Die kranke Hohlhüpfer-Logik

Es ist ganz sicher kein Alleinstellungsmerkmal der rosa-gekleideten Hohlhüpfer, dass sie in der Lage sind, sich das Leben so schönzulabern- bzw. zu saufen, damit es für sie erträglich ist. Selbstreflektion ist nicht jedermanns Sache und so ist das Verneinen von Tatsachen und das “sich-hindrehen” von Umständen und Ereignissen heutzutage außerordentlich ausgeprägt und damit meine ich nicht nur die Aluhutträger oder das GAGA-Trump-Lager. Das Nicht-Aktzeptieren von Wahrheiten wird dafür empfänglichen Individuen durch die Nutzung der sogenannten “sozialen Medien” durchaus erleichtert, findet hier doch wirklich auch der allerletzte Schwurbler sowohl eine Heimat wie auch Anhänger. Dennoch, in nur wenig anderen Communities wird teilweise so begierig auf die Wahrheit verzichtet und wird so gern selbst die haarsträubenste Propaganda geglaubt wie beim KSV. Ich habe mir heute die Freiheit genommen, einige “Argumentationsstränge” zu zitieren, ich unterscheide dabei nicht nach Meldung oder Meinung, wichtig ist für mich in diesem Fall die vorhersehbare Reaktion darauf. 

Fakt: Es passiert nichts auf dem Transfermarkt

Argumentation: Es dringt nichts nach aussen. 

Lustig irgendwie. Überall werden Transfers getätigt und der sogenannte Markt wird bekanntlich nicht ausgiebiger, wenn die Konkurrenz die Angebote an talentierten und/oder ablösefreien Spielern abgrast, aber diese Gedankengänge sind den Hüpfern fremd. Obwohl sie aus den Erfahrungen der letzten Jahre/Jahrzehnte eigentlich ihre Schlüsse gezogen haben sollten, tun sie es nicht. Für sie gilt: Fehlende Handlungen haben nichts mit Untätigkeit bzw. Unfähigkeit zu tun. Obwohl die Presse jeden Tag mindestens 4 neue Transfergerüchte durchs Dorf treibt, gilt für sie: Es dringt nichts nach außen. Selbst wenn die letzten Wochen das exakte Gegenteil gezeigt haben (Wüstefeld vs Boldt etc.), sie wollen an den Schwachsinn glauben. 

Fakt: Es dringt etwas nach aussen

Argumentation: alles Fake News. 

Das, was dort z. Zt. über “ihren” Verein berichtet wird, und zwar flächendeckend, kann gar nicht stimmen. An dieser Stelle befinden wir uns nahezu auf Augenhöhe mit den Trump-Anhängern, die wirklich jeden Skandal und jedes Verbrechen ihres Fetischs als erfundene Geschichte eines Deep States abtun, als eine FBI-Verschwörung oder was auch immer. Keine Ausrede ist lächerlich genug, als dass man sie nicht zur Verteidigung ihres Götzenbildes heranziehen könnte. Der Umstand, dass unumstößliche Beweise vorgelegt werden, dass sogar die Protagonisten selbst zugeben, dass die Meldungen korrekt waren, zählt nicht. Was nicht sein darf, das ist auch nicht. 

Fakt: Die Presse schreibt über Skandale innerhalb des KSV

Argumentation: Die wollen nur Unruhe in den Verein bringen. 

Mal ehrlich, warum sollten sie? Die Hamburger Hofberichterstatter, die ihren Nachwuchs nur und ausschließlich aus den Reihen ehemaliger Fanboys rekrutieren, sind an Unruhe im Verein nicht im Mindesten interessiert, im Gegenteil. Den Medien geht es, nicht nur personell, wesentlich besser, wenn der Verein erfolgreich ist. Im Falle des Erfolgs sind Vereins-Mitarbeiter und Verantwortliche wesentlich eher bereit, sich verbal gegenüber der Presse zu äußern als im Falle des Mißerfolgs. Mit anderen Worten: Das Leben eines über den KSV berichtenden Journalisten-Simulanten ist (noch) einfacher, wenn der Verein erfolgreich ist, warum also sollte man “Unruhe in den Klub” bringen wollen. Außerdem: Was soll das eigentlich sein, “Unruhe in den Verein bringen”? Glaubt wirklich jemand, irgendeine Entscheidung wird davon abhängig gemacht, ob die Mopo das gut findet oder nicht? Natürlich nicht, aber als Entschuldigung für das beständige Versagen der Granden lässt es sich wunderbar verwenden.

