Er, dessen Namen immer noch nicht genannt werden darf…

Es ist jetzt zwei Abende her, da hörte ich mir zwei unterschiedliche Sendungen an, die beide eines gemeinsam hatten: Sie hatten den HSV zum Thema. Die eine Sendung war SKY90 mit Kandidat Bernd Hoffmann im Studio und die andere Sendung lief auf NDR 90,3 und dort saßen zusammen mit Gastgeberin Britta Kehrhahn drei Sportchefs der Druckerzeugnisse Mopo, Bild und Abendblatt. Beide Sendungen hatten eine Überschneidung, denn in beiden saß der Herr Pegelow und sonderte seine Ansichten ab. Und es gab eine zweite Überschneidung: Bei SKY durfte sich Ex-Vorstand Hoffmann von Pegelow über Steuernachzahlungen aus dem Jahr 2012 „befragen“ lassen, im Radio bei NDR 90,3 wetterten die „Experten“ über den desaströsen Zustand des Vereins, aber….

….in beiden Sendungen fiel nicht einmal der Name Dietmar Beiersdorfer.

Ich habe keine Ahnung, wer da welchen Pakt mit wem geschlossen hat und was besonders die Herren Journalisten-Simulanten davon abhält, die Wahrheit zu sagen, aber selten haben ich etwas noch Auffälligeres gesehen bzw. gehört. Da wird in endloser Breite auch jeder Fehler seziert, da wird jede Katastrophen-Entscheidung enttarnt, aber den Herrn Beiersdorfer scheint es in diesem Verein irgendwie nicht gegeben zu haben. Man stelle sich einmal die Bibel ohne Judas vor, wie wäre das zu deuten? Bei der Gelegenheit fiel mir ein alter Blog in die Hände, der sich schon einmal mit dem Thema beschäftigt hatte.

Mal im Ernst, ist das nicht ein Wahnsinn? Jede Sau wird zigfach durch den Volkspark getrieben, die Herren Hunke und Ertel stehen heute noch gefühlt unter Polizeischutz. Jeder Loser wurde diverse Male gebrandmarkt, aber bei Verbrennungs-Düdü tun alle so, als hätte es ihn nie gegeben? Und zwar wirklich alle. Lasst uns doch mal gucken.

Uwe Seeler (1995-98) Sogar „Uns Uwe“ war während seiner Präidentschaft (damals hieß es noch Präsident) nicht frei von Skandalen. Ost-Immobilien, Autopolitur und Jutesäcke kennt wohl noch jeder, der vor 1980 geboren ist. Bei Gelegenheit wird das gern wieder hervorgekramt

Werner Hackmann (1998-2002) In seiner Amtszeit wurde das heutige Volksparkstadion gebaut und es gab zahlreiche Probleme und Ungereimtheiten bzgl. der Finanzierung

Bernd Hoffmann (2002 -2011) Über ihn und seine Zeit als Vorstandsvorsitzender ist im Grunde alles geschrieben, Hoffmann muss sich heute, 7 Jahren nach seinem Ende beim HSV, immer noch mit Schuldzuweisungen, Vorwürfen und Unterstellungen auseinandersetzen.

Und dann war da….

Dietmar Beiersdorfer (2002-2009, Sportlicher Leiter) Am Ende seiner Zeit als Manager verließ Beiersdorfer nach einem verlorenen Machtkampf mit Hoffmann den Verein mit einer Millionen-Abfindung und einem Transferminus in Höhe von € 27,56 Mio.. Stichwort: Dukaten-Didi

(Quelle: https://www.transfermarkt.de/transfers/einnahmenausgaben/statistik/plus/0?ids=a&sa=&saison_id=2002&saison_id_bis=2008&land_id=40&nat=&pos=&altersklasse=&w_s=s&leihe=&intern=0

Dietmar Beiersdorfer (2014-2016, Vorstandsvorsitzender) Am 31.12.2016 wurde Beiersdorfer als Vorstandsvorsitzender der HSV Fußball AG entlassen und mit einer Abfindung (man spricht von € 3,5 Mio.) nach Haus geschickt. Während dieser Zeit spielte der Verein dauerhaft gegen den Abstieg, verschuldete sich massiv, veräußerte nahezu alle verfügbaren AG-Anteil und machte ein Transferminus in Höhe von € 49,85 Mio.

