Kühne

Ich schätze, es werden weitere Jahrzehnte vergehen, in denen sich diejenigen, die sich dann immer noch für den KSV interessieren, die Frage stellen, was Kühne eigentlich für diesen Verein war – Fluch oder Segen. Und es wird auch in 20 Jahren, wenn Klau-Mi selbst auf seiner mehr oder minder verdiente Wolke sitzt, noch welche geben, die der Meinung sind, man hätte den Mann nur richtig einfangen müssen, dann wäre alles ganz anders gelaufen und Kühnes Sport Verein wäre unmittelbar nach der erfolgten Ausgliederung der Profi-Abteilung im Jahr 2014 durchgestartet. Denn dies ist bekanntlich eines der Phänomene des Internet-Zeitalters, jeder hat die ultimative Lösung, jeder den absoluten Plan, mit dem es dann am Ende doch geklappt hätte. Unglücklicherweise werden 99% dieser Pläne von den jeweiligen Atom-Experten erst dann zur Veröffentlichung freigegeben, wenn das Kind bereits kopfüber im Brunnen treibt, insofern sind sie flüssiger als flüssig und vollkommen wertlos. 

Im Jahr 2014, aber auch bereits in den Anfängen, war ich ein ganz kleines Teil in der Bewegung, die sich letztendlich in der Mitgliederinitiative HSVPLUS manifestierte. Von den Jahren der Querelen, der finanziellen Desaster und der permanenten Abstiegskämpfe zermürbt, war auch ich der Meinung, dass eine Ausgliederung der Profi-Abteilung, die andere (erfolgreiche) Vereine bereits vorgemacht hatten, die einzige Möglichkeit wäre, den Verein bzw. die Profi-Abteilung zu retten und mit ein wenig Glück an die erfolgreichen Zeiten Ende der 70er bis Anfang der 80er anzuknüpfen. Die 90er und auch die 00er-Jahre hatten gezeigt, dass es anderen Klubs gelungen war, mit klugem Management, aber eben auch mit Geld, eine positive Entwicklung zu nehmen. Der KSV aber hatte kein Geld, im Nachhinein stellte sich heraus, dass auch die Hoffmann-Jahre auf Pump gelaufen waren, man hatte die Transfergelder für Verkäufe sofort kassiert, bezahlen tat man neue Spieler aber in Raten.  Man muss kein Genie sein, um zu begreifen, dass dies kein tragfähiges Zukunftsmodell sein würde, also blieb nur die Ausgliederung, der damit verbundene Verkauf von AG-Anteilen und die Suche nach sogenannten “strategischen Partnern”, wobei das Beispiel Bayern München immer gern genannt wurde. 

Betrachtet man das KSV-Problem Kühne, so muss man feststellen, dass dieses Problem spätestens in dem Moment begann, als man von Seiten der Initiative HSVPLUS (und hier besonders durch Ernst-Otto Rieckhoff) den weidwunden Mitgliedern verkaufen wollte, dass man sehr wohl eine Reihe von “strategischen Partnern” an der Hand hätte, die nur darauf warteten, dass mehr als 75,1% der anwesenden Wahlberechtigten mit “JA” stimmen. Nicht nur ich dachte damals, dass nur wenige Tage nach der erfolgten Ausgliederung Firmen wie adidas, Coca-Cola oder BP auf der Matte stehen würden, um sich um die verfügbaren 24,9% der AG-Anteile zu balgen. Problem: Es gab nicht einen einzigen dieser Partner und man musste nach der Ausgliederung zugeben, dass man mit leeren Händen dastehen würde. Der Frust der Mitglieder, die vor wenigen Wochen noch gehofft hatten und nun zur Kenntnis nehmen musste, dass man zwar ausgegliedert, sich aber ansonsten nichts geändert hatte, war verständlich. Was also tun? Nun, es gab einen, der reichlich Geld hatte, den man mit der Idee Anstoß³ bereits fast im Boot hatte, der aber bereits vor seinem Einstieg als Anteilseigner gezeigt hatte, dass man sich mit ihm eine gewissen Unberechenbarkeit ins Haus holen würde – Klaus-Michael Kühne. 

