Die Wurzel des Problems

Am “Tag danach” fühlt es sich immer noch gut an und das Gefühl wird unter Garantie im Laufe der Zeit nicht schlechter – Großmaul Tom Walter und Chef-Intrigant Judas Boldt haben (mal wieder) die Quittung bekommen. Die Quittung für schlechte Arbeit, Arroganz, Dummheit und Ignoranz, das gefällt. Und es gefällt nicht nur mir, es gefällt der gesamten Republik, wie es scheint, denn eines haben Walter und Boldt tatsächlich geschafft: Der KSV ist der meistgehasste Verein Deutschlands geworden. Niemandem wünscht man den Mißerfolg mehr, bei keinem anderen Klub ist die Freude größer, wenn er mal wieder über seine eigene große Fresse stolpert, weil die Leistungen mit den Sprüchen nun mal nicht mithalten können. Und so sieht auch das mediale Echo am “Tag danach” aus, allerdings gibt es da ein Problem, aber zu dem kommen wir nach der Kurz-Zusammenfassung der unabhängigen journalistischen Meinung. 

 

Hamburg 2023: Niemand mehr nimmt den HSV ernst. Den Status hat er sich hart erarbeitet.

Immer wenn einer das Wort Aufstieg in den Mund nimmt, ist das ein bisschen, als würde die demente Oma morgens beim Frühstück verkünden, sie werde heute Nachmittag auf der Elbe Wasserski fahren. Alle nicken dann nur, lächeln unverbindlich und sagen: Aber ja, klar, Omi! Mach‘ nur! Wir bauen bloß schnell den Rollator um. Es geht mit Tim Walter los. Der Trainer verkörpert eine Mischung aus Sturheit, Arroganz und Aggressivität, die eigentlich total unhamburgerisch ist. Deswegen mögen ihn auch lediglich die härtesten HSV-Fans und seine eigenen Spieler, aber denen bleibt ja kaum was anderes übrig. Je öfter man Walter darauf hinweist, dass er seine Taktik mal anpassen könnte, weil sie immer schiefgeht, wenn es drauf ankommt, desto weniger passt er seine Taktik an. Er sagt dann: Wieso, wir gewinnen damit doch dauernd? (Also gegen Regensburg oder Sandhausen.)

https://www.sport1.de/news/fussball/2-bundesliga/2023/06/2-bundesliga-niemand-nimmt-den-hsv-mehr-ernst-kommentar

 

Der HSV hingegen vertraute in der Saison-Verlängerung auf die bekannte und längst durchschaute Spielweise mit Fokus auf Offensive und Ballbesitz – wie hätte es mit dem dogmatischen Trainer Tim Walter auch anders sein sollen? Das riskante System mündete in ein Duell mit dem VfB Stuttgart, das die Hamburger mit 1:6 Toren nach zwei Spielen verloren und damit so deutlich wie erst eine Mannschaft zuvor, seit die Relegation im Jahr 2009 zurückkehrte. Nimmt man Teilwertungen wie die gute erste halbe Stunde beim 1:3 am Montagabend heraus, war der HSV chancenlos und erwartet nun ein sechstes Jahr in der zweiten Liga.

https://m.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/weiter-mit-walter-und-boldt-beim-hsv-nach-verpasstem-aufstieg-18945929.html

 

 

Überraschend kommt diese Entscheidung nicht. Walter, Boldt und zahlreiche Spieler haben seit dem Drama in Sandhausen keine Gelegenheit ausgelassen, die Saison mit dem Verweis auf 66 gewonnene Punkte und die Euphorie der Fans als Erfolg zu verkaufen. Sie ist es nicht, da der HSV seine selbstgesteckten Ziele nicht erreicht hat.Walter und Boldt haben mehrmals betont: „Wir wollen aufsteigen“. Walter kanzelte bei Rückschlägen Kritiker in teilweise harschem Ton ab – immer mit dem Verweis darauf, dass der HSV auf jeden Fall aufsteigen werde.