(Quelle: https://www.transfermarkt.de/transfers/einnahmenausgaben/statistik/plus/0?ids=a&sa=&saison_id=2014&saison_id_bis=2016&land_id=40&nat=&pos=&altersklasse=&w_s=s&leihe=&intern=0)

Man muss sich das einmal auf der Zunge zergehen lassen. Über nahezu alle Vorgänger und auch über seinen Nachfolger Bruchhagen und den amtierenden Sportchef Todt wird (zu Recht) Dreck ausgekippt, ehemalige Aufsichtsräte werden noch heute gebrandmarkt, aber es gibt einen, der kommt gänzlich ungeschoren davon, obwohl er zigmal mehr Schaden angerichtet hat, als alle anderen zusammen. Wie kann das sein? Was hindert die hiesige Journaille daran, ihren Job zu machen? Bei den anderen gefeuerten oder zurückgetretenen Damen und Herren sind sie doch auch nicht zimperlich, warum also bei Beiersdorfer?

Vielleicht habt ihr eine Erklärung dafür, ich habe sie nicht. Seine peinlichen Stotter-Auftritte können es wohl ebenso wenig sein wie seine Tränenkonferenz, als er den HSV zu seinem Baby erklären wollte, das wollten schon ganz andere. Also? Was ist es? Warum wird dieser Vogel in Hamburg unterschlagen und verleugnet, als hätte es ihn nie gegeben? Oder noch schlimmer – warum wird eine Legende am Leben gehalten, die es bewiesenermaßen nie gegeben hat?

 

Von | 2018-06-02T17:34:53+02:00 15. Februar 2018|Allgemein|43 Kommentare

43 Comments

  1. Kai 15. Februar 2018 um 07:36 Uhr

    Wahrscheinlich ist es dieses peinlich berührt sein, unter dem alle Leiden die HSV-Plus unterstützt, gehypt und gewählt haben. Viele lagen sich an jenem denkwürdigen Tag mit feuchten Augen in den Armen und konnten ihr Glück kaum fassen. Jedesmal als der Name Beiersdorfer fiel, gerieten Männer in Rentnerbeige, „Hofberichterstatter“ und sonstiges Klatschvieh in minutenlange Ekstase. Es muss also dieses peinlich berührt sein sein, ähnlich wie mancher mit dickem Kopf und schamesröte nach durchzechter Nacht neben einem sehr hässlichen und wildfremden Geschöpf aufwacht, welches man am Abend zuvor noch für das allerschönste hielt.

  2. Kugelblitz 15. Februar 2018 um 08:00 Uhr

    maulwürfe stehen unter artenschutz

  3. Volli 15. Februar 2018 um 08:03 Uhr

    Das frage ich mich auch. Vielleicht wurde Didi von Aliens eingeschleust, und über allen, die je mit ihm zu tun hatten, ein Nebel des Vergessens verstreut. Oder genießt er, durch seine kindlich naive Art, Welpenschutz. Vielleicht hat er aber auch seine Abfindungen in verschleiernde Maßnahmen investiert. Aber es könnte ja auch sein, daß er komplett unschuldig ist, und irgendwelche bösen Mächte ihn zu seinem Handeln zwangen. Dann hilft nur noch der Exorzist! ? Mal im Ernst. Warum hat Bruchhagen nicht Tacheles gesprochen, und bei Amtsantritt nicht gleich gesagt, in welchem finanziell und sportlich desaströsen Zustand sich der Verein befindet.

    • Wormfood 15. Februar 2018 um 15:55 Uhr

      „Warum hat Bruchhagen nicht Tacheles gesprochen, und bei Amtsantritt nicht gleich gesagt, in welchem finanziell und sportlich desaströsen Zustand sich der Verein befindet.“

      Die Wahrheit wäre taktisch unklug gewesen. Man will doch potentielle Investoren nicht verschrecken.

  4. Micha 15. Februar 2018 um 08:09 Uhr

    Die Scham, einen Götzen aufgebaut zu haben, ihm verfallen und mitverantwortlich für den Niedergang zu sein, kann über den Mechanismus der Schuldabwehr eine Wahrnehmungsblockade errichten. Der Name Beiersdorfer wird unterdrückt, verschwiegen, verdrängt, weil er zu sehr für die Katastrophe steht und man ihn kollektiv zu sehr als „Heilsbringer“ ans Steuer gelassen und frei handeln lassen hat.