Keine Frage, Kühne ist KSV-Fan, daran besteht kein Zweifel. Aber Kühne ist eben noch mehr Fan seines eigenen Willens und er ist sich absolut bewusst, dass er Macht besitzt, diese Macht benutzt er gern. Hätten die Macher von HSVPLUS tatsächlich die versprochenen “strategischen Partner” vor der Ausgliederung akquiriert, Kühne wäre gar nicht nötig gewesen und Kühne wäre auch nicht als einer von mehreren “strategischen Partnern” eingestiegen. Denn eines mag der Mann überhaupt nicht, andere Götter neben sich. So aber hatte man den Mitgliedern frisches Geld versprochen, aber der Einzige, der es zu geben bereit war, war Kühne, natürlich nur zu seinen Bedingungen. In exakt dem Moment verkauften die damaligen Würdenträger den Verein nach Schindeleggi. Kühne ließ zuerst einmal den Wert des Verein korrigieren, um als zigfacher Milliardär die AG-Anteile doch noch in paar Millionen billiger zu bekommen. Allerspätestens zu diesem Zeitpunkt hätte jedem klar sein müssen, worauf man sich einlassen würde, aber die Verantwortlichen meinten, keine andere Wahl zu haben, als auf die Forderungen des alten Mannes einzugehen. 

Und so nahm das Unheil seinen Lauf. “Drittliga-Manager”, “Ich glaube nicht an den Trainer”, “Ich hoffe, die Sache mit Wüstefeld hat sich demnächst erledigt”, “Jansen muss weg” – die Anzahl seiner Abschüsse ist bemerkenswert und sie folgen immer dem gleichen Muster. Stellt man sich gut mit dem Wahl-Schweizer, wie es Marcell Jansen jahrelang getan hat, hat man seine Ruhe und wird medial aus Schindeleggi auch mal gelobt (Beispiel zur Zeit: Judas Bildt). Funktioniert man nicht so, wie er es gern hätte, bekommt man via Auftragsblatt die Kündigung zugestellt, Elon Musk könnte bei Kühne in die Lehre gegangen sein. Nun gibt es einige besonders dämliche oder verzweifelten Vögel, die meinen, es wäre doch vollkommen normal, dass der derjenigen, der die Musik bezahlt, auch bestimmt was gespielt wird und wäre ich Milliardär und hätte dem Verein diverse Millionen zur Verfügung gestellt, würde ich auch wissen wollen, was damit passiert. Leider funktioniert Profi-Fußball aber nicht so, zumal die finanziellen Zuwendungen Kühnes immer nur kleckerweise und mit großen Brimborium versehen waren, was einen wirklichen Befreiungsschlag unmöglich machte. Aber eben auch das ist Kühne, er gibt zu seinen Regeln. Viele seiner “Gaben” waren an Bedingungen geknüpft (van der Vaart, Wood, Hahn etc.) oder mit Personalien verbunden (Gernandt, Peters, Frömming etc.). und viele dieser “Gaben” waren eben keine Geschenke, sondern Darlehen. Kühne schenkt nicht einfach so. 

Auf die Frage, ob der KSV ohne Kühne heute besser dastehen würde, habe ich auch keine vollumfängliche Antwort, aber ich bezweifel, dass er schlechter platziert wäre, hätte man 2014 auf die € 20 Mio. “Anschubfinanzierung” verzichtet. Voraussetzung wäre allerdings gewesen, dass man damals wie heute fähiges Personal gehabt hätte, Manager mit Blick und Sportchefs, die wirklich scouten und einkaufen können, aber die hatte man nicht und man hat sie immer noch nicht. Insofern ist das Problem Kühne eben auch ein Problem der unfähigen Führungskräfte innerhalb des Vereins und es ist ebenfalls ein Problem der Presse-Getriebenheit. Hätte man 2014 gesagt: “Ok, wir haben ausgegliedert, aber im Moment gibt es keine strategischen Partner. Wir haben ein Angebot von Herrn Kühne, aber nach eingehender Prüfung hat der Vorstand der KSV Fußball AG beschlossen, auf dieses Angebot zu verzichten”, man hätte das Heft des Handelns in den eigenen Händen behalten. Aber man hatte zuviel Angst vor dem medialen Shitstorm, der über den Verein hereingebrochen wäre, nachdem man vor der Abstimmung vollmundige Ankündigungen gemacht hat. Also entschied ein schwaches Führungsgremium, das damals schon vergiftete Geld Kühnes zu nehmen, um zumindest einen kleinen Erfolg vermelden zu können. Dieser Fehler verfolgt den Verein bis heute und er wird den Geist, den er 2014 aus der Flasche ließ, nicht mehr los.