Doch obwohl der HSV mehr in Neuzugänge investierte als alle Zweitliga-Konkurrenten zusammen und den höchsten Etat hatte, schaffte er es nicht, Darmstadt 98 und Heidenheim hinter sich zu lassen und bekam gegen Stuttgart deutlich die Grenzen aufgezeigt. Walters Fußball hat große taktische Defizite, die wohl in der Bundesliga auch mit besseren Spielern nur schwer zu kompensieren wären. Der Coach zieht eine Menge Aufmerksamkeit auf sich. Eigentlich müsste jedoch sein Vorgesetzter deutlich stärker im Fokus stehen. Boldt hat mittlerweile den vierten Nicht-Aufstieg unter seiner Führung zu verantworten. Jeweils mit einem Etat, der immer für die Rückkehr in die Bundesliga hätte reichen müssen. Boldt und Walter haben sich einen eigenen Kosmos geschaffen, der eine „Wir-gegen-alle“-Mentalität pflegt. Interne Kritiker wurden kaltgestellt und haben den HSV verlassen. 

https://www.ndr.de/sport/fussball/HSV-Es-bleibt-alles-wie-es-ist,hsv27274.html

 

 

Der HSV bleibt im sechsten Jahr zweitklassig, dennoch feiern die Fans das Team und sich selbst. Eine kuriose Solidaritätswelle erfasst gerade kriselnde Traditionsklubs – aber Linientreue führt selten zu einer Kultur des Gewinnens.

https://www.sueddeutsche.de/sport/bundesliga-relegation-hsv-stuttgart-kommentar-1.5905523?reduced=true

 

 

Und was bekommen die Fans dann im Stadion zu sehen? Noch eine Niederlage. Das 1:3 bedeutet, dass ihr HSV, einst der Dino der Bundesliga, auch im fünften Jahr am Ziel Wiederaufstieg scheitert. Er ist unaufsteigbarer Aufstiegsunfähiger. Obwohl der Etat des Vereins der größte in der Liga ist und obwohl die Fans erstklassig sind. Was bekommen die Fans zu sehen? Walterball. Der Hohn über den HSV ist eigentlich sehr lange verbraucht, Gags über diesen Verein sind out, der Vorrat ist leer geschüttelt wie ein alter Apfelbaum im Alten Land in den südlichen Elbmarschen. Einzig Walterball hat überlebt. Den Begriff haben die 11 Freunde erfunden, mit ihm macht man sich über den naiven, angeberischen und leicht hochstaplerischen Stil des Hamburger Trainers lustig.

60 Prozent Ballbesitz, wie die Statistik ausweist, sind schön und gut, doch was nützt sie, wenn die Abwehr des HSV von zwei simplen Pässen zerrissen wird und dasteht wie die E-Jugend von Komet Blankenese?

Vielleicht hilft, um das Problem des HSV zu erläutern, ein Gedankenexperiment: Als würde sich das Sportressort von ZEIT ONLINE ein paar Instrumente auf eBay kaufen, sich vor Publikum auf die Bühne stellen und Dark Side of the Moon von Pink Floyd live spielen. In der Bundesliga freuten sich jedenfalls manche Mannschaften auf den HSV, weil sie sich gegen ihn fünf, acht oder gar zehn Tore zutrauen.

https://www.zeit.de/sport/2023-06/hsv-relegation-tim-walter-vfb-stuttgart

 

Fällt was auf? NDR,  Frankfurter Allgemeine, Sport1, Süddeutsche, ZEIT.  Doch wo bleiben Mopo, Bild-Hamburg und das Auftragsblatt? Wo bleiben die Abrechnungen derer, von denen man annehmen sollte, sie sind “am dichtesten dran”? Nun, auf die wartet man vergeblich und der Grund liegt genau da – sie sind “am dichtesten dran”, 99% der Fanboys in den Redaktionen sogar erkennbar zu dicht. 

HSV verpasst Aufstieg: Leidenschaft kennt keine Liga

Auf dem Papier ist die Lage klar. Der HSV war wieder zu doof für den Aufstieg, muss fürs sechste Zweitliga-Jahr planen. Kein Platz für Euphorie.

Dennoch haben es Tim Walter und Jonas Boldt geschafft, diese zu entfachen. Ihre stets selbstbewusste Art positiv zu denken mag oft arrogant wirken. Doch das Duo lebt die Werte vor, will damit keine Gegner diskreditieren, sondern Fans und Kicker emotional abholen.

https://www.mopo.de/hamburg/meinung/hsv-verpasst-aufstieg-leidenschaft-kennt-keine-liga/

(Reiner Zufall hoffentlich, dass der Journalisten-Darsteller der Mopo Florian Boldt heißt)

 

