im Volkspark als Schriftsteller noch erfolgloser denn als Spiegel-Journalist. Auch ne Leistung. 

Marek Erhardt. Die Mutter aller Maulwürfe, in seiner Freizeit bekannt geworden durch Straßenfeger wie “Das Alptraumschiff” oder “Notruf Hafennutte” hat mindestens zwei gravierende Nachteile. Nr. 1 – er ist ein mehr als durchschnittlicher Provinzschauspieler. Nr. 2 – er ist nicht mal 10% so witzig wie sein Opa. Darunter leidet der Mann, man erkennt es an der Frisur. 

Dieter Hecking. Dieter “Schnappi” HecKing, die garstigste Schildkröten-Imitation in der Geschichte des Vereins,war ebenso erfolglos wie schnell wieder weg. Im Anschluss an seine spaßige Zeit im Volkspark  versucht sich der harte Dieter nun in Nürnberg, was erneut unterstreicht, dass in diesem Business nicht mal die Blindesten verlorengehen. 

Bruno Labbadia. Der schöne Bruno aka “The Bock one” durfte sich sogar zweimal an der Sylvesterallee versuchen, auf das von Düdü Beiersdorfer versprochene Denkmal wartet Brüno heute noch. Wird irgendwann irgendwo wieder auftauchen, zur Not in Indonesien. Da soll es auch schicke Spielerfrauen geben.

Armin Veh(ler). Der strenge Armin wurde einmal mit Stuttgart deutscher Meister, davon zehrte er den Rest seiner Karriere. Hatte im Volkspark und im nahen Cantonium trotzdem eine gute Zeit, der KSV eher weniger. Soll dem Vernehmen nach einem guten Tropfen nicht abgeneigt sein. Sagt man. 

Dieter Matz. Der Urvater der Hofberichterstattung mit der fragwürdigsten Frisur westlich das Missouri wurde erst beim Auftragsblatt als Journalisten-Darsteller aus- und dann beim KSV als Legendenpfleger wieder eingeladen, Düdü Buyersdorfer sei Dank. Mieter Datz, mit dem festgetackerten überfahrenden Igel auf dem Schädel,  wurde besonders dafür bekannt, dass er seine Meinung zu Spielern, Trainern und Offiziellen in Millisekunden ändern konnte, ohne dabei rot zu werden. Wurde zum Ende seiner Bloggerkarriere von einem Frauenarzt aus Süddeutschland “zerstört” und wenn er nicht Uwe Seeler pflegt, pilgert er heutzutage durchs Alstereinkaufszentrum, in der Hoffnung, dass ihn irgendein verstrahlter Opa erkennt. 

Von | 2022-04-29T08:18:06+02:00 29. April 2022|Allgemein|10 Kommentare

10 Comments

  1. Hein Blöd 29. April 2022 um 08:54 Uhr - Antworten

    Düdü “Zauderschlumpf” Beiersdorfer…
    Fing eigentlich nur bei Ingolstadt an um gleich wieder mit einer saftigen Abfindung
    zu kündigen bis er dann merkte das es sowas nur beim KSV gibt.

    Tragisch.

  2. Alex 29. April 2022 um 12:01 Uhr - Antworten
    • Hein Blöd 29. April 2022 um 18:46 Uhr - Antworten

      250 Mitglieder waren einfach zuviel…
      Wie ist eigentlich eine solche Uhrzeit mit dem Vereinsrecht vereinbar?
      Um diese Uhrzeit dürften die wenigsten Berufstätigen Zeit haben.

  3. Ralf Schulz 29. April 2022 um 15:16 Uhr - Antworten

    Zu geil die Auflistung, an manche dieser Vögel denkt man gar nicht mehr, obwohl wir bei all den ehemaligen HSV-Granden ja nur von einem Zeitraum von ca. 10 Jahren reden.
    Aber meinen absoluten Favoriten hast Du noch vergessen:
    Fahrradkurier Peter Knäbel, arbeitet heute nur noch in dem Kleinod Gelsenkirchen nachdem er bei seinen Jobs in den Großstädten Basel und Hamburg gefeuert wurde weil er immer mit vollem Rucksack losgefahren ist aber nach der klammheimlichen Abkürzung durch den Stadtpark immer mit leerem Rucksack beim Kunden angekommen ist.

  4. Jan 29. April 2022 um 16:40 Uhr - Antworten

    Schillerlocke führt die Demontierung des Führungspersonals vorran:
    “Die Anzeichen verdichten sich, dass der HSV sein Führungspersonal komplett tauscht. Die interne Kritik an Walters Taktik nimmt zu.”
    https://www.abendblatt.de/sport/fussball/hsv/article235200873/was-passiert-wenn-der-hsv-nicht-aufsteigt-news-tim-walter-zukunftstag-zweite-bundesliga.html
    –>Bezahlschranke…
    Ich hol dann mal die Popkorn raus…

    Und danke für’s Kabinett des Grauens.

    • Scroccer 29. April 2022 um 17:35 Uhr - Antworten

      Also das wäre ja zu schön um wahr zu sein. Kann kaum glauben wer diese Vorgänge vorantreiben wird. Das wäre zumindest im kleinen erst einmal ein richtiger Schritt.

      Die eigentliche Ursache weshalb der Verein diese Entwicklung in den letzten zig Jahren genommen hat, wäre hiermit natürlich nicht behoben.

  5. Ex-HSVer im Herzen 29. April 2022 um 20:19 Uhr - Antworten

    Passt auf: Der HSV steigt auf. Die anderen Mannschaften wollen nicht.

  6. Scroccer 29. April 2022 um 22:04 Uhr - Antworten

    Du bist aber sehr optimistisch.

    Das würde bedeuten, dass wir die restlichen 3 Spiele gewinnen und dann die Relegation überstehen.

    Ich glaube nich daran.

    Btw: Wenn diese Sensation eintreten sollte. Wer würde dann dafür sorgen, dass der richtige neue Trainer verpflichtet würde und die erforderlichen 6-8 Spieler gefunden werden?

    Arroganz Boldt, Sacksalbe Jansen oder Ultraunternehmer Wüstefeld wohl nicht.

  7. Joscha 30. April 2022 um 19:07 Uhr - Antworten

    Mir fehlt da noch dieser Vogel (Fan? Schriftsteller.? Lehrer?) von den Supporters, der um 2005/06 (mein ich zumindest) in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Mit viel Getöse und letztlich hat er dann nur den Granden staunend und bewundernd über die Schulter geguckt. Aber letztlich war der wahrscheinlich auch einfach zu unwichtig.

  8. Saschas Alte Liebe 1. Mai 2022 um 13:28 Uhr - Antworten

    Wie hieß noch der Typ mit den Badelatschen ?

Hinterlassen Sie einen Kommentar

Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.