    Zudem: Es ist ja völlig ungeklärt, weshalb Beiersdorfer völlig marktungerechte überteuerte Transfers wie den z.B. von Kostic getätigt hat. Es wäre seine Pflicht gewesen, im Sinne des HSV einem Absteiger wie Stuttgart vielleicht 8, vielleicht auch nur 6 Millionen zu zahlen, aber 14, 15 Mio? – Welche Handgelder wurden zwischen Parteien dieser Handel gezahlt, welche Kick-Back-Zahlungen gab es? – Das dürfte nur noch schwer herauszufinden sein, wie konnte der Aufsichtsrat solche Deals durchwinken??? Etc. pp. – An dem Namen Beiersdorfer hängen noch weitere Fragen, die bestimmte Leute und die Fanmasse sowieso nicht beantwortet haben wollen.

    • Oberberger 15. Februar 2018 um 08:33 Uhr

      Das sehe ich ähnlich.
      Man möchte anscheinend nicht zu tief graben, da das was dann hockommt vermutlich alle mit unappetitlichen Klümpchen bedecken würde.
      Gegen das was in Hamburg abläuft ist der kölsche Klüngel das reinste Transparenz-Vorbild.

  5. ulli 15. Februar 2018 um 08:34 Uhr

    Vielleicht steht er ja noch der Russen-Mafia nahe, aus seiner Zeit in St. Petersburg….

  6. Raschi 15. Februar 2018 um 08:38 Uhr

    Ich kenne die Antwort nicht, kann mir aber vorstellen, dass sie in irgendwelchen juristischen Grauzonen zu finden ist. Erfahren werden wir das aber wohl nur, wenn Woodward und Bernstein ihr Rautenherz entdecken und das mal abchecken – oder Jovanovic und Du…(?)

    • Gravesen 15. Februar 2018 um 08:42 Uhr

      Lies heute mal die ZEIT. Kleiner Tipp 😉

      • Raschi 15. Februar 2018 um 09:16 Uhr

        Jovanov natürlich, sorry Daniel, falls Du hier mitliest. Danke für den Tipp, werde ich mir nachher mal holen.

  7. BerndH60 15. Februar 2018 um 08:47 Uhr

    Die Antwort liegt auf der Hand: KÜHNE!!!
    .
    Über den Tellerrand hinaus geblickt ist aktuell das interessanteste Thema der DFL die Suspendierung des Antrages von Martin Kind zur vollständigen Übernahme von Hannover 96. Martin Kind hat dem zugestimmt.
    Begründung: Über 50+1 wird komplett neu entschieden. Martin Kind hat dem zugestimmt. Das kann nur bedeuten, dass Kind sehr bedeutende Signale erhalten hat: „50+1 FÄLLT!“.
    Solche Entscheidungen haben bei ihrer Veröffentlichung einen langen Reifeprozess hinter sich. Kühne dürfte aufgrund seiner Kontakte schon lange Informationen gehabt haben.
    Kühne ist in erster Linie Geschäftsmann, in zweiter Linie HSV „Edelfan“.
    Es ging also von vorne herein darum, die Klitsche so billig wie möglich zu übernehmen. Was gibt es in so einer Situation Besseres als einen Mann, der finanziell eine Katastrophe ist, aber das Image eines „Dukatenesels“ und „Heilsbringers“ hat?
    .
    Ich kann mir gut vorstellen, dass Beiersdorfer anfänglich an sich und seine Mission, den HSV wieder nach oben bringen, geglaubt hat. Die Realität hat ihn dann binnen Jahresfrist auf den Teppich geholt. Spätestens die Sache vdV dürfte ihm gezeigt haben, wer Koch und wer Kellner ist. Von da an ging es nur noch um Eigensicherung.
    Und der Mehrung des eigenen Vermögens war man ja eh schon immer verpflichtet.
    .
    Niemand weiß welche „Machenschaften“ Beiersdorfer mit Unterlagen oder Datenträgern im Falle eines Falles beweisen könnte.
    Vielleicht würde das Material sogar Kühnes Übernahmepläne für den HSV in Gefahr bringen. Man macht sich also gegenseitig „Angebote, die man nicht ablehnen kann“.
    Öffentlich sichtbar ist nur der „ewige“ Welpenschutz für Didi.