Besonders lustig finde ich immer wieder die Vorschläge einiger besonders seichter Zeitgenossen, die aus purer Verzweiflung meinen, man sollte Kühne doch einfach den Verein übergeben, er wäre bekanntlich so gnadenlos erfolgreich und würde die Schwachstellen mit Top-Managern seiner Wahl besetzen. Nun, diese Möglichkeit hat der Mann in den letzten 8 Jahren zur Genüge gehabt, ich denke dabei an Personen seiner Wahl wie den Durchdeklinierer Hilke, den Feuerwerks-Ausrichter Frömming und auch Spezialisten wie Beiersdorfer und nun Boldt fanden und finden vor seinen Augen Gnade. Er umgab sich mit Insidern und Top-Beratern wie Calmund und Struth, die ihm die letzten Krücken für viel Geld an die Backe laberten. Nein, Kühne wird diesen Verein niemals mit Top-Managern beglücken, er würde immer wieder Angestellte platzieren, die genau seine Vorstellungen umsetzen sollen. Unglücklicherweise hat der Mann nicht einmal ansatzweise einen Plan von diesem Sport, das große Dilemma dieses Vereins.

Also: Kühne war nie die Lösung des fundamentalen KSV-Problems und er wird es nie sein. Vielmehr hat er mit seinem Geld, seinen Gefolgsleuten, seinen Interviews und seiner Unberechenbarkeit mehr Unheil als Gutes angerichtet. Hätte der Verein 2014 auf das schnelle Geld verzichtet, würde man heute garantiert besser dastehen, aber dieser Zug ist ein für allemal abgefahren. Ein Verein erstickt an seinen Strukturen, die es immer wieder und immer noch zulassen, dass sich Abgreifer und Selbstoptimierer an dem Kadaver bereichern.

In diesem Sinne – ENDE

Von | 2022-11-07T07:51:17+01:00 7. November 2022|Allgemein|12 Kommentare

12 Comments

  1. Basti 7. November 2022 um 09:46 Uhr - Antworten

    Toller Blog.
    Es ist leider so wie Du sagst. Das große Problem und auch das wurde von Dir mehrfach skizziert, sind die Fans. Diese denken nur von Spiel zu Spiel und das wars.
    Spiel gewonnen = alles toll
    Spiel verloren = alle raus
    Es wird nicht hinterfragt, wie gewonnen wurde, sondern nur das gewonnen wurde.
    Es wird nicht hinterfragt, wie verloren wurde, sondern nur das verloren wurde.
    Diese kurzsichtige Art schlägt sich überall nieder. Bei den Fans, in dem Kopierbolg, bei den Spielern, Trainer usw.
    Zudem ein Aufsichtsrat, der den Namen nicht verdient. Egal wo man ansetzen würde, es würde Jahrzehnte dauern, bis es überhaupt möglich wäre so etwas wie Erfolg vorweisen zu können. Dafür benötigt man aber einen Plan und eine gewisse Weitsicht.

  2. Kevin allein in Hamburg 7. November 2022 um 09:50 Uhr - Antworten

    Ich selber habe damals große Hoffnung in die Ausgliederung gehabt.
    Ich wurde, wie viele eines besseren belehrt.
    Wer mir damals schon sehr befremdlich rüberkam, das war der Deklinierer Gernandt.
    Seine Art und Weise mit kam bei mir nicht gut an.
    Ich war immer im inneren unruhig und misstrauisch.
    Im Nachhinein kann man das immer sagen…..

    Aber das diese “Ausgliederung so krachend scheitert, daran habe ich in keiner Weise gedacht.
    Wie auch immer….

    Mir ist der KSV mittlerweile völlig egal, man interessiert sich nur noch für den weiteren Niedergang und schämt sich fremd für diesen ehemaligen Verein und seiner Posteninhaber.

  3. Hein Blöd 7. November 2022 um 10:03 Uhr - Antworten

    Dabei hätte FC St. Pauli mit seinem damaligen Präsident Heinz “Papa” Weisener eine Warnung sein
    müssen, welcher ja auch angeblich eigenes Geld in den Laden gesteckt hat.
    Dafür hat er sich aber Anteile am Fanartikelgeschäft gesichert, Geld was nachher fehlte und den
    finanziellen Kollaps später beschleunigt hatte, wo man dann gezwungenermaßen den Rest vom
    Fanartikelgeschäft verkloppen musste.

    Und nur wenige Jahre später wiederholt man am Volkspark genau diesen Fehler…
    Man verkauft Einnahmen aus der Zukunft um Löcher von Heute zu stopfen, und kettet sich an einen
    selbsternannten Gönner. So etwas kann nicht gutgehen.