Es wird von Jahr zu Jahr offensichtlicher, die Hüpfer in den Redaktionen, die grinsenden Spinner, die sich auf der Pressetribüne gegenseitig abklatschen, wenn “Torjäger” Bakary Daffeh mal wieder einen der treuen Zuschauer aus dem C-Rang geflankt hat, sind nicht dicht dran, sie sind auch nicht zu dicht dran, sie sind Teil des Ganzen. Sie bilden schon seit Jahren keine unabhängige und objektive Presse mehr ab, sie sind mittlerweile nichts anderes mehr als der verlängerte Arm der KSV-Medienabteilung, sozusagen die Sinn Fein der KSV-Propaganda. Sie spielen den Lesern Berichterstattung vor und liefern doch nur Woche für Woche gekaufte PR. Nichts kann im Volkspark so scheiße sein, dass man nicht doch nur einen Jubel-Artikel darüber schreiben könnte, um das Heer der Hohl-Orks bei Laune zu halten. Im Gegenzug gibts dafür aus dem Büro des Sportvorstands gezielte Insider-Informationen, man macht sich zum Handlanger von Versagern. Das Problem ist nur, dass diejenigen, die sich mit diesen Inhalten auseinandersetzen sollten, so etwas wie FAZ oder SDZ gar nicht konsumieren, die lesen Mopo und Auftragsblatt, denn da steht das, was sie lesen wollen. Es ist also mittelfristig nicht damit getan, Underperformer wie Boldt und Walter aus der Stadt zu jagen, auch in den Hamburger Sportredaktionen müsste der eiserne Besen kehren. Da das aber nicht zu erwarten ist, wird es immer so weitergehen. 

Denn mal ehrlich, glaubt irgendjemand, dass Boldt seine Intrigen- und Arroganznummr so ungehindert weitertreiben würde oder ob Walter seine Fresse immer noch weit aufreißen würde, wenn sie nicht jede Woche den Hintern geleckt bekämen, sondern aus den Hamburger Redaktionen massiven Gegenwind spüren würden? Wenn ihre mühsam gezüchteten Hohl-Hüpfer über ihre Stammblätter darüber aufgeklärt werden würden, was tatsächlich dort passiert im Volkspark? Ob die Herren Senatoren Dressel und Grote immer noch so gefügig wären, wenn sie im Wochen-Rhythmus für ihre KSV-Hörigkeit angeschossen werden würden und um ihre Wiederwahl fürchten müssten? Das eigentliche Übel liegt nicht (nur) in den Vorstandsbüros des KSV oder in der Trainerkabine, sondern heißt Jacobs, Walther, Laux, Hesse, Meloni und Co. 

 

P.S. Das ist übrigens Chris Lugert 😀 😀 

 

 

 

 

 

 

 

 

Von | 2023-06-07T07:30:19+02:00 7. Juni 2023|Allgemein|48 Kommentare

48 Comments

  1. Hein Blöd 7. Juni 2023 um 06:44 Uhr

    Moin!
    Ich hatte heute morgen in der U- Bahn mal neugierig in den Insolvenz- Bolg reinschgeschaut,
    irre was da abgeht. Das der Marquardt berechtigte Kritik u.a. damit abwürgen versucht in dem
    er behauptet die Gegenseite hätte keine Argumente, womit er eben diese beiseite wischt, selber
    aber bestenfalls Jubelartikel aus Kicker oder KloPo über Pat & Patachon verlinkt – geschenkt.

    Aber das der Obertroll Sascha Dingenz gerade den ganzen Bolg zersägt…
    Etwa 66% der 124 Beiträge (Stand: Heute morgen 6:00h) Beiträge stammen von dieser Person,
    oder sollte es ein Bot sein? Wenn es künstliche Intelligenz gibt, dann muss es auch künstliche
    Dummheit geben, oder? Kotzminus alias Sascha Dingens alias Alina Hiphop wären dafür meine
    persönlichen Favoriten.

    Nun ja, das hat der Plattfisch selber zu verantworten, das kommt davon wenn man zu faul ist
    Trolle, welche es auf die Zerstörung des Bolges anlegen, rauszuwerfen und sich lieber an der
    Anzahl der Kommentare berauscht.

    Naja, und was Blind, Klopo und Auftragsblatt betrifft…
    Was sollen sie auch anderes schreiben, wenn sie nicht auf den Zugang zum Schnittchenblock
    und exklusive “Internas” aus der PR- Abteilung verzichten wollen?
    Kritische Berichte kann man nur noch von Journalisten erwarten welche zu weit weg vom
    Volkspark sind, um kleine Zuwendungen zu empfangen.