  8. alterplusser 15. Februar 2018 um 08:52 Uhr

    Morgen

  9. Flanders 15. Februar 2018 um 08:52 Uhr

    Ich bin ja ganz bei Dir, aber insbesondere in der Zeit von 2002 – 2009 ist ein Transferdefizit von knapp € 28 Mio. für mich erstmal als Investition (unter € 4 Mio. / Jahr) zu werten. Ein wenig sportlichen Erfolg hat es dafür ja gegeben. Was in Beiersdorfers zweite Amtszeit fällt, hat dem HSV, wenn nicht ein Großsponsor einsteigt oder der Volkspark auf einer Goldmine steht, die Zukunft verbaut. Ein Viertel des Vereins wurde verkauft, die Einnahmen hieraus verpulvert und die sportlichen Minimalziele wurden aufrecht unterschritten. Die Spieler haben sämtlich an Wert verloren oder sind durch ihre lukrativen Verträge kaum zu überzeugen, den Verein vor Ende des Vertrages zu verlassen.

    • Gravesen 15. Februar 2018 um 08:59 Uhr

      Du würdest einen Transferverlust als Investition werten? Wie verträgt sich das mit dem Ruf des „Dukaten-Didi“, der doch genau in dieser Zeit den HSV reich gemacht haben soll?

      • Flanders 15. Februar 2018 um 12:15 Uhr

        In sieben Spielzeiten wurden durchschnittlich € 4 Mio. in die Entwicklung der Mannschaft investiert. Stelle ich das dem sportlichen Erfolg dieser Jahre gegenüber, dann werden die Mehreinnahmen aus den diversen Teilnahmen an der CL / EL die Transferverluste überstiegen haben. Auch wenn der Dukaten-Didi damit hinfällig ist, leite ich aus diesen Jahren keine Inkompetenz ab.

        Es sind auch meiner Meinung nach die Entscheidungen seiner Amtszeit als Vorsitzender der Fussball AG, die den HSV in die tiefste Krise seiner Geschichte gestürzt haben und sogar seinen Fortbestand bedrohen. Warum das nicht aufgegriffen wird? Einerseits gehe ich mal davon aus, dass die Anteilseigner der AG – von Kühne bis zum HSV eV – den Vorstand der AG immer pflichtschuldig entlastet haben?! Damit wäre Beiersdorfer trotz des Scherbenhaufens rechtlich abgesichert und würde eine persönliche Generalabrechnung vermutlich mit einer Klage beantworten. So bitter es ist. Andererseits habe ich keinen blassen Schimmer. Mal sehen, was in der Zukunft über Football-Leaks ans Licht kommt. Die Jahre scheinen ja gut belegt zu sein.

  10. Michael 15. Februar 2018 um 08:53 Uhr

    Beiersdorfer weiß von den Leichen im Keller. Wer ihn anklagt, wird wohl selbst belastet. Das gilt allerdings nur für Funktionäre und Aufsichtsräte.
    Hinzu kommt, von Micha beschrieben, Scham und Abwehr bei den Fans.
    Das sollte jedoch Journalisten nicht abhalten. Wenn es denn im Umfeld des HSV welche gäbe. Man hat sich mit einem Rudel Speichellecker umgeben. Hätte man so viel Geschick bei Kaderplanung und Personalentscheidungen entwickelt, spielte Neymar heute an der Elbe statt an der Seine.