  4. ToniHH 7. November 2022 um 12:12 Uhr - Antworten

    Kühne, hat die Intensivzeit des HSV nur verlängert und der HSV kommt allein aus dieser Abteilung nicht raus.

    Strategische Partner sehen anders aus. Anteile verkaufen an Prof Doc Windei ist ein Armutszeugnis, bringt den HSV kein Millimeter weiter. Ohne ein Profi-Management der die
    Bezeichnung auch verdient wird es nix.

    Geld ist wie ein Reh, bei den kleinsten Geräuschen flüchtet es. Kein Vertrauen, keine Professionalität, kein überzeugendes Business Modell = kein Investment.

    Das ist das Problem der AG – gegeißelt von einem unfähigen e.V. Vorsitzenden.

  5. Ralf Schulz 7. November 2022 um 14:20 Uhr - Antworten

    Auch ich hatte damals bei der Ausgliederung gedacht, dies sei der richtige Weg und man könne mit Hilfe mehrerer Investoren aus der schon damals dramatischen finanziellen Misere herauskommen. Pustekuchen, die Inverstoren gab es nicht, ein ganz großer Fehler der Initiative HSVPlus. So musste man sich dann in die Hände des einzig interessierten, welcher natürlich auch über die finanziellen Mittel verfügte, begeben: Klaus Michael Kühne.
    Ich war sofort sehr skeptisch bezüglich dieser Person als er als erste Amtshandlung den Wert und somit für Ihn den Kaufpreis der Aktien runterrechnen ließ um sich günstig die Anteile zu sichern. Das wäre aber immer noch zu vertreten gewesen wenn denn Hr. Kühne in Zusammenarbeit mit den Machern von HSVPlus fähiges und gutes Personal installiert hätten und da kam dann meiner Meinung nach als erste Amtshandlung schon der Todesstoß für die Initiative: die Rückholaktion Düdü Beiersdorfer!!!! Einen Mann, zudem noch als Vorstandsvorsitzenden zurück zu holen, der eben nicht der “Dukaten-Didi” war für den ihn viele in seiner Zeit als Manager hielten und als weiteres großes Manko einfach kein Redner und vor allem starker Macher war, welcher den ganzen Laden aufmischen und mitreißen konnte. Durch diese Personalie fehlte für mich einfach die Person die den Schwung, welchen die Ausgliederung hätte tatsächlich bewirken können, aufnahm und einen Neuanfang hätte bringen können. Seien wir doch einmal ehrlich, ich als möglicher Investor hätte mir auch schwer getan mit einem Mann über mein Geld zu sprechen, der keine 2 Sätze unfallfrei und vor allem am Stück rausbringt.
    Damir war man dann Kühne im Prinzip komplett ausgeliefert, er installierte Gernandt und weitere Konsorten um den AR unter Kontrolle zu haben, ließ sich dann auf so windige Herren wie Calmund und Struth ein und der schleichende Untergang nahm seinen Lauf.
    Kühne hätte seinerseits zu einer positiven Figur werden können wenn der Club fähiges Personal in der Vorstands/Management-Ebene mit einem klaren Plan gehabt hätte und er finanziell richtig hingelangt hätte und, wie von Grave treffend beschrieben, sein Geld nicht nur kleckerweise zur Verfügung gestellt hätte, was ja völlig sinnlos war weil damit nicht der geringste finanzielle Spielraum bestand, sondern immer nur so viel um den sinkenden Kahn gerade noch vor dem Absaufen zu retten.

  6. VSabi 7. November 2022 um 17:05 Uhr - Antworten

    KÜHNE ist kein HSV-Fan, hat er sich die letzten Jahre einmal ein Spiel vor Ort angesehen ? Kühne hat Null Ahnung von Fussball, dieses Manko wollte er durch die Dienste von Struth und Callmund kompensieren, mit dem Ergebnis, dass er beschiessen wurde.
    KÜHNE ist nur Geschäftsmann, der zwischenzeitlich Misserfolge duldet, aber dann die Rechnung präsentiert.
    Dieser Verein wird zeitnahe in seinen Besitzt übergehen, für kleines Geld, dann wird er die Luschen, egal in welcher Funktion, entsorgen.
    KÜHNE wird mit dem HSV ( Logo ) noch viel Geld erwirtschaften. Die massgeblichen Macher werden dann heissen Heldt, Rangnick, Eberl, Mintzlaff oder andere Grössen.
    Kein Versager wird mehr in Funktion beim HSV sein, das Stadion ist mit weiteren Steuergeldern saniert und die verblödeten Fans werden ihm die Kasse füllen.
    NUR DER NEUE KSV

  7. hamuburgmini 7. November 2022 um 17:25 Uhr - Antworten

    Moin,

    nunja… die Entourage, samt der Ehemaligen die HSV+ unterstützt haben, wurden an der Nase rumgeführt und haben sich blenden
    lassen, zumindest Hr. Hieronymus und Herr Jacobs, in Teilen evtl. auch Herr Hrubesch. Andere haben dies als Möglichkeit gesehen
    Gelder oder eine “bereichernde” Position zu erhalten.. – zB. Hr. von Heesen..