  2. Gravesen 7. Juni 2023 um 07:15 Uhr

    Hier noch etwas aus der Abteilung Satire

    https://www.ran.de/fussball/bundesliga/news/hamburger-sv-hsv-aufstieg-relegation-stuttgart-kommentar-walter-fans-176161?fbclid=IwAR3wtHeZbzULvJ43DrLpzsfV-PoDcDzQrpLwjQ-2zQ-dR2KoOr0IrEF6F0w

    Im Fußball gibt es nach Niederlagen einen ziemlich zuverlässigen Indikator dafür, wie es um eine Mannschaft und einen Klub bestellt ist: die Reaktion der Fans. Nimmt man das als Grundlage, geht es dem Hamburger SV aktuell bestens

    Allerdings gehört zur Wahrheit auch, dass der HSV eine Richtung eingeschlagen hat, die mehr als positiv ist

    Sportlich spielten die Hamburger eine Saison, die mehr als bundesligawürdig gewesen ist.

    Dass es am Ende dennoch nicht gereicht hat, hat neben eigener Versäumnisse auf dem Platz schlicht und einfach auch viel mit Pech zu tun.

    Natürlich stand der VfB unter gehörigem Druck, aber die individuelle Qualität des Kaders, die mit der 2. Bundesliga rein gar nichts zu tun hat, gepaart mit der Formkurve in den letzten Spielen der Saison war eine Mischung, der kein Zweitligist gewachsen gewesen wäre.

    Diese Herangehensweise ist richtig und wichtig. Im Misserfolg – und das ist der Nicht-Aufstieg für den HSV natürlich allemal – neigen Entscheider zu schnell dazu, alles umzuwerfen. Der HSV würde damit einen riesigen Fehler begehen.

    Denn nach turbulenten Jahren entwickelt sich derzeit beim HSV ein eigener, positiver Weg
    Ob es damit nächstes Jahr zum Aufstieg reicht, weiß niemand. Aber auf dem aktuellen Weg ist die Rückkehr in die 1. Bundesliga für den HSV nur eine Frage der Zeit.

    Während Herr Lugert volltrunken aus der Nordkurve nach Hause hüpft, sollte er sich überlegen, ob es schlau ist, regelmäßig Lack zu saufen 😀 😀 😀

    • hannover1958 7. Juni 2023 um 09:28 Uhr

      Hat ran denn keinen, der vorher drüberliest? Das ist echt hart. Übrigens hat Chris irgendwie Ähnlichkeit mit Katharina Dröge (der Name ist wohl Programm) von den Grünen.

  3. Den Verein hat Hamburg nicht verdient 7. Juni 2023 um 08:10 Uhr

    Interessante Auszüge aus der Journaille… Gefühlt hat man das alles aber schon viele Wochen und Monate vorher hier im Blog schon gelesen . Hut ab, Grave und Danke für meine morgendliche Lektüre.

  4. BesuchausdemSüden 7. Juni 2023 um 08:20 Uhr

    Boldt hat es geschafft aus einer Sportwettkampfstätte eine Großraumdisco zu machen. Jedes 2. Wochenende pilgert das besoffene Landvolk in den Vergnüngungstempel um zu Scooter, Sirtaki und billigem Schlager zu feiern. Die Geschehnisse auf dem Platz sind vollkommen zweitrangig, es zählt nur der eigene Alkoholpegel und das Geschunkel mit dem Sitznachbar nebenan.Lieber hüpft man 4mal in seiner eigenen Teenagerkotze bei einem 4:4 gegen Sandhausen als Woche für Woche gegen Dortmund, Bayern und co rasiert zu werden. Hierfür gebührt Boldt Respekt, denn sowas ist im deutschen Profifussball bisher einmalig.

    • Nichtkunde 7. Juni 2023 um 17:00 Uhr

      Ebenso zutreffend wie wunderbar böse auf den Punkt gebracht. 🥰

  5. Fohlenstall 7. Juni 2023 um 08:40 Uhr

    Moin Zusammen,
    ich stimme dem Post von `Den Verein hat Hamburg nicht verdient` absolut zu. Danke Grave.
    Die Unfähigkeit der hiesigen “Tschornalisten” von den 3 Schmierblättern gipfelt dann auch regelmäßig
    in den PK`s vor den Heimspielen mit den gestellten Fragen. Null Kritik, hündische Unterwerfung garniert
    mit aberwitzigen Flosken. Und Walter mit seinem “Schülerpressesprecher” an seiner Seite hält dann
    genüßlich Hof und kanzelt die “Bande” regelmäßig ab. Tja, sowas gibt es in der Form auch nur beim KSV..