  11. alterplusser 15. Februar 2018 um 08:59 Uhr

    Guten Morgen Herr Gravesen,
    hab da mal eine Frage. Ist dass der selbe Herr Hoffmann wie in dem Zeitungsausschnitt des Hamburger Abendbattes ??
    …………
    „Bernd Hoffmann hinterlässt Millionen-Schuld
    Fußball-Bundesligist Hamburger SV hat das Geschäftsjahr 2010/11 mit einem Minus von 4,8 Millionen Euro abgeschlossen. Die Unterdeckung hätte noch höher ausfallen können, wenn man nicht Belastungen in die aktuelle Spielzeit geschoben hätte, berichtete die „Bild“-Zeitung nach der Aufsichtsratssitzung am Dienstagabend.“
    ……..
    Der dann nach dem Zerwürfnis mit dem überaus erfolgreichen Herr Beiersdorfer die alleinige Macht im Hamburger Sportverein übernahm. Der dann die alleinige sportliche Zukunft in seine Hände nahm.
    Des weiten fand ich noch einen befremdlichen Artikel aus der Zeit vom 26. April 2010. Hier ein kleiner Auszug:
    ……
    HSV-Boss Hoffmann ist gescheitert
    Trotz der immer wieder bekundeten Absicht, Kontinuität zu fördern, präsentiert Hoffmann im Jahresrhythmus neue Trainer. Seit 2003 im Amt, sucht er nun seinen siebten Coach. Hoffmanns Fehler im Fall Labbadia: Er ließ ihn alleine. Mit nur einem Jahr Bundesliga-Erfahrung hätte er ihn in einem solch großen Verein nicht ohne Sportdirektor arbeiten lassen dürfen. Doch diese Funktion blieb seit der Trennung von Dietmar Beiersdorfer im Juni 2009 unbesetzt.
    Und statt Labbadia in brenzligen Situationen demonstrativ zu stützen, entblößte ihn Hoffmann vor vier Wochen mit dem Satz: „Nächste Saison wird Labbadia Trainer sein – Stand jetzt.“ Hoffmann ist rhetorisch ein Profi, kaum vorzustellen, dass ihm dies rausgerutscht ist.
    Die Konsequenzen für die Verlierer sind unterschiedlich. Hoffmanns bislang starke Position im Verein dürfte geschwächt sein. Auch im Aufsichtsrat, der als sein Abnickergremium gilt. Inzwischen hört man leise Zweifel aus diesem Kreis. Die Spieler werden fortan mit dem Söldnervorwurf leben müssen, sie seien bereit, gegen den Trainer zu spielen – damit aber auch gegen den Verein und gegen die Fans.
    ……..
    Na dann schließt sich ja am Sonntag der Kreis und der überaus erfolgreiche Herr kann seine Erfolgsgeschichte zu einem „würdigen Ende“ bringen !!!

    Gruß

    PS: Und des wegen erspare ich mir auch weitere sinnlose Fahrten nach Hamburg, jedenfalls zum HSV !

    • Gravesen 15. Februar 2018 um 09:35 Uhr

      1. Satz, 3. Absatz. Und schon erübrigt sich der Rest

  12. Guy La Fleur 17 15. Februar 2018 um 09:22 Uhr

    In der Zeit steht etwas über Bayern, aber nicht über den HSV, habe ich nach einer ersten flüchtigen Durchsicht festgestellt.

  13. Weltmeister. 15. Februar 2018 um 09:46 Uhr

    Die Erklärung warum Beiersdorfers Name nie in den HH Medien fällt ist meiner Meinung nach sehr simpel:

    Sie Alle haben ihn ins Amt geschrieben.
    Anschließend haben sie ihn gewähren und fuhrwerken lassen, das Ganze locker, gefällig und wohlwollend begleitet.
    Keiner von ihnen hat das Treiben kritisch beäugt, hinterfragt oder gar mit Aufwand Recherche bzgl der Fehlleistungen und Missstände betrieben.

    Würden sie heute mit Beiersdorfer abrechnen, sie müssten selbst eingestehen damals als Journalisten komplett versagt zu haben und vllt sogar Teil des Ganzen gewesen zu sein. Und deshalb macht das kaum jemand.

    • Sven 15. Februar 2018 um 22:43 Uhr

      I wo. Siehe Chulz Hype und Chulz Shut Down. Scham ist keine Kategorie im Show Biz.

      Wenn Didi ungeschickt fällt, gibt es zu viele Kollateralschäden. Wie im Kartenhaus unten eine Karte weg ziehen.

  14. Mosche 15. Februar 2018 um 10:06 Uhr

    Logo ist die Erklärung in den HH Medien zu finden.
    Mich würde es nicht einmal verwundern, wenn Dennis D. noch ein Abschiedsspiel bekommt….

    Leider sind die zum größten Teil verdummten HSV Fans ebenfalls mitverantwortlich.
    Die glauben den Müll und wiederholen den Dreck als Ihre eigenen Überlegungen und Argumente.
    Wie oft höre ich noch von den Fans, Didi ist halt kein guter Vorstandsvorsitzender …

    Nur der HSV

    • Saschas Alte Liebe 15. Februar 2018 um 11:22 Uhr

      Und nicht nur die normalen Fans, auch die vielen Mitglieder, die es garnicht besser wissen wollen und immer nur im Mob mitrennen.