Aussage: Was intern abgelaufen ist, wissen wir nicht

Stimmt, das wisst ihr Hüpfer natürlich nicht. Es hält euch aber nicht davon ab, euch über jeden Scheißdreck ein Urteil zu erlauben. Denn dieses ominöse “Was intern abläuft, wissen wir nicht” gilt nur in dem Fall, dass wieder einmal etwas falsch läuft. Ansonsten seid ihr der Meinung, absolut alles zu wissen, was im Volkspark passiert und natürlich könnt ihr dann auch beurteilen, wie großartig dort gearbeitet wird. Nebei bemerkt, seid ihr schon mal darüber gestolpert, dass ihr in 99,99% der Fälle auf erwiesene Wahrheiten mit Hilflos-Floskel wie “ich meine”, “ich glaube”, “ich vermute”, “ich könnte mir durchaus vorstellen” oder “ich schätze” antwortet?

Meldung: Kühne sagt sich vom KSV los und will sich zurückziehen

Reaktion: Ein Glück, Kühne hat dem KSV nur Pech gebracht. Außerdem hat er den Verein immer nur für seine persönlichen Zwecke mißbraucht, ohne Kühne ist der Verein wesentlich besser dran.

Meldung: Kühne will dem KSV weitere Millionen für Transfers zur Verfügung stellen.

Reaktion: Kühne ist ein wahrer Gönner, ohne ihn wäre der Verein schon längst insolvent. Was für ein Glück, dass “wir” Kühne haben, jetzt geht es wieder bergauf. 

Sportliches: Zum vierten Mal in Folge vergeigt der KSV den Aufstieg in die Bundesliga, diesmal in der Relegation.

Reaktion: Es geht deutlich bergauf. Nach drei 4. Plätzen sind “wir” nun unglücklich in der Relegation gescheitert, ein eindeutiger Schritt nach vorn. Nein, ihr Vollpfosten, ist es nicht. Es ist genauso gescheitert, als wäre man 5., 9. oder 14. geworden. In der zweiten Liga sind lediglich vier Plätze wirklich relevant und das sind Platz 1 und 2 sowie die Plätze 17 und 18. Alles andere ist vollkommen Latte und ein dritter Platz mit einem erneuten Top3-Etat ist keine Verbesserung zu den vierten Plätzen der Vorjahre, es ist genauso am Thena vorbei wie in all den Jahren seit dem Abstieg.

Daten und Fakten: Irgendeine Zeitung meldet, dass der KSV die wenigsten Abschlüsse der Liga vorzuweisen hat. 

Reaktion: “Fake News, das sieht bei mir zuhause in der Sportschau ganz anders aus. Außerden glaube ich den Medien ohnehin kein Wort, die wollen dem KSV doch immer nur Schlechtes.”

Dakten und Fakten: Irgendeine Zeitung schreibt, dass der KSV mit die höchste Laufleistung alle Zweiligaklubs vorzuweisen hat

Reaktion: “Da seht ihr es, Walter ist eben doch ein Top-Trainer. Er hat die Mannschaft so fit wie nie gemacht” 

Der Gipfel: Jeder, der irgendwelche unumstößlichen Fakten bzgl. der zahllosen Fehler und Katastrophen über diesen Verein sagt, schreibt, flüstert oder in den Schnee pinkelt ist per Definition ein Hater, Pester, Bremer, St. Paulianer oder Demokrat. Er/Sie verfolgt mit der Weitergabe der Realität lediglich private Gründe, will dem Verein schaden, ist neidisch oder gekauft. Es kann gar nicht angehen, dass man das Volkspark-Desaster nur aus einem einzigen Grund erwähnt – weil es wahr ist. An dieser Stelle schließt sich der Kreis zwischen Rothosen-Salafisten und Proud Boys erneut. 