  6. History 7. Juni 2023 um 09:05 Uhr

    @BesuchausdemSüden

    Super Beitrag. So schaut`s aus ! Aber es wird der Tag kommen, wo der verblödeten Dorfjugend die Kotze im Hals stecken bleibt. Wie sangen schon Roxy Music auf dem Titel Avalon ” Now the party is over “. Jede Blase platzt irgendwann einmal.

  7. alsterwasser 7. Juni 2023 um 09:14 Uhr

    Ich glaube, die einzige Zeitung, die es wortwörtlich und sehr deutlich geschrieben hat… Boldt und Walter müssen gehen.

    https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball/bundesliga/weiter-mit-walter-und-boldt-beim-hsv-nach-verpasstem-aufstieg-18945929.html

    • Gravesen 7. Juni 2023 um 09:28 Uhr

      Doch dafür gibt es im Aufsichtsrat keine Mehrheit. Zudem wissen Boldt und Walter die Fans hinter sich: Sie feierten die Mannschaft am Montagabend im Volksparkstadion begeistert, wie in den Wochen davor auch. Bei einem Pfeifkonzert wäre das Meinungsbild der Entscheider wohl anders ausgefallen.

      So ist es seit der ersten Zweitliga-Saison, ich war damals Zeuge. Es ist mitnichten ein Verdienst von Boldt und Walter, die KSV sind einfach so dämlich. Erschütternd jedoch die Erkenntnis, dass sie mit ihrem Kindergarten-Verhalten die Entwicklung des Vereins verhindern und es nicht einmal merken, weil sie sich für die geilsten Fans der Welt halten, die hohlen Vollpfosten.

      • Fohlenstall 7. Juni 2023 um 10:40 Uhr

        …erinnere mich auch ans letzte Spiel gegen BMG 2018. War damals im Stadion.Nach der unsäglichen Böllershow und der Unterbrechung von 16 Minuten,
        und nach dem man den Mob vom großteil des Publikums auf beeindruckende Weise nieder gesungen ( Mein Hamburg lieb ich sehr) hatte, folgte dann die
        “Verabschiedung” der Losertruppe mit Applaus und Abklatschen unten am Zaun. Wir haben diese “Reaktion” nach dem Abstieg damals schon nicht so recht verstanden.

        • Nichtkunde 7. Juni 2023 um 17:13 Uhr

          War mir damals auch etwas zuviel heile Welt, aber da konnte man der Mannschaft zumindest noch zu Gute halten, dass sie sich unter Tietz gefangen und Willen gezeigt hatte.

          Ungleich schlimmer fand ich es ein Jahr später, als die selbstgefälligen Aufstiegsversager in keinster Weise kritisiert, sondern hemmungslos gefeiert wurden. In diesem Moment war ich fertig mit diesem Gebilde, das einst der HSV war.

          • Fohlenstall 7. Juni 2023 um 18:11 Uhr

            👍!

  8. jusufi 7. Juni 2023 um 09:44 Uhr

    Schon lustig: Die ganzen familiär verbundenen Jennys und Saschas aus Quickborn und Pinneberg übernehmen durch ihr Abfeiern des Scheiterns die Arbeit des Aufsichtsrates und halten Boldt und Walter im Amt. Wie schlimm es um den HSV strukturell steht, erkennt man auch daran, dass Boldt auf allen Positionen Vertraute positionieren konnte und gegenseitige Abhängigkeiten geschaffen hat (wenn zum Beispiel Hrubesch seinen Verbleib mit Boldts Verbleib verbindet). Das ist krank.

  9. Basti 7. Juni 2023 um 09:54 Uhr

    Also Grave, Du spinnst. Der HSV hat mit den Hofberichterstattern doch kein Verhältnis…

    https://www.hsv.de/news/pressespiegel

  10. Ex-HSVer im Herzen 7. Juni 2023 um 10:08 Uhr

    Cooler Blog! Eigentlich dachte ich, du machst mal Sommerpause, weil die Mission vorerst erfüllt ist.

    Letztlich kann man das ganze in diesem Trümmerverein mit einem Satz zusammenfassen: der HSV hat keinen starken Boss mit Ahnung und Intellekt. Einer, der eine professionelle Strategie entwickelt und dieser alles unterordnet. So dürfen alle möglichen Versager weiter rumwurschteln und die Strategie wird bestimmt von ein paar 1000 volltrunkener Assis in der Nordkurve.