  15. Ex-HSVer im Herzen 15. Februar 2018 um 11:20 Uhr

    Der Grund ist ein ganz simpler: Ich kenne ihn ein wenig persönlich. Er hat eine Persönlichkeit die sehr ruhig und sympathisch rüber kommt. Ein wenig naiv und der „Gute Onkel“. Solchen Menschen etwas richtig übel zu nehmen fällt einigen nicht leicht. Man sagt sich „der ist doch so nett, das kann einfach alles nicht stimmen“. Ich dachte damals nur, wie will dieser denn so eine verantwortungsvolle Position ausfüllen? Bisschen studieren und bei KPMG als Lakai arbeiten bringt da nix. Dazu fehlt ihm doch die Kompetenz. Was sich ja dann auch bewahrheitet hat.

    Und aufgrund seiner Persönlichkeit denke ich, dass fast alle wichtigen Personen in der Hamburger Presse mit ihm Buddy sind. Und Buddies haut man nicht in die Pfanne.

  16. Jakob 15. Februar 2018 um 11:23 Uhr

    Für mich ist es einfach 😉 natürlich Spekulation.
    Beiersdorfer weißt alles was im Hintergrund vorgeht, vielleicht hat er sogar Beweise. Er ist zeitgleich so labil wie ein Kartenhaus. Stellt Euch mal vor Beiersdorfer schreibt ein Buch über den ganzen Dreck der beim HSV abläuft und wie alle Propaganda-Mitläufer von Mopo Abendplatt und Eckel Springer vielleicht sogar bezahlt, und wenn nur mit Interna, wurden?
    Nein, der Typ weiß zu viel und diese Medien-Prostituierten machen sich nass vor Angst.

  17. llorc 15. Februar 2018 um 11:33 Uhr

    Hat jemand Jovanovs Zeitartikel

    als Pdf-Datei zum downloaden?

    gruß,

    llorc

    • Gravesen 15. Februar 2018 um 12:17 Uhr

      Ich kümmere mich drum

      • Ex-HSVer im Herzen 15. Februar 2018 um 13:19 Uhr

        ??

  18. Gravesen 15. Februar 2018 um 14:38 Uhr

    Also zum Zeit-Artikel von u.a. Daniel Jovanov. Da die ZEIT ihre Artikel hinter einer Bezahlschranke verbirgt, ist es ein wenig schwierig. Außerdem ist es urheberrechtlich verboten, ganz Artikel zu posten. Ich habe deshalb die ersten zwei Folgen kopiert, der gesamte Artikel besteht aus 8 Folgen.

    Ham­burg · Da­ni­el Jo­va­nov, Ki­li­an Tro­tier
    DIE DAR­STEL­LER IM ÜBER­BLICK

    Die zen­tra­le Fi­gur: Klaus-Mi­cha­el Küh­ne, acht­zig Jah­re al­ter Un­ter­neh­mer, des­sen Ver­mö­gen vom »For­bes«-Ma­ga­zin auf 15,9 Mil­li­ar­den US-Dol­lar ge­schätzt wird. Er lebt heu­te haupt­säch­lich in der Schweiz und auf Mal­lor­ca, ist aber in Ham­burg auf­ge­wach­sen und ging frü­her mit sei­nem Va­ter ins Volks­park­sta­di­on. Der reichs­te Sohn der Stadt gibt sich als größ­ter Fan des Ver­eins. Und als sein Gön­ner.

    In wei­te­ren Haupt­rol­len:

    Diet­mar Bei­ers­dor­fer, Ex-Vor­stands­vor­sit­zen­der und zu Be­ginn sei­ner Amts­zeit Freund des Mä­zens

    He­ri­bert Bruch­ha­gen, der­zei­ti­ger Vor­stands­vor­sit­zen­der und Wi­der­sa­cher des Mä­zens

    Karl Ger­nandt,

    Ab­ge­sand­ter des Mä­zens beim HSV, Ex-Auf­sichts­rats­vor­sit­zen­der und wich­ti­ger Ma­na­ger in der Fir­ma Küh­ne + Na­gel