Nun, man könnte endlos so weitermachen, aber wozu eigentlich? Am Ende steht eine Bilanz und eine Tabellen und das sind die Wahrheiten. Diese Wahrheiten besagen, dass dieser Verein seit nunmehr 5 Spielzeiten im deutschen Unterhaus gegen Sandhausen und Heidenheim bolzen muss, während Werder sich in der nächsten Saison auf Sadio Manè freuen darf. Die Bilanzen sagen, dass dieser Verein so dermaßen verschuldet ist, dass es aus dieser Schraube kein Entrinnen mehr gibt. Aber auch das werden die Hohlhüpfer anders beurteilen, das würden/werden sie aber auch, wenn sich der KSV irgendwann in Liga 3 wiederfinden würde. Schuld waren dann natürlich die DFL, der DFB, die Schiedsrichter, das Wetter und Lord Sidious,. Ach halt, und natürlich die ehemaligen Verantwortlichen, die zuhause ihre Abfindung zählen und sich über diesen Verein den Arsch ablachen. Euch ist wirklich nicht mehr zu helfen.

Von | 2022-06-20T07:32:35+02:00 20. Juni 2022|Allgemein|24 Kommentare

24 Comments

  1. atari 20. Juni 2022 um 08:28 Uhr - Antworten

    Auf der Torhüter Position ist doch Bewegung beim HSV. Eine Position die ständigere Veränderungen und Optimierungen bedarf. Alles scheint sich darauf zu konzentrieren. Die tun was beim HSV.

    • Stefan 20. Juni 2022 um 10:32 Uhr - Antworten

      Wie “plant” eigentlich jemand einen Kader, wenn er nicht mehr beim Training zusehen darf und Testspiele im Internet verfolgen muss? Soll ein Kaderplaner nicht genau jetzt dort Defizite erkennen und durch Transfers Diese verringern?

  2. atari 20. Juni 2022 um 09:20 Uhr - Antworten

    Persona non grata Mutzelbacher darf nicht mehr beim Training zuschauen. Wozu auch, Münchhausen ist ja täglich vor Ort.

  3. jusufi 20. Juni 2022 um 10:42 Uhr - Antworten

    Bislang hat Mutzel ja noch kein Training verpasst!

    Bemerkenswert auch, wie seitens der Hüpfer und Orks begründet wird, warum sich der HSV (als einziger Zweitligist) eine vierwöchige Sommerpause gegönnt hat.

  4. Gravesen 20. Juni 2022 um 11:43 Uhr - Antworten

    Lars K
    13 Minuten zuvor
    Dieses Warten auf Verpflichtungen mach ich nicht mit. Scholle, viel mehr interessieren mich die Pläne mit den Spielern, die da sind. Du bist doch näher dran: Was ist mit Meißner, Ambrosius, Leibold und Heil? Rücken die jetzt in die Lücken? Könen die das? Wollen die noch? Wie siehst Du das?

    😂😂😂😂😂😂😂😂 Selbst Mork vom Ork ist näher am Verein als der insolvente Bindestricher

    • Sportjournalist Scholz 20. Juni 2022 um 13:13 Uhr - Antworten

      FLunder ist an einer Sache richtig dicht dran.

      An der 2. Insolvenz, mehr aber auch nicht

  5. Kevin allein in Hamburg 20. Juni 2022 um 11:59 Uhr - Antworten

    Nanno Nanno 😎
    Schassbat 😎

  6. Ex-HSVer im Herzen 20. Juni 2022 um 15:09 Uhr - Antworten

    Letztlich hast Du Dir das Ganze hervorragend selbst erklärt. https://m.youtube.com/watch?v=wnhL1W9dj1w

    Ich habe das Video schon mehrfach versendet, weil es den Nagel zu 100% auf den Kopf trifft. Ich verfolge gerade die Herings vom January 6th Commitee und muss immer an das Video denken. Sehr schön, dass Du auch immer wieder den Verweis auf die Trumpisten nutzt.