    Nachdem das Konzept verabschiedet wurde, haben sich die “Ehemaligen” die keinen Posten wollten, nicht mehr dazu geäußert und
    haben, meiner Einschätzung nach, sich komplett vom HSV distanziert… Sie wurden ausgenutzt und haben sich ausnutzen lassen, Hr. Kühne
    konnte sich wohl so noch tiefer involvieren, dies zum Schaden aller Beteiligten.

    Mich würde gerne einmal interessieren, was Hr. Hieronymus und Herr Jacobs im Nachhinein davon halten…

    Der Teufel kam mit “Mammon” und den Fans wurde in Gestalt von Beiersdorfer ein “Heilsbringer” vorgegaukelt, der bereitwillig angenommen wurde..

    Ach Gott… Man kann soviel zu dem Thema schreiben… Kühne bot sich an und die kurzfristige Verlockung wurde dankbar hofiert und in Verblendung begrüßt…

    Ich bin der Meinung, daß ohne Kühne / seiner Entourage und mit klarer Konzeption – einem wirklichen Neuanfang – heutige Situation gar nicht erst passiert wäre,
    sicherlich, der HSV wäre kein Spitzenverein, aber man hätte einen “glaubhaften” unabhängigen Weg gehen und können, der eine gesamtfinanzielle Gesundung
    versprochen hätte und ein wirkliches Alleinstellungsmerkmal (USP) darstellen können…

    Nunja, es ist anders gekommen… Hätte hätte.. Schlimm ist dabei im weiteren Verlauf, daß immer mehr aus den Wogen geriet und der HSV- wie Gravesen es beschreibt –
    aufgrund der aktuellen Struktur bei einhergehender Abhängigkeit immer handlungsunfähiger wird…

    Egal ob der nächste Präsident Jansen oder Heinz Erhardt heißt, egal ob der Vorstand Sport Boldt oder Boris Becker schimpft… Alle
    werden versuchen, sich die “Freundschaft” zu Hrn. Kühne zu erhalten, daß aber nur zum Selbstzweck….
    Traurig…

  8. Ex-HSVer im Herzen 7. November 2022 um 18:09 Uhr - Antworten

    Kühne ist ein unzuverlässiger, opportunistischer 08/15 Unternehmer, Der niemals wirklich kämpfen musste und sich die Hände wirklich dreckig machen musste, um beruflich etwas zu erreichen. Schön von Papi geerbt und aufgrund der Globalisierung so massive reich geworden. Für mich ist er ein menschlicher Versager, da er mit seinem ganzen Geld so viel gute Dinge hätte machen können. In spätestens einigen Jahren wird er vermodern und seine Hinterlassenschaft wird nichts von Wichtigkeit sein. Er trägt einen großen Teil an Schuld, dass der HSV in der Unwichtigkeit verschwunden ist. Seit einigen Jahren ist das einfach nur noch eine Realsatire.

  9. Sportjournalist Scholz 7. November 2022 um 20:11 Uhr - Antworten

    Mit Kühne und seinen Vorstellungen von Fussball ging es schneller bergab. Man warnte verzweifelt vor Rafa 2.0, aber alle Hohlhüpfer schrien vor Ektase “unser Engel ” und hüpften dem Abgrund entgegen. Was sang schon die Knef “von nun an gings bergab”

  10. Seriöser Kritiker 7. November 2022 um 20:55 Uhr - Antworten

    Kann jemand bitte zusammenfassen; was in den Briefen an / über Jansen steht?

  11. ausgegliedert 7. November 2022 um 21:02 Uhr - Antworten

    Die Konstanz der Jahre nach der Ausgliederung vortrefflich beschrieben.
    Hanseatisches Kaufmannstum sucht man beim HSV vergeblich…..

  12. Der Greif 8. November 2022 um 08:33 Uhr - Antworten

    Tolle Zusammenfassung.

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