    Bernd Hoff­mann, will am Sonn­tag Prä­si­dent des HSV wer­den, Be­zie­hungs­sta­tus zum Mä­zen: un­durch­sich­tig

    Bru­no Lab­ba­dia, Ex-Trai­ner und ers­ter ech­ter Ge­gen­spie­ler des Mä­zens

    Jens Mei­er, noch Prä­si­dent des HSV e. V. und sel­ten Freund des Mä­zens

    In den wich­tigs­ten Ne­ben­rol­len:

    Rei­ner Cal­mund,

    ehe­ma­li­ger Bun­des­li­ga-Ma­na­ger und Freund des Mä­zens

    Mar­kus Gis­dol, Ex-Trai­ner, der lan­ge Zeit ein ex­zel­len­tes Ver­hält­nis zum Mä­zen hat­te

    Fe­lix Go­ed­hart, Mit­glied des Auf­sichts­rats und Ver­trau­ter des Mä­zens

    Alen Ha­li­lo­vić, der­zeit ver­lie­he­ner Mit­tel­feld­spie­ler, den der Mä­zen un­be­dingt ha­ben woll­te

    Joa­chim Hil­ke, Ex-Mar­ke­ting­vor­stand und Ver­trau­ter des Mä­zens

    Pier­re-Mi­chel La­sog­ga, der­zeit ver­lie­he­ner Stür­mer, des­sen Ver­pflich­tung der Mä­zen 2014 for­der­te und den er heu­te scharf kri­ti­siert

    An­dre­as Pe­ters, Mit­glied des Auf­sichts­rats und Ge­gen­spie­ler des Mä­zens

    Mir­ko Slom­ka, Ex-Trai­ner, den der Mä­zen sehr schnell für zu schlecht be­fand

    Vol­ker Struth, im Haupt­be­ruf Spie­ler­be­ra­ter und für ei­ni­ge Zeit Be­ra­ter des Mä­zens

    Jens Todt, Sport­di­rek­tor beim HSV und beim Mä­zen in Un­gna­de ge­fal­len

    Schuld und Küh­ne

    Ham­burg hat ein gro­ßes Se­ri­en-Epos her­vor­ge­bracht. Es han­delt vom HSV und der Macht­gier sei­nes größ­ten För­de­rers. Am Sonn­tag en­det die ak­tu­el­le Staf­fel mit der Wahl des Prä­si­den­ten. Dra­ma­tik ist ga­ran­tiert

    FOL­GE 1

    Der Mä­zen baut sei­ne Macht auf

    Am 25. Mai 2014 gellt um 16.33 Uhr ein Ju­bel­schrei durchs Sta­di­on. Nicht weil auf dem Ra­sen ge­ra­de ein Tor für den HSV ge­fal­len wä­re. Son­dern weil Jens Mei­er, der Lei­ter der Mit­glie­der­ver­samm­lung, ge­ra­de ein Ab­stim­mungs­er­geb­nis ver­kün­det hat: Von den 9702 an­we­sen­den HSV-Mit­glie­dern ha­ben 7992 für den An­trag ge­stimmt, dass die Pro­fi­fuß­ball-Ab­tei­lung in ei­ne Ak­ti­en­ge­sell­schaft um­ge­wan­delt wird. Die Fans ste­hen dicht ge­drängt auf der Tri­bü­ne, sie schwit­zen, klat­schen und träu­men von glän­zen­den Per­spek­ti­ven für ih­ren HSV. Wie soll­ten sie auch an­ders? Schließ­lich ha­ben ih­nen die In­itia­to­ren der so­ge­nann­ten Aus­glie­de­rung Gro­ßes ver­spro­chen. Von nun an ge­be es ei­ne straff ge­führ­te AG, die nach dem Vor­bild des bes­ten und er­folg­reichs­ten Fuß­ball-Clubs des Lan­des struk­tu­riert wer­de: des FC Bay­ern Mün­chen.

    Der Ver­ein selbst be­sitzt 75 Pro­zent der An­tei­le an der AG, die wich­ti­gen Ent­schei­dun­gen kön­nen al­so wei­ter­hin die Mit­glie­der tref­fen, da­für reicht ei­ne Drei­vier­tel­mehr­heit. 25 Pro­zent wer­den an Ak­tio­nä­re ver­ge­ben. Bei der FC Bay­ern Mün­chen AG sind das drei mit gleich gro­ßen An­tei­len: Adi­das, Al­li­anz und Au­di. So et­was, dach­te man sich beim HSV, müss­te in Ham­burg doch auch ge­hen! Welt­fir­men, die vie­le Mil­lio­nen Eu­ro da­für zah­len, beim HSV mit da­bei zu sein. Beim HSV gibt es aber nur ei­nen Mann, der un­be­dingt da­bei sein will: Klaus-Mi­cha­el Küh­ne.