    Letztlich ist es doch so, dass der Mensch an sich immer danach strebt, sich gut zu fühlen und positive Emotionen zu empfinden. und wenn es wie bei den Hüpfern nicht im normalen Leben funktioniert, muss man sich das halt durch das Leben in einer Traumwelt und Zurechtbiegen von Informationen selbst erschaffen. Traurige Gestalten

  7. Dopeman 20. Juni 2022 um 15:40 Uhr - Antworten

    100%. So sieht es leider aus. Toller Blog.
    Ich wohne im Rheinland und habe früher viele Artikel über den HSV in der Mopo oder HA gelesen und dachte ich werde immer Top über diesen Verein informiert.
    Aber seit ich damals durch Zufall, (Jatta/Daffeh), auf diesen Blog gestoßen bin, hat sich meine Sichtweise geändert.
    Mein Sohn hat mir zudem noch das Buch “Alles andere ist Propaganda” geschenkt.👍 Dieser Blog und das Buch hat mir die Augen geöffnet und mir gezeigt in welcher Schieflage sich der immer wieder an die glorreiche Vergangenheit klammernde schlafende Riese aus Hamburg mittlerweile befindet.

    Vielen Dank dafür 👍

  8. Stiflersmom 20. Juni 2022 um 15:45 Uhr - Antworten

    Die Hüpfer haben ihren Anteil am Niedergang des Vereins, da sie einer Leistungskultur mit (nicht alleine) im Weg stehen und lieber die Wohlfühloase predigen. Der Verein müsste da drüber stehen und dürfte sich davon nicht beeinflussen lassen, wie wir alle wissen, ist er aber zu schwach dafür. Der Blog bringt es 100% auf den Punkt und zeigt die Gedankengänge der Fanatiker.

  9. Alex130282 20. Juni 2022 um 16:31 Uhr - Antworten

    Sensationeller Blog….sehr gut analysiert und den ganzen (Fußball-)KSV-Zirkus aufgedeckt…dazu noch reihenweise gut informierte Kommentierende. Danke, dass dieser einmalige Blog so lebendig funktioniert!
    Eine meiner “Lieblingsschlagzeilen” der MOPO derzeit “jetzt und in den nächsten Tagen kann alles ganz schnell gehen” (im Bezug auf anstehende Welt-Transfers, wie z.B. von Vagnoman) Ich finde es so billig von den Schreiberlingen, mit diesen Phrasen den HSV (un-)Verantwortlichen nach dem Mund zu schreiben und die dämliche Leserschaft mit diesen Schlagzeilen zu verarschen.

  10. uwe twiehaus 20. Juni 2022 um 20:01 Uhr - Antworten

    Das Geheimnis scheint gelöst, es geht um den Aufstieg? Großen Ziele vor Augen bringen Jonas Boldt und den HSV, wenn auch ein bisschen spät mit Trainingsbeginn jetzt weiter!

  11. Gravesen 20. Juni 2022 um 20:08 Uhr - Antworten

    Welches sind die beiden am häufigsten verwendeten Worte von Münchhausens Blödlesern? Gute Besserung. Knie, Schulter, Knöchel, Zähne, seine Alte, seine Gören und und und. Der Insolvenzblogger ist öfter krank als ein 90-Jähriger oder anders: Er erfindet irgendwelche Wehwehchen, um nicht arbeiten zu müssen. Und jetzt hat er natürlich auch noch Koroner. Mit Symptomen. Was das Verpissen und Ausreden erfinden betrifft, ist keiner kreativer

  12. uwe twiehaus 20. Juni 2022 um 20:52 Uhr - Antworten

    Eine Rückentwicklung ist unschwer erkennbar, da hilft nur noch Tabula Rasa, oder wie ich es schon mehrmals festgestellt habe Bedeutungslosigkeit! Schalke wird mit aller Macht versuchen,den Bärenstarken HSV in der kommenden Saison aus dem Weg zu gehen! Fallobstsammler mit Lackschuhen werden das auch nicht verhindern.

  13. Demosthenes 20. Juni 2022 um 21:39 Uhr - Antworten

    Zur kranken Hohlhüpfer Logik gehört auch, dass man Boldt für einen Super-Manager und fantastischen Sportvorstand hält, der jetzt im fünften Jahr der Zweitliga-Zugehörigkeit ganz klar die „Herausforderung Aufstieg endlich annehmen will“. Wow, das ist ja ein dolles Ding.

    Wer nicht zwanghaft die Augen verschließt, kann sich anhand von Boldts Transferhistorie und den von ihm dazu abgesonderten Sprüchen ein ungeschöntes Bild von Judas monumentalen Fähigkeiten machen. Hier ein paar O-Töne zu den jeweiligen Verpflichtungen.

    Boldt über Sonny Kittel

    “Wir freuen uns sehr, mit Sonny einen sehr begehrten Spieler ablösefrei langfristig an uns binden zu können. Ich persönlich verfolge ihn schon seit der U15. Er wird nicht nur aufgrund seiner Erfahrung in der Liga, sondern auch wegen seiner technischen Fähigkeiten, seiner Torgefahr, seines Spielwitzes und seiner offensiven Flexibilität eine enorme Bereicherung für uns sein.“

    Kittel kam am 18.6.2019 mit Vertrag bis 30.6.2023 und soll den Verein im Juni 2022 für die Ablöse von 1 Mio. Euro in die USA verlassen. Gekostet hat er den HSV bisher ca. 3,5 Mio. Euro an Gehältern (800.000/Jahr plus 3.000 Euro Prämie pro Punkt).

    Boldt über Adrian Fein

    „Wir haben seinen Werdegang insbesondere in der letzten Saison in Regensburg intensiv verfolgt und sind davon überzeugt, dass er uns in diesem einen Jahr weiterhelfen wird. Er ist ein feiner Fußballer, sehr selbstbewusst und hat sich sehr gut aus dem Juniorenfußball in den Herrenbereich weiterentwickelt. Wir brauchen Spieler, die mutig sind, die ihre Ideen umsetzen, auch wenn es mal stürmisch wird. Dazu ist er bereit und dabei werden wir ihm helfen.“

    Fein kam am 18.6.19 als Leihe vom FC Bayern München und verliess nach nur einem Jahr den HSV wieder.

    Boldt über Xavier Amaechi

    “Er ist ein junger talentierter Spieler, der viel Tempo mitbringt, gute kurze schnelle Bewegungen hat und die Eins-gegen-eins-Situationen sucht. Ich habe es zuerst nicht für möglich gehalten, dass wir mit diesem Spieler in Verhandlungen treten können, aber insbesondere Michael Mutzel hat schon sehr früh Kontakt mit ihm aufgenommen und mit dem Spieler hart um einen Wechsel gekämpft. Erstaunlich war seine Entschlossenheit, trotz vieler lukrativer Angebote aus dem In- und Ausland zum HSV zu kommen.”

    Amaechi kam am 28.7.2019 für 2,5 Mio. EUR Ablöse und konnte sich weder beim HSV noch als Leihe beim KSC oder den Bolton Wanderers durchsetzen. Keiner weiß, was aus ihm wird, aber er hat Vertrag beim HSV bis 2023.

    Boldt über Ewerton

    „Wir sind sehr froh, dass wir mit Ewerton einen erfahrenen Spieler gewinnen konnten. Er kennt die Zweite Liga, hat dort bereits erfolgreich gespielt und wird unsere Abwehr weiter stabilisieren. Seine Ruhe sowie seine Kopfballstärke sind zwei Elemente, die uns gut zu Gesicht stehen.“

    Ewerton kam am 1.7.2019 für 2 Mio. Euro Ablöse aus Nürnberg und ging nach nur fünf Einsätzen in der 2. Bundesliga und insgesamt 199 Spielminuten nach etwas über einem Jahr wieder. Vertragsauflösung wegen Gesundheitsproblemen.

    Boldt über Marko Johansson

    “In den Pflichtspielen, die Marko bestritten hat, hat er es sehr gut gemacht. Wenn er seinen Anteil dazu beiträgt, dass alle anderen sich pushen, dann ist das ja genau das, was wir wollen.”

    Kam im August 2021 als Torwart Nr.4 von Malmö FF. Kostete 900.000 Euro Ablöse, spielte 7 mal 2. Liga, kassierte 5 Tore, hat Vertrag bis 2025 und soll/will gehen, findet aber keinen Kaufinteressenten.

    Boldt über Sven Ulreich

    „Sven ist ein ungemein erfahrener Torhüter, der in den vergangenen Jahren gezeigt hat, dass man sich auch noch im fortgeschrittenen Alter weiterentwickeln kann. Er hat beim FC Bayern München fünf erfolgreiche Jahre mit zahlreichen Titelgewinnen gehabt. Mit ihm haben wir eine weitere Säule im Team, die uns hilft, unsere Ziele zu verfolgen, die jungen Spieler zu entwickeln und ein hohes Maß an Professionalität in der Kabine auszustrahlen.“

    Ulreich kam am 3.10.2020 für 1 Mio. Euro Gesamtpaket-Kosten für den HSV und ging am 30.6.2021 nach Aufgabe des Säulenspieler-Konzepts wieder.

    Boldt über Louis Schaub

    „Louis Schaub ist ein Spieler mit sehr viel Offensivqualität. Wir konnten zunächst gar nicht glauben, dass so ein Akteur auf den Markt gekommen ist. Er hat trotz seines jungen Alters bereits reichlich Erfahrungen gesammelt und den 1. FC Köln in der vergangenen Zweitliga-Saison mit in die Bundesliga geschossen. Er ist sehr vielseitig im Offensivbereich und gibt uns damit eine weitere, qualitativ hochwertige Option.“

    Louis Schaub kam am 11.1.2020 als Leihe von Köln, dort aussortiert von Gisdol. Er wurde zunehmend weniger beim HSV eingesetzt und nach sechs Monaten war der Spuk dann auch vorbei.

    Boldt über die Säulenspieler Gjasula, Leistner, Ulreich, Terodde

    “Mit den Zugängen haben wir das umgesetzt, was wir vorgehabt haben. Über die komplette Transfer-Periode haben wir ein paar Säulen verpflichtet, die uns helfen werden“.

    Das millionenteure Kapitel Säulenspieler war ein Jahr später erledigt, keiner der vier Genannten ist heute noch beim HSV.

    Man könnte das fast unendlich fortsetzen mit Onana, Kaufmann, Rohr, Harnik, Beyer, van Drongelen, Chakvetadze, usw usw. und kein normaler Mensch würde das eine Bilanz des Erfolgs nennen und erst recht keinen Grund sehen, der eine vorzeitige Vertragsverlängerung spricht. Natürlich haben die gehirnamputierten Hard-Core-Orks da eine komplett andere Meinung und halten die kinnlose Rübennase für Gottes Beitrag zum HSV.

    Ich sehe ihn nicht als Gottes Beitrag, für mich kommt er aus einer komplett anderen Richtung.

  14. Gravesen 20. Juni 2022 um 21:43 Uhr - Antworten

    Und schon wird ein Schuh draus…

    László Bénes zu Hamburger SV

    Bénes war von den „Fohlen“ bereits zweimal verliehen worden, einmal nach Augsburg, einmal nach Kiel, wo der siebenfache Nationalspieler auch bereits mit dem heutigen HSV-Coach Tim Walter zusammenarbeitete

    “Du Timmi, kennst du vielleicht noch irgendeinen Maltafuss von einer deiner letzten Stationen? Wir kennen einfach keinen und unser gesamtes Scouting hat Münchhausen-Koroner”

    • uwe twiehaus 20. Juni 2022 um 22:12 Uhr - Antworten

      Langzeit?