    Küh­ne ist von der Aus­glie­de­rung be­geis­tert. Der Ver­ein, der ihm so sehr am Her­zen liegt, soll sich pro­fes­sio­nel­ler auf­stel­len. Er soll nicht mehr von den rund hun­dert Mil­lio­nen Eu­ro Schul­den ge­lähmt wer­den, die sich in den letz­ten Jah­ren an­ge­häuft ha­ben. Er soll in ta­len­tier­te Spie­ler in­ves­tie­ren kön­nen, da­mit die Mann­schaft auf dem Platz nie wie­der Angst vor dem Ab­stieg ha­ben muss. Küh­ne bie­tet sich als ers­ter Groß­käu­fer von Ak­ti­en an. Und hat gleich­zei­tig wohl nichts da­ge­gen, dass an­de­re mög­li­che stra­te­gi­sche Part­ner ver­grault wer­den. Das zeigt ei­ne Rück­blen­de:

    Kurz vor der Aus­glie­de­rung be­rei­te­te der Küh­ne-Ver­trau­te und da­ma­li­ge Mar­ke­ting­vor­stand Joa­chim Hil­ke ei­nen Deal mit Adi­das vor. Es ging um die Ver­län­ge­rung des Ver­tra­ges mit dem Aus­rüs­ter bis 2024. Im Auf­sichts­rat regt sich Wi­der­stand, es hat­te kei­ne Aus­schrei­bung ge­ge­ben, die Lauf­zeit sei zu lang, und die Kon­di­tio­nen sei­en zu schlecht. Hil­ke zog die Ver­hand­lun­gen oh­ne Zu­stim­mung der Kon­trol­leu­re trotz­dem durch. Un­ter den Fol­gen wird der Ver­ein noch lan­ge lei­den.

    Zum ei­nen, weil der Deal den HSV auf lan­ge Sicht Mil­lio­nen kos­tet: Die ZEIT hat­te Ein­sicht in Pro­to­kol­le von Auf­sichts­rats­sit­zun­gen, aus de­nen her­vor­geht, dass Adi­das die Ge­samt­sum­me von 25 bis 30 Mil­lio­nen Eu­ro nicht wie üb­lich in jähr­li­chen Ra­ten an den HSV zahl­te, son­dern ei­nen gro­ßen Teil im Vor­aus über­wies. Mit die­sem Geld konn­te sich der HSV die Li­zenz für die Bun­des­li­ga-Sai­son 2014/2015 si­chern. Die Hö­he der wei­te­ren Ein­nah­men ist an das sport­li­che Ab­schnei­den ge­knüpft. In der ver­gan­ge­nen Sai­son er­reich­te der HSV nur Ta­bel­len­platz 14, des­halb muss­te er ei­ne hal­be Mil­li­on Eu­ro an Adi­das zu­rück­zah­len.

    Zum an­de­ren sind die Fol­gen die­ses Deals bis heu­te zu spü­ren, weil er den Ein­stieg ei­ni­ger po­ten­zi­el­ler Groß­ak­tio­nä­re un­mög­lich mach­te: Im Um­feld war da­mals zu hö­ren, dass an­de­re Sport­ar­ti­kel­her­stel­ler wie Un­der Ar­mour oder Ni­ke In­ter­es­se be­kun­det ha­ben sol­len, beim HSV ein­zu­stei­gen – aber nur un­ter der Be­din­gung, dass sie auch Aus­rüs­ter des Clubs sein dürf­ten. Die­se Mög­lich­keit war durch den Hil­ke-Deal ver­baut.

    En­de der Rück­blen­de.

    Klaus-Mi­cha­el Küh­ne wird al­lei­ni­ger Groß­ak­tio­när. Und weil er es ge­schafft hat, aus dem mit­tel­stän­di­schen Un­ter­neh­men Küh­ne + Na­gel ei­ne